Leserstimmen zu
Am dunklen Fluss

Anna Romer

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Ich hatte durch einige andere Buchblogger von der Autorin erfahren und war mega gespannt auf ihr Buch. Sie entspricht natürlich genau meinem Beuteschema, was Familiengeheimnisse in Vergangenheit und Gegenwart betrifft.😊 Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, flüssig und ließ sich gut lesen. Allerdings hatte ich direkt am Anfang Probleme, mich in beide Geschichten einzuarbeiten. Die Kapitel sind teilweise recht lang - wobei man immer etwas brauchte, um wieder in die jeweilige Zeit zu gelangen. Anna Romer entführt einen nach Australien, stellt alles so schön bildlich dar, dass man sich direkt mittendrin fühlt. Zum einen geht es um Ruby, die nach dem angeblich tragischen "Unfall-Tod" ihrer Schwester vor 18 Jahren, immernoch nicht damit abschließen kann. Grund dafür ist ihr Gedächtnis - sie kann sich an nichts an und um die Zeit während des angeblichen Unfalles erinnern. In der Vergangenheit spielt die tapfere, junge Brenna. Man wird direkt in das Geschehen hineingezogen - doch man hat das nervige Gefühl, 2 Geschichten auf einmal zu lesen. Erst ab Mitte/Ende des Buches fließen beide Geschichten zusammen. Zwar nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe...aber so endet jede Geschichte auf Ihre Weise, die aber im Grunde miteinander verbunden ist. Das Ende kommt dann aber meiner Meinung nach unerwartet und spannend zugleich! Man möchte es nicht mehr aus der Hand legen! FAZIT Man muss sich erst ein wenig hineinarbeiten, um sich dann vollständig in beide Geschichten hineinversetzen zu können. Ich fand die Geschichten aber richtig toll, auch wenn am Ende der Zusammenhang beider Geschichten etwas vernachlässigt wurde.

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Bewertung: 3 1/2 Sterne In diesem historischen Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, reisen wir nach Australien und Tasmanien. Wir begleiten zwei junge Frauen, Ruby im Jahr 2013 und Brenna im Jahr 1898, deren Schicksale miteinander verwoben zu sein scheint... Ruby's ältere Schwester Jamie stürzte vor 18 Jahren auf der elterlichen Farm nahe des Flusses Muluerindie in den Tod. Bis heute hat Ruby den Tod ihrer Schwester nicht verwunden und gibt sich selbst die Schuld für das Unglück. Allerdings kann sie sich nicht an den Vorfall erinnern und leidet an Gedächtnislücken. Ihr Freund Rob und ihre Mutter drängen sie die Vergangenheit hinter sich zu lassen, doch Ruby verspürt immer mehr das Gefühl sich der vergangenheit zu stellen. Als sie bei der Vernissage ihrer Mutter eine ehemalige Nachbarin trifft, die andeutet, dass der Unfall von damals Mord sein könnte, bricht sie kurze Zeit später in die alte Heimat nach Lyrebird Hall auf. Als sie ankommt, muss sie jedoch erfahren, dass diese nur wenige Stunden zuvor bei einem Unfall verstorben ist. Die Enttäuschung ist groß. Peter, ein Nachbar, kommt ihr allerdings bekannt vor und gemeinsam versuchen sie Rubys Erinnerungen zu wecken.... Lyrebird Hall ist auch der Mittelpunkt rund um die Geschichte von Brenna. Gemeinsam mit ihrem Vater, Tante Ida und ihrem Ziehbruder Owen lebt sie auf einer Farm, nicht weit enfernt von einer Aborgiones-Ansiedlung. Sowohl Brenna, als auch ihr Vater sind Freunde der Ureinwohner und Brenna wächst mit einigen Geheimnissen rund um Traumpfade und Pflanzenheilmittel auf. Vorallem aber zeichnet sie diese Pflänzchen in ihr Buch. Als ihr Vater sich immer mehr verschuldet, kann Lyrebird Hall nur eine Heirat mit Carsten Whitby, einem Freund ihres Vaters, die Farm retten. Nach der Eheschließung reist Brenna mit ihrem Ehemann an die Nordküste Tasmaniens nach Brayer House, wo sie endlich einen Erben zur Welt bringen soll. Mit Adele, Carstens Schwester freundet sich Brenna schnell an und auch die Hausangestellten, Mrs. Quinn und Lucien Fells, sind ihr wohlgesonnen. Ihr Ehemann neigt jedoch zu Gewalt und bald wird Brennas Leben zur Hölle.... Die Geschichte dieser beiden starken Frauen wird kapitelweise erzählt. Der Autorin gelingt es durch einen kleinen Cliffhanger am Kapitelende die Spannung aufrecht und den Leser an der Stange zu halten. Allerdings hatte ich ab der Hälfte das Gefühl die Richtung, die Anna Romer einschlagen möchte, zu erkennen und tippte auch richtig. So fehlte es mir dann doch ein bisschen an Dramatik und fand einige Handlungen vorhersehbar. Deswegen schlichen sich einige Längen ein, die mich ab und zu verführten, die Seiten etwas zu überfliegen. Zum Ende hin werden beide Geschichten jedoch richtig spannend und warten mit einem Showdown auf, der noch einige Überraschungen bereit hält. Normaler Weise fügen sich bei Romanen auf zwei Zeitebenen die beiden Frauenschicksale aus der Gegenwart und der Vergangenheit zu einem Ganzen zusammen, was hier jedoch nicht der Fall ist. Eines haben aber Brenna und Ruby gemeinsam: Die Liebe zu Lyrebird Hill. Sehr gefallen haben mir die großartigen Landschaftsbeschreibungen, und die Pflanzenwelt, die Brenna mit ihrem Stift und Zeichenblock festhält, sowie die interssant erzählte Geschichte der Aborigines. Schreibstil: Charaktere und Landschaft sind von der Autorin absolut gelungen beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und detailliert, der Plot gelungen. Die schwelenden Konflikte zwischen den Aborigines und den Siedlern wird sehr lebendig erzählt. Etwas gekürzt hätte mir der Roman allerdings besser gefallen, da er doch zu Längen neigte. Fazit: Eine interessante Geschichte, die vorallem mit den bildhaften Landschaftsbeschreibungen und Charakteren punktet. Wegen einiger Längen und für mich doch vorhersehbaren Handlungen muss ich allerdings Sterne abziehen und vergebe gute 3 1/2 Sterne für "Am dunklen Fluss".

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Das Cover: Passt perfekt. Besonders die dunklen Wolken bringen Stimmung ins Bild und es passt zum Titel. Beim Hören habe ich mir den Fluss zwar nicht so reißerisch vorgestellt wie er hier dargestellt wird, aber das Cover sieht wirklich schön aus und wenn die Sonne scheinen würde, könnte man sich fast wohlfühlen. Das Hörbuch: Ruby Cardel fehlt ein Jahr ihres Lebens. Das Jahr, in dem ihre Schwester von einer steilen Uferböschung in den Tod stürzte. Ein Schutzmechanismus. Doch das Gefühl, dass ihre Mutter ihr die Schuld an Jamies Tod gibt lässt nicht nach und als Ruby dann auf einer Vernissage ihrer Mutter eine ehemalige Nachbarin trifft, kommen längst verschollene Erinnerungen hoch. Sie beschließt die Nachbarin in Lyrebird Hill zu besuchen. Hier kommen Stück für Stück Erinnerungen aus dem Jahr von Jamies Tod hoch und sie kommt einer gefährlichen Wahrheit auf die Spur… 100 Jahre zuvor: Brenna’s Vater hat Schulden. Damit er diese begleichen kann, willigt sie ein zu heiraten. Kurz vor ihrem Umzug nach Lyrebird Hill gesteht ihr Vater, wer ihre leibliche Mutter war, doch es muss zu Brenna’s Schutz ein Geheimnis bleiben. In Lyrebird Hill lernt sie ihren Mann erst richtig kennen. Er ist lange nicht der gefühlvolle Ehrenmann, den sie zu kennen glaubte. Und was steckt in dem Medaillon, dass er ständig anstarrt und dabei so traurig wird. Das Medaillon birgt eine dunkle Geschichte und Brenna kommt ihr zu nahe… Meine Meinung: In diesem Hörbuch hat man zwei Handlungsstränge, die irgendwann zusammenlaufen. Die eine spielt im Jahr 1898, die andere in der heutigen Zeit. Und doch haben sie etwas gemeinsam. Die Handlungsstränge werden kapitelweise erzählt, abwechselnd mit den Stimmen von Jessica Schwarz und Eva Gosciejewicz. Beide haben tolle Stimmen und können wirklich gut erzählen. Teilweise hatte ich bei beiden auf mehr Gefühl gehofft, aber trotzdem war es ein Vergnügen dieses Hörbuch zu hören. Durch die unterschiedlichen Stimmen bemerkt man auch sofort, wenn es einen Wechsel in der Zeit gibt und welcher Handlungsstrang weitererzählt wird. Die Story ist sehr persönlich. Man bekommt tiefe Einblicke in das Gefühlsleben von Brenna und Ruby und darf miterleben, wie beide nach und nach Geheimnissen auf die Spur kommen, die für sie gefährlich werden können. Beide sind in meinen Augen ähnliche Charaktere. Sie sind stark, stehen für sich ein, auch wenn das bei Ruby etwas Zeit gebraucht hat. Ich mag sie beide sehr. Besonders bei Brenna war ich dahingehend ein wenig überrascht, weil sie in einer Zeit lebte (1898), in der Frauen immer noch nicht viel selbst entscheiden konnten bzw. durften. Umso mehr habe ich sie bewundert, dass sie immer öfter ihre Meinung sagte, teilweise auch aus noch kindlichem Trotz und versuchte für das zu kämpfen, was ihr wichtig war. Besonders fiel mir aber die Umgebung auf. Egal ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart, Blumen, Pflanzen, einfach die Natur, scheint hier ein sehr wichtiges Thema zu sein. Man bekam richtig Bilder im Kopf und konnte fast schon den Duft riechen. Ein Roman mit viel Liebe zur Natur. Mein Fazit: Ein wunderschöner Familienroman der Geheimnisse verbirgt und Gefahren offenbart. Mit so unterschiedlichen Charakteren, die sich in den verschiedenen Zeiten wiederholen.

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2013. Ruby Cardel war zwölf, als sie ihre ältere Schwester Jamie durch einen tragischen Unfall verlor. Obwohl sie selbst dabei war, kann sie sich jedoch an nichts erinnern. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist seitdem sehr distanziert und Ruby weiß, dass ihre Mutter sie für Jamies Tod verantwortlich macht. Als Ruby aber nach achtzehn Jahren nach Lyrebird Hill, dem Ort ihrer Kindheit zurückkehrt, kommt nach und nach die Erinnerung zurück. 1898. Die junge Brenna heiratet einen wesentlich älteren Mann um ihren Vater aus finanziellen Schwierigkeiten zu helfen. Welchen Fehler sie damit begangen hat, und welches Geheimnis ihr Mann hütet, merkt sie erst, als es bereits zu spät ist. Der Schreibstil von Anna Romer ist flüssig und ihre Beschreibungen von Australien sind sehr bildhaft und schön. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die im Grunde nur geringfügig miteinander zu tun haben. Die Geschichte in der Vergangenheit beginnt vielversprechend, obwohl der Prolog mir leider schon zu viel verraten hat, so dass später die Spannung fehlte. Zunächst gefiel mir auch Brenna als Protagonistin ganz gut, aber bald wurde mir die Geschichte zu schnulzig und kitschig. Die Geschichte in der Gegenwart hat mir besser gefallen, besonders Rubys Erinnerungen an ihre Kindheit und schließlich den Unfall. Ruby und Pete waren als Protagonisten beide sympathisch. Trotzdem hat mir irgendetwas gefehlt. Gegen Ende kommt dann doch noch Spannung auf, aber ein Zusammenhang, der dabei geklärt wird, ist in meinen Augen sehr unrealistisch. Das Hörbuch wird von Jessica Schwarz und Eva Gosciejewicz gelesen. So ist es gut möglich, die beiden Handlungsstränge zu unterscheiden. Leider konnte mich dieses Buch/Hörbuch nicht richtig überzeugen.

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ZUM INHALT: Ruby Cardel war zwölf, als ihre Schwester Jamie nahe der elterlichen Farm in den Tod stürzte. Ein traumatisches Erlebnis, von dem sie sich nie vollständig erholte und das ihre Erinnerung an das ganze folgende Jahr auslöschte. Dennoch scheint es, dass sie nun endlich ihr Glück an der Seite eines erfolgreichen Autors gefunden hat, mit dem sie in einem kleinen australischen Küstenort lebt. Doch als sie zum ersten Mal seit Kindertagen wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, drängen plötzlich lang verschüttete Bilder in ihr Bewusstsein. Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile der Ereignisse um Jamies Tod zusammen. Und die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, birgt ein tödliches Geheimnis … MEINE MEINUNG: Auf ein neues Buch der Autorin mussten wir ja lange warten und ich habe mich sehr gefreut, als ein neues endlich gelistet war und konnte es kaum abwarten und nun habe ich es gelesen. Nicht nur das Cover ist wieder wunderschön gestaltet, sondern auch der Inhalt hat mich wieder begeistert. Wir lesen wieder auf zwei Zeitebenen, was ich total liebe und wir finden hier zwei sehr starke Frauen vor, die für ihr Leben und ihre Liebe kämpfen müssen und genau das hat mir wieder einmal sehr gefallen. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite absolut spannend und unterhaltsam und ich flog nur so durch das Buch, dass ganze Geflecht der Geschichte hat mich tief beeindruckt und die Frau kann einfach mega gut schreiben. Ich freue mich nun schon riesig auf ein neues Buch und wie ich gesehen habe, kommt es Anfang nächsten Jahres raus. 5/5 Sterne

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Australien Gegenwart: Ruby Cardel hatte einst eine Schwester, die sie sehr liebte. Jamie starb angeblich bei einem Unfall, doch nun, viele Jahre später, als sie eine alte Nachbarin trifft, lässt diese durchblicken, dass Jamies Unfall womöglich Mord war und der Täter nie gefasst wurde. Außerdem ist sie im Besitz eines Tagebuches, das sie nun Ruby übergeben möchte. Ruby ist beunruhigt, denn sie kann sich an den Tag, als Jamie starb, nicht mehr erinnern, da sie an diesem selbst schwer verletzt aufgefunden wurde. Die Ermittlungen der Polizei liefen damals ins Leere- auch Ruby geriet als Tatverdächtige in den Fokus der Ermittlungen, was sie jedoch nicht mehr weiß, da ihr Gedächtnis nach ihrer Verletzung, in Mitleidenschaft gezogen wurde. An dieser Amnesie leidet sie also noch immer. Mittlerweile lebt Ruby zusammen mit ihrem Freund Rob, dem Autoren für Lebensberatungsliteratur und Therapeuten in Armidale. Eigentlich glaubte Ruby an die große Liebe zwischen ihr und Rob, doch dann findet sie, eines Tages, fremde Damenunterwäsche in seinen Sachen und muss sich letztendlich eingestehen, dass Rob sie mit einer anderen betrügt. So nimmt sie die Einladung ihrer alten Nachbarin Esther an, die im abgeschiedenen Lyrebird Hill, nun in Rubys Elternhaus, lebt, um den Kopf wieder frei zu bekommen und ihre Enttäuschung verdauen zu können. Doch dort angekommen, erfährt sie, dass Esther einen Tag zuvor einen schweren Unfall hatte, an deren Folgen sie nur wenig später, in der Klinik, verstarb. Ruby ist todunglücklich, hatte sie sich durch ihren Besuch doch auch erhofft, mehr über Jamies Tod in Erfahrung bringen zu können. Lyrebird Hill, hält aber auch noch eine angenehme Überraschung für Ruby parat. Denn ihr neuer, attraktiver Nachbar, entpuppt sich als Jugendfreund von Ruby. Pete ist traurig darüber, dass Rubys Erinnerung an ihn praktisch nicht mehr existent ist, doch er hofft zusammen mit Ruby, dass ihre verschütteten Erinnerungen, während ihres Aufenthaltes in Lyrebird Hill, zurückkehren werden. Gefährliche Erinnerungen… Australien, 1898: Brenna lebt mit ihrem Vater, ihrer Tante und ihrem Ziehbruder Owen auf einer Farm in Lyrebird Hill. Sie liebt es, in der Gegend herumzustreifen, die Natur zu genießen und ihre Freunde, die Aborigines zu besuchen. Doch dann findet die familiäre Idylle ein jähes Ende, als Brenna verheiratet werden soll. Ihr Auserwählter ist ein Freund ihres Vaters, der sich angeboten hat, sämtliche Schulden zu bezahlen, die Brennas Vater an den Rand des Bankrotts gebracht haben, wenn Brenna einwilligt ihn zu heiraten. Brenna nimmt den Heiratsantrag an, auch wenn ihre Aborigine Freundinnen ihr davon abraten. Carsten Whitby, nimmt Brenna nach der Eheschließung mit auf eine lange Reise; die sie an die Nordküste Tasmaniens führen wird. Im Brayer House, soll Brenna in Zukunft, zusammen mit Carsten, seiner Schwester Adele und den zwei Hausangestellten, Mrs. Quinn und Lucien Fells, leben. Die frischgebackene Ehefrau freundet sich rasch mit allen an und schließt selbst ihre kränkliche Schwägerin schnell ins Herz. Doch Brenna hat großes Heimweh, das durch Carstens lieblose Art noch verstärkt wird. Trotz all ihrer Bemühungen freundlich zu sein, bleibt er kühl und distanziert, was Brenna nicht nachvollziehen kann Als Carsten ihr gegenüber gewalttätig wird, erwacht jedoch Kampfgeist und Überlebenswille in Brenna. Sie ahnt allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wen sie da geheiratet hat. Carsten ist ein überaus gefährlicher Mann… „Am dunklen Fluss“, ist mein erster Roman von Anna Romer, der mir ins Auge fiel, weil ich geheimnisvolle Geschichten, in denen Held oder Heldin gefährliche Geheimnisse aufdecken und überstehen müssen, sehr liebe. Gleich zwei Frauen, Brenna und Ruby, stehen im Fokus dieses Romans. Zwei Frauen, die Stärke zeigen und am Ende über sich hinaus wachsen müssen. Beide Frauen finden ihre große Liebe und wollen dafür kämpfen, doch in beiden Handlungsverläufen, die im Wechsel vorangetrieben werden, legt das Schicksal ihnen viele Steine in den Weg. Ich mochte beide Handlungsstränge sehr; Brenna und Ruby sind charismatische Akteurinnen, deren Gedanken und Gefühlswelten stets nachvollziehbar bleiben und auch die Nebenfiguren wirken sehr lebendig gezeichnet. Zugegeben, die Autorin lässt Carsten ein wenig zu kurz kommen – er mag zwar der Schurke des Romans sein, doch bleibt er für meinen Geschmack etwas zu eindimensional beschrieben. Abgesehen von meinem Kritikpunkt ist „Am dunklen Fluss“, jedoch ein wahnsinnig spannender und unterhaltsamer Roman über zwei starke Frauen, den man kaum zur Seite legen kann, bis man endlich erfährt, was beide Frauen verbindet und sämtliche Geheimnisse gelüftet werden. In beiden Handlungsverläufen wartet die Autorin mit einem packenden Showdown auf- Dramatik und Tragik inklusive, so dass man Taschentücher bereits halten sollte. Aber auch die bildhaften Naturbeschreibungen gefielen mir sehr, wie auch die schwelenden Konflikte zwischen Ureinwohnern und Siedlern gut erklärt wurden von der Autorin. Dazu besitzt Anna Romer die Gabe, die Landschaft auf solch poetisch anmutende Art und Weise zu beschreiben, dass man beim Lesen stets das Gefühl hat, man würde den Akteuren bei ihren Spaziergängen über die Schulter schauen. Ich mochte „Am dunklen Fluss“ sehr, da mich der Schreibstil und die Machart des Buches, an alte Romane von Autorinnen wie etwa Barbara Wood, Susanna Kearsley oder Barbara Erskine erinnert hat. Wer diese Art von Unterhaltungsliteratur liebt, sollte diesem Roman und Anna Romer unbedingt eine Chance geben.

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INHALT: Ruby Cardel war zwölf, als ihre Schwester Jamie nahe der elterlichen Farm in den Tod stürzte. Ein traumatisches Erlebnis, von dem sie sich nie vollständig erholte und das ihre Erinnerung an das ganze folgende Jahr auslöschte. Dennoch scheint es, dass sie nun endlich ihr Glück an der Seite eines erfolgreichen Autors gefunden hat, mit dem sie in einem kleinen australischen Küstenort lebt. Doch als sie zum ersten Mal seit Kindertagen wieder nach Lyrebird Hill zurückkehrt, drängen plötzlich lang verschüttete Bilder in ihr Bewusstsein. Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile der Ereignisse um Jamies Tod zusammen. Und die Wahrheit, die nun ans Licht kommt, birgt ein tödliches Geheimnis … MEINUNG: Das Buch war schon für 2016 angekündigt worden und ich habe mich sehr darauf gefreut, da mir der Debüt-Roman von Anna Romer, Das Rosenholzzimmer, sehr gut gefallen hat. Eigentlich entsprechend die Geschichten nicht meinem klassischen Beuteschema, aber Anna Romer hat mich überzeugt. Am dunklen Fluss hat mich leider aber schnell ernüchtert. Zunächst musste ich schnell feststellen, dass das Konzept der beiden Romane sehr ähnlich ist. Es gibt zwei junge Frauen in der Gegenwart und in der Vergangenheit, ein Anwesen in der Wildnis von Australien und ein paar dunkle Geheimnisse. Grundsätzlich ist es genau das, was an ihrem Debüt-Roman mochte, aber ich bin kein Freund davon, wenn diese Elemente einfach ausgetauscht werden durch andere Namen. Der Unterschied zwischen den beiden Romanen ist allerdings, dass Vergangenheit und Gegenwart nicht wirklich miteinander verbunden waren, auch wenn Ruby und Brenna miteinander verbunden sind, nicht nur über das Anwesen Lyrebird Hill. Natürlich gibt es Geheimnisse in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Leider werden die aber erst ganz zum Schluss aufgeklärt. Das führt mich leider gleich zum zweiten Kritikpunkt. Mir fehlte es auf den knapp 500 Seiten einfach an Spannung. Bis zur Hälfte des Romans passiert nicht sonderlich viel, was der Aufklärungen der Geheimnisse dient, sondern man liest die Geschichte zweier besagter Frauen. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Trotz fehlender Spannung kam ich gut voran. Anna Romers gelingt es wunderbar die Umgebung Australiens zu beschreiben, sodass man sich direkt mitten in der Landschaft befindet und diese auch mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Das hat mir wieder gut gefallen. Es gelingt ihr auch gut die Vergangenheit glaubwürdig und authentisch darzustellen. Brenna ist eine tapfere, starke, junge Frau, die ich wirklich sehr mochte und deren Geschichte ich auch interessanter fand als die von Ruby. Ruby tat mir vor allem leid, dass sie noch immer noch sehr unter dem Tod der Schwester zu leiden hat, an den sie sich aber leider nicht erinnert. Die Aufklärung des Todes von Rubys Schwester Jamie und Brennas Geschichte sind völlig voneinander losgelöst, was mich irgendwie irritiert hat. In der Regel fließen die Schicksale aus der Vergangenheit und Gegenwart irgendwann zusammen in solchen Romanen. Das ist hier nicht der Fall. Ruby versucht sich an den wirkliche Geschehnisse von Jamies Tod zu erinnern und Brennas Geschichte läuft so nebenbei. Im Verlauf des Romans stößt Ruby auf Brennas Geschichte, aber das wird eher beiläufig abgehandelt, was ich sehr schade fand. Als ganz zum Schluss die Bombe platzt, was mit Jamie wirklich geschehen ist, war ich dennoch überrascht, denn ich hatte keine Ahnung. Leider versöhnte es mich aber dennoch nicht mit dem Roman. Natürlich gibt es auch wieder eine kleine Liebesgeschichte, die mir allerdings nicht gefallen hat, weil sie so gewollt gewirkt hat und sich auch relativ schnell entwickelt hat. Hätte man meiner Meinung nach auch weg lassen können. FAZIT: Trotz toller Atmosphäre im australischen Outback war ich leider wirklich enttäuscht von dem Roman, da er mich vom Aufbau her sehr an Das Rosenholzzimmer erinnert hat und mir leider auch die Spannung gefehlt hat. Für einen Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, fehlte es mir hier auch an einer originellen Verknüpfung. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Inhalt: Am dunklen Fluss von Anna Romer beschreibt die Geschichte von Ruby Cardel, einer jungen Australierin deren Schwester in ihrer Kindheit bei einem mysteriösen Unfall an besagtem Fluss ums Leben gekommen ist. Niemand weiß was passiert ist, Ruby hat jede Erinnerung an diese Zeit verloren und auch das Verhältnis zu ihrer Mutter ist seit diesem Tag eher angespannt als liebevoll. Auf einer Vernissage ihrer Mutter lernt Ruby ihre ehemalige Nachbarin Esther kennen, auch an sie kann sich Ruby nicht erinnern. Esther deutet an, das der Unfall von Jamie Cardel kein Unfall warnt bringt damit einiges ins rollen. Nach einem üblen Streit mit ihrem Freund Rob nimmt Ruby spontan Esthers Einladung an, ein paar Tage in ihrer alten Heimat zu verbringen und mehr über den schicksalhaften Tag am dunklen Fluss zu erfahren. Meine Meinung: Am dunklen Fluss hat mich irgendwie sehr berührt. Der Charakter der Ruby Cardel ist tief im inneren immer noch das kleine Mädchen das nach dem Tod ihrer Schwester um die Anerkennung ihrer Mutter ringt. Die Figur ist von Trauer und Verlust sehr geprägt. Jedes Wort spiegelt deutlich ihre Zerrissenheit wieder und die nie endende Frage, was in der Zeit passiert ist an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Diese Züge wirken sich auf Miteinander mit anderen Figuren aus. Auch das Verhältnis zu ihrem Freund Rob ist in meinem Augen eher unterkühlt und abweisend, zurecht wie man sehr schnell feststellen wird. Ein toller Gegensatz zu dieser Zerrissenheit ist die Wärme und Geborgenheit die das Verhältnis mit den Figuren Pete und Esther zeigt. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen haben wir da die aktuelle Zeitebene die im Jahr 2013 spielt und die Geschehnisse rund um Ruby und ihrer Familie beschreibt. Die andere ist die Vergangenheit aus der Sicht der jungen Ehefrau Brennt Whitby im 18. Jahrhundert. Beide Zeitebenen zeigen unverwechselbare Parallelen. Beide Protagonistinnen sind sich sehr ähnlich und ihre Leben nehme viele gleiche Züge und Wendungen an die sich aber oft nicht auf dem ersten Blick offenbaren. Es ist mir am Anfang sehr schwer gefallen, die Szenen zwischen Brenna und Carsten Whitby zu ertragen. Er ist für mich das Inbild eines Antagonisten und Sinnbild für die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele. Er fühlt sich vor allem Brenna gegenüber sehr überlegen und muss am Ende feststellen, dass er sich mit seinen ganzen Taten nur ins eigene Fleisch schneidet. Sämtliche Fäden der Geschichte laufen am Ende ineinander zusammen. Die Vergangenheit wird geschickt mit der Gegenwart verwoben sodass sich Handlungen im 18. Jahrhundert auch auf das Jahr 2013 auswirken. Am Ende ergibt sich ein schlüssiges Ganzes das überzeugen kann. Die Sprache der Autorin ist sehr bildlich und erweckte in mir den Eindruck von weite und Natur. Die beschriebenen Eindrücke passten perfekt zur Handlung. Am dunklen Fluss von Anna Romer bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Die Mischung aus Atmosphäre, Mystik, Charaktere und Handlung hat einen bleibenden Eindruck bei mir Hinterlassen. Das Ende und vor allem die Intention der handelnden Figur hat mich sehr berührt. Ich habe noch lange nach beenden des Buches darüber nachgedacht. Die Sprache der Autorin ist sehr bildlich und erweckte in mir den Eindruck von weite und Natur. Die beschriebenen Eindrücke passten perfekt zur Handlung.

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