Leserstimmen zu
Das Geheimnis der Schwimmerin

Erika Swyler

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Taschenbuch
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Sehr ungewöhnlich aus der Sicht eines Mannes zu lesen, da alles weniger beschrieben wird und auch sehr nüchtern wirkt. Der Klappentext lässt einen Großes erwarten. Mich hat er sehr neugierig gemacht aber leider wurde ich enttäuscht. Die erwartete Spannung blieb beim Lesen aus, wobei einige Stellen sehr viel Potenzial hatten mich zu fesseln. Ein weiterer Aspekt der mir nicht gefallen hat, ist die wenige Beschreibung der Charaktere. Der Teil mit dem Zirkus war mal etwas erfrischendes und die Vorgeschichte, wie er Stück für Stück die Geschichte seiner Vorfahren herausfindet ist eine wirklich coole Idee. Manche Teile der Geschichte kamen mir etwas seltsam vor und haben für mich keinen Sinn ergeben. An manchen Stellen hätte man einfach mehr rausholen können, umso mehr Spannung rein zubringen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Kapitel sich mit der Vergangenheit und Gegenwart abgewechselt haben und man so mehr über den Ursprung erfahren hat. Mit Simon konnte ich mich nicht wirklich anfreunden, obwohl er im Grunde ein toller Charakter ist aber mir hat einfach etwas gefehlt. Seine Hartnäckigkeit an dem Projekt kann man bewundern aber irgendwann wird es dann doch etwas nervig. Der Schreibstil ist etwas schwer zu lesen, zumindest kam es mir vor als würde ich ewig an einer Seite festhängen. Auch die Wechsel der Perspektiven war leicht verwirrend, vor allem am Anfang hatte ich da Probleme mitzukommen. Das Cover ist ein totaler Blickfang und passt perfekt zu der ganzen Geschichte.

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Durch den Klappentext mit dem passenden Cover bin ich auf die Geschichte aufmerksam geworden. Ich habe mir eine mystische Familiengeschichte erhofft und sie auch bekommen. Das Schicksal war Simon nicht sonderlich gnädig. Er hat seine früh Mutter verloren, die sich im Meer das Leben genommen hat, außerdem lebt er alleine und verliert er seinen Job als Bibiliothekar, den er sehr gerne ausgeübt hat. Seine Neugierde, was Bücher und Geschichten anbelangt, wird sehrt deutlich, als er in dem Buch versinkt, dass eines Tages auf seiner Türschwelle liegt. Das hat ihn sehr sympathisch gemacht, denn auch ich wäre der Sache auf den Grund gegangen. Und wen hätte ein solches Buch nicht ebenfalls gepackt? Aber mehr will ich hier nicht verraten. Die Geschichte wird durch Simons Sicht erzählt, auf eine passende, männliche, nüchterne Erzählweise. Der Stil kommt ohne gefühlvolle und nette Formulierungen aus und doch hat mich die Schreibweise mit ihren kurzen, präzisen Sätzen total begeistern können. Die zwei Zeiteben runden das Gesamtpaket ab. Die Mystik in der Geschichte wird durch den Okkultismus und die Geschichte der Tarot-Karten beigemischt. Auch das Zirkusflair mochte ich sehr gerne. Das rauhe Setting der Küste mit seiner salzhaltigen Meeresbrise steuert noch mehr Atmosphäre bei und macht die Geschichte zu etwas, dem man sich nicht entziehen kann. Fazit: Ein großartiger Debütroman, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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