Leserstimmen zu
Windjäger

Jim Butcher

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Allgemeines Titel: Windjäger Autor: Jim Butcher Verlag: blanvalet Seitenzahl: 764 Preis: 9,99€ ISBN: 978-3-7341-6000-4 Klappentext Seit der Nebel die ganze Welt überzogen hat, leben die Menschen in festungsartigen Städten auf den Gipfeln der Berge. Den Nebel zu betreten kann tödlich sein. Dennoch fallen Truppen der Gipfelfestung Aurora in das Gebiet von Albion ein, und ein Krieg kann nicht mehr abgewendet werden. Der Gipfelfürst von Albion ruft seine Verbündeten zusammen und bereitet sein Volk auf den Kampf vor. Die Flotte ist stark, die Männer und Frauen sind gut ausgebildet. Doch seine größte Hoffnung setzt der Gipfelfürst auf die geheime Mission von Kapitän Grimm und dessen Luftschiff Jäger. Meinung Aufgrund des Klappentextes hätte ich mir dieses Buch wahrscheinlich ehr nicht geholt, denn dieser spricht mich nicht wirklich an. Aber offensichtlich habe ich es ja gelesen, und das liegt einzig und allein an einer YouTuberin die mich so neugierig auf dieses Buch gemacht hat. Sie hat es förmlich in den Himmel gelobt, sodass ich einfach selber heraus finden wollte ob es denn jetzt wirklich auch so gut ist. Und das ist es! Klar, es gab auch kleine schwächen aber alles in allem war es wirklich gut. Ich hätte nicht gedacht das mich dieser Schinken mit seinen 764 Seiten so sehr packen konnte, denn die dicke hat mich zu Beginn schon ein wenig abgeschreckt. Wie fast bei jedem Buch muss man sich auch hier erst einmal in die Geschichte ein lesen und sich mit den Charakteren vertraut machen. Zwar hat das alles recht lange gedauert bis ich verstanden habe wie die Welt aufgebaut war und welcher Charakter wer war, aber als ich diese "Phase" hinter mir hatte sind die Seiten nur so an mir vorbei geflogen. Der Schreibstil Jim Butcher schreibt relativ anspruchsvoll, sodass man sich schon ein bisschen konzentrieren muss um alle Details während des Lesens zu verstehen. Das Buch wird aus den Sichten von mehreren Charakteren erzählt, da wir auch mehr als einen Protagonisten/in haben. Unter anderem auch aus der Sicht einer Katze! Das war einer der Sachen die mir so unheimlich gut an dem Buch gefallen haben. Es macht das Buch zu etwas besonderem und außerdem hat es die Stimmung im Buch immer so gehoben wenn die Katze bzw. der Kater sich über die Menschen um ihn herum lustig gemacht hat. Ansonsten hat der Autor ein unheimliches Talent dafür Kriegszenen zu schreiben, denn während dem lesen hatte man manchmal das Gefühl sich mit den Charakteren auf ihren Schiffen in der Luft gegen andere zu verteidigen. Die Charaktere Mir haben die Charaktere richtig gut gefallen, denn meiner Meinung nach waren sie extrem gut ausgearbeitet und jeder für sich einzigartig. Es sind alles unglaublich starke und mutige Personen. Zwei der Charaktere waren Äthiker, wobei es sich um Menschen handelt die mit Äthermagie rumhantieren (mir fällt kein besseres Wort dafür ein). Und jeder von diesen Ätherikern hat eine bestimmte Macke, was zum Beispiel einen von den beiden dazu veranlasst meist immer nur zusammenhangslose Sätze von sich zu geben. Diese Kleinigkeiten haben die Charaktere zu etwas sehr realen aber auch sehr lustigen gemacht (wirklich, ich habe mir sehr viele Stelle markiert die einfach nur zum ablachen waren) Fazit Wer von euch auf High-Fantasy, Action und Witz steht sollte sich dieses Buch unbedingt mal anschauen! Lasst euch nicht vom Klappentext abschrecken, denn der kann meiner Meinung nach absolut nicht mit dem Inhalt mithalten. Das einzige was vielleicht nicht sonderlich einfach ist ist der Anfang, da es schon einige Zeit dauert bis man der Geschichte soweit Folgen kann ohne fünf Minuten darüber nachzudenken, was damit nochmal gemeint war. Deswegen bekommt Windjäger von mir 4/5 Sternen😁

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Protagonisten: Kapitän Grimm ist Kapitän der AHS (Albionisches Handelsschiff) Raubtier und wurde wegen Feigheit vor dem Feind unehrenhaft aus der Flotte verbannt. Er spricht nicht gerne über dieses Ereignis und im Grunde kann ich nicht nachvollziehen, wie man ihn auch nur im Ansatz feige nennen kann. Er verkörpert das Bild eines Luftschiffkapitäns, der das Leben aller an Bord befindlichen Menschen in der Hand hält und trotz dieser tonnenschweren Bürde weder jammert noch klagt. Gwendolyn Lancaster ist eine sehr dickköpfige Adlige, die nicht das Klischee eines hilflosen Mädchens gibt, da sie sich gut selbst verteidigen kann, vor allem verbal. Sie gibt selbst zu, arrogant, eigensinnig und unverblümt zu sein und ihr Cousin Benedict hängt gerne noch ein paar andere Eigenschaften mit dran, wie stur, manchmal unvorsichtig und ziemlich langsam, wenn es darum geht, einzusehen, dass sie einen Fehler gemacht hat. Doch trotz allem hat sie ein gutes Herz und ist mir mit ihrer gewöhnungsbedürftigen Art doch sympathisch. Rowl (richtig: Rowl, Spross von Maul von den Leisen Pfoten aus Habbel Morgen) ist ein Kater, der zu einhundert Prozent von sich selbst überzeugt ist. Wenn er gerade jemandem das Leben gerettet hat - und wie er gerne betont: ganz allein gerettet hat - wird er unausstehlich, doch nichtsdestotrotz ist er gerade deswegen einer meiner liebsten Charaktere. Madame Sycorax Cavendish ist Ätherikerin und zwar eine äußerst gefährliche. Sie ist sehr auf Höflichkeit bedacht, trinkt gerne Tee und ist auf eine kalte Art schön. Mit ebenso einer Kälte schreckt sie auch nicht vor Folter und Mord zurück. Meine Meinung: Schon der Gedanke, dass Nebel sich auf die Welt gesenkt hat und alle Menschen nun in Türmen auf den Gipfeln der Berge leben ist wahnsinnig faszinierend. Da diese Welt vollkommen neu ist, hat Jim Butcher sich die Zeit genommen, um all das bis ins Detail zu beschreiben. Trotz dessen wurde mir beim Lesen nie langweilig und auch einzelne solcher Szenen waren nicht zu langatmig. Neben den oben erwähnten Figuren wird man mit zahlreichen weiteren Figuren konfrontiert, die allesamt sehr dynamisch, vielschichtig und sehr unterschiedlich sind. Da während der Kapitel die Sichtweisen gewechselt werden, bekam ich von den verschiedensten Situationen die verschiedensten Blickwinkel auf die Geschichte, die doch dann irgendwie wieder zusammenliefen. Bestimmt hat noch kaum jemand mal etwas aus der Sicht einer Katze gelesen. Schon deswegen ist dieses Buch etwas Besonderes, wobei auch das Spiel mit dem Element Luft dazu beiträgt. Wie das faszinierende Cover schon verrät, wird dem Himmel eine wichtige Rolle beigemessen. Er ist Schauplatz actionreicher Kämpfe und das Zuhause von Kapitän Grimm. Alles in allem ist dieses Buch ein wirklich empfehlenswerter Roman mit viel Action, Spannung und Humor. Ich gehe mal stark davon aus, dass es auch einen zweiten Teil geben wird, denn am Ende werfen sich immer mehr Fragen auf, die nicht geklärt werden. (5/5 Sterne)

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Als ich bei diesem Buch den Klappentext las, Nebel, der die Welt überzog und die Menschheit dazu zwang sich auf die Berggipfel zurückzuziehen, war ich bereits an der Angel. Dort auf den Bergen leben sie in Festungen, geschützt vor dem Nebel, und auch hier hat sich der Autor viel Zeit genommen, alles genau zu beschreiben, weshalb die Geschichte mit knapp 770 Seiten ein wirkliches Schlachtschiff abgibt. Faszinierend fand ich neben dem Cover und den vielen Seiten, dass es trotz allem nie langweilig oder langatmig wurde. Klar, weisen auch die Charaktere das eine oder andere Klischee auf, aber wer tut das nicht?  Die dickköpfige Adelige, die nicht auf ihrem vorherbestimmten Weg leben will, lernen wir direkt zu Beginn des Buches kennen. Eine Dame, die nicht gerne in der Festung bleibt und das Klischee einer hilflosen Lady bedient, denn sie weiß sich gut selbst zu verteidigen und kann verbal auch das eine oder andere Mal gut austeilen. Nur um ein Mal ein Beispiel zu nennen. Neben ihr werden wir mit zahlreichen weiteren Figuren konfrontiert, die ich persönlich alle sehr gemocht habe. Sie waren dynamisch und so unterschiedlich, dass die Geschichte aus anderen Blickwinkeln und Taten betrachtet werden konnte, die hinten im Schatten doch irgendwie wieder zusammenliefen. Gerade dieses Spiel mit den Elementen machte das ganze Buch zu etwas Besonderem. Jeder hat seinen Handlungsstrang, die Einen mehr, die Anderen weniger und doch kann man sagen, dass, wenn eine Figur fehlen würde, irgendwie ein Bindeglied verloren ginge. Dadurch, dass der Autor eine völlig neue Welt geschaffen hat, nimmt er sich dementsprechend viel Zeit, um die Szenarien und Details zu beschreiben. Glaubt man anfangs, dass dies langatmig sein könne, liegt man damit hier definitiv falsch. Leider werden in diesem Buch so viele Fragen aufgeworfen, die jedoch längst noch nicht alle beantwortet und die Stränge noch nicht zusammengeführt wurden. Die Geschichte ist ein typischer Butcher-Roman, mit Action und Spannung, aber auch Humor. Gerade die Charaktere haben es in sich, sind vielschichtig und total gelungen.

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Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen ein Buch von Jim Butscher zu lesen. Nun aber darf auch ich meine Meinung zu diesem Roman veröffentlichen. Der Autor schrieb seine Geschichte in der Dritten Person, dabei wechselte er in der Perspektive zwischen den Charakteren Gwendolyn, Bridget, Grimm und einer Katze. Letzteres fand ich äußert interessant und amüsant zugleich. Wie oft hat ein Leser schon das Vergnügen aus der Sicht einer Katze eine Geschichte erleben zu dürfen. Klar gibt es Bücher, die rein aus der Sichtweise einer Katze geschrieben sind, dennoch stellt es hier eine Besonderheit dar. Da dieses Buch sich hauptsächlich um die Belange der Menschen dreht und die Handlung in erster Linie nichts mit den Clans der Katzen zu tun hat, finde ich persönlich es einfach toll, dass diese trotz allem eine Schlüsselfigur inne haben. Die Hauptcharaktere an sich waren mir durchaus sympathisch, wenn auch teilweise gewöhnungsbedürftig. Gwendolyn hatte jedoch als einzige mein Herz im Sturm erobert, und dies schon während des Prologs. Jim Butschers Schreibstil war für mich anfänglich ungewohnt und ich hatte meine persönlichen Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu kommen. Das größte Problem stellten hier für mich die Flugschiffe dar. Die Beschreibungen derer und vor allem ihre Eigenschaften, zusammen mit der Funktionsweise der Kristalle, waren für mich schwer verständlich und selbst meine Fantasy hatte hier zu kämpfen. Im Laufe der Story fiel es mir dann einfacher solche Erklärungen zu verstehen. Als ich den Prolog gelesen hatte, erwartete ich einen anderen Verlauf der Geschichte, als es tatsächlich der Fall war. Auf der einen Seite war ich darüber ein wenig enttäuscht auf der anderen gefiel es mir dennoch, dass es nicht so verlief, wie ich es erwartet hätte. Einen Kritikpunkt habe ich bzgl. des Klappentextes noch anzumerken. Im Klappentext heißt das Luftschiff des Kapitäns "Jäger", in der Story selbst jedoch trägt es den Namen Raubtier. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber mich persönlich störte sie. Ebenso hatte ich erwartet mehr darüber zu erfahren, warum die Welt von einem Nebel überzogen worden ist. Fazit: Liebhaber des Autors werden auch Windjäger lesen und lieben. Ich weiß persönlich zwar nicht, ob Codex Alera auch in diesem Stil geschrieben ist, aber dennoch denke ich mir, dass den meisten Lesern diese Geschichte gefallen wird. Ich persönlich hatte mir ein wenig was anderes unter der Geschichte vorgestellt. Ob ich die Reihe weiterhin lesen werde habe ich noch nicht entschieden. Es war eine schöne Erfahrung, die ich machen durfte und denke jeder, der Bücher von Jim Butscher auf seiner Wunschliste stehen hat, soll sich definitiv einmal daran wagen.

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Nebel hüllen den Erdboden ein und machen das Leben auf der Oberfläche gefährlich, wenn nicht gar unmöglich, da dort viele schreckliche Kreaturen lauern. Die Menschen haben sich in festungsartige, riesige Türme auf den Berggipfeln zurückgezogen, welche jeweils eigene Luftschiff-Flotten unterhalten und unterschiedliche Ziele verfolgen. In stetiger Konkurrenz zueinander, versuchen die mutigen Luftschiffkapitäne der verschiedenen Türme, als Freibeuter gegeneinander anzutreten und für ihren Heimatturm eine gewaltige Prise herauszuholen, ohne es mit den jeweils offiziellen Verteidigungsflotten des Gegners zu tun zu bekommen. Ein Leben, das nach Abenteuern und Spannung klingt, viel besser als das Höhere-Töchter-Pensionat von Lady Hadshaw. Gwendolyn Lancaster, die einzige Erbin des Hauses Lancaster in Turm Albion, entscheidet sich für den Weg in die Verteidigungsgarde des Turmes, um den engen Regeln für Aristokratinnen zumindest ein wenig entkommen zu können und ihre Familie in der Garde zu vertreten. Doch mit ihrer reichlich selbstbewussten Art löst sie gleich eine kleine Katastrophe für ihre Mitkadettin Bridget aus, welcher sie ungewollt ein Duell verschafft ... Als jedoch der zu Turm Albion gehörende Kapitän Grimm mit seinem Luftschiff »Raubtier« in eine Falle der Flotte von Turm Aurora gelockt wird, kann das stolze Schiff dem Hinterhalt nur mit Mühe und Not entkommen. Zu Turm Albion zurückgekehrt, um sich mit dem Gedanken auseinander zu setzen, dass für die dringend nötige Reparatur seines Schiffs nicht genug Geld aufzubringen ist, läuft Grimm durch einen Zufall in einen militärischen Stoßtrupp von Turm Aurora, welcher eine Invasion vorbereiten soll ... Schon bei der Romanreihe um den modernen Magier Harry Dresden zeigte Autor Jim Butcher, dass es ihm an kuriosen und vielseitigen Ideen sowie einem sehr kernigen Humor nicht mangelt: Mit dem Roman »Windjäger« ist ihm der Auftakt in eine neue Serie gelungen, die in einer Art Fantasy-Steampunk-Version der Erde spielt und neben reichlich viktorianisch anmutenden Sitten und Gebräuchen auch spannende Luftschiffgefechte und eine sehr spezielle Form von benutzter Magie zu bieten hat. Mit einer Handvoll höchst unterschiedlicher Protagonisten zieht der Autor den Leser sofort in seine Welt aus Nebeln, Luftkämpfen und Intrigen, die zu einem unvermeidlichen Krieg führen. Gerade der Kontrast zwischen der stolzen, eigensinnigen Gwendolyn, die mit allen Privilegien ihres Ranges aufgewachsen ist und dadurch ihr Selbstbewusstsein kultiviert hat und der unsicheren, vorsichtigen Bridget, die aus einer zwar ebenso edlen, aber verarmten Familie stammt und daher eine sehr viel bodenständigere Erziehung genossen hat, macht die Erzählung lebendig und abwechslungsreich. Auch der Kniff, Bridgets ständigen Begleiter, den Kater Rowl, mit einem eigenen Erzählstrang zu bedenken und den Leser damit auch vertraut zu machen, dass Katzen als eine der Interessensfraktionen in Turm Albion von Wichtigkeit werden, lässt die Neugierde auf kommende Ereignisse nur wachsen. Meine Lieblingsfigur neben dem ziemlich sarkastisch-katzentypisch arroganten Rowl ist jedoch Kapitän Grimm, der zu Unrecht aus der albionischen Flotte gechasste Kommandant eines aussergewöhnlichen Schiffes. Trotz seiner Betätigung als Freibeuter, der mit Vorliebe auroranische Handelsschiffe überfällt, hat er sich seinen Ehrencodex bewahrt und steht jederzeit mit aller Kraft für seine Mannschaft ein, was ihn nicht nur zu einem guten Anführer macht, sondern ihm auch eine Menge Sympathiepunkte gewinnt. Während er trotz aller Enttäuschungen in der Vergangenheit tut er sein Möglichstes, um Turm Albion zu verteidigen und wird damit zum idealen Begleiter für die Spezialmission, auf die der Archon von Turm Albion die ausgewählte Heldengruppe schickt. Doch auch die Nebenfiguren wurden mit detailverliebter Kreativität bedacht und entworfen: der schrullige Meisterätheriker Ferus und sein nicht minder verschrobenes Lehrlingsmädchen Folly, der kriegerstämmige Cousin Gwendolyns, Benedict, die verschiedenen Besatzungsmitglieder der »Raubtier« und natürlich der Archon von Turm Albion selbst vervollkommnen die Welt spannender Gestalten. Selbst ihre Gegner auf der Seite von Turm Aurora nötigen dem Leser wenn nicht Sympathie, dann zumindest Respekt ab, da gerade die skrupellose Magiewirkerin Miss Cavendish auf eine sehr hintergründige Art und Weise als gefährlich dargestellt wird, bei der man im Grunde mit allem rechnen muss. Jim Butcher gelingt es dabei, gerade durch Andeutung ihrer Grausamkeit zu wirken anstelle direkter Beobachtung, sodass sich daraus ergebende Kopfkino einen ziemlichen Gruselfaktor mit sich bringt. Die besondere Form der Magiewirkung in der Welt der Türme hat es mir generell angetan: zwar erlebt man ein paar Mal mit, wie Meister Ferus und Folly ihre Fähigkeiten einsetzen, aber die tiefergreifenden Erklärungen fehlen noch und lassen für den Folgeband offene Fragen zurück. Die Erzählung von »Windjäger« ist dabei eine klassische Abenteuererzählung und fokussiert sich sehr stark auf die Actionanteile. Dennoch kommt Charakterentwicklung nicht zu kurz, sodass innerhalb der verschiedenen Handlungsstränge keine Langeweile aufkommt und man den nächsten Kapiteln und den Ereignissen bei den anderen Protagonisten interessiert entgegen blickt. Hier kommt definitiv Jim Butchers Routine als Autor zum Tragen, da es ihm jederzeit gelingt, das Gefühl zu vermitteln, dass der Leser eine wichtige und entscheidende Entwicklung begleitet. Die Vermischung von Fantasy- und Steampunkelementen gibt dem Autor eine Menge Freiheit für weitere Schwierigkeiten, die im Weg unserer Helden landen könnten, was sich schon durch die im Kampf eingesetzten Bestien gezeigt hat. »Windjäger« hat mich gleich von Beginn an gefesselt und lässt mich mit Spannung auf den kommenden Roman blicken, bei dem die Erzählung und die bereits im vorliegenden Buch spürbare Entwicklung der Charaktere weitergeführt werden. Fazit: Sehr gelungener und spannender Auftakt einer neuen Buchreihe in einer vielschichtigen Fantasy-Steampunk-Welt. Neun von zehn möglichen Punkten.

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Jim Butcher ist bestimmt nicht langweilig. Neben seiner "Die Dunklen Fälle des Harry Dresden"-Reihe, wo er gerade am 16. Roman schreibt, hat er eben erst die "Codex Alera"-Reihe abgeschlossen. Und präsentiert quasi direkt im Anschluss eine neue Romanserie, deren erster Teil "Windjäger" jetzt vom Blanvalet-Verlag herausgebracht worden ist. Weitere Bände werden natürlich folgen, sobald der Autor sie fertiggeschrieben hat. In der Zukunft hat die Welt sich stark verändert. Ein nahezu undurchdringlicher Nebel hat sich über den Planeten gelegt und dafür gesorgt, dass die Menschheit sich in festungsartige Städten auf den Gipfeln der Berge zurückgezogen haben. Eine davon ist Albion, die größte ihrer Art. Eines Tages wird sie von Streitkräften der Festung von Aurora angegriffen. Es steht fest, dass es zu einem Krieg kommen wird. Doch wie erfolgreich dieser sein wird, hängt davon ab, wie eine Gruppe von Leuten erfolgreich sein wird. Denn diese begibt sich auf dem Luftschiff Jäger ins feindliche Gebiet. Und Versagen bedeutet, dass sie sterben werden. Eines kann man Jim Butcher nicht vorwerfen: Dass er sich wiederholt. Und so erfindet er für seine dritte Romanreihe gleich eine komplett neue Welt und begibt sich in ein neues Fantasy-Genre. Nämlich in das der Steampunk-Fantasy. Die Welt von "Windjäger" fasziniert einen von Beginn an. Vor allem, weil der Autor sie mit zahlreichen kleinen Details anreichert, die sie so lebendig wirken lassen. Schon allein die Tatsache, dass die Katzen in dieser Welt eine eigene Gesellschaft bilden und es Menschen gibt, die mit ihnen kommunizieren können, hat etwas. Doch auch die Charaktere, die diese Story bevölkern, wirken interessant, um das Interesse des Lesers zu fesseln. Jede der Hauptfiguren hat ihre eigenen Ecken und Kanten. Sie wirken realistisch, abwechslungsreich. Und auch die Art und Weise, wie sie miteinander umgehen, fasziniert. Man merkt einfach, dass der Autor sich jede Menge Gedanken gemacht hat, nicht nur über die Welt, sondern auch über die Protagonisten. Gwendolyn ist so ein Charakter. Eine Adelige aus Gutem Haus wurde sie von Kindheitsbeinen dazu erzogen, eigenständig zu sein und sich zu wehren. Sie hat eine große Klappe und tritt immer ins Fettnäpfchen. Ihre Bemühungen, ihren Freunden zu helfen, führen oft zum Gegenteil. Man muss sie einfach gerne haben. Dasselbe gilt auch für Bridget, deren Haus längst nicht mehr den Ruhm von früher hat. Sie ist das Gegenteil von Gwendolyn, schüchtern und zurückhaltend. Ihre besondere Fähigkeit ist die Tatsache, dass sie mit Katzen sprechen kann, was ein essentieller Bestandteil der Story ist. Schließlich ist mit Rowl ein Kater festes Mitglied der Crew. Und wie auch bei den "Harry Dresden"-Romanen beweist Jim Butcher, dass er sich darauf versteht, Humor und Spannung gleichberechtigt zu schreiben. Das zeigen schon allein die diversen Kampfszenen, die der Autor auf seine gewohnt gelungene Art und Weise darstellt. Zum Beispiel der Verteidigungskampf in Albion, oder, oder, oder … Man wird gefesselt sein und einiges zum Schmunzeln haben, wenigstens! Deshalb ist dieser Band ein "Klassiker" und kriegt auch den "Splashhit".

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Seit der Nebel die ganze Welt überzogen hat, leben die Menschen in festungsartigen Städten auf den Gipfeln der Berge. Den Nebel zu betreten kann tödlich sein. Dennoch fallen Truppen der Gipfelfestung Aurora in das Gebiet von Albion ein, und ein Krieg kann nicht mehr abgewendet werden. Der Gipfelfürst von Albion ruft seine Verbündeten zusammen und bereitet sein Volk auf den Kampf vor. Die Flotte ist stark, die Männer und Frauen sind gut ausgebildet. Doch seine größte Hoffnung setzt der Gipfelfürst auf die geheime Mission von Kapitän Grimm und dessen Luftschiff Jäger. Dies war ein interessanter Einstieg in die neue Reihe von Jim Butcher. Allerdings hatte ich mir mehr erhofft. Nach diesem Buch konnte ich nicht so wirklich sagen ob es mir gefällt oder nicht. Besser ausgedrückt ob es nicht nur viel Lärm um nichts war. Was mir sehr gefiel waren die Charaktere. Gwen und Bridget haben eine super Dynamik im Roman ergeben und dank ihnen freue ich mich auch schon auf das nächste Buch. Das Setting sprich die Welt die Butcher hier schafft ist Bild gewaltig und eine Rundesache. Dennoch fand ich das Buch wie schon erwähnt nicht all zu überragend aber bei einem Auftakt zu einer vermutlich längeren Reihe ist dies auch verkraft bar.

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Inhalt: Ein giftiger Nebel ist aufgezogen der die Menschen gezwungen hat in Türmen zu leben die weit in den Himmel hineinreichen um dem Nebel zu entgehen. Die verschieden Clans leben in erbitterter Konkurrenz zueinander und so ist ein Krieg unvermeidlich als der Turm Albion von den Aurorianern angegriffen wird, ruft der Fürst von Albion eine bunte Truppe zusammen, die die Feinde ausspähen sollen. Meine Meinung: Mein erstes Buch von Jim Butcher und eines der seltenen Fantasywerke an die ich mich heranwage, also verwunderte es mich nicht das ich etwas länger brauchte um mich in der Welt Gwens einer jungen Adligen die unbedingt zum Militär will und ihren Willen gegen alle Widerstände ihrer Familie auch durchsetzt zurechtzufinden. Als es dann aber so weit war, konnte ich mich dem Geschehen kaum entziehen, ich war fasziniert von der erschaffenen Welt, von dem Katzenvolk, das den Menschen gleichgestellt ein wichtige Rolle spielt. Jim Butcher hat einen angenehmen Schreibstil mit dem er mich als Leser durch die Geschichte führte wie kaum ein Zweiter. Ich freue mich schon auf die Folgebände, denn Windjäger ist der sehr gelungene Auftakt einer Reihe. Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

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