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Leserstimmen (80)

Paula Hawkins: Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst. Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7645-0523-3

Erschienen: 24.05.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Sehr spannend, wenn auch zutiefst verwirrend

Von: Myrcella Datum : 26.09.2017

kaiserinvivien.blogspot.de/

Persönliche Meinung



Das Cover:

Das vorwiegend in Blautönen gehaltene Buchcover hat mir hier richtig gut gefallen zur Geschichte. Für einen Thriller dieser Art war das Cover richtig gut gestaltet und würde mich dazu verleiten, den Klappentext durchzulesen.


Die Handlung:

Die eigentliche Handlung zu beschrieben, fällt mir hier ein bisschen schwer, das es mehrere Handlungsstränge und sehr viele Charaktere gibt und zudem der Inhalt auch ein wenig komplex ist.

Julia Abbott ist alles andere als begeistert, als sie der Tod ihrer Schwester Nel zurück in ihren Heimatort Beckford führt. Mit ihm - und auch ihrer Schwester - verbindet sie Erinnerungen an eine unglückliche Kindheit und ein schreckliches Ereignis. Die Erklärung der Polizei, dass Nel Selbstmord begangen haben soll, kann und will sie nicht glauben. Trotz Nels Faszination für den Ort, der sich Drowning Pool nennt und der in der Vergangenheit immer wieder ein Ort war, an dem Frauen starben, sieht sie keinen Grund für einen Selbstmord ihrer Schwester. Eher scheint ihr da schon Nels Satz passend, dass der Drowning Pool ein Ort sei, um unbequeme Frauen loszuwerden. War Nel eine solche Frau? Ehe Julia sich versieht, steckt sie mittendrin in den Ereignissen, die zu Nels Tod geführt haben und die jede Menge dunkle Geheimnisse und zerstörerische Emotionen nach oben spülen, die besser verborgen geblieben wären...


Die Autorin hat das sehr geschickt angestellt, mehrere Handlungen zu einem großen Ganzen zu verweben und den Leser mehrmals auf den Irrpfad zu führen.

Viele Erzähler wechseln sich hier in schnellen Intervallen ab manche berichten in der ersten Person, andere in der dritten Person, was ich persönlich manchmal recht anstrengend fand.

Der Roman spielt geschickt damit, dass Wahrheiten und Erinnerungen sich im Laufe der Zeit verändern können. Was ist wirklich passiert? Was glauben wir, dass passiert sein könnte? Was haben andere uns erzählt, dass unsere Erinnerung beeinflusst?
In wechselnden Perspektiven erzählen unterschiedliche Protagonisten aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit ihre Sichtweise der Ereignisse. Dabei geht es nicht nur um Nels Tod, sondern auch um frühere Todesfälle und ihre Beziehung dazu. Nel hat mit ihren Nachforschungen über die Historie des Drowning Pools einige alte Wunden aufgerissen und sich mit ihren Spekulationen im Ort nicht beliebt gemacht.

Es wird absichtlich mit der Psyche des Lesers gespielt, um diesen geschickt immer wieder sprachlos zu machen und zu verwirren.
Die meisten Charaktere waren mir durchweg unsympathisch jedoch kamen diese trotzdem sehr authentisch rüber. Der Schreibstil ist wie von der Autorin erwartet wieder mal richtig genial, wenn auch manchmal recht anstrengend und verwirrend.


Fazit:
Da mir das Buch „The Girl on the Train“ schon sehr gut gefallen hatte, musste ich dieses Buch aus der Feder selbiger Autorin natürlich lesen. Meine Erwartungen waren groß, jedoch wurden sie auch erfüllt. Mit „Into the Water“ schafft es die Autorin erneut, uns Lesern einen sehr komplexen Thriller mit viel Spannung und nervenaufreibenden Szenen zu bieten. Ganz klar meine Leseempfehlung hierfür mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen.

Gut aber nicht überragend

Von: Ein Hauch von Bücherwind Datum : 08.09.2017

https://www.facebook.com/Ein-Hauch-von-Bücherwind-827547944058668/

Ich muss sagen, dass "Girl on the train" von der Autorin mich trotz guter Idee nicht zu hundert Prozent mitreißen konnte, aber ich fand das Cover und den Klappentext von "Into the water" wirklich interessant, so dass ich mich sehr auf das Buch gefreut habe. Leider merkt man schon am Anfang, dass auch hier die verschiedenen Charaktere, trotz Bemühungen, sehr unnahbar sind. Die Geschichte wird aus vielen Perspektiven erzählt, was Abwechslung bietet, für manche aber verwirrend sein könnte. Vielleicht hätte man besser ein oder zwei Charaktere weggelassen und den übrigen mehr Leben eingehaucht. Die Spannung ließ ziemlich schnell nach, ich hätte größere Enthüllungen gegen Ende erwartet, aber leider konnte man sich ziemlich schnell alles zusammenreimen. Schade, denn man hätte viel mehr rausholen können. Am Schreibstil habe ich aber nichts auszusetzen, der war sehr angenehm zu lesen. Das Buch ist ein netter Zeitvertreib, der einem schöne Lesestunden bereiten kann, einen Bestseller sehe ich aber wie schon beim vorherigen Buch von Paula Hawkins nicht in "Into the water".

Für alle, die ihre Romane gern mit mehr eindringlicher Würze mögen

Von: Bröselchen Datum : 04.09.2017

www.broesels-buecherregal.de

Nach dem erfolgreichen Weltbestseller „Girl on the Train“ tritt Paula Hawkins mit ihrem neuen Spannungsroman „Into the Water“ erneut ins Rampenlicht.

Nel Abbott rief in den letzten Tagen vor ihrem Tod ihre Schwester Julia an: „Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …“. Nun ist Nel tot, angeblich sei sie gesprungen. In den Drowning Pool, in dem Ort, der so viele Erinnerungen begraben hält. Julia hat Angst, muss aber zurück nach Beckford um sich um ihre Nichte zu kümmern und der Gewissheit nachzugehen, dass ihre Schwester Nel niemals gesprungen wäre.

Als persönlicher Fan von „Girl on the Train“ habe ich mich sehr auf die Erscheinung des neuen spannenden Roman der aus Harare (Simbabwe) stammenden Autorin gefreut. Hier zeigt Paula Hawkins eine etwas andere Seite ihres bisher üblichen Stils, denn insgesamt erzählen alle Kapitel abwechselnd mehr als nur von einer Handvoll Menschen, was zu Irritationen führen kann. Es kann jedoch auch ausbleiben, wenn man die Kapitel einfach wegliest, dazu bietet es sich nämlich trotzdem sehr gut an.

Unterschiedliche Sichtweisen einer Geschichte werden miteinander verwoben, aus verschiedenen Perspektiven erzählt und bekommen letztlich doch wieder einen ungeahnten Twist – diese Raffinesse ist das, was ich an Paula Hawkins‘ Büchern so schätze.

Auch wenn der Plot an der ein oder anderen Stelle überzeugender hätte sein können, mag ich den düsteren Gruselfaktor, das Spielen mit Wahrnehmung und Wahrheit und dass sich die mehr als 400 Seiten nie so anfühlen, weil sie nur so zwischen den Fingern hindurchrinnen. Für Thriller-Fans ist „Into the Water“ vielleicht etwas zu mild, aber für alle, die ihre Romane gern mit mehr eindringlicher Würze mögen, ein passender Begleiter.

Vertraue keinem...

Von: Michele F Datum : 29.08.2017

https://www.instagram.com/buechereulen_/

Ich habe das Buch Teilweise als Hörbuch und teilweise als Buch gelesen, da mich anfangs keins von den beiden wirklich überzeugen konnte auch wenn es nach einiger Zeit etwas besser wurde. Meiner Meinung nach gibt es in dem Buch keine wirkliche Handlung, was dazu führt das irgendwie alle total durch einander ist und verwirrend ist. Das Buch hatte trotzdem seine höhen und tiefen und ich fand es an manchen stellen auch wirklich richtig gut, was leider nicht lange anhielt. Ich habe mich Anfangs wirklich total auf das Hörbuch bzw. Buch gefreut, wurde aber leider enttäuscht. Da ich einfach mehr vom Buch erwartet hatte. Das Buch würde ich selbst nicht noch einmal lesen, aber es ist auch vielleicht nicht mein Geschmack gewesen.

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Besser als erwartet!

Von: hellomybook Datum : 20.08.2017

hellomybook.wixsite.com/hellomybook

In keinem Buchhandel ist man um dieses Buch herumgekommen. Überall wurde groß angeprangert: „Der neue Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train!“ Und dann kamen die ersten Blogger-Reaktionen zu dieser Neuerscheinung: langweilig, dahinplätschernd wie der Fluss, in dem es in diesem Buch geht, belanglos. Schlecht. Ich habe mich dieses Buches bemächtigt, meine Erwartungshaltung drastisch heruntergeschraubt, mit der Warnung im Hinterkopf, dass es sich hier eher um ein Familiendrama handelt als ein Roman mit Thriller-Elementen, wie man nach dem Klappentext hätte erwarten können. Und was ich letztendlich von diesem neuen Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train halte, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Der Leser wird ohne große Hintergrundinformationen in das Szenario geworfen, um das einmal bildlich auszudrücken. Was erst für große Irritation sorgte, machte später große Freude: zu beobachten, wie sich die verschiedenen Geschichtenstränge langsam miteinander verweben und verbinden, bis sie auch für den Leser ein vollständiges Bild ergeben. Und das tun sie, denn glücklicherweise bleiben nach dem Roman keine großen Fragen mehr offen. Das Buch ist geprägt von einer sehr ruhigen Erzählweise, die die stimmige, beklemmende Atmosphäre gelungen untermalt. Die Autorin präsentiert uns zahlreiche, plastische Charaktere, die einem im Laufe des Romans beinahe vertraut werden, sodass man zunehmend das Gefühl bekommt, sich auf bekanntem Terrain zu bewegen. Herauszuheben ist meiner Meinung nach auch, dass mit unterschiedlichen Figuren auch unterschiedliche Schreibstils an den Tag gelegt werden, was ich bemerkenswert finde und einen gelungenen Effekt hervorruft. Nachteil an dieser Schreibweise ist, dass das Buch keine wirklichen Höhepunkte aufzuweisen vermag, was beim Lesen nicht sonderlich negativ auffällt, lässt man das Buch aber einige Tage auf sich wirken, so hat es durch diesen stetigen Fluss keine Substanz, da es keine hervorstechenden und sich ins Gedächtnis grabende Elemente gibt. Der Roman kommt also sehr unscheinbar daher, aber wenn man tatsächlich von Beginn an von einem Familien-, oder besser gesagt Dorfdrama ausgeht, kann man mit „Into The Water“ gut beraten sein, da das geboten wird, was man erwartet. Der Roman ist zwar nicht tatsächlich fesselnd, aber gelungene Unterhaltung bietet er allemal. Und den fast durchweg negativen Rezensionen schließe ich mich hiermit nicht an.

„Into The Water“ ist also ein Roman, der ein gelungenes Szenario in den Raum wirft und es für den Leser spannend ist, zu beobachten, wie die verschiedenen Charaktere mit der Situation umgehen, und wie sich die verschiedenen Geschichtenstränge miteinander verbinden. Da mich das Buch nach den negativen Meinungen im Vorfeld dann doch positiv überraschen konnte, löse ich das Dilemma, bei welchem ich zwischen drei und vier Sternen bei der Gesamtwertung schwanke, zugunsten des Buches, dem neuen Spannungsroman der Nr.1-Bestsellerautorin von The Girl On The Train.

Nichts ist, wie es scheint...

Von: buch-leben Datum : 19.08.2017

buch-leben.blogspot.de

Ich gebe zu, in dieses Buch bin ich richtig schwer hineingekommen. Die Handlung setzt unvermittelt ein, ohne dass man die Personen kennenlernt. Das geschieht erst nach und nach. Auch die Perspektiven ändern sich ständig und man braucht eine Weile, bis man die Beziehungen der Personen untereinander versteht und Verbindungen herstellen kann. Etwas verwirrend war auch, dass Nels Sicht in der Ich-Form verfasst ist, genauso wie die ihrer Nichte. Allerdings hilft es, dass auf jeder Seite unter der Name steht, von wem gerade berichtet wird. So lassen sich die größten Verwirrungen vermeiden.

Nach etwas 80 Seiten habe ich das Buch erstmal für knapp zwei Wochen pausiert. Ich kam einfach nicht wirklich rein und war von der Geschichte nicht gefesselt. Ich wollte der Geschichte aber noch eine Chance geben und muss sagen, es wurde immer besser, nachdem sich der Nebel gelichtet hatte und ich langsam in die Geschichte hineinkam.

Allerdings hatte die Story auch Längen, in denen es nicht wirklich vorangeht. Man baut auch nicht wirklich Beziehungen zu den einzelnen Personen auf, selbst die Protagonistin Nel war mir zu unnahbar, als dass ich wirklich mitgefiebert hätte.

Zum Schluss geht es dann recht schnell und es wird sehr viel aufgeklärt, aber auch einiges offen gelassen. Sehr schön fand ich, dass man am Ende nochmal allen Personen, die für die Handlung wichtig waren, begegnet und einen Blick auf ihre Zukunft erhält.

Insgesamt war das Buch in Ordnung und zwischendrin konnte es mich auch fesseln. Allerdings hätte ich mehr Spannung und Action erwartet, die Längen und auch der undurchsichtige Anfang konnte mich nicht überzeugen. Aus diesem Grund gibt es von mir 3 Sterne.

Rezension zu Into the Water

Von: Bücherhexen - Hexe Sasi Datum : 18.08.2017

https://buecherhexenwelt.blogspot.de

Hallo ihr Lieben!

Erstmal danke an Randomhouse, blanvalet und an das Bloggerportal, dass ich das Buch lesen durfte.
Ich habe mich unendlich darauf gefreut. Einfach weil ich so viel Gutes davon gehört habe. Viele Rezensionen erzählten über ein mysteriöses Ende, unerwartet und sehr geheimnisvoll. Außerdem liebe ich das Cover einfach.

Cover:
Wie oben schon erwähnt, hat mich das Cover so mitgerissen und ich liebe es auch immer noch. Es ist so schön. Allein das Blau und das Foto der Wellen, die auftreten, wenn ein Tropfen oder ein Stein auf Wasser auftrifft. Dazu dieser geheimnisvolle Untertitel: Traue keinem. Auch nicht dir selbst. Erst beim zweiten Hinsehen habe ich gesehen, dass sich im Wasser zusätzlich etwas spiegelt (ich verrate es mal nicht, für den Fall, dass noch jemand am Anfang auf den Schlauch steht so wie ich).
Das Cover regt also definitiv zum Lesen an! So muss das sein!

Schreibstil:
Der Schreibstil ist etwas anstrengend. Ich habe mich sehr durch das Buch gequält…
Dabei weiß ich nicht mal woran das lag. Aber es kam einfach keine Spannung hoch. Dazu kam einfach die Perspektive.
Es wird insgesamt aus verdammt vielen Sichten geschrieben (dazu komme ich gleich) Aber vor allem wird bei einer Person so geschrieben: Ich sah dich wie du dies machtest. Wie du das machtest. Wie du dies. Wie du...
Wenn ihr so einen Schreibstil hasst… Ich hatte echt Schwierigkeiten damit.

Charaktere:
Kommen wir zum schwierigen Teil des Buches… Die Charaktere… Und nun kommen wir zum wirklichen schweren Teil der Rezension. Ich kann euch nichts zu denen sagen.
Ja ich habe das Buch gelesen. Und ja, zu einigen ist was hängen geblieben. Zu Jules, Lena, Helena und Patrick und Sean. Das waren für mich persönlich die wichtigsten Charaktere. Aber es gab noch weitere Charaktere. Viel zu viele. Aus deren Sichten wurde auch erzählt. Viel zu viel erzählt. Zu uninteressant für die Geschichte. Zu langweilig. Jeder hatte seine Geschichte. Manche Charaktere hatten zwar eine kleine Entwicklung. Aber sonst? Es gab nicht wirklich ein Punkt wo ich sagen konnte: Ja mit der oder dem kann ich mich identifizieren. Den oder die mag ich. Sie waren mir alle gleichgültig.

Inhalt:
Der Inhalt. Ja der Inhalt. Was soll ich euch dazu sagen? Ohne euch zu verraten um was es geht?
Ist der Inhalt logisch aufgebaut? Vielleicht. Warum vielleicht? Für einige ist er das. Für einige nicht. Für mich nicht. Ich habe keinen richtigen Sinn dahinter gefunden. Für mich war das alles ein durcheinander. Ich habe das Ganze als ein willkürliches Schreiben empfunden. Hauptsache irgendwie Verwirren ohne irgendeinen Sinn dahinter. Klar, es gab einen Anfang, es gab eine Handlung, es gab ein Ende. Aber es baute so unnatürlich unsinnig aufeinander auf. So langweilig. Es war keine Achterbahnfahrt. Es war nicht so, dass ich gesagt hätte: Wow was passiert jetzt?
Dazu die gefühlt 1000 Sichtweisen. Was will ich mit so vielen?
Leider taten die dem Buch so gar nicht gut.

Fazit:
Es ist jetzt zwei Tage her, seitdem ich das Buch beendet habe. Zwischendurch habe ich mich gefragt: Hast du zu lange gebraucht? Hast du viel zu viel Zeit verstreichen lassen zwischen den Leseabständen? Ist es deswegen so?
Ich habe mir vorgenommen, dass Buch irgendwann zu rereaden. Bis dahin gebe ich dem Buch 1 Stern.
Weil es mich einfach so gar nicht umhaut. Außerdem verstehe ich so üüüberhaupt nicht, warum einige sagen, dass man selbst am Ende nicht weiß, wer der Mörder ist ^^´´

Leider eher wie ein schlechter Tatort als ein guter Thriller. Schade!

Von: somethoughtsonbooks Datum : 02.08.2017

www.somethoughtsonbooks.com

Ich habe mich tierisch darüber gefreut, dass endlich das zweite Buch von Paula Hawkins rausgekommen ist, nachdem mich „Girl on the Train“ so begeistert hatte. Nach den ersten fünfzig Seiten habe ich allerdings sehr schnell gemerkt, dass die Story für mich nicht ansatzweise an ihr Thriller-Debüt rankommt. Das Buch lebt vom Perspektivenwechsel, ein Schreibstil den ich zu schätzen weiß, wenn er nicht im Überfluss genutzt wird. Jules, Josh, Nickie, Lena, Mark, Louise - und das sind nur ein paar der Figuren, die ihre Gedanken auf den ersten fünfzig Seiten mit mir teilen und es mir schwer machen in die Geschichte einzusteigen. Neben den Perspektivenwechseln gibt es Zeitsprünge in die Vergangenheit des Opfers und dessen Schwester, oder es werden Seiten aus dem Schriftstück „The Drowning Pool“ wiedergegeben. Sprich viele verschiedene Perspektiven, die es mir erschwert haben, in die Story reinzukommen.
Zwischenzeitlich hat mich der Erzählstil außerdem sehr an "Wer war Alice" erinnert - ein Buch, das mich ebenfalls nicht ganz begeistern konnte.
Zu Beginn hatte ich noch die Hoffnung, dass es nur etwas Zeit braucht, damit das Buch mich begeistert. Bei „Girl on the Train“ war es ähnlich, die Hauptperson hat mich zu Beginn mit ihrer Trägheit sehr aufgeregt, am Ende war es allerdings vergessen, weil die Story mich einfach gepackt hat. Leider hat „Into the Water“ das nicht geschafft. Die Charaktere wirkten auf mich alle eher etwas „verrückt“, wie z.B. die alte Nickie, die mit Toten spricht oder auch Erin, die in keinster Weise das ausstrahlt, was eine Polizistin ausstrahlen sollte. Mir fehlte in diesem Buch zumindest eine Person die Profil, Persönlichkeit und Stärke beweist. Auch das Ende überraschte nicht wirklich und war für mich ernüchternd.

Was mir besonders gefiel:
Mir fiel es schwer das Buch zu Ende zu lesen und ich war kurz davor es wegzulegen. Einen richtig positiven Punkt kann ich demnach leider nicht nennen.

Was mir fehlte:
Mir fehlt eine Spannungskurve - wann sollte der tatsächliche Höhepunkt der Geschichte sein? Außerdem fehlen mir Charaktere mit Profil. Jede Person hat seine eigene Last oder Vergangenheit mit sich zu tragen. Das Opfer Jules scheint mir die stärkste Person zu sein, die aber deshalb ihr Leben geben musste.

Mein Gesamteindruck:
Das Buch kommt für mich in keinster Weise an „Girl on the Train“ ran und ist für mich absolut enttäuschend. Der Untertitel „Traue keinem. Auch nicht dir selbst.“ gibt für mich nicht die Geschichte wider. Es scheint mir eher wie ein schlechter Tatort als ansatzweise ein Thriller zu sein.

Verwirrspiel ohne richtige Handlung

Von: Cross Datum : 31.07.2017

www.upsidedownkingdom.net/

Über zehn Charaktere, aus deren Sicht erzählt wird (wobei bei bestimmten die Ich-Erzählform, beim Rest der auktoriale Erzähler angewandt wird), eine in der Gegenwart spielende Handlung verknüpft mit Rückblenden und ein bewusst verworrenes Konstrukt - Paula Hawkins machte mir den Einstieg in ihren zweiten Roman "Into The Water" alles andere als leicht. Einigen Rezensionen entnahm ich bereits vorab, dass viele aufgrund der immens vielen Namen verständlicherweise Probleme damit hatten, die Charaktere auseinander zu halten und schon vor den ersten 100 Seiten das Handtuch schmissen. Aufgrunddessen legte ich mir tatsächlich eine Namensliste mit kurzen Stichworten zu, um bei Bedarf während des Lesens einen Blick darauf werfen zu können. Dieser Entschluss stellte sich als goldrichtig heraus, denn dieses simple, aber effektive Hilfsmittelchen zog ich tatsächlich bis etwa zur Hälfte des Buches zu Rate. Bei dieser Art der Erzählung darf man als Leser, der sich erst in der Geschichte zurechtfinden muss, wahrlich nicht leicht zu frustrieren sein. Dank Hawkins' Schreibstil kam ich dennoch flott voran, merkte jedoch bald, dass in dem ganzen Verwirrspiel aus Namen und Erzählsträngen ein ganz wichtiger Aspekt fehlt: die Handlung. Ein Spannungsbogen wurde somit nicht aufgebaut und beim Beenden des Buches fühlte ich nur eines: Ernüchterung und Erleichterung, dieses Wirrwarr hinter mir zu haben.

Fazit: "Into The Water" hat von allem ein wenig zu viel - zu viele Charaktere, zu viele Erzählstränge und zu viele Andeutungen und falsche Fährten. Was letztendlich auf der Strecke blieb, ist leider eine richtige Handlung, die wohl irgendwo zwischen dem dreißigsten und vierzigsten Perspektivenwechsel verloren gegangen sein dürfte.

Leider eine Enttäuschung

Von: SophieNdm Datum : 31.07.2017

sophies-leseecke.blogspot.de/

Inhalt:

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …«

In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an.
Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf.
Jetzt ist Nel tot.
Sie sei gesprungen, heißt es.
Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte.

Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen.


Meine Meinung:

Paula Hawkins erstes Buch "Girl on the Train" hat mich von der ersten Seite an komplett gefesselt und total begeistert.
Daher bin ich hier mit ähnlichen Erwartungen an das Buch ran gegangen, wurde aber leider etwas enttäuscht.

Schon den Einstieg in die Geschichte fand ich durch die vielen verschiedenen Perspektiven wirklich schwer und umständlich.

Man kennt noch keine der Personen oder die Handlung der Story und bekommt so viele verschiedene Blickwinkel auf einmal. Das hat mich ziemlich durcheinander gebracht.

Wenn man im Laufe der Story mal herausgefunden hat wer die ganzen Personen, aus deren Sicht das Geschehen geschildert wird, überhaupt sind, bekommt man einen ganz guten Überblick über die Handlung und die Beziehungen der Charaktere zueinander.

Trotzdem bleibt es verwirrend, da viele unnötige Details und Beziehungen behandelt werden.
Daher wären ein bisschen weniger Sichtweisen/ Handlungsstränge für meinen Geschmack besser gewesen.

Der rote Faden der Geschichte ist das Leben und der Tod von Nel Abbott, zeitweise wechselnd mit der Frage um Katies Selbstmord.
Sie war nahezu besessen von dem Fluss und den Klippen und findet dann ausgerechnet dort ihren Tod. Zufall? Wohl kaum.

Zudem Spielt auch ihre Schwester Jules eine Hauptrolle. Sie kommt nach Nels Tod zurück nach Beckford und muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

Julia wird anfangs als ziemlich kaltherzig und abweisend beschrieben, wobei aber auch Gründe für ihr Verhalten angeführt wurden.
Dennoch war sie mir zu keinem Zeitpunkt wirklich sympathisch, genauso wie Lena, Nels Tochter.

Fazit:

Die Geschichte dreht sich viel zu sehr um unnötige Beziehungen zwischen nicht relevanten Personen, es gab fast keine Spannung und die Auflösung wirkte auch sehr konstruiert.
Leider eine Enttäuschung für mich, sehr schade!

Ein Spannungsroman, den ich so noch nicht gelesen habe!

Von: Sophie Datum : 30.07.2017

www.sophiessofa.blogspot.com

Ist sie gesprungen, oder wurde sie gestoßen? War sie depressiv, verwirrt, wütend? Auf jeden Fall ist Nel Abbott eines – tot.
In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen.
Ihr lest, schon, der Klappentext klingt verdammt spannend, aber auch irgendwie verwirrend. Eine Leiche wird gefunden und daran hängen viele weitere Handlungsstränge, aus vergangenen Jahrhunderten, aber auch aus der Gegenwart. Ob Nel Abbott wirklich gesprungen ist, ist nach einiger Zeit nicht mehr die zentrale Frage in Paula Hawkins Spannungsroman. Vielmehr vermischen sich Geschichten zu einem riesigen Konstrukt aus ungeklärten Fragen, das sich immer weiter aufbaut und zu weiteren Fragen führt.
„Into the Water“ von Paula Hawkins ist ein ganz spezieller Spannungsroman, einer in der Art, in der ich noch keinen gelesen habe. Der Roman ist aus der Sicht vieler verschiedener Personen geschrieben, die alle das Dorf Beckford bewohnen oder dort als Polizisten vor Ort sind. Jeder hat seinen Blick auf das Geschehen, jeder hat andere Erinnerungen oder hat sich seine Erinnerungen ausgedacht. Da kommt schnell Verwirrung in die Personenkonstellation und auch in den Handlungsstrang, die nicht so einfach aufgehoben werden kann. Wer nicht konzentriert liest, ist schnell raus.
Die Geschichte selbst hat bei mir nicht so eine Faszination ausgeübt, wie andere Krimis oder Thriller. Hier geht es um die verstrickten Schicksale mehrerer Frauen, die allesamt in einem Tümpel in einem Fluss ertrinken. Die Grundidee ist natürlich spannend, aber es geht ihr schnell vom Hundertstel ins Tausendstel. Letztendlich werden drei Todesfälle auf einmal aufgeklärt, wobei der von Nel Abbott der zentrale Fall ist. Und irgendwie hängt doch alles zusammen. Für meinen Geschmack war das ein wenig viel Zusammenhang, die Idee finde ich aber wunderbar.
Auch der Schreibstil passt zu den jeweiligen Personen, selbst wenn man mal nicht auf die Unterzeile mit dem Namen geschaut hat, erfasst man recht schnell, aus welcher Sicht geschrieben wird.
Insgesamt finde ich „Into the Water“ einen gelungenen Spannungsroman, aber nicht spannend genug, um ihn ein zweites Mal zu lesen.

http://www.sophiessofa.blogspot.com

Rezension Into the water

Von: beauty_and_dm_suchti Datum : 24.07.2017

https://beautyanddmsuchti.wordpress.com

Hallo meine Lieben,



Endlich konnte ich auch Into the Water beenden. Wer mich auf Instagram (beauty_and_dm_suchti) verfolgt weiß, dass ich dieses Buch echt nicht mochte und dann auch sehr froh war als ich es fertig gelesen hatte..

Autor: Paula Hawkins

Verlag: Blanvalet

Seiten: 473 Seiten

Preis: 14,99€

Inhalt: »Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …«

In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Idee: 3/5

Umsetzung: 2/5

Schreibstill: 3/5

Cover: 4/5

Fazit: 3/5

Ich mag die Bücher von Paula eigentlich echt gerne.. Leider fande ich dieses total schlecht. Mit dem Schreibstill kam ich eigentlich immer sehr gut klar, diesmal fand ich ihn einfach nur verwirrend. Ständig musste ich überlegen, wie die Person mit den Toten in Verbindung stand oder was die Person beruflich macht. Es waren einfach viel zu viele Personen. Ich wusste auch echt lang nicht, wie ich dieses Buch bewerten sollte..

Eure Stina♥

* Diese Buch wurde mir netterweise vom Randomhouse/Bloggerportal zur Verfügung gestellt.

Puh...also wohnen möchte ich da nicht...

Von: Yvonne Datum : 23.07.2017

https://yvonneschwarz.wixsite.com/wonnisbucherparadies

Titel: "Into the Water"
Autor: Paula Hawkins
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 475

Cover:
Der Kracher schlecht hin, es sieht fast so aus als würde man aus dem Wasser schauen…und am Rand sieht man eine Person…vielleicht das nächst Opfer? Es ist ein Softcover, so dass man sich richtig gut „daran festhalten kann“. Schlägt man das Buch auf, entdeckt man hinten Werbung für „Girl on the Train“ und vorne wieder diesen schönen düsteren See...

Schreibstil:
Es war mein erstes Buch von Frau Hawkins und es gefiel mir vom ersten Satz an…ich war erschrocken das ich es so schnell durchgelesen hatte. Sie schreibt herrlich leicht, verständlich und „unverblümt“. Geschrieben wird aus der ich und allgemeinen Perspektive, ebenso erwähnenswert ist die „Aufteilung“. Denn hier wird nicht in Kapiteln, sondern in Personen geschrieben…man wird quasi mit in die Ermittlungen genommen, ohne das es verwirrt.

Inhalt:
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meinung
Wahnsinn, echt… Dies war mein erstes Buch von Paula Hawkins, Girl on the Train wartet schon im Regal auf mich. Ich fand es echt grandios, man wurde von Anfang mit hineingezogen in die Ermittlungen, so dass man mehr als einen verdächtigen hatte und bis zum Schluss blieb alles offen! Die Charaktere im Buch, oh mein Gott (ich verrate nichts!) passten zusammen, obwohl sie mehr als unterschiedlich sind.
Dass man keine Kapitel hat, sondern das immer aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben wurde, habe ich ja schon erwähnt…und ich könnte es mir auch gar nicht anders vorstellen, denn so wurde nicht nur aus einer anderen Perspektive erzählt, sondern man hatte auch Spielraum für Überlegungen…es wurden dadurch neue Intrigen, geheimnisse und Indizien aufgedeckt.

Ich finde es mehr als lesenswert. Danke dafür.

Ein richtig spannender Roman!

Von: juleisreading Datum : 22.07.2017

juleisreading.blogspot.de/

Meine Meinung:

Cover: Das Cover von "Into The Water" spricht mich sehr an, denn es sieht wirklich sehr mysteriös und geheimnisvoll aus. Und ich habe immer wieder neue Dinge auf dem Cover entdeckt, wie zum Beispiel die Frau weiter oben, die ins Wasser schaut. Außerdem sieht das blau richtig toll aus und blau ist meine Lieblingsfarbe und es passt sehr gut zum Titel des Buches.

Schreibstil: Das war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Ich wollte schon seit langem "Girl on the Train" lesen, aber kam nie dazu und deshalb ist "Into The Water" nun mein erstes Buch von Paula Hawkins geworden. Ich kann diese Frau nur loben! Ihr Schreibstil ist wirklich grandios, man fliegt als Leser nur so über die Seiten und ich konnte dieses Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil es mich so gefesselt hat. Was ich auch richtig toll fand war, dass das Buch in vielen Sichten geschrieben wurde, sodass man jeden einzelnen Charakter besser kennenlernen konnte. Auch die Kapitel waren relativ kurz, was ich aber wirklich sehr gerne mochte, denn am Ende von jedem Kapitel, gab es immer einen kleinen überraschenden Moment und deshalb hatte man immer die Motivation weiterzulesen. Ich werde definitiv mehr von ihr lesen, ihr Schreibstil ist wirklich großartig.

Charaktere: Wie schon gerade erwähnt, ist dieses Buch aus vielen verschiedenen Sichten von verschiedenen Charakteren geschrieben, die alle eine gewisse Rolle in diesem Buch spielen. Jeder einzelne Charakter hat seine Geschichte und das finde ich wirklich toll. Man lernt so viel über deren Hintergrund kennen und man lernt viele Charaktere lieben, manche aber auch hassen. Was ich vielleicht zu kritisieren habe ist, dass ich manchmal mit den ganzen Namen durcheinander kam und nicht wusste, wer wer ist, aber das war jetzt nicht ganz so schlimm, denn man kam immer wieder in die Geschichte rein und hat dann auch alles verstanden.

Inhalt: Ich möchte jetzt eigentlich nicht viel zum Inhalt sagen, denn ich möchte niemandem spoilern. Ich kann nur sagen, dass ich wirklich immer von der Geschichte gefesselt war und es keinen Moment gab, an dem ich kein Spaß an diesem Buch hatte, oder an dem dieses Buch langweilig war. Ich, als Leser, habe immer selbst mitgerätselt und wollte immer wissen, was in Beckford los ist und wieso so viele Frauen "verschwinden". Also wer sich für so eine Geschichte interessiert und gerne etwas mysteriöses möchte und miträtseln möchte, da ist dieses Buch perfekt! Ich kann es nur empfehlen, ich habe selten so ein gutes und spannendes Buch gelesen.

Guter Anfang, aber zu viele Erzählstränge.

Von: Eori Datum : 22.07.2017

https://www.instagram.com/_bookish_cat_/

Auf dieses Buch habe ich so hin gefiebert. Vielleicht konnte es deswegen meine Erwartungen nicht erfüllen. Vielleicht aber auch wegen der vielen Erzählstränge und Personen. Aber von vorne:

Optisch ist das Buch ein absoluter Hingucker! Der Titel verschwimmt im Wasser und der Name der Autorin ist Reliefartig hervorgehoben. Auf der Rückseite ist der Blick von oben in ein Gewässer. Am Rand Schatten von kahlen Bäumen, richtig unheimlich. Im Inneren sind die Kapitel aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben. Sehr positiv anzumerken ist, dass unten neben den Seitenzahlen immer der „Erzähler“ steht. Ansonsten wäre ich vermutlich noch mehr durcheinandergekommen. Und das bringt mich auch gleich zu meiner negativen Kritik: Viel zu viele Personen, deren Geschichte irgendwie zusammenhängt. Es wurde meiner Meinung nach viel zu schnell unübersichtlich, wer nun wann mit wem einmal was zu tun hatte. Auch hat mir tatsächlich die Spannung gefehlt. In keinem Teil der Geschichte konnte die Autorin so wirklich richtig in die Tiefen gehen, da es so viele Erzählstränge gab, und das hat die Spannung kaputt gemacht. Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil und die Wortwahl gut. Außerdem enden viele Kapitel mit einer Anspielung auf Wasser, einer negativen, was wirklich faszinierend gut passt.

Empfehlen kann ich dieses Buch besonders denen, die mit vielen Erzählsichten und -personen keinerlei Probleme haben.

Lieblingszitat:
S. 345: Alles war möglich. Wer Hufschläge hört, hält nach Pferden Ausschau. Trotzdem kann man nie ausschließen, dass es am Ende Zebras sind.

S. 431: [G]ering war immerhin besser als nichts. Gering war immerhin eine Möglichkeit.

Schwieriger Einstieg, aber durch und durch ein spannendes Buch!

Von: Michelles Booklove Datum : 21.07.2017

michelles-booklove.blogspot.de/

Titel: Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.
Autor/in: Paula Hawkins
Genre: Roman, Krimi
Verlag: Blanvalet
Ersterscheinung: 2017
Seitenanzahl: 480 Seiten
Preis: 14,99€ (Broschierte Ausgabe)

Julia Abott lebt abgeschottet von ihrer Familie alleine in London. Zu ihrer Schwester Danielle hat sie seit Jahren keinen Kontakt mehr, diese wohnt nämlich immer noch in der alten Heimat Beckford, in die Julia um keinen Preis wieder zurückkehren möchte. Julia ignoriert sämtliche Anrufe ihrer Schwester, doch als Nel in einem davon um Hilfe bittet ahnt Julia nicht, welche Folgen es hat diesen Anruf zu ignorieren.Kurz darauf ist ihre Schwester Nel nämlich tot und sie muss zurück nach Beckford, um auf ihre 15-jährige Nichte aufzupassen. Es heißt Nel wäre gesprungen, doch daran will Julia nicht wirklich glauben.

Dieses Buch hat mein Interesse aus verschiedenen Gründen geweckt. Zum einen habe ich bereits "Girl on the Train" von der Autorin Paula Hawkins gelesen, das mir ganz gut gefallen hat. Zum Anderen klingt aber auch diese Story super spannend und das Cover überzeugt einen bereits von der ersten Sekunde.
Zu Beginn des Buches fiel es mir schwer in die Geschichte hineinzufinden, da, wie auch schon im vorherigen Buch der Autorin, ein häufiger Sichtwechsel stattfindet und man somit viele Personen auf einmal kennenlernt. Sich den Zusammenhang der Charaktere zu merken ohne sie wirklich zu kennen ist daher sehr schwer. Außerdem ist der Schreibstil wechselhaft und daher ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Als ich aber in das Buch hineingefunden habe, hat mich die Story gefesselt. Auf jeder Seite ist es spannend und man findet immer neue Indizien, die einen jedes Mal auf eine andere Spur verleiten.
Verdächtige hat man im Verlauf der Geschichte reichlich. Manchmal fragt man sich aber doch, ob es nur ein ungewollter Unfall war. Als Leser rätselt man ganz klar mit und das gefällt mir immer so an diesem Buchgenre.
Schwierig war es den Überblick zu behalten, da man sehr auf jedes kleine Detail achten muss, davon aber so viele vorkommen, dass es einem echt schwer gemacht wird. Es lohnt sich aber dranzubleiben.
Die Charaktere waren einem teilweise sympathisch, dann aber wieder nicht. Bei den ständigen Perspektiv- und Schreibstilwechseln ist es nicht einfach einen Charakter wirklich dauerhaft zu sympathisieren. Dennoch ist es spannend jeden einzelnen Charakter zu entdecken.
Die Geschichte rund um "Into the Water" ist von meiner Seite aus klar zu empfehlen, denn auch nach ihrem ersten Topbuch, schafft es Paula Hawkins das nächste wundervolle Buch auf den Markt zu bringen. Daher vergebe ich 4/5 Sterne.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar :)

Spannung pur im typischen Hawkinsstil

Von: Nur noch eine Seite Datum : 20.07.2017

nurnochneseite.blogspot.de/

Inhalt:
Nel ist tot, ertrunken im Drowning Pool wie so viele vor ihr. Ihre Schwester Jules kann es nicht fassen. Sie hinterlässt ihr rebellische Tochter Lena und ihre Arbeit, ein Manuskript über die toten Frauen vom Drowning Pool. Damit hatte sie so einige Bewohner vom kleinen Örtchen Beckford verärgert. Ein Unfall ist ausgeschlossen sagt die Polizei, Nel wäre betrunken gewesen und gesprungen heißt es. Jules hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr mit ihrer Schwester, ignoriert ihre Anrufe, die perfekte Schwester, die doch in allem so viel besser war. Aber eins weiß Jules, sie wäre nie gesprungen.

Meinung:
Nach dem Erfolg von Girl on the Train, reicht Paula Hawkins nach.
Im typischen Hawkinsstil wird auch hier wieder zwischen den Charakteren gewechselt, was manchmal etwas verwirrend ist, aber einen guten Blick beschert. Sehr spannend und düster, ein bisschen wie Inspektor Barnaby nur wesentlich dunkler. Wenn man sich eingelesen hat kann man es nicht wieder weglegen!
Empfehlung für regnerische Tage, nichts für schnell zwischendurch.

Bewertung: 4/5 ⭐⭐⭐⭐ sehr gut

Gänsehaut und grausame Geschichte

Von: Olga Matika Datum : 19.07.2017

https://olgamatika.blogspot.de

Das Buch ist echt spannend. Jedes Kapitel habe ich meine Meinung gewechselt, ob Nel selbst gesprungen ist oder jemand hat ihr umgebracht. Ich habe in deisem Buch mindesten 4 Verdächtige.
Jedes Abschnitt(Kapitel) wird von Gesicht verschiedenen Personen geschrieben. (Ungefähr 13 Personen) In meinem Fall ist das einzige Minus vom Buch, weil ich nicht so gerne möge, wenn die Ansichtperspektive geändert wird. Aber In diesem Buch musste so sein, weil Gedanken und Aktivitäten verschiedener Personen für uns ganzes Bild vorstellen.
Die Personen sind gut beschrieben. Ich könnte mir ganz gut so kleine Stadt vorstellen, wo alle alles über einander wissen. Es ist immer sehr spannend darüber lesen. Jede Familie hat eigene Geheimnise. Und in diesem Buch gibt es richtig viele Heimlichkeiten.
Mir hat sehr gefallen, wie die Autorin durch die Gedanken von Jules uns ihre Geschichte erzählt.

Gute Idee, aber verwirrende Umsetzung

Von: catching.wordsss Datum : 17.07.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Allgemeines

Titel: Into the Water
Autorin: Paula Hawkins
Verlag: blanvalet
Genre: Roman (Thriller)
ISBN: 978-3-7645-0523-3
Seiten: 476
Preis: 14,99€

Buch kaufen
(Klappbroschur.
erschienen am 24.05.2017)

Klappentext

"In den letzten Tagen vor ihren Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen..."

Cover

Das Cover ist wirklich richtig toll und sehr passend zum Buch.
Dieses blau ist einfach richtig toll und fällt auf jeden Fall sofort auf.
Dieser See, der da abgebildet ist - wirklich passend. Im Spiegelbild der Wasseroberfläche kann man sogar einen Menschen sehen. Rund herum sehr dunkel, was alles schon eine mystische Atmosphäre um das Buch kreiert.


Schreibstil

Der Schreibstil war sehr unterschiedlich. Teilweise ließ es sich super einfach und schnell lesen. Dann wurde es wieder unverständlich, was auch an den vielen Perspektivenwechseln lag.
Es wurde aus so vielen Sichten erzählt und dann sogar bei einer Person verschiedene Erzählperspektiven verwendet, dass es manchmal wirklich schwer war, dem Ganzen zu folgen.
Auch Zeitformen wurden manchmal sehr merkwürdig verwendet, was das Lesen noch etwas mehr erschwerte.

Charaktere

Als ersten fällt auf, dass es wirklich viele Charaktere gibt.
Aus jeder Sicht wird das eine oder anderen Kapitel erzählt. Doch leider lernt man niemand so richtig gut kennen. Man weiß, wer welche Rolle in der ganzen Geschichte spielt, aber keiner bekommt wirklich mehr Tiefe - Identifikation mit den Charakteren ist dadurch eigentlich gar nicht möglich.


Meine Meinung

Ein guter aber verwirrender Thriller, bei dem es wirklich dauert, bis man wirklich in die Handlung eintauchen kann.

Der Anfang ist wirklich sehr schnell. Man wird in das Geschehen geworfen, bekommt auf den ersten 50 Seiten viele Menschen vorgestellt und weiß eigentlich gar nicht, um was es so richtig geht.

Im Klappentext wird von einem Tod gesprochen, der aufgeklärt werden soll. Doch mit der Zeit gibt es mindestens 5 verschiedene Tode, aus verschiedenen Jahrzehnten, die irgendwie miteinander verbunden sein sollen oder auch nich.
Es ist wirklich sehr verwirrend für den Leser die verschiedenen Charaktere den verschiedenen Geschichten und Todesumständen zuzuordnen, die aufgeführt werden.

Atmosphärisch hat das Buch einiges zu bieten, denn die ganze Gegend von Beckford bekommt einen schaurigen Beigeschmack und man möchte auf keinen Fall in die Nähe des Ortes und des Flusses kommen.
Die düstere, geheimnisvolle Atmosphäre wurde sehr gut aufgebaut und hat sich durch das ganze Buch gezogen.

Vom Plot war ich nochmal ziemlich überrascht.
So ein Plottwist im letzten Kapitel hatte ich nicht erwartet, auch wenn einem noch kleine Ungereimtheiten in der ganzen Geschichte auffallen können und man mit der einen oder anderen Frage zurückgelassen wird.

Dennoch hat mich dieser Roman von Paula Hawkins nicht vollständig überzeugt, da einfach zu viele einzelne Geschichten mit eingebracht wurden, die wirklich getrennt zu betrachten waren und die ganze Geschichte unnötig verkomplizierten.

Eine sehr bewegende und komplexe Geschichte, die mich trotz des recht zähen Einstiegs überzeugen konnte

Von: Claudia Bett Datum : 16.07.2017

www.claudiabett.com

Inhalt:

Julia Abbott hat seit fünfzehn Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester Nel, die alleine mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lena noch immer in ihrem Elternhaus in der kleinen englischen Gemeinde Beckford lebt. Julia hatte sich in London inzwischen ihr eigenes Leben aufgebaut, wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden und Beckford und Nel für immer vergessen. Deshalb ignoriert die auch Nels Hilferuf auf ihrer Mailbox, denn sie wollte die Stimme ihrer Schwester einfach nicht hören und war sich sicher, dass Nel ohnehin nur wieder dramatisiert. Doch nun ist Nel tot, und Julia muss nach Beckford zurück und sich um ihre Nichte kümmern. Aber sie hat Angst vor dem Ort, den sie noch immer mit ihren schlimmsten Erinnerungen verbindet, vor dem alten Haus am Fluss und der Flussschleife, die die Dorfbewohner nur den „Drowning Pool“ nennen.
An dieser besonders tiefen Stelle des Flusses ereignen sich schon seit Jahrhunderten mysteriöse Todesfälle. Einst wurden der Hexerei verdächtige Frauen zum „Drowning Pool“ gebracht und dort der Wasserprobe unterzogen, aber auch Engelsmacherinnen, Mörderinnen, Ehebrecherinnen und zahlreiche Selbstmörderinnen haben an der Flussbiegung auf rätselhafte Weise den Tod gefunden oder sich von den Felsen in die Fluten gestürzt. Erst vor Kurzem ist ein junges Mädchen, das eng mit Lena befreundet war, hier ins Wasser gegangen. Nel war geradezu besessen von den Frauen, die im „Drowning Pool“ gestorben sind, hat ihre Geschichten gesammelt und aufgeschrieben und war davon überzeugt, dass Beckford ein Ort ist, um unbequeme Frauen loszuwerden. Nun starb Nel selbst an dieser Stelle des Flusses, aber obwohl alle im Dorf sicher zu sein scheinen, dass sie Selbstmord begangen hat, weiß Julia mit Gewissheit, dass ihre Schwester niemals gesprungen wäre…

Meine persönliche Meinung:

Mit ihrem Debüt "Girl on the Train" hat Paula Hawkins 2015 auf Anhieb einen Bestseller vorgelegt, der auch erfolgreich verfilmt wurde. Während der Film überwiegend positiv aufgenommen wurde, wurde die Buchvorlage sehr kontrovers diskutiert. Vielen Lesern war "Girl on the Train" zu langatmig, und auch die Protagonistin, eine schwer alkoholabhängige Frau, deren Wahrnehmungen man nicht immer trauen konnte, stieß auf wenig Sympathien. Mich hingegen hat "Girl on the Train" restlos begeistert, was nicht zuletzt an der ruhigen Erzählweise der Autorin, der düster-tristen Grundstimmung und den grandios ausgearbeiteten Figuren lag. Umso mehr habe ich mich natürlich nun auf ihren neuen Roman "Into the Water" gefreut. Allerdings habe ich schon kurz nach dem Ersterscheinungstag die ersten Verrisse gelesen. Selbst viele, die von Paula Hawkins Erstlingswerk begeistert waren, sind von ihrem aktuellen Roman nun sehr enttäuscht, was meiner Neugierde allerdings keinen Abbruch tat.
Inzwischen kann ich die kritischen Stimmen jedoch durchaus nachvollziehen, denn die Autorin verlangt dem Leser sehr viel Geduld, Durchhaltevermögen und Konzentration ab. Man kann es eigentlich niemandem verdenken, wenn er zwischendurch den Faden und auch das Interesse verliert. Nachdem ich mehr als hundert Seiten gelesen hatte, wollte auch ich schon aufgeben und das Buch abbrechen, denn der Einstieg in die Geschichte ist leider äußerst zäh und gleichzeitig auch sehr verwirrend.
Der Roman wird aus nicht weniger als elf Perspektiven erzählt – da fällt es mitunter schwer, den Überblick zu behalten. Manche Protagonisten schildern ihre Erlebnisse und Gedanken aus der Ich-Perspektive, anderen hingegen folgt man aus der Sicht der personalen Erzählinstanz. Auch Passagen aus dem Manuskript der kürzlich verstorbenen Nel wurden in die Geschichte eingeflochten und gewähren einen Einblick in das Schicksal all der Frauen, die im „Drowning Pool“ den Tod fanden. Eine Hauptfigur gibt es nicht, und auch die Suche nach einem Sympathieträger erweist sich als sehr schwierig. Die vielen Zeitsprünge, die in die Vergangenheit reichenden Vorgeschichten und auch die vielen Nebenschauplätze, die auf den ersten Blick nichts mit der Haupthandlung zu tun zu haben scheinen, verleiten dazu, manche Passagen nur zu überfliegen, was man allerdings tunlichst vermeiden sollte. Stattdessen kann ich nur dazu raten, jede scheinbar noch so kleine Nebensächlichkeit aufmerksam zu lesen, denn sonst wird es im weiteren Verlauf der Handlung schwierig, die Zusammenhänge und Verwicklungen noch zu überblicken. Das erfordert außerordentlich viel Geduld, weil im ersten Viertel des Romans eben recht wenig passiert. Diese schier unüberschaubare Menge an Protagonisten, die ständigen Perspektivwechsel und auch der recht ereignislose und langatmige Einstieg in die Geschichte, führte leider auch bei mir dazu, dass es mich irgendwann eigentlich gar nicht mehr interessierte, ob Julias Schwester Nel nun Selbstmord begangen hat, ermordet wurde oder ihr Tod ein tragischer Unfall war. Trotzdem habe ich durchgehalten und bin auch sehr froh darüber, denn nachdem diese anfängliche Durststrecke überstanden war, konnte mich die Geschichte dann doch packen und hat mir auch ausgesprochen gut gefallen.
Allerdings melden sich die Protagonisten weiterhin nur sehr kryptisch zu Wort, man weiß nie, wer lügt und wer der die Wahrheit sagt, und offenbar hat auch jeder in diesem kleinen Örtchen Beckford etwas zu verbergen. Wie bereits in ihrem ersten Roman, macht es Paula Hawkins dem Leser auch hier nicht gerade leicht, ihre Figuren zu mögen. Mir gefällt es allerdings, wenn Charaktere ambivalent angelegt sind und man nicht weiß, ob man sie nun lieben oder hassen soll. Obwohl mir außer Julia, die mit traumatischen Kindheitserinnerungen zu kämpfen hat, niemand so recht ans Herz wachsen wollte, waren alle Protagonisten sehr überzeugend und glaubwürdig ausgearbeitet.
Die Autorin hat ihr Buch allen unbequemen Frauen gewidmet, und unbequem waren nicht nur die Frauen, die seit Jahrhunderten an besagter Flussbiegung in Beckford den Tod fanden und deren Geschichten hier ebenfalls sehr eindrücklich erzählt werden, sondern eben auch die Protagonistinnen, die Paula Hawkins in ihrem Roman zu Wort kommen lässt. Auch Nel war eine unbequeme Frau, denn sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichten all dieser Frauen aufzuschreiben und sich damit nicht gerade Freunde gemacht. Der Verdacht liegt nahe, dass sie deshalb sterben musste, denn zumindest ihre Schwester Julia ist davon überzeugt, dass Nel niemals gesprungen wäre und beginnt daraufhin, sich ebenfalls mit den Geschichten dieser unbequemen Frauen zu beschäftigen. Unbequem sind auch Nickie, eine recht verschrobene Alte, die glaubt, mit Toten sprechen zu können, Erin, die Ermittlerin, eine Fremde und Außenseiterin im Dorf, die an der Wahrheit interessiert ist, und Lena, die fünfzehnjährige Tochter von Nel, ein aufmüpfiges Mädchen, das sehr störrisch und voller Wut und Trauer ist. Sie hat nicht nur ihre Mutter verloren, sondern auch ihre beste Freundin, eine ebenfalls unbequeme junge Frau, die erst vor Kurzem Selbstmord begangen hat, weil sie einen Mann liebte, den sie nicht lieben durfte.
Die Schicksale all dieser unbequemen Frauen sind miteinander verwoben und waren teilweise sehr berührend. Stück für Stück gilt es die Zusammenhänge herauszufinden und die einzelnen bruchstückhaften Splitter zu einem stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Ich will nicht behaupten, dass dieser Roman besonders spannend ist, wer einen rasanten Thriller erwartet, kann eigentlich nur enttäuscht sein, aber trotzdem entwickelte die Erzählung nach dem recht zähen Einstieg einen Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Das lag nicht nur an dem angenehmen Schreibstil der Autorin, sondern auch an dem raffinierten und äußerst gut durchdachten Plot, der am Ende zu einem runden Ganzen führt. Die Geschichte ist allerdings äußerst komplex. Der Roman lässt sich nicht einfach nebenbei zügig weglesen, sondern erfordert eben ein bisschen Durchhaltevermögen und Geduld.

Belohnt wird man aber mit einer sehr tiefgründigen und bewegenden Geschichte, um Freundschaft, Loyalität, verdrängte Erinnerungen, um lange zurückliegende Missverständnisse, die zu spät erkannt werden, und um eine verbotene Liebe mit verheerenden Folgen. All das hat Paula Hawkins in "Into the Water" zu einer äußerst komplexen und ergreifenden Erzählung verwoben, die mich trotz massiver Startschwierigkeiten dann doch noch überzeugen konnte.

Into the water

Von: Nici Datum : 13.07.2017

nici.onw.at

Inhalt:

Julia Abbott hat ihre Schwester Nel seit fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen, als der Anruf aus Beckford kommt. Nel ist tot. Es heißt, sie hätte sich im Fluss selbst ertränkt. Julia kehrt nach Beckford zurück, an den Ort, den sie am meisten fürchtet, weil sie schlimme Erinnerungen hat. Doch eines weiß Julia über ihre Schwester: Nel wäre nicht von alleine in den Fluss gesprungen.

Meinung:

Bei diesem Roman habe ich mir etwas ganz besonderes vorgestellt. Ich habe schon viel positives über Paula Hawkins gehört. -Sie ist so gut- oder-Lies ihre Bücher und du wirst süchtig- So habe ich mich sehr über dieses Exemplar gefreut und habe es sofort angefangen. Der Klappentext und das Cover haben mich sehr angesprochen. Das Buch kam mir eher schon wie ein Thriller oder ein Krimi rüber und ich habe mich wahnsinnig gefreut endlich wieder eine spannende Geschichte zu lesen, leider kam es ganz anders. Nun möchte ich euch das Buch etwas genauer vorstellen:
Anfangen möchte ich gerne mit dem Schreibstil. Paula Hawkins schreibt ganz besonders und das war mir anfangs nicht ganz so sympathisch. Die Geschichte wird von so vielen Personen und von so vielen Zeiten erzählt, dass ich den Überblick verloren habe. Ich hatte keine Ahnung wer wer war und was die Figur mit dieser Geschichte zu tun hatte. So las ich das Buch und hatte keine Idee, was die Autorin damit ausdrücken möchte( um ehrlich zu sein, ich weiß es bis jetzt noch immer nicht) "Into the water" ist für mich persönlich etwas schwierig zu beschreiben. Die Orte und Gefühle der einzelnen Personen werden zwar ziemlich detailliert beschrieben, jedoch konnte ich mich nicht in die Geschichte hineinfühlen. Ich konnte die Handlungen mancher Personen einfach nicht verstehen und so war ich öfters etwas neben der Spur. Richtig fesseln konnte mich das Buch leider nicht, schade, da ich mich schon richtig auf einen Thriller gefreut hätte. Ich brauchte eine gefüllte Ewigkeit mit dem Buch und war dann froh, als ich es beendet hatte.Leider konnten mich auch die vielen, wirklich vielen, Figuren kaum überzeugen. Laut dem Klappentext geht es um unsere Hauptprotagonistin Julia, doch würde mich jetzt jemand fragen, ich könnte sie kaum beschreiben. Leider konnte ich sie im Laufe des Buches gar nicht kennenlernen und so habe ich mich gefragt "Wer ist den Julia Abbott überhaupt?" Was genau ist an ihr so besonders? Irgendwie ist es mir so vorgekommen, als interessierte sich Julia gar nicht für Nels Tod. Ich persönlich hatte, wie bereits oben schon erwähnt, richtige Probleme mit dem lesen dieses Buches. Ich wusste einfach nicht wie viele Personen die Geschichte erzählten, geschweige dem wer sie überhaupt waren. Das Ende war ziemlich vorhersehbar. Aber Paula Hawkins legte noch einen zu und mir wurde das Buch wirklich zu kompliziert. Jetzt schrieben auch noch die vielen Personen aus verschiedenen Zeiten. Ein weiteres Problem für mich. Was war wann und überhaupt mit wem und wer war diese Figur? Ich konnte keine der vielen Personen kennenlernen, was ich schade finde.
Zum Schluss muss ich noch sagen, dass ich leider von diesem Buch enttäuscht wurde. Jedoch würde ich das Buch an jeden und jeder Leser/in trotzdem weiterempfehlen. Jeder hat einen anderen Geschmack und das ist gut so. Also dem buch würde ich einmal eine Chance geben. Meiner Meinung nach hat sich Paula Hawkins hier zu viele Personen ausgesucht, die sie leider nur sehr wenig bis gar nicht erklärt hat, hätte sie einige Personen weggelesen, hatte das Buch mehr Potenzial.

Fazit:

Leider konnte mich dieses Buch hier nicht sonderlich überzeugen und ich möchte dem Buch gerne 2 von 5 Sterne vergeben.

Es fehlte die Spannung

Von: Buchschatzjägerin Datum : 13.07.2017

https://buchschatzjaegerin.blogspot.de/

WORUM GEHT ES?
Der Tod der jungen Mutter und Schriftstellerin Nel Abbott versetzt die Stadt Beckford in Aufregung, denn Nel ist nicht die erste Frau, die in dem Fluss, dem Drowning Pool, wie er genannt wird, ihr Leben beendet. Doch ist sie wirklich selbst gesprungen oder wurde sie vielleicht nicht sogar geschubst?
Als sie vom Tod ihrer Schwester erfährt, reist Julie zurück nach Beckford, in die Stadt, in die sie eigentlich keinen Fuß mehr setzen wollte. Doch ihre Nichte Lena braucht sie nun, denn außer ihr gibt es keine Verwandten mehr.
Anfangs deutet Nels Tod auf einen Suizid hin, doch im Laufe der Ermittlungen tauchen immer neue Erkenntnisse auf, die nicht nur Nels Fall, sondern auch den der anderen Frauen, die in dem Fluss ums Leben kamen, völlig auf den Kopf stellen. Was hat es mit diesem Fluss bloß auf sich?


REZENSION
Eine Besonderheit des Romans von Paula Hawkins ist, dass er aus mehreren verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Es bleibt also nicht nur bei Jules, Nels Schwester als Erzählerin, von der auf dem Klappentext die Rede ist. Es kommen im Laufe der Geschichte immer neue Charaktere hinzu, die ihre ganz persönlichen Ansichten schildern und so nochmal ganz andere Sichtweisen und Aspekte in die Geschichte mit einbringen. Gerade das hat mir an dem Roman gut gefallen, auch wenn ich auf den ersten 100 Seiten wirklich Schwierigkeiten hatte, zu zuordnen, wer nun wer war. Sobald ich da aber einen Durchblick hatte, gefiel mir diese Art von Erzählung wirklich gut und fand sie sehr abwechslungsreich.

Into the Water ist in vier Teile unterteilt. Jeder dieser Teile behandelt eine Episode der gesamten Handlung. Ist ein Teil vorbei, geht die Geschichte in einer anderen Richtung weiter. Das ist ein durchaus gutes Konzept für diesen Roman, denn so wurden bestimmte Begebenheiten nicht länger fokussiert und analysiert, als es notwendig war, sondern die Ermittlungen gingen weiter und somit auch die Geschichte.

Der Tod von Nel Abbott scheint in dem Roman ein großes Mysterium zu sein, denn so glasklar, wie der Suizid anfangs scheint, ist er wohl doch nicht. Die Geschichte nimmt sehr viele Wendungen, aber nicht nur in Bezug auf Nels Fall, sondern auch auf vorangegangene Fälle. So geht es also irgendwann nicht mehr nur um Nel, sondern um noch viel mehr.
Der Roman zeigt ganz deutlich auf, was passieren kann, wenn jemand nicht die Wahrheit sagt oder etwas ganz einfach verschweigt, aus Selbstschutz oder weil es vielleicht unwichtig scheint. Manchmal sind es kleine Details, die unwichtig scheinen, aber dann, wenn sie ans Licht kommen, alles auf den Kopf stellen.
Ein wenig enttäuscht bin ich allerdings schon, denn leider waren für mich viele der Wendungen irgendwie vorhersehbar oder haben bei mir nicht den Effekt erzielt, den sie vermutlich sollten. Es gab eigentlich nichts, was mich total schockiert oder überrascht hat. Mir hat eindeutig die Spannung gefehlt, die ich mir so sehr gewünscht habe.

Das Konzept um den Fluss, den Drowning Pool, wie er genannt wird, fand ich dagegen durchaus interessant. Obwohl ich noch immer nicht ganz dahinter gekommen bin, wieso Nel so besessen davon war. Dafür waren ihre Recherchen zu dem Thema interessant, wenngleich ich auch da nicht so sicher bin, ob die nicht auch größtenteils nur Nels Fantasie oder Wunschdenken entsprangen oder ob sie sich wirklich so abgespielt haben. Der Fluss gilt jedenfalls als Verbindung zu den Toden und Morden, die in Beckford passiert sind.

Leider habe ich aber auch jetzt nach dem Ende des Romans nicht das Gefühl, die Charaktere wirklich zu kennen. Aufgrund der Menge an Figuren lernt man sie meist nur oberflächlich kennen. Es gibt wenige, die ein wenig Tiefe bekommen haben und die zu kurz gekommen sind.
Eine Sache hat mich jedoch immens gestört und das war, wie Erin Morgan als einziger homosexueller Charakter hingestellt wurde. In meinen Augen ist die Autorin dieses Thema wirklich unsensibel und vor allem undurchdacht angegangen. Es wirkt auf mich so, als wollte sie ihr damit einen "Makel" verpassen, was ich eher unangebracht finde. Im Roman wird dies leider als Beleidigung benutzt und als wäre es nicht schon schlimm genug, wird diese Beleidigung einfach unter den Teppich gekehrt. Das hat mich als Leserin sehr enttäuscht! Meiner Meinung nach hätte Paula Hawkins dieses Thema besser integrieren können. So klingt es eher abwertend und das gefällt zumindest mir gar nicht.

Allerdings gefällt mir das Frauenbild in dem Roman im Allgemeinen nicht, denn die Frauen wirken allesamt so, als würden sie entweder von Männern unterdrückt werden oder sich selbst unterdrücken. Die Einzige, die da tatsächlich heraus sticht, ist Nels Tochter Lena, die dafür von den anderen Einwohnern aber eben auch direkt schlecht gemacht wird. Dabei hat Lena vor allem am Ende etwas so Wahres über Frauen und Schuldzuweisungen gesagt. Es ist sehr schade, dass es nur leider im Gesamtkontextes des Romans total untergeht.


FAZIT
Fans der Autorin werden diesen Roman sicherlich mögen, ich für meinen Teil bin allerdings enttäuscht worden. Ich habe mir mehr von der angepriesenen Spannung erhofft und vor allem mehr unerwartete Überraschungen und Schockmomente gewünscht, auf die ich leider vergeblich gehofft hatte. Alles in allem ist Into the Water kein schlechter Roman, aber er hat nun mal nicht meine Erwartungen erfüllt, weshalb es nur drei von fünf Sternen gibt.

Weniger wäre mehr gewesen

Von: Elke Heid-Paulus Datum : 13.07.2017

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

Paula Hawkins, die Autorin, die mit ihrem Debüt „Girl on the train“ sämtliche Bestsellerlisten sprengte, versucht mit dem Nachfolger „Into the water“, vor kurzem in der deutschen Übersetzung erschienen, an den Erfolg ihres Erstlings anzuknüpfen. Ob ihr das gelingt, scheint mir aber eher fraglich.

Zum Inhalt: In Beckford, einer Kleinstadt in der englischen Grafschaft Northumberland, sind seit Jahrhunderten außergewöhnlich viele mysteriöse Todesfälle zu verzeichnen, die alle mit einer ganz besonderen Stelle im Fluss, dem „Drowning Pool“ in Zusammenhang gebracht werden können. Und immer sind es ganz besondere Frauen, die dort ums Leben kommen. Frauen, die sich außerhalb der Grenzen bewegen, die ihnen die jeweilige Gesellschaft setzt. Selbstbewusste, intelligente Frauen, die unbequeme Fragen stellen. Wie die Fotografin Danielle Abbott, kurz Nel, die nach Beckford gekommen ist, um deren Geschichten zu sammeln und zu verbreiten. Aber dann geschieht das Unerwartete, und Nel wird selbst ein Opfer des Drowning Pools. Sie hinterlässt eine Tochter, um die sich nun ihre Schwester Julia kümmern soll, aber von der Rückkehr nach Beckford ist diese so überhaupt nicht begeistert. Denn dort lauern die Geister der Vergangenheit…

Wenn ich das Buch in einem Wort zusammenfassen soll, fällt mir nur zäh ein. Das erste Drittel ist heillos mit unzähligem Personal überfrachtet, jeder erzählt irgendetwas und wirkt mal mehr und mal weniger schuldig. Überfordert hat mich diese Vielzahl der Perspektiven nicht, eher gelangweilt. Und Spannung kommt hierbei auch nicht wirklich auf, da die Charakterisierungen der Personen zum einen sehr oberflächlich sind und nicht überzeugen können, zum anderen allen Klischees entsprechen, die man sich nur vorstellen kann. Dazu das zwanghafte Bemühen der Autorin, permanent eine unheilvolle Atmosphäre durch abgegriffene Beschreibungen zu kreieren, was irgendwann den Leser nur noch nervt. Dabei fand ich die Grundidee des Plots gar nicht schlecht, aber an der Umsetzung hat es definitiv gehapert. Weniger wäre mehr gewesen, und zwar in allen Bereichen!

Ein verwirrender Thriller

Von: Krimine Datum : 11.07.2017

krimines-buecherblog.blogspot.de/

Als Julia einen verzweifelten Hilferuf von ihrer Schwester Nel erhält, reagiert sie nicht. Schließlich haben die beiden Schwestern seit einem verhängnisvollen Ereignis in ihrer Jugend keinen Kontakt. Doch kurz darauf ist Nel tot und Julia macht sich auf den Weg in ihr Heimatdorf, um ihrer Nichte Lena beizustehen. Dort angekommen, muss sie erfahren, dass sich Nel durch einen Sprung in den Fluss selbst getötet hat. So jedenfalls lautet die offizielle Version, die aber kaum jemand glauben mag. Denn in den letzten Jahren sind einfach zu viele Frauen dem Wasser zum Opfer gefallen und so besteht der Verdacht, dass mehr als nur die Sehnsucht nach dem Tod dahinter steckt.

„Into the Water – Traue keinem. Auch nicht dir selbst.“ ist nach „Girl on the Train – Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.“ der zweite Roman von Paula Hawkins, einer britischen Autorin, die es versteht, mit abgründiger Spannung zu fesseln. Gleich zu Beginn wird der Leser Zeuge, wie eine junge Frau von Unbekannten gequält, in einer Flussmündung stirbt. Eine bewegende Szene, die mit knappen Worten ein unvorstellbares Martyrium beschreibt. Deshalb ahnt der Leser gleich, dass eine perfide Verbrechensserie im Mittelpunkt der Handlung steht, die bisher noch nicht aufgeklärt worden ist. Danach allerdings braucht das Buch einige Zeit, bis es die gewünschte Wirkung entfalten kann. Denn viele Figuren, unzählige Rückblicke in die Vergangenheit und dramatische Vorfälle am Fluss werden wie Puzzleteile durcheinander gestreut und müssen erst geordnet werden.

Paula Hawkins hat einen bildhaften Schreibstil und nutzt die Fantasie des Lesers, um ihre ungeheuerliche Geschichte zu erzählen. Dazu verbindet sie das Schicksal verschiedener Personen, streut ausreichend Zwistigkeiten und Vermutungen in ihre Beziehungen ein
und kombiniert das Ganze mit einer Reihe an Todesfällen, die nach eingehender Untersuchung als Selbstmord zu den Akten gelegt worden sind. Doch obwohl die Idee, die hinter dem Roman steckt, ein packendes Lesevergnügen verspricht, vermag das Buch nicht zu fesseln. Zu schwerfällig kommt es in Fahrt, zu gemächlich ist dessen Handlungsverlauf, zu verworren sein Plot. Nur das Ende weiß zu überzeugen, wie auch die Atmosphäre, die wunderbar mysteriös in Erscheinung tritt.

Fazit:
In ihrem zweiten Roman hat Paula Hawkins einfach zu viel gewollt und damit die Spannung gekillt. Schade, denn sie hat schon einmal bewiesen, dass sie es besser kann. Deshalb bleibt die Hoffnung, dass der nächste Roman wieder an ihren erfolgreichen Erstling anknüpfen kann.

Gut konstruierter Fall

Von: vielleser18 Datum : 10.07.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/vielleser18/

Beckford, ein Ort, in dem schon mehrere Frauen im Fluss ertrunken sind. Frauen, die ihrem Leben ein Ende setzen wollten. Die letzten zwei Fälle waren Katie, ein erst 15 Jahre altes Mädchen und ein halbes Jahr später Nel, Mutter von Katies Freundin Lena. Was hat diese beiden in den Selbstmord getrieben ? Jules, Nel´s Schwester, glaubt nicht an einen Selbstmord- obwohl sie mit ihr seit langem keinen Kontakt mehr hatte und nur nach Beckford zurückkehrt, weil sie nun die Verantwortung für ihre Nichte Lena trägt. Denn sie kehrt an den Ort ihre Albträume zurück...mit Erinnerungen an Ereignisse, die sie am liebsten für immer vergessen möchte.
Was steckt hinter den Todesfällen ? Trügt der Schein ?


Paula Hawkins erzählt aus vielen Perspektiven. Immer wieder wechseln die erzählenden Protagonisten. Dazwischen gibt es kleinere Rückblenden zu den verschiedenen Todesopfern, die der Fluss in Beckford gefordert hat. Interessant beim Lesen ist, dass der Leser auch nicht schlauer ist als die erzählenden und agierenden Protagonisten.
Anfangs braucht man ein bisschen um die vielen losen Fäden, die die Autorin hier verknüpft, sortiert zu bekommen. Aber nach und nach lernt man jeden der Handelnden sehr gut kennen und kann ihn einordnen. Doch Vorsicht ! Paula Hawkins verrät am Anfang noch nicht viel und man wird lange auf falsche Spuren und Fährten gelenkt. Erst am Ende löst sich alles in einem spannenden Finale auf.

MIr haben die wechselnden Perspektiven sehr gut gefallen. Dieses langsame Aufdecken, Schritt für Schritt und Schicht um Schicht. Der Schreibstil wechselt auch mit den Protagonisten. Bei Jules bedient sich die Autorin der Ich-Perspektive, bei den anderen wird aus einer Erzählperspektive, die dem jeweils Handelnden angepasst ist, erzählt. So bekommt der Roman einen angenehmen und abwechslungsreichen Erzählstil.

Ich weiß nicht, warum so viele Leser diesen Roman eher negativ bewerten, ich kann es nicht nachvollziehen. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass es sich hier nicht um einen Thriller handelt, sondern um einen spannenden Roman - und wer mit den richtigen Erwartungen an diese Geschichte heran geht, dem wird er auch gefallen.

Fazit:
Verwickeltes Verwirrspiel mit spannendem Finale

Nicht so wie Girl on the train

Von: jojosbookdream Datum : 09.07.2017

jojosbookdream.blogspot.de/

Titel:Into the water
Autorin:Paula Hawkins
Verlag:Blanvalet
Preis:14,99€
Seitenanzahl:473
Kaufen?

Inhalt:
»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meinung:

Die Geschichte beginnt, als Julia wieder in die Stadt kommt, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Jedes Kapitel hat einen neuen Protagonisten und der "Drowning Pool" erzählt zwischendurch von den Opfern, welche an dem Ort schon gestorben sind. Julias Perspektive wird noch von einer weiteren Erzählweise bereichert. Sie spricht in ihren Kapiteln nämlich direkt zu ihrer toten Schwester mit Dingen wie: Ich gehe durch dein Zimmer...
Das Buch ist zudem in drei Teile aufgeteilt und beinhaltet noch zukünftige Ausblicke auf die Leben der Protagonisten danach.

Ich muss ehrlich zugeben, nachdem ich "Girl on the train" von der Autorin gelesen hatte, war ich begeistert und mit ebenso einer recht hohen Erwartung bin ich in dieses Buch hineingegangen. Die wurden leider nicht so wirklich erfüllt. Gleich zu Anfang fiel mir das Hineinkommen in das Buch schwer aufgrund der dauernden Perspektivwechsel. Diese waren mir persönlich "too much" und ich musste mir anfangs sogar ein paar Verbindungen der Protagonisten auf Karten schreiben, damit ich nicht dauern blättern muss...
Vom Aufbau fand ich das Buch recht gut, denn durch die Einteilung gewann das Buch an Struktur. Nur was mir leider nicht gefallen hat, waren die Hinauszögerungen so mancher Geschehnisse. Das Buch hat sich eher in Belanglosigkeiten verloren, anstatt an Struktur innerhalb der Handlung zu gewinnen. Jede paar Abschnitte wurde jemand neues verdächtigt, aber meiner Meinung nach nicht wirklich nachvollziehbar.
In der ersten Hälfte dachte ich durchgehend:Alles sind vergangene Geschehnisse. Warum also werden diese immer wieder von vorn betrachtet?Was passiert ist, ist passiert und lässt sich doch nicht mehr ändern.
Dazu kommt leider, dass ich mit keinen der vielen Protagonisten eine Bindung eingehen konnte und sich mit jemanden zu identifizieren fiel dann logischerweise auch weg. Mich haben die Perspektiven von Julia und Lena noch am meisten interessiert, aber sie gingen in den anderen Protagonisten unter. Schade eigentlich, denn ich dachte das Buch hält mehr Spannung bereit. Dahingegen ist es mehr dahingeplätschert und mir kam es so vor,als wären die Ereignisse nur aneinandergereiht wiedergegeben worden.
Ich habe den tollen Schreibstil der Autorin in diesem Buch leider etwas vermisst. Vielleicht liegt es an der Thematik, die mich nicht gut abgeholt hat.

Fazit:
Ich hatte mir ein wenig mehr erhofft, da es eher eine Geschichte ist, die dahinplätschert als dass sie an Spannung aufbaut. Doch wer nicht sehr auf viel Nervenkitzel steht, der sollte sich dieses Buch mal näher anschauen.
Von mir gibt es 3/5 Sternen.

fehlende Spannung

Von: Zeilenliebende Datum : 08.07.2017

zeilenliebende.blogspot.de/

Inhalt:

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen…


Meine Meinung:

Sehr viele haben „Girl in the train“ von Paula Hawkins, was auch bereits verfilmt wurde, sehr gemocht, bisher habe ich es jedoch noch nicht gelesen. Als ich gesehen habe, dass sie ein neues Buch veröffentlicht und sowohl Cover als auch Inhalt mich direkt angesprochen haben, habe ich beschlossen dem Buch eine Chance zu geben und mir meine eigene Meinung zu der Autorin zu bilden.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir jedoch relativ schwer und auch während des Lesens musste ich mich sehr auf das Geschehen konzentrieren, um nicht durcheinander zu kommen. Denn „Into the Water“ wurde aus etwa zehn verschiedenen Perspektiven geschrieben, wodurch man schnell den Überblick darüber verliert, wer nun eigentlich wer ist. Hinzu kam, dass im Laufe des Buches fast jeder Charakter einen Rückblick gehabt hat, was bei der Menge an Personen auch sehr verwirrend für mich war. Zudem wurden manche Perspektiven im Ich-Erzähler, wiederum andere in der personalen Erzählsituation, was mich zwischendurch sehr irritiert hat. Dies sind alles Gründe dafür, warum ich mich beim Lesen nicht richtig entspannen konnte, wenn ich alles nachvollziehen und verstehen wollte.
Trotzdem wurden die Charaktere gut ausgearbeitet, jedoch konnte ich mich mit keinem richtig identifizieren, keiner wirkte richtig sympathisch auf mich.
Den Schreibstil von Paula Hawkins mochte ich trotzdem recht gerne und lies sich auch gut lesen. Meiner Meinung nach hat sie sehr mit den Worten gespielt, was mir persönlich sehr gefällt.
Auch die Geschichte, rund um den Drowning Pool fande ich an sich ist wirklich gut und konnte mich in Gewisser Weise auch packen. Für mich hat Wasser auch etwas sehr faszinierendes und die düstere Stimmung in dem Ort wurde sehr deutlich. Zwar war das Buch nicht wahnsinnig spannend geschrieben und etwa ab der Hälfte konnte ich mir den Ausgang der Geschichte auch schon etwas zusammenreimen. Es gab ein paar Stellen die in die Irre führten und somit die Spannung etwas stieg, aber trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass ich das Buch jetzt nicht aus der Hand legen kann, weil ich unbedingt wissen muss was sich hinter der Geschichte verbirgt. Trotz alledem hat mich das Thema des Buches sehr interessiert, weshalb ich es dann doch relativ zügig zu Ende gelesen habe.
Das Cover ist auch wirklich schön mit dem See und den Spiegelungen darin. Hier spiegelt sich der Inhalt wieder sehr gut im Cover wieder.
Alles in einem ist „Into the Water“ ein Thriller, der meiner Meinung nach zu wenig Spannung und zu viele Romanelemente enthält.


Bewertung:

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sterne und empfehle es an diejenigen weiter, die ein Buch für zwischendurch suchen und sich nicht allzu viel Spannung erhoffen.

Ruhig erzähltes atmosphärisches Familiendrama

Von: Script of Life Datum : 05.07.2017

scriptoflife-buecherblog.blogspot.de/

Inhalt:

Nel Abbott spricht ihrer Schwester Julia einen Hilferuf auf die Mailbox. Doch diese ignoriert den Anruf, da sie seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Schwester hat. Wenige Tage später ist Nel tot und niemand weiß, wie es passiert ist und ob sie tatsächlich selbst von der Klippe gesprungen ist. Julia muss zurück nach Beckford reisen, um sich um Nels Tochter Lena zu kümmern, doch dies ist ein Ort an den sie schreckliche Erinnerungen aus ihrer Kindheit hat und an den sie eigentlich nie zurück kehren wollte. Am meisten Angst hat sie aber vor dem Wasser, dem Fluss und einen legendären Ort, den sie "Drowning Pool" nennen.


Cover und Gestaltung:

Das Cover mit dem Blick in das sich spiegelnde Wasser perfekt passend zur Geschichte gestaltet wurden und ein echter Hingucker.


Meine Meinung:

Der Klappentext verrät noch nicht allzu viel, was man bei dem Buch zu erwarten hat und worum es sich bei dem mysteriösen "Drowning Pool" handelt.
Und wie ein solches Rätsel beginnt auch das Buch, denn es werden erst einmal unzählige Charaktere, die von Familienmitgliedern, über Nachbarn, Lehrer und Polizeibeamte reichen eingeführt, deren Zusammenhänge man anfangs gar nicht erfassen kann. Das kommt aber nach und nach.
Wer allerdings Probleme mit solch einer Vielzahl von Perspektiven hat die kontinuierlich hin und her springen, der wird mit diesem Buch sicher keine Freude haben. Ich fand die vielen Perspektiven und Charaktere aber eine schöne Abwechslung, da man das gesamte Geschehen durch mehrere Augen und Blickwinkel sieht. Und da jeder eigentlich nur in Andeutungen spricht, konnte man sehr gut miträtseln und es versprach eine ausgeklügelte Geschichte zu werden.
Bald wird klar, dass es gar nicht nur um Nel Abbotts Tod geht, sondern nahezu jeder in Beckford Geheimnisse mit sich herum trägt.
Auch in den Zeitebenen springt man ab und zu hin und her. Aus der Perspektive von Nels Schwester Julia erfährt man so auch einiges aus der Vergangenheit und Jugend der beiden Schwestern.

Obwohl das Buch erst nach Nel Abbotts Tod einsetzt baut sich die Geschichte ansonsten sehr langsam auf. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei um keinen Thriller oder Krimi handelt. Nicht umsonst ist es auf dem Cover als Roman deklariert. Es ist mehr ein komplexes Familiendrama. Gewiss lässt es sich als eine Art Spannungsroman einordnen, hat dabei aber eine sehr ruhige Erzählweise.

Die Geschichte entrollt sich nur sehr langsam und es gibt sehr wenige wirkliche Spannungsspitzen. Was die Geschichte ausmacht ist zum einen das Setting des "Drowning Pools", einer Flussbiegung, an der früher Hexen und andere unbequeme Frauen ertränkt wurden und an der sich auch in der Gegenwart allerhand mysteriöse Todesfälle ereignet haben. Dieses Setting trägt zu einer sehr düsteren und schaurigen Atmosphäre bei. Die Spannung ist sehr unterschwellig. Man spürt durchgehend, dass etwas in der Luft liegt, bekommt es aber nicht zu fassen.
Und zum zweiten gefiel mir die sehr komplexe Geschichte und die wunderbaren Möglichkeiten mitzurätseln.

Ich muss allerdings sagen, dass mir das Buch dann im Mittelteil doch etwas zu lang gezogen und zäh wurde und ich mich durch diesen etwas durchquälen musste. Besonders als man dann die ersten Zusammenhänge erahnen konnte und diese auch teilweise schon enthüllt wurden, hätte man das Buch etwas kürzen sollen.
Denn das Ende hat mir eigentlich wieder sehr gut gefallen und war passend. Auch wenn man wie gesagt sich die meisten Dinge ab einem gewissen Punkt schon selbst zusammen reimen kann, muss man bis wirklich zur allerletzten Seite lesen, um nicht die gesamte Wahrheit zu verpassen.

Wer in einem Buch sympathische Charaktere zum mitfiebern braucht, für den wird das Buch wohl eher weniger etwas sein, denn von denen gab es hier trotz der Vielzahl der Perspektiven keine. Dies stört mich gerade bei einem Spannungsroman aber gar nicht.
Ich fand die meisten Charaktere sehr gut und komplex ausgearbeitet. Man bekommt tiefe Einblicke in deren Psyche und teilweise hatte es schon was von einer Charakterstudie.
Emotional hat das Buch einiges zu bieten. Jeder trägt irgendetwas mit sich herum, es geht viel um Schuld, Verdrängung, Lebenslügen und unterschiedliche Wahrheiten. Alles ist irgendwie miteinander verwoben. Sehr gut fand ich, dass es um subjektive und trügerische Erinnerungen geht und wie manipulierbar und verzerrt diese sein können.


Fazit:

"Into the water" ist ein sehr ruhig erzähltes, aber auch wahnsinnig atmosphärisches Familiendrama. Es ist sehr eigenwillig vom Erzählstil her und nicht leicht wegzulesen. Es besticht eher durch unterschwellige Spannung, die düstere geheimnisvolle Atmosphäre und tiefe Einblicke in die Psyche der Charaktere, als durch rasante Spannung. Leider war es mir im Mittelteil dann doch zu zäh und ausladend, aber ansonsten war es ein sehr interessantes und andersartiges Leseerlebnis, so dass ich mir jetzt wohl auch mal "Girl on the train" vornehmen werde.

Insgesamt: 3,5 Sterne

Ruhiges und komplexes Drama

Von: Christan Datum : 03.07.2017

bieberbruda.blogspot.de/

Nach dem großen Erfolg von "Girl on the train" ist nun der zweite Thriller von Paula Hawkins erschienen. Und auch dieses mal handelt es sich um ein komplexes Drama, dass sicherlich nicht jedermanns Sache sein wird (die Meinungen gehen ja stark auseinander).

Inhalt:
Julia hat ihre Chance verpasst: Den letzte Anruf vor dem Ableben ihrer Schwester Nell hat sie nicht entgegen genommen und jetzt plagen sie Schuldgefühle. Sie kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch Julia verbindet mit diesem Ort keine guten Erinnerungen, denn ihre Kindheit/Jugend war im Vergleich zur Vergangenheit ihrer Schwester alles andere als leicht. Vor allem der "Drowning Pool" - eigentlich ein Inbegriff der Idylle und beliebter Treffpunkt der Einwohner ruft in ihr Angstzustände hervor. Wieso hat sich Nell ausgerechnet hier das Leben genommen? Und war es tatsächlich Suizid oder steckt mehr dahinter? Um wie Wahrheit zu erfahren, muss Julia sich ihren eigenen Dämonen stellen...

Meine Meinung:
Ich habe "Girl on the train" damals schon als eher gemächliches aber dennoch spannendes Drama beschrieben und auch dieses mal trifft es diese Beschreibung sehr gut. Denn "Into the Water" ist kein rasanter Thriller, sondern ein verzwicktes Drama mit vielen (!) Protagonisten. Da die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, kann man recht leicht den Überblick verlieren. Doch der Leser wird schnell in den idyllischen Bann des Kleinstädchens gezogen und geradezu eingelullt - insbesondere bei den Rückblicken in die Kindheit/Jugend der beiden Schwestern. Die Geheimnisse des Drowning Pools werden nur häppchenweise enthüllt - vieles davon sogar nur angedeutet. Als Leser muss man also am Ball bleiben und kann das Buch nicht mal eben "nebenbei" lesen. Doch es lohnt sich! Komplex, spannend und überraschend - mir hat es sogar besser als der Vorgänger gefallen!

Fazit:
Ein sehr ruhiges und komplexes Drama voller Geheimnisse, Lügen und Intrigen. Auch wenn es nicht einfach zu lesen ist, wurde ich regelrecht eingelullt und vergebe gerne 4 Sterne!

Mühsames und langatmiges Buch. Schade um den super Schreibstil, aber ohne fehlenden Spannungsbogen kann ich das Buch nicht weiter empfehlen.

Von: BlogBücherei Datum : 30.06.2017

blogbuecherei.blogspot.de/

Das Cover allein war hier Schuld, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte, denn der Klappentext kam diesmal gar nicht sooo gut bei mir an. Aber nachdem ich in ihrem vorherigen Buch neben der Story vor allem Paula Hawkins Schreibstil ungewöhlich, aber gut fand, hatte ich auch hier zunächst keine Zweifel.

Schnell wird im Buch klar, dass nicht nur der Tod um Nel Abbott das große Thema ist, sondern so gut wie alle Bewohner in Beckford eine geheimnisvolle Vergangenheit haben. Und da kommen wir dann auch schon zum Problem.
"Into the Water" besteht aus so vielen Charakteren, die uns alle ihre Geschichte erzählen wollen, sodass ich manchmal schon durcheinander gekommen bin und die Seiten auch nochmals gelesen habe, um nichts zu verpassen. Diese Geschichten sind nur leider meines Erachtens wenn überhaupt mäßig spannend, sodass ich das Lesen als mühsam empfunden habe. Der auch hier gute Schreibstil konnte meine Enttäuschung auch nicht lindern, sodass ich nach Pausieren und neuem Lesen einfach aufgegeben habe. Ich habe ca. die Hälfte des Buches gelesen, aber selbst wenn man den Eindruck hatte, dass es jetzt zu einer Aufklärung kommt, zog es sich nur erneut weiter hin.
Niemand aus diesem Buch hat es geschafft, dass ich seine oder ihre Geschichte verfolgen wollte, sie wirken allesamt eher unsympathisch und anstrengend.
Die Konsequenz daraus ist, dass ich das Buch abgebrochen habe und ich habe nicht den Eindruck, dass ich etwas verpasse.

E I N R A F F I N I E R T E R E R Z Ä H L T E R S P A N N U N G S R O M A N

Von: Renate Sabine Datum : 30.06.2017

bloggingrenate.blogspot.de

Into the Water ist mein erster Romane von Paula Hawkins. Ich entdeckte Girl on the Train ein bisschen zu spät, als es schon viele unterschiedliche Meinungen gab die mich total verunsichert haben was den Debütroman der Autorin anging, so dass ich mich gar nicht an das Buch ran traute. Allerdings als ich erfuhr, dass ein neuer Roman von ihr erscheinen wird, entschied ich mich der Autorin auf jeden Fall eine Chance zu geben. Jedoch, nach Beendung des Buches, dauerte es einige Tage das Gelesene einzuordnen und mir über meine Gefühle dazu klar zu werden.
Ich freute mich sehr, als mich das Buch erreicht hat, vor allem, dass schon die Aufmachung ein spannendes und mysteriöses Leseerlebnis verspricht. Was allerdings alle vergessen ist, dass Into the Water trotz der enthaltene Krimielemente ein Roman ist. Was die Autorin auch in ihrem Buch sehr deutlich klar stellt. Der Roman verwöhnt den Leser mit einem sehr spannungsbeladenen Anfang, aber dann flacht er in den nächsten Seiten immer mehr ab. Es wir eine Geschichte erzählt, die dann hier und dann ihre Spannung aufbaut und behält, ohne dass sie überhaupt einen Höhepunkt erreicht. Die Geschichte zog sich zu sehr in die Länge, obwohl dies viel kürzer erzählt werden hätte können.
Die vielen verschieden Charaktere die im Buch in einem einzigen Kapiteln zu Wort kommen und ihre Erlebnisse, Geschichten und Gedanken erzählen, rauben einem schnell den Überblick über das Geschehene und das Interesse am Buch. Die Geschichte um die es hauptsächlich geht, nämlich den mysteriösen Tod der Schwester, gerät immer weiter in den Hintergrund. Letztendlich fällt es einem noch schwer die Lust zum Weiterlesen zu finden.
Letztendlich, am Ende bewahrheiteten sich meine Ängsten und das Buch enttäuschte mich völlig. Leider ergab diese etwas zu wirr und zu verstrickt angelegte Geschichte letzten Endes keinen Sinn für mich. Außer, dass das Ende einfacher gefunden werden hätte können, war es für mich viel zu uninteressant und flach erzählt.
Into the Water ist ein raffiniert erzählter Spannungsroman, mit sehr viel Potenzial, der mich aber leider dieses mal nicht überzeugen konnte.

Nach langem Anlauf hat es mich dann doch überzeugt

Von: Gabis Laberladen Datum : 28.06.2017

https://laberladen.com/

Darum geht’s:

Julia hat schon viele Jahre nicht mehr mit ihrer Schwester Nel gesprochen. Nun ist Nel tot, es sieht so aus, als habe sie sich das Leben genommen, indem sie vom Felsen in den „Drowning Pool“ gesprungen ist. Julia muss sich um ihre Teenager-Nichte Lena kümmern, aber auch der „Drowning Pool“ und Nels Buchprojekt darüber, dass dort schon mehr als eine Frau gestorben ist, lässt auch Julia nicht los.

So fand ich’s:

Das Buch lässt sich eher langsam an und ich hatte gewisse Startschwierigkeiten damit.

Viele Erzähler bekommen eine Stimme, manche berichten in der ersten Person, andere in der dritten Person und sie wechseln sich in schnellen Intervallen ab. Zwischendurch werden kurze Kapitel aus Nels Buchprojekt eingestreut, die das Schicksal der toten Frauen des „Drowning Pool“ beleuchten.

Man muss sich nach und nach zusammenreimen, wer das ist, der gerade seine Sicht beisteuert, und wie der jenige mit den anderen Erzählern in Zusammenhang steht. Vor jedem Kapitel steht der Name des jeweiligen Erzählers, was die Orientierung erleichtert. Irgendwann habe ich mir eine Namensliste (unten angehängt) der wichtigsten Personen gemacht, die mir sehr geholfen hat. Anfangs erleben wir auch mal die selbe Szene aus unterschiedlicher Perspektive, wobei man nicht das Gefühl einer bloßen Wiederholung hat. Das ist geschickt gemacht und hat mir gefallen.

Am ehesten habe ich noch Julia, die am liebsten Jules genannt wird, als Protagonistin empfunden, aber tatsächlich stehen die vielen Erzähler relativ gleichwertig nebeneinander und dieses Konzept hat mir großen Spaß gemacht, nachdem die Anfangsschwierigkeiten erst mal überwunden waren. Die Personen sind alle sehr menschlich, es gibt keine Helden, sondern die meisten haben etwas zu verbergen, treffen falsche Entscheidungen oder scheitern an wichtigen Dingen. Und genau deswegen sind sie alle spannend zu beobachten.

Ich hatte aber das Gefühl, dass die Autorin sich nicht besonders viel Mühe damit gibt, den Leser gleich zu Anfang des Buches packen zu wollen. Sie präsentiert uns die Story in kleinen Häppchen und lässt die einzelnen Puzzlestücke ohne große Erklärung stehen. Mir fehlte für eine ganze Weile der letzte Kick, der mich begeisterte. Ich habe mich mit der Handlung treiben lassen und war neugierig, aber nicht fasziniert. Doch ich kann jedem nur empfehlen, durchzuhalten, wenn der Anfang des Buches ein bisschen lahm und wegen der vielen Erzähler verwirrend daher kommt. Mit der Zeit meint man, die Zusammenhänge zu durchschauen und bekommt doch immer neue Facetten und andere Blickwinkel vorgesetzt und das hat mich dann irgendwann richtig gepackt. Denn man lüftet Schicht um Schicht und schaut mehr und mehr hinter die Fassade. Auf ruhige Art und Weise hat mich die subtile Spannung des Buches doch irgendwann mitgerissen, so dass ich die zweite Hälfte des Buches am Stück verschlungen habe.

Insgesamt war der Anfang zwar etwas langatmig und verwirrend, aber nachdem sich die Irritation erst einmal gelegt hat, konnte mich der Rest des Buches mit einem subtilen psychologischen Verwirrspiel und seinen Charakterstudien doch überzeugen.

Ein schwacher Start mit einem starken Ende

Von: BeautyPeaches Datum : 26.06.2017

beautypeaches.de/

Nachdem ich „Girl on the Train“ von Paula Hawkins mit Begeisterung gelesen hatte, war mir klar, dass ich mir weitere Werke der Autorin zu Gemüte führen werde. Der Klappentext klang schon sehr vielversprechend, doch hatte ich Startschwierigkeiten. Im vorangegangenen Roman setzte die Schriftstellerin auf drei Protagonistinnen und versah die wechselnden Perspektiven mit den Namen der jeweiligen Person als Überschrift. Bei „Into the Water“ tat Paula Hawkins das ebenfalls, doch treffen wir hier auf mehrere Charaktere und ich fand es teilweise verwirrend, zumal auch Zeitsprünge vorhanden waren. Die Story begann etwas flach und ich musste mich vorerst zum Weiterlesen zwingen. Leider kommt man auch nicht gleich wieder in die Geschichte, wenn man den Roman ein paar Tage weglegte. So musste ich die zuletzt gelesenen Seiten nochmals durchblättern.
Der Schreibstil der Autorin hingegen gefällt mir wie bereits bei „Girl on the Train“ sehr gut. Die Charaktere wirken sehr authentisch und durch die lebhaften Erzählungen kann ich mir die jeweiligen Kulissen absolut gut vorstellen. Erneut wählte die Autorin eine Ortschaft in England für ihren Roman. Mittelpunkt hierbei war ein Fluss – Drowning Pool.
Nel war fasziniert von diesem Fluss. Schon immer ging sie gerne darin schwimmen. Deshalb kann sich Jules auch nicht vorstellen, dass Nel freiwillig gesprungen ist. Jules kehrt nach Jahren in den unruhig beschriebenen Ort Beckford zurück und muss sich fortan ihrer Vergangenheit stellen. Dort laufen nicht nur die Ermittlungen wegen dem Freitod ihrer Schwester Nel, sondern führt deren Handlung auch auf den vorhergehenden Suizid von Katie zurück. Abgesehen davon, dass Katie die beste Freundin von Nel ihrer Tochter Lena war, stellt man keine Verbindung zwischen beiden Selbstmorden her.
Nun bekommt der Leser die Geschichte aus der Sicht sämtlicher Einwohner erzählt. So haben wir Josh (Bruder von Katie), Lousie (Mutter von Katie), Erin und Sean als leitende Detectives, Helen (Sean seine Frau), Patrick (Sean sein Vater) , Jules (Schwester von Nel) und Lena (Tochter von Nel). Zudem war Helen die Direktorin an der Schule von Katie und Lena und dann gab es noch den Lehrer Mark. Auch der kommt zu Wort. Zusätzlich kommt noch Nickie ins Spiel. Sie behauptet eine Seherin zu sein und dass die Toten zu ihr sprechen. Auch die Mutter von Sean soll vor Jahren von der Klippe in den Fluss gesprungen sein. Nur Nickie behauptet etwas anderes, doch ihr schenkt keiner Gehör. Unter anderem lesen wir auch kurzzeitig aus dem Jahr 1679 aus der Sicht von Libby, die angeblich als Hexe hingerichtet wurde, indem man sie im Fluss ertränkte.
Spinnt man alle Erzählungen aus den Sichtweisen der Figuren zusammen, ergibt sich ein komplettes Netz und das Ende von „Into the Water“ ist absolut stimmig. Zwar plätscherte der Roman anfangs so dahin, aber bereits im 2/3 konnte mich das Buch an sich fesseln, nicht nur weil die Erzählungen der Charaktere zunehmend spannender wurden, sondern kam einiges ans Licht. Ich rätselte lange mit und wurde immer wieder überrascht.
Zitat aus dem Buch: »Beckford ist kein Ort für Selbstmörder. Beckford ist ein Ort, um unbequeme Frauen loszuwerden.«
Fazit: So schwer, wie ich mich am Anfang tat, „Into the Water“ von Paula Hawkins zu lesen, so schwer fiel es mir letztendlich, das Buch aus der Hand zu legen. Ein schwacher Start mit einem starken Ende.

Drowning Pool

Von: Melanie E. Datum : 21.06.2017

melbuecherwurm.blogspot.de/

"Girl on the Train" hinterließ seine Leserschar zwiegespalten und dies weckte meine Neugier auf den neuen Thriller der Autorin. Klappentext und Cover sprachen mich sehr an und ich war mehr als gespannt, ob mich "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" letztendlich begeistern kann. Ein recht ungewöhnlicher Schreibstil und jede Menge Nebenschauplätze und Personenbeschreibungen nehmen sehr viel Raum ein und wenn nicht jedes Kapitel eine Überschrift getragen hätte, hätte ich schnell den Überblick verloren. Es ist verwirrend und die Orientierung zu behalten ist nicht einfach, dennoch bekommt die Story nach und nach einen Sinn. Leider ist der erhoffte Spannungsbogen zäh und nimmt erst recht spät an Fahrt auf. Das Ende ist recht offen und fordert mich heraus, mir meine eigenen Gedanken zusammen zu schustern. Der Grundgedanke von "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" ist definitiv gelungen, dennoch bin ich nicht komplett überzeugt worden. Irgendetwas fehlt, obwohl ich nicht wirklich benennen kann, was es letztendlich war. Es ist ein Familiendrama, eine alte Schuld und vieles mehr, was uns durch den Thriller begleiten wird und sich nach und nach präsentiert. Sofort zu wissen, was es es mit dem Drowning Pool und dessen Umgebung auf sich hat, wäre ermüdend gewesen und hätte dem Thriller komplett die Spannung entzogen, dennoch fehlte mir der Überraschungsmoment. Es hängen viele Personen in dieser Story fest und jede trägt ihr Päckchen. Schuld? Verdrängung? Eine Vergangenheit, die wieder auflebt? Emotional gesehen ist hier vieles zu finden und dennoch berührte es mich nur bedingt. Julia selbst, die in den Ort ihrer Kindheit zurückreist kann nur bedingt glänzen, da sie doch recht oberflächlich bleibt. Bei mir konnte sie leider nur wenig Sympathiepunkte einheimsen. Sie wurde für mich einfach zu blass gezeichnet, um zu überzeugen.

Insgesamt gesehen ist "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" ein ruhiger vor sich hin plätschernder Psychothriller, der erst am Ende leicht an Fahrt aufnimmt. Komplett überzeugt bin ich leider nicht und kann daher nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen. Versprochen hatte ich mir um einiges mehr, zumal das Buch auf vielen Seiten hoch gelobt und beworben wurde. Für mich fehlte es hier und da an Spannung, denn die Story selbst hat viel Potential, die mir aber zu oberflächlich geblieben ist.

★★★★ (3,5 Sterne)

Spannend und tiefgründig...

Von: Nahrung fürs Gehirn Datum : 17.06.2017

nahrungsfuersgehirn.blogspot.de/

Hallöchen und einen schönen Samstag Vormittag wünsche ich euch. :) Kürzlich habe ich den neuen Roman von Paula Hawkins gelesen und heute möchte ich euch meine Meinung dazu mitteilen. Ich zähle mich zu den "Girl On The Train" Fans und habe mich deshalb sehr auf das neue Werk von ihr gefreut. Erschienen ist das Buch bei blanvalet.

Inhalt:

»Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …« In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …

Meine Meinung:

Wie schon erwähnt, habe ich Paula Hawkins' ersten Roman sehr gemocht. Und auch bei diesem konnte ich kaum eine Pause machen, weil er so spannend war. Die Handlung entrollt sich so nach und nach, man erfährt mit jeder Seite neue Dinge und auch das Ende birgt die ein oder andere Überraschung. Auch wenn einiges vielleicht schon sehr früh klar wird, hat es mich ziemlich umgehauen. Was immer ein gutes Zeichen ist und definitiv für das Buch spricht.
Das Buch wird aus der Sichtweise von verschiedenen Protagonisten erzählt, die immer wieder wechseln.
Der Schreibstil war wieder sehr angenehm zu lesen und die Geschichte hat mich persönlich sehr fasziniert. Ein paar Fakten sind ebenfalls enthalten. Damit meine ich bestimmte Orte, die vor allem Selbstmörder anziehen.
Macht euch auf ein besonderes Lese-Erlebnis gefasst. :D

Von mir gibt es ⭐⭐⭐⭐⭐ und wie immer eine Lese-Empfehlung. Begebt euch an den Drowning Pool. ;) Aber bitte nicht hinein.^^

Mysteriöser Todesfall in ruhiger Atmosphäre

Von: Laura von Eden Datum : 16.06.2017

www.lauravoneden.de

'Into The Water' hat sofort meine Aufmerksamkeit erregt, als ich gesehen hatte, dass es von der selben Autorin wie 'Girl On The Train' ist. Das Buch habe ich damals sehr gut gefunden, einfach weil es für die damalige Zeit etwas vollkommen Neues für mich war. Umso gespannter war ich natürlich auf 'Into The Water' und meine Erwartungen waren recht hoch gesetzt.

Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Wer eine Geschichte wie bei 'Girl On The Train' erwartet, der wird vermutlich, wie ich, enttäuscht werden. Das Buch ist allerdings auch 'nur' als Roman deklariert, auch wenn es einige Thriller Elemente aufweist. Die Story baut sich nur sehr langsam auf und die Stimmung würde ich durchgehend als dahinplätschernd bezeichnen.

Am Anfang steht der Todesfall von Nel, weshalb ihre Schwester Julia in ihre Heimat zurückkehrt. Dort angekommen, wird schnell klar, dass die Todesumstände sehr mysteriös sind und nichts so ist, wie es scheint. Hinzu kommt, dass die Story aus der Sicht von sehr vielen Personen erzählt wird. Diese Personen erzählen im Grunde alle etwas anderes und so weiß man nie genau, woran man nun ist. Durch den stetigen Perspektivwechsel war es für mich auch sehr schwierig an der Geschichte dran zu bleiben. Positiv fand ich jedoch, dass unten neben der Seitenzahl immer der Name der Person stand, die gerade erzählt. Das hat zwar etwas geholfen, trotzdem war es mir insgesamt etwas zu viel. Durch die vielen Personen kam die Geschichte wirklich sehr langsam in Fahrt und ich habe mich durch die ersten zwei Drittel durchkämpfen müssen. Im letzten Drittel nimmt die Story durchaus noch an Fahrt auf, jedoch muss man dafür wirklich Geduld mitbringen.

Dass ich mich trotzdem durch das Buch gekämpft habe, lag wohl zum Großteil am recht angenehmen Schreibstil der Autorin. Außerdem wollte ich natürlich trotzdem gerne wissen, wie sich alles am Ende auflöst und das hat mir dann letztlich auch ganz gut gefallen. Insgesamt ist 'Into The Water' ein recht durchschnittliches Buch mit einigen Minuspunkten. Ich würde vermutlich trotzdem weitere Bücher von Paula Hawkins lesen, denn 'Girl On The Train' konnte mich auch begeistern, obwohl es ebenfalls kein Buch mit vielen Spannungsspitzen war. Vielleicht war 'Into The Water' einfach nicht meine bevorzugte Art von mysteriösem Mordfall.