Leserstimmen zu
Kräuter der Provinz

Petra Durst-Benning

Die Maierhofen-Reihe (1)

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Ich habe das Buch im wahrsten Sinne des Wortes verschlungen. Auf jeden Fall lesenswert und zum Schluss hat mich die Autorin mit ihrem Brief an die Leser sehr nachdenklich gestimmt. Ich werde mal schauen wie ich es umsetzen kann.

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Kräuter der Provinz ist der 1. Teil der Maierhofenreihe von Petra Durst-Benning und damit ihr persönlich erster zeitgenössischer Roman. Bis dato war „Durst-Benning“ in der Szene der historischen Werke bekannt z.B. die Zuckerbäckerin, die Glasbläserin u.v.m. Aber für sie persönlich war es nun an der Reihe, einmal etwas anderes zu schreiben. Parallel bleibt sie aber ihren liebgewonnen Fans treu und veröffentlich weiterhin auch historische Romane. Kräuter der Provinz ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern handelt vielmehr um eine Vielzahl an Protagonisten, welche alle mit ihren eigenen kleinen oder größeren Problemen zu kämpfen haben. Während Therese mit ihrer schweren Krankheit zu kämpfen hat, leidet Greta unter einem Burnout, Roswita und Edy fühlen sich in ihrem Alltag zunehmend unwohl und Christine wird klein gehalten. Auch Küchenchef Sam aus der Goldenen Rose trägt ein Geheimnis in sich, oder wie ist sonst sein Verhalten zu erklären? Alle Protagnisten leben in einem abseitsgelegenem Dorf, welches dringend Überholungsbedarf benötigt. Die Nachkommen ziehen weg, die Bevölkerung wird älter und der Mangel an Bewohnern zwingt die regionalen Hersteller ihre Produkte für wenig Geld an große Ketten zu verkaufen. Dabei schlummert in Maierhofen so viel.. Zum Beispiel hat Magdalena die Bäckerin schon jetzt wunderbare Produktgedanken: „»Ich backe einfach für mein Leben gern. Und ich gehe dabei keine Kompromisse ein, sondern mache alles so, wie ich es für richtig empfinde. Bei mir gibt’s Erdbeerkuchen halt nur zur Erdbeerzeit. Und das Rhabarbertörtchen, das Sie vorhin gegessen haben, kann ich Ihnen in zwei Wochen schon nicht mehr anbieten, weil dann die Rhabarberzeit vorbei ist. Natürlich könnte ich in den Großmarkt in der Stadt fahren und noch welchen holen, aber mein Obst kommt nur hier aus der Gegend. Und wozu Rhabarber essen, wenn dann schon die ersten Kirschen reif sein werden?« Magdalena schwärmte von Kirschenwähen, Kirsch-Joghurt-Torte und Streuseltalern mit Kirschen. »Ein richtiges Fest wird’s, wenn am Ende des Sommers die Zwetschgen und Äpfel reifen…«“ Doch nun Maierhofen wir mit einer tollen Idee und ganz viel Zusammenhalt, sowie Energie der Bewohner mit neuem Leben gefüllt. Die Protagonisten wachsen über sich hinaus, lernen sich selbst neu kennen, welche Tätigkeiten/Veränderungen/Träume sie glücklich macht und zu was sie selber eigentlich alles in der Lage sind. „Erwachen aus einem Tiefschlaf“, neuer Lebensmut für neue oder langgehegte Träume „Träume wagen“, „Träume teilen“ und manch einer findet dann doch auch mit Ü40 noch eine neue Liebe. „»Jeder, den ich hier kennenlernen durfte, ist mit Feuereifer und Herzblut bei der Sache! Warum zeigen wir der Welt nicht, was in Maierhofen steht? Das besagte Genießerfest unter dem Titel »Kräuter-der-Provinz-Festival« bim nächsten Frühjahr könnte der Höhepunkt unserer gemeinsamen Aktivitäten werden. […]«“ Kräuter der Provinz ist ein schöner Roman, bei der nicht die Liebe im Vordergrund steht, sondern die Gemeinschaft, das Füreinander und das beruhen auf eigene Kräfte. Das Buch ist mit viel Liebe zu Details geschrieben: real vor Ort und den Geschmack im Mund. Muße zum Genuss! Maierhofen ein Genießerdorf! Petra Durst-Benning: „Und damit sind wir schon bei dem roten Faden, der sich durch diesen Roman zieht: Es geht um Gemeinschaftssinn, die Erhaltung des ländlichen Raums, das Weitergeben von Wissen an die nächste Generation. Es geht darum, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, alte Traditionen neu zu beleben, regional statt global zu denken, Qualität zu erkennen und zu schätzen. Das sind die Themen, auf die ich Sie in meinem Roman aufmerksam machen möchte, und dies vielleicht gerade deswegen, weil ich so viel über die »guten alten Zeiten« recherchiert habe. Der Blick zurück hat meinen Blick nach vorn geschärft.“ Die Rezepte aus Kräuter der Provinz findet man hier: https://rorezepte.com/kraeuter-der-provinz-petra-durst-benning/

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Nachdem ich "Die Blütensammlerin" gelesen habe, war ich von dem kleinen Dorf Maierhofen und seinen Bewohnern wirklich begeistert, also musste ich wissen, wie es eigentlich zu dem "Genießerdorf" gekommen ist. Als ich Teil 1 angefangen habe, habe ich gemerkt, dass ich die Charaktere richtig vermisst hatte und habe mich gefreut, ihnen wieder zu begegnen. Im Mittelpunkt steht die Bürgermeisterin Therese, die aus Maierhofen mehr herausholen will, als es auf den ersten Blick zu bieten hat, vor allem kulinarisch gesehen. Sie ist eine sehr starke Hauptperson, die sich selbst sehr zurücknimmt, um immer für andere da sein zu können. Ihre Krankheit ist ziemlich schockierend und zeigt auch dem Leser, was wirklich wichtig im Leben ist. Aber nicht nur Therese ist eine tolle Protagonistin, auch die anderen Personen, die einem in Maierhofen begegnen, muss man einfach ins Herz schließen. Jeder hat seine Eigenarten, manche sind ein bisschen schrullig und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Umso schöner ist es, die Entwicklungen und Veränderungen mitzuerleben. Von der Handlung her habe ich mich ein bisschen selbst gespoilert, weil ich eben den dritten Band schon gelesen hatte, aber das hat mich gar nicht gestört. Es war schön, den Weg mitzuerleben, den die einzelnen Protagonisten nehmen, um ihre Träume zu verwirklich. Außerdem standen nicht die gleichen Leute im Mittelpunkt, ich habe also andere Eindrücke gewonnen und die einzelnen Bewohner besser kennengelernt. Trotzdem ist es natürlich so, dass man beim Lesen schon ahnt, welche Richtung die Handlung einschlägt. Und obwohl es die ein oder andere Hürde zu nehmen gilt, bleibt doch immer ein positives und optimistisches Gefühl, während man alles mitverfolgt. Etwas zu kurz kam mir dann leider der Schluss. Hier geht alles sehr schnell - ich hätte mir ein paar Seiten mehr gewünscht, einfach um noch mehr zu erfahren und noch tiefer in das Ende einsteigen zu können. Am Ende des Buches gibt es auch wieder tolle Rezeptvorschläge zu Dingen, die im Buch vorkamen. Das hat mir gut gefallen und die Kräutersalze werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Insgesamt war es wieder sehr schön, nach Maierhofen zu kommen, wenn auch nur während des Lesens. Ich werde auch den zweiten Teil lesen und hoffe, dass die Reihe noch um ein, zwei Bände erweitert wird. Einen Stern Abzug gibt es für das sehr schnelle Ende - und weil ich mir noch etwas mehr zum Genießerfest gewünscht hätte. Deswegen gibt es 4 Sterne!

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Ich fange mal so an, es ist eine sehr schöne Liebesgeschichte. Einmal zum Cover, wie schön ist das bitte? Und zum Schreibstil, sehr flüssig und verständlich man kommt sehr schön in die Geschichte rein. Auch wen es manchmal sich in die Länge zieht finde ich die Geschichte wunderschön. Das Buch ist nicht wie die anderen Geschichte wo es nur um Erotik geht, sondern es geht um Leidenschaft, Freundschaft, Zusammenhalt und wahre Freundschaft und es ist eine Geschichte die auch wirklich passieren kann und das ist einfach was mich 100% überzeugt hat. Ich kann die Geschichte jedem weiter empfehlen. Ich möchte ungern eine Zusammenfassung erfassen, da ich zu viel spoilern würde und das möchte ich gerne vermeiden. Ich lege euch das Buch wirklich ans Herz

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Hier rezensiere ich die Bücher, die bisher in der Maierhofen-Reihe erschienen sind. Kräuter der Provinz: Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist! Das Weihnachtsdorf: Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten? Therese freut sich auf Feiertage in trauter Zweisamkeit, doch jemand will ihre Pläne durchkreuzen. Und während es Christine vor ihrem ersten Fest alleine graut, werden Roswitha und Edy auf die Probe gestellt. Junges Liebesglück, neue Sehnsüchte und zerschlagene Hoffnungen brauen sich zusammen wie Winterstürme. Wie viele kleine Wunder braucht es für das große Glück? Die Blütensammlerin: Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden … Über die Autorin: Seit über zwanzig Jahren möchte ich Ihnen mit meinen Büchern einen Kurzurlaub vom Alltag schenken. Sobald Sie einen "Durst-Benning" lesen, heißt es: Einfach mal das ganze Drumherum ausblenden, abtauchen in eine tolle Story, eintauchen in fremde Schicksale. Sich selbst verlieren oder ganz neu entdecken ... Und ich wünsche mir noch etwas: Dass meine Bücher ein kleines bisschen länger in Ihnen nachklingen. Dass sie eine Resonanz erzeugen, Impulse geben fürs eigene Leben und längst verstummt geglaubte Saiten wieder zum Erklingen bringen. Bisher sind diese drei Teile erschienen, der dritte Teil "Die Blütensammlerin" wurde am 20. März 2017 im Blanvalet-Verlag veröffentlicht. Das Taschenbuch mit 512 Seiten kostet 9,99€, die Kindle-Edition 8,99€. Die drei Bände zusammen kosten 31,98€. "Kräuter der Provinz" war der erste Zeitgenössische Roman der Autorin und handelt von dem idyllischen Dorf Maierhofen im schönen Schwabenland. Im Vordergrund jedes Romanes steht die Repräsentation des Zusammenhalt des Dorfes. Viele Menschen und gerade die jüngeren Leute ziehen hinaus in die großen Städte, mit den Auswirkungen hat Maierhofen nun zu kämpfen. In jedem Roman findet sich so seine eigene Lösung, um damit umzugehen. Leider sind die Bücher gespickt mit Figuren, die vor Klischee nur so tropfen. Die Geschichten der drei Bücher haben viel mehr Potenzial gehabt, den man durch originelle Figuren hätte ausnutzen können, denn die vorhandenen Charaktere sind sehr flach und zu wenig ausgearbeitet. Sie sind zwar fast alle sehr sympathisch, doch niemand sticht so wirklich aus der Masse hinaus. Ich habe sie alle als einen Einheitsbrei empfunden. Wie man es sich von einem kleinen Dörfchen auf dem Land vorstellt, sind die Figuren sehr konservativ eingestellt, manchmal sogar verbohrt, trotzdem, dass sie etwas verändern wollen. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, ehrlich und dem Genre angemessen, dadurch bin ich nur so über die Seiten geflogen. Auch der Humor ist nicht zu kurz gekommen, es gab so einige Momente in allen drei Romanen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Durch den leichten, detaillierten Stil war es mir zu jeder Zeit möglich, in das Setting einzutauchen, was mir besonders in der Weihnachtsatmosphäre des zweiten Romanes "Das Weihnachtsdorfes" sehr gut gefallen hat, zumal es auch meine Lieblingszeit ist. Außerdem sind einige weihnachtliche Rezepte als nette Zugabe dabei, mit denen man sich zuhause die passende Atmosphäre schaffen kann. Alle drei Bücher hatten leider gemeinsam, dass ich mich mit Figuren zugeschmissen gefühlt habe und anfangs Probleme hatte, sie alle zu sortieren. Ich hätte mir weniger, aber dafür dreidimensionalere Nebencharaktere gewünscht. Fazit: Für Fans des Genres und des Settings sicherlich ein Highlight, für mich leider nur durchschnittlich.

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"Kräuter der Provinz" Petra Durst-Benning Verlag: blanvalet Seitenzahl: 509 ISBN: 978-3-7341-0011-6 Erstausgabe: 14. September 2015 Preis: 9,99 Euro Klappentext: Eine Prise Glück, ein Löffel Freude und jede Menge Liebe – so schmeckt das echte Leben. Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist! Gestaltung des Buches: Der gelbe Hintergrund, die kleinen Details der Blüten/Blumen sind einfach herrlich anzuschauen und ich verbinde damit duftende Erlebnisse und bin gespannt auf die Geschichte gewesen, nachdem der Klappentext mich auch angesprochen hat. Meine Meinung: Mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Das Buch ist der Auftakt zur "Maierhofen" Reihe. Die zwei weiteren Teile sind bereits erschienen und ich habe die Triologie komplett gelesen. Petra Durst-Benning hat einen sehr angenehmen Schreibstil und man kann direkt abtauchen in die Geschichte, die Gegend und mitempfinden bei den Protagonisten. Sie sind einem direkt symphatisch. Das Buch hat für mich als Dorfkind eine tolle Erinnerung an früher geschaffen und wieder aufgeweckt. Als Stadtkind hat man immer Trubel und Lärm umsich. Bei diesem Buch habe ich die Ruhe und Gelassenheit gespürt sowie den Zusammenhalt. Die Geschichte ist umwerfend und macht neugierig auf die weiteren Teile. Für einen ersten Teil anhand der enormen Seitenzahl vielleicht etwas viel, aber dennoch zu empfehlen. Meine Bewertung: 4 von 5* Vielen Dank an das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

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Kurzbeschreibung: Eine Prise Glück, ein Löffel Freude und jede Menge Liebe – so schmeckt das echte Leben. Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist! Zur Autorin: Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart auf dem Land. Meinung: Petra Durst-Benning ist vor allem für ihre historischen Romane bekannt. Da ich noch einige ungelesene Bücher von ihr im Regal habe und mich ihre neue Reihe interessierte, griff ich zu Kräuter der Provinz, dem Auftaktband der Maierhofen-Reihe. Band 2, Das Weihnachtsdorf, ist bereits erschienen. Die Geschichte beginnt im Mai und dauert ein gutes Jahr. Zwei Protagonistinnen stehen im Mittelpunkt der Handlung, die sich im fiktiven Dörfchen Maierhofen, das im Allgäu liegt, abspielt: Die 48-jährige Therese Berger betreibt dort das Gasthaus "Goldene Rose" und bekleidet ebenso das Amt der Bürgermeisterin. Als bei ihr Gebärmutterhalskrebs festgestellt wird, fällt sie aus allen Wolken und weiß nicht mehr weiter. Denn das Dorf verfällt zusehends, die jungen Leute zieht es aufgrund Mangel an Arbeitsplätzen in die Stadt. Als sie durch Zufall ihre Cousine Greta bei einer Preisverleihung im Fernsehen wiedersieht, steht ihr Entschluss fest, Greta nach Maierhofen zu locken. Diese soll der Stadt als renommierte Werbefachfrau neues Leben einhauchen. Greta Roth, die zweite Protagonistin, ist 44 Jahre alt, erfolgreiche Werbefachfrau bei der Agentur "Simon & Fischli" in Frankfurt am Main und hat als Kind die Sommerferien bei Therese in Maierhofen verbracht. Die Cousinen haben sich aber seitdem aus den Augen verloren, und so ist Greta mehr als überrascht über die Einladung von Therese. Anfangs steht sie Maierhofen sehr skeptisch gegenüber, da so ein Dorf ja doch das genaue Gegenteil einer Großstadt darstellt. Doch schon bald gewinnt sie Freunde in den Einwohnern, verliebt sich sogar und kann sich gar nicht mehr vorstellen, nach Frankfurt zurückzukehren. Als Nebenfiguren treten zahlreiche Bewohner Maierhofens auf: Christine Heinrich (die beste Freundin von Therese ist Hausfrau, ihrem Mann gehört ein Autohaus, und ist in ihrer Ehe nicht mehr richtig glücklich), Thereses Koch Sam Koschinsky (ein begnadetes Talent am Herd, der aber eine sofortige Abneigung gegen Greta an den Tag legt), der attraktive Zimmermann und Naturbursche Vincent, "Kräuterhexe" Jessy, Sennerin Madara, der schüchterne Metzger Edy Scholz und die resolute Bäuerin Roswitha Franz sind hier erwähnenswert. Die Geschichte wird komplett in der 3. Person erzählt, wobei man Einsichten in die Gedanken und Handlungen von Therese, Greta, Christine, Edy und Roswitha erhält. Der Roman selbst ist ein richtiges Wohlfühlbuch und Herzstreichler. Zwar ist die Handlung nicht unbedingt spannend, aber dafür sehr tiefgründig, denn Petra Durst-Benning widmet sich heutigen populären Themen: Die Verwaisung ländlich gelegener Städte und Dörfer, Zusammenhalt in der Gemeinschaft, Alltagsstress, aber auch Entschleunigung und festgefahrenen Wegen neue Richtungen zu geben. Es ist zwar einiges vorhersehbar und womöglich auch ein wenig klischeehaft, doch trotzdem fühlte ich mich in Maierhofen sofort wohl, denn die Autorin schildert das Dorf so anschaulich, dass man sich quasi wie vor Ort fühlt. Auch die Bewohner haben mir sehr gut gefallen, denn jeder packt mit an und ist für den anderen da, was ja in der heutigen Zeit leider mittlerweile nicht mehr überall der Fall sein dürfte. Am Ende des Buches finden sich ein kleines Nachwort von Petra Durst-Benning und diverse Rezepte bzw. Genießertipps von Christine, Jessy, Sam und Edy zum Nachkochen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf den 2. Teil der Reihe, Das Weihnachtsdorf, der natürlich vorzüglich in die momentane Jahreszeit passt. Fazit: Kräuter der Provinz bildet den unterhaltsamen Auftakt zur Maierhofen-Reihe, der mit sympathischen Charakteren und einer kurzweiligen, abwechslungsreichen Geschichte aufwartet. Zwar werden auch einige Klischees bedient, trotzdem ist der Roman ein richtiges Wohlfühlbuch, greift aber auch tiefgründigere Themen der Gesellschaft auf.

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Ich kenne Petra Durst-Benning als Autorin historischer Romane und schätze sie in dem Zusammenhang sehr. Viele ihrer Bücher habe ich vor etlichen Jahren gelesen, nun aber die Autorin irgendwie „aus den Augen“ verloren. Umso erfreuter war ich, als ich nun durch Zufall auf ihre zeitgenössischen Romane gestoßen bin und habe natürlich gleich zugegriffen. Zuerst hatte ich den zweiten Teil der Maierhofen-Reihe „Das Weihnachtsdorf“ entdeckt, dann den ersten Band noch bestellt. Ich muss sagen, ich bin extrem Zwiegespalten. Auf der einen Seite ist der wunderbare, warme und herzliche Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es, zum Beispiel das Dorf vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. So plastisch, das man sich vorstellen kann, dort spazieren zu gehen, Urlaub zu machen. Auch die – zugegebenermaßen recht spannungsfreie – Geschichte hat eigentlich Potential. Ich sage eigentlich. Warum? Weil ich finde, das die Charaktere keine Tiefe haben. Sie sind, in meinen Augen, leider beliebig austauschbar. Keine einzige bleibt wirklich im Gedächtnis, kann berühren oder bewegen. Und gerade bei Therese hätte ich mehr erwartet: Das sie Emotionen und Gefühle in mir weckt. Sie bleiben das ganze Buch über für mich unglaubhaft und die Naivität einiger Charaktere ging mir unglaublich auf die Nerven. Irgendwie habe ich das Gefühl, das in dem Buch jeder zu sich selber finden muss, in einer Krise steckt. Selbstverständlich findet auch jeder sich selbst wieder – ohne Ecken und Kanten. Ohne einmal an seine Grenzen zu stoßen, Gegenwind zu bekommen. Das ist mir, auch wenn ich gerne Romane mit Happy End lese, ein wenig zu viel des Guten. Für mich stehen zwei Dinge fest: trotz meiner Kritikpunkte will ich wissen, wie die Geschichte endet und werde den dritten Teil auch noch lesen. Aber: das nächste Mal greife ich glaube ich lieber zu einem historischen Buch der Autorin. Für dieses hier vergebe ich 2 1/2 von 5 möglichen Punkten

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