Leserstimmen zu
Bevor die Nacht geht

Patrycja Spychalski

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"Bevor die Nacht geht" ist nicht der Erste Roman, den ich von Patrycja Spychalski gelesen habe aber dafür, der Erste, den Ich rezensiere, die anderen werde ich auch noch nachholen bei Gelegenheit. Zum Cover: Auf den ersten Blick ist das Cover wunderschön, dies ändert sich auch nicht beim zweiten Blick und es spiegelt den Inhalt des Buches perfekt wieder … Eins meiner Lieblingszitate: "Meine nächste Frage: Wenn die Welt untergehen würde und du genau eine Person retten könntest?" Jacob wendet mir sein Gesicht zu. "Ohne Scheiß...? Jetzt gerade wünsche ich mir sehr, dass die Welt untergeht und nur du und ich übrig bleiben..." Meine Meinung zum Buch: Da die Kapitel abwechselnd aus der Perspektive von Kim und Jacob erzählt wird und dazu noch die Kapitel nicht zu lang gehalten sind, lässt es sich einfach wunderbar lesen und beim Lesen merkt man schnell, dass die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht mit den beiden unterwegs zu sein, Sie sind wirklich unglaublich symphytisch und man will Sie zwischen durch einfach nur Knuddeln … oder ab und zu auch mal schütteln. Die Unterhaltung der beiden wirkt realistisch und ist zwischendurch echt zum Lachen. Ich hatte während, dem Lesen, das Gefühl beim Pizza essen, Taxi fahren oder all den andren Sachen die Sie unternommen haben, mit dabei zu sein und Sie stück, für stück besser kennenzulernen. Ganz besonders toll fand ich aber auch, wie die beiden miteinander umgegangen sind und dass Sie keine Spielchen miteinander spielen. Im Laufe der Geschichte erfährt man immer mehr über Ihre Hintergründe und Entscheidungen, die sie getroffen haben und am Ende … habe ich einfach nur gehofft, dass Jacob nicht nach Brasilien fliegen wird. Jacob ist ein wirklich toller Kerl und zur Abwechslung mal keiner dieser Bad Boys, er hat mein Herz wirklich im Sturm erobert. Zum Schluss hat man das Gefühl ein Teil von Berlin zu sein und man wünscht sich, dass diese Nacht niemals endet. Mein Fazit: Eine Ergreifende und echt wirkende Liebesgeschichte zweier Protagonisten, die füreinander bestimmt sind. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, authentisch und erfrischend zugleich und lässt einen nur so durch die Seiten Fliegen. Mit dieser Geschichte fordert uns die Autorin auf, die Dinge mal mit einem anderen Auge zu betrachten, mal inne zu halten und eventuell scheinbar Verlorenes wiederzufinden … ... Nehmt Euch Zeit, die stillen Wunder zu entdecken, die in der lauten Welt oft übersehen werden.

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Für Kim ist es ein ganz normaler Samstagvormittag, an dem sie sich auf den Weg macht, um für ihren Vater ein paar Filzgleiter zu besorgen. Sie ist ganz verliebt in die Stadt und ihre pulsierende, sich immer wieder verwandelnde Schönheit. Für Jacob soll es der letzte Morgen in Berlin sein, bevor er sich am nächsten Morgen nach Brasilien aufmacht, um dort ein Jahr lang Kinder in Fußballcamps zu betreuen. Er hasst Berlin und ist froh, dieser Stadt schon bald den Rücken kehren zu können. Als die beiden sich zufällig in der S-Bahn gegenübersitzen und sich versucht unauffällig gegenseitig in der Spiegelung der Fensterscheiben beobachten, scheint es fast Schicksal zu sein, dass sie einander begegnen. Es dauert einige Momente, bis sie sich trauen, einander anzusprechen, doch sie werden schnell warm miteinander und beschließen schließlich, den Tag gemeinsam zu verbringen. Jacob hat ohnehin nichts Besseres zu tun, für ihn sollte die Bahnfahrt lediglich ein letztes Abschiednehmen werden, doch für Kim ist es eine neue Mission. Sie will unbedingt, dass Jacob Berlin durch ihre Augen kennen lernt und sich genauso in die Stadt verliebt wie sie selbst. Und womöglich vielleicht auch ein kleines bisschen mehr Interesse an Kim entdecken kann. Berlin ist eine Stadt am Puls der Zeit. Kaum eine andere Stadt in Deutschland vereint so viele Kulturen, so viele Gesichter, so viele Möglichkeiten. Es ist der perfekte Schauplatz für eine 24 Stunden andauernde Geschichte, in der sich zwei Jugendliche zufällig in der S-Bahn treffen und nur nach wenigen Worten beschließen, sich gemeinsam auf den Weg durch die Stadt zu machen und sie zusammen ein weiteres Mal zu entdecken. "Bevor die Nacht geht" ist ganz deutlich eine Liebeserklärung an die deutsche Hauptstadt, aber auch ein gefühlvoller Roman über Zufälle und darüber, dass sich in nur 24 Stunden einfach alles im Leben ändern kann. Und darüber, dass die große Liebe womöglich schon an der nächsten Straßenecke oder an der nächsten Haltestelle auf einen wartet. Patrycja Spychalski hat bereits in ihren Vorgängerromanen bewiesen, dass sie sehr genau weiß, womit sie ihre meist jugendlichen, oft aber auch erwachsenen Leser begeistern und unterhalten kann – mit ihrem vierten Roman macht sie da keine Ausnahme. Schon nach wenigen Seiten ist der Leser gefangen und gespannt, welche Orte Berlin so besonders für ihre Protagonistin machen. Wer Berlin bereits kennt, wird manche Plätze wiedererkennen und ihre Besonderheit mit einem stillen Nicken bestätigen, aber auch neue Seiten von Berlin kennen lernen. Wer die Hauptstadt bislang noch nicht besucht hat, bekommt eine Vielzahl von Gründen geliefert, warum es nun doch endlich mal an der Zeit ist, die Reiseroute dorthin zu planen. Mit viel Liebe zum Detail zeigt Patrycja Spychalski dem Leser besondere Ecken in Berlin – Seiten, die man als normaler Tourist und sogar als Anwohner vielleicht niemals kennen lernen würde. Es ist, als würde man als Leser neben Kim und Jacob her stolpern, fasziniert von den vielen unterschiedlichen Gesichtern der Stadt, die schon an der nächsten Straßenecke wieder eine völlig andere Seite von sich zeigt. Einfühlsam geht die Autorin dabei auch mit den Gedanken und Gefühlen ihrer Protagonisten um, die sich eindeutig zueinander hingezogen fühlen, das aber nicht so richtig zeigen können – aus gegebenen Anlässen, denn immerhin wird Jacob am nächsten Tag für ein Jahr verschwinden, und was für eine Zukunft hat schon eine gerade aufkeimende Liebe, wenn keine 24 Stunden später mehrere Tausend Kilometer zwischen den beiden liegen werden. Natürlich rechnet man trotz aller Widrigkeiten mit einem Happy End, doch ob es tatsächlich eines ist, liegt im Auge des Betrachters. Da die ganze Geschichte aber ohne jeden Trübsinn erzählt wird, sondern insgesamt sehr humorvoll und voller komischer Szenen ist, spielt das Ende tatsächlich nur eine fast unbedeutende Rolle. Vielmehr geht es darum, den Tag zu leben und sich bewusst die schönen Seiten der Welt vor Augen zu führen. In dieser Hinsicht hat Patrycja Spychalski ganze Arbeit geleistet – Berlin erscheint in neuem Glanz und auch wenn mit Sicherheit nicht alle schönen Ecken der Stadt und ihrer Umgebung im Buch ihren Platz finden, merkt man doch sehr deutlich, wie wohl sich die Autorin in ihrer Wahlheimat fühlt und dass sie dieses Gefühl auch an andere geben möchte. In jedem Fall lesenswert – nicht nur für Berlin- und Romantik-Fans! Fazit: "Bevor die Nacht geht" ist ein wunderschöner, zauberhafter Jugendroman, der nicht nur den Blick auf Berlin verändert, sondern den Leser auch darüber nachdenken lässt, ob es sowas wie Schicksal tatsächlich gibt. Patrycja Spychalski beweist einmal mehr jede Menge Einfühlungsvermögen für ihre jugendlichen und auch erwachsenen Leser und schafft es mit ihrem vierten Roman, für gute Unterhaltung und neue Reiselust zu sorgen. Eine Empfehlung für diejenigen, die Berlin mögen oder gerne mögen wollen, und für jeden, der an die Liebe glaubt. Wertung: 4,5 von 5 Schwertpaaren Handlung: 4 / 5 Charaktere: 5 / 5 Lesespaß: 5 / 5 Preis/Leistung: 4 / 5

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Als ich dieses Buch entdeckt habe, war mein erster Gedanke: Ich mag Berlin (oder Großstädte allgemein) nicht. Vielleicht kann Kim mich ja auch von den Vorzügen dieser Stadt überzeugen? Jetzt, nach dem Lesen, kann ich sagen: Ich glaube nicht, dass ich Berlin lieben werde, aber Kim ist echt ein toller Mensch. Sie ist trotz alles anderer als fröhlichen Kindheit ein lebensfroher Mensch, sagt zu allem Ja und Amen und mischt überall mit. Sie spricht Menschen auf der Straße an, die sie nicht kennt, und beobachtet und sieht alles. Sie ist mir manchmal schon zu aufgeschlossen und gerade am Anfang fand ich sie und ihre Gedankengänge / -sprünge einfach nur anstrengend, aber nach und nach finde ich sie einfach nur noch super. Jacob dagegen ist eher der stille Träumer. Er beobachtet, aber sieht nicht. Dass er Kim trifft, scheint mir beinah vorherbestimmt, damit er mal aus seinem Schneckenhaus herauskommt. Er ist mir sehr sympathisch. Ich glaube, er ist ein bisschen wie ich. :) Die Tour, die die beiden machen, wie sie sich kennen lernen und die Gefühle, die sie füreinander entwickeln; das alles ist sehr einfühlsam und liebevoll beschrieben, und so detailliert! Teilweise kam es mir ein bisschen so vor, als würde die Autorin über ihre Kinder schreiben: Sie kennt alle Macken und Eigenheiten, aber findet an ihnen immer noch etwas Positives. Die Handlung ist meiner Meinung nach schlüssig und auch interessant. Ich habe Dinge über Berlin erfahren (von denen ich hoffe, dass sie stimmen und nicht mit der Fantasie der Autorin so sehr ausgeschmückt wurden, dass die Realität gerade noch zu erkennen ist), die mir die Stadt doch schmackhaft machen, aber sie ist noch immer so voller Leben, dass ich kaum glaube, dass ich persönlich dort leben wollen würde. Dieser Roman ist eine einzige Liebeserklärung an die Stadt, und das merkt man in jeder Zeile. Und dazwischen. ;) Fazit Trifft nicht ganz meinen Geschmack, aber es ist eine tolle Geschichte: Sehr kurzweilig, interessant und liebevoll geschrieben.

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Ein Buch, wie es das Leben schreibt!

Von: Anja Reichenbach

02.08.2015

Inhalt Jacob hasst Berlin! Zum Glück wird er morgen für ein ganzes Jahr nach Brasilien fliegen. Auf seiner Abschiedsrunde durch Berlin trifft er Kim und alles ist auf einmal anders. Kim ist anders, es ist Liebe auf den ersten Blick. Im Gegensatz zu ihm liebt Kim Berlin und sie macht es sich zur Aufgabe ihn von der Schönheit der Stadt zu überzeugen. Doch ihnen bleibt nur ein Tag und eine Nacht gemeinsam in Berlin, und jede Minute davon ist pures Leben... Eigene Meinung Die Idee zu diesem Buch ist eigentlich ganz simpel, aber wundervoll zugleich. Sie zeigt deutlich, wie sehr man im täglichen Leben die Schönheit mancher Orte einfach ausblenden und sich nicht mehr an ihnen erfreuen kann. Außerdem zeigt sie, wie unberechenbar das Leben und die Liebe sein kann. Ich habe dieses Buch quasi an einem Stück gelesen, da es mich von der ersten Seiten an in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte um Kim und Jacob ist so wunderbar realitätsnah und schön, dass man einfach darin versinken möchte. Sie auf ihrer Reise durch die Hauptstadt zu begleiten macht unwahrscheinlichen Spaß und man erfährt Dinge über die Stadt, die man so in keinem Reiseführer findet. Auf jeden Fall werde ich diverse Orte aus diesem Buch bei meiner nächsten Berlin-Reise besuchen. Einzig die Szene auf und nach der Party hat mich etwas gestört, da sie den Lesefluss doch sehr gehemmt hat und der Geschichte etwas von ihrem Zauber genommen hat. Der Wechsel der Sichtweisen, abwechselnd aus Jacobs und Kims Sicht, ist sehr angenehm und man fühlt sich den Protagonisten dadurch ziemlich nahe. Durch die Überschriften der einzelnen Kapitel weiß man immer genau bei wem man ist auch auch wann und wo, was für die Übersichtlichkeit sehr förderlich ist. Auch die Schreibweise der Autorin ist sehr angenehm und flüssig, sodass man gar nicht merkt wie die Seiten nur so fliegen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und springt sofort ins Auge. Man erkennt direkt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, welches in Berlin spielt. Fazit Ein sehr schönes Jugendbuch für zwischendurch, von dem man sich verzaubern lassen kann. Ein Buch, wie es das Leben schreibt! Empfehlung Freunde von romantischen und verträumten Jugendromanen werden dieses Buch lieben. Wer dazu noch Berlin mag, für den ist dieses Buch wie geschaffen.

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Dieses Buch hat mich gekillt. Das war der letzte Gedanke meinerseits, als ich es gerade beendet hatte. Es ist selten, dass die Menschen an Liebe auf den ersten Blick glauben und das Buch zeigt einfach, dass es möglich ist. Ich kann es mir jetzt so richtig vorstellen. Ich meine wer glaubt schon daran, dass man sich in den Typen, der einem in der U-Bahn gegenüber sitzt, verliebt oder das Verlangen verspürt ihn anzusprechen, nur weil man es bereuen könnte. Und wirklich das Ende geht einem durch Mark und Bein. Wer hätte gedacht, dass dieses Buch das schafft. Es hat mich einfach komplett umgehauen. Ich hatte auch ehrlich gesagt keine Erwartungen an das Buch und wie man sieht ist das die beste Vorraussetzung, um ein Buch richtig gut zu finden. Ich habe mich nicht einmal über den Inhalt informiert… Die Beiden halten in jeder Situation zusammen und diese Innigkeit hat mich komplett geflasht. Das war dann auch der Grund warum mich das Ende so zerstört hat. Mir hat von Anfang an gefallen, dass das Setting Berlin ist, da ich dort schon öfters war (auch zu Fuß) und teilweise dann die Orte schon kannte, die Kim Jacob zeigt. Weil diese Buch so dermaßen genial ist, gebe ich dem Buch 5 Sterne. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️

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Autor/in: Patrycja Spychalski Verlag: cbt Seitenzahl: 285 Genre: Roman (Jugendliche/Junge Erwachsene) Inhalt in einem Satz: Kim und Jacob begegnen sich an einem gewöhnlichen Samstagmorgen in der Berliner S-Bahn und verstehen sich auf Anhieb so gut, dass sie den Tag miteinander verbringen - der Deal: Kim zeigt Jacob all ihre Lieblingsorte von Berlin, denn am nächsten Morgen bereits wird Jacob für ein Jahr nach Brasilien fliegen… Meine Meinung: Totaler Glückstreffer! Ich habe mich beim Lesen so sehr in die Story, die Charaktere und den packenden Schreibstil verliebt. :) ♥ Selten entdecke ich ein Buch, das sooo gut zu mir passt und meinem Geschmack so perfekt entspricht. Aber wie sollte man “Bevor die Nacht geht” auch nicht lieben? Die quirlige, spontane, witzige Kim und der ruhige, vernünftige Jacob erzählen abwechselnd von ihrem gemeinsamen Tag in Berlin und führen den Leser zu den schönsten Orten der Stadt - und davon gibt es eine ganze Menge. Ich selbst war schon ein paar Mal in Berlin, mir erging es dabei aber eher wie Jacob: ich fand die Stadt zu laut, zu schmutzig, einfach nicht so schön. Doch Kim liebt ihre Heimatstadt sehr und kennt die wunderschönsten geheimen Ecken, die sie Jacob schmackhaft machen möchte. Und diese Orte lernt man als Leser hautnah kennen. Man hört förmlich den Geräuschpegel der Stadt, riecht und schmeckt die leckeren Berliner Gerichte, genießt die stillen Momente und wird völlig in die Welt von Kim und Jacob entführt. Und wie sollte es auch anders sein, als dass sich die beiden auf ihrer ungewöhnlichen Tour Hals über Kopf ineinander verlieben? Obwohl ihnen nur ein Tag bleibt, lernen sich Kim und Jacob besser kennen als manche Menschen während ihrer ganzen Beziehung, denn bei den beiden stimmt einfach die Chemie. Patrycja Spychalski erzählt diese Geschichte mit einer großen Portion Herzschmerz, aber auch mit einem Blick für die wundervollen kleinen Momente des Lebens und die kleinen Details an den Menschen, die die beiden Charaktere so besonders und liebenswert machen. Fazit: Eine unglaublich vielseitige Story, die nur so sprüht vor Lebensfreude und Spaß, aber auch vor ganz großen Gefühlen. Ja, man kann sich an nur einem Tag verlieben - nämlich in dieses Buch, und in die Stadt Berlin, die ich jetzt mit ganz neuen Augen sehe. Bei “Bevor die Nacht geht” stimmt einfach alles. Unbedingt lesen! ♥ Ich bin gespannt auf die anderen Bücher der Autorin, die ich sicher auch bald alle verschlingen werde. ;) Bewertung: 📖 📖 📖 📖 📖 (5/5)

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Zur Autorin: Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seit 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozial-kulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Zum Cover: Ein toll gestaltetes Cover, dem man gerne einen Blick mehr schenkt. Es ist passend zum Titel und auch passend zur Geschichte. In den Tönen der Nacht gehalten, wirkt der Mond unheimlich toll und riesengroß. Sehr schön finde ich die unten gezeigte Skyline von Berlin. Und die beiden Hauptprotagonisten, die man mal so eben auf den Mond gesetzt hat :-) Absolut gelungen und auf jeden Fall wird sich daraus der eine oder andere Coverkauf ergeben. Hauptprotagonisten: Kim, liebt in einem Sozialbau der Berliner Wedding, ist Schülerin und immer in Berlin unterwegs Jacob, in Berlin Dahlem aufgewachsen, gerade mit der Schule fertig. Geht nun für ein Jahr nach Brasilien. Trifft Kim bei einer Fahrt mit der S-Bahn Zum Inhalt: Als Kim und Jacob sich an einem ganz normalen Samstagmorgen in der Berliner S-Bahn treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick! Eigentlich wollte Kim nur einkaufen, doch als Jacob ihr erzählt, dass er Berlin nicht leiden kann, überredet sie ihn, mit ihr zu kommen – quer durch die Stadt, an all ihre Lieblingsorte. Jacob soll sich in Berlin verlieben … und vielleicht auch in sie. Doch für Jacob ist es der letzte Tag, bevor er am nächsten Morgen für ein Jahr weggeht. Obwohl es hoffnungslos ist, folgt er diesem Mädchen, das sich so unerwartet in sein Herz gemogelt hat, durch Straßen, Parks und Cafés … Einen Tag und eine Nacht haben sie – und jede Sekunde mit Kim pulsiert vor Leben, wie Berlin selbst. Meine Meinung: Ich habe etwas länger gebraucht um in das Buch reinzufinden, weil ich wohl immer und immer gewartet habe bis etwas passiert, aber der Kracher kam und kam einfach nicht. Die Geschichte ist so schön vor sich hin geplätschert, mit einem Plott, der recht einfach gestrickt ist. Vergessen darf man allerdings auch nicht, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt und man vielleicht auch einfach deshalb nicht allzu viel an Action und Spannung bzw. auch an etwas schnellerer Handlung erwarten darf. Aber nach einer Weile hat mich die Geschichte dann auch doch noch fesseln können, und daran ist einzig und allein Kim schuld. Ich habe auch in einem Buch noch einen solchen Menschen kennenlernen dürfen. Ein Mädchen aus der sozialen Unterschicht, das vor Leben nur so sprüht und dies auch an andere Menschen weitergeben möchte. Sie wurde wirklich großartig dargestellt und ohne sie wäre das Buch wohl eher was zum Weglegen geworden. Absolut zu erwähnen ist außerdem ihre Art und Weise wie sie die Stadt Berlin beschreibt und diese Jacob auf ihre ganz eigene Art vor Augen führt. So kann man unheimlich schön die verschiedenen Sichtweisen der Menschen erkennen. Jacob findet Berlin zu trist, zu groß, zu anonym und möchte eigentlich nur weg … Durch Kim bekommt er einen ganz anderen Blickwinkel auf die Stadt und es hat Spaß gemacht Berlin durch diese beiden Jugendlichen auch als Leser etwas besser kennenzulernen. Dass in so einem Buch natürlich auch ein wenig Liebe und Romantik nicht fehlen darf ist ja klar. Und auch mit der gefühlvollen Seite kann die Autorin gut umgehen. Mein Fazit: Ein solider Jugendroman, dem ich gerne drei Sterne vergebe. Noch mehr Spaß macht das Buch bestimmt dann, wenn man Berlin selbst gut kennt und sich vieles auch einfach bildlich besser vorstellen kann. © Marina Sharma

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"Bevor die Nacht geht" war für mich das zweite Buch der Autorin und entpuppte sich während des Lesens eindeutig zu einem Lieblingsbuch. Eine warmherzige Geschichte inmitten der Metropole Berlins. Was wäre geschehen, wenn Kim Jacob nicht gebeten hätte mit ihr aus der S-Bahn auszusteigen, damit sie ihm in nur einer Nacht ihr Berlin von einer anderen Seite zu zeigen? Was wäre geschehen, wenn er sich geweigert hätte oder sie nicht interessant genug gefunden hätte, um sich mit ihr die Nacht um die Ohren zu schlagen? Kim ist durch ihre offene und liebenswerte Art ein wundervoller Charakter, der mich von Anfang an gefallen hat. Sie wirkt auf mich authentisch und absolut ehrlich. Für Jakob wirkt sie durch ihre Offenheit sehr ungewöhnlich und daher absolut spannend. Er wäre dumm gewesen, wenn er sich nicht auf Kim eingelassen hätte. Da sie sich bald wieder trennen müssen, da Jakob für ein Jahr nach Brasilien gehen möchte, um dort Radioarbeit mit Kindern zu machen, packen die beiden so viel Abenteuer und Spannung in diese 24 Stunden vor dem Flug, wie nur möglich. Kim ist absolut außergewöhnlich in ihrer Art und ich erkenne in ihr eine echte Berlinerin, die ihre Stadt liebt und nicht versteht, dass es Menschen gibt, die dies nicht zu schätzen wissen. Sie muss Jacob nur überzeugen. Natürlich kommt das Kribbeln des Verliebtseins noch hinzu und es kommt nicht unerwartet, dass es auf beiden Seiten komplett einschlägt und es Jacob immer schwerer fällt wirklich zu gehen und darauf zu hoffen in einem Jahr da anzuknüpfen, wo diese Nacht geendet hat. Es ist eine ganz ungewöhnliche Geschichte, der wir da folgen dürfen und ich war schon ab der ersten Seite wirklich begeistert. Die Protagonisten wirken lebendig und sehr sympathisch. Die Kulisse Berlin tat ihr übriges, denn es war wie eine kleine Stadtführung, die einlädt sich Berlin in einer ganz anderen Form zu stellen, wie ich es vielleicht als Tourist erfahren hätte. "Bevor die Nacht geht" ist für junge Leserinnen ab 14 Jahren absolut geeignet, denn die Liebesgeschichte, die sich zwischen Kim und Jacob entwickelt ist nicht nur ungewöhnlich, sondern hat sich mitten ins Herz geschrieben, Eine tolle Wortwahl und der Traum der Liebe auf den ersten Blick wirkt sicherlich nach und erfüllt somit während des Lesens den Traum, den wir doch alle schon einmal geträumt haben, oder etwa nicht? Seine große Liebe in einer S - Bahn kennenzulernen und anzusprechen erfordert jede Menge Mut. Es wäre für Kim etwas gewesen, was sie immer bereut hätte, wenn sie Jacob nicht angesprochen hätte. Auch Jacob, der ein doch recht behütetes Leben geführt hat bisher, wäre nicht aus seinen Strukturen ausgebrochen, sondern wäre einfach der Junge geblieben, der er war, bevor er Kim begegnet ist. Durch ihre Andersartigkeiten können sie sich ergänzen und sich gedanklich, seelisch verändern. Absolut gelungen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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