Leserstimmen zu
Engelsgeduld

Wolf Schreiner

Pfarrer Baltasar Senner ermittelt (5)

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In der Heimatgemeinde von Pfarrer Senner im Bayerischen Wald soll ein Festspiel veranstaltet werden. Die Rollen werden unter den Einwohnern verteilt, und ausgerechnet Senner soll auf Anweisung seines Bischofs neben dem evangelischen Geistlichen her reiten und gemeinsam mit ihm den Segen sprechen. Mit Rosalie, eigentlich einer ganz lieben Pferdedame, nimmt er an der Generalprobe teil. Als dann jedoch ein Probeschuss das Pferd erschreckt und es durchgeht, plumpst der Pfarrer auf den Boden und verliert erst einmal das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, erfährt er, dass auf die Hauptdarstellerin geschossen wurde. Dabei sollte sich keine echte Kugel in dem Lauf des historischen Vorderladers befinden. Wer hätte Grund, auf die Darstellerin zu schießen? Schnell steht ein Verdächtiger fest, aber der Pfarrer glaubt nicht an die Schuld und forscht auf eigene Faust nach. „Engelsgeduld“ ist bereits das fünfte Buch über den Detektiv, pardon, Pfarrer Senner und seine Gemeinde. Auch, wenn man die vorherigen Geschichten nicht kennt, kommt man gut in diese hinein. Der Roman kommt in bayerischer Gemütlichkeit daher, und Freunde von ermittelnden Pfarrern, Pastoren, Priestern, Nonnen oder Patern werden das Buch mögen. Die flüssig erzählte Geschichte lässt viel Raum für eigene Ermittlungen des Lesers.

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Amüsant

Von: get lucky

20.05.2016

Engelsgeduld - Wolf Schreiner - Ein Krimi aus dem Bayerischen Wald Es handelt sich um den fünften Band um Pfarrer Senner, der mit seiner spitzfindigen Art und Weise die örtliche Polizei "unterstützt", den Fall zu lösen. Dies mal soll in einer Gemeinde ein Festspiel a la Robin Hood veranstaltet werden. Alle, das heißt natürlich inklusive Hochwürden werden zu Schauspielern - worst case, Herr Senner soll hoch zu Ross die Kirche vertreten. Bereits bei der Probe werden Kanonen abgefeuert und die Hauptdarstellerin bricht zusammen und erliegt später ihren Verletzungen. Ganz nah am Geschehen dabei wittert der Pfarrer einen Mord und setzt alles daran, um den oder die Täterin zu fassen. Ich liebe Regionalkrimis, und dem Charme dieser Obrigkeit kann sich keiner entziehen, lest selbst: "Balthasar Senner hoffte, so bald wie möglich das Gespräch auf das eigentliche Thema lenken zu können, ohne dass es auffiel und er zu viel schwindeln musste. Aber der Allmächtige wird mir verzeihen, dachte er, es diente einem guten Zweck - der Aufklärung eines Mordes." Mit viel Witz taucht man immer wieder ein in die Welt eines Pfarrers, seiner Köchin, dem Dorfgeschehen, das auch oft in der örtlichen Metzgerei ordentlich diskutiert wird. Der Bischof, die Polizei, der Bürgermeister, und "würziger" Weihrauch alle haben Anteil an dieser teils recht lustigen Ermittlungsarbeit. Ich möchte inhaltlich nichts vorwegnehmen, wer eine leichte, amüsante Unterhaltungsliteratur sucht, ist hier richtig.

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Meine Meinung: Da mir das vierte Buch, in dem Pfarrer Senner ermittelt, gefallen hat, war ich gespannt auf das 5. Abenteuer mit ihm. Denn abenteuerlich ging es in der Geschichte, nur nicht für den Pfarrer zu. Obwohl die Polizei es nicht gerne sieht, mischt sich Pfarrer Senner wieder bei der Aufklärung eines Falles ein. Allerdings kann man ihm daraus nicht unbedingt einen Vorwurf machen. Denn auf Wunsch des Bischofs sollte er an dem Festspiel teilnehmen und was kann er dafür, wenn sein Pferd für Aufregung sorgt und gleichzeitig ein Mord geschieht. Die meisten Beteiligten kannte ich aus den anderen Büchern und ich freute mich, wieder etwas von ihnen zu lesen. Den Bischof konnte ich immer noch nicht leiden und auch die Polizisten haben sich bei mir nicht gerade beliebt gemacht. Ich finde es zwar auch nicht mehr zeitgemäß einen Pfarrer als besonders wichtige Person anzusehen, aber ihnen fehlte eindeutig der Respekt vor der Person als solches. Nicht nur die Kommissare, auch die Polizisten, die beteiligt waren, haben sich fast unverschämt benommen. Wie man unschwer erkennen kann, steckte ich wieder so richtig drin im Geschehen und habe auch Partei ergriffen. Daraus kann man schließen, dass mich die Geschichte wieder in ihren Bann gezogen hat. Auch diesmal hat der Autor es geschafft, mich zu verwirren und dafür gesorgt, dass ich nicht sofort den richtigen Verdächtigen erkannt habe. Auf jeden Fall hat es mir wieder sehr viel Spaß gemacht, Pfarrer Senner zu beobachten und ihn zu bemitleiden, weil er immer noch unter den Koch- und Backkünsten seiner Haushälterin leiden muss. Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut und man erkennt die Idee der Serie. Fazit: Wolf Schreiner bleibt seinem Stil treu und hat wieder einen humorvollen, kritischen und spannenden Krimi geschrieben. Ich empfehle ihn gerne weiter. Dem Verlag Goldmann danke ich für das Rezensionsexemplar

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