Leserstimmen zu
Das Tudor-Komplott

Christopher W. Gortner

Die Tudor-Reihe (2)

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Rezension: Dieser Roman ist sehr flüssig geschrieben und steigt genau dort ein, wo der erste Teil endet. Die fiktive Geschichte um das Tudor-Königshaus geht weiter; Schwester gegen Schwester sowie eine Reihe von Intriganten, die aus dieser Situation ihren Vorteil schlagen wollen. Fast könnte man schon meinen, man lese einen Krimi. Die Spannung wird vom Anfang bis zum Ende gehalten und man freut sich schon auf den nächsten Teil. Fazit: Ich fand den zweiten Teil der Trilogie sehr spannend und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es handelt sich zwar um eine fiktive Geschichte, doch mit realem Hintergrund. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das es so einen oder einen ähnlichen Fall zwischen den Tudor-Schwestern gegeben hat. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und deswegen bekommt es von mir 5/5 Sternen.

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In London laufen die Vorbereitungen zur Krönung von Mary Tudor. Auch ihre Halbschwester Elisabeth hat sich von Hatfield auf den Weg gemacht. Mit gemischten Gefühlen haben es ihre Bediensteten hingenommen, dass sie allein reiste. Als obendrein William Cecil einen Brief erhält, dass Elisabeth am Hof in Gefahr sei, bittet er Brendan, sie zu schützen. Als Daniel Beecham verschafft dieser sich erneut Zutritt zum Hof und behält Elisabeth im Auge. Der Ich-Erzähler und ehemalige Junker Robert Dudleys lässt nun die Leser einen Blick auf das unruhige London werfen. Nach dem Tod König Edwards VI. verfolgt nun seine Halbschwester Mary die Anhänger des Protestantischen Glaubens. Sie besteht darauf, dass sich ihr Volk und ganz besonders Elisabeth zum wahren Glauben bekennen. Als Großnichte von Kaiser Karl V. und zukünftiger Ehefrau Philipp II. von Spanien ist für sie die durch ihren Vater verkündete Reformation undenkbar. Philipps Interesse liegt eher bei einer Allianz mit England, falls ein Thronfolger geboren wird. Allein die realen Vorgänge bieten schon genügend Stoff für einen Krimi. Vor dieser historischen Kulisse lässt Christopher Gortner erneut seine Figuren Intrigen spinnen. Er orientiert sich dabei stark an den belegten Ereignissen und kommt mit wenigen fiktiven Figuren aus. Neben Brendan und Peregrine erhöht auch die Spionin Sybilla die Spannung. Bei ihr ist nie ganz klar, auf welcher Seite sie steht. Man muss die politischen Ränkespiele schon sehr genau kennen, um ihr Agieren zu durchschauen. Jene Kenner werden vermutlich erstaunt sein, wie wenig die Mitglieder der Wyatt-Verschwörung erwähnt werden. Gerade dieser Aufstand war in der Englischen Geschichte untrennbar mit den Ereignissen dieser Zeit verbunden. Da hier aber der Fokus mehr auf dem Spion liegt und dieser nicht an der Verschwörung beteiligt war, müssen wir uns leider bis zum dritten Teil mit neuen Aktionen gedulden. "Die Tudor-Fehde" erscheint im Juli 2015.

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Neues vom Spion der Königin

Von: Elke Heid-Paulus aus Vaihingen

19.03.2015

Mary Tudor, Tochter von Henry VIII. und der in Ungnade gefallenen Katharina von Aragon, ist ihrem verstorbenen Bruder Edward VI. auf den englischen Königsthron nachgefolgt. Sie hängt fanatisch dem Katholizismus an und verfolgt alle Andersgläubigen mit unglaublicher Härte – nicht umsonst erhält sie den Beinamen „Bloody Mary“. Zu den Feierlichkeiten anlässlich ihrer Krönung ist auch ihre Halbschwester Elizabeth eingeladen, was deren Anhänger bei Hofe in höchste Alarmbereitschaft versetzt, fürchten sie doch um das Leben der protestantischen Thronfolgerin. Aber auch aus anderer Richtung droht Gefahr, denn Queen Marys geplante Vermählung mit dem spanischen Prinzen legt die Vermutung nahe, dass einflussreiche Drahtzieher Elizabeth am liebsten aus dem Weg schaffen würden, um einem Kind aus dieser Verbindung den Weg zum Thron zu ebnen. William Cecil, heute würde man sagen der Geheimdienstchef, aktiviert Brendan Prescott, einen seiner Spione, stattet ihn mit einer falschen Identität aus und schickt ihn an den Tudor-Hof nach London, wo er die Vorgänge und Intrigen zum Vorteil Elizabeths beobachten und nutzen soll. Eine Herausforderung für Prescott, der als Doppelagent Informationen der einen für die Sicherheit der anderen Seite sammeln und verwenden muss. Dass sein Auftrag nicht einfach ist, merkt er spätestens dann, als Elizabeth des Hochverrats beschuldigt wird und ihr Leben nur noch an einem seidenen Faden hängt… „Das Tudor-Komplott“ ist nach „Die Tudor-Verschwörung“ der zweite Band der historischen Romane des Amerikaners Christopher W. Gortner mit seinem Protagonisten Brendan Prescott, dem Spion am englischen Hofe. Wenn man sich bereits mit der Historie dieser Epoche auseinandergesetzt hat – was allerdings für die Lektüre nicht unbedingt erforderlich ist – wird man feststellen, dass der Autor im Vorfeld einen immensen Rechercheaufwand betrieben haben muss. Wer eine schwülstige Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Stattdessen bekommt man detaillierte Beschreibungen des höfischen Lebens, verbunden mit korrekten biographischen Daten der historisch verbrieften Personen und Ereignisse, die diese Ära der englischen Geschichte lebendig werden lassen. Im Kontrast dazu bekommt man aber auch einen Eindruck, wie das Alltagsleben in London zur Zeit der Tudors aussieht, das nicht nur aus farbenprächtigen Roben und üppiger Verschwendung, sondern aus Lumpen, Hunger und Gewalt besteht. Natürlich kann man „Das Tudor-Komplott“ unabhängig von Band 1 lesen, aber zum besseren Verständnis, vor allem dann, wenn man sich noch nicht mit der englischen Renaissance auseinandergesetzt hat, scheint es mir sinnvoller, den Vorgänger zu kennen. Mitte Juli erscheint der dritte Band der Reihe unter dem Titel „Die Tudor-Fehde“ bei Goldmann – ich freue mich auf die neuen Abenteuer des Spions der Königin.

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