Leserstimmen zu
Engelszorn

Alex Thomas

Catherine Bell (3)

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Der Schein trügt

Von: Denise

05.05.2017

Normalerweise beginne ich meine Rezensionen immer mit einer kleinen Zusammenfassung des Inhaltes. Einfach, damit man direkt zu Beginn schon weiß, worauf man sich einlässt. Heute mache ich mal eine Ausnahme, denn "Engelszorn" von Alex Thomas ist im Genre Thriller so richtig eingeordnet wie ich bei Germany next Topmodel. Ich hatte das Buch auf einer Buchmesse entdeckt und mich sehr auf die Lektüre gefreut. Rom, Vatikan, Glaube und Verschwörungen stehen bei mir seit Dan Brown hoch im Kurs. Da muss es nicht immer realitätsnah zugehen, aber man muss es mir schon gut verkaufen können. Dass ich es bei "Engelszorn" aber nicht mit Verschwörungen, sondern mit Übersinnlichem, Mystischem und leider auch sehr überspitzten Technologien zu tun bekomme, hatte ich nicht geahnt. Und so verdrehte ich auf den ersten 100 Seiten so oft die Augen, dass mir eigentlich hätte schwindlig werden müssen. Seher, menschliche, ausgewachsene Klone und Andeutungen über Wesen aus einer anderen Dimension wurden mir da vor die Nase gehalten. Ich wollte nicht mit Engeln reden, sondern eine spannende Jagd nach der Wahrheit erleben. Das wurde nichts. Dabei ist der Stil von Alex Thomas wirklich gut zu lesen. Und die Geschichte birgt bestimmt Potenzial zum Unterhalten und Atem anhalten. Doch nicht für mich. Denn ich habe durch die Aufmachung etwas ganz anderes erwartet und konnte mich nicht auf den Roman einlassen. Daran trägt keineswegs der Autor (hinter dem sich ein Duo verbirgt) Schuld, sondern allein Klappentext und Einordnung durch den Verlag. Und so bleibt mir nur zu sagen: wer mit Esoterik und Übersinnlichem etwas anfangen kann, sollte mal reinlesen. Bei mir sind die Engel leider falsch.

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Meine Meinung: Das Cover von diesem Buch gefällt mir gut, aber es ist auch nicht besonders schön. Der Klappentext von diesem Buch ist umso spannender. Er verspricht ein sehr spannendes Abenteuer rund um den Vatikan und der rebellischen Nonne Catherine Bell. Allein damit hat man mich schon, vor allem weil es um Verschwörungstheorien und Geheimbünde geht. Ich muss sagen, damit kriegt man mich. Der Schreibstil ist genau wie in den beiden Bändern zuvor grandios. Diese Bücher fesseln ihren Leser und man mag das Buch nicht aus der Hand legen, da man unbedingt wissen will wie es weiter geht. Das Autorenpaar vermischt hier gekonnt den Vatikan und das Thema Gentechnik miteinander. Ich selber lese sehr gerne Bücher in denen es um den Vatikan geht. Und bei dieser Reihe hat mich bis jetzt kein Buch enttäuscht, im Gegenteil die Bücher steigern sich und werden immer besser. Abgetaucht in diese Geschichte begegnet man altbekannte Charaktere. Ich war sehr gespannt darauf wie es in diesem Buch weiter geht und wie sich die Charaktere entwickeln, allen voran die Nonne Catherine Bell und Kardinal Ciban. Als Leser wird man nicht enttäuscht. Es geht hoch her und die Entwicklung die die Charaktere durchmachen ist groß. Die Charaktere in dieser Buchreihe könnten besser nicht sein. Das Autorenpaar hat sehr viel mühe in die Ausarbeitung der Charaktere gesteckt und ich finde dies merkt man auch während des Lesens. Die Charakter sind sehr gut durchdacht und sehr authentisch. Als Leser kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen. Ich bin schon sehr gespannt wie es in dem nächsten mit den Charakteren weiter geht und welche Geschichten und Abenteuer auf sie warten. Dem Klappentext nach, wird es in dem neuen Band sehr persönlich und es geht um die Geschichte von Catherine Bell. Fazit: Eine super spannende Fortsetzung, die Lust auf mehr macht. Das Autorenpaar weiß wie sie ihre Leser fesselt und begeistert. Ich bin schon super gespannt auf das neue Buch, welches diesen Sommer erscheint. Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Punkten. Reihenfolge: 1. Lux Domini 2. Engelspakt 3. Engelszorn 4. Blutpforte (erscheint am 18. Juli 2016)

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Illuminaten? Kindergarten! Lernen Sie die TRIADEN kennen...

Von: frank rommerskirchen aus Aachen

08.08.2015

Dieser Thriller hat alles, was mein Leserherz höher schlagen lässt. Eine intelligent konstruierte Geschichte, ein inspirierender Handlungsort, lebendige und glaubhafte Charaktere, die man mit jedem Band glaubt besser zu kennen und die dennoch so vielschichtig sind, dass sie mich immer wieder überraschen, eine Sprache, die nicht gekünstelt ist, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite... um nur einiges zu nennen. Aber was macht diesen Thriller so besonders? Wir kennen alle Engel. Man hat sofort eine Vorstellung von Engeln. Den meisten werden himmlische Wesen und Schutzengel als erstes in den Sinn kommen. Aber es gibt auch die Kehrseite dieser sanften Wesen. Und in diesem Text wird sich zeigen, dass diese Engel mehr mit uns Menschen zu tun haben, als man vielleicht zunächst vermutet. Und darin liegt eine weitere Spezialität dieses Vatikan-Thrillers. Er verbindet mühelos eine packende Kriminalgeschichte mit mystischen Motiven, die ihren Ursprung in biblischen Texten und spirituell geprägten Mythenhaben sowie katholische Kirchengeschichte und Science-fiction Elemente zu einem modernen, fesselnden Thriller. Und wenn man schon Geschichten über Illuminaten und Geheimbünde spannend fand, dann werden einen die TRIADEN nicht mehr loslassen. Ich hatte großes Vergnügen in diese Welt der Geheimnisse, Intrigen, modernen Sehern und abgründiger Engel einzutauchen. ich hoffe auf weitere Geschichten aus dem ANKH-Universum von ALEX THOMAS. Ich empfehle die Vorgänger aus der Feder von Alex Thomas LUX DOMINI und ENGELSPAKT zuvor zu lesen.

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Das in London lebende deutsche Autorenehepaar Alex Thomas hat mit „Engelszorn“ nun den dritten Teil ihrer Reihe um die rebellische Nonne Catherine Bell vorgelegt und bietet eine erstklassige Mischung aus Vatikan- und Mysterythriller, die begeistert, mitreißt und die wirklich wichtigen, großen Fragen auf eine intelligente Weise stellt. Ihren Start feierte die Reihe im Jahr 2011, als „Lux Domini“ bei Blanvalet erschien und die Leser mitten ins Herz traf. Denn im Mittelpunkt steht eine Nonne, die weiß, wie sie die Leute (und damit auch die Leser) für sich vereinnahmen kann: Mit ihren bestechenden Ideen und ihrem klaren Verstand rebelliert sie gegen die Kirche, was letztlich sogar in einem Disziplinarverfahren vor der Glaubenskongregation gipfelt. Dabei ist dies bloß der Aufmacher. Den Kern der Reihe bildet die Frage, wie dem Bösen gegenüberzutreten ist und das in einer Welt, wo man scheinbar niemanden wirklich kennt und niemand sich zu offenbaren wagt. So ist Catherine nämlich nicht nur eine rebellische Nonne, sondern auch eine Frau, die anders ist als andere Menschen. Um genau zu sein ist sie eine Mediale und kann die Auren ihrer Mitmenschen sehen – sie weiß also im Gegensatz zu all den anderen Menschen, wer und wie ihr gegenüber wirklich ist. Und es gibt mehr Menschen wie sie, alle mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und alle zusammen mit viel Macht. Während „Lux Domini“ von einer brutalen Mordserie erzählt, die Mitten im Vatikan geschieht und vor der niemand, aber auch wirklich niemand, gefreit ist, verlässt Alex Thomas mit „Engelspakt“ dem zweiten Roman der Reihe, mehr und mehr dieses Terrain. Zwar ist auch „Engelspakt“ durchaus ein Vatikanthriller, aber es dreht sich nicht mehr alles darum – hier wird der große Bogen für eine umfassendere Geschichte geöffnet. Nun, im dritten Roman, führt Alex Thomas auf kongeniale Weise die Fäden weiter. Zwischen Vatikan und Italien pendelnd wird eine angsteinflößende Geschichte erzählt. Neben dem Personal tauchen auch immer wieder Ideen und Geschehen aus den beiden ersten Romanen auf und werden hier vertieft, sodass Alex Thomas mit „Engelszorn“ eine wirklich fantastische Fortsetzung schreibt. Auch diesmal steht wieder Catherine Bell im Mittelpunkt, die gemeinsam mit Kardinal Ciban – seit „Lux Domini“ hat sich ihre von Rivalität geprägte Beziehung deutlich weiterentwickelt – in einer Abtei circa 100km entfernt von Rom ermittelt. In dieser Abtei nämlich hat ein Wesen gewütet und eine Spur grausamster Gewalt hinterlassen: Mit Ausnahme eines einzigen Mönches sterben alle Ordensleute. Sie verbrennen. Und das bei lebendigem Leib. Dabei ist – nein, war – diese Abtei eine Bastion des Geheimordens Lux Domini, den die Leser bereits aus dem ersten Roman kennen. Jener Orden versammelt die medial Hochbegabten der Kirche zum Schutz der Kirche und Seiner Heiligkeit, Papst Leo, welcher sich und die Kirche gerade für das Dritte Vatikanische Konzil vorbereitet. Catherine und Ciban kommen schnell auf die Spuren des Attentäters und müssen feststellen, dass die Zeit rennt, denn der Anschlag auf die Abtei war erst der Anfang. Dem Attentäter dürstet es nach Blut – und er ist auf direkten Weg nach Rom… Was nun in der Beschreibung äußerst vage klingt, ist selbst für den aufmerksamen Leser der Reihe nicht sofort klar. Alex Thomas schafft es dem Leser immer nur Bruchstücke des Rätsels Lösung zu präsentieren, aber doch genug, um die Spannung auf einem unwahrscheinlich hohen Niveau zu halten. Das ist erstaunlich und beneidenswert, denn es ist selbst auf dem Markt der Spannungsliteratur selten geworden, die Spannung so hochzuhalten, gar immer weiter voranzutreiben. Und durch eben jene undurchsichtige Konzeption ist „Engelszorn“ mehr als bloß Unterhaltung. Denn in diesem Geflecht von Fragen, Morden, Intrigen und zahllosen Geheimnissen stellt Alex Thomas die wirklich wichtigen Fragen, die uns allen immer mal wieder schlaflose Nächte bereiten. Das geschieht jedoch äußerst subtil und versteckt – anstatt den Lesern die Frage unter die Nasen zu reiben, entwickeln sie sich vielmehr aus der Story heraus. Es ist keine Belehrung, die hier geschieht, sondern extrem intelligente Unterhaltung. (Belehrend höchstens für einige Schriftstellerkollegen, die sich mal ruhig ein Scheibchen hiervon abschneiden dürfen!) Erwähnen möchte ich zum Abschluss noch zwei Dinge: Erstens ist „Engelszorn“ wie auch die übrigen Romane primär ein Mysterythriller. Wie oben bereits gesagt geht es um Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten; das klingt abgedreht und sehr nach Fantasy, was es auch ist, dabei hebt „Engelszorn“ aber niemals vollkommen ab, bleibt immer noch nah auf dem Boden der Tatsachen. Ich bin kein Fan von Fantasy, weshalb ich anfangs auch sehr kritisch war, aber Alex Thomas reißt mitund überzeugt! Zweitens sollte beachtet werden, dass „Engelszorn“ der dritte Teil einer Reihe ist. Zwar kann „Engelszorn“ durchaus auch ohne Kenntnis der ersten beiden Teile gelesen werden, jedoch geht dadurch der große Rahmen etwas verloren und die Mysteryaspekte, die sich direkt aus dem zweiten Teil ergeben, wirken hier dann zu exponiert, zu extrem. Unterm Strich ist „Engelszorn“ wirklich ein kongenialer Mysterythriller, der eben nicht nur erstklassige Spannung und Unterhaltung bietet, sondern sich auch nicht davor drückt existenzielle Fragen zu stellen. Basierend auf einigen wahren Fakten entwickelt Alex Thomas ein aufregendes Netz von Geschichten und vergisst dabei niemals den Grundsatz guter Bücher: Unterhaltung fängt immer im Kopf an!

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