Leserstimmen zu
Die sündige Liebe eines Lords

Juliana Gray

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Inhalt Lord Roland Penhallow ist alles andere als begeistert, als seine Tätigkeit als Agent der König aufzufliegen droht. Um ihn davor zu retten als Verräter dazustehen, wird er von seinem Chef in den Urlaub geschickt. Um wenigstens etwas zu tun zu haben, reist er mit seinem Bruder und dem Wissenschaftler Burke nach Italien auf das Castel Sant' Agata. Auf dem Weg begegnet die Gruppe Lady Elizabeth Harewood, ihrem Sohn Philip, und zwei ihrer Begleiterinnen. Bei dieser kurzen Begegnung flammen die Gefühle zwischen Roland und Elizabeth wieder auf, was zu einem intensiven Moment führt. Elizabeth will alles möglichst schnell vergessen, blöd nur, dass auch sie das Castel Sant' Agata als Ziel haben. Diesmal will Roland seine Chance nicht verstreichen lassen, er will sie vollkommen erobern. Meine Meinung Juliana Grays Historical entführt seine Leser ins Jahr 1890. Dabei darf er eine Reise von England nach Italien, in die Nähe von Florenz, unternehmen. Der Hauptteil der Handlung findet dabei allerdings in Italien statt, auf Castel Sant' Agata, in einer traumhaft schönen Umgebung. Lord Roland Penhallow ist einer der besten Agenten der Königin für maritime Angelegenheiten. In der Gesellschaft genießt er den Ruf eines Frauenheldes, dabei liebt er seit Jahren nur eine Frau, die allerdings einen anderen gewählt hat. Als eine Verwicklung gegen ihn einberufen wird, die ihn als Verräter hinstellen soll, soll er untertauchen. Bis die Sache geklärt ist, taucht er in Italien unter und begegnet ausgerechnet dort der Frau, der sein Herz gehört. Er ist entschlossen diesmal alles zu tun um ihr Herz für sich einzunehmen. Lady Elizabeth Harewood, die nun eigentlich Somerton heißt, und gerne als Lilibet gerufen wird, ist auf der Flucht vor ihrem Ehemann, der ihr Leben zur Hölle gemacht hat. Zusammen mit zwei Freundinnen und ihrem Sohn Philip will sie nur weg und unauffindbar sein. Auch sie hat nie aufgehört Roland zu lieben, weshalb die erste Begegnung nach Jahren zu einem emotionalen Fiasko wird. Sie wünscht sich ihn vertrauen zu können, hat aber auch Angst davor. Leider muss sie auch feststellen, dass er der Vater für Philip sein könnte, den sie sich immer gewünscht hat. Doch bevor sie überhaupt daran denken kann sich neues Glück zu schaffen, muss erst die Vergangenheit überwunden werden, doch das ist nicht gerade einfach. Die Geschichte zwischen Roland und Lilibet setzt an einem Punkt an, wo sie sich nach Jahren wieder sehen. Es gibt erst nur vereinzelt Informationen, doch schließlich wird nach und nach eröffnet, was damals tatsächlich geschehen war und weshalb sie einen anderen Mann wählte. Erst da werden die Hintergründe als Licht gebracht, denn vieles hing zusammen und baute auf einander auf. Hier werden Wahrheiten aufgedeckt, die schmerzlich sind und die den unbedingten Willen mancher Sturköpfe offenbaren. Das Anwesen um das Castel Sant' Agata wird einfach nur fantastisch beschrieben. Die Landschaft erscheint wunderschön, man möchte am liebsten aus dem grauen Alltag flüchten um dort im Garten etwas Ruhe und Gelassenheit zu finden. Eines der witzigsten Elemente der Geschichte stellt sicherlich die Wette zwischen den Männern und Frauen da. Das Geschlecht, das als erstes vom anderen verführt wird, hat das Anwesen zu räumen. Die Einfälle, die genutzt werden um einander Fallen zu stellen, sind urkomisch. Doch noch viel unterhaltsamer sind die Versuche die aufgestellten Regeln zu umgehen. Die heimlichen Treffen, das irrsinnige Rumschleichen in der Nacht. Da darf man sich sicherlich auf die nächsten bzw. anderen Romane freuen, die die anderen Pärchen vorstellen. Zum Ende des Buchs sollte noch etwas Spannung eingebracht werden, weshalb es zu einer Art Showdown kommt. Leider fällt dieser aber ziemlich jämmerlich aus. Es fing gut an, mit Entführung, Bedrohung, Geiselnahme, doch es wurde nicht wirklich viel daraus gemacht. Die Dramatik wurde groß herausgespielt, die wirklich Spannung dabei leider zu einem Plätschern herabgestuft. Die Autorin hat gut angefangen, die Geschichte gut gesponnen, den Hintergrund gut ausgearbeitet, den Höhepunkt allerdings total vermasselt. Hier hätte wirklich mehr draus gemacht werden können. Fazit "Die sündige Liebe eines Lords" verspricht eine interessante Geschichte, die zwei Liebende zusammen bringt, damit sie ihre zweite Chance nutzen können. Die Liebesgeschichte an sich ist schön geschrieben und bringt Abwechslung mit, doch leider mangelt es an Spannung, selbst der Höhepunkt kann es nicht herausreißen.

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Ich hatte ja vor einiger Zeit meinen momentanen Hang zu netten, herzerwärmenden, minimal kitschigen *räusper* Liebesgeschichten gestanden. Es war natürlich abzusehen, dass bei der Menge an Büchern, die ich auch in diesem Genre lese, mal eins dabei sein wird, das mich nicht ganz überzeugt, nicht einmal meine kleine, innere, rosa-kitschige Seele, die gerne einmal mit den Protagonisten mitschmachtet. Hier war es dann doch ein wenig zu viel des Guten und zwar in jeder Hisicht. Es beginnt beim Titel, der mich hätte stutzig machen sollen, allerdings hatte mir ein Blick auf den englischen Titel verraten, dass es da den wesentlich weniger sündig-spektakulären Titel " A Gentleman Never Tells" trägt, so dass ich es doch wagte. Kurz gefasst, könnte man sagen, dass ich durchgehend das Gefühl hatte, dass die Sprache nicht zu der Zeit passt, in der das Buch spielt. Dadurch fiel es mir schwerer, mich auf die Handlung einzulassen. Ich erwarte keine staubig-gestelzte Sprache, sondern eine, die die Gratwanderung zwischen der historischen Handlung angemessener Sprache und gut und mit Vergnügen lesbarer Sprache meistert, das war hier für mich nicht der Fall. Hier war die Sprache teilweise zu modern und teilweise auch arg süßlich. Außerdem war es leider so, dass ich das Gefühl hatte, dass sich die handlung auf sehr wenige Sätze reduzieren lässt - die Protagonisten wurden aus nicht nachvollziehbaren Gründen vor Urzeiten getrennt, nur zu ihrem Besten natürlich, was ebenso natürlich allerseits für ein jahrelanges Unglück und Elend geführt hat. Nun werden sie auch genauso wenig wirklich nachvollziehbaren Gründen durch eine noch mehr konstruierte Handlung wieder zusammengebracht, auf dass ihr Leben sich doch noch zum Guten wende. Oder so. Viel Konstruktion, wenig überzeugende Handlung - warum also doch noch drei Sterne? Tjaha... das liegt daran, dass ich mich diverse Male köstliche amüsiert habe, weil die Dialoge der Protagonisten einfach witzig und unterhaltsam sind, außerdem sind es nun mal wirklich sympathische Protagonisten, denen man wünscht, dass ihr Leben jetzt endlich schön wird. Auch wenn es letztlich insgesamt nett war, werde ich wohl zukünftig doch wieder etwas kritischer sein, wenn schon die Titel sehr... bedeutungschschwanger und sehr süßlich sind - was nicht heißt, dass ich mich nicht doch wieder drauf einlasse, da ich auch schon wirklich erstaunlich gute Bücher hinter für mein Empfinden sehr gruseligen Titel gefunden habe, darum gehe ich immer wieder mit frischem Mut und einer großen Portion Optimismus an alle Bücher heran. Ob ich dieses Buch empfehlen kann, kann ich so nicht sagen, man sollte auf jeden Fall etwas unkritischer und Schmalz gegenüber sehr aufgeschlossen sein, dann passt auch das.

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