Leserstimmen zu
Das Feuerzeichen

Francesca Haig

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eBook
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Stellt euch eine weit entfernte Zukunft vor. Eine Zukunft, die durch einen katastrophalen, nuklearen Krieg geformt worden ist, und die Lebensumstände dementsprechend schlecht sind. Und das Merkwürdigste: es werden nur noch Zwillinge geboren, die noch dazu unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem sind sie auf ewig aneinander gebunden. Der Gute und der Böse. Der Bessere und der Schlechte. Alpha und Omega. Zach und Cass. Was Strahlung alles anrichten kann...   https://www.amazon.de/Das-Feuerzeichen-Roman-Francesca-Haig/dp/3453316436/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&linkCode=ll1&tag=weltentaucher-21&linkId=7db1a9066aebf78d2926b161a9db7683 Kurz zum Inhalt: Die Geschwister Zach und Cass leben in einer zerstörten Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Alphas sind perfekt, während Omegas einen Makel tragen, gebrandmarkt und verstoßen werden. Obwohl sie so grundverschieden sind, ist die Lebenskraft eines jeden Menschen an seinen Zwilling gebunden. Cass ist eine Omega, und wenn sie frei sein will, muss sie gegen ihren größten Feind kämpfen: ihren Zwillingsbruder Zach. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn wenn Zach sein Leben verliert, stirbt auch Cass ... 1.Kriterium: Die Idee des Buches. Ich habe erst gestern die Rezension zu "Battle Island" geschrieben, und irgendwie finde ich diese Idee hier ähnlich. Wieder Jugendliche, die sich um sich selbst kümmern müssen, in einer neuen zerstörten Welt. Eigentlich kommt die Idee wieder an Panem heran, nur dass es hier in dem Sinn keine Arena gibt. Was die Idee des Buches für mich ausmacht, ist nicht unbedingt die zerstörte Zukunft, sondern die Zwillinge die so eng aneinander gekettet sind, obwohl sie so unterschiedlich sind. Dann auch noch diese Trennung in zwei verschiedene Gesellschaftsschichten. Es werden immer ein Mädchen und ein Junge geboren. Einer ist der "Bessere" und einer der "Schlechtere". Oft haben diese weniger Guten eine Behinderung oder auch eine Gabe und werden in die Schicht der Omegas getan. Ich finde diesen Ansatz interessant... Die Idee lässt sehr viel Spielraum und hat großes Potential finde ich. Deswegen gibt es hier einen ganzen Weltentaucher. 2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte. Ich habe sehr gut in das Buch hinein gefunden und es hat mir auch wirklich sehr gut gefallen. Der Leser lernt die beiden Zwillinge gleich besser kennen. Vor allem Cassie, die "Schlechtere", die versucht ihre Gabe zu verbergen. Als die Gabe dann aber entdeckt wird, wird finde ich die Geschichte ein bisschen unlogisch... Sie wird verband und ihr guter Bruder sucht sie, nur um zu verhindern dass sie stirbt, denn sonst stirbt auch er. Für mich war das sehr sehr unlogisch, denn wieso werden dann die Omegas überhaupt verband, wenn die Alphas dann Angst haben, das ihre schlechte Hälfte stirbt... Ich persönlich würde ihn nahe bei mir haben wollen... Langsam beginnt sich dann die Rebellion zu verwirklichen und dieser Teil hat mir sehr gut gefallen. Man hat hier einen guten Einblick in die zwei gespaltene Gesellschaft bekommen. Durchs Buch zieht sich ein deutlich sichtbarer roter Faden, und die Handlung steigert sich laufen. Hier gibt es einen halben Weltentaucher. 3. Kriterium: Die Charaktere. Ich persönlich war mit den Charakteren zufrieden, hätte mir aber ein bisschen mehr Gefühle gewünscht. Beispielsweise bei der Liebesgeschichte, die dann doch etwas zu schnell und unlogisch verläuft. Auch gab es einige interessante Nebencharaktere, die die Geschichte spannender und mysteriöser wirken ließen. 4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.  Die Autorin hat gute spannende Passagen geschrieben und auch am Ende einiges offen gelassen. Ich muss aber auch sagen, dass es viele Passagen gab, die sich sehr in die Länge gezogen haben und zeitweise passierte gar nix und die Handlung schien still zustehen. Ich hab das Buch dann auch öfters auf die Seite gelegt, weil es mich zwischendurch einfach nicht gepackt hat. 5. Kriterium: Die Schreibweise. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Es ließ sich schnell und flüssig lesen. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Weltentaucher. Der Auftakt der Reihe hat mir gut gefallen und ich werde sicher weiterlesen!

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Eine neue Dystopie in meiner Bibliothek. Wie ihr bereits wisst, hat es mir dieses Genre einfach angetan. Bisher kam aber noch niemand an "The Hunger Games" heran. Ob das wieder so ist? Eine nukleare Katastrophe katapultiert die Menschheit ins Mittelalter zurück. Unsere Protagonisten Cass und Zach sind Zwillinge. Genauso, wie alle anderen Menschen auf der Welt. Denn es werden nur noch eng miteinander verbundene Zwillingspaare geboren, die ohne einander nicht überleben können, es sterben immer beide. Allerdings hat immer einer der beiden einen Makel, oder auch eine Besonderheit, eine Begabung, die eine Bedrohung darstellen könnte. Dieser Zwilling wird gebrandmarkt und verstoßen, er wird zu einem Omega. Der perfekte Zwilling gehört zu den Alphas, der gehobenen Gesellschaftsschicht. In unserem Fall besitzt Cass das zweite Gesicht und gehört aus diesem Grund zu den Omegas. Cass erzählt uns ihre Geschichte. Sie erhält erst spät das Feuerzeichen, das Brandmal, da man ihr den vermeintlichen Makel nicht ansieht. Erst als Jugendliche wird sie zu den Omegas verstoßen. Während ihr Bruder bei den Alphas eine Karriere machen kann, sieht sich Cass mit Armut, Verbannung und Demütigung konfrontiert. Als ihr jedoch auch noch die Freiheit genommen wird, beschließt sie zu kämpfen. Die Grundidee ist neu, innovativ, frisch und super interessant. Zwischenzeitlich zieht sich das Buch etwas, aber alles in allem zieht Haig den Leser in ihren Bann. Es ist eine Welt in der Maschinen verboten sind, da sie unter vielen anderen Dingen, für die nukleare Katastrophe verantwortlich gemacht wurden. Die Omegas, die immerhin die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, werden von den Alphas als minderwertig und wertlos angsehen. Hier spricht Haig eine Thematik an, die in unser aller Leben leider bereits eine Rolle spielt, gibt ihr aber noch einmal eine ganz neue Dimension! "Das Feuerzeichen" ist der Auftakt einer ganz besonderen Dystopie und ich werde mit Sicherheit zu Band 2 und 3 greifen! Ja, na gut. Ihr wollt es wissen. An "The Hunger Games" kommt auch "Das Feuerzeichen" nicht heran. Aber in diesem Fall muss es das auch gar nicht, denn die neuartige Idee hat mich dermaßen in ihren Bann gezogen, dass ich viele kleine Fehler (übermäßige Längen durch zu detaillierte Beschreibungen, den ein oder anderen Makel an Cass' Charakter, ihre manchmal zu passive Haltung und der etwas langweilige "Sidekick" Kip) verzeihen kann! 3 von 5 Sternen

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Cass ist ein Omega - das bedeutet, sie ist der verstoßene Zwilling und ihr Zwillingsbruder ist der Alpha, dem eine rosige Zukunft bevorsteht. Omegas haben meist körperliche Einschränkungen oder sie können Dinge, die die Alphas nicht können und sind deswegen eine Bedrohung. Cass ist eine Seherin, man sieht ihr äußerlich nicht an, dass sie anders ist als ihr Bruder Zach. Deswegen wird Cass nicht wie andere Omegas schon im Kleinkindalter gebrandmarkt und aus der Gesellschaft verstoßen. Sie hat "Glück" und darf bis sie eine Jugendliche ist in ihrer Familie verbleiben. Doch trotzdem ist allen klar, dass entweder Cass oder Zach verbannt werden muss denn so ist es immer. Es gibt einen Zwilling, der bleiben darf und einen, der als Omega gebrandmarkt wird. Dennoch sind die beiden auf extreme Weise miteinander verbunden, auch wenn sie sich den Rest ihres Lebens nie wieder sehen. Geschieht dem einen Zwilling etwas ernsthaftes, so ergeht es dem anderen Zwilling gleichermaßen. Stirbt der eine Zwilling, sterben beide. Das ist die Welt, die Francesca Haig hier erschaffen hat und womit sie eine grandiosen Idee umgesetzt hat, wie ich finde. Die Idee, dass jeder Mensch einen Zwilling hat und man mit diesem für immer verbunden ist, finde ich wirklich gut. Auch die Welt, wie sie sich unter diesen Umständen sehr wahrscheinlich entwickeln würde, finde ich in "Das Feuerzeichen" wirklich sehr gut umgesetzt. Leider weist das Buch aber auch einige Längen auf, vor allem im 2. und 3. Drittel. Für meinen Geschmack wurden hier viele Sätze zu oft wiederholt (ich kann das Wort Beichtmutter echt nicht mehr "hören"!), ganz offensichtliche Dinge ausgesprochen obwohl sie auch der Fantasie des Lesers hätten überlassen werden können und die Handlung wurde künstlich in die Länge gezogen. Das finde ich wirklich schade denn ich denke das Buch wäre eine echte Spannungkanone gewesen, wenn es 200 Seiten kürzer gewesen wäre. So hab ich mich leider durch einige Längen durchgequält, die unnötig waren. Die Spannung kam aber immer wieder durch, sodass ich doch dran geblieben bin und auch Teil 2 lesen werde. Die Protagonistin Cass finde ich sympathisch und sehr erwachsen. Sie macht einen authentischen Eindruck auf mich und ich konnte mich in vielen Situationen in sie hineinfühlen. Gerade die Art, wie sie die Zwillinge sieht, konnte ich gut nachvollziehen. Dafür fand ich leider den Protagonisten Kip sehr farblos und langweilig. Er hat für mich einfach viel zu wenig Charakter und läuft Cass nur blind hinterher. Ich verstehe nicht ganz wieso alle anderen Protagonisten so stark ausgearbeitet wurden, nur Kip nicht. Und das, obwohl er eine zentrale Rolle in diesem ersten Teil spielt. Kip hat mich teilweise doch etwas geärgert, hauptsächlich aber gelangweilt. Ich habe für diesen ersten Teil wirklich lange gebraucht, habe zwar fast täglich darin gelesen aber doch verging ca. ein Monat, bis ich es durch hatte. Die schon erwähnten Längen bringen mich leider dazu Sterne abzuziehen aber dennoch kann ich dem Feuerzeichen 3 von 5 Sternen geben.

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„Feuerzeichen“ spielt in einer dystopischen Welt, 400 Jahre in unserer Zukunft. Die Geschichte spielt viele Jahre nach einer gewaltigen Explosion, die ich nach der Beschreibung als Nuklearwaffendetonation gesehen habe. Die Menschen im Buch teilen ihre Existenz in ein „vorher“ und ein „nachher“ ein, nach der Explosion ist (fast) alles anders. Beispielsweise sind Maschinen verboten, da die herrschende Klasse der Ansicht ist, dass die Existenz von Maschinen langfristig gesehen zur Explosion geführt hat. Auch die Menschheit selbst hat sich verändert. Nachdem nach der Explosion lange Zeit gar keine oder nur verkrüppelte und nicht lebensfähige Kinder geboren wurden, gibt es nun nur noch Zwillinge. Diese sind sehr eng miteinander verbunden, stirbt oder verletzt sich der eine, hat dies auf den anderen die gleichen körperlichen Auswirkungen. Auch ist immer eines der Kinder gesund, das andere verkrüppelt. Manchen fehlt ein Arm oder ein Bein, andere sind blind oder stumm. Die Protagonistin Cassandra hat eine besondere „Missbildung“: sie ist eine Seherin. So gehört sie nicht zu den „Alphas“ (den gesunden Zwillingen), aber auch nicht wirklich zu den „Omegas“ (den verkrüppelten), keiner will sie wirklich als Ihresgleichen akzeptieren. Der Buchtitel „Feuerzeichen“ spricht dabei das Brandmal an, dass Cassandra wie auch allen anderen „Omegas“ auf die Stirn gebrannt wurde. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Cassandra (Cass) erzählt. Die Autorin Francesca Haig verwendet einen eingängigen, flüssig lesbaren Schreibstil, der mich in der Geschichte schnell fortschreiten liess. Dennoch enthält das Buch einige Längen, manche Stellen werden so ausführlich beschrieben dass ich den Eindruck hatte, es gehe nur darum, die Gesamthandlung aufzublasen, um sie auf mehrere Bände verteilen zu können. Die Grundstimmung ist sehr düster. Ganze 50% der Menschheit werden von der anderen Hälfte als minderwertig betrachtet und ausgegrenzt. "Feuerzeichen" beschreibt eine Gesellschaft, in der ich auf keinen Fall leben möchte. Die Protagonistin Cass war mir durchaus sympathisch, auch wenn sie an manche Dinge etwas gar naiv heranging. Ihr Wunsch, in einer Welt zu leben in der Alphas und Omegas miteinander und nicht gegeneinander arbeiten, treibt sie an, auch wenn sie mir stellenweise etwas gar passiv erschien. Auch der zweite Protagonist Kip gefiel mir gut. Leider hat die Autorin Francesca Haig eine Liebesgeschichte eingebaut, die zwar durchaus in die Handlung passt, in meinen Augen aber nicht wirklich nötig gewesen wäre. Aber heutzutage scheint man es sich ja kaum noch erlauben zu können, ein Buch ohne Liebesgeschichte zu schreiben, zumindest wenn es das jugendliche Publikum ansprechen soll. „Feuerzeichen“ ist der erste Band einer Trilogie. Da mich dieser Einstiegsband trotz der Längen gut unterhalten hat, werde ich die Reihe mit Sicherheit weiterverfolgen um herauszufinden, was mit Cass und ihrem Zwillingsbruder in Zukunft passiert. Meine Meinung Düsterer Einstieg in die dystopische Jugendbuchtrilogie mit einigen Längen.

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Ich bin mit großer Spannung an das Lesen dieser Dystopie gegangen, denn ich habe schon viele positive Meinungen dazu gelesen. Und ich kann vorwegnehmen, dass sich diese bewahrheiteten. Die Story wird aus der Sicht von Cass, einer Omega, erzählt. Am Anfang schildert sie dem Leser, wie sie in ihre jetzige Situation gekommen ist. Ihre Schilderung verbreitete eine gewisse gedrückte Stimmung, denn wie mit den Omegas umgegangen wird, ist alles andere als menschlich. Diese Grundstimmung zieht sich dann auch durch die ganze Geschichte. Cass war mir zunächst sehr unnahbar und ich habe zunächst keinen Zugang zu ihr finden können. Das lag aber an ihren Erzählungen, denn dadurch konnten ihre Charaktereigenschaften nicht zum Vorschein kommen. Als dann die Story in die "Gegenwart" angekommen ist, wurde Cass für mich greifbarer. Sie ist ein sehr verletzlicher Charater, die mit ihrer Gabe sehr zu hadern hat. Dennoch hat sie einen großen Lebenswillen und Freiheitsdrang und entpuppt sich mehr und mehr zu einer Kämpferin. Auf ihren Weg zur Freiheit trifft sie auf Kep, der ihr sein Leben zu verdanken hat. Zwischen beiden entsteht eine zarte Liebe. Die Liebesgeschichte steht aber nicht im Vordergrund, was ich sehr "erfrischend" fand, denn das macht die Dystopie nicht zu einer typischen Jugenbuch-Dystopie. Die Sprache der Geschichte empfand ich als sehr gut und stellenweise auch als poetisch. Francesca Haig hat hier wunderbare Wörter gefunden-vor allem um Cass Gemütszustand zu beschreiben. Das brachte mich in eine ganz bestimmte Lesestimmung, die ich auch schwer beschreiben kann- ein bisschen melancholisch, gedrückt und dennoch hoffnungsvoll. Das mag ich sehr, wenn das ein Buch schaffen kann und trägt auch dazu bei, dass ich mich noch lang an die Geschichte erinnern kann. Die dystopische Welt fand ich auch sehr interessant und machte mich neugierig auf mehr. Der Leser vergisst eigentlich schnell, dass die Geschichte in der Zukunft spielt, wirkt es doch sehr mitteralterlich. Nur hier und da gibt es Anhaltspunkte, die auf unsere moderne Welt schließen lässt. Auch über die nukleare Katastrophe erfährt der Leser sehr wenig. Es bleiben ein paar Fragen offen, die es aber gleichzeitig auch spannend macht. Auf die Folgebände bin ich jedenfalls sehr gespannt.

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Momentan wimmelt es auf dem Markt ja von Dystopien und die meisten sind in ihrer Grundstruktur doch relativ ähnlich, weshalb ich in der Regel inzwischen die Finger davon lasse. Francesca Haigs Grundidee der Zwillinge ist allerdings erfrischend neu und originell und hat mich bewogen, dem ersten Band der Feuerzeichen-Trilogie eine Chance zu geben, und ich habe es nicht bereut. Das liegt primär daran, dass der Weltenbau rund um Cass' Geschichte außerordentlich gelungen ist. Der technische Entwicklungsstand, die soziale Differenzierung und die spezielle Situation der Zwillinge ist von Grund auf durchdacht und wird dem Leser Stück für Stück nähergebracht, so dass man immer alle nötigen Informationen hat, die Geschichte aber trotzdem spannend bleibt. Auch die Figurenzeichnung zeichnet sich durch dieselbe Sorgfalt aus. Cass ist nicht nur eine sympathische, sondern vor allem eine sehr glaubhafte Protagonistin. Eigentlich will sie nur ein ruhiges Leben bei ihrer Familie, wird aber von den äußeren Umständen fortwährend zum Handeln gezwungen. Dabei scheint sie manchmal naiv, aber letztlich sind all ihre Taten völlig logisch und nachvollziehbar in ihrem Charakter und in ihren Erfahrungen begründet. Diese durchdachte Figurenentwicklung geht allerdings manchmal zu Lasten der Spannung, gerade zu Beginn. Nach einem sehr gelungenen Anfang dauert es etwas, bis das Buch wirklich Fahrt aufnimmt, denn erst lernt man Cass und ihre Familie kennen und erfährt viele Details über ihre Welt, die erst nach und nach ihren wahren Sinn erkennen lassen. Das mag manchmal langatmig wirken, hat aber grundsätzlich seine Berechtigung, denn es ist der Schlüssel für die weitere Geschichte. Und wenn man bedenkt, dass dies erst der Trilogie-Auftakt ist, dürfte sich dieses Problem in den Folgebänden von alleine lösen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit Cass und ihrem Zwillingsbruder weitergeht!

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Die Zukunft sieht in vierhundert Jahren ganz anders aus, als wir sie heute kennen: Eine nukleare Katastrophe hat die Menschheit wieder auf den Stand des Mittelalters zurück katapultiert. In dieser anderen Welt werden nur noch Zwillinge geboren: Die Alphas und die Omegas. Die Alphas sind perfekt, während die Omegas durch einen körperlichen oder seelischen Makel gezeichnet sind. Deswegen werden die Omegas gebrandmarkt und verstoßen. Aber beide Zwillinge sind eng miteinander verbunden, denn wenn der eine stirbt, dann stirbt auch der andere Zwilling. In dieser ungerechten und harten Welt lebt die junge Cass. Sie ist selbst ein Omega und ist mit dem zweiten Gesicht gezeichnet: Cass kann die Zukunft sehen, weit entfernte Orte finden und noch vieles mehr. Als Omega muss sie Verbannung, Armut und Demütigen erleiden, während ihr Zwillingsbruder Zach eine große Karriere in der Politik macht. Doch selbst ihre Freiheit hat bald ein Ende und so beschließt Cass gegen diese Ungerechtigkeit zu kämpfen. Für eine Welt, in der niemand mehr ausgegrenzt wird. Aber eine Rebellion hat ihren Preis … Meine Meinung: Mir hat Das Feuerzeichen, als der erste Teil der Romantrilogie für Jugendliche von Francesca Haig, sehr gut gefallen. In einem fließend leichten Schreibstil erzählt die Autorin aus der Sicht des Hauptcharakters Cass die Geschichte einer ungerechten und harten Zukunft der Menschheit. Die Reise von Cass quer durch das Land konnte mich durch die vielen Abenteuer und Gefahren dauerhaft fesseln. Die Idee für den Roman begeistert mich sehr: Das nach einer nuklearen Katastrophe nur noch Zwillinge geboren werden und die entweder ein perfekter Alpha oder ein makelhafter Omega sind. Die Gesellschaft verstößt, aus Abscheu und teilweise auch aus Angst vor den mentalen Fähigkeiten, die Omegas und zwingt sie damit zu einem harten Leben. Täglich probieren die Omegas auf den Feldern genug für ihr Überleben zu erarbeiten und müssen mit Demütigungen durch die Alphas rechnen. Während die Alphas ein angenehmes Leben führen. Eine grausige Zweiklassengesellschaft, deren Idee einen nicht mehr loslässt. Der Hauptcharakter Cass ist sehr sympathisch. Anfangs ist sie sehr verschüchtert und unsicher, was den Unterschied zu den perfekten Alphas stark hervorhebt. Ihr Zwillingsbruder Zach hat sich nämlich zu einem selbstbewussten, grausamen und skrupellosen Politiker entwickelt. Im Laufe der Geschichte wird Cass jedoch durch ihre abenteuerliche Reise zu einer starken, selbstständigen Persönlichkeit. Einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, dass sich die Handlung am Anfang sehr zieht. Der Hauptcharakter Cass kommt einfach nicht weiter. Diesen Abschnitt hätte man deutlich kürzer halten sollen. Das unerwartete und dramatische Ende hat mich dann wiederum begeistert und macht Lust auf die folgenden zwei Teile der Trilogie. Am 09. Mai 2016 erscheint Das Feuerzeichen – Rebellion und am 08. April 2017 kommt Das Feuerzeichen – Rückkehr auf den Markt. Ich freue mich jetzt schon auf mehr von Cass und ihrem Zwilling Zach. Fazit: Das Feuerzeichen von Francesca Haig ist ein spannender Jugendbuchroman über eine harte und ungerechte Zukunft. Die brillante Idee für die Geschichte, die starke und sympathische Hauptcharakterin Cass und ein fließend leichter Schreibstil machen das Buch zu einem schönen Leseerlebnis. Einziger Kritikpunkt: Das Buch zieht sich am Anfang sehr in die Länge, bevor die Handlung erst richtig losgeht.

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Das Feuerzeichen zeichnet ein sehr düsteres Zukunftsszenario. Nachdem die Menschheit sich fast vollständig ausgelöscht hat, führen die Nachfahren der Überlebenden nun ein sehr einfaches Leben, dass aus heutiger sicht rückschrittlich bzw. mittelalterlich wirkt. Im starken Kontrast dazu stehen technische Überbleibsel, die im Verborgenen zu neuen Erfindungen entwickelt werden sollen. Die Idee der Zwillingsgeburten ist sehr interessant, umso bedrückender ist aber, wie die Gesellschaft damit umgeht und die Atmosphäre, die daraus entsteht. Cass ist eine spannende Protagonistin. Die junge Frau erinnert sich an ihre Kindheit zurück. Da beide Kinder optisch gesund wirkten, musste abgewartet werden, welches der Omega ist. Dadurch war beiden Geschwistern keine normale Kindheit möglich. Sehr nachvollziehbar ird geschildert, warum Cass bei ihrer Familie bleiben wollte und wie sich ihr Leben dann entwickelt hat. Obwohl sie so schlecht behandelt wird, verliert Cass nicht den Mut. Und sie verliert nie den Glauben an ihren Bruder, der große Schuld an ihrem Elend trägt. Ihre Liebe und Loyalität zur Familie ist bewundernswert. Zwar ist Cass Überlebenswille nur natürlich, trotzdem war nicht jede ihrer Handlungen für mich nachvollziehbar. Denn ist es gerecht, dass viele Menschen zum Schutz der eigenen Familie leiden müssen? Diesem Konflikt sieht Cass sich immer wieder gegenüber. Die Handlung benötigt etwas Zeit, um in Gang zu kommen. Dann entwickelt sich eine temporeiche Geschichte voller Wendungen. Cass muss etliche Gefahren überstehen und Hindernisse überwinden. Dabei kreuzen verschiedenste Charaktere ihren Weg, wodurch sich immer wieder überraschende Situationen ergeben. Große Teile der Geschichte snd sehr spannend geschildert, da die Bedrohung stets spürbar ist. Es gibt nur wenige Passagen, in denen ich mir einen schnelleren Fortgang gewünscht hatte. Da es sich allerdings um den ersten Band einer Trilogie handelt, bleiben am Ende noch viele Handlungsstränge offen. Fazit: Erschreckendes Zukunftsszenario, das für eine bedrückte Grundstimmung sorgt. Cass’ Erlebnisse sind größtenteils spannend geschildert. Es gibt ebenso dramatische, wie actionreiche und emotionale Passagen, wobei ich das Handeln der jungen Frau nicht immer nachvollziehen konnte.

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