Leserstimmen zu
Boston

Upton Sinclair

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Man benötigt etwas Geduld, aber es lohnt sich: Bereits ein Jahr nach ihrer Hinrichtung legte Upton Sinclair diesen umfassenden halbdokumentarischen Roman über den Fall "Sacco & Vanzetti" vor. Und damit auch die Mechanismen der Macht frei. Ein wichtiges Buch über einen Justizmord, der bis heute die Welt beschäftigt.

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Der „zeithistorische Roman“ Sinclairs erschien also bereits ein Jahr nach dem Ende der beiden Anarchisten – sprachliche Finesse kann man hier, insbesondere da Sinclair von Haus aus kein herausragender Stilist war, nicht erwarten. Manches wirkt redundant, was allerdings bei der Fülle an Material wiederum nicht verwundert: Sinclair arbeitete in eine fiktive Rahmenhandlung (eine ältere Dame, eigentlich der oberen Klasse entstammend, befreit sich nach dem Tod ihres Ehemanns von der Familie, geht für ein Jahr in eine Fabrik, lernt dabei Vanzetti kennen und schätzen und, überzeugt von seiner Unschuld, mobilisiert sie eine siebenjährige Kampagne für seine Freisprechung) eine Vielzahl von Quellen, darunter Prozessakten, Zeitungsberichte, Texte von Sacco und Vanzetti und vieles mehr ein.

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