Leserstimmen zu
Das Haus der Lügen

Stephanie Lam

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Meine Meinung: Wagen wir mal ein Experiment, bei dem Experiment geht es darum, eine Rezension von einem Buch zu schreiben, dass man vor über einem Jahr gelesen hat, zu einer zeit wo man noch zu wenig eifer hatte um die Rezensionen direkt zu schreiben und es dann immer weiter aufgeschoben hat. Also nicht das das tatsächlich der Fall wäre und ich eine ganz furchtbare Bloggerin wäre *hust* *hust* Oh Gott es tut mir so leid, dass es manchmal so ewig dauert.. Aber dafür kann ich mich noch erstaunlich gut an das Haus der Lügen erinnern. Besonders an die besondere Atmosphäre die dieses Buch geschaffen hat und den interessanten aufbau. Aber alles der Reihe nach. Schon der Klappen text und das Cover haben mich damals wahnsinnig neugierig auf dieses Buch gemacht. Die Geschichte klang sehr geheimnisvoll und auch das Cover, mit seiner stürmischen Wirkung, dem alten Haus an den Klippen und der Dunkelheit sah sehr vielversprechend aus. Die Charaktere sind so geschrieben, dass man sie sich zum einen gut vorstellen kann, aber zum anderen auch direkt merkt in welche Zeitlinie sie gehören. Nicht nur durch ihr Aussehen, sondern vor allem durch ihr Auftreten, ihr Handeln und die Art wie sie reden. So ist die 18 jährige Rosa eine junge Frau, die sich von ihrer Familie lösen möchte, am liebsten gar nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte und rebellisch wie sie ist einfach von Zuhause fort geht und in eine der Wohnungen im Castaway House zieht. Sie ist neugierig und ihr ist schnell klar, dass dieses Haus mehr als ein Geheimnis beheimatet. Zudem ist sie auch hilfsbereit und kümmert sich sehr rührend um Dockie, einen älteren Mann, der seit dem er vor Jahren an den Docks gefunden wurde sein Gedächtnis verloren hat. Auf der anderen Seite, also in der anderen Zeit, vierzig Jahre bevor Rose ins Castaway House zieht, zieht dort der junge Robert Carver ein. Nach längerer Krankheit will er sich dort erholen. Er ist ein Mann seiner Zeit, sehr auf seine Wirkung nach außen bedacht, versucht ein ehrenvoller Gentleman zu sein, aber er wirkt zudem auch etwas unsicher und gar schüchtern. Zudem hat er eine leicht zynische Art, die ihn manchmal etwas aufbrausend werden lässt, was sonst nicht zu seinem Charakter passt. Ähnlich wie Rose ist auch er Neugierig und versucht herauszufinden, was in und um Castaway House vor sich geht. Die Handlung entwickelt sich zunächst schleichend. man lernt das Haus und dessen bewohner und die Haupt Protagonisten beider Zeiten langsam kennen und es dauert ein wenig, bevor die Handlung jeweils richtig in Schwung kommt. Aber es gibt von Anfang an gerade im Jahr 1965 kleine Hinweise darauf, das irgendwas in diesem Haus und dem Dorf nicht stimmt und das Rose indirekt irgendetwas damit zu tun haben muss. Besonders das "Robert Carver ist unschuldig" das Rose eingeritzt in ihrem Zimmer findet, macht neugierig darauf, was Robert vorgeworfen wird. Man bekommt auch nach und nach den Eindruck, dass alle viel mehr wissen als sie zugeben wollen und gemeinsam mit Rose versucht man der Wahrheit näher zu kommen und sucht nach Erklärungen. Manche Handlungsstränge verlaufen sich dabei aber leider im nichts und wirken ein wenig unnötig. So wird die Handlung manchmal etwas in die länge gezogen. Der Schreibstil passt sehr zu der Stimmung der Geschichte, er ist geheimnisvoll, schafft eine dunklere Atmosphäre ist aber auch unterhaltsam geschrieben. Gerade in den Abschnitten die zu 1924 spielen ist er zudem etwas komplexer und ernster, eben förmlicher, so wie auch die beschriebene Zeit. Dadurch das stets in der ersten Person geschrieben wird, sorgt der Schreibstil zudem dafür, dass man ein besseres Verständnis für die Protagonisten bekommt, aber man weiß auch nur das was sie wissen, was das geschehen noch spannender macht. Alles in allem war Das Haus der Lügen ein wirklich spannender Roman, der sich zwar langsam entwickelt, bei dem aber viele kleine Details ein großes Gesamtbild ergeben, das man erst ganz am Ende sehen kann. Erst dann wird klar, wie die beiden Geschichten die hier parallel erzählt werden genau zusammenhängen.

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Ich muss sagen, das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dies ist keine reißerische Geschichte, mit viel Familientwist, sonder eine ruhige, ohne viel Aufhebens, aber für mich nicht weniger spannend. Wer hier also ein Buch in Richtung Thriller erwartet, der liegt hier falsch. Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt und beide aus der Ich-Perspektive des jeweiligen Protagonisten. Da wäre einmal Robert Carver im Jahr 1924. Sich von einer Krankheit erholend, immer noch leicht kränkelnd zieht er in die Villa seines Cousins Alec Bray. Dort lernt er auch die Frau von Alec kennen, die eine totale „Kratzbürste“ ist und sch Robert nur abfällig gegenüber verhält. Auch das Personal lernt er kennen, obwohl dieses sehr zurückhaltend und teilweise schon ängstlich ist. Mit der Zeit lernt Robert auch die Bewohner rund ums Castaway House kennen, so auch Doktor Feather und insbesondere seine Tochter Lizzie. Durch viele Andeutungen, praktisch von jedem eine andere, merkt Robert bald, das irgendwie alle Bewohner des Castaway House Geheimnisse hat und will diese auf den Grund gehen. Im Laufe seiner Nachforschungen ändert sich bald das Verhältnis zu Mrs. Bray, mehr als für ihn gut ist. Auch mit Lizzie wird die anfängliche Freundschaft immer enger und bald sitzt er zwischen zwei Stühlen. Und immer mehr Geheimnisse werden von Robert aufgedeckt …. Die andere Ebene spielt im Jahr 1965. Dort wird die Geschichte von Rosie Churchill erzählt. Zu Anfang ist sie nur eine Bewohnerin in der schon arg baufälligen Villa Castaway House. Sie verdient sich mehr schlecht als recht ihren Unterhalt erst in einem kleinen Kiosk und später in einem kleinen Hotel in der Nachbarschaft. Gleich zu Anfang der Geschichte hat sie eine Bleistiftskizze von ihrer Freundin, die oben n der Villa wohnt bekommen, die mit den Initialen „R. C.“ unterzeichnet ist. Die gleichen Initialen wie ihre eigenen. Außerdem findet sie noch durch Zufall einen Satz, der unter das Fensterbrett eingeritzt ist. „Robert Carver ist unschuldig“ Gehörte die Zeichnung Robert Carver? Was hat der Satz unter dem Fensterbrett zu bedeuten? Dann taucht auch noch ein alter verwirrter Mann auf, der vor Jahren sein Gedächtnis verlor, aber unbedingt zum Castaway House muss – er weiß nur nicht mehr warum. Und weil sich Rosie um den Mann kümmert, ihm hilft und im Suterang unterbringt, lässt er auch nur sie an ihn ran und bittet Rosie ihm zu helfen, damit er sich wieder erinnern kann. Und auch Rosie erfährt von Geheimnissen rund ums Castaway House, die weit in der Vergangenheit liegen, aber auch in ihrer Zeit gibt es Geheimnisse in der Villa – und nicht zuletzt welche, die auch mit ihr selbst zutun haben … Ich hab noch nie mit Geschichten Probleme gehabt, die auf zwei Ebenen erzählt worden sind und so war es für mich interessant was im jeweiligen Jahr passierte, wobei ich die im Jahre 1924 interessanter und spannender fand, weil einfach mehr los war, mehrere Facetten hatte. Aber auch das Jahr 1965 hatte seine Reize, am meisten durch den verwirrten Mann, der Dockie genannt wurde, weil er bei den Docks gefunden worden ist, als er sein Gedächtnis verloren hatte. Dockie war für mich von Anfang an ein Bindeglied zwischen 1924 und 1965, nur wie und warum, das musste erst noch herausgefunden werden und das hat es ausgemacht, das ich im Hinterhopf immer am miträtseln war. Im Laufe der Geschichte „dröseln“ sich immer mehr Zusammenhänge auf und einige Wendungen hätte ich so nicht erwartet, andere hatte ich auch schon geahnt. Die ganz schlechten Kritiken, die dieses Buch hat, kann ich auch irgendwie nicht nachvollziehen, dass die Geschichte am Ende alles aufgeklärt hat. Was Rosie angeht, das ist zwar am Ende nicht in klaren Worten noch einmal extra erwähnt worden, aber doch war klar, wie das Verhältnis zu Dockie in der Familie war. Für mich gab es keine Ungereimtheiten und durch die nur immer bruchstückweise gestreuten Auflösungen der Geheimnisse blieb die Geschichte für mich auch immer spannend genug, so das ich immer wieder in den Ebenen weiter lesen wollte. Dazu alles in einem leicht und flüssigen Schreibstil, der auch die Umgebung bildlich darstellte, so das mein Kopfkino ohne Störungen lief. Mein Fazit: Eine ruhige aber nicht minder spannende Geschichte. Für mich ein gelungender Debütroman, bei dem ich die ganze Zeit im Hinterkopf mitgerätselt habe. Ein Buch das mich unterhalten hat!

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Autor/in: Stephanie Lam Verlag: Page & Turner Seitenzahl: 480 Seiten Genre: Roman Schon als ich Castaway House das erste Mal sah, wusste ich, dass es eines Tages mir gehören würde. […] Natürlich wusste ich schon damals, dass es bis dahin noch eine Weile dauern würde. Aber für etwas Wertvolles nimmt man das in Kauf. Die schönsten Dinge sind die, auf die man warten muss. Ich blickte ein letztes Mal zu Castaway House hinauf und leistete einen Schwur. - S. 7 Inhalt in einem Satz: Castaway House, eine alte Villa auf den Klippen eines englischen Küstenstädtchens, wird im Jahr 1924 zum Schauplatz schrecklicher Ereignisse, deren Geheimnissen die junge Mieterin Rosie erst über 40 Jahre später durch eine Reihe unglücklicher Zufälle auf die Schliche kommt. “Ich denke…” Sie hielt inne. “Sie sollten vorsichtig sein.” “ Was meinen Sie damit? Ist das eine Drohung?” Ich lächelte. Sie schüttelte knapp den Kopf, als wollte sie ein Insekt verscheuchen. […] “In diesem Haus geht Böses vor. Und wenn sie nicht aufpassen, wird es sie einholen, genauso wie Sally.” - S. 85 Meine Meinung: Das düstere Cover und der vielversprechende Klappentext machten mich auf Das Haus der Lügen neugierig. Ich versprach mir davon eine schauderhafte Geschichte, die fast ein bisschen nach einem Thriller klang, bekam aber etwas völlig anderes (jedoch nicht weniger Überzeugendes). Denn bei diesem Buch handelt es sich viel mehr um einen Familiengeheimnis-Roman, der deutlich ruhiger verläuft, als ich es erwartet habe. Wir begleiten auf zwei Zeitebenen den beiden Protagonisten Robert und Rosie, deren Leben jeweils in Castaway House auf den Kopf gestellt wird. Roberts Geschichte spielt im Jahr 1924, als er nach langer Krankheit seinen Cousin Alec besucht, der mit seiner Frau Clara das prächtige Anwesen bewohnt. 41 Jahre später wurde das Haus längst in Mietwohnungen unterteilt und Rosie, die vor Familienproblemen davonläuft und dort Unterschlupf findet, entdeckt eine alte Inschrift, die jemand in ein Fensterbrett hineingeritzt hat: “Robert Carver ist unschuldig.” Zudem lernt sie einen alten Obdachlosen namens Dockie kennen, der sein Gedächtnis verloren hat, jedoch weiß, dass Castaway House einst in seiner Lebensgeschichte eine wichtige Rolle gespielt hat. Doch als seine Erinnerung nach und nach wiederkehrt, wünschte er fast, sich nie erinnert zu haben… Ich muss zugeben, dass ich anfangs große Probleme hatte, in die Geschichte hineinzufinden, da sie tatsächlich völlig anders war, als ich es erwartet hätte. Deshalb habe ich das Buch mehrmals über Wochen hinweg abgebrochen und erst nach einigen Anläufen weitergelesen. Denn die Handlung bleibt zunächst relativ ruhig und langatmig. Wir begleiten Robert und Rosie in ihrem Alltag, ohne dass so richtig herauskommt, worauf die Geschichte hinarbeitet, sodass ich mich lange Zeit fragte, inwiefern die verschiedenen Ereignisse überhaupt relevant für den Handlungsverlauf waren. Erst ab ca. der Hälfte konnte mich Das Haus der Lügen etwas mehr fesseln. Auch die erste Hälfte ist aber keinesfalls schlecht, denn Stephanie Lam überzeugt mit ihren autentischen, interessant ausgearbeiteten Charakteren und dem geheimnisvollen Schauplatz. Sie spielt geschickt mit den Beziehungen zwischen den Personen, die Castaway House bewohnen, und baut auch die eine oder andere Liebesgeschichte ein. Außerdem werden natürlich zahlreiche Fragen aufgeworfen: Vor wem läuft Rosie davon? Was hat es mit Clara Brays Boshaftigkeit auf sich? Und vor allem fragt man sich permanent, wie alles schlussendlich zusammenhängen wird. Gegen Ende konnte ich mich immer mehr in die Geschichte vertiefen und die letzten Kapitel bishin zu der perfekt durchdachten Auflösung haben mir sehr gefallen. Nachdem ich Das Haus der Lügen nun schon vor einigen Tagen beendet habe, muss ich sagen, dass mir das Buch auch im Nachhinein noch durch den Kopf geht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Zum Glück konnten mich meine anfänglichen Zweifel doch noch großteils in Luft auflösen. :) “Ich erinnere mich an all das hier, Rosie. Diese schwarzweißen Steinfliesen, ich habe sie schon einmal gesehen. Der Schnörkel am Treppengeländer. […] Die Wahrheit ist, dass ich mich nicht länger erinnern will. Die Wahrheit ist, dass ich mir wünsche, sie würde in tausend Teile zerbersten.” - S. 286 Fazit: Ein Buch, das völlig anders ist, als erwartet, aber dennoch durch die ungewöhnliche Geschichte überzeugt und den Leser in seinen Bann ziehen kann, wenn er sich erst darauf einlässt. Bewertung: 📖 📖 📖 📖 (4/5) Vielen herzlichen Dank an das Bloggerportal und an Page & Turner für das Rezensionsexemplar! :)

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Stephanie Lams Erstlingswerk ist ein außergewöhnlicher historischer Roman, dessen mysteriöse und fesselnde Geschichte sich in zwei Handlungssträngen entfaltet. Dieser Erzählstil gefällt mir sehr, denn ich mag es, wenn Vergangenheit und Gegenwart des Romans abwechselnd in Bezug zueinander gestellt werden. Dies ist Stephanie Lam bestens gelungen. Die von ihr erdachten Charaktere sind bis ins Detail ausgereift und beinahe lebensecht. Darüber hinaus hat die Autorin die spezielle Atmosphäre der unterschiedlichen Epochen – 1924 und 1965 – so brillant eingefangen, dass man als Leser ganz leicht zwischen den Zeiten wechseln kann und immer wieder in eine neue Geschichte eintaucht, bis alles zu einem stimmigen Ganzen zusammenfließt. Alles in allem ist "Das Haus der Lügen" sehr packend und unterhaltsam mit einigen überraschenden Wendungen, die dazu verleiten, das Buch in einem Zug zu lesen. Spuren der Vergangenheit Die erste Geschichte des Romans spielt 1965 in der Küstenstadt Helmstone. Die 18-jährige Rosie Churchill, die überstürzt ihr Elternhaus verlassen hat, mietet sich in der einstmals glamourösen, aber mittlerweile heruntergekommenen Villa am Meer – Castaway House – ein, wo sie sich ein Zimmer mit Val und Susan teilt. Da das Geld knapp ist und sie ihre Miete kaum zahlen kann, hilft sie Mrs. Hale, der Tochter des Dorfarztes, in deren kleiner Pension. Sie freundet sich mit Johnny und seiner Freundin Star, der Enkelin der mysteriösen Hausbesitzerin, an, die noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Nur langsam gewöhnt sich Rosie an ihre neue Umgebung – die Anrufe ihrer Mutter ignoriert sie, was niemand nachvollziehen kann. Da trifft sie den alten, verwirrten Dockie, ebenfalls Mieter in Castaway House, der nach Spuren seiner Vergangenheit sucht. Er war vor Jahren bewusstlos an den Docks gefunden worden ohne jegliche Erinnerung daran, wer er ist bzw. wie er dort hingelangte. Daher rührt auch sein Name Dockie. Er trägt immer ein sehr altes Foto bei sich, das Rosie seltsamerweise zu kennen glaubt. Als sie dann noch unter dem Fensterbrett ihres Zimmers die rätselhafte Einritzung Robert Carver ist unschuldig entdeckt, ist sie entschlossen, Dockie zu helfen, sein Erinnerungsvermögen zu reaktivieren. Doch überall stößt sie auf eine Mauer des Schweigens und ein Geheimnis, dessen Aufdeckung auch ihr Leben verändern wird… Fatale Liebe Schauplatz der zweiten Geschichte ist ebenfalls Helmstone im Jahre 1924. Der 19-jährige Robert Carver fährt zu seinem Cousin Alec Bray und seiner Frau Clara, um dort in Castaway House, deren imposante Villa auf den Klippen, den Sommer zu verbringen und sein Asthma auszukurieren. Doch der Empfang ist alles andere als herzlich: Alec, ein Bonvivant, der nicht mit Geld umgehen kann, vergisst, Robert am Bahnhof abzuholen und seine Frau Clara, von deren Existenz Robert bis dahin gar nichts wusste, teilt ihm unverblümt mit, dass sie ihn für einen Schmarotzer hält. Robert ist außer sich über die unverschämte Bemerkung, doch er genießt die Sommerzeit, zumal seine Gesundheit sich deutlich verbessert. Doch die Spannungen zwischen Alec und Clara werden immer größer, und ihre Auseinandersetzungen, bei denen Robert oftmals anwesend ist, häufen sich. Als Clara Castaway House immer öfter fernbleibt, ist Robert überzeugt, dass sie Alec betrügt, und so verfolgt er sie, um sie in flagranti zu erwischen. Doch zu seiner großen Überraschung entdeckt er, dass sich hinter Claras schroffer Fassade ein völlig anderer Mensch verbirgt, der ihm sogar sehr ähnlich ist. Robert fühlt sich gegen seinen Willen mehr und mehr zu ihr hingezogen, auch wenn er weiß, dass seine Liebe niemals eine Zukunft haben wird. Auch Robert ist Clara nicht gleichgültig, und so kommt es zu einer verhängnisvollen Affäre, die für alle dramatisch endet… Brillante Charaktere im Spiegel der Zeit Dieser Roman lebt von den brillant gezeichneten Charakteren. Meines Erachtens sind Robert und Clara am besten gelungen. Ihre tragische Liebesgeschichte ist unkonventionell und sehr anrührend, aber niemals kitschig. Auch Alec als reicher Taugenichts ist sehr gut porträtiert, ebenso Rosie, deren kopflose Flucht aus dem Elternhaus einen schmerzlichen Hintergrund hat. Die mysteriöse Figur des alten Dockie, der zwischen Verwirrtheit und Erinnerung schwankt, ist in ihrer Widersprüchlichkeit besonders ansprechend. Dem Leser ergeht es wie Rosie: Er möchte unbedingt das Geheimnis um Dockies Identität entschlüsseln und begibt sich mit auf Spurensuche. Was er am Ende dann herausfindet, ist mehr als überraschend und lässt die exzellent konzipierte Geschichte in einem völlig anderen Licht erscheinen.

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Langweilig

Von: Lee-Lou

23.11.2015

Klappentext: 1924: Der 19-jährige Robert Carver verbringt den Sommer bei seinem Cousin Alec Bray im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf ... 1965: Die 18-jährige Rosie Churchill mietet sich in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Castaway House ein. Sie ahnt nicht, dass die alte Villa ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben betrifft. Persönliche Meinung: Wie man es sich sicher denken kann, spielt alles auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen. Dabei wird der Teil um 1924 und der Teil um 1965 aus Sicht von Robert bzw. Rosie erzählt. Die Zeitsprünge gibt es immer nach einem Kapitel, was das inhaltliche Verstehen ziemlich erschwert. Der Schreibstil ist zwar schön flüssig, doch man liest, liest, liest und liest und hat trotzdem den Eindruck, als hätte sich die Geschichte nicht von der Stelle bewegt, was das alles dann auch wieder anstrengend macht. Deshalb breche ich diese Geschichte nach 100 Seiten leider ab.

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3 von 5 Sternen „Das Haus der Lügen“ von Stephanie Lam Roman 477 Seiten Broschiert 12,99€ erschienen am 11.05.2015 Page Turner Klappentext: EINE ALTE VILLA AN DER SÜDKÜSTE ENGLANDS – UND IN JEDEM ZIMMER SCHLUMMERT EIN DUNKLES GEHEIMNIS... 1924: Der 19-jährige Robert Carver verbringt den Sommer bei seinem Cousin Alex Bray im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf... 1965: Die 18-jährige Rosie Churchill mietet sich in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Castaway House ein. Sie ahnt nicht, dass die alte Villa ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das auch ihr eigenes Leben betrifft... NICHTS IST, WIE ES SCHEINT. UND JEDER WÄHNT SICH SICHER IN SEINEM KOKON AUS LÜGEN... Meine Meinung: Das Cover finde ich schön und es passt auch zur Geschichte. Leider war das Buch ziemlich langatmig und es wurde erst nach circa 300 Seiten spannend. Vorher musste ich mich richtig durch dieses Buch durch quälen. Danach passiert dann ziemlich viel auch einmal und es werden auch viele Geheimnisse und Lügen aufgelöst. Nur leider hätte ich mir etwas mehr am Ende gewünscht, da man sich doch noch einiges zusammenreimen musste. Der Klappentext weist ja darauf hin, dass es ein großes Geheimnis ist, dass das Leben von Rose betrifft. Das Geheimnis war fand ich gar nicht so groß oder schlimm oder sonst irgendwas. Das Buch kann ich nicht wirklich weiterempfehlen, nur die letzten knapp 200 Seiten sind interessant und den Rest hätte man ziemlich kürzen können. Liebe Grüße eure Sarah :)

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<em>Jeder Mensch hat seine kleinen oder größeren Geheimnisse, und jeder lügt ab und zu aus verschiedenen Gründen. Manche, um andere nicht zu verletzen, manche aus Scham oder Angst, wieder andere aus Berechnung, Zorn oder Rachedurst. In Stephanie Lams „Haus der Lügen“ besteht das ganze Leben aus Lügen – und dem, was passiert, wenn man sich zu tief darin verstrickt hat, um die Wahrheit noch sehen zu können.</em> <strong>Ein Haus und seine Geheimnisse</strong> 1965 zieht die 18-jährige Rosie Churchill in Castaway House ein. Die einst herrschaftliche Villa thront auf den Klippen über einem englischen Küstenstädtchen. Unter einem Fensterbrett entdeckt sie die Inschrift „Robert Carver ist unschuldig“ und damit ein kleines Stück des dunkelsten Geheimnisses der alten Villa aus dem Sommer 1924, als der 19-jährige Robert Carver auf Einladung seines Cousins Alec eine vermeintlich unbeschwerte Zeit an der See zu Erholung seiner Lungen verbringen will. Doch bald schon wird auch Robert hineingezogen in das Gewirr aus Lug und Betrug, das Alec und seine Frau Clara rund um sich gesponnen haben. Robert, der das Spiel nicht durchschaut, wird selber zum Lügner. 1965 taucht ein Landstreicher an der Tür der Villa auf, der behauptet, er müsse etwas Wichtiges wegen des Hauses klären, wisse aber nicht mehr was, da er vor Jahren das Gedächtnis verloren habe. Rosie, die selbst ein Geheimnis mit sich herumträgt und deswegen zur Lügnerin geworden ist, hat Mitleid mit dem alten Mann und beginnt, sich um ihn zu kümmern. Und plötzlich kreuzen sich die Lebensgeschichte von Robert und Rosie trotz der mehr als 40 Jahre zwischen ihrer Anwesenheit in Castaway House. <strong>Langsam, dicht und detailreich</strong> Stephanie Lam erzählt die Geschichten von Castaway House und seiner Bewohner zwischen 1924 und 1965 langsam, präzise und spannend. Als Leser habe ich eine Ahnung von dem, was passiert, und werde dennoch überrascht. Mit vielen Details erwacht die Welt der Protagonisten zum Leben und es wächst das Verständnis dafür, warum jeder sich in seinen Lügen sicherer fühlt als mit der Wahrheit. Trotz der langsamen Erzählweise und der beiden Handlungsstränge, die sich mehr und mehr ineinander verweben, ist „Das Haus der Lügen“ niemals langatmig oder verwirrend. Und gelegentlich ertappe ich mich dabei, den handelnden Personen den Rat geben zu wollen, es einmal mit der Wahrheit zu versuchen, anstatt auf Lügen zu beharren, die sich längst schon verselbstständigt haben. <strong>Fazit</strong> „Das Haus der Lügen“ ist Erzählung und Krimi in bestem britischen Stil. Ein Buch, das den Leser dazu verführt, immer „nur noch eine Seite“ lesen zu wollen, weil es von Anfang an in den Bann der Geschichten zieht. Je weiter die Entwicklungen fortschreiten, desto klarer werden die Entscheidungen und Lügen, und desto mehr wächst das Verständnis für jeden einzelnen Protagonisten wie auch die Erkenntnis, dass auch im eigenen Leben das eine oder andere Geheimnis schlummert. Die Wahrheit ist zwar nicht immer schön, aber das einzige Mittel, mit sich selbst in Frieden und ohne Schuld zu leben. Eine wirklich faszinierende Geschichte mit unbedingter Leseempfehlung. Autor der Rezension: Harry Pfliegl. Er gehört zum Autorenpool von Detlef M. Plaisier [Der Mann für den Text] Leipzig.

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Als ich das Buch in den Händen hielt, kam mir sofort der Gedanke - das wird ein richtiges Herbst Buch. Also eine Geschichte, welche perfekt zu der Stimmung des Herbstes passt, ein wenig melancholisch und mit der richtigen Portion Gruselspannungsfaktor - und ich hatte damit recht. Wie die Inhaltsangabe schon andeutet geht es bei "Das Haus der Lügen" um ein Familiengeheimnis auf dem Anwesen Castaway House. Als Leser springt man zwischen zwei Zeitebenen hin und her, einmal sind wir mit Robert Carver im Jahre 1942 und dann wieder mit Rosie im Jahr 1965. Doch das ist nicht verwirrend, da sich die Geschichte schleichend entwickelt und sich somit der Spannungsbogen konstant von alleine aufrecht hält. Durch die unterschiedliche Zeit bekommt man auch das damalige Lebensgefühl gut vermittelt. Bei Robert ist es eine strenge, spießige Zeit und bei Rosie merkt man, dass sich einiges ändert, die Menschen werden offener und haben Spaß. Beide Leben sind so verschieden und es macht Spaß zu lesen aber doch sind sie natürlich miteinander verstrickt. Robert ist bei seinem Cousin Alec und dessen Frau Clara zu Besuch auf dem Castaway Anwesen, das Ehepaar lebt nach außen hin eine zufriedene, schillernde Ehe aber Robert merkt schnell, dass der Schein trügt. Anfangs scheint er gewisse Dinge noch zu ignorieren, aber die Familiengeheimnisse lassen nicht lange auf sich ruhen.. Rosie ist achtzehn und zum ersten Mal auf sich alleine gestellt. Sie mietet sich im, in die Jahre gekommenen, Anwesen Castaway ein. Bald findet sie Spuren aus vergangener Zeit, darunter auch das Initial R.C. Was es damit auf sich auf und was die Botschaften bedeuten findet Rosie im Laufe der Zeit heraus. Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und liest sich sehr gut, sie beschreibt das Setting lebhaft und lässt ihre Figuren authentisch wirken. Nicht nur die beiden Protagonisten, auch die Nebencharaktere haben ihre guten Eigenschaften und Macken abbekommen. Natürlich bleibt die Handlung lange Zeit vage und nur durch Vermutungen um welches Geheimnis es sich nun dreht und was geschehen ist, bleibt die Story spannend. Die Auflösung kam dann doch ein bisschen zu kurz, der richtige Showdown hat mir ein bisschen gefehlt, auch wenn offene Fragen beantwortet wurden. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung für alle, die stimmige und atmosphärische Geschichten mit einem großen Krimi Einschlag mögen. 4/5 Rawr's

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