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Leserstimmen (112)

Ava Dellaira: Love Letters to the Dead

Love Letters to the Dead Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-16314-6

Erschienen: 23.02.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Kundenrezensionen

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Love Letters to the Dead

Von: A Fairy Tale about Books Datum : 24.06.2016

afairytaleaboutbooks.blogspot.co.at/

Ich bin echt positiv überrascht von dem Buch! Einige haben mir gesagt das Buch sei nicht so toll und eher langweilig, aber ich bin völlig anderer Meinung! Es ist zwar ein etwas traurigeres Buch und daher nicht für jeden geeignet, aber mich hat es viel zum Nachdenken gebracht.
Das einzig Negative was ich auszusetzen habe ist, dass mir am Ende, als alles rauskam, ein paar Reaktionen seltsam vorkamen. Aber auf jeden Fall ist Love Letters to the Dead ein echt lesenswertes Buch!

Rezension: LOVE LETTERS TO THE DEAD

Von: YRB Reviews Datum : 16.05.2016

Es geht um Laurel, die mit der Highschool beginnt. Sie bekommt von ihrer Englischlehrerin, die Hausaufgabe ein Brief an eine verstorbene Person zuschreiben. Sie schreibt dem Sänger Kurt Cobain, weil er der Lieblingssänger ihrer verstorbenen Schwester ist. Dadurch fängt sie an mehrere tote Berühmtheiten zu schreiben, wie z.B. Amy Winehouse, River Phoenix und Janis Joplin. Laurel schreibt ihnen über ihr Leben, ihre Sorgen und ihre Erinnerungen.

Ich habe das Buch gelesen, weil es im Internet so gelobt wurde, das Cover schön ist und meine Freundin es sehr toll fand. Also habe ich es mir ausgeliehen und ich habe mich verknallt. Das Buch war einfach der Hammer. Ich hatte das Gefühl als ob ich Laurel in und auswendig kenne und ich wollte sie einfach beschützen, weil sie so verletzlich wirkt. Die Charaktere wurden wirklich gut gemacht und die Handlungen super erklärt. So wie es erzählt wurde, wirkte es so, als ob die Briefe persönlich an mich gerichtet waren und an manchen Stellen wie eine Geschichte. Man konnte -vor allem als Jugendliche- die Gedanken gut verstehen und sich mit denen identifizieren. Ich mag das Konzept des Buches: Die Sorgen des Erwahsenwerdens, das Bedürfnis dazu zu gehören, die Liebe und der Hass gegenüber der Familie. Einfach eine Geschichte über die (etwas krasse) Jugend. Ich konnte nebenbei auch etwas über Berühmtheiten erfahren von denen ich wenig bis gar nichts wusste. Mir gefiel vor allem, dass jedes Mal etwas tiefgründiges in einer Handlung zufinden war, was mich zum nachdenken anregte. Durch Dellairas Schreibstil, bin ich in das Buch versunken, fühlte mit und war jedes Mal traurig wenn ich das Buch weglegen musste.

Fazit: Ich empfehle es jedem, auch wenn ihr Jugendromane nicht leiden könnt. Lest es!

❤ ❤ ❤ ❤ ❤ von 5 zu erreichenden ❤

Laurels Geschichte hat mich tief berührt..

Von: Buchsammlerin Datum : 04.05.2016

buchsammlerin.blogspot.de

Das Buch hat mich tiefer berührt, als ich erwartet hatte. Ich bin allerdings auch fast ohne irgendwelche Erwartungen an das Buch herangegangen.
Das Buch besteht ausschließlich aus Briefen, die Laurel, die Protagonistin, an verstorbene Berühmtheiten schreibt. Die Briefe sind immer an jemanden adressiert, der von seinem Lebenswerk her gut zur Situation passt. Laurel schüttet den Toten gegenüber ihr Herz aus, weil sie es nicht schafft, mit den Lebenden darüber zu reden.
Dadurch, dass das komplette Buch in Briefform geschrieben ist, gehht einem das Geschehen irgendwie näher, als es einem sonst gehen würde. Man spürt Laurels Unsicherheit, ihre Angst vor der Vergangenheit und der Gegenwart. Man bekommt alles mit, was für die an in den jeweiligen Situationen am bedeutendsten war und fühlt mit ihr mit. Ich hatte ab der Hälfte des Buches eigentlich fast durchgehend Tränen in den Augen. Manchmal sind sie dann auch geflossen... So tief hat mich Laurels Geschichte berührt!
Man bekommt während des Lesens eher weniger von den Gedanken und Gefühlen der anderen Charaktere mit, weil Laurel diese nicht wahrnimmt und demantsprechend auch nicht darüber schreibt. Erst, als ihr jemand sagt, wie er sich fühlt, fängt sie an, andere Menschen aus anderen Augen zu sehen.
Für Laurel ist es ein langer Weg, die Vergangenheit zu akzeptieren. Sie geht Schritt für Schritt und erlebt noch einige nicht ganz so schöne Dinge. Und wir gehen mit ihr. Wir begleiten sieden langen Weg, bis sie sich endlich jemandem öffnet und die Geister der Verstorbenen ruhen lässt.
Das Ende fand ich sehr schön realistisch. Generell wirkte das Buch so, als hätte Laurel ein echter Mensch in unserer Welt sein können, der genau diese Dinge erlebt hat. Vielleicht hat mich ihr Schicksal deswegen so berührt? SIe war mir auch zeimlich sympathisch und ich konnte mich in einigen (wenigen) Situationen mit ihr identifizieren.
Ich finde, Bücher sollten einen berühren und etwas in einem in Gang setzen. Das hat Ava Dellaira mit diesem Buch geschafft. Ich lege es wirklich jedem ans Herz.

Schreibstil:
Das Buch ist, wie bereits erwähnt, durchgehend in Briefform. Dies ermöglicht es dem Leser, Laurels Perspektive auf die Dinge haar genau nachvollziehen zu können, lässt jedoch Gedanken, Gefühle und co der anderen Charaktere außen vor.

Cover:
Ich finde das Cover echt wunderschön! Die Farben sind traumhaft und passen sehr gut zur Persönlichkeit des Buches! Laurel, die auf den Buchstaben von "DEAD" sitzt, sieht verloren, aber trotzdem geheimnissvoll aus, was mir insgesamt sehr gut gefällt.

Bewertung:
5 von 5, denn das Buch hat mich zutieft berührt. Es hat mich teilweise echt traurig gemacht und das war irgendwie schön, obwohl ich sowas eigentlich nicht so sehr mag.

Sehr berührende Geschichte

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum : 27.04.2016

blog4aleshanee.blogspot.de/

Ich weiß, dass mir die Rezension zu diesem Buch etwas schwerfallen wird. Ich bin noch etwas überwältigt von den ganzen Eindrücken, denn diese Geschichte vermittelt ein wahres Gefühlschaos, das aber auf ganz leisen Sohlen daherkommt.
Deshalb erstmal ein Zitat, welches das Thema sehr gut ausdrückt:

"Du warst bereit, dein Inneres völlig preiszugeben, ohne dich darum zu kümmern, was andere darüber dachten. Ich wünschte, ich könnte mehr so sein wie du." S. 81

Das zeigt ziemlich deutlich, in welcher Lage sich die Protagonistin Laurel befindet. Sie erzählt diese Geschichte in Briefen an verstorbene Persönlichkeiten und hält den Leser damit ein bisschen auf Abstand. Gleichzeitig aber versinkt man regelrecht in der Gefühlswelt, die Laurel nach und nach vor einem ausbreitet. Den Schreibstil hab ich als ruhig, aber fesselnd empfunden. Die Autorin schafft es hier perfekt, die Gedanken und Problematiken in Worte zu fassen - konkret, aber nicht aufdringlich und mit der Möglichkeit, sich den vielen Gefühlen anzunähern.

Laurel war mir von Anfang an sympathisch und hat mich sogar ein bisschen an mich selbst erinnert, denn wie oft versucht man gerade als Teenager, sich anzupassen; es anderen recht zu machen um dazu zu gehören. Während Laurel sich selbst finden möchte und zu verstehen sucht, wer sie wirklich ist, verstrickt sie sich unbewusst immer wieder darin, anders zu sein. Vor allem orientiert sie sich da an ihrer Schwester May. Diese war der Sonnenschein der Familie: hübsch, beliebt, fröhlich, lebendig ... ein Vorbild, zu dem sie aufgeschaut hat; doch May ist vor einigen Monaten gestorben.

Die Hintergründe zu dem Tod werden erst nach und nach aufgedeckt und man ahnt schnell, dass da noch mehr dahintersteckt.

"... aber ich glaube, manchmal wünschen wir uns einfach, man könnte uns deutlicher ansehen, wie sehr wir leiden und welchen Schmerz wir verstecken." S. 265

Laurel kann nicht über ihre Probleme reden. Es fällt ihr extrem schwer, sich zu öffnen und so verpasst sie damit die Chance, Hilfe anzunehmen. Dabei ist sie selber so ein liebenswertes, emphatisches und berührendes Mädchen, das ich oft einfach gerne in den Arm genommen hätte. Sie kam mir so verloren und einsam vor; dabei hätte sie in Hannah und Natalie tolle Freundinnen gefunden! Aber auch die anderen, mit denen sie zu tun hat, sind auf ihre Weise liebenswert und ganz besondere Charaktere. Vor allem auch Sky, in den sie sich verliebt.

In einigen Rezensionen hab ich gelesen, dass die Figuren alle zuviel an Problemen mit sich herumschleppen und dass zuviel passiert und damit alles öfters auf die Spitze getrieben wird. Das finde ich aber gar nicht, denn es gibt einfach Gruppen, bei denen es genauso abgeht wie hier. Gerade "Problemkinder" finden meisten gerade erst recht durch die Umstände zusammen.
Es hat mich jedenfalls sehr an meine eigene Jugendzeit erinnert und ich konnte gerade mit Laurel total mitfühlen. Sie sieht so vieles bei anderen und erkennt sehr genau die Zusammenhänge - nur bei sich selbst kann sie lange nicht sehen, was falsch läuft.
Ich denke, genau das trifft auf viele von uns zu.
Mehr möchte ich darüber gar nicht verraten - lasst euch überraschen ;)

Fazit

Eine berührende Geschichte, die mir sehr nahegegangen ist. Der Versuch eines Mädchens, in Briefen das auszudrücken, was sie sich nicht zu sagen traut und sich deshalb in sich selbst verliert. Die Angst, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist und dabei die Sehnsucht nach Menschen, die einen so annehmen, wie man ist, kennt sicher jeder - und genau das wurde hier wunderschön beschrieben.

Brief an meine tote Schwester

Von: DanielaU Datum : 14.04.2016

www.literaturschock.de

Hausaufgabe im Englischunterricht: Die Schüler sollen einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Laurel wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihre älteren Schwester May, die ebenfalls viel zu früh gestorben ist. Doch der Brief wird ihr zu persönlich, um ihn bei der Lehrerin abzugeben. Stattdessen beginnt Laurel, immer weitere Briefe an tote Menschen zu schreiben, an Schauspieler wie River Phoenix, an Musiker und Sänger, an die Synchronstimme von Mr. Ed und viele mehr – und immer wieder an Kurt Cobain. Laurel erzählt von ihrem Leben und ihrer Schwester.

Nach dem Tod ihrer Schwester hat ihre Mutter die Familie verlassen und Laurel lebt nun abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer sehr religiösen Tante. So kann sie nun auch auf eine andere Schule gehen, an der niemand etwas von Mays Tod weiß, zumindest hofft sie das. Laurel verändert sich, zieht auf einmal Mays Kleidung an, ahmt in vielen Dingen ihre verstorbene Schwester nach und verliert sich dabei beinahe selbst. Aber sie findet auch neue Freunde und verliebt sich in einen Jungen namens Sky. Doch alles ist weiterhin überschattet von Mays Tod, dessen genauer Ablauf lange im Dunkeln bleibt.

Auch die anderen Figuren haben ihre Probleme. Ihre beiden neuen besten Freundinnen müssen sich mit ihrer Sexualität auseinandersetzen, eine von ihnen lebt bei ihren kränkelnden Großeltern und ihrem brutalen Bruder, Skys Mutter hat psychische Probleme, usw. Ein paar Probleme weniger hätten für mich allerdings auch gereicht, das Buch hatte schon etwas viel Tragik an allen Ecken und Enden. Aber es wird auch echte Freundschaft geschildert und natürlich die erste große Liebe.

Dennoch ist das Buch keine typische Teenager-Story, sondern hatte für mich irgendwie einen ganz besonderen Reiz.

Eigentlich mag ich Bücher, die rein in Briefform geschrieben sind, überhaupt nicht, aber hier liest es sich nach einiger Zeit auch gar nicht mehr nur nach Briefen, sondern eher wie eine Art Tagebuch. Ganz konsequent zieht die Autorin die Briefform auch nicht durch, manchmal bricht dann doch ein eher erzählerischer Stil durch, auch wenn die Dinge immer aus Laurels Sicht geschildert werden. Irgendwie ist es der Autorin gelungen, mich trotz des eher ruhigen Tempos der Erzählung zu fesseln.

Ich war neugierig auf das Geheimnis, das ganz offensichtlich hinter Mays Tod stecken muss und da war ich am Ende ein bisschen enttäuscht. Die Auflösung war nachvollziehbar, hat mich persönlich aber nicht so richtig zufriedengestellt.

Ein wenig erstaunt haben mich die Persönlichkeiten, die Laurel angeschrieben hat. Heutige Teenager waren noch gar nicht auf der Welt, als Kurt Cobain oder River Phoenix gestorben sind, von Stars wie Janis Joplin oder Judy Garland gar nicht zu reden. Aber es ist immer eine kleine Erklärung dabei, wie Laurel jeweils auf sie kommt und so war das für mich dann auch ok. Trotzdem würde ich gerne wissen, wie viele Leser der Zielgruppe einen Großteil der angeschriebenen Persönlichkeiten wohl erstmal googeln mussten!

The Perfectionists

Von: Blume Datum : 20.02.2016

Ich finde dieses Buch gut. Es war sehr spannend und die Thematik hat mich auch interessiert. Jede Protagonistin hatte ihren eigenen Charakter was ich auch gut so finde. Ich freue mich schon auf den 2. Band und erwarte ihn sehnlichst.

Liebesbriefe an die Toten

Von: Kerry aus Berlin Datum : 07.12.2015

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Laurel hat eine schwere Zeit hinter sich. Erst starb ihre ältere Schwester May und dann zog auch noch ihre Mutter weg. Getrennt waren ihre Eltern bereits vor Mays Tod, doch zu dem Zeitpunkt, als Laurel beide Elternteile nötiger gebraucht hätte, als jemals zuvor, zieht ihre Mutter sich aus der Affäre und flüchtet vor ihrer Vergangenheit. Anstelle im wöchentlichen Wechsel bei ihrer Mutter und ihrem Vater zu wohnen, wohnt sie nunmehr wöchentlich bei ihm und ihrer sehr religiösen Tante. Diese Vereinbarung ermöglicht es ihr, eine andere Schule als ihre Schwester May zu besuchen, denn ihre Tante wohnt in einem anderen Schulbezirk.


In dieser neuen Schule will sie ihr altes Leben hinter sich lassen, denn hier weiß niemand, dass sie die jüngere Schwester von May ist, der May, die auf so tragische Weise starb, hier wird sie um ihrer Selbst angenommen werden und nicht übervorsichtig behandelt, weil sie einen solchen Verlust verkraften musste. Doch so ganz kann Laurel das Geschehen nicht hinter sich lassen - sah sie doch in ihrer großen Schwester immer ein Vorbild, sodass sie sogar Mays alte Kleidung trägt, um ihr nachzueifern.


Dann wird im Englischunterricht eine ganz besondere Aufgabe gestellt: Einen Brief an einen Verstorbenen schreiben. Sicherlich sah die Aufgabenstellung eher vor, einer verstorbenen politischen Persönlichkeit einen Brief zu schreiben, doch Laurel entscheidet sich in diesem ersten Brief für Kurt Cobain. Dieser erste Brief ist jedoch nur ein Anfang und Laurel schreibt immer weitere Briefe an verstorbene Berühmtheiten, denn diese können sie nicht verurteilen. Kurz drauf lernt sie in der Schule Sky kennen. Er ist ebenfalls neu an der Schule und hebt sich von der Masse ab, sodass er ihr, die sich auch "nicht der Masse zugehörig" fühlt, sofort auffällt. Langsam kommen sie sich näher, doch werden sie es gemeinsam schaffen, Laurel Vergangenheit zu überwinden?



Liebesbriefe an die Toten! Der Plot wurde authentisch und sehr einfühlsam erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, wie ich als Leser miterleben konnte, wie sich Laurel mit jedem einzelnen Brief ihrer Umwelt immer mehr öffnete und so nach und nach lernen konnte zu akzeptieren, was ihr widerfahren ist. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei hier mein Herz eindeutig für die Figur des Sky schlug, der so geheimnisvoll wirkt und in der Tat auch ein Geheimnis vor Laurel verbirgt, das alles ändern könnte. Den Schreibstil empfand ich sehr einfühlsam erarbeitet, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch sehr schöne und auch nachdenkliche Lesestunden bereitet hat.

danas buchtraum

Von: danas buchtraum Datum : 20.10.2015

https://danasbuchtraum.wordpress.com/


Das Buch war eine Zeit lang sehr gehypte und das war auch der Grund, weswegen ich es mir gekauft habe, doch es hat mich wirklich überzeugt... das ganze Buch besteht nur aus Briefen, die Laurel an verstorbene Menschen schickt und ich stelle es mir sehr schwierig vor, in einem Brief so viele Geschichten aus der Gegenwart und der Vergangenheit reinzubringen und dies gleichzeitig auch noch so gefühlvoll zu schreiben,( es gibt so viele schöne Stellen und Zitate im Buch) und dies ist Ava Dellaria wirklich super gelungen. Man lernt viel über die Persönlichkeiten, an die Laurel schreibt und trotzdem wird Laurels Geschichte erzählt. Laurel war mir wirklich sehr sympathisch, weil alles so ehrlich rüberkam und man wirklich mit ihr gefühlt hat. Ich musste sogar während des Lesens weinen, weil es mich so berührt hat, und das passiert wirklich nicht oft. Außerdem waren alle anderen Charaktere wirklich gut überlegt und die Geschichte an sich sowieso toll!!

Ein Buch, das zumindest in Teilen zum Innehalten und Nachdenken einlädt.

Von: Schattenkämpferin Datum : 05.09.2015

www.schattenwege.net

"Ich wünschte, du könntest mir sagen, wo du jetzt bist und warum du nicht mehr leben wolltest. Du warst der Lieblingssänger meiner Schwester May. Seit sie nicht mehr da ist, fällt es mir irgendwie schwer, ich selbst zu sein, weil ich nicht mehr genau weiß, wer ich eigentlich bin. Dabei wäre es wichtig für mich, das möglichst schnell rauszufinden."
(Seite 7)

Aus einer eigentlich harmlosen Englisch-Aufgabe, bei der sie einen persönlichen Brief an eine verstorbene Berühmtheit schreiben soll, wird für Laurel ein hilfreiches Ritual, um ihre jüngste Vergangenheit zu verarbeiten und die Dinge aus ihrem Kopf zu bekommen, über die sie mit niemandem reden kann. Denn das junge Mädchen gibt sich die Schuld am Tod ihrer Schwester May, die sie nicht nur über alle Maßen geliebt und angehimmelt hat, sondern die für sie auch ein wichtiges Vorbild war. Laurel versucht, Mays Andenken gerecht zu werden, indem sie ihre Kleidung trägt und sich immer so verhält, wie sich May ihrer Meinung nach verhalten würde. Dabei verliert sie sich selbst aus den Augen und irgendwie hilft ihr das Schreiben der Briefe dabei, wieder zu sich und ihrer eigenen, ganz besonderen Persönlichkeit zurückzufinden. In ihren Briefen erzählt sie von all den Dingen, die ihr im Alltag widerfahren, aber auch von May und ihren gemeinsamen Abenteuern. Stück für Stück, Wort für Wort findet sie den Weg zu der Wahrheit, die sie tief in sich vergraben hat und die ihr zeigt, dass vielleicht auch May nicht immer das war, was sie vorzugeben schien. Mit jedem geschriebenen Brief stellt sich Laurel ihrer Vergangenheit und ihren Schuldgefühlen und merkt schließlich, dass es eigentlich nur eine Person gibt, der sie gerne schreiben möchte und muss, um wieder wirklich leben zu können – ihrer großen Schwester May.

"Man kann mutig und idealistisch und schön sein, und das bewahrt einen trotzdem nicht davor, abzustürzen."
(Seite 273)

Schon lange vor Erscheinen der deutschen Ausgabe war "Love Letters to the Dead" als Geheimtipp in aller Munde, sodass dem Veröffentlichungstermin mit Spannung entgegen geblickt wurde. Darüber, ob sich das Warten gelohnt hat, dürften sich die Geister wahrscheinlich scheiden, denn Ava Dellairas Debüt ist keinesfalls ein einfaches Buch, das man mal eben schnell nebenbei lesen kann. Besonders der Einstieg erfordert einiges an Durchhaltevermögen, da die Geschichte einige Zeit braucht, bis sie wirklich warm läuft und man als Leser voll einsteigen kann. Die Autorin beweist zwar von nahezu der ersten Seite an, dass sie ein besonderes Talent für den Umgang mit Worten und das Zeichnen von Wortbildern hat, doch der Lesefluss ist gerade in den ersten Kapiteln sehr zäh. Das erschwert das Eintauchen in die an sich wunderschöne Geschichte und das Fallenlassen in die Gedanken der Protagonistin, die den Leser doch recht nah an sich heranlässt. Erst ab dem zweiten Drittel nimmt die Story etwas an Spannung auf, obwohl das Tempo ähnlich ruhig bleibt, und es gelingt, wirklich in die Thematik einzusinken und sich auf die Schönheit der Sprache Dellairas einzulassen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Autorin sich nicht auf die Probleme von Laurel beschränkt, sondern auch den Nebencharakteren ein nicht unbedingt leichtes Gepäck mit auf den Weg gibt. Dadurch bekommt man als Leser nicht den Eindruck vermittelt, sich ausschließlich mit der Lebensgeschichte einer Person auseinander zu setzen, sondern tatsächlich auch die Menschen, die Teil dieses Lebens sind, auf einer tieferen Ebene kennen zu lernen.

"Manchmal sind wir so randvoll mit allen möglichen Gefühlen, dass wir nicht merken, wie unser Verhalten auf jemand anderen wirkt."
(Seite 288)

Erwähnenswert ist wohl auch die Wahl, die Ava Dellaira in Bezug auf die verstorbenen Berühmtheiten getroffen hat. Denn diese stehen vor allem für eine besondere Generation und dürften nur in den wenigsten Fällen bei der aktuellen Zielgruppe bekannt sein. Es ist fraglich, ob durch diese Unbekanntheit überhaupt eine Verbindung hergestellt werden kann. Bei älteren Lesern hingegen rufen die meisten Namen wahrscheinlich schon beim ersten Lesen ein leises Lächeln wach und man erinnert sich an die eigenen Momente, die man mit diesen Persönlichkeiten „geteilt“ hat. Durch kleine Zusatzinformationen, die Laurel wie zufällig in ihre Briefe einbindet, kann man sich jedoch auch ohne konkretes Wissen ein zumindest grobes Bild machen und bekommt so einen recht guten Eindruck von Laurels versteckter Persönlichkeit. Alles in allem ist "Love Letters to the Dead" ein eher leiser Roman, der jedoch verschiedene Facetten darlegt, die sich auf die freie Interpretation von den einzelnen Lesern freuen. Zwischenzeitliches Stocken im Lesefluss kann im späteren Verlauf weitestgehend ausgeglichen werden, sodass sich das Durchhalten lohnt.

"Jedem passieren Dinge im Leben, die nicht fair sind. Entweder sind wir für alle Zeiten deswegen auf irgendjemanden wütend und fühlen uns ungerecht behandelt oder wir entscheiden uns dafür, mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, das Beste daraus zu machen."
(Seite 360/361)

Fazit:

Durch seinen großen Erfolg in Amerika war "Love Letters to the Dead" bereits vor seinem deutschen Veröffentlichungstermin bei vielen Lesern ein echter Geheimtipp. Und tatsächlich kann Ava Dellaira mit ihrer Geschichte über ein trauerndes Mädchen, das seinen Verlust und seine Schuld in Briefen an verstorbene Berühmtheiten zu verarbeiten versucht, das Leserherz an so mancher Stelle erwärmen. Leider zieht sich diese Stärke nicht durch das komplette Buch, sodass es zwischendurch immer wieder zu zähen Phasen kommt, die das Lesevergnügen extrem schmälern. Trotzdem bietet der Jugendroman auch zahlreiche schöne Momente, für die sich das Durchhalten lohnt, und gerade das letzte Viertel schafft einen ganz besonderen Nachhall. Ein Buch, das zumindest in Teilen zum Innehalten und Nachdenken einlädt.

Wertung: 3,5 von 5 Schwertpaaren

Handlung: 3.5 / 5
Charaktere: 4 / 5
Lesespaß: 3.5 / 5
Preis/Leistung: 3.5 / 5

Briefe an die Toten

Von: Cherry Datum : 02.09.2015

collectionofbookmarks.blogspot.de

Wenn ich zwei Bücher in einen Mixer geben müsste, damit dieser Roman herauskommt, dann würde ich 80% von "Perks of Being a Wallflower" und die restlichen 20% von "Und auch so bitterkalt" nehmen, schon müsste es einen fast köstlichen "Love Letters to the Dead"-Shake ergeben. Besonders die Parallelen zu Charlie sind unverkennbar, und wenn man dann auch noch weiß, dass Chbosky die Muse oder jedenfalls der Mentor der Autorin war, so kann man diesen Fakt einfach nicht mehr übersehen. ABER, und hier kommt das große "ABER", Laurel ist natürlich nicht einmal halb so überzeugend, mitreißend und liebenswert wie Charlie. Klar, sie erweckt Mitleid und ich kann auch nicht sagen, dass ich sie nervig oder sonst irgendwie störend fand, aber sie hat mein Herz einfach nicht so erweichen können, wie ein richtig gutes Buch es schaffen sollte (dafür gab es tolle Nebenfiguren, das sollte hier jedenfalls gesagt sein).

So ist dieser Roman zwar in Ordnung und wahrscheinlich besonders für diejenigen etwas Neues, die noch kein Buch dieser Art gelesen haben, aber sonst eher mittelprächtig (vielleicht ein bisschen besser). Ich muss zugeben, dass ich wirklich etwas Schlechteres erwartet habe, weswegen ich die Geschichte mit einem positiven Gefühl verließ, aber nochmal lesen? Nein, danke. Trotzdem, ganz nett und natürlich sehr tragisch, ohne zu kitschig zu sein.

ein ideales Buch für graue Herbsttage

Von: Buechersuechtig Datum : 01.09.2015

Inhalt:
Laurels Schulwechsel ist für sie wie ein Neuanfang. Niemand weiß von ihrer Vergangenheit und vorallem kennt niemand ihre große Schwester May, die gestorben ist und an deren Tod Laurel sich die Schuld gibt.
Im Unterricht bekommt sie die Aufgabe, einen Brief an einen verstorbenen Prominenten zu schreiben und wählt dafür Curt Cobain, den bereits May sehr gemocht hat.
Diesen Brief gibt sie zwar aus Angst, dass er zu persönlich ist, nicht ab, schreibt jedoch immer mehr Briefe an immer mehr verstorbene Stars wie Amy Winehouse, Judy Garland und Janis Joplin.
Dadurch verarbeitet sie die Vergangenheit und vertraut ihnen ihn ihren Briefen an, womit sie mit niemandem sonst reden kann.
Denn obwohl sie bald neue Freundinnen findet und sich für Sky, einen Jungen an der Schule, interessiert, den sie immer besser kennenlernt, kann sie weder mit ihnen, noch mit ihrer zerrütteten Familie über jenen Abend sprechen und sieht in Kurt Cobain jemanden, dem sie sich anvertrauen kann

Meine Meinung:

Je mehr Briefe Laurel schreibt, desto besser lernt der Leser sie kennen. Das Buch ist jedoch ausschließlich in Briefform geschrieben, was mit persönlich nicht so gut gefallen hat, meiner Meinung nach aber geschmackssache ist.
Es wird halt ausschließlich von Laurel berichtet, wie alles geschehen ist und bei manchen Ereignissen, bei denen man wissen möchte, wie es weitergeht, beendet sie den Brief und schreibt erst eine Woche später einen Brief, in dem sie kurz berichtet, wie es dann an jenem Abend weiterging, was ich persönlich ziemlich schade finde, weil mir das irgendwie die Spannung und den Lesespaß genommen hat, da das Ereignis dann einfach schon länger her war.
Außerdem kannte ich die Personen, an die Laurel schrieb kaum und habe die Stellen, in denen sie dann ausführlich über deren Erfahrungen und Leben schrieb, nur überflogen, da ich mich da dann einfach nicht für interessiert habe.
Ich nehme jetzt einfach mal an, dass es einige Leser in meinem Alter gibt, die sich eher weniger für die Musik und die Filme, die in dem Buch häufig vorkommen, interessieren und ich persönlich habe mich an diesen Stellen teilweise wirklich ein wenig gelangweilt, weshalb man wirklich nicht unterschätzen sollte, dass nur diese Toten die Empfänger der Briefe sind.
Doch nun zum Positiven! Laurel macht eine tolle Entwicklung im Laufe des Buches durch, die der Leser auch deutlich spürt, wie ich finde.
Sie hat es in ihrem Leben wirklich nicht leicht, doch sie steht immer wieder auf, nachdem sie hingefallen ist, wobei das am Anfang eher nicht der Fall war.
Der Schreibstil ist zienlich einfach gehalten, weshalb es sich ziemlich flüssig lesen lässt, macht aber auch einen traurigen Eindruck, was bei Laurels Situation natürlich verständlich und absolut passend ist.

Zitate aus dem Buch:
• "Und ich dachte, dass ich die einzige bin, die versteht, dass die Schatten, die unsere Körper in bestimmten Momenten geworfen haben, immernoch überall um uns herum sind. Dass der Boden und die Wände sich mit ihnen vollgezogen haben."

• "Man kann mutig und idealistisch und schön sein und das bewahrteinen trotzdem nicht davor,abzustürzen."

• "Aber der Mensch ist nicht transparent. Wenn wir wollen, dass uns jemand wirklich kennt, müssen wir uns öffnen und über das sprechen, was in uns vorgeht."

Mein Fazit:
Love Letters to the Dead ist ein schönes Buch für Zwischendurch mit tollen Zitaten,doch da die Stimmung, die es vermittelt allerdings eher weniger fröhlich ist, würde ich persönlich es lieber im Winter oder Herbst lesen, einfach um den Sommer mit Spannung, Liebe und Freude zu genießen.
Ich bin kein allzu großer Fan des Buches, da mir, wie bereits erwähnt, der Schreibstil eher weniger gefallen und und mir teilweise auch die Spannung fehlte.
Die Geschichte ist dennoch schön und lesenswert, kommt finde ich sber auch immer auf die eigene Gemütslage an☺ Deshalb: 3,5 von 5 Sternen

Love Letters To The Dead

Von: Anna Datum : 27.08.2015

www.annasmagicalbooks.blogspot.com

Am Anfang oder sagen wir bis über die Mitte war es lang gezogen und langweilig. Ich habe es sehr lange weggelegt. So cirka 2 Monate. Für mich ist das lange, weil ich bis jetzt noch nie ein Buch weggelegt habe und nur eines abgebrochen. Mitlerweile sind es schon mehr. Vom weglegen her. Auf jeden Fall finde ich es geht die mieste Zeit um dasselbe. Außerdem finde ich es blöd, dass sie in diesem Alter schon Alkohol trinken und rauchen. Vielleicht kommt das auch nur mir so vor, weil ich noch so jung bin und ich den Gestank sowieso fast nicht aushalte.
Die Charaktere waren gut beschrieben und Laurel war mir ziemlich sympathisch. Die Handlung im groben war auch okay. Weil es so lang gezogen wurde, war ich ziemlich überrascht als Laurel endlich schrieb wie es genau ablief in der Nacht in der May starb. Ich weiß nicht so recht was ich genau von diesem Buch halten sollte. Einerseits ist es super und auf der anderen Seite wieder total eigenartig. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und auch zum Lachen. Durch die Beschreibung hätte ich mehr erwartet als dann kam und ich hätte auch gedacht, dass ich weinen muss. Das war leider nicht der Fall. Ein bissschen mehr Emotionen hätten sichrer nicht geschadet. Obwohl Laurel sehr viel Emotion gezeigt hat, nur habe ich diese nicht gespürt. Das ist eigentlich sehr schade.
Das Ende kam mir auch zu schnell. Auf einmal stürzt alles auf einen herab und ich war irgendwie überfordert mit der Tatsache, dass es schon aus war.

Mein Fazit:
Wie schon gesagt war das Buch gut und schlecht. Ich kann es euch empfehlen und dann wieder nicht.
Ich gebe diesem Buch 3,5 / 5 Sterne, eben deshalb, weil es sich lang gezogen hat und an manchen Stellen echt schlecht war.

Emotionales Feuerwerk und Herzbuch, wunderschönes Contemporary Young Adult Buch

Von: Lielan Datum : 17.08.2015

lielan-reads.blogspot.de/

Ava Dellairas "Love Letters to the Dead" ist ein absolutes Herzbuch, emotionales Feuerwerk und wunderschönes Contemporary Young Adult Buch. Die Storyidee tagebuchartige Briefe an bereits verstorbene, berühmte Persönlichkeiten zu schreiben und somit den Alltag der Protagonistin dar zu stellen, ist etwas vollkommen Neues in diesem Genre und hat mir sehr gut gefallen. Für mein Empfinden bietet sich "Love Letters to the Dead" als perfekte Schullektüre für den Deutschunterricht in der Unterstufe an, denn dieses spiegelt alle Themen wieder, die Jugendliche dieser Alltagsstufe berühren.

Ava Dellairas Schreibstil ist wunderschön, tragisch, herzergreifend, emotional und sehr anspruchsvoll. Ihr Jugendbuch ist keinesfalls ein Buch, dass man mal ebenso weg liest, definitiv kein Schmöker für Zwischendurch. Für "Love Letters to the Dead" sollte und muss man sich Zeit nehmen, es tief in sich aufnehmen und Zeit zum Verdauen lassen. Mit viel Emotionalität, kommt auch schnell ein Gefühl der Deprimiertheit auf. Leider muss man sagen, dass die Story eher wenig Höhen hat und den Leser ziemlich runter zieht. Die fröhlichen Momente im Leben der Protagonistin schreien nicht unbedingt "Hier" und stürzen sich in die erste Reihe vor Motivation. Dementsprechend ist die Gesamthandlung natürlich ziemlich düster. Mehrfach musste ich schlucken, weil mir die Geschichte der Protagonisten sehr nahe geht und ich Angst vor einem großen Fehler dieser hatte, der nicht mehr rückgängig zu machen ist.
Die Protagonistin Laurel hat in ihrem sehr jungen Leben nicht nur ein Päckchen zu tragen. Nach der Trennung ihrer Eltern, ist das Leben von Laurel und ihrer Schwester May nicht mehr dasselbe. Die blumige, unbeschwerte Kindheit ist plötzlich vorbei, ihre glitzernden, schützenden Feenflügel scheinen wie zerissen zu sein und die beiden drohen ab zu stürzen. Jedes Wochenende werden sie von einem Elternteil zum anderen gereicht und wieder zurück, sodass kein Gefühl eines geborgenen Zuhauses auftauchen kann. Obwohl sowohl May als auch Laurel sehr intelligent sind und in der Schule keine Probleme haben mit dem Stoff mit zu kommen, stürzen sie, was ihren Alltag an geht, immer tiefer in die Düsternis. Fragwürdige Freunde, Partys, Alkohol, Sex, die Kindheit ist definitiv vorbei. Alleingelassen und schutzlos, so fühlt sich Laurel.
Die Autorin erzählt die Geschichte eines Mädchens, das am Rande des Abgrunds wandelt und von den Schatten überwältigt zu drohen scheint. Ein Mädchen, dass viel Kraft und Stärke und Selbstvertrauen benötigt, dass es aus dem Schatten ihrer Schwester tritt und sich selbst für einen wundervollen, liebenswerten Menschen halten kann und es endlich schafft sich zu akzeptieren wie sie ist. Das sie eben nicht wie ihre Schwester May ist, sondern wie Laurel!

Mitgelacht, mitgeweint, mitgelebt

Von: Clara Datum : 04.08.2015

www.wundersachen.blogspot.de

Als ich das Cover zu „Love Letters to the Dead“ Anfang des Jahres zum ersten Mal sah, wurde ich direkt neugierig und auch die Beschreibung gefiel mir auf Anhieb sehr. Manchmal lasse ich mich aber abschrecken, wenn ich das Gefühl habe, dass es sich um ein Buch handelt, das besonders in der Buchblogger und -videowelt irgendwie alle lesen und es gerade ‚gehypt’ wird. So dauerte es ein paar Monate bis ich das Buch doch in die Hände bekam und nun heute, am 24. Juli auf einer langen, sehr langen, Zugfahrt an einem Stück durchlas.

Es geht um Laurel, die nach dem Tod ihrer Schwester May auf eine neue Schule wechselt, um einen Neuanfang zu starten. Ohne dass sie jemand dort kennt, versucht sie neue Freunde zu finden, was ihr anfangs jedoch nur schwer gelingt. Mit etlichen Gedanken und im Kampf mit den Gespenstern der Vergangenheit, bekommt Laurel schließlich im Englischunterricht die Aufgabe, einen Brief an eine verstorbene berühmte Persönlichkeit zu schreiben. Daraus entsteht ein Langzeitprojekt, in dem sie zahlreiche Briefe an zum Beispiel Kurt Cobain, Janis Joplin, Judy Garland schreibt. Neben der packenden Geschichte einer Familie, der das Schicksal wirklich schwer mitgespielt hat, entwickelt sich nicht nur Laurels Leben immer weiter, sondern wir als Leser finden immer mehr über ihre Vergangenheit raus bis sich schließlich ein schlüssiges Bild ergibt. Schonungslos erfahren wir von Schicksalen und Ereignissen. Jeder, der auch nur ein bisschen Empathie in sich trägt, wird nicht anders können als auf diesen knapp 400 Seiten mit den Protagonisten Höhen und Tiefen zu durchleben.

Ava Dellaira hat mit Laurel und ihren Freunden eine handvoll Menschen „erschaffen“, mit denen ich wirklich wunderbare Stunden verbracht habe. Neben der Geschichte von Laurel, die wir als Leser von Seite zu Seite besser kennenlernen und zunehmend Zusammenhänge verstehen, gibt es hier weitere, sehr interessante Handlungsstränge. Wird Laurel es schaffen ihre neuen Freunde zu halten und ihren Schwarm Sky für sich zu gewinnen? Und was noch viel wichtiger ist: Schafft Laurel es mit der Vergangenheit abzuschließen und in eine glücklichere Zukunft zu starten?

Als ich zu lesen begann war ich zuerst etwas skeptisch, weil ich viele der Persönlichkeiten, an die Laurel schreibt, nicht wirklich kannte. Ehrlich gesagt habe ich zwar vorher schon einmal von Amelia Earhart oder John Keats gehört, aber so wirklich etwas damit verbinden konnte ich nicht und dachte dann ich würde das Buch nicht verstehen – falsch gedacht. Ava Dellaira bringt Laurels Geschichte in direkte Verbindung mit den Lebensgeschichten der angeschriebenen Persönlichkeiten und oft dachte ich beim Lesen „Ist ja total verrückt, dass sich Laurels Eltern auf die gleiche Weise geschieden haben, wie die von Amy Winehouse“ bis ich dann wieder darüber nachdachte, dass es sich hier um eine Geschichte handelt und die Protagonisten extra für diese geschaffen wurden. Und genau das ist es doch, was wir beim Lesen haben wollen. Ich persönlich erkenne einen großen Mehrwert beim Entdecken „neuer“ Persönlichkeiten, Filmen, Gedichten oder Liedern, denen ich im Anschluss an das Buch auf jeden Fall einmal auf die Spur gehen und mich genauer damit auseinandersetzen möchte. Im Moment gefallen mir solche Bücher sehr, bei denen ich weiter recherchieren und mich mit den Inhalten beschäftigen kann.

Ich habe gelacht und geweint, gelitten und mich gefreut. Das ist genau das, was mir das Lesen gibt und warum ich es seit ich ein Kind bin so sehr mag. Also seht dieses sehr gern als große Leseempfehlung.

Titel: Love Letters to the Dead
Autor: Ava Dellaira
Erscheinungsdatum: 23.02.2015
Verlag: cbj / cbt
Seitenzahl: 407
Zu einer 40-seitigen Leseprobe gelangt ihr hier.

Ava Dellaira wurde in Los Angeles geboren und lebt heute in Santa Monica. Dort schreibt sie an ihrem zweiten Buch, auf das ich mich riesig freue. Auf ihrer Homepage können Leser auch selbst Love Letters hinterlassen, viele schreiben dort an ihre Großeltern oder berühmte Persönlichkeiten, die sie gern mögen. Schaut euch die Homepage allgemein unbedingt an, sie ist so liebevoll gestaltet.

Voller Weisheit und Gefühle

Von: Kopfkino-Blog Datum : 08.07.2015

kopfkino-blog.blogspot.de/

„Eine Geschichte voller Liebe und Weisheit.“ Diesen Satz kann ich so unterschreiben. Denn „Love letters to the dead“ hat mich nicht nur beeindruckt, sondern auch zutiefst berührt. Das Buch steckt voller kleiner Weisheiten, die wir alle kennen, aber im Umgang mit anderen Menschen, aber auch mit uns selbst, viel zu oft vergessen. Diese Weisheiten sind in so wunderschöne Sätze gepackt, dass man sie am liebsten hunderte Male lesen möchte. Der Klappentext passt sehr gut zum Inhalt des Buches, auch wenn das Besondere zunächst verborgen bleibt. Umso überraschter ist man, wenn man beginnt zu lesen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt sehr gut zur Geschichte.

Das Buch ist ausschließlich in Briefform geschrieben. Die Schreiberin: Laurel, 15 Jahre. Ein paar Monate ist es bereits her, dass Laurels Schwester May starb. Voller Trauer, Selbstvorwürfen, Wut und Unsicherheit schreibt Laurel Briefe an verschiedene verstorbene Persönlichkeiten wie beispielsweise Kurt Cobain, Amy Winehouse oder Janis Joplin. Die Briefe ähneln Tagebucheinträgen und geben somit Laurels Gefühle wider, beschreiben aber auch ihren Alltag. Einige der Personen, an welche Laurel schrieb, kannte ich nicht. Doch dies tut der Lesefreude keinen Abbruch. Durch die Briefe erfahren wir gerade so viel über den „Empfänger“, dass wir wissen, wer die Persönlichkeit war und wie sie gestorben ist. Es hat immer einen Grund, warum Laurel ausgerechnet an diese Person schreibt. Meinst ist der Brief zunächst wirklich an den „Empfänger“ und seine damalige Situation gerichtet und wird erst im Laufe der Zeilen auf Laurels Leben angepasst. Diese Übergange sind weich und stimmig.

Der wunderschöne Schreibstil führt den Leser sanft und vorsichtig in die Geschichte ein. Dies ist vermutlich auch das, was viele Rezensenten als langweilig empfanden. Das Buch beginnt sehr ruhig, allerdings empfand ich dies als sehr besonders und überhaupt nicht langweilig. Man hat Zeit Laurel kennenzulernen. Erlebt ihren Alltag, ihre Trauer, ihre Gefühle. Und man hat Zeit den außergewöhnlichen und berührenden Schreibstil auf sich wirken zu lassen. Dieser ist einfach zu lesen und dennoch so wunderschön, dass allein er das Buch zu einem absoluten „Must-Read“ macht. Eine Sache möchte ich vorweg nehmen: Wer hier eine klassische Liebesgeschichte erwartet, könnte enttäuscht werden. Denn dieses Buch ist, wie ich finde, keine Liebesgeschichte (auch wenn es natürlich auch um Laurel und Sky geht), sondern vielmehr ein Buch über Laurels Liebe zu ihrer Schwester May und wie sie nach deren Tod versucht, ins Leben zurück zu finden.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Laurel wird dem Leser schnell sympathisch und man versucht sich in ihre Situation hinein zu versetzen. Man fühlt mit ihr, spürt den Schmerz den sie empfindet, und würde ihr am liebsten zur Seite stehen und helfen. Auch die anderen Charaktere sind authentisch, auch wenn sie durch die Tagebuchform teilweise etwas blass bleiben. Mich hat das in diesem Fall noch nicht einmal gestört. Was mich beim Lesen sehr beeindruckt hat, war die Entwicklung der Charaktere. Denn alle machen während des Buches aufgrund ihrer Erfahrungen und Erlebnisse eine authentische Entwicklung durch. Man ist dabei wie sie langsam erwachsen werden, Dinge verarbeiten, sich Gedanken über ihre Zukunft machen.

Die Geschichte um Laurel, ihre Familie und ihre Freunde hatte einen unglaublichen Sog auf mich. Ich musste mich wirklich zwingen, das Buch auch mal zur Seite zu legen. Jede Seite, empfand ich als wahren Lesegenuss. Das Buch ist zwar nicht im klassischen Sinne spannend, aber doch so packend, dass es selbst Tage nach der Beendung des Buches noch auf einen wirkt. „Love letters to the dead“ ist kein Buch, das man mal eben schnell liest. Es regt zum Denken an, berührt den Leser und ruft Gefühle hervor, die ich beim Lesen zu selten empfinde. Leider hat mir das Ende, dass viele Rezensenten als „spannend“ beschreiben, nicht zugesagt. Für mich war es einfach zu viel des Guten. So verlor das Buch zum Ende ein wenig seiner Authentizität die ich beim Lesen so sehr bewunderte. Dennoch gibt es von mir dafür nur 0,5 Sterne Abzug, da das restliche Buch, wie schon mehrfach gesagt, mich absolut begeistern konnte.

Fazit: Ein Buch, das meine Erwartungen voll und ganz übertraf. Ich kann das Buch vor allem Jugendlichen ab 15 Jahren, aber auch Erwachsenen empfehlen. Wie oben bereits erwähnt, darf man jedoch keine klassische 0815-Liebesgeschichte erwarten, denn so eine gibt es hier nicht. Die Liebesgeschichte ist besonders und eher zweit- oder sogar drittrangig. Wer spannungsgeladene Bücher voller Action und Wendungen bevorzugt, wird bei diesem eher ruhigen und nachdenklichen Buch, nicht auf seine Kosten kommen. Es sei denn, ihr lasst euch voll und ganz darauf ein.

Fröhlich und traurig zugleich

Von: Tasmetu Datum : 05.07.2015

tasmetu.de

Nach dem mir die liebe Anja dieses Wunschzettelbuch ganz überraschend zugeschickt hat (DANKESCHÖN! <3), musste ich es natürlich so schnell wie möglich lesen. Es war ein recht gehyptes Buch, doch ich fand es wundervoll.
Laurel beschreibt ihr erstes High School Jahr und die Trauer um ihre Schwester in diesen Briefen so schön - ich wollte mir jeden dritten Satz anmakern. Außerdem bezieht sie sich wirklich auf die Leute, denen sie schreibt. Sie recherchiert und spricht mit diesen verstorbenen Stars so, als wären sie nicht nur die Leute die sie in der Öffentlichkeit waren, sondern einfach nur Menschen. Was sie im Endeffekt auch waren.
Das Buch hat mich sehr berührt und ich möchte es gerne an einem Punkt noch einmal lesen. Und sei es nur dem Schreibstil wegen.
Dellaira bekommt die Gradwanderung zwischen Trauer, Trauma, Schicksal und Freundschaft, Liebe und unvergesslichen schönen Erinnerungen sehr gut hin und ich war an den richtigen Stellen den Tränen nah und konnte an anderen Stellen wirklich über das gelesene lächeln.
Sie macht eine großartige Charakterentwicklung durch und ich liebe Sky - er kam mir realer vor als jede andere Person in diesem Buch. Ich fand das Beschönigen von Rauchen und Alkohol zwar nicht unbedingt toll, aber es ist nun mal ein Jugendroman und in der Jugend machen die meisten Leute Erfahrungen damit. Vor allem wenn sie, so wie die Portagonisten dieser Geschichte, irgendwo heimlich kaputt sind.
Die Passage über das normale Verrücktsein, sowie viele Gedankengänge und Zitate fand ich super schön.
Und jetzt, nur wenige Minuten nachdem ich das Buch beendet habe, höre ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Nirvana. Und gleichzeitg höre ich sie zum ersten Mal richtig - denn dieses Buch hat mir wirklich zu denken gegeben.
Eine Empfehlung für jeden, der YA mag und schon einmal jemanden verloren hat.

"Ein Liebesbrief an das Leben"

Von: Kathalovesbooks Datum : 25.06.2015

https://kathalovesbooks.wordpress.com/

Das Buch “Love letters to the dead” wurde von Anna Dellaira geschrieben. Die Hardcoverausgabe erschien 2015 im cbt – Verlag, umfasst 407 Seiten und kostet neu 17,99 EUR.

Amazon sagte mir nach einer erneuten Buchbestellung “dies könnte Ihnen auch gefallen” – das Cover sprach mich an, der Klappentext noch mehr und zack, das Buch landete auf meiner Wunschliste. Als Urlaubslektüre gedacht, nahm ich dieses Buch mit in den Urlaub und konnte kaum noch die Finger vom Buch lassen. “Ein Liebesbrief an das Leben” sagt Jay Asher (Autor u.a. von “Tote Mädchen lügen nicht”) und diesen Satz kann ich einfach nur unterschreiben. Aber bevor ich weiter schwärme, erst mal zum Inhalt:

Die Protagonisten Laurel soll im Englischunterricht an ihrer neuen Schule einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Laurel entscheidet sich für Kurt Cobain – jedoch bleibt es nicht bei diesem einen Brief, sie beginnt an diverse, verstorbene Persönlichkeiten zu schreiben wie z.B. Janis Joplin, Amy Winehouse oder River Phoenix. Von Brief zu Brief lernen wir Laurel mehr kennen. Wir erfahren vieles über die Beziehung zu ihrer verstorbenen Schwester May, aber auch wie es Laurel gelingt sich auf der neuen Schule zurecht zu finden, wie sie neue Freunde und auch eine große Liebe findet. Wir sind dabei, wie sie sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt und auch ihrer toten Schwester ein Stück weit wieder näher kommt…

Der Autorin gelingt es mit ihrem wunderschönen Schreibstil den Leser direkt in den Bann zu ziehen. Wir lesen Laurels Briefe und fühlen einfach mit – man spürt in ihren Zeilen ihre Wut, ihre Trauer – es fällt ihr einfacher sich den Toten zu offenbaren als ihrer Familie.

Dieses Buch gehört zu den wenigen Büchern, die mich auch noch lange, nachdem ich es ausgelesen hatte, beschäftigen und zum Nachdenken anregen. Die Geschichte muss gelesen werden, ich kann es nur jedem empfehlen – es handelt sich hierbei nämlich mal nicht um eine Jugendliebesgeschichte in einer heilen Welt, sondern zeigt, wie schnell einen Schicksalsschlänge aus der Bahn werfen können – aber es zeigt ebenso auch eine schöne Methode sich mit eben diesen auseinanderzusetzen

Ich zähle dieses Buch zu den Büchern, die ich definitv noch ein zweites Mal lesen werden!

Mittelmäßiges Buch, das mich nicht mitreißen konnte.

Von: Denise K. Datum : 24.06.2015

'Love Letters to the Dead' handelt von Laurel, dessen Schwester gestorben ist. Im Englischunterricht soll sie einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Doch aus einem Brief werden ganz viele - in der Briefform erzählt Laurel von ihrem Leben. Dabei richtet sie sich meist auch auf die Persönlichkeiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger.

An sich war die Brief-Form nicht schlecht, aber leider hat es auch nicht unbedingt mein Geschmack getroffen. Ich fand es ab und zu ein wenig anstrengend, und hatte irgendwann auch keine Lust mehr darauf. Mich störte, dass vieles an die Persönlichkeiten gerichtet war - dann wurde von deren Leben erzählt und was Laurel von ihnen denkt. Hat mir persönlich einfach nicht zugesprochen.

Laurel ist ein Mädchen, dass noch nicht weiß, wer sie ist. Der Tod ihrer Schwester hat sie natürlich auch ein wenig runtergerissen und sie wollte dann genauso sein wie ihre Schwester. Ich verstand einfach nicht, warum man genauso sein will wie jemand anderes. Wie jemand den es schon gibt / gab. Zum Ende hin hat sich Laurels Einstellung auch wieder geändert, was ich gut fand, da ich sie dann auch mehr verstanden habe. Das ganze Buch über versuchte ich, Laurels Charakter zu entschlüsseln, aber es gelang mir nicht. Ich verstand ihre Gefühlslage, aber die Autorin hat mir ihre Gefühle nicht nahegebracht. Die Autorin konnte mir Laurels Welt einfach nicht nahebringen, es war wie ein Film, den man sich mal kurzzeitig ansieht - ein kurzes Erlebnis, wo man die Charaktere kaum / zur Hälfte kennenlernt. Das 400-seitige Buch kam mir vor wie ein kurzer Film, in dem es einfach nur um das Leben eines Mädchen ging, dessen Schwester gestorben ist. Ein kurzer Film, der mir vermutlich nicht in Erinnerung bleiben wird.

Die Charaktere an sich haben nicht wirklich auf mich gewirkt und waren für mich auch nicht tiefgründig genug. Mir fehlte die Lebendigkeit - die Charaktere wirkten auf mich einfach flach und nicht lebendig.

Ich konnte nicht die Stimme von Laurel in meinem Kopf hören und konnte mir nicht die Szenen vorstellen. Ich konnte nicht mit Laurel mitfiebern und konnte ihre Gefühle / ihren Charakter nicht wirklich entschlüsseln.

Der Schreibstil der Autorin ist an sich schon gut, doch die Autorin konnte mir Laurels Welt kaum näher bringen. Irgendwie hat es mich selbst gewundert, wie wenig mir dieses Buch ausgemacht hat und wie wenig ich mit Laurel und ihrem Leben mitgefiebert habe.

Die Idee ist simple gehalten: Ein Mädchen - Schwester gestorben - schreibt in Briefen über ihr Leben (welches nicht gerade sehr interessant ist) Vielleicht interessiert dich sowas, dann les das Buch doch. Aber mich hat es leider nicht interessiert. Also ist in meinen Augen die Umsetzung auch nicht super gelungen.

Irgendwie konnte mich das Buch emotional nicht so packen, wie ich es mir gewünscht hätte. Es ist wie ein kurzer Film gewesen, der schnell endete und der mich leider nicht angesprochen hat. Die Briefform war gewöhnungsbedürftig und irgendwann auch schnell langweilig. Die Idee war mir zu simple gehalten und die Charaktere wirkten auf mich nicht lebendig. Das ganze Buch über habe ich versucht, Laurels Charakter zu entschlüsseln - was sinnlos war, da sie sich selbst noch nicht gefunden hat. Ich glaube einfach, dass dieses Buch überhaupt nicht zu mir gepasst hat und manch einem von euch gefallen könnte.

Da das Buch leider gar nicht zu mir gepasst hat, gebe ich dem Buch nur 2 Sterne. Lasst euch davon aber nicht abschrecken: Ich glaube einfach, dass das Buch nicht die richtige Wirkung auf mich hatte.

Sehr schönes Jugendbuch

Von: Anna Salvatore Datum : 23.06.2015

annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/

Soo, 3 Monate NACH dem Hype habe auch ich es gelesen :P
Ich habe es als Reziexemplar von cbt erhalten, vielen lieben Dank :)

Cover
Oh mein Gott, es ist soo schön! Die Farben und das Mädchen dort sind echt toll, es ist ein richtiger Eye-Catcher!

Meinung
Handlung/Idee
Es geht um Laurel, die ihre Schwester May vor ein paar Monaten verlor. Sie war dabei, als May starb und rückt lange nicht mit der Sprache raus.
Sie erzählt von ihrem Leben, von ihren neuen Freunden, wie Hanna und Natalie, und ihrem Schwarm Sky. Prinzipiell die Struktur eines normalen Jugendbuches. Doch immer wieder hat May einen Platz in ihren Gedanken, lässt sie einfach nicht los.
Zum Ende hin gab es noch ein paar Überraschungen, und etwas das mit Laurel zu tun hat, fand ich wirklich schlimm und hätte ich bei ihrem sonstigen Charakter eher nicht vermutet. Danach klärt sich noch einiges, und ich finde die Geschichte hat schönen Schluss gefunden.
Allerdigs kann ich so im Nachhinein den Hype um "Love Letters To The Dead" überhaupt nicht nachvollziehen. Es ist ein sehr schönes Jugendbuch, aber mior persönlich fehlte das gewisse Extra.

Schreibstil
Die gesamte Geschichte wird in Form von Briefen dargestellt, die Laurel an verstorbene berühmte Leute schreibt. Dies wird durch eine Englisch-Hausaufgabe losgetreten. Ich fand diese Form sehr gut, ich habe mich sehr gut in sie hinenversetzt gefühlt und dadurch, dass die Briefe größenteils nicht soo lang waren (ca. 5 Seiten) war ich auch ständig im Lesefluss und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war also sehr flüssig zu lesen, und der Schreibstil ist wunderbar gewählt, irgendwie jugendlich aber manchmal auch sehr philosophisch.
So hatte ich das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen

Charaktere
Laurel, die Protagonistin, ist eigentlich ein sehr freundliches "normales" Mädchen, bis ihre Schwester stirbt.
Danach hat sie Angst vor ihrer alten Schule, wechselt auf eine andere und findet nach einer Weile zwei Freundinnen, Hanna und Natalie, durch die sie in gewisser Weise auf die schiefe Bahn gerät.
Hanna, wunderschön und sehr begehrt unter den Jungs, und Natalie, auch hübsch und zeichnerisch begabt.
Egal, was sie auch gemacht haben, z. B. Schule geschwänzt, Alkohol etc., waren sie doch immer für Laurel da. Dementsprechend waren sie mir ziemlich sympathisch und nachher bekamen sie noch eine eigene wichtige Storyline.
Die beiden haben das Buch auf jeden Fall aufgewertet.
Sky, der oftmals als "Mystery Man" der Schule bezeichnet wird, fand ich auch super. Hinter ihm steckt mehr als man zuerst vermutet hat. Er konnte mich durch Manches sehr überraschen, nicht immer in positivster Weise. Allerdings tat er mir durch seine schwere familiäre Situation sehr leid.
Die restlichen Nebencharaktere fand ich doch sehr gut ausgemalt und nicht blass, im Gegenteil, über sie könnte ich wesentlich mehr schreiben als über Laurel :D
Also da wären noch Laurel's Eltern gewesen, Kristen und ihr Freund, Hannas Bruder, Jacey und natürlich May.

Fazit: Ein tolles Jugendbuch, welches man nicht mehr weglegen will. Den Hype kann ich zwar nicht wirklich nachvollziehen, aber es ist auf jeden Fall lesenswert und hat einen besonderen Schreibstil.

4 von 5 Sternen

Ein unfassbar schöner und berührender Jugendroman!

Von: Magnificent Meiky Datum : 23.06.2015

magnificent-meiky.blogspot.de/

Normalerweise bin ich immer etwas kritisch, wenn ein Buch so sehr gelobt wird und lasse gerne etwas Zeit verstreichen, bis ich mich an das Buch wage, damit ich mir wirklich ein eigenes Bild machen kann. Bei Love letters to the dead hat das jetzt nicht ganz geklappt. Ich war einfach super gespannt auf das Buch, sodass ich es sofort verschlungen habe.

Laurel kommt auf eine Highschool, auf der sie niemand kennt und auch niemand wirklich kennen soll. Die ersten Tage verbringt sie recht einsam, bis sie im Englischunterricht die Aufgabe bekommt einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit zu schreiben. Ihr erster Brief geht an Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May. Aber sie schreibt nicht nur ihm, sondern vielen Persönlichkeiten, die ihre Kindheit und ihr aktuelles Leben berührt haben. Die Aufgabe gibt Laurel aber nicht etwa bei ihrer Lehrerin ab, wie es eigentlich gewollt war, sondern schreibt das ganze Jahr weiter Briefe an die Verstorbenen und erzählt ihre Geschichte darin.

Das Buch besteht komplett aus der Briefesammlung von Laurel. In den Briefen erzählt sie nicht nur ihre aktuellen Probleme, die jeder Teenager hat, sondern auch viel aus ihrer Vergangenheit. Einer Vergangenheit mit May, ihrem Idol - ihrer Schwester. May hat eines mit den Persönlichkeiten, denen Laurel schreibt, gemeinsam, denn sie ist tot. Mit diesem Verlust weiterzuleben ist für Laurel eine der schwersten Aufgaben, die sie in diesem Jahr bewältigen soll. Der Schreibstil dieses Jugendromans ist sehr berührend und wirklich besonders. Es gibt viele wunderschöne und philosophische Verknüpfungen, die einem wirklich ans Herz gehen.

In Love letters to the dead werden viele heikle und emotionale Themen angesprochen, wie die Trennung der Eltern, die erste Liebe, körperliche Misshandlung, gleichgeschlechtliche Liebe und natürlich das Überleben des Verlustes eines geliebten Menschen. Dabei ist das Buch dennoch leicht und nicht erdrückend geschrieben. Die Charaktere haben alle Ecken und Kanten und sind trotzdem so liebenswert. Schnell konnte ich Laurels neue Freunde, ihren Schwarm Sky und auch May in mein Herz schließen, weshalb mich die Geschichte wirklich berührt hat.

Ich bin sehr froh, dass mich der Buchhype ansteckt hat und ich diese wunderbare Geschichte so schnell lesen konnte! Das nächste Buch der Autorin landet sicher auf meiner Wunschliste!

"Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira {Rezension}

Von: Emmas Lesewiese Datum : 22.06.2015

emma-lesewiese.blogspot.ch/

So weit ich das mitbekommen habe, wurde "Love Letters to the Dead" ziemlich gehypt und von den meisten auch als sehr gut empfunden. Deshalb wollte ich mir unbedingt meine eigene Meinung zu dem Buch bilden.

Laurel soll im Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain. Am Ende der Stunde gibt sie ihren Brief nicht ab, sondern nimmt ihn mit und schreibt zu Hause weiter. Das Briefeschreiben macht ihr Spass und sie entschliesst sich, weiter zu machen. Die nächsten Briefe sind nicht nur an Kurt Cobain, sondern auch an andere tote Berühmtheiten gewandt, z.B. Amy Winehouse. Ihnen schreibt sie alles, was ihr auf dem Herzen liegt.

"Lieber Kurt Cobain,
wir haben gerade Englisch und sollen einen Brief an eine berühmte Persönlichkeit schreiben, die schon verstorben ist. Als würde es im Himmel so etwas wie einen Geister-Postboten geben. Wahrscheinlich hat unsere Lehrerin Mrs. Buster dabei eher an einen früheren Präsidenten gedacht, als an dich, aber ich brauche jemanden, mit dem ich richtig reden kann. Mit einem toten Präsidenten geht das nicht. Mit dir schon." (Seite 7)

Das ganze Buch ist in Briefform geschrieben. Man liest Laurels ausführliche Briefe und bekommt so mit, was in ihrem Leben passiert. Alle Briefe sind sehr persönlich und gehen teilweise sehr nahe. Sie helfen Laurel dabei, den Schmerz zu verarbeiten, den der Tod ihrer geliebten Schwester May in ihr ausgelöst hat.
Meiner Meinung nach ist die Briefform eine tolle Idee, die öfter in Büchern angewendet werden sollte. Denn dadurch, dass man die geheimen Briefe der Protagonistin lesen kann, ist man ihr automatisch näher, kann ihre Gedankengänge und Gefühle besser nachvollziehen.
Was das Buch sehr interessant gemacht hat, war die Tatsache, dass man lange Zeit nicht erfahren hat, wie und warum May gestorben ist. Man erfährt erst später, was für ein Mensch sie war. Doch im Gegensatz zu Laurel, die ihre Schwester abgöttisch geliebt und verehrt hat, fand ich May zu oberflächlich und nicht so sympathisch.

Aber in diesem Buch geht es nicht nur um May und deren Tod, sondern auch um ihre erste Liebe, Freundschaft, ihre Eltern, Schule und Alkohol. Denn was Alkohol betrifft, ist Laurel experimentierfreudig. :)
Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Den Schreibstil fand ich toll, die Protagonistin war mir sympathisch und die Handlung meistens spannnend.
Doch dafür, dass das Buch so gehypt wurde, hatte ich mir noch ein klein wenig mehr erhofft.

Das Cover hat mich verzaubert

Von: Valarauco Datum : 22.06.2015

www.valaraucos-buchstabenmeer.de/

Cover
Bei diesem Buch hat mich das Cover wirklich überzeugt. Es sieht richtig schön aus. Es ist ein wunderschöner Sonnenuntergang darauf abgebildet und ein Mädchen das seine Briefe schreibt. Ich finde es äußerst passend, das es auf den Buchstaben des letzten Wortes sitzt. Das Cover sticht durch die kräftigen Farben ist mir dieses Cover ziemlich ins Auge gestochen. Es ist nicht übermäßig bunt oder knallig, aber auf jeden Fall sehr schön.

Meine Meinung
Zuerst wusste ich nicht, was ich von diesem Buch halten sollte. Die Idee hat mich total begeistert und sehr neugierig gemacht, über die Umsetzung habe ich mir allerdings etwas sorgen gemacht. Doch das war völlig umsonst:

Laurel soll in der Schule einen Brief an eine berühmte Person schreiben. Ihr behagt es jedoch gar nicht, dass sie diesen Brief danach ihrer Lehrerin zeigen soll, deshalb erbittet sie sich mehr Zeit. Schließlich schreibt sie nahezu jeden Tag einen Brief das ganze Schuljahr über. Man erfährt aus den Briefen alles über Laurels leben. Das, was gesagt wird und auch das, worüber die Menschen in ihrem Umfeld schweigen.

Laurel hat ihre große Schwester May durch einen tragischen Unfall verloren. Dadurch wurde ihr ganzes Leben umgekrempelt und Laurel versucht so zu werden, wie ihre große Schwester. Sie verbiegt sich und versucht mit aller Macht sich der Rolle anzupassen, doch es gelingt ihr nicht.

"Love Letters to the Dead" ist ein Roman über das Heranwachsen. Laurel verändert sich in dem Buch, sie wird älter und auch reifer. Für sie sind die Briefe eine Möglichkeit den Verlust ihrer Schwester zu verarbeiten. Ich war wirklich skeptisch, ob die Autorin es schafft, nur durch Briefe dem Leser die Geschichte zu vermitteln.
Laurel selbst erzählt einem die Geschichte und sie erzählt immer nur so viel, wie sie bereit ist preiszugeben.

Ich fand auch die Auswahl der Künstler interessant. Es waren wenig Künstler, die man einem Mädchen in ihrem Alter zu getraut hätte. Die meisten davon kennt man selbst dann, wenn man sich mit der Musik oder der Zeit aus der sie stammen, nicht befasst.

Trotz der Wandlung, die Laurel durchlebt, blieb das Buch etwas ein dimensional. Ihre Probleme waren die eines Teenagermädchens. Am Ende hatte ich einerseits das Gefühl, Laurel hat vieles verstanden, was passiert war, und sieht ihre Vergangenheit mit anderen Augen. Andererseits hat mich die Geschichte um ihre erste "große" Liebe ziemlich kalt gelassen. So erwachsen, wie sie in manchen Bereichen ihres Lebens war, so kindlich oder auch kindisch hat sie sich verhalten, wenn es um den Jungen ging, in den sie sich verliebt hatte.

Es ist definitiv ein schönes Buch. In den meisten Fällen kann man sich mit Laurel identifizieren und versteht, warum sie exakt so gehandelt hat. Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen.

Wertung (4/5)

Interessante Idee, ungenaue Umsetzung.

Von: Carlys Buchsucht Datum : 29.05.2015

carlysbuchsucht.blogspot.com

Meine Meinung: Die Idee es Brief-/Tagebuchromans, in welchem die Protagonistin durch Briefe an verstorbene Berühmtheiten, den Tod einer geliebten Person verarbeitet, finde ich klasse. Das Buch erinnerte mich schon vor dem Lesen an "The Perks of beeing a Wallflower" (dt. Vielleicht lieber Morgen) und spätestens bei der Danksagung der Autorin, wird es klar, dass sie sich von Chbosky mentoren lassen hat. Daher wundert es auch nicht, dass neben der offensichtlichen Ähnlichkeit eines Brief-Trauma-Erwachsenwerden-Romans auch andere Dinge ziemlich gleich sind.

Zum einen ist da die Protagonistin, die unsicher ist, keine Freunde hat und in einer schweren Situation steckt, nicht alleine rauskommt, aber von niemandem verstanden wird. Sie ist merkwürdig und hat Eigenarten, die ich nicht immer nachvollziehen konnte (was ich bei Charlie, dem Protagonist aus Chboskys Roman konnte, da seine Handlungen begründet wurden). Die Protagonistin ist sehr naiv und ihre "Stimme", die den Leser durch das Buch begleitet ist ziemlich oberflächlich. Sie hat all diese Emotionen, allerdings suhlt sie sich förmlich in ihnen und entwickelt sich nur sehr, sehr langsam.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach gehalten, wodurch die Stimme der Prota extrem naiv, wenn nicht sogar unreif wirkt. Manchmal hatte ich das Gefühl das Tagebuch einer 12-Jährigen zu lesen. Sprich: ziemlich viel Bla-bla. Einige ihrer Wünsche und Gedanken sind niedlich und andere ziemlich kindisch (was okay ist, aber nachdem man so etwas zehnmal gelesen hat, verliert man auch die Lust daran), dann wird sie plötzlich total philosophisch und altklug.
Diese Art des Schreibens hat mich verwirrt und hat mich dem Charakter leider überhaupt nicht näher gebracht.

Die Briefe. Auf die war ich sehr gespannt, da viele der Stars auch einige meiner Lieblinge sind. Ich habe mir nicht erhofft, mehr von den Personen zu erfahren oder so etwas. Allerdings habe ich gehofft, dass die Prota irgendwelche Verbindungen zu den Personen haben würde, die nicht so oberflächlich waren. Ihre Schwester mochte Kurt Cobain, deshalb schreibt sie ihm. Ende. Dann schreibt sie irgendjemanden, den sie "nur" cool findet. Ende.
Da hatte die Folge, dass die Briefidee mich sehr schnell genervt hat. Hier und da waren sie zwar interessant, aber wieso fängt sie plötzlich an, über ihr Loveinteresst zu schwärmen, wenn sie doch eigentlich in tiefster Trauer steckt?

Bewertung: Dem Buch fehlen die wahren Emotionen, um es zusammenzufassen. Es heißt immer, dass die Prota traurig ist und leidet, was sie auch ab und zu in schön gekleidete Phrasen hüllt, aber leider haben diese mich nie erreicht. Das mag daran liegen, dass das Buch sehr viel erzählt und wenig zeigt. Show, don't tell, lautet die alte Schriftstellerweisheit. Manche Leser mögen diese Art des Geschichtenerzählens, sie funktioniert bei mir leider nicht, daher ♥♥♥ Herzchen.

Schönes, tiefgründiges Jungendbuch findet ihr hier!

Von: Natalie von Booksandsunshine Datum : 26.05.2015

https://www.youtube.com/channel/UCz0wIvageaqRWjIjVOMVChg

Love letters to the dead
Inhalt:
Das Buch handelt um Laurel deren Schwester May vor kurzem gestorben ist, als Laurel nun im Englisch die Aufgabe bekommt einen Brief an einen einflussreichen Toten zu schreiben, kann sie gar nicht mehr damit aufhören und schreibt über ihre Leben nach dem Tod ihrer Schwester, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren und das Trauma das damit verbunden ist zu überwinden.
Das Buch befasst sich wie viele andere Jungendbücher auch, damit sich selbst zu finden und seinen Platz in der Welt.
Meinung:
Die Charaktäre waren am Anfang leider schwer zu verstehen, doch wurden einem im Laufe der Geschichte immer sympathischer und verständlicher, ich glaube das lag daran dass man die Geschichten der verschiedenen Personen erfahren hat und ihre Handlungen nachvollziehen konnte.
Die Geschichte an sich war am Anfang bis zur Mitte leider etwas träge, weil die Art wie May gestorben ist und warum Laurel so ein schlechtes Gewissen hat sehr in die länge gezogen wurde.
Deshalb auch der abgezogene Stern.
Doch ab dem Mittelteil wurde das Buch sehr Spannend und Tiefgehend man hat das Gefühl alles mitzuerleben.
Alles in Allem ein Lesenswertes Jugendbuch für jeden der auch mal traurige Geschichten liest!

Ava Dellaira - Love Letters to the dead

Von: Kerstin Wörterkatze Datum : 24.05.2015

woerterkatze.wordpress.com

Ava Dellaira hat mit “Love Letters to the dead” ein rundum gelungenes Werk vorgestellt. Der Jugendroman, der in Briefform daher kommt, hat mich emotional abgeholt und es viel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Den Beginn fand ich am Anfang etwas zu ruhig und ich hatte schon Angst, dass es sich durch das gesamte Buch ziehen wird. Aber mit zunehmender Seitenzahl und tiefer eindringen in Laurels Welt war es genau der richtige Anfang. Denn mitunter gab es wenig Zeit um durchzuatmen, so viele Themen wurden in “Love Letters to the dead” behandelt.

Mit Laurel gehen wir durch eine Zeit der Trauer, der Bewältigung von Schuldgefühlen, dem ersten Verliebtsein und der Findung der eigenen Identität. All diese Themen hat Ava Dellaira mit den ausgesuchten Empfängern von Laurels Briefen verbunden. Alle finde ich sehr passend gewählt und sie passen auch zu der jeweiligen Situation, in der sich Laurel befindet. Egal ob sie Briefe an Kurt Cobain, Amy Winehouse, Judy Garland, River Phoenix oder Janis Joplin schreibt, in jedem Brief lernt man Lauren etwas besser kennen. Eine wirklich liebevoll gestaltete Protagonistin, die mit dem Tod ihrer Schwester zu kämpfen hat und auf der neuen Schule erst einmal ankommen muss.
Man spürt wie schwer es ihr fällt sie selbst zu sein und so versucht sie in die Hülle ihrer verstorbenen Schwester May zu schlüpfen. Denn sie möchte jemand anders sein: Nicht das Mädchen, das seine Schwester verloren hat. Nicht das Mädchen, dass im Wechsel bei der Tante und beim Vater wohnt, nach der Trennung der Eltern. Nicht das Mädchen, dessen Mutter einfach nach Kalifornien abgehauen ist. Man spürt ihren Schrei nach Hilfe in den einzelnen Briefen, sei es, wenn sie unkontrolliert Alkohol trinkt oder anfängt zu rauchen. Sie sucht ihren Platz und findet ihn nicht. Erst Sky, ihr Schwarm auf der Highschool, ein intelligenter junger Mann, scheint zu ihr durchzudringen. Aber auch von ihm kapselt sie sich immer wieder ab. Bis es zum großen Knall kommt.

Je mehr Briefe Laurel schreibt so drückender wird die Atmosphäre und während des gesamten Lesens hatte ich Angst, dass Laurel abrutscht und so endet wie ihre Schwester May. Allerdings ist nicht nur Laurels Leben mit Problemen gespickt, auch das Leben ihrer Freunde ist nicht einfach. Alle Teenager haben zu kämpfen und müssen für sich einen Weg finden ihr eigenes Leben zu leben. Gerade diese Momente haben mich mitgenommen, denn oft hatte ich das Gefühl, das es bis auf die Freundschaft zueinander nichts Positives in dem Leben der jungen Menschen gibt.
Auch die Überschwester wird von Ava Dellaira sehr gut dargestellt. Zunächst noch sehr positiv wie die perfekte Person, bekommt das Bild im Laufe der Handlung so einige Kratzer und man erkennt auch das diese junge Frau mit ihren Dämonen zu kämpfen hatte.

Schön fand ich immer wieder die Rückblicke in die Kindheit der beiden, die mit so viel Liebe und Herzlichkeit beschrieben sind und das traurige, dass sich durch das Buch getragen hat abgemildert hat.

Fazit

“Love Letters to the dead” ist ein gelungener Debütroman, der zwar auch von der ersten Liebe handelt, aber vielmehr die Themen Trauer, Schuld, Vergebung und Identitätsfindung behandelt. Der emotionale Schreibstil macht das Buch vollkommen. Eine absolute Leseempfehlung!

Ava Dellaira sollte für dieses Buch einen eigenen Liebesbrief bekommen

Von: Sandy/Nightingale Datum : 22.05.2015

nightingale-blog.net/

Der Plot
Laurel soll für ihren Englischunterricht einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Der von ihr gewählte Empfänger ist Kurt Cobain, der Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Und so schüttet sie Kurt ihr einsames Herz auf einem Stück Papier aus. Abgeben tut sie die Hausarbeit nie, beschließt jedoch weiter zu schreiben.
Es folgen weitere lange Unterhaltungen mit toten Berühmtheiten wie Judy Garland, Janis Joplin, Amy Winehouse, River Phoenix und Heath Ledger. Mit all diesen Persönlichkeiten verbindet sie Erinnerungen, als die Welt in der Laurel einmal lebte, noch in Ordnung schien. Denn die Toten verstehen sie scheinbar besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, dem coolen Jungen an ihrer Schule, der sogar im Sommer eine Lederjacke trägt. Und mit jedem Brief kommt sie einem schrecklichen Geheimnis, welches sie schon viel zu lange mit sich selbst rumschleppt, näher.


Meine Meinung
Es gibt Geschichten, deren Charaktere eine so starke Stimme haben, dass bei den Lesern eine gewisse Anziehungskraft ausgelöst wird. Das war zuvor bei J.D. Salingers “Der Fänger im Roggen” und bei “Vielleicht lieber morgen” (“Das also ist mein Leben”) von Stephen Chbosky der Fall. Die Autorin Ava Dellaira hat es mit ihrem Debüt LOVE LETTERS TO THE DEAD schon geschafft, in einem Atemzug mit diesen Kollegen genannt zu werden. Aber liegt der Vergleich wirklich so nahe?

Geschildert wird der gesamte Handlungsstrang in Briefform, was somit schon mal die Vergleiche zu anderen Werken, erklärt. Ich persönlich empfinde es als Wagemutig diese Schreibform zu wählen, da es ganz leicht nach hinten losgehen kann. Doch Ava Dellaira entpuppt sich als eine wahre Wortakrobatin. So bringt sie dem Leser die Gefühlswelt von Protagonistin Laurel mit einer ungeheuren Intensität nahe. Man wird eingelullt von kraftvollen und zugleich sehr zerbrechlichen Sätzen, die so das Wesen von Laurel nach außen reflektieren.

Nun, ob man es wahrhaben möchte oder nicht, man sieht eventuell winzige Facetten von sich als Teenager in verlorenen und einsamen Hauptfiguren, wie Laurel, wieder. Sie gehört nicht zu den coolen Kids, sondern ist durchschnittlich und gut darin, nicht aufzufallen. Ich spürte als Leser Laurels Kampf mit sich selbst. Man spürt Laurels Angst, weil die kindliche Unschuld immer mehr verschwindet und sie es nicht aufhalten kann. Das erste Auflehnen gegen Regeln. Der Abnabelungsprozess tritt bei Freunden ein, die einen plötzlich nicht mehr so verstehen und vis a vis.

Für Laurel ist das alles zuviel. Sie hat nicht das Gefühl von Stabilität Zuhause. Redet mit niemandem außer ihren berühmten (toten) Idolen, durch ihre Briefe. Es gab eine Zeit, da hatte Laurel die scheinbar perfekte Familie. Eine Schwester, die sie vergötterte und Eltern, die sich liebten. Doch mit dem Ehe-Aus von Laurels Eltern, ist das Familienidyll dahin. Den größten Schmerz erfährt Laurel, als ihre Schwester May stirbt. Ihr einziger Halt ist nicht mehr da und das junge Mädchen weiß nicht, wohin mit sich selbst und ihrem Schmerz. Sie ist zerrissen. Will sie selbst sein, aber kann auch nicht loslassen von Musik und diversen Gegenständen, welche sie mit ihrer verstorbenen Schwester verbunden haben. Laurel wirkt geradezu besessen von dem Gedanken, es ihrer Schwester gleich zutun.

Mir gefiel, dass die Autorin nicht versuchte, ihre Hauptfigur perfekt darzustellen. Sie gab ihr und ihrem Umfeld jede Menge Makel. Ecken und Kanten, die uns gerade menschlich machen. Ich erwischte mich sehr oft dabei, wie ich eine fiktive Figur am liebsten einfach in meine Arme gezogen hätte. Oder ihr gerne eingeschärft hätte, dass sie den Geist ihrer Schwester nicht braucht um sich zu verwirklichen. Das sie wundervoll und warmherzig ist.

Die Romanze, die sich zwischen Laurel und Sky langsam entwickelt, empfand ich als süß und schön, und ist absolut harmonisch mit dem Rest abgestimmt. Die Gefühle der Beiden stehen nicht im Fokus, jedoch ist Sky wichtig genug für gewisse Entwicklungen. Es kommt nicht selten in Jugendbüchern vor, dass die Hauptfigur schwierige Situationen durchlebt, sich währenddessen verliebt und dabei die Probleme von rosaroten Wolken davon geschoben werden. Nicht so in LOVE LETTERS TO THE DEAD. Die Probleme Laurels verschwinden nicht so einfach durch ihre Verliebtheit, sondern wirken sich auf ihre Beziehung aus. Durch ihre Liebe zu Sky und den vielen Briefen, kommt sie dem wahren Ausmaß ihres emotionalen Zustandes näher denn je. Der Grund, wieso Laurel sich die Schuld an dem Tod ihrer Schwester gibt, wird mit leiser Grausamkeit enthüllt.

Das Debüt von Dellaira war eine große Überraschung für mich. Eine Geschichte voller Leben, Trauer und vom dem Suchen und Finden nach sich selbst. Die Autorin besitzt ein großes Einfühlungsvermögen für ihre Figuren und verleiht den Emotionen ihrer Protagonistin durch ihre Worte, viel Farbe.


Fazit
Ava Dellaira sollte für dieses Buch einen eigenen Liebesbrief bekommen. Die Autorin liefert mit LOVE LETTERS TO THE DEAD ein starkes und emotional sehr aufwühlendes Debüt. Während des Lesens gab es kaum einen Moment, der mir nicht den Atem raubte. Und so hoffe ich, dass hierzulande viele mit schwerem Herzen, Laurels Briefe lesen werden.

Hochsensible Teenagergeschichte mit außergewöhnlichem Schreibstil

Von: Bines Bücher Datum : 14.05.2015

https://www.youtube.com/channel/UCAMWHdHiajgldgZDUnAUuLw

Den Hype um „Love Letters to the Dead“ von Ava Dellaira in der Booktuberszene habe ich eigentlich erst mitbekommen, als ich das Buch vom cbt Verlag zum Rezensieren bekommen habe. (Vielen lieben Dank dafür nochmal.) Ich kann ihn jedenfalls nach meiner Lektüre voll und ganz nachvollziehen.

Die Protagonistin Laurel kommt auf die Highschool. Eine Highschool, auf der sie niemand kennt und das ist auch gut so, wie sie findet. Trotzdem hat sie ihre Startschwierigkeiten. Im Englischunterricht bekommt sie die Aufgabe, an eine verstorbene Persönlichkeit einen Brief zu schreiben und hört seit dem erstmal nicht damit auf. Die Handlung beginnt genau mit diesem ersten Brief, den sie für die Schule schreiben soll. Doch sie schreibt nicht etwa an einen verstorbenen Präsidenten, wie es sich ihre Lehrerin vielleicht gewünscht hätte, sondern an den Lieblingssänger ihrer verstorbenen Schwester May. Kurt Cobain. Zusammen mit Persönlichkeiten wie Amelia Erhard und Amy Whinehouse wird er zum Vertrauten Laurels: Das Buch besteht ausschließlich aus Briefen Laurels an tote Personen, in denen sie ihr erstes Jahr an der Highschool und vor allem ihre Familienprobleme und die Beziehung zu ihrer kürzlich verstorbenen Schwester May dokumentiert.

Themen dieses Jugendromans sind im Grunde ganz typisch für das Genre: Schule, Freundschaft, Familie und die erste Liebe. Trotzdem ist dieser Roman für mich alles andere als durchschnittlich gewesen. Er hat mich viel eher in meinem Innersten berührt und erschüttert, wofür ich in erster Linie den außergewöhnlichen Schreibstil Ava Dellairas verantwortlich mache. Bei vielen Formulierungen konnte ich mir einfach nur an den Kopf fassen, weil sie so bestürzend zutreffend waren. Es kam mir so vor, als formuliere Ava Dellaira Gedanken, die ich selber schon einmal hatte, aber nicht in der Lage dazu war, diese selber steinern zu machen. In etwa, wenn sie schreibt:

„Ich betrachtete meine Hände. Der lila Nagellack war schon ziemlich abgeblättert und die Reste sahen aus wie unbekannte Kontinente auf einer Weltkarte.“ (S.87)

Dieser und viele weitere verblüffend zutreffende Vergleiche haben das Buch meiner Meinung nach ganz besonders lesenswert gemacht. Aber auch an den Charakteren konnte ich nichts aussetzen. Zwar stand ich zunächst Laurels Freundin Hannah und Tristan etwas skeptisch gegenüber, weil ich Angst hatte, sie könnten einen schlechten Einfluss auf sie nehmen, doch schon bald konnte ich mich aufgrund dieser Vorurteile nur schämen. Vor allem Hannah ist mir sehr ans Herz gewachsen, so wie eigentlich jeder Charakter. Ganz besonders konnte aber Laurels Schwarm Sky mit seiner unterstützenden Art, die dennoch nie zu weit ging, mein Herz erobern. Ich finde einfach, dass Sky sich genau richtig verhält ohne dabei perfekt zu sein, was ihn mir wahnsinnig sympathisch gemacht hat. Er war für mich gleichzeitig Held und Antiheld. Immer gerade zur richtigen Situation und richtig böse sein konnte ich ihm nie. Derjenige, der mich am Ende aber Rotz und Wasser hat heulen lassen, war Laurels Vater. Generell mochte ich die Vorgeschichte der Eltern auch sehr. Die Worte des Vaters, der eigentlich das Buch hinüber still vor sich hin leidet, zum Ende hin, haben bei mir alle Dämme brechen lassen. Seine Beschreibung war auch unheimlich feinfühlig.

Wie man sehen kann, habe ich kaum etwas zu kritisieren an „Love Letters to the Dead“. Ich habe wirklich jede Minute in diesem Buch genossen. Ich war immer ganz nah bei Laurel, May, ihrer Familie und Freunden und auch bei den verstorbenen Persönlichkeiten, die ich auch sehr gerne kennen und verstehen gelernt habe. Obwohl das Buch wirklich schwere Themen behandelt, hat es mich in einer wahnsinnig positiven Stimmung entlassen. Die Entwicklung, die Laurel im Zuge der Trauerbewältigung um ihre Schwester May in einem Jahr macht, hat mir so viele schöne und traurige Momente beschert. Selten habe ich eine so inspirierende und feinfühlige, dabei authentische Teenagergeschichte gelesen, die so viel in mir ausgelöst hat. Ich kann wirklich nichts bemängeln und bin unendlich froh, das Buch gelesen zu haben. Ich warte ab jetzt sehnsüchtig auf ein weiteres Buch der Autorin.

5/5 Sterne.

Tief bewegend

Von: lebens[leseliebe]lust Datum : 13.05.2015

www.lese-liebe.com

Inhalt:
Auch wenn der Titel schon gut zusammenfasst, worum es in diesem Buch geht, hier ein paar Worte: Alles beginnt in der neuen Schule, denn dort soll Laurel einen Brief an verstorbene berühmte Persönlichkeiten verfassen. Was als Schulaufgabe beginnt, wird für Laurel Routine, denn nur in den Briefen kann sie über ihre tote Schwester May schreiben und ihre tragisches Schicksal erzählen.

Wie hat's mir gefallen:
Lange stand das Buch auf meiner Wunschliste, denn ich liebe Briefromane jeglicher Art. Auch wenn Laurel keine Antworten bekommt, so ist dieses Buch doch etwas ganz besonderes. Laurel, die ihre Schwester May verlor und nun alleine mit ihrem Vater wohnt, da ihre Mutter die Flucht ergriff, versucht so gut es geht ein neues zu Leben zu starten. Doch bald muss sie feststellen, dass man niemals in die Zukunft blicken kann, wenn die Schatten der Vergangenheit stets die Gegenwart überblenden.
Die Autorin schaffte es schon mich mit dem ersten Brief tief im Herzen zu bewegen, so wie Laurel mich bewegt hat. Ein starkes Mädchen, dass sich niemals hinter Feenflügeln versteckt, auch wenn sie sich noch so sehr welche gewünscht hat. Ein Mädchen, dass im Schatten ihrer Schwester steht und versucht, sie trotz des Vermissen zu überleben. Ein Mädchen, dass Liebe und Nähe sucht und mit Verlust und Tod umgehen muss. Wie könnte ich Laurel nicht mögen?
Der Schreibstil ist nicht jedermanns Sache (da es ausschließlich in Briefform verfasst wurde), doch ich liebe ihn. Laurel schreibt an verschiedene Prominente wie Janis Joblin, Kurt Cobain oder Amy Winhouse. Anfangs freute ich mich am meisten auf die Briefe an Heath Ledger, verliebte mich dann aber Stück für Stück in die bewegenden, traurigen und aufschlussreichen Briefe an River Phoenix. Die Autorin schafft es einerseits in den Briefen viel über Laurel zu erzählen und andererseits auch dem Leser die verstorbene Persönlichkeit näher zu bringen. Vieles wusste ich nicht, vieles hat mich sehr traurig gemacht. Ich habe neben dem Lesen viel gegooglet, Fotos angeschaut, Musik gehört und genau dies empfehle ich euch auch. Lest das Buch nicht nur, erlebt es mit allen Sinnen, denn nur dann könnt ihr Laurel (und May) vollends verstehen.
Dieses Buch hat mich lange Zeit begleitet und es wird mir auch noch lange im Kopf herumschwirren. Es gilt viele Eindrücke und Gefühle zu verarbeiten, die die Autorin auf so leichte Art beschreibt. Sehr gut fand ich auch das Ende, das keineswegs überladen, kitschig oder verschönt ist. Es schließt die Geschichte ab und lässt den Leser weinend, erschüttert und doch erleichtert zurück. Wow, ich bin wirklich begeistert und möchte das Buch allen, die dem Briefschreibstil nicht abgeneigt sind, diesen Roman ans Herz legen.

Cover/Buchgestaltung:
Das Cover ist zwar echt schön, irritiert aber auf den ersten Blick, da es 1:1 dasselbe Cover wie das Originalcover ist. In der Buchhandlung hatte ich mal das englische und mal das deutsche Buch in der Hand und hab immer erst beim zweiten Mal hinsehen erkannt, welches welches ist. Gerade bei Onlinekäufen müsst ihr genau hinschauen ;)

Fazit
Ein Buch, dass die Seele berührt. Ein Buch über erste Liebe, Verlust, Trauer und Darüberwegkommen. Ein Buch über die Liebe zur Musik, die Liebe zum Leben und wie schwer es ist, damit umzugehen. Ich bin hin und weg.

Bewertung 5/5 Punkte

Lebensfreude mal anders

Von: Leseengel Datum : 04.05.2015

leseengelsblog.blogspot.de/

Den Einstieg empfand ich als sehr schwer, daher gibt es für mich auch einen Punktabzug. Ich brauchte recht lange bis ich in das Buch rein gekommen bin. Dann war es recht einfach zu lesen und ich konnte dem Buch auch gut folgen. Aber der Einstieg war super schwer. Ob das an der Erzählform lag oder weil ich es so erst schwierig fand Laurel einschätzen zu können, kann ich gar nicht genau sagen.

Nachdem mir aber dieser Einstieg in das Buch gelungen ist, konnte mich das Buch dann doch noch überzeugen. Es ist sehr einfühlsam geschrieben, was ich für dieses Buch, mit dieser Thematik auch wichtig finde.

Von der Handlung her ist es gut, an manchen Stellen ist es mir aber einfach fast schon zu viel, was so alles passiert - das finde ich ein wenig übertrieben, aber nun gut.

Das Thema oder besser gesagt die Themen finde ich für ein Jugendbuch angemessen, auch wie mit ihnen umgegangen wird, finde ich gut.

Die Handlungen der Charaktere sind für mich weitestgehend nachvollziehbar. Einige Charaktere waren mir zu Beginn sympathischer als andere, aber auch das hat sich nach einiger Zeit wieder ein bisschen gewandelt - mehr möchte ich dazu gar nicht verraten, weil sonst würde ich vielleicht zu viel vorweg nehmen.

Laurel leidet sehr unter dem Tod ihrer Schwester, warum sie sich allerdings solche Vorwürfe macht, kommt erst spät heraus - das finde ich gut so. Das sie unter dem Tod ihrer Schwester leidet, ist für mich verständlich.

Alles in allem ein recht gelungenes Buch, welches in meinen Augen, aber doch leichte Schwachpunkte hat.

Jugendbuch ohne Besonderheit

Von: real-booklover Datum : 03.05.2015

real-booklover.blogspot.de/

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt. Das Cover hat mich sofort angesprochen und auch der Inhalt klang mal nicht nach einer Geschichte, die man bereits 100 mal gelesen hat.

Letztendlich wurde ich aber gerade in diesem Punkt ein wenig enttäuscht. Letztendlich ist "Love Letters to the Dead" doch nur ein typisches Jugendbuch und daher auch ein wenig vorhersehbar. Nicht falsch verstehen: Ich mag diese Geschichten trotzdem, nur die Einzigartigkeit fehlt.

Mir fehlte auch oft der Sinn hinter den Briefen. Also es war mir nicht immer klar, warum Laurel eine Geschichte aus ihrer Vergangenheit gerade diesem verstorbenen Prominenten schreibt. Manchmal wird man darüber aufgeklärt mit Sätzen wie "Ich schreibe dir, weil du so mutig warst", aber meistens gibt es keine Verbindung und das hat mich gestört.

Eine Kleinigkeit, die mich immer wieder vom Lesen abgehalten war, dass ich einige Promis nicht kannte. Dann musste ich erstmal das Buch bei Seite legen und die Berühmtheit googeln. Und wenn Laurel dieser Person nach 50 Seiten erneut einen Brief schreibt, habe ich wieder alles vergessen und konnte erneut googeln. Das muss ich aber wohl eher meiner Allgemeinbildung zuschreiben und nicht Ava Dellaira.

Von diesen Schönheitsfehlern mal abgesehen, hat mir die Geschichte, die Laurel auf den knapp 400 Seiten erzählt, gut gefallen. Dadurch, dass es ein Geheimnis zu lüften gibt, wird man praktisch gezwungen das Buch immer weiterzulesen und möglichst keine Pausen einzulegen. Die Geschichte ist auch nicht sonderlich kompliziert und daher schnell zu lesen.

Laurel macht eine kleine Wandlung durch und es ist schön zu sehen, in welche Richtung die geht. Manchmal scheint Laurel ein wenig naiv und sehr unsicher, aber am Ende erfährt man dann auch, warum. Trotzdem fand ich Laurel sympathisch.


"Love Letters to the Dead" ist leider kein Buch, dass mich sehr überrascht hat. Die Geschichte ist dennoch nett und so geschrieben, dass man sie schnell lesen kann. Mich hat es jedoch sehr gestört, dass zwischen den Briefen und den VIPs keine Verbindung besteht.

Ein wunderschönes Buch, welches einem Tränen in die Augen zaubert.

Von: Sophies Bücherwelt Datum : 01.05.2015

https://www.youtube.com/channel/UC28Rf-fYthYm1_l5tu5ClYA

Loveletters to the Dead
Autorin: Ava Dellaira
Erscheinungsdatum: 23. Februar. 2015
Seitenanzahl: 416 Seiten
Verlag: Cbt (http://www.randomhouse.de/cbt/)
Inhalt:
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …
Cover: 5 Herzchen
Mir gefällt das Cover richtig gut, denn hat finde ich irgendetwas Magisches an sich. Außerdem liebe ich Covers auf welchen der Nachthimmel zu sehen ist.
Geschichte: 5 Herzchen
Die Idee dieser Geschichte und die Umsetzung haben mir wirklich sehr gut gefallen. Ich habe davor noch nie so etwas gelesen und es war wirklich etwas Magisches und Poetisches.
Vor allem hat mir gefallen, dass sehr oft Lieder erwähnt werden oder auch Gedichte. Dadurch habe ich viele neue Lieder, Band und Gedichte kennengelernt.
Das Buch vermittelt die Gefühle von Laurel so gut, dass ich auch oft dachte ich wäre sie und würde Briefe an die Toten schreiben.
Ich werde jetzt auch anfangen Briefe an Tote zu schreiben, denn irgendwie hat mir die Idee gefallen und es sicher eine schöne Erinnerung.

Figuren: 5 Herzchen
Laurel hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie war mir von Anfang an sympathisch, weil sie so authentisch war. Man hat ihr den Schmerz wirklich angemerkt. Außerdem war es toll ihre Entwicklung zu beobachten, denn von den Mädchen, welches nicht weiß wer sie ist wird sie zu der Person die sie im Inneren schon die ganze Zeit war.
Aber auch die Nebenfiguren sind super und es hat mir Spaß gemacht ihre Geschichte kennenzulernen.
Spannung: 4 Herzchen
Natürlich will man wissen was nun mit May wirklich passiert ist, aber ich finde nicht, dass dies das Thema des Buches war. Ich fand eher, dass es in diesem Buch darum ging, wie man weiterleben kann wenn eine geliebte Person stirbt und wie man damit umgeht.
Fazit: 5 Herzchen
Wunderschönes, poetisches Buch, welches einem öfters Tränen in die Augen zaubert.

Schöne Idee, leider sehr flache Charaktere

Von: Bellezza-Ribelle Datum : 22.04.2015

bellezza-ribelle.blogspot.de

Zum Cover:
Das Cover ist ja einfach mal der Hammer! Ich finde die Schrift auf dem Hintergrund passt perfekt und vermittelt einem ein ruhiges Gefühl. Das Mädchen, wahrscheinlich Laurel, welches dort sitzt und schreibt wurde perfekt auf die Buchstaben gesetzt.

Zur Geschichte:
Laurel bekommt im Englisch Unterricht die Aufgabe einen Brief an eine längst verstorbene Persönlichkeit zu schreiben. Sie entscheidet sich für Kurt Cobain, dem Lieblingssänger ihrer Schwester May, die vor einigen Monaten ums Leben kam. Doch der Brief wird ganz anders als erwartet. Laurel beginnt ihre tiefsten Gefühle aufzuschreiben und wendet sich damit an weitere Persönlichkeiten die ihre Kindheit und ihre Gegenwart geprägt haben.
Sie beginnt von ihrer neuen Schule, ihren Freunden und Sky zu schreiben, jedoch bleibt es nicht dabei. Nach und nach beginnt Laurel die Vergangenheit und den Tod ihrer geliebten Schwester aufzuarbeiten. Und schreibt dabei wunderschöne Briefe.

Meine Meinung:
Die Geschichte die man durch Laurels Briefe erfährt ist sehr emotional und bewegend. Sie und ihre Schwester May hatten es nicht immer leicht im Leben und diese Tatsache wird plausibel dargelegt. Jedoch hat mich unheimlich gestört, dass es in den ersten Briefen nur um May ging. Wir haben nicht wirklich viel über sie erfahren, weil Laurel natürlich auch nicht alles über ihre Schwester wusste. Aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, Laurel würde May schönreden. Bis ungefähr zur hälfte des Buches, "wusste" ich mehr über May als über Laurel um die sich dieses Buch ja eigentlich dreht.
Das ganze Buch über wurde in mir der Eindruck erweckt, dass May eine Art Super-Mädchen war. Ich meine, es kann schon sein, dass Mädchen die grosse Schwester als perfekt ansehen, aber kein einziges negatives Wort über diese zu verlieren ist irgendwie seltsam.
Laurel kam mir als ein sehr unreifes Mädchen vor, dass zwar viel gemacht und erlebt hat, aber sich überhaupt nicht bewusst ist welche Konsequenzen ihre Taten möglicherweise haben könnten. So wirft sie z.B. irgendwelche Tabletten ein, die ihr jemand gegeben hat, und schleicht sich konstant aus dem Haus. Des Weiteren hat sie viele sehr schlimme Dinge erlebt die sie scheinbar einfach so hingenommen hat und die keineswegs an ihrer psychischen Gesundheit gerüttelt haben.
Keiner der Charaktere war sonderlich rund. In vielen Fällen wird ein negatives Thema angesprochen, es verfinstert sich die Miene des angesprochenen und zwei Sätze später ist alles wieder Friede-Freude-Eierkuchen. Sie wirkten oft ziemlich passiv und als ob sie keine Verbindung zueinander hätten.
Genau wie die Charaktere, habe ich das Ende als ziemlich künstlich empfunden. Ich hatte das Gefühl, der Autorin wäre bewusst geworden, was das Ende des Schuljahres bedeutet und wollte schnell noch alles geradebiegen.

Fazit:
Eine schöne Idee mit unheimlich flachen Charakteren und oft unrealistischen Reaktionen der gleichen. Leider nicht wie erhofft..

Love Letters mit Startschwierigkeiten, doch dann ...

Von: Mella Ludes Datum : 22.04.2015

lus-buchgefluester.blogspot.de

Inhaltsangabe (Quelle: cbt Verlag)
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Meine Einschätzung:
Hmm, ich weiß gar nicht so recht womit ich anfangen soll.
Zuallererst sei gesagt, dass das Cover (einer der Gründe, warum ich das Buch lesen wollte) wirklich schön ist und auch der Klappentext (der zweite Grund) klang sehr vielversprechende.
Zu vielversprechend vielleicht?
Denn es ist Fakt, dass ich so meine Probleme hatte in das Buch rein zu kommen. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und die Geschichte in Briefform zu erzählen war ungewohnt und machte die Sache nicht unbedingt einfacher.
Auch ertappte ich mich dabei, wie ich mich sehr leicht ablenken ließ und sogar darüber nach dachte zu browsen. Doch ich gebe auch zu, dass es ab der 2. Hälfte deutlich besser wurde und die Geschichte an Fahrt aufnahm. Es wurde regelrecht spannend und ich kam endlich an den Punkt, an dem ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Die Handlung selbst weist einige Überraschungen und Enthüllungen auf mit denen man so eigentlich nicht gerechnet hatte und obwohl sich meine Vermutungen bzw Ahnungen bestätigten waren sie doch nicht weniger erschütternd und einiges an Laurels Gefühlen wurde erklärt.
Love Letter to the Dead ist auf den ersten Blick ein Buch über das Verwinden des Todes der geliebten Schwester, doch auf den zweiten Blick erkennt man das so viel mehr dahinter und darin steckt als man dachte.

Bei den Charakteren bin ich zwiegespalten, denn ich mochte sie alle irgendwie und doch kamen mir viele so vor als hätten sie alle "einen an der Klatsche" oder "verstrahlt" - jeder hat sein Päckchen zu tragen und zu überwinden.
Doch am meisten gefiel mir Laurels Entwicklung, wenn sie mir anfangs etwas nervig erschien, so änderte sich dies im Verlauf der Handlung.
Und wen ich gar nicht ab konnte war die Mutter - welche Mutter verlässt die zweite Tochter, um den Tod der ersten Tochter zu betrauern. In meinen Augen war Laurels Mutter egoistisch bis ins Mark ... was mich zu May führt, die mir trotz zahlreicher Erinnerungen von Laurel doch recht blass wirkte. Klar, sie spielte keine Rolle, aber sie war doch immer zu präsent!

Alles in Allem ein schöner Roman bei dem ich einige Startschwierigkeiten hatte, doch danach hat sich das Lesen durch aus gelohnt.

Mein Fazit:
4 Sterne - oft lohnt es sich ein bissl zu quälen und hier hat es sich das

Ein berührender Roman über das Leben und den Tod

Von: Julias Lesewelt Datum : 17.04.2015

juliaslesewelt.blogspot.de

Ich hatte das Buch nach der Verlagsvorschau auf meiner Wunschliste und hatte dann Glück, dass ich es ergattern konnte. Das Cover ist ok, es verrät nicht wirklich etwas über den Inhalt des Buches. Ich musste nach dem Lesen ständig an Seifenblasen denken?! Keine Ahnung wieso. Naja ignorieren wir mal meine Gedanken außerhalb der Rezension.

Kurz und knackig geht es um Laurel. Sie soll in der Schule einen Brief an eine berühmte Persönlichkeit schreiben. Sie weiß erst nicht so richtig womit sie beginnen soll, doch ganz schnell entwickelt sich diese Aufgabe zu einer Art Therapie. Denn Laurels Schwester May ist gestorben und Laurel ist Schuld daran.
Laurel ist ein recht "normaler" Teenager. Sie muss mit dem Tod ihrer Schwester klar kommen hat aber niemanden der sie so richtig auffangen kann. Sie empfindet die Aufgabe mit dem Brief an die berühmte Persönlichkeit als Lästig, doch sie erkennt schnell, dass die Idee Potenzial hat. Sie versucht einfach nur ein Teenager zu sein mit Spaß, Freunden und Liebe, und all das fällt ihr mit dem Tod im Rücken sehr schwer.

Ich finde die Grundidee toll. Laurel schreibt an Kurt Cobain und unter anderem an Amy Winehouse, Sie spricht sie direkt an, erzählt auch von ihnen und ihren Erfahrungen und projiziert diese auch auf sich und ihr Leben. Sie spricht sich viele Dinge von der Seele und der Leser erfährt Stück für Stück alles über Laurel. Man beginnt Laurel mit jedem Satz mehr zu lieben und versinkt dann völlig in ihrer total gefühlvollen Welt. Leider fehlte mir ein wenig die Spannung, die ganze Geschichte floss vor sich hin finde ich. Am Ende wurde es "erschreckend" ansonsten war es eher Mau.

Alles in Allem ein berührendes Buch in dem es nicht nur um den Tod geht. Eher geht es darum den richtigen Bus in Richtung Leben zu nehmen.

Rezension: Love Letters to the dead

Von: Leseeule Theresa Datum : 16.04.2015

https://www.youtube.com/channel/UCQKnDAXlHl6c4hlA45QKvlA

Rezension: Love Letters to the Dead: Ava Dellaira



Klappentext :

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …


Meine Meinung:
Das Buch ist wie man schon erahnen kann in Briefform geschrieben was mich absolut nicht gestört sondern mir eher gefallen hat. Der Schreibstil ist sehr melancholisch angehaucht und flüssig. Die besondere Atmosphäre ist so 90er angehaucht was das Buch besonders macht. Laurel benutzt diese Briefe um den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten und sie nutzt diese Briefe außerdem als Tagebuch. Es ist so berührend da diese Erlebnisse die Laurel erlebt hat einen den Atem rauben. Auf jeden Fall sollte man sich Taschentücher zurechtlegen. Bloß manchmal habe ich die Taten von Laurel nicht nachvollziehen können.

Fazit:

Das Buch ist sehr gut und berührend geschrieben. Wer Kurt Cobain und Amy Winehouse mag wird in diesem Buch auch auf seine Kosten kommen. Taschentücher sind empfohlen ;)
4,5/ 5 Sternen

Ein Buch mit vielen Emotionen

Von: Bows and Fairytales Datum : 16.04.2015

bowsandfairytales.blogspot.de

Anfangs war ich erst skeptisch, ob ich dem Hype folgen soll und Love Letters to the Dead lesen möchte. Überzeugen konnte mich dann der Klappentext, der einen auf ein gefühlvolles interessantes Buch hoffen lässt. Zu dem hat mich dieses wunderschöne Cover einfach angelächelt. Die Farben harmonieren perfekt miteinander und auch die Schriftart - und Größe passen zu dem Hintergrund. Und durch das Cover bekommt man schon vor dem Lesen eine traurige aber schöne Atmosphäre übermittelt. Leider hab ich dann zu Beginn nicht sonderlich gut in das Buch hinein gefunden, da mir Laurel noch nicht so sympathisch wurde. Doch glücklicherweise wurde ich mit jeder weiterem Kapitel in die Geschichte gezogen und konnte sie nicht mehr aus dem Kopf bekommen und der etwas holprige Anfang war vergessen. Auch Laurel ist mir immer mehr ans Herz gewachsen und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle immer besser nachvollziehen und auch ich hab mich mit ihrer verstorbenen Schwester verbunden gefühlt. Besonders gut gefallen hat mir, dass man mit ihr eine ganze Entwicklung miterlebt hat, da sie immer selbstbewusster wurde und den Tod ihrer Schwester immer besser verarbeiten konnte. Meiner Meinung nach ist die Idee der Autorin zwar von Grund auf nicht völlig neu, allerdings hat mir die Idee mit den Briefen an Tote Berühmtheiten wirklich gut gefallen. Dadurch, dass die Briefe so persönlich waren, konnte man sich gut in Laurels Lage versetzen, wodurch das Buch diesen gefühlvollen Touch bekommt. Der Schreibstil ist, wie man es von persönlichen Briefen erwartet, sehr einfach, aber fesselnd. In Love Letters to the Dead stehen vor allem die Gefühle und Emotionen im Vordergrund, als die Spannung. Überraschender Weise konnte das Buch mich schließlich doch überzeugen und fesseln. Empfehlen kann ich es definitiv, vor allem wenn man auch mal ein Buch lesen möchte, dass nicht bis oben hin mit viel Handlung verpackt ist, sonder vielmehr auf die Emotionen des Lesers eingeht.