Leserstimmen zu
Auf eine wie dich habe ich lange gewartet

Patrycja Spychalski

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Laura findet es gar nicht prima, dass sie so kurz vor Ende des Schuljahres umzieht. Und dann ausgerechnet in ein kleines spießiges Kaff. Die Großstadtgöre plant schon beim Umzug ihre baldige Flucht in die Stadt. Aber Laura freundet sich schnell mit Enzo und Irina an. Zwei Klassenkameraden und irgendwie auch Außenseiter an der Schule. Von beiden ist Laura gleichermaßen fasziniert und wird von denen angezogen. Jedoch ist Irina vehementer und die beiden Mädels verbringen sehr viel Zeit miteinander. Bis es bei einer Party passiert und sie sich küssen. Bei dem einem Kuss bleibt es nicht. Für Laura beginnt ein Gefühlschaos, mit dem sie in diesem piefigen Kaff nicht gerechnet hat. Patrycja Spychalski kannte ich vorher nicht, umso neugieriger bin ich an dieses Buch herangegangen. Beim Lesen des Klappentextes habe ich mich auf ein schönes Sommerbuch eingestellt. Eine leichte Teenie-Romanze, die wie der Sommer Wärme und Freiheit versprüht. Was ich bekam war genau das und doch so viel mehr. Es ist eine relativ entspannte Story, teenie-gerecht und doch mit leichten Anspruch. Laura kämpft nicht nur mit der Eingewöhnung in eine neue Umgebung und Schule, und mit dem Verlust ihrer Freunde, sondern auch mit junger Liebe und Gefühlen zu einem Mädchen, und der Suche nach der eigenen Identität. Laura fragt sich, ob sie nun lesbisch ist oder nicht. Oder ist sie sogar bi? Teilweise schon sehr reif, teilweise aber auch noch sehr altersgerecht setzt sie sich Laura mit ihren Problemen und Gedanken auseinander. Ich mochte sie sehr gerne und fand auch, ihre Gedankengänge meist sehr logisch. Irina fand ich zeitweise etwas unheimlich. Ich dachte sogar zwischenzeitig sie wäre psychisch gestört. Aber naja... man darf sich ja auch mal irren. Enzo ist hingegen doch sehr unscheinbar und seine Rolle kommt eher zum Ende hin zum Tragen. Er ist eher ein ruhige Vertreter und doch für Laura enorm anziehend. Der Schreibstil ist locker und passt in die sommerliche Jahreszeit. Ich konnte mich, Dank den Beschreibungen, wunderbar in Lauras neue Heimat einfügen. Ich konnte die Sommerluft riechen und die Hühner schnattern hören. Aber besonders an den Stellen, an denen Laura mit ihrer aufkeimenden Sexualität und ihrer eigenen Identitiät hätte ich mir Tiefgang gewünscht. Ich kann es nicht richtig beschreiben, aber alles in allem wurde für diese Suche nach sich selbst zu oberflächlich angekratzt und auch das Ende fand ich irgendwie unbefriedigend. Nichtsdestotrotz hat dieses Buch die Lust auf Sommer wieder geweckt und ich lechze nun nach dieser warmen Jahreszeit. "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" ist wunderbar leichter nach Sommer duftender Jungendroman. Patrycja Spychalski lässt ihre Protagonisten nicht nur die erste Liebe erleben, sondern lässt den Leser dank ihres schönen Schreibstils voll in die Umgebung eintauchen. An manchen Stellen hätte ich mir allerdings mehr Tiefgang und mehr Auseinandersetzung mit dem Gefühlschaos gewünscht. Von mir gibt es 4 Eulen.

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Autor: Patrycja Spychalski Erscheinungsdatum: 13. Juli 2015 Verlag: cbt Genre: Contemporary, Young Adult, Jugendbuch Seitenzahl: 320 Seiten Kurzbeschreibung: Laura erlebt den Alptraum aller Teenager, denn sie zieht mit ihren Eltern aus der Großstadt in ein kleines Kaff. Sie muss alles zurücklassen, am meisten stört sie dabei, dass sie ihre Freunde zurücklassen muss. Dennoch findet Laura auch hier zwei neue Freunde. Einmal ist da Enzo, der süße Neffe des Pizzeria Besitzers und Irina das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem sich Laura auf Anhieb versteht. Doch dann passiert etwas total verwirrendes und dennoch total Schönes, Irina und Laura küssen sich auf einer Party. Auf der einen Seite genießt Laura die Zeit mit Irina und auf der anderen Seite ist es total verwirrend, wenn sie Enzo sieht, denn das irre Kribbeln bei seinem Anblick besteht immer noch. Was wird sie tun? Mit wem kann sie über ihre Gefühle reden? Wie wird sie sich entscheiden? Meine Meinung: Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn die Thematik die in diesem Buch behandelt wird finde ich sehr spannend und wichtig für die jüngere Genration. Das empfohlene Alter von 14 Jahren finde ich sehr passend. Von Patrycja habe ich sehr viel erwartet und diese Erwartungen wurden sehr gut erfüllt. Sie hat die Message von diesem Buch nicht mit einem Knall kommen lassen, was viele vielleicht abschrecken würde über dieses Thema nachzudenken, sondern sehr langsam und seicht rübergebracht. Die Protagonisten waren super authentisch. 1. Die Unerfahrene und dennoch sehr erwachsene Laura, 2. Die rebellische und selbstbewusste Irina und 3. Der süße Junge von nebenan, Enzo. Ich habe es genossen die Entwicklung die alle 3, vor allem Laura, durchgemacht haben mit anzusehen. Rund um ist das ein unterhaltsames Buch welches zum Nachdenken anregt. Dennoch fand ich das Ende nicht gut, das ganze Buch war so gut durchdacht und wurde so seicht rübergebracht, dass sich das Ende eher wie eine Abrissbirne angefühlt hat und ich mit so vielen Fragen zurückgelassen wurde. Nun zum Schreibstil, ich hatte das erste Mal das Vergnügen ein Buch von Patrycja Spychalski zu lesen. Ich finde ihren Schreibstil wunderbar und dieses Buch war mit Sicherheit nicht das letzte Buch welche ich von ihr gelesen habe. Cover: Dieses Cover hat mich auf Anhieb angesprochen, es strahlt für mich Harmonie aus. Fazit: Aufgrund des abrupten Ende gibt es von mir nur 4 von 5 Sternen.

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Inhalt: Ein Sommer voller Erdbeerküsse Ab ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura – dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem Laura sich auf Anhieb versteht, Musik hört, am Bach herumliegt und … dann passiert es: Auf einer Party küsst Irina Laura – und Laura küsst Irina. Doch so unerwartet schön, so schrecklich verwirrend sind ihre Küsse auch. Bin ich lesbisch?, googelt Laura. Und wenn ja, warum dann dieses irre Kribbeln, wenn sie Enzo sieht? Cover: Einfach, schlicht und passend zur Story. Mehr kann man nicht sagen. Mir gefällt es sehr gut, gerade da es recht schlicht gehalten ist. Meine Meinung: Dieses Buch ist eine Geschichte wie das Leben sie schreibt. Es geht um das Leben, die Liebe und Freundschaft und auch ein Stück weit darum sich selbst zu finden. Die Inhaltsangabe in dieser Geschichte sagt alles über die Story an sich aus. Die Hauptprotagonistin Laura, aus deren Sicht wir auch lesen, hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich gut in Sie hinein versetzen und Ihre Handlungsweisen waren für mich nachvollziehebar. Es gab zwar den einen oder anderen Moment wo man sich fragt, warum tust du das, aber das hat man ja so ziemlich in jeder Geschichte :D. Die Nebencharaktere wie Die Eltern von Laura, Enzo und Irina waren für mich sehr gut ausgearbeitet. Auch wenn diese Charaktere nicht im Vordergrund der Geschichte spielen, fühlt man doch mit Ihnen und das ist für mich bei einem Buch sehr wichtig. Die Handlung der Geschichte ist jetzt nichts neus und spektakuläres aber durch die Art und Weise wie diese Geschichte erzählt wird doch etwas ganz eigenes. Man begleitet hier Laura nach dem Umzug von der Großstadt aufs Land und sieht mit was für Vorurteilen und auch Selbstzweifeln sie konfrontiert wird. Laur lernt sich und auch Ihre Gefühle in der Geschichte besser kennen und versucht noch zu verstehen wer sie ist und wo ihr platz im Leben ist. Ich würde die Geschichte ehr der jüngeren Generation empfehlen, da es auch darum geht sich selbst zu finden und seine Gefühl zu verstehen. Die Geschichte spielt auf dem Land und ich konnte mir die Szenen und Orte sehr gut vorstellen. Die Beschreibung der einzelnen Szenen hat mir auch gut gefallen. Also vom Setting her ist alle top :D. Als letztes der Schreibstil. Locker, leicht, humorvoll, dass trifft es am besten. Ich konnte das Buch sehr gut lesen und bin stellenweise nur so durch die Seiten gefolgen, dass ich dachte, Okay 50 Seiten weg. Fazit: Eine Geschichte so alltäglich, das sie jedem von uns passieren könnte. Aber genau dies ist das besondere daran.

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Schon als ich den Klappentext zum ersten mal gelesen habe, hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch ein besonderes ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich das Buch bei lovelybooks gewonnen habe - Das war übrigens das erst mal in meinem Leben, dass ich überhaupt irgendetwas gewonnen habe. In dem Buch geht es um Laura, die aus einer Großstadt in ein Dorf zieht. Laura ist anfangs nicht wirklich begeistert, lernt aber schnell Enzo und Irina kennen, die ihr den Einstieg erleichtern. Das Cover passt super zum Buch. Die Vögel haben etwas mit der Geschichte zu tun und auch der Satz "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" fällt im Buch. Ich mochte alle Charaktere wahnsinnig gern. Laura ist eine tolle Protagonistin, mit der ich, auch abgesehen vom Vornamen, einige Gemeinsamkeiten hatte. Sie ist ein ganz normales Mädchen, dass nachdenklich und vielleicht auch ein wenig voreingenommen scheint. Ihre Familie mochte ich ebenfalls gern, vor allem ihre Mutter, die ein bisschen Hippie-mäßig drauf ist. Solche Charaktere wachsen mir einfach sofort ans Herz! Und dann waren da natürlich noch Enzo und Irina. Als erstes lernt Laura Enzo kennen, sie ist anfangs recht schüchtern, während Enzo offen und direkt ist. Er ist ein toller Charakter mit einer gewissen Tiefgründigkeit, die man am besten erlebt, wenn man das Buch ganz einfach selbst liest. Irina ist ebenfalls ein besonderer Charakter. Sie hat eine harte Schale, aber auch einen weichen Kern. Sie musste einiges durchmachen und ist ein Charakter mit Ecken und Kanten. Sie hat positive, aber auch negative Züge. Manchmal war sie mir etwas zu besitzergreifend, aber durch ihre Vergangenheit macht dieses Verhalten Sinn. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Ich wollte gar nicht mehr aufhören, andererseits wollte ich nicht, dass es schon zu Ende ist. Ich hatte das Buch dann innerhalb von 24 Stunden ausgelesen, was, denke ich, nur für den Schreibstil und das Buch im Allgemeinen spricht. Ich habe nur einen einzigen Kritikpunkt, der nicht einmal direkt etwas mit der Geschichte zu tun hat: Ich finde leider, dass der Klappentext zu viel vorweg genommen hat. Es wäre mir lieber gewesen, erst langsam während des Lesens die Ahnung zu entwickeln, dass sich zwischen Laura und Irina was anbahnt. Andererseits macht es natürlich auch Sinn, so viel Information in den Klappentext zu setzen, denn so wird gleich klar, dass es sich hier keineswegs um eine gewöhnliche Liebesgeschichte handelt. Vielleicht wäre ich auch sonst gar nicht auf das Buch aufmerksam geworden, was ziemlich schade gewesen wäre, denn es gehört zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe. Am Ende muss sich Laura natürlich über ihre Gefühle klar werden. Mir wäre es egal gewesen, für wen sie sich entscheidet, ich hätte beides gut gefunden, da ich Enzo genauso gern mochte wie Irina. Dementsprechend bin ich auch wirklich zufrieden mit dem Ende, gerade, wie das ganze gelöst wurde, fand ich sehr gelungen. Ich fand das Buch sehr gut. Die Charaktere sind toll, der Schreibstil ist super und die Geschichte ist mal was anderes. Alles in allem meiner Meinung nach ein wirklich besonderes und sehr empfehlenswertes Buch. Von mir bekommt "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" 5/5 Schwalben.

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Ich bin ohne große Erwartungshaltung an das Buch herangegangen, da ich das Buch aufgrund des tollen Covers ausgesucht habe. Den Klappentext habe ich nur grob überflogen und wurde deshalb bestimmt auch sehr positiv von dem Buch überrascht. In dem Buch " Auf eine wie dich habe ich lange gewartet " von Patrycja Spychalski geht es um die junge Laura die von ihren Eltern zwangsweise aus ihrer geliebten Großstadt hinaus gerissen wird und sich dann auf dem Land wiederfindet zwischen Gänsen und Wäldern und nicht genau weiß was sie von der ganzen Sache halten soll. Ihr Vater hat einen Job dort gefunden und so muss sie sich wohl oder übel damit anfreunden von neuem Anfangen zu müssen. Kurze Zeit später lernt sie den Baumarktmitarbeiter Enzo kennen und bekommt so einen Lichtblick in dieser Auswegslosen Situation. Ein Umzug hat auch immer einen Schulwechsel zur folge und so kam es das sie durch Zufall auf der Mädchentoilette die Bildhübsche Irina kennen lernt. Dieses Treffen verändert alles und sie kommen sich im laufe der Geschichte immer näher. Doch bei Enzo merkt sie sind auch Gefühle im Spiel sind und wie geht es mit Irina weiter? Mein Fazit: Es ist einfach ein wunderschönes, leichtes Buch das sich mit einer wichtigen Thematik beschäftigt, Homosexualität. Es bringt einem auf eine Gefühlvolle und verständliche Weise die Gedankenwelt eines jungen Mädchens näher das nicht genau weiß zu welchen Geschlecht sie sich hingezogen fühlen soll. In dieses Buch können sich junge Heranwachsende bestimmt gut hineinversetzen und sich damit auch Identifizieren wenn sie in einer ähnlichen Lage sind wie die Protagonistin. Ich würde dieses Buch aber nicht nur jungen Lesern empfehlen sondern auch diejenigen die eine leichte Lektüre für Abends suchen mit einem tollen Schreibstil.

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Inhalt Ein Sommer voller Erdbeerküsse Ab ans Ende der Welt, heißt es für Großstadtmädchen Laura - dort, wo sich höchstens die Wildgänse und Mamas neue Hühner gute Nacht sagen. Wie soll sie es da nur aushalten? Aber das piefige Kaff hat dann doch etwas zu bieten: Enzo, den süßen Neffen des Pizzeriabesitzers, und Irina, das hübsche, durchgeknallte Mädchen, mit dem sich Laura auf Anhieb versteht. Und dann passiert es: Auf einer Party küsst Irina Laura - und Laura küsst Irina. Doch so unerwartet schön ihre Küsse sind, so schrecklich verwirrend sind sie auch. Denn da ist immer noch dieses irre Kribbeln, wenn sie Enzo sieht... Anfang Ich sitze auf der Rückbank unseres alten Ford Fiesta und halte meine Hand aus dem halb geöffneten Fenster. Der Fahrtwind gleitet zwischen meinen Fingern hindurch, und ich betrachte meine dunkelrot lackierten Nägel, die einen schönen Kontrast zum klaren blauen Himmel bilden. Unwillkürlich muss ich an die Anfangsszene von Dirty Dancing denken, diesen 80er-Jahre-Film, den sich meine Mutter immer wieder anschaut, wo die Heldin, die komischerweise Baby heißt, ebenfalls auf der Rückbank sitzt und glücklich in einem Buch liest, während der Wind ihr die Haare zerzaust. Kurz darauf legt sie ihrem braun gebrannten Vater lächelnd die Arme um die Schultern. Mama schaut glücklich von der Beifahrerseite rüber und die Schwester kämmt sich selbstverliebt die Haare. Und während diese zufriedene Familie über die leeren amerikanischen Highways dahingleitet, weiß ich als Zuschauerin, dass schon bald etwas ganz Besonderes passieren wird. Ich seufze und würde wirklich gerne mit Baby tauschen... Autorin Patrycja Spychalski, geboren 1979 in Starogard, Polen, zog im Alter von neun Jahren mit ihren Eltern nach Berlin. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Schauspielausbildung, wandte sich dann aber einem ganz anderen Bereich zu: Seite 2002 arbeitet sie in vielfältigen sozialkulturellen Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Die schrieb Kurzgeschichten für Anthologien und hat inzwischen schon mehrere Jugendbücher verfasst. Meine Meinung In diesem Buch geht es um Laura, die, gegen ihren Willen, mit ihren Eltern aufs Land zieht. Dort lernt sie schnell Enzo und Irina kennen. Doch die Freundschaft mit den beiden ist etwas anders. Laura ist ein typischer Teenager. Sie hat ihren festen Freundeskreis und lebt das Leben. Doch dann wird sie aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen und findet sich auf dem Land in einer neuen Stadt wieder. Dort stellt sich Laura erst mal quer doch das Leben macht ihr einen Strich durch die Rechnung und wider erwartend findet Laura schnell Anhang. Ich finde Laura sehr sympatisch und konnte mich meistens auch sehr gut in sie hineinversetzen. Einer ihrer neuen Freunde ist Enzo, den ich ja auch irgendwie knuffig finde :D Dann gibt es da noch Irina. Mit ihr bin ich leider so gar nicht warm geworden. Dieses Buch stand auf meiner Wunschliste weit oben und dank eines Rezensionexemplars vom cbt Verlag durfte ich es nun lesen. Doch leider konnte es mich nicht ganz überzeugen. Ich habe mir unter dem Buch irgendwie etwas anderes vorgestellt. Der Einstieg ins Buch viel mir leicht und es war auch sehr flüssig und schnell zu lesen aber irgendetwas hat mir trotzdem gefehlt. Die Handlung ist eigentlich nur so vor sich hin gesprudelt und es ist auch alles relativ schnell passiert und für mich war auch einiges schon voraussehbar. Ich mochte die Idee der Geschichte aber man hätte es finde ich besser umsetzen können. Dabei kann ich nicht mal ganz genau sagen was mich gestört hat oder was mir gefehlt hat. Ich nehme ein an großer Minuspunkt für mich war einfach Irina deren Art mir einfach nur auf die Nerven ging. Das Cover des Buches finde ich sehr schön und es gibt auch eine Verbindung zur Geschichte. Alles in allem kann ich sagen für zwischendurch ist das Buch okay, aber es hat mich einfach nicht vom Hocker gerissen, denn ich habe einfach mehr erwartet.

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Dass ich großer Fan von Patrycja Spychalski bin, wisst ihr wahrscheinlich alle schon längst. Und dass ich ihre Bücher kaufe und lese, ohne mich vorher näher mit ihrem Inhalt zu befassen, ist auch einfach mal Fakt. Denn ich mag den Schreibstil der Autorin so gerne, auch wenn ich nicht mal richtig in Worte fassen kann, was das Besondere an ihm ist. Aber sie schafft es einfach, mich schon mit der ersten Seite gefangen zu nehmen und mich alles um mich herum vergessen zu lassen. Ich versinke regelrecht in ihren Büchern und tauche erst wieder auf, wenn die letzte Seite gelesen ist. Denn meist verschlinge ich ihre Bücher am Stück. Sie sind ja alle auch einfach viel zu dünn. Mit ihrem neuesten Buch "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" ging es mir ebenfalls so wie mit allen ihren anderen Büchern: Ich habe mich sofort wohlgefühlt, habe mich fallengelassen, habe das Lesen einfach genossen. Ganz klar: Wo Patrycja Spychalski drauf steht, ist auch Patrycja Spychalski drin. Ich würde fast wagen, zu behaupten, dass ich ihre Bücher blind erkennen würde. Es ist der lebendige und jugendliche Schreibstil mit seinem ganz eigenen Charme, wenn sie Worte wie "piefig" benutzt, der ihre Bücher ausmacht. Obwohl es zugegeben Bücher von Patrycja Spychalski gibt, die mich mehr mitgerissen, mehr bewegt haben. Bei ihrem neuesten Werk hat mir dann doch irgendwie etwas gefehlt. Ich mochte die Handlung, die sich ganz unschuldig mit den Themen Sexualität und Homosexualität befasst, und ich mochte natürlich auch den Erzählstil der Autorin. Aber doch kann ich für dieses Buch nicht die volle Punktzahl vergeben. Und ich befürchte, dass daran Irina schuld ist, mit deren Art ich nicht klarkam. Irina ist ganz eigen, aber in meinen Augen auch sehr schwierig. Sie ist besitzergreifend und rechthaberisch. Ich wurde mit ihr einfach nicht warm. Alle anderen Charaktere, vor allem Laura und Enzo, fand ich ganz toll gezeichnet. Sich in Enzo zu verknallen, fällt überhaupt nicht schwer. Er ist sehr fürsorglich und einfach lieb. Und Laura war als Ich-Erzählerin einfach sofort in meinem Herzen. Aber Irina hat es mir sehr schwergemacht, sie zu mögen. Und leider fiel es mir dadurch auch schwer, mich auf Patrycja Spychalskis Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität einzulassen, weil ich das, was zwischen Laura und Irina passiert, nicht mit vollem Herzen unterstützen konnte, weil mir Irina so unsympathisch war. Während mir Lauras Gefühle Enzo gegenüber total nachvollziehbar waren, fiel es mir sehr schwer, mich zusammen mit Laura in Irina zu verknallen. Und das hat mir leider einen Teil des Lesevergnügens genommen. Aber auch in diesem Buch gibt es Szenen, die mir im Kopf bleiben werden. Wie Laura sich übermütig einen Hügel runterkullern lässt, wie sie bei Enzo auf dem Gepäckträger mitfährt. Was jetzt, so aus dem Zusammenhang gerissen, vielleicht banal klingt, hat mir während des Lesens ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert und für mich das dargestellt, was Patrycja Spychalskis Bücher für mich so besonders macht. Sie sind einfach Wohlfühl-Bücher, die mich jünger werden lassen und mich zurück in meine Jugend versetzen. Richtig gut gefallen hat mir, dass nicht nur die Probleme der jugendlichen Charaktere thematisiert werden, sondern auch die der Erwachsenen. Das war für mich recht neu. Ich habe das Gefühl, dass die Erwachsenen eine so große Rolle noch nie in den Büchern von Patrycja Spychalski gespielt haben. Aber hier wird auch angesprochen, wie es den Eltern von Laura geht, besonders ihrer Mutter, die noch so viel vorhat im Leben, aber immer wieder alles aufschiebt. Dieser Bereich spielt zwar eine verschwindend geringe Rolle in dem Buch, aber ich finde es trotzdem schön, dass der Blick der Autorin nicht auf die jugendlichen Charaktere beschränkt bleibt. Besonders toll finde ich, dass das Ende des Buches und vor allem der letzte Satz völlig wertungsfrei ist. Es gibt eben kein "besser" oder "schlechter", kein "richtig" oder "falsch". Und ich finde es großartig, wie Patrycja Spychalski es schafft, dies mit einem einzigen - dem letzten - Satz des Buches deutlich zu machen. Denn "letztendlich ist es ein Mensch, in die man sich verliebt" (S. 311). Mein Fazit "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" ist ein tolles (Sommer-)Wohlfühl-Buch, dessen Lektüre ich sehr genossen habe, auch wenn es aufgrund Irinas schwierigen Charakters nicht mein Lieblingsbuch von Patrycja Spychalski ist.

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Ein neues Leben, neue Menschen, neues Zuhause, jede Menge verwirrte Schmetterlinge im Bauch und die erste, große Liebe?! "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" - habe ich, oder habe ich nicht? Wie im Klappentext schon beschrieben, muss Laura in diesem Abschnitt ihres Lebens einen neuen Platz finden, ohne dabei das alte, sehr weit entfernte Leben zu vernachlässigen. In diesem Punkt kann ich jegliche Wut, Einsamkeit, Verunsicherung und Co. mit Laura nach- und mitempfinden. Gerade, dass ihre Eltern auch alles durchgehen lassen, zwecks schlechtem Gewissen und Laura das schön brav ausnutzt: VERSTÄNDLICH! Denn ich selbst kenne das leider nur zu gut, wenn man weg zieht und alles hinter sich lassen muss, ohne es zu wollen. Da ist das ganze „leb dich gut ein, finde neue Freunde und passe dich in der neuen Schule an“ leichter gesagt als getan. Laura aber hier hat Glück, als sie einen ihrer neuen Mitschüler im Baumarkt antrifft und er Interesse an ihr zeigt. Oder etwa nicht? Das ganze hätte etwas Leichtes und Kurzes für Zwischendurch werden können. Ein typisches Jugendbuch über ein Mädchen, mit dem man miterleben und -leiden darf, mit dem man sieht, wie es ist, wenn man als „neuer“ Außenseiter das Beste aus allem machen muss. Dumm nur, dass ab dem Zeitpunkt, ab dem Irina – auch eine ihrer neuen Mitschüler – auftaucht, die ganze Story den Bach runter geht. Ich spoiler euch jetzt nicht wirklich, da es schon im Klappentext steht, aber wer hier ein Liebesdreieck oder gar „Coming Out“ erwartet, der wird sich irren. Und wieso irrt man sich?! Weil dies der EINZIGE Grund GEWESEN WÄRE, der das Buch hätte interessant machen und werden lassen können. Aber nope – Irina und Laura sind irgendwie zusammen, knutschen hier und dort rum, Laura denkt ab und an drüber nach, aber irgendwie auch wieder nicht, und dann ist da noch Enzo, der auch irgendwie auf Laura steht. Ach, und Laura mittendrin. Und dann dieses total TOTAL BESCHEUERTE ENDE DIESER GANZEN SACHE?! Was sollte das bitte?! Wenn man sich nämlich, so wie ich, da durchkämpft, mit der Hoffnung auf mehr, wird man halt leider enttäuscht… Und Seite für Seite kämpfte ich mich durch, zwang mich, weiterzulesen, weil doch irgendwann mal was passieren musste. ES MUSSTE DOCH ENDLICH MAL WAS AUFREGENDES, GEFÜHLVOLLES KOMMEN?! Die ganze Story, die ganzen einzelnen Szenen, die wirkte so aus der Luft gegriffen und banal. SORRY! Als säßen ich im Theater und die Darsteller würden mit Zettel in der Hand ihren Text runterrasseln. Ufff. Hätte ich es nicht vom Verlag bekommen - ich hätte es nach den 100 Seiten, für die ich WOCHEN gebraucht habe, abgebrochen. Und ich kann nicht mal sagen, dass es NUR am Buch liegt. Ich bin definitiv nicht der richtige Leser gewesen, obwohl ich das Thema an sich recht interessant fand und auch auf die Verwirrtheit zwecks Lauras „Sexuellen Orientierung“ gespannt war, Ufff. Ich bin der falsche Leser für sowas. So richtig falsch. Ich hab nichts gegen süße, kitschige, naive, Teenieübelagerte Storys, wirklich nicht. Aber es langweilte mich ziemlich schnell, Gefühle und Verständnis wollten sich nicht mit mir und dem Buch blicken lassen Fazit: Bei DER Thematik hätte man mehr Feingefühl und ja, mehr Realismus erwartet, aber irgendwie sah ich diesen nicht so ganz…Manche Jugendbücher sind ab und an einfach zu konstruiert für mich, was dieses Jugendbuch hier wiedermal bewies. Ich konnte mit der Story an sich nichts anfangen, fand so ziemlich alles an den Haaren herbeigezogen und war versucht, das Buch aus dem 8ten Stock meines Hotelzimmers zu werfen. Dabei ist es einfach nur langweilig, schafft es nicht, mich an seine Protagonisten heranzuführen oder mich gar von sich zu überzeugen. Vielleicht ist es etwas für die „jüngere“ Generation, die auf sowas steht. Ich kann leider nichts mit dem Buch anfangen. Bewertung: Gut gemeinte 2 von 5 Marken von mir. Ich bin ja fair und gebe zu, dass es für ab 12 Jährige durchaus seinen Reiz haben könnte. Oder für alle, die nicht ich sind. ^^

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