Leserstimmen zu
Die Schuld jenes Sommers

Katherine Webb

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Wir haben das Jahr 1942. Frances passt regelmäßig auf den kleinen Davy auf. Nach einem Bombenangriff auf ihre Heimatstadt Bath ist er unauffindbar. Sie ist sich sicher, dass er überlebt hat und beginnt deshalb sofort verzweifelt nach ihm zu suchen. Und noch etwas passiert in der Bombennacht in der Davy verschwunden ist: Die leichte eines jungen Mädchens taucht plötzlich unter den Trümmern auf. Schnell ist klar, dass es sich dabei um Wyn handelt, die beste Freundin von Frances, die vor 24 Jahren ebenfalls spurlos verschwunden ist. Also muss sie nun gleichzeitig zwei Fragen klären: Wo ist Davy? Was ist vor 24 Jahren mit Wyn passiert? Rezension: Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen und das macht meiner Meinung nach Bücher immer besonders spannend. In der Gegenwart begleiten wir Frances bei ihrer unermüdlichen Suche nach Davy und in der Vergangenheit erfahren wir mehr darüber, was sie damals mit Wyn erlebt hat. Besonders brisant wird das Ganze dadurch, dass Davy das Kind von Wyns Schwester ist und auch noch andere Familienmitglieder eine entscheidende Rolle spielen. Das Buch hat nur wenig Handlung, es lebt von der Tiefe und davon, dass man so viel über die Hintergründe erfährt und die Protagonisten sehr gut kennenlernt. Ohne das ich zu viel verraten möchte, kann ich sagen, das es mich beeindruckt, wie mit den Themen Schuld und Wahrheit umgegangen wird. Es hat mich wirklich nachdenklich gemacht. Es ist kein „leichtes“ Buch aber wirklich sehr zu empfehlen.

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Sehr spannender und packender Roman

Von: MissNellas86

04.01.2020

Wer historische und spannende Romane mag, der ist hier genau richtig. Kurze Inhaltsangabe: Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Schatten aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy, und hat er überlebt? Bemerkenswert ist die unglaublich gut aufgebaute Spannung. Hier wird immer wieder zwischen den verschiedenen Zeiträumen hin und her gesprungen. Entweder Ende 1. Weltkrieg oder mitten im 2. Weltkrieg. Es ist ein unglaublich tiefgründiges Buch mit einem historischen Krimi und menschlicher Tragödien. Es ist spannend und auch sehr traurig. Fazit: Dieses Buch ist unglaublich spannend und packend von der ersten Seite an. Ich bin ein großer Fan dieser Autorin und sie schafft es immer wieder, mich mit ihren Geschichten zu fesseln. Der Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich geschrieben. Ich konnte es sehr gut lesen. Historische Romane sind nicht jedermanns Sache aber Katherine Webb ist eine Meisterin ihres Fachs. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Wer auf Spannung und Krimi steht, der ist hier goldrichtig. Dazu kommt noch der sehr gut geschriebene historische Aspekt.

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"Die Schuld jenes Sommers" ist ein historischer Roman von Katherine Webb und ist 2019 beim Diana Verlag erschienen. Es geht um Frances, die 1942 während eines Bombenangriffs in Bath den kleinen Davy verliert und sich anschließend auf die Suche macht. Neben der andauernden Angst und der allgemeinen Zerstörung, taucht in den Bombentrümmern eine Leiche auf. Es handelt sich dabei um ihre beste Freundin Wyn, die vierundzwanzig Jahre zuvor verschwunden ist. Dies wirft viele Fragen auf und katapultiert Frances in den Schrecken des Sommers vor über zwanzig Jahren. Sie konnte Wyn nicht retten, doch schafft sie es Davy zu finden oder ist ihm auch etwas Schreckliches zugestoßen? Rückblick: Frances kam aus einer guten Familie, es fehlte ihr an nichts, außer vielleicht an Selbstvertrauen. Dieses brachte jedoch ihre beste Freundin Wyn im Übermaß mit. Wyn kam aus einer gewaltätigen und armen Familie. Es fehle ihr an Liebe und Essen, doch dafür wusste sie genau was sie wollte. Sie hatte Träume und Mut. Die beiden ergänzten sich perfekt und erlebten viel zusammen. Doch mehrere Geheimnisse überschlugen sich und so geschah nicht nur ein Mord. Meine Meinung: Katherine Webb hat mich nicht zum ersten Mal in eine andere Welt katapultiert, aber mit diesem Roman hat sie wieder einmal bewiesen wie fantastisch sie schreiben kann. Das Buch wird in zwei Zeiten erzählt. Einmal 1942 zur Zeit der Bombardierung und 1918 als Frances noch ein achtjähriges Kind war. Geschickt wird zwischen den Zeiten gesprungen und ich war so gefangen von den Ereignissen, den Ungerechtigkeiten, der kindlichen Neugier, den Geheimnissen, dem nie enden wollenden Schmerz und der unerfüllten Träume. Doch über all dem liegt in greifbarer Nähe die Erinnerung, die tief in Frances schlummert. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und war süchtig nach weiteren Einzelheiten. Dies ist eines von jenen Büchern, bei denen ich hin und her springe bei den Vermutungen eines Verdächtigen. Und es war ein so gelungenes Ende, mit einer traurigen Wahrheit. Fazit: Wer gern traurige Familiengeheimnisse und ungeklärte Todesfälle in Büchern mag, sollte hier unbedingt zugreifen! Ein mitreißendes Buch, welches man nicht aus der Hand legen kann! Und hier noch zwei schöne Zitate aus dem Buch: "» Kind zu sein ist das Beste auf der Welt. Ich glaube, das ist euch gar nicht klar, weil ihr noch welche seid.«" (Seite 119) "Sie wusste noch nicht, dass Menschen, genau wie Tiere, nicht wütend sein müssen, um gefährlich zu sein. Sondern auch gefährlich werden konnten, weil sie verzweifelt waren und Angst hatten." (Seite 212)

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Während eines Bombenangriffs im Jahr 1942 verschwindet der sechsjährige Davy. Für Frances beginnt ein Albtraum, denn sie hatte für den Jungen die Verantwortung. Schon einmal hat sie erleben müssen, daß ein Kind verschwindet. Vor 24 Jahren trennte sie sich im Streit von ihrer Freundin Wyn. Sie sollte sie nie wiedersehen. Als in einem Bombenkrater die verweste Leiche eines Kindes gefunden wird ist sofort klar, daß es Wyn ist. In Frances kommen alte Erinnerungen wieder hoch und sie begibt sich auf die Suche nach dem wahren Mörder ihrer Freundin. Sie glaubt nämlich nicht an die Schuld des jungen Mannes, der damals für die Tat hingerichtet wurde. Jetzt fürchtet sie um Davys Leben, denn der wahre Mörder könnte wieder zugeschlagen haben. Ich gebe ehrlich zu, daß ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit diesem Buch hatte. Die Geschichte fing, meiner Meinung nach, etwas zäh an. Das Gefühl ging dann aber sehr schnell vorbei. Je weiter ich in dem Buch kam, desto packender wurde die Handlung. Der Leser wird hier geschickt vor Rätsel gestellt, die sich erst zum Schluß hin auflösen. Deshalb kann man etwa ab der Mitte des Buches kaum noch eine Lesepause einlegen. Die Neugierde auf die Lösung aller Fragen wird immer größer. In Zeitsprüngen erlebt man die Zeit zum Ende des ersten Weltkrieges und mitten im zweiten Weltkrieg in einer englischen Kleinstadt. Man bekommt den Eindruck, daß sich zwischen den Kriegen kaum etwas verändert hat. Die alten Zwänge sind die gleichen und Männer bewältigen ihren Frust, indem sie ihre Frauen und Kinder verprügeln. Erst langsam entwickeln einige wenige Frauen ein Selbstbewußtsein. Diese ganzen Eindrücke vermittelt Katherine Webb auf sehr bildhafte Art mit sympathischen Charakteren in einem Roman, der sich mit jeder Seite entwickelt! "Die Schuld jenes Sommers" ist eine Geschichte über Freundschaft, die über den Tod hinausgeht, über Schuldgefühle und über die berühmte Frage: Was wäre, wenn...."

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Fesselnd

Von: Christine

23.12.2019

Ich habe das Buch an einem regnerischen Vormittag begonnen und es nicht mehr weggelegt . Man fühlt das Entsetzen und die Panik förmlich , in der sie sich befunden hat . Ich werde es sicher noch ein zweites Mal lesen .

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Spannend und anders

Von: Borko75

23.12.2019

Die Geschichte ist sehr komplex und manchmal auch recht verwirrend doch das wird wieder durch den Wortwitz wett gemacht. Der Zeitrahmen, in dem die Story spielt, wurde gut ausgewählt. Der Fortlauf der Handlung ist stehts fließend, so das keine Langeweile aufkommt.

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Verdrängen ist keine Lösung

Von: Catharina Luft genannt Pläsir

21.12.2019

Frances wird verfolgt von Trauer und der Frage, was mit ihrer besten Freundin Wyn vor vierundzwanzig Jahren geschehen ist. Im Jahr 1942 verschwindet auch der kleine Davy in der Nacht eines Bombenangriffs. Frances wird geplagt von Schuldgefühlen, denn sie hätte auf ihn aufpassen sollen in dieser Nacht. Als dann durch den Einschlag einer Bombe das Skelett ihrer verschwunden Freundin auftaucht, kommen Erinnerungen hoch. Während für die Polizei der Fall der verschwunden Wyn abgeschlossen ist, gibt es einige Ungereimtheiten. So stellt sich ziemlich schnell heraus, dass ein Unschuldiger für eine Tat büßen musste, die er nicht begangen hat. Frances muss sich an das erinnern, was passiert ist, damit der wahre Mörder gefasst werden kann. Die Geschichte von Frances und dem was geschehen ist, wird von Katherine Webb aus zwei verschiedenen Zeiten erzählt. So wird die Geschichte begonnen mit den Bombenangriffen im Jahr 1942, dem Jahr, in dem die Erinnerungen an das Verschwinden von Wyn wieder an die Oberfläche gelangen. Auf der zweiten Zeitebene ist es das Jahr 1918. Es ist das Jahr, in dem Wyn verschwunden ist. Frances versucht ihre verdrängten und tief in ihr verborgenen Erinnerungen an diese Zeit und ihr Wissen rund um die Geschehnisse zurückzuholen. Katherine Webb beschreibt die innere Zerrissenheit von Frances auf eindrucksvolle Weise. So will sie das Verschwinden ihrer besten Freundin endlich aufklären und hat gleichzeitig aber große Angst vor der Wahrheit. Die dunklen Schatten der Vergangenheit werden mit der fortlaufenden Handlung immer lebendiger. Die Geschichte rund um das tatsächliche Geschehen und um das Verschwinden bietet einige dramatische Elemente, die die Spannung im Laufe des Romans immer höher treiben. Auch dass sich langsam herauskristallisiert, wer der wirkliche Mörder Wyns ist, tut der Spannung keinen Abbruch. "Die Schuld jenes Sommer" zeichnet sich aus durch die hohe Intensität und Spannung, die im Laufe der Handlung immer weiter aufrecht erhalten werden. Es ist ein Roman, der seinen Leser in den Bann zieht, ihn am Geschehen teilhaben lässt und nicht mehr loslässt. Die Geschichte rund um das Verschwinden von Wyn und Davy ist so bewegend wie authentisch. Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr ansprechend, sodass ich diesen Roman kaum aus der Hand legen konnte.

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April 1942. Die englische Stadt Bath wird angegriffen. In diesem Tumult verschwindet der kleine Davy. Frances, die auf ihn achten sollte, hat schwere Schuldgefühle, da ihre beste Freundin, Davys Tante, vor 24 Jahren ebenfalls spurlos verschwand. Es wurden nur Teile ihrer Kleidung gefunden. Die dunklen Schatten der Vergangenheit sind bis heute Teil von Frances' Leben. Sie weiß, dass ein Unschuldiger für den Mord an ihrer Freundin getötet wurde. Ihr fällt nicht ein, was sie damals beobachtete, als sie Wyn zum letzten Mal sah. Frances ist fest entschlossen, das Rätsel um Wyns Ermordung und Davys Verschwinden zu lösen. Die Charaktere sind gut gezeichnet und haben Tiefgang. Die Geschichte ist spannend erzählt und lädt zum Weiterlesen ein. Man bekommt Lust auf andere Werke der Autorin. Allerdings konnte ich nicht nachvollziehen, warum Frances sich von Davys Mutter, die gleichzeitig Wyns Schwester ist, wegen seines Verschwindens solche Vorwürfe und Beschimpfungen gefallen lässt. Frances ist letztendlich die Einzige, die unermüdlich nach ihm sucht und daran glaubt, dass er noch lebt. Dennoch ist der Roman sehr gut geschrieben und bekommt von mir 5 Sterne. Das Bedrückende des Krieges wird in diesem Roman greifbar. Das tragische Schicksal zweier Familien lässt einen auch nach Beendigung des Romans nicht los. Falls diese Rezension noch nicht gelungen ist, möge man mir verzeihen. Es ist meine erste.

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