Leserstimmen zu
Schuld war Elvis

Rebecca Maria Salentin

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Rebecca Maria Salentin erzählt die Geschichte der jungen Hebron, die fast an der Verantwortung für ihre Geschwister zerbricht, letztlich aber doch ihren Weg findet. Angereichert ist die Geschichte mit zahlreichen Skurrilitäten, die sich eben in einer großen Familie mit facettenreichen Persönlichkeiten zutragen. Immer nur Pech mit Männern Dass Hebron, die in den 1970er Jahren in der Eifel aufwächst, auf diesen eigenwilligen Namen getauft wurde, verdankt sie ihrem Vater. Er hat Hebrons Mutter Peggy nach der Zeugung verlassen. Doch auch die weiteren Versuche, Glück in der Liebe zu finden, sind für Peggy zum Scheitern verurteilt: Der örtliche Friseur liebt sie zwar aufrichtig, stirbt jedoch bei einem Autorennen. Nach einer amourösen Affäre mit einem katholischen Mönch und einer Ehe mit einem Rastafari, der mehr Wert auf das Gedeihen seiner Haschplantage legt als auf seine Familie, muss Peggy die Familie alleine ernähren. Hebron kümmert sich um den Haushalt und die kleineren Geschwister. An dieser Last zerbricht sie fast und reist nach Israel, um sich auf die Spuren ihres Vaters zu machen. Dort kommt alles anders als erwartet... Die Story: zu verschachtelt Ein Blick in den Anhang des Buches, wo die handelnden Personen kurz vorgestellt werden und ein Stammbaum abgebildet ist, lässt schon erahnen, dass den Leser nicht unbedingt leichte Kost erwartet: An die 50 Personen spielen eine Rolle im Roman. Für jede dieser Figuren hat sich Rebecca Maria Salentin einen eigenen Hintergrund und eigene Plots einfallen lassen. Lobenswert, doch genau das macht es für den Leser schwierig, sich in die Handlung einzufinden und den Überblick zu behalten. Hier wäre im Sinne der Lesefreundlichkeit weniger vielleicht mehr gewesen. Mein Fazit Trotz des schwierigen Zugangs zur Handlung erweist sich Rebecca Maria Salentin als große Erzählerin mit leichtem und lockerem Stil. „Schuld war Elvis“ empfiehlt sich allerdings nicht für Leser, die täglich nur ein paar Seiten lesen möchten. Dieses Buch sollte besser in einem Rutsch gelesen werden. Der Autor Harry Pfliegl gehört zum Autorenpool von Detlef M. Plaisier [Der Mann für den Text] Leipzig

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Hebron wächst als uneheliches Kind ihrer Mutter, in deren Haushalt auf. Und das zu einer Zeit, in der eine alleinerziehende Mutter so gar nicht zum guten Ton gehört, was zum ersten handfesten Skandal ihres noch so jungen Lebens führt. Auf der Beliebtheitsskala recht weit unten, tragen ihr nicht stillstehendes Mundwerk, sowie ihr etwas gewöhnungsbedürftiges Äußeres und die Eigenschaft der Mutter weitere Kinder ohne Ehemann in die Welt zu setzen, nicht gerade dazu bei, dies zu ändern. Eine Last, die von den zwei Frauen mal mehr, mal weniger schwer getragen wird. Während ihre Mutter das Gefühl hat von der Fürsorge der Familie und deren Neigung sich überall einzumischen, erdrückt zu werden, wünscht sich Hebron, die sich dort ein wenig fehl am Platz fühlt, nichts sehnlicher als ihren Vater kennenzulernen und ihre Wurzeln zu finden. Rebecca M. Salentin erzählt die Geschichte zweier Familien, die über mehrere Generationen in vorgegebene Rollen gepresst werden, ohne es zu bemerken. In beiden Familien sorgt das Vertuschen von Begebenheiten und Wahrheiten dazu, dass immer wieder Kinder das Gefühl haben, sich auf der Suche zu befinden, ohne zu wissen, wonach überhaupt. Die Schreibe der Autorin ist locker, flüssig, mit einem Hauch Sarkasmus und einem Hang zur Dramatik, der alle Figuren des Romans schonungslos ausgesetzt werden. Das Leben ist kein Zuckerschlecken! Salentin neigt jedoch ein wenig zur Langatmigkeit. Der Leser kann jede ihrer Figuren – und ist es noch so ein kleiner Nebencharakter – in einem zum Teil unnötigen Bereich seines Lebens begleiten. Etwas für ganz Interessierte oder eben Neugierige, lenkt mich aber zu viel von der eigentlichen Handlung ab. Von der Grundidee ist der Roman eine gute Geschichte. Über Identität und der Schwierigkeit sich selbst zu finden. Eine Herausforderung, die noch mehr ausufert, wenn die Familiengeschichte so wenig rund läuft, wie die Hebrons. Prinzipiell hat mir „Schuld war Elvis“ gefallen. Noch mehr, wenn das Buch etwas kürzer gewesen wäre.

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Eine etwas andere Familiengeschichte!

Von: Atelier Maikind

18.06.2015

Willkommen im Leben von Hebron Pech! Hinter ihrem außergewöhnlichen Namen steckt eine noch außergewöhnlichere Familie. Kaum beginnt man das Buch zu lesen wird man mitten hineingerissen ins Familienleben der Familie Pech und all ihren Mitgliedern. Anfangs dachte ich noch, dass es in diesem Roman einzig und allein um Hebron geht, naja, falsch gedacht. In den ersten circa 100 Seiten geht es nur um die Familienmitglieder und die Liebhaber der Mutter als um Hebron selbst. Wobei ich zugeben muss, dass die Mutter wirklich großes Pech mit ihren Männern hatte. Ich habe wirklich noch niemals eine Familiengeschichte gelesen, die ist wie „Schuld war Elvis“. Es ging nicht nur um diesen einen Charakter, nein, eigentlich ging es um alle und das am besten gleichzeitig. War man gerade mit der Namensgebung von Hebrons Onkel und dessen Zwilling beschäftig, dann wird man mir nichts, dir nichts einfach ins nächste Kapitel geworfen, in dem es wiederum um ein vollkommen anderes Familienmitglied geht. Zugegeben, es war manchmal einfach zu viel Information auf einmal. Zu viele Informationen hat die Autorin auch über die Umgebung geliefert. Sie hat wirklich alles so detailreich beschrieben, dass ich mich ab und an gewundert habe, wie das Buch nur 500 Seiten haben kann. Es war schon mehr als realistisch. Alle Gerüche, Gefühle und Geräusche sind wirklich sehr genau beschrieben und umschrieben wurden. Leider war das für mich ein großes Problem, da ich über den umfangreichen Beschreibungen gerne den eigentlichen Inhalt vergessen habe. Außerdem wurde das Buch dadurch wahnsinnig langatmig. Zuletzt schauen wir uns das Cover an. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich dieses Design wirklich sehr schön finde. Mir viel dieses hübsche Cover als auch allererstes ins Auge. Es ist einfach perfekt für diesen Roman. Mir gefällt der Kleidungstil der Frau, der zur Zeit der 60er Jahre passt. Eine Familiengeschichte der etwas anderen Art. Hebron und ihre gesamte Verwandtschaft bekommen gute 4 von 5 Sterne. ★★★★☆

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Dies soll die Geschichte von Hebron sein. Aber es ist die Geschichte einer ganzen Sippe. Am Ende findet man einen Stammbaum, um überhaupt den Überblick zu behalten, wer wer ist und wozu er gehört. Und leider ging es mir während des Lesens auch so. Wer gehört nun wohin, das habe ich mich häufiger gefragt. Eigentlich ist das Buch eine Familiengeschichte, Eltern 9 Kinder, etliche Enkel. Ja eigentlich, aber im Buch wird daraus ab und an ein Verwirrspiel. Die Handlung spielt in der Eifel in der Ecke um Düren, Vossenack ab und an auch Schmidt, später Rurbroich. Viele Orte kenne ich von Urlauben aus Kindheitstagen. Das macht mir die Handlung sympathisch. Die Menschen der Gegend versteh ich was ihre Mentalität angeht. Oft knorrig aber meist liebenswert. Hebron ist die Hauptfigur.Ihr Vater der nach Israel geht, zurück zu seinen Wurzeln. Ein Vater, den nie sie kennengelernt hat. Willy, der Stiefvater, der tödlich verunglückt. Ein Leben mit ihrer Mutter und Halbgeschwistern. Ein Leben das Sehnsüchte in ihr weckt. Den Vater will sie suchen. Das ist die Hauptgeschichte. Daneben gibt es dann etliche Geschichten, die der Großeltern, die ihrer Mutter, ihres leiblichen Vaters, der ganzen Großfamilie, der Leute im Ort und der Menschen in Rurbroich. Das Buch ist nett, aber anstrengend zu lesen. Es fällt schwer den Überblick zu behalten. Insgesamt aber eine nette Familiengeschichte, typisch für das Leben in der Gegend.

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Die in Leipzig lebende Autorin legt einen Familienroman vor, der viele Personen über vier Generationen zwischen Deutschland, Polen und Israel begleitet - ich habe die Namen, die im Stammbaum, der zum Buch gehört, nicht gezählt. Inmitten einer Eifler Großfamilie, deren Mitglieder ebenso stur wie lebenslustig sind, wird in den siebziger Jahren Hebron Maria Magdalena Hunger geboren. Den eigenwilligen Vornamen verdankt sie ihrem Vater, der sich nach der Zeugung in seine Heimat Israel abgesetzt hat. Hebrons Mutter Meggy hatte oft Pech mit den Männern: Vom örtlichen Friseur bekommt sie Zwillinge. Der hätte sie gern geheiratet – wäre er nicht bei einem Autorennen ums Leben gekommen. Der Vater ihres Sohnes Francis ist ein katholischer Mönch, und Ben Omars Erzeuger Hadschi ist ein Rastafari mit Hundehaufenfrisur, dem seine Haschplantage wichtiger ist als die Kindererziehung, während Meggy die Familie ernährt. Die bunte Schar bewohnt ein windschiefes Fachwerkhaus in einem biederen Eifeldorf und ist der Schrecken der Nachbarn. Vor allem die Zwillinge lassen sich nicht bändigen, schon gar nicht von ihrer Schwester, die fast daran zerbricht. Schließlich reist sie nach Israel, um ihren Vater zu finden. Salentin erzählt die Geschichte von Hebrons Familie in Rückblenden. So erfährt die geneigte Leserin, wie ihre Großeltern väterlicherseits im besetzten Polen die Shoah überlebten und schließlich nach Israel auswandern konnten. Während ihres Überlebenskampfes werden sie unwissentlich mit Hebrons Familie mütterlicherseits verknüpft - beide Familien verbindet mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Durch die ausführliche Schilderung der Familiengeschichte über mehrere Generationen gerät "Schuld war Elvis" streckenweise etwas langatmig und anstregend. Das Mädchen Hebron ist die Klammer, die all die unterschiedlichen Biographien und Geschichten zusammenhält, aber manchmal hätte ich mir doch gewünscht, dass der Focus mehr auf der Gefühls- und Gedankenwelt von Hebron liegt. Nachdem Hebron in Israel angekommen ist, hätte ich mir gewünscht, zu erfahren, wie es dort mit ihr und mit der Familie ihres Vaters weiter geht. Vielleicht ist das Stoff für eine Fortsetzung?

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Die in Leipzig lebende Autorin legt einen Familienroman vor, der viele Personen über vier Generationen zwischen Deutschland, Polen und Israel begleitet - ich habe die Namen, die im Stammbaum, der zum Buch gehört, nicht gezählt. Inmitten einer Eifler Großfamilie, deren Mitglieder ebenso stur wie lebenslustig sind, wird in den siebziger Jahren Hebron Maria Magdalena Hunger geboren. Den eigenwilligen Vornamen verdankt sie ihrem Vater, der sich nach der Zeugung in seine Heimat Israel abgesetzt hat. Hebrons Mutter Meggy hatte oft Pech mit den Männern: Vom örtlichen Friseur bekommt sie Zwillinge. Der hätte sie gern geheiratet – wäre er nicht bei einem Autorennen ums Leben gekommen. Der Vater ihres Sohnes Francis ist ein katholischer Mönch, und Ben Omars Erzeuger Hadschi ist ein Rastafari mit Hundehaufenfrisur, dem seine Haschplantage wichtiger ist als die Kindererziehung, während Meggy die Familie ernährt. Die bunte Schar bewohnt ein windschiefes Fachwerkhaus in einem biederen Eifeldorf und ist der Schrecken der Nachbarn. Vor allem die Zwillinge lassen sich nicht bändigen, schon gar nicht von ihrer Schwester, die fast daran zerbricht. Schließlich reist sie nach Israel, um ihren Vater zu finden. Salentin erzählt die Geschichte von Hebrons Familie in Rückblenden. So erfährt die geneigte Leserin, wie ihre Großeltern väterlicherseits im besetzten Polen die Shoah überlebten und schließlich nach Israel auswandern konnten. Während ihres Überlebenskampfes werden sie unwissentlich mit Hebrons Familie mütterlicherseits verknüpft - beide Familien verbindet mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Durch die ausführliche Schilderung der Familiengeschichte über mehrere Generationen gerät "Schuld war Elvis" streckenweise etwas langatmig und anstregend. Das Mädchen Hebron ist die Klammer, die all die unterschiedlichen Biographien und Geschichten zusammenhält, aber manchmal hätte ich mir doch gewünscht, dass der Focus mehr auf der Gefühls- und Gedankenwelt von Hebron liegt. Nachdem Hebron in Israel angekommen ist, hätte ich mir gewünscht, zu erfahren, wie es dort mit ihr und mit der Familie ihres Vaters weiter geht. Vielleicht ist das Stoff für eine Fortsetzung?

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Hebron Maria Magdalena Hunger Kein Name, den man sich sofort merken kann und ein Mädchen mit einem besonderen Hintergrund. Denn Hebron kennt ihren Vater nicht, wächst bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf und durchlebt in deren großer Familie eine Berg- und Talfahrt. Geprägt durch die verschiedensten Einflüsse, Erlebnisse und Handlungen ist es sicherlich kein leichter Lebensweg für Hebron, deren Geschichte und die der letzten zwei Generationen, hier erzählt wird. „Schuld war Elvis“ von Rebecca Maria Salentin ist eine Familiengeschichte, die ich so noch nicht erlebt habe. Wo ich zu Beginn lediglich vermutete, die Geschichte von Hebron zu erfahren, die von ihrem jüdischen Vater und ihrer katholischen Mutter gezeugt wurde, durfte ich Zuschauer einer Geschichte sein, die ihre komplette Familie betrifft. Dabei lernte ich nicht nur ihrer Mutter, samt Geschwister kennen, nein, auch die Großeltern von beiden Seiten, deren Flucht vor den Nazis und deren Geschichte sind ebenso ein Teil, wie die Kindheit und Jugend von Hebron und ihren Geschwistern, viele Jahre später. Rebecca Maria Salentin hat mit ihrem Schreibstil für mich eine Tür geöffnet. So trat ich regelrecht ein und war bei unterhaltenden und lustigen Geschichten der Familie dabei, erfuhr aber auch von Trauer, Unrecht und sorgenvollen Episoden und wollte so manches Mal einschreiten, als Meggie, Hebrons Mutter, mal wieder einen Fehler beging. Die Autorin berichtete dabei so ausführlich, dass ich selbst Gerüche in der Nase hatte und vertraut wurde mit der Umgebung und den Eigenarten. Die Familie Hunger, die hier eine zentrale Rolle spielt, ist durch ihre große Personenzahl und deren Erlebnisse, dabei ein zentraler Punkt im Buch. Was mir hier sehr gut gefallen hat, war der ernste Erzählton, der durchaus angemessen war, aber mit kleinen lustigen Erzählungen aufgelockert wurde und sehr gut unterhielt. Für mich war „Schuld war Elvis“ eine kleine Überraschung, die ich gerne gelesen habe und durchaus empfehlen kann. Mein Fazit: Auf der Suche nach einer Familiengeschichte, die ein wenig anders und auch etwas anspruchsvoller ist? „Schuld war Elvis“ hat so viele Facetten, dass mir die Worte fehlen sie alle zu benennen. Ich weiß nur, dass es ein unterhaltendes Buch ist, dass Lesespaß in sich trägt.

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„Und Hebron schrie“. Das ist der erste Satz dieses Entwicklungsromans mit vielen Facetten, um viele Ecken herum und, vor allem, mit vielen, vielen Beteiligten. Nichts Besonderes, könnte man sagen, dass ein Kind bei seiner Geburt ordentlich schreit, doch Hebron hört nicht auf zu schreien. Außer, sie wird gefüttert. Dann ist kurz Ruhe, ansonsten schreit sie die ersten 9 Monate ihres Lebens durch. Bis sie feste Nahrung entdeckt, dann ist endgültig Ruhe. Aber dieses „In-sich-hineinstopfen“, das wird ein Lebensbegleiter werden für dieses „Mädchen aus besonderen Umständen“ . Unehelich. Und das in der Eifel Ende der 60er Jahr. In diesem in sich verzweigten Netz von Beziehungen, in denen irgendwie alle mit allen bekannt, verwandt, verschwägert sind. Eine Geburt, die in gewisser Form auch den Startschuss bildet für das Eindringen des „modernen Lebens“ der erwachenden Jugend zu jener Zeit. Für die Hebrons Mutter Meggy symbolisch mit ihrem alles andere als gewöhnlichen und angepassten Lebensweg und Lebenshaltung steht. „Weglaufen muss ich. Weg, weg von beiden“, das ist der Drang, den die heranwachsende Hebron mehr und mehr ins ich spürt. Ein Mädchen, eine junge Frau später auf der rastlosen Suche nach sich selbst, umgeben von einer schier unübersichtlichen Zahl von Verwandten mit äußerst ausgeprägten und sturen Persönlichkeiten, wie es der Landschaft entspricht. Bis es aber soweit wieder sein wird, dass es heißt: „und Hebron schrie“ (was auch der letzte Satz des Buches ist), dann aber aus anderen Gründen, bis Hebron sich selbst und ihren Weg (der sich am Ende als doch etwas unprätentiös heraus stellen wird) gefunden hat, wird viel Zeit und vieles an kleinen Ereignissen von Salentin im Buch geschildert und auf den Weg gebracht. Letztendlich scheinen diese vielen kleinen Ereignisse, diese Beschäftigung mit den einzelnen Ausprägungen der Familienmitglieder, der Schwestern Meggys, der Eltern, der entfernteren Verwandten, der Leute im Dorf und der kleinen Stadt das eigentliche der Darstellung zu sein. Gehalten von der erzählerischen Klammer der Entwicklung Hebrons nutzt Salentin den Raum des Buches, um ihrer eigenen Heimat (Eschweiler in der Eifel) eine ausführliche und sehr differenzierte Darstellung in der Lebensweise und den kantigen Persönlichkeiten zu verleihen (bis hin zum Vater Hebrons, den diese in Israel dann wieder finden und antreffen wird, der aber zu Zeiten auch beide Füße auf Eifeler Erde gestellt hatte). Das ist vielfach „mitten aus dem Leben“ gegriffen, sympathisch, abschreckend, mit warmem Humor und Irritationen versehen, es ist vor allem sehr, sehr viel an kleinem Geschehen und „Personal“, das es dem Leser auf Dauer auch erschwert, den „roten Faden“ im Auge zu behalten und sich auf die Kernpersonen des Romans wirklich konzentrieren zu können. Mit Teils zu bedeutungsschwangerem Ausdruck und zu verzweigtem Geschehen bleibt ebenfalls die Frage offen, warum für dieses „innere Offenbarung“, die Hebron erleben wird, wirklich ein so langer innerer wie äußerer Weg nötig ist. Alles in allem eine sehr dezidierte Schilderung verschiedenster Persönlichkeiten und der Ereignisse in deren Leben und mit- und untereinander, eine sorgfältige und sehr detaillierte Darstellung des „Eifeler Lebens (-Gefühls und – Praxis)“, die flüssig erzählt wird, aber nicht durchgehend fesselt. Heimat- und Entwicklungsroman ebenso, wie eine Art biographischer Roman.

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