Leserstimmen zu
Der Psychopath

Bram Dehouck

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Sam ist der elfjährige Sohn von Chris und Charlotte Walschap. Schon öfter musste er die Schule wechseln, weil das Kind Probleme hat sich anzupassen und immer wieder negativ auffällt. Charlotte ist sich sicher, dass ihr Sohn gemobbt wird, während sich Chris sicher ist, dass Sam ein Psychopath, eine Gefahr für die Gesellschaft ist und so reift in ihm der Plan, seinen Sohn umzubringen... Erschreckend! "Der Psychopath" ist eine hochspannende und erschreckende Geschichte, die mich, auch nach beenden, einfach nicht loslässt. Wie verzweifelt oder krank muss man sein, wenn man plant das eigene Kind umzubringen? Zur Story: Bram Dehouck hat mich mit der Geschichte um die Familie Walschap von Beginn an ans Buch gefesselt und so habe ich den Thriller in einem Rutsch gelesen, was angesichts der Tatsache, dass "Der Psychopath" nur 224 Seiten aufweist, nicht schwer ist. Es hat mich beeindruckt, dass der Autor es geschafft hat auf so wenigen Seiten einen wirklich kompletten Thriller zu packen. Ohne Längen, spannend von Anfang bis zum - allerdings vorhersehbaren - Ende. Was ich von Sam halten sollte, war mir nicht ganz klar, allerdings habe ich Charlotte, Sam`s Mutter, nicht verstanden. Ständig sucht sie nach irgendwelchen Ausreden und Entschuldigungen für das Verhalten ihres Sohnes und zwar so lange, bis sie diese selbst glaubt. Auf der anderen Seite bekniet sie Chris, der selbst Arzt ist, Sam verschiedenen Ärzten vorzustellen. Dieser lehnt allerdings sämtliche Hilfsangebote ab, was ich auch nicht ganz nachvollziehen konnte. Stattdessen verlässt er sich auf irgendwelche Artikel, die er sich aus dem Internet zusammensucht um seine Theorie, dass Sam der geborene Psychopath ist, zu untermauern, bis er sich dessen ganz sicher ist! Sam muss weg! Sehr gut gefallen haben mir die Rückblenden in Chris` Kindheit und Jugend. Nach und nach begann ich, zumindest im Ansatz, zu verstehen, warum Chris ist, wie er eben ist und eine Gänsehaut nach der anderen lief mir über den Rücken. Bald habe ich mich gefragt, wer hier der Psychopath ist. Chris oder vielleicht doch Sam? Mich beschäftigt das Buch gedanklich immer noch und so hat Bram Dehouck für mich einen Thriller vorgelegt, den ich ganz sicher nicht so schnell vergessen werde! Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, welches für mich sehr abrupt kam und doch etwas vorhersehbar war. Ich kann "Der Psychopath" wärmstens empfehlen - nicht nur für den kurzen Thrill zwischendurch!

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Wow

Von: Leseengel

16.03.2016

Das Buch ist super spannend und hat mich echt umgehauen, mit so etwas habe ich überhaupt nicht gerechnet, es ist brutal, es ist beängstigend und gerade das ist es, was mir an diesem Buch so unsagbar gut gefällt. Auch wenn ich mit dem Ausgang so irgendwie schon teilweise gerechnet habe, so war das Buch dennoch sehr spannend und die Idee dahinter ist sehr gut. Auch wenn ich mich frage, wie man auf so eine kranke Idee kommen kann. Denn das ist die Geschichte bzw die Charaktere teilweise – Krank. Doch genau das macht dieses Buch aus. Da dies Buch so super spannend war, wollte ich es nicht aus der Hand legen und hatte es auch an einem Tag durch – was aber auch mit an der geringen Seitenzahl liegt. Es lässt sich durchweg flüssig lesen. An einigen Stellen war ich entsetzt, wie sich die Charaktere gegenseitig ausspielen und was für Ausreden/Erklärungen sie teils erfinden, schon allein das ist hart. Die Charaktere sind gut gestaltet, meist ist das Verhalten von ihnen für mich auch durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht immer, aber es wirkt dennoch realistisch durch und durch. Dieses Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven, man sollte schon einiges aushalten können, um es zu lesen – denke ich. Von diesem Autor hatte ich bisher noch kein Buch gelesen, aber ich denke da werden noch weitere folgen, so spannend wie dies war.

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Vaterpflichten

Von: Rezifeder

08.03.2016

Der elfjährige Sam ist ein schwieriger Junge, das haben seine Eltern Chris und Charlotte schon früh gemerkt. In der Schule ist er ein Außenseiter, er reagiert oft aggressiv und zeigt kaum Empathie. Allerdings gehen seine Eltern unterschiedlich damit um: Während Charlotte Verständnis zeigt und glaubt, dass Sam in erster Linie durch Mobbing so reagiert und ihm eine Therapie helfen kann, hält Chris seinen Sohn für einen unheilbaren Psychopathen, der mit der Zeit immer schlimmere Dinge tun wird. Der Höhepunkt ist erreicht, als Sam seiner Katze den Bauch aufschlitzt. Seine Mutter nimmt ihn nach wie vor in Schutz, doch Chris sieht in seinem Sohn einen zukünftigen Mörder. Der familiäre Konflikt eskaliert, Charlotte verlässt ihren Mann und zieht mit Sam in eine eigene Wohnung. Kurz darauf erscheint eine völlig aufgelöste Charlotte auf dem Polizeirevier. Chris hat Sam von der Schule abgeholt, und die beiden sind unauffindbar. Charlotte ist überzeugt davon, dass Chris seinen Sohn umbringen will. Eine fieberhafte Suche nach den beiden beginnt ... Bewertung: Psychopathen begegnet man in Thrillern alle naselang, auch jugendliche oder kindliche Psychopathen hat es in Büchern und Filmen schon gegeben. Recht originell an Bram Dehoucks Werk ist dagegen, dass es hier weniger um die kriminellen Taten jenes Psychopathen geht als vielmehr um den geplanten Mord an ihm durch den eigenen Vater. Spannung ist von Beginn an gegeben und sie hält sich auch durchgängig bis zum Schluss. Für den Leser stellen sich vor allem die Fragen, ob die Polizei Chris und Sam noch rechtzeitig finden und ob Chris sein Vorhaben wirklich durchzieht oder vielleicht von selbst ablässt. Offen ist zudem, wie lange Chris seinen Plan vor Sam verbergen kann und wie sein Sohn reagiert, wenn er die Gefahr erkennt. Des Weiteren wird nach und nach Chris' brisante Vergangenheit aufgedeckt. In Rückblenden zeigt sich, dass er als Kind ganz ähnliche Verhaltensweisen zeigte wie sein Sohn, und man darf gespannt verfolgen, was sich alles für düstere Taten bei Chris offenbaren. Die Grundkonstellation, dass ein Vater seinen Sohn umbringen will, schockiert und bewegt gleichermaßen. Man kann Chris kaum wünschen, dass ihm sein Plan glückt; zugleich begreift man aber auch, dass er tatsächlich der Meinung ist, das einzig Richtige zu tun. Er weiß nur zu gut, wie gefährlich die Anlagen sind, die sein Sohn bereits mit elf Jahren zeigt, und er will Sams Umwelt schützen. Sam ist clever und versteht es, Psychologen durch seinen Charme zu täuschen. Niemand außer Chris sieht, wie gefährlich Sam wirklich ist, niemand außer ihm begreift den Ernst der Lage. Weder von Sams Mutter noch von therapeutischer Seite ist Hilfe zu erwarten - die Verzweiflung und die Angst des Vaters sind gut nachzuvollziehen, und doch kann man ihm kaum guten Gewissens wünschen, dass er seinen Sohn ermorden wird. Dieses moralische Dilemma hat durchaus das Potenzial dafür, nach er Lektüre noch ein bisschen weiterzuwirken und im Gedächtnis des Lesers haften zu bleiben. Das Ende kommt schnell daher, und trotzdem ist es zufriedenstellend und vor allem wirkungsvoll. Gewiss hätte man die Handlung noch ein wenig weiterführen können, doch alles Wichtige wird gesagt, alle relevanten Fragen werden beantwortet - und letztlich bleibt nach Abschluss das Gefühl, der Roman hätte auch nicht anders enden dürfen. Der Stil ist geradlinig, erfordert keine große Konzentration und beschert eine flüssige, schnelle Lektüre. Es ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, dass zwischen mehreren Strängen hin und her gesprungen wird: In der Gegenwart begleitet der Leser einerseits Chris und Sam, andererseits wird immer wieder zu Charlotte und den Ermittlern geschaltet, die sich zur gleichen Zeit Charlottes Geschichte anhören und nach Chris und Sam suchen. Andere Kapitel springen zurück in die Vergangenheit und zeigen Szenen aus dem Alltag der Familie, in denen sich Sams Andersartigkeit verdeutlichte. Und schließlich gibt es noch die Kapitel, die noch weiter in die Vergangenheit gehen und Einblicke in Chris' Kindheit gewähren: Hier sieht der Leser, dass Chris so sensibel auf die Taten seines Sohnes reagiert, weil er sich selbst darin wiederfindet und daher viel früher als seine Frau merkt, wie gefährlich Sam einmal werden kann. Während das Werk in Sachen Spannung sehr überzeugt, gibt es Schwächen bei den Charakteren. Nur von Vater Chris erhält man ein detailliertes und komplexes Bild, seine Frau und insbesondere Sam, der ja eine zentrale Rolle spielt, bleiben blass. Sowohl Charlotte als auch Sam wirken eindimensional; Charlotte schlägt sich ausnahmslos auf die Seite ihres Sohns und ist blind für Chris' Sichtweise, bei Sam wiederum ist es schade, dass seine charmante Seite ehe behauptet als gezeigt wird. Der Leser erfährt zwar, dass es Sam gelingt, Erwachsene um den Finger zu wickeln und zu täuschen, erlebt dies aber in der Regel nicht mit. Gewiss hätte es dem Roman gutgetan, Sam noch ein wenig interessanter zu präsentieren. Fazit: Ein unterhaltsamer Thriller, der sich schnell lesen lässt, eine reizvolle Thematik mitbringt und durch Spannung überzeugt. Kleine Abzüge gibt es für die größtenteils zu flachen Charaktere, deren Potenzial nicht ausgeschöpft wird.

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Sam ist anders als andere Kinder. Das merken seine Eltern früh. Doch der Arzt und die Krankenschwester können damit umgehen. Sams Verhalten wird erst zum Problem, als er in die Schule kommt. Niemand hat den aufbrausenden Jungen im Griff. Während seine Mutter glaubt, der Sohn werde gemobbt, ist sein Vater Chris mehr und mehr davon überzeugt, dass mit Sam etwas nicht stimmt. Manisch sammelt er Fachartikel, die beweisen sollen, dass sein Sohn ein geborener Psychopath ist. Als Sam eines Tages einer Katze den Bauch aufschlitzt, um nachzusehen, was sich darin verbirgt, versteift sich Chris immer mehr auf seine Theorie. Und er sieht nur eine Lösung. Eine Lösung, die ein Vater sonst nie wählen würde... Recht schnell ist schon nach dem Lesen des Klappentextes klar, worum es in diesem Thriller geht. Leider ist auch recht schnell klar, wenn man dann losliest, worauf sich das Ganez zuspitzen wird und wer der eigentliche Psychoptah ist, bzw. was es damit auf sich hat. Nichtsdestotrotz ist Bram Dehouck ein wirklich guter und fesselnder Thriller gelungen, obwohl er doch recht schnell eben vorhersehbar ist. Ich hätte hier auch gerne 400 statt 200 Seiten gelesen und mehr über den Charater von Sam und Chris erfahren. An sich aber sehr spannend und fesselnd, die Story. Der Erzählstil ist anfangs doch etwas ungewöhnlich. Doch schnell gewöhnt man sich daran und er kann den Leser dann auch an die Geschichte fesseln. Ich habe mich sehr auf diesen Thriller gefreut: Enttäuscht wurde ich zwar nicht, aber die Erwartungen konnte er aus oben genannten Gründen nicht komplett erfüllen. Dennoch ist dies ein Buch, das man durchaus mal lesen kann, denn es bringt ein paar nette und spannende Lesestunden! Fazit: Spannend und fesselnd, obwohl schon recht früh klar ist, wie das Ganze aufgelöst wird.

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