Leserstimmen zu
Herdwärme

Okka Rohd

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Genau darum geht es bei den Rezepten von „Herdwärme. Eine kleine Kochschule für das große Glück zu Hause.“ (kailash), die Okka Rohd in dem Bestreben zusammengetragen hat. Das Glück in der Küche soll mit traditionellen Klassikern erkocht werden und so lernen wir hier Gerichte, die bei vielen sicherlich Erinnerungen an die Kindheit wecken und irgendwie schon immer auf den Tisch kamen und immer noch kommen, von Grund auf zu kochen. Okka, die ich selbst unter anderem aus der Glamour und anderen Zeitschriften als Redakteurin kenne, bezeichnet sich selbst als begeisterte aber nicht überragende Köchin. Um die Rezepte möglichst ideal umzusetzen, hat sie sich daher für jedes einzelne einen Experten zur Hilfe geholt. Dann sollte ja nichts mehr schief gehen… Okka, die selbst erst sehr spät durch die Liebe zum Kochen kam, erzählt aus ihrer Zeit bis dahin, in der sie zwar stets gutes Essen genoss, aber nie für dessen Zubereitung zuständig war und sich im Prinzip auch nicht dafür interessierte. Als sie Ende 20 den Zauber entdeckte, den gutes Essen auszulösen vermag und die Erinnerungen, die es herstellen kann, begann sie, sich intensiv einzuarbeiten und machte sich auf die Suche nach den besten Rezepten. Als erstes steht bei ihr das „Wiener Schnitzel“ auf dem Programm, das sie mit Unterstützung des Österreichers Ernst Schleich zubereitet und der hierfür neben dem Rezept auch 15 Profitipps bereithält. Serviert wird das Ganze mit einer schönen Geschichte zur Zubereitung von Okkras erstem österreichischem Schnitzel sowie „Erdäpfelsalat“ und „Gurkensalat“. Danach lüftet die Autorin das Geheimnis um die echte authentische napoletanische Pizza und lehrt und zusammen mit Pizzabäcker Florian Schramm „Focaccia“ und natürlich Pizzateig zubereiten. Dass das eine wahre Kunst ist, zeigt sich schon eindrucksvoll im rund zehn Seiten langen Text zur Herstellung und den daran anknüpfenden weiteren drei Seiten mit Profitipps von Schramm. Schnell lernen wir, wer hier Meister seines Faches werden will, muss vorab richtig viel lesen. Die Rezepte stellen nämlich nur immer einen kleinen Teil des Kapitels dar. Vielmehr geht es um die Gerichte an sich, die Herkunft, die Zubereitung, die Hintergründe und natürlich die Menschen, welche sie hier zubereiten. Da ich den Schreibstil sehr angenehm finde und die Erlebnisse der Autorin einen perfekt einfangen und in die jeweilige Küche mitnehmen, liest es sich sehr kurzweilig und unterhaltsam. Wer ein reines Kochbuch mit Rezepten sucht, wird hier sicher nicht glücklich. Wer das Gesamtpaket zu schätzen weiß dafür umso mehr. Bei Florian Mickan, der ein Kartoffel-Restaurant in Berlin betreibt, dreht es sich um selbige und serviert werden uns neben „Ofenkartoffel mit Pesto-Quark“ auch „Kartoffelsuppe“ und „Kartoffelsalat“. Bei Eschi Fiege, selbst Kochbuchautorin, gibt es „Gurke mit kühler Ingwersoße“, „Kräftiger Gemüsefond“, „Salatdressing für einen grünen Beilagen-Salat“, „Spargelrisotto“ und „Erdbeermousse mit Rhabarbersoße“. Aber auch die Themen „Kochen mit Kindern“, „Das perfekte Steak“, „Innereien“ und „Kochen für große Runden“ werden hier mit Bloggern, Restaurantbesitzern, Köchen, Sommeliers und Konditoren aufgegriffen. Was dabei für uns neben unterhaltsamen Geschichten an Rezepten rumkommt? „Hasen-Pancakes“, „Karthäuserklöße“, „Gelbe Linsentaler“, „Ingwer-Limetten-Spinat“, „Kartoffel-Endivien-Stampf“, „Café-de-Paris-Burger“, „Warmer Wintergemüse-Salat“, „Radicchio-Salat mit Birne, Zucchini und Walnüssen“, „Pak Choi-, Chinakohl- und Sprossen-Salat mit würziger Miso und Riesengarnele“, „Blumenkohl-Parmesan-Kuchen“, „Gerösteter Kürbis, Karotte und Rote Bete mit Bohnen und Erdnüssen“, „Boeuf Bourguignon“, „Knusprige Kartoffel-Gnocchi“, „Schokoladen-Orangen-Törtchen“, „Waldorfbrot mit Sellerie und Zwiebeln“, „Gemüsebrühe mit Leberknödeln“, „Grießklößchen“, „Windbeutel“, „Königlicher Käsekuchen“, „Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern“, „Reispudding mit Karamellsoße“, „Rote-Bete-Fond“, „Rote-Bete-Macadamia-Textur“, „Rote Bete gedörrt“, „Rote-Bete-Haselnuss-Burrata-Salat“ und „Rote-Bete-Apfel-Mohn-Marmelade“. Natürlich darf auch hier ein abschließendes Kapitel zur zentralen Frage der „Küchen-Grundausstattung“ nicht fehlen und dann sind wir durch. Gut unterhalten habe ich mich, gelernt habe ich auch was. Die Bilder, die im Verhältnis zur Textmenge recht gering sind, gefallen mir ganz gut, wobei ich die zu den Rezepten super finde, die zu den Geschichten teilweise ein bisschen überflüssig beziehungsweise beliebig. Alles in allem aber ein richtig schönes Buch, das Wärme am Herd, im Herz und im Magen erzeugt.

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Im Januar habe ich angefangen, das Buch „Herdwärme“ von Okka Rohd zu testen. Ich hatte es auf Instagram entdeckt, dann habe ich irgendwo darüber gelesen (hat da ihr Mann über ihre Liebe zum Kochen geschrieben? Wo was das nur?). Dann habe ich Okka entdeckt und ihre wunderbaren Texte unter anderem auf Slomo, ihrem Blog. Diese ersten Begegnungen haben sich zu so einer Art Girl-Crush entwickelt, ich gestehe es ehrlich. Vor allem durch die Lektüre von Herdwärme. Denn das ist nicht nur ein Kochbuch – und ich möchte gerade nicht wissen, wie oft genau das schon geschrieben wurde über ein Kochbuch. Herdwärme ist das Buch einer Frau, die anfing, sich für das Kochen zu interessieren. Oder irgendwann anfing, sich über den Genuss und die Liebe zum Essen auch für das Kochen zu interessieren. Ein bisschen wie bei mir. Was sie in diesem Buch dokumentiert, ist – auch ein bisschen wie bei Kuchen oder Weltfrieden – eine sehr strategische und strukturierte Herangehensweise an das Thema. Rezept für Rezept erschließt sie sich das Kochen. In etwa: Ich will das perfekte Steak machen. Was sollte es dazu geben? Wie macht man das? Wen kann ich fragen? Wer kann mir genau erklären wie das geht, statt mir nur ein paar Zutaten und eine Aufzählung von Handlungsschritten hinzuknallen? Jedes Rezept ist verbunden mit einer persönlichen Geschichte. Jedes Rezept hat einen Experten zur Seite (Berlins Who-is-Who, ziemlich cool). Und der erzählt ein bisschen was drumrum in einem Interview und gibt dann – Achtung Achtung! – auch noch ein paar extra Tipps für das Gelingen. Da kommen wir auch schon zu meinem Angstgegner. Ich hab so einige, die ich mit Respekt umkreise in der Küche. Fisch und Fleisch gehören immer dazu, weil ich Angst habe, es zu verhunzen. Aus dem einfachen Grund: Da ist ein Tier für gestorben. Das ich bereit bin zu essen, aber das dann wenigstens auch in meinem Bauch landen soll und nicht im Mülleimer. Das finde ich einfach schlimm. Kennst du das? Weiterer Angstgegner, der hier Beispiel sein soll: Brandteig. Ich habe die Warnungen meiner Mutter immer präsent: „Das hab ich einmal versucht und dann nie wieder.“ Und genauso ging es mir auch. Sogar mit Brandteiggarant war ich zu doof dazu. Bis ich dieses Buch fand. Eines der schönsten Erlebnisse 2017 – ich übertreibe nicht – ist das Gelingen meiner Windbeutel. Welch Freude, welch übergroßes Glück. Man hat keine Ahnung ob es klappt, und dann passiert erstmal nix im Ofen. Bis dann die Dinger wunderschön knusprig flufflig aufgehen. Ich war sofort verliebt. Hals über Kopf. Ich habe sie sogar erfolgreich eingefroren!!!! Und ausschlaggebend waren die Extra-Tipps: Man läuft eher Gefahr, den Teig beim abbrennen im Topf zu früh vom Herd zu nehmen als ihn zu verbrennen. Ich hab den Herd nochmal eingeschaltet und mich getraut! Eh voilà! Oder das Rezept für Café de Paris Butter! Hmmmm, oooooohhhh! Ich hatte dieses himmlische Zeug erst kurz vorher kennengelernt. Und jetzt kann ich es sogar selbst herstellen! Ich möchte es jeden Tag essen. Auf Brot, auf Nudeln, zu Fleisch, zu Gemüse. Es schmeckt alles umami damit. Es ist mir extrem schwer gefallen, dieses Buch aus der Hand zu legen. Ich hätte gerne noch viel länger darin gekocht. Bis auf das letzte Rezept hätte ich es gerne durchprobiert. Aber das passiert jetzt hinter den Kulissen sozusagen. Kurzum: Dieses Buch möchte ich herzlich empfehlen. Das mache ich nicht oft. Es gibt oft irgendwas, was so mittel ist. Aber hier gibt es was zu lesen und zu entdecken. Auch bei Gerichten, von denen man denkt, man hat sie drauf. Mehr unter kuchenoderweltfrieden.de

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Im Januar habe ich angefangen, das Buch „Herdwärme“ von Okka Rohd zu testen. Ich hatte es auf Instagram entdeckt, dann habe ich irgendwo darüber gelesen (hat da ihr Mann über ihre Liebe zum Kochen geschrieben? Wo was das nur?). Dann habe ich Okka entdeckt und ihre wunderbaren Texte unter anderem auf Slomo, ihrem Blog. Diese ersten Begegnungen haben sich zu so einer Art Girl-Crush entwickelt, ich gestehe es ehrlich. Vor allem durch die Lektüre von Herdwärme. Denn das ist nicht nur ein Kochbuch – und ich möchte gerade nicht wissen, wie oft genau das schon geschrieben wurde über ein Kochbuch. Herdwärme ist das Buch einer Frau, die anfing, sich für das Kochen zu interessieren. Oder irgendwann anfing, sich über den Genuss und die Liebe zum Essen auch für das Kochen zu interessieren. Ein bisschen wie bei mir. Was sie in diesem Buch dokumentiert, ist – auch ein bisschen wie bei Kuchen oder Weltfrieden – eine sehr strategische und strukturierte Herangehensweise an das Thema. Rezept für Rezept erschließt sie sich das Kochen. In etwa: Ich will das perfekte Steak machen. Was sollte es dazu geben? Wie macht man das? Wen kann ich fragen? Wer kann mir genau erklären wie das geht, statt mir nur ein paar Zutaten und eine Aufzählung von Handlungsschritten hinzuknallen? Jedes Rezept ist verbunden mit einer persönlichen Geschichte. Jedes Rezept hat einen Experten zur Seite (Berlins Who-is-Who, ziemlich cool). Und der erzählt ein bisschen was drumrum in einem Interview und gibt dann – Achtung Achtung! – auch noch ein paar extra Tipps für das Gelingen. Da kommen wir auch schon zu meinem Angstgegner. Ich hab so einige, die ich mit Respekt umkreise in der Küche. Fisch und Fleisch gehören immer dazu, weil ich Angst habe, es zu verhunzen. Aus dem einfachen Grund: Da ist ein Tier für gestorben. Das ich bereit bin zu essen, aber das dann wenigstens auch in meinem Bauch landen soll und nicht im Mülleimer. Das finde ich einfach schlimm. Kennst du das? Weiterer Angstgegner, der hier Beispiel sein soll: Brandteig. Ich habe die Warnungen meiner Mutter immer präsent: „Das hab ich einmal versucht und dann nie wieder.“ Und genauso ging es mir auch. Sogar mit Brandteiggarant war ich zu doof dazu. Bis ich dieses Buch fand. Eines der schönsten Erlebnisse 2017 – ich übertreibe nicht – ist das Gelingen meiner Windbeutel. Welch Freude, welch übergroßes Glück. Man hat keine Ahnung ob es klappt, und dann passiert erstmal nix im Ofen. Bis dann die Dinger wunderschön knusprig flufflig aufgehen. Ich war sofort verliebt. Hals über Kopf. Ich habe sie sogar erfolgreich eingefroren!!!! Und ausschlaggebend waren die Extra-Tipps: Man läuft eher Gefahr, den Teig beim abbrennen im Topf zu früh vom Herd zu nehmen als ihn zu verbrennen. Ich hab den Herd nochmal eingeschaltet und mich getraut! Eh voilà! Oder das Rezept für Café de Paris Butter! Hmmmm, oooooohhhh! Ich hatte dieses himmlische Zeug erst kurz vorher kennengelernt. Und jetzt kann ich es sogar selbst herstellen! Ich möchte es jeden Tag essen. Auf Brot, auf Nudeln, zu Fleisch, zu Gemüse. Es schmeckt alles umami damit. Es ist mir extrem schwer gefallen, dieses Buch aus der Hand zu legen. Ich hätte gerne noch viel länger darin gekocht. Bis auf das letzte Rezept hätte ich es gerne durchprobiert. Aber das passiert jetzt hinter den Kulissen sozusagen. Kurzum: Dieses Buch möchte ich herzlich empfehlen. Das mache ich nicht oft. Es gibt oft irgendwas, was so mittel ist. Aber hier gibt es was zu lesen und zu entdecken. Auch bei Gerichten, von denen man denkt, man hat sie drauf. Mehr unter kuchenoderweltfrieden.de

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Einfach mal den Slomo-Gang einlegen! Am Anfang ist eine ganz normale Frau (Okka Rohd) mit einem nicht eben überdurchschnittlichen Kochtalent, die beschließt, sich das Kochen von Menschen beibringen zu lassen, die es wirklich gut können und Essen noch sehr viel mehr lieben als sie selbst – immer entlang einer ganz bestimmten Frage, die Okka im Kopf hatte, zum Beispiel: wie man einen perfekten Käsekuchen backt, der so schmeckt, wie Käsekuchen eben schmecken sollte, cremig und fluffig. Oder wie man Salate zaubert, die einen so sehr umwerfen, dass man nicht mehr auf die Idee kommt, sie wären bloß eine Beilage. Oft genug hatte sie bei anderen so gut gegessen, dass sie längst wusste: Um wirklich gut kochen zu können, braucht man mehr als die Fähigkeit, einem Rezept zu folgen. Man braucht vor allem Hingabe. Und wenn man nun einmal gerne kocht und isst, sind wir es dem, was uns so glücklich macht, nicht auch schuldig, es ernster zu nehmen als bisher? Kochen nicht nur nebenbei zwischen vielen Dingen, die unser Leben füllen, aber am Ende des Tages keine Bedeutung haben: Texten, die wir im Netz nicht mehr zu Ende lesen, weil wir meinen immer weiter zu müssen und einem Essen dass wir nicht halbherzig, sondern aus vollem Herzen gekocht haben. Mittendrin statt nur dabei oder nur darüber nachzudenken, wie es wohl wäre, wenn wir uns ganz auf eine Sache einlassen. Immer einen Schritt nach dem Anderen gehen, achtsam sein und mit allen Sinnen genießen, als wären wir auf einer Wanderung, wo es auch darauf ankommt, dass wir uns auf diesen einen Schritt, diese eine Sache konzentrieren und nicht auf den nächsten oder den übernächsten. Nur dann stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit und Verbundenheit mit sich selbst ein und Hetze und Alltag treten in den Hintergrund. Auf der Suche nach etwas richtig Gutem, manchmal wollen wir einfach keine halben Sachen! Wie macht ein Österreicher Wiener Schnitzel? Was ist das Geheimnis einer neapolitanischen Pizza? Was braucht ein Mittagessen, damit es glücklich macht und nicht nur satt? Und wie geht richtig guter Käsekuchen? Mit viel Wärme und Nähe erzählt Okka Rohd von der Art des Zubereitens, von Zutaten und Aromen. Dabei geht es um das genaue Hinschmecken und vor allem um die innere Haltung beim Kochen, die immer auch was mit Hingabe zu tun hat. Leidenschaftlicher Genuss ist hier Programm oder mit Hand und Herz ganz dabei….. Über zwei Jahre trifft die Journalistin Menschen, die leidenschaftlich kochen – Küchenchefs und Restaurantgründer, Patissiers und eine Food- Konzeptionistin, Innereien-Retter und eine Salat-Virtuosin, die nicht nur bereit waren ihr Wissen und ihre Rezepte zu teilen, sondern alle mit viel Wärme und Engagement, über das gesprochen haben, was auch sie über alles andere stellen, etwas richtig Gutes auf dem Teller. Dabei lernt Okka nicht nur viele Tipps und Tricks, sondern vor allem wie glücklich kochen machen kann, wenn man sich dafür Zeit nimmt und ganz darauf einlässt. Fazit: Weniger ist manchmal einfach mehr! Okka Rohd zeigt auf überzeugende und sehr leckere Weise, dass 40 Rezepte, die mit Liebe und Leidenschaft von ihren Paten immer wieder optimiert wurden, sehr viel mehr sein können als eine umfassende Kochbuch-Bibliothek. Diese Erkenntnis hat mich, daran erinnert, dass meine Mutter und meine Oma auch nicht jeden Tag im Netz auf der Jagd nach neuen kulinarischen Impulsen waren. Am Ende kam dabei für alle, die am Tisch Platz genommen hatten, etwas wirklich leckeres heraus, weil diese sich Zeit genommen haben, ein Rezept weiter zu entwickeln, bis es genauso war, wie sie und die Familie es am liebsten hatten. Sich wie im Schlaf einem Rezept eines leidenschaftlichen Koch oder einer leidenschaftlichen Bäckerin anzuvertrauen, kann so entspannend sein, lecker wird es sowieso. Ein Buch für Anfänger und Geschmacksverfechter, die lieber 40 gute Rezepte beherrschen wollen, als hunderte irgendwo gepinnt oder gespeichert zu haben, die wir dann doch sowieso nicht mehr wiederfinden, wenn wir uns gerade entschlossen haben, diese endlich nach zu kochen. Diese Autorin versteht außerdem viel von unseren Sehnsüchten, wie bei einem guten „Blockbuster“, werden diese sympathisch und sehr einfühlsam getriggert. Ein Buch für die Küche und für das Leben, das wir manchmal ungewollt an uns vorbeiziehen lassen, ohne mittendrin dabei zu sein. Mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen!

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Es gibt nicht so viele deutschsprachige Blogs, die ich regelmäßig lese, aber Okka Rohds SLOMO gehört definitiv dazu. Sie ist (inzwischen) freiberufliche Journalistin und schreibt unter anderem für "Essen & Trinken", Myself, Nido oder Glamour. Ihre Liebe zum Kochen hat sie parallel zur Liebe zu ihrem Mann entdeckt. Und davon und noch viel mehr handelt ihr zweites Buch "Herdwärme. Eine kleine Kochschule für das große Glück zu Hause" (kailash) Lustigerweise habe ich eben erst das Rätsel des Titelfotos gelöst. Eine Woche lang hat es mich ständig begleitet, und ich dachte, was könnte das für eine leckere Bowl sein. Die kommt ja gar nicht vor... Es ist natürlich das Thai-Curry, das ihr späterer Mann, mit dem sie inzwischen zwei Töchter hat, ihr in der ersten Phase des Verliebtseins in ihrer Wohnung gekocht hat. Die zugehörige Geschichte leitet diese wunderbare Kochschule sozusagen ein. Vorher habe sie von Ravioli, Pizza, TK-Reibekuchen und am Wochenende von Süß-Sauer-Soße aus dem Glas mit Reis und Hühnerstreifen gelebt. Seitdem hat sich viel getan. Okka Rohd bezeichnet sich jetzt als leidenschaftliche, aber sehr durchschnittliche Köchin. So beschloss sie eines Tages, sich das Kochen von Profis beibringen zu lassen. Den vergnüglichen Reigen eröffnet ein Angestellter der österreichischen Botschaft in Berlin, der ein legendärer Schnitzelkoch ist: Ernst Schleich - und das obwohl Okkas Mann selber Österreicher ist. Einen Kniff hat Schleich ihm schon voraus: das Fleisch darf man nicht mir einem ordinären Fleischklopfer bearbeiten, das zerstört die Fasern, sondern mit einem speziellen Plattierer - oder dem Boden einer schweren Kasserolle. Und ob das Schnitzel wirklich gut brät und gelingt das hört man, ja es gibt ihn den "Sound des Schnitzels". Nach jedem Kapitel gibt es - noch vor den detaillierten Rezepten - grün unterlegt nochmals alle Profitipps zusammengefasst. Bevor es auf zum nächsten Kochabenteuer geht, gibt es quasi als Verschnaufpause eine ganz persönliche Anekdote oder Erinnerung der Autorin - in ihrer für sie so typischen ganz eigenen liebevoll-bildhaften Sprache: wie sie das Kochen entschleunigt, dass sie auch für sich ganz allein kocht (einmal drei schokoladige Desserts auf einen Streich), über das rote Kochbuch, das bereits ihre Urgroßmutter besessen hat... Hach, eigentlich ist das Ganze ein spannendes, nein entspannendes Lesebuch, das noch dazu lehrreich und enorm unterhaltsam ist. Wer gibt noch alles Profitipps: Sascha Ludwig (Filetstück) zum perfekten Steak, Florian Schramm von der Berliner Pizzeria Standard zur perfekten neapolitanischen Pizza; Florian Mickan vom Restaurant Joris (jetzt Factory Kitchen Berlin) bereitet drei Kartoffelgerichte zu: eine Suppe, Ofenkartoffeln mit Pesto-Quark und den Kartoffelsalat, den ich gleich ausprobieren musste (Rezept siehe weiter unten!) Mit Eschi Fiege kocht Okka Rohd in Wien das perfekte Mittagsessen, mit der Foodbloggerin Tina Radtke von "Tiny Spoon" unterhält sie sich über Essen und Kinder (machte mich etwas melancholisch, weil das mit meinem Sohn alles so gar nicht klappt...), Caroline Grinsted (Muse) macht Vorschläge, was man am besten für große Runden kocht, und Christoph Hauser (Herz & Niere) führt uns an Innereien heran, es gibt eine Leberknödelsuppe. Ein besonderes Highlight sind noch die Desserts des französischen Kochs Pierre-Olivier Lenormand: Reispudding mit Karamell und Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern... mmh... Und dann gibt es noch: Windbeutel, Käsekuchen, Rote Bete in allen Variationen, eine Anleitung, wie man sich frei kocht, Tipps zu einer Küchengrundausstattung und und und... Die stimmungsvollen besonderen Fotos stammen von Simone Hawlisch, alias "Fräulein Sonntag" und passen wunderbar zu diesem besonderen Buch.

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Es gibt nicht so viele deutschsprachige Blogs, die ich regelmäßig lese, aber Okka Rohds SLOMO gehört definitiv dazu. Sie ist (inzwischen) freiberufliche Journalistin und schreibt unter anderem für "Essen & Trinken", Myself, Nido oder Glamour. Ihre Liebe zum Kochen hat sie parallel zur Liebe zu ihrem Mann entdeckt. Und davon und noch viel mehr handelt ihr zweites Buch "Herdwärme. Eine kleine Kochschule für das große Glück zu Hause" (kailash) Lustigerweise habe ich eben erst das Rätsel des Titelfotos gelöst. Eine Woche lang hat es mich ständig begleitet, und ich dachte, was könnte das für eine leckere Bowl sein. Die kommt ja gar nicht vor... Es ist natürlich das Thai-Curry, das ihr späterer Mann, mit dem sie inzwischen zwei Töchter hat, ihr in der ersten Phase des Verliebtseins in ihrer Wohnung gekocht hat. Die zugehörige Geschichte leitet diese wunderbare Kochschule sozusagen ein. Vorher habe sie von Ravioli, Pizza, TK-Reibekuchen und am Wochenende von Süß-Sauer-Soße aus dem Glas mit Reis und Hühnerstreifen gelebt. Seitdem hat sich viel getan. Okka Rohd bezeichnet sich jetzt als leidenschaftliche, aber sehr durchschnittliche Köchin. So beschloss sie eines Tages, sich das Kochen von Profis beibringen zu lassen. Den vergnüglichen Reigen eröffnet ein Angestellter der österreichischen Botschaft in Berlin, der ein legendärer Schnitzelkoch ist: Ernst Schleich - und das obwohl Okkas Mann selber Österreicher ist. Einen Kniff hat Schleich ihm schon voraus: das Fleisch darf man nicht mir einem ordinären Fleischklopfer bearbeiten, das zerstört die Fasern, sondern mit einem speziellen Plattierer - oder dem Boden einer schweren Kasserolle. Und ob das Schnitzel wirklich gut brät und gelingt das hört man, ja es gibt ihn den "Sound des Schnitzels". Nach jedem Kapitel gibt es - noch vor den detaillierten Rezepten - grün unterlegt nochmals alle Profitipps zusammengefasst. Bevor es auf zum nächsten Kochabenteuer geht, gibt es quasi als Verschnaufpause eine ganz persönliche Anekdote oder Erinnerung der Autorin - in ihrer für sie so typischen ganz eigenen liebevoll-bildhaften Sprache: wie sie das Kochen entschleunigt, dass sie auch für sich ganz allein kocht (einmal drei schokoladige Desserts auf einen Streich), über das rote Kochbuch, das bereits ihre Urgroßmutter besessen hat... Hach, eigentlich ist das Ganze ein spannendes, nein entspannendes Lesebuch, das noch dazu lehrreich und enorm unterhaltsam ist. Mehr auf https://franz-allesmitliebe.blogspot.de/2017/10/vom-gluck-des-essens-herdwarme-eine.html

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