Leserstimmen zu
Flieg, so hoch du kannst

Barry Jonsberg

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Das Buch wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar, hat allerdings einen wundervollen und sehr tiefsinnigen Inhalt. Welche Bedeutung die Sterne und die Arme auf dem Cover haben wird erst im Laufe der Geschichte deutlich, sodass das Cover zunächst noch nichts über den Inhalt verrät. Ich finde diese einfache helle Covergestaltung wirklich sehr einladend und auch der Klappentext hat mich sehr sehr neugierig auf den Inhalt gemacht. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm, flüssig und mit einer guten Prise Charme und Witz, sodass sich die Geschichte sehr schnell lesen ließ. Wir begegnen in der Geschichte dem jungen Mädchen Holly, die als typische Teenagerin dargestellt wird. Hier wird mir persönlich etwas zu viel mit Klischees gearbeitet. Denn Holly ist unzufrieden mit ihrem Namen und ihrem Aussehen und möchte unbedingt angesagt und begehrt sein und zu den coolen Mädchen dazugehören. Dieses ständige Genörgel machte sie für mich als Charakter leider nicht wirklich sympathisch. Dafür aber ist Cassie, die zweite Hauptfigur im Buch, ein wahrer Sonnenschein. Cassie hat Zerebralparese, wodurch die insofern beeinträchtigt ist, als dass sie weder sprechen noch ihre Arme und Beine kontrolliert steuern, sodass sie im Rollstuhl sitzt und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen ist. Cassies Gedanken werden in eigenen Kapiteln als Monologe dargestellt, was mich beim Lesen wirklich sehr gefreut hat. Man bekommt so einen sehr guten Einblick in Cassies Gedankenwelt, die trotz ihrer Beeinträchtigung so viel Positives ausstrahlt. Sie macht sich viele Gedanken um die Anderen und kann sich sehr gut in ihre Mitmenschen hineinversetzen. Im Verlauf er Geschichte ist sie diejenige, die Holly eine der wichtigsten Lektionen im Leben beibringt: Nämlich dass man so sein soll wie man ist und glücklich leben soll, ohne sich für andere Menschen zu verbiegen. Die Beeinträchtigung von Cassie ist in diesem Buch ein ständiges Thema, ohne dass es Cassies Charakter in den Schatten stellt. Der Autor schafft es an dieser Stelle die Informationen über Cassies Beeinträchtigung so gut in die Handlung zu integrieren, dass man als Leser wirklich interessiert bei der Sache ist. Ich denke gerade in Anbetracht dessen, dass Inklusion und der mit Menschen mit Behinderung im Alltag ein immer größeres und sehr aktuelles Thema wird, ist dieses Buch sehr lehrreich und hilft neue Perspektiven in den Blick zu fassen. Es werden Situationen im Laufe der Geschichte gezeigt, in denen deutlich wird, wie unterschiedlich Menschen auf Mitmenschen mit einer Beeinträchtigung zugehen. Manche, wie Amy oder Cassies Mutter sind ganz offen, neugierig und verständnisvoll. Sie gehen mit Cassie „normal“ um, wie mit jedem anderen Menschen auch. Dann gibt es aber auch viele andere, wie die Kinobesucher, die sich durch Cassie gestört fühlten und es sie auch deutlich spüren ließen. Durch diese verschiedenen Perspektiven kann der Leser viel für sein eigenes Leben mitnehmen. Es ist ein Appell, offen Menschen mit Beeinträchtigungen gegenüber zu sein, denn es sind Menschen wie du und ich, nur dass ihre Körperfunktionen nicht so gut funktionieren wie unsere. Mein Fazit: Eine sehr aussagekräftige, schöne und tiefgreifende Geschichte, die den leser zum nachdenken anregt. Es ist eine Geschichte, die den Alltag sehr gut wiederspiegelt und deshalb sehr authentisch ist! Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern.

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In "Flieg so hoch du kannst" geht es um Holly Holley, eine Teenagerin, die in den beliebtesten und unerreichbarsten Jungen ihrer Schule verliebt ist und deren größten Probleme sich um ihr Äußeres drehen. Zumindest bis zu dem Tag an dem ihre Tante Fern und ihre Cousine Cassie bei ihnen einziehen. Cassie hat Zerebralparese, was bedeutet, dass sie zwar normal denken kann, aber keine Kontrolle über ihren Körper hat und im Rollstuhl sitzt und nicht sprechen oder sich sonst irgendwie gut verständigen kann. Holly muss mit ihren Problemen und der Situation mit ihrer Cousine klar kommen und hat, was das angeht, einiges zu lernen. Barry Jonsberg ist der Autor, der auch "Das Blubbern von Glück" geschrieben hat. Von diesem Buch war ich voll und ganz begeistert, meine Rezension dazu findet ihr hier. Dementsprechend hoch waren aber auch meine Erwartungen für Flieg, so hoch du kannst, was leider nicht so wirklich erfüllt wurde. Holly war ein Character mit dem ich nicht richtig warm wurde. Sie wird immer als "die typische Teenagerin" beschrieben, ich habe sie jedoch hauptsächlich als überzogenes Klischee empfunden. Sie steht auf diesen einen Typ, Ryan, an dem sie nichts wirklich mag außer dass er beliebt ist und vor allem, gut aussieht. Für seinen Charakter interessiert sie sich eigentlich gar nicht. Außerdem ist es ihr größter Traum in der Clique mit den "coolen Mädels" zu sein, als hätte sie sonst absolut nichts anderes zu tun. Sie lässt sich von ihnen mitreißen und durch Gruppenzwang zu Straftaten überreden ohne je wirklich darüber nachzudenken, was für Konsequenzen das haben könnte. Das krasseste ist allerdings, dass sie tatsächlich von Anfang an Geld spart um sich irgendwann man Schönheitsoperationen leisten zu können. Sie hat wirklich ein Konto genau dafür! Sie ist so, wie Teenager Mädchen manchmal dargestellt werden, wenn man sie schlecht da stehen lassen will und ich mochte es einfach nicht. Sie war für mich wirklich in vieler Hinsicht ein schlechtes Klischee. Glücklicherweise hat sie auch die ein oder andere positive Seite und vor allem entwickelt sie sich innerhalb dieses kurzen Buches sehr stark und ist am Ende definitiv ein besserer Mensch. Die andere Hauptperson ist Cassie. Sie ist natürlich ganz anders als Holly. Nicht nur durch ihre Krankheit, sondern auch von ihrer Art her, die viel weniger egozentrisch und selbstsüchtig ist, sondern sich um andere Menschen dreht! Cassie interessiert sich für ihre Mitmenschen, und auch wenn sie es schwer zeigen kann, wird klar wie sehr sie sich um die Menschen um sie herum kümmert. Sie ist für Holly da, auch wenn diese sich im Umgang mit ihr und ihrer Behinderung schwer tut, und zeigt ihr das im Laufe des Buchs auch, und zwar auf wunderschöne Weise. Fern, die Tante von Holly und Cassies Mutter mochte ich ebenfalls gerne. Sie kümmert sich auf eine absolut tolle Weise um ihre Tochter. Sie ist einfach richtig cool drauf und sorgt immer dafür, dass es Cassie gut geht, auch wenn manche Menschen sich ihr gegenüber blöd und unangemessen verhalten. Sie scheut sich dann auch nicht ihre Meinung zu sagen! Und sie versteht Cassie immer, natürlich ganz ohne Worte. Sie kann auf tolle Art und Weise übersetzten. was ihre Tochter sagen will und ist sehr geduldig und verständnisvoll, so lange man versucht sich auf Cassie einzulassen. Eine weitere Person, die eine relativ wichtige Rolle in diesem Buch spielt ist Amy, Hollys beste und zunächst auch einzige Freundin. Sie ist mir viel sympatischer als Holly, weil immerhin sie der Meinung ist, es sei unlogisch ist einen Jungen nur wegen seines Aussehens anzuhimmeln. wenn er dumm wie ein Stein ist. Amy verbringt ihre Zeit lieber mit lesen und während auch sie in gewisser Weise leider ein ziemliches Klischee verkörpert, in dem Sinne, dass sie de totale Nerd ist und sich manchmal nur für Mathe interessiert, mochte ich sie eigentlich schon. Leider hat man gar nicht so viel über sie erfahren, wie mir eigentlich lieb gewesen wäre. Die Geschichte selbst hat mir eigentlich gut gefallen - abgesehen davon, dass Holly nun mal ziemlich nervig war. Es ist sehr eindeutig, dass es sich um ein Kinderbuch handelt, aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Die Geschichte ist wirklich relativ kurz und daran liegt es wahrscheinlich auch, dass nicht so viel passiert. Was mich aber ein wenig gestört hat, ist, dass die "außergewöhnliche Freundschaft" zwischen Holly und Cassie, die schon laut Klappentext Teil oder vielleicht sogar ein Hauptpunkt der Geschichte sein soll, so gut wie nicht existent war. Holly lebt so in ihrer eigenen Welt, voll von ihren eigenen Problemen, dass sie gar nicht wirklich versucht sich mit Cassie anzufreunden, was dazu führt, dass diese Wendung erst ganz am Ende der Geschichte passiert und man leider von der Freundschaft fast gar nichts sieht und mitbekommt. Trotz all der Kritik möchte ich aber nicht, dass ihr denkt, das Buch habe mir gar nicht gefallen. Erstmal, vom Optischen her ist es einfach perfekt! Viel schöner als die englische Originalversion und vor allem: Der Titel ist auch viel schöner, passender und vor allem kreativer als das englische "Cassie". Ich mochte es, wie im Buch mit Cassies Krankheit umgegangen wird und denke, dass es Kindern durchaus dabei helfen kann eine neue Ansichtsweise zu gewinnen gegenüber Menschen die "anders" sind und dass es einen guten Umgang mit Menschen mit Behinderung vermittelt. Alles in allem ist es aber nun mal so, dass das Buch mir noch sehr viel besser gefallen hätte, wenn man auf diese komischen Vorurteile gegenüber Teenagerinnen verzichten würde. Wie ihr seht, so richtig überzeugen konnte mich Flieg, so hoch du kannst leider nicht. Es ist eher so ein "war ganz gut" Buch und bekommt 3 von 5 Herzchen von mir. Vielen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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Klappentext Und dann kam Cassie … Als ob Holly nicht schon genug Probleme hätte … Jetzt zieht auch noch Tante Fern mit ihrer Tochter Cassie bei ihnen ein. Cassie leidet an Zerebralparese, sie kann nicht sprechen und sitzt im Rollstuhl. Holly ist genervt. Doch nach und nach entdeckt Holly, dass hinter Cassies Behinderung ein wunderbarer, kluger und einfühlsamer Mensch steckt, der sie als einziger richtig zu verstehen scheint. Der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft. Über den Autor Barry Jonsberg ist einer der renommiertesten australischen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er studierte Englisch und Psychologie und arbeitete als Lehrer, bevor er freiberuflicher Schriftsteller wurde. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Children´s Peace Literature Award für "Das Blubbern von Glück", und sind in den USA, in England, Frankreich, Polen, Deutschland, China, Ungarn und Brasilien erschienen. Barry Jonsberg lebt mit seiner Frau, seinen Kindern und zwei Hunden in Darwin, Australien. Meine Meinung Die Story Die Teenagerin Holly ist mit sich selber nicht zufrieden. Sie findet sich zu dick, hässlich und wünscht sich nichts mehr, als zu der angesagtesten Mädchenclique ihrer Schule zu gehören, dafür schreckt sie selbst vor Diebstahl nicht zurück. Ihren Namen mag sie überhaupt nicht, und ihre Mutter geht ihr mächtig auf den Keks. Ganz schlimm wird es für sie, als ihre behinderte Cousine Cassie und ihre Tante bei ihnen einzieht und dann auch noch ihr Zimmer in Beschlag nehmen. Cassie sitzt im Rollstuhl und kann nicht sprechen, sie kann weder Arme noch Beine bewegen, weil diese sich nicht von ihr steuern lassen. Für Holly wird es ganz schlimm, als Cassie auch noch auf ihre Schule gehen soll. In Amerika scheinen Behinderte Kinder auch auf normale Schulen gehen zu können, sie bekommen dann einen eigenen Sozialarbeiter zugewiesen, der wie in Cassies Fall, die Schreibarbeit und dergleichen übernimmt. Was ich irgendwie toll finde. Holly hat es wirklich sehr schwer, der Autor kann ihre Lage und wie sie leidet, dem Leser sehr gut vor Augen führen, aber auch Cassie Gefühle sehr gut vermitteln. Die beiden Mädchen kommen sich aber im Laufe des Buches näher. Holly sieht es auch irgendwann ein, das man sich nicht für Andere verbiegen soll, sondern das die Anderen einen so akzeptieren müssen wie man ist, ansonsten sind es keine wahren Freunde. Die Handlung hat mich sehr berührt. Man bekommt als Leser viele Informationen über die Krankeit Zebralparese, und kann an einer beginnenden, außergewöhnlichen Freundschaft teilhaben. Schreibstil Barry Jonsberg hat einen sehr einfachen, Jugendbuch gerechten Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Das Buch wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt, aus Hollys und ihrer Mutter, ihrer Tante Fern und ihrer Cousine Cassie, was dem Leser ermöglicht an den Gefühlen der einzelnen Charaktere teilzuhaben. Was mich ein wenig genervt hat war, dass jedes Kapitel mit dem Satz, mein Name ist Holly Holley, beginnt. Ansonsten fand ich das Buch wirklich toll geschrieben. Charaktere Auch wenn das Buch nicht gerade viele Seiten hat, wurden einem die Protagonisten schnell vertraut und konnten einem schnell ans Herz wachsen. Der Autor hat hier eine tolle Hauptprotagonistin geschaffen, die überhaupt nicht weiß, wieviel Kraft und Mut in ihr stecken. Durch den Besuch ihrer Cousine Cassie lernt sie erst, was wirklich wichtig ist im Leben und das ist gewiss nicht die Mädchenclique der Schule. Man nimmt als Leser an Hollys Wandlung Teil und kann sich auch sehr gut ein Bild von Cassies Krankheit machen. Auch die anderen Charaktere wie ihre Mutter und ihre Tante waren mir sehr sympathisch und haben das Ganze abgerundet. Mein Fazit Ein wirklich schönes Jugendbuch, das einfach gestrickt ist, aber eine enorme Aussagekraft besitzt. Die Charaktere sind sehr authentisch und mitten au dem normalen Leben. Ich vergebe hier gute vier von fünf Sternen. Ein Muss für Jugendbuchfans.

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Klappentext Und dann kam Cassie … Als ob Holly nicht schon genug Probleme hätte … Jetzt zieht auch noch Tante Fern mit ihrer Tochter Cassie bei ihnen ein. Cassie leidet an Zerebralparese, sie kann nicht sprechen und sitzt im Rollstuhl. Holly ist genervt. Doch nach und nach entdeckt Holly, dass hinter Cassies Behinderung ein wunderbarer, kluger und einfühlsamer Mensch steckt, der sie als einziger richtig zu verstehen scheint. Der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft. Über den Autor Barry Jonsberg ist einer der renommiertesten australischen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er studierte Englisch und Psychologie und arbeitete als Lehrer, bevor er freiberuflicher Schriftsteller wurde. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Children´s Peace Literature Award für "Das Blubbern von Glück", und sind in den USA, in England, Frankreich, Polen, Deutschland, China, Ungarn und Brasilien erschienen. Barry Jonsberg lebt mit seiner Frau, seinen Kindern und zwei Hunden in Darwin, Australien. Meine Meinung Die Story Die Teenagerin Holly ist mit sich selber nicht zufrieden. Sie findet sich zu dick, hässlich und wünscht sich nichts mehr, als zu der angesagtesten Mädchenclique ihrer Schule zu gehören, dafür schreckt sie selbst vor Diebstahl nicht zurück. Ihren Namen mag sie überhaupt nicht, und ihre Mutter geht ihr mächtig auf den Keks. Ganz schlimm wird es für sie, als ihre behinderte Cousine Cassie und ihre Tante bei ihnen einzieht und dann auch noch ihr Zimmer in Beschlag nehmen. Cassie sitzt im Rollstuhl und kann nicht sprechen, sie kann weder Arme noch Beine bewegen, weil diese sich nicht von ihr steuern lassen. Für Holly wird es ganz schlimm, als Cassie auch noch auf ihre Schule gehen soll. In Amerika scheinen Behinderte Kinder auch auf normale Schulen gehen zu können, sie bekommen dann einen eigenen Sozialarbeiter zugewiesen, der wie in Cassies Fall, die Schreibarbeit und dergleichen übernimmt. Was ich irgendwie toll finde. Holly hat es wirklich sehr schwer, der Autor kann ihre Lage und wie sie leidet, dem Leser sehr gut vor Augen führen, aber auch Cassie Gefühle sehr gut vermitteln. Die beiden Mädchen kommen sich aber im Laufe des Buches näher. Holly sieht es auch irgendwann ein, das man sich nicht für Andere verbiegen soll, sondern das die Anderen einen so akzeptieren müssen wie man ist, ansonsten sind es keine wahren Freunde. Die Handlung hat mich sehr berührt. Man bekommt als Leser viele Informationen über die Krankeit Zebralparese, und kann an einer beginnenden, außergewöhnlichen Freundschaft teilhaben. Schreibstil Barry Jonsberg hat einen sehr einfachen, Jugendbuch gerechten Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Das Buch wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt, aus Hollys und ihrer Mutter, ihrer Tante Fern und ihrer Cousine Cassie, was dem Leser ermöglicht an den Gefühlen der einzelnen Charaktere teilzuhaben. Was mich ein wenig genervt hat war, dass jedes Kapitel mit dem Satz, mein Name ist Holly Holley, beginnt. Ansonsten fand ich das Buch wirklich toll geschrieben. Charaktere Auch wenn das Buch nicht gerade viele Seiten hat, wurden einem die Protagonisten schnell vertraut und konnten einem schnell ans Herz wachsen. Der Autor hat hier eine tolle Hauptprotagonistin geschaffen, die überhaupt nicht weiß, wieviel Kraft und Mut in ihr stecken. Durch den Besuch ihrer Cousine Cassie lernt sie erst, was wirklich wichtig ist im Leben und das ist gewiss nicht die Mädchenclique der Schule. Man nimmt als Leser an Hollys Wandlung Teil und kann sich auch sehr gut ein Bild von Cassies Krankheit machen. Auch die anderen Charaktere wie ihre Mutter und ihre Tante waren mir sehr sympathisch und haben das Ganze abgerundet. Mein Fazit Ein wirklich schönes Jugendbuch, das einfach gestrickt ist, aber eine enorme Aussagekraft besitzt. Die Charaktere sind sehr authentisch und mitten au dem normalen Leben. Ich vergebe hier gute vier von fünf Sternen. Ein Muss für Jugendbuchfans.

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Meine Meinung: Ein neues Buch von Barry Jonsberg? Muss ich lesen! Für alle, die sich jetzt fragen warum: Ich hatte vorher tatsächlich nur ein anderes Buch von dem Autoren gelesen, und zwar „Das Blubbern von Glück“, und das gehörte zu den Highlights meines letzten Lese-Jahres. Und nach dem tollen Buch war es für mich klar, dass ich Barry Jonsberg im Auge behalten musste. Nun ist jetzt also auch neues Buch von ihm auf Deutsch erschienen, und da das dann auch noch gut klang wollte ich es direkt lesen. Den Entschluss habe ich auch wirklich nicht bereut! Trotzdem gleich mal vorneweg: Mit „Das Blubbern von Glück“ kann „Flieg, so hoch du kannst“ meiner Meinung nach wirklich nicht mithalten! Das erste Buch, das ich von Jonsberg gelesen habe, hatte auch noch den letzten Schliff und war rundum toll, dieses neue Buch liest sich auch sehr gut, aber dieses letzte bisschen, dieses ganz Besondere, damit es ein Highlight-Buch wird, das hat mir gefehlt. Vielleicht lag es ja an der Protagonistin Holly. Eigentlich wirklich ein normales Mädchen, aber ihr Wunsch, beliebt und begehrt zu sein, und was sie dafür alles tut, das hat mich irgendwann schon ein wenig genervt. Ich meine, ein Sparbuch für spätere Schönheitsoperationen geht ein wenig zu weit (also finde ich:D). Das fand ich auch so schade, weil sie auch so viele sympathische Seiten hat: Sie ist zum Beispiel der totale Film-Fan und auch ziemlich lustig. Cassie ist ein ganz anderer Charakter. Ich hatte vorher noch nie von Zerebralparese gehört, und da fand ich es einfach interessant zu erfahren, was das ist. So wie ich das verstanden habe, ist es eine Krankheit, die verhindert, dass der Körper tut, was man von ihm will. Er bewegt sich also teilweise willkürlich, der Geist ist aber noch glasklar. Und diese Krankheit durch Cassie kennenzulernen, und gleichzeitig Cassie ganz unabhängig von der Krankheit kennenzulernen, und zwar als kluges und ganz normales Mädchen, das hat der Autor den Lesern toll ermöglicht! Ich war bei dem Buch richtig gespannt darauf, wie die beiden Mädchen sich begegnen und sich gegenseitig verändern. Das spielt aber leider erst so im letzten Drittel wirklich eine Rolle, davor geht es eher darum, Holly kennenzulernen, hatte ich das Gefühl. Aber als die beiden Mädchen dann Zeit miteinander verbringen, da wird die Geschichte erstens sehr nachdenklich und zweitens unheimlich berührend. Die letzten paar Kapitel habe ich wirklich geliebt, weil sich die Beziehung zwischen den Cousinen da erst richtig entwickelt, und wenn das Buch komplett so wäre, wäre es wirklich super! Barry Jonsberg schreibt in diesem Buch mal wieder toll! Es liest sich so flüssig und angenehm, die Seiten fliegen wirklich schnell dahin, und lustig ist es dazu auch noch. Außerdem gibt der Autor jeder Figur seine eigene Sprache, das finde ich auch immer toll! Fazit: „Flieg, so hoch du kannst“ ist auf jeden Fall ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Ich habe zwar ein paar Kritikpunkte, wie zum Beispiel die Protagonistin Holly, aber das ändert eigentlich nichts daran, dass ich viel Spaß beim Lesen hatte und am Ende auch das Gefühl hatte, etwas Neues gelernt zu haben (auf eine nicht-langweilige Art und Weise).

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Ich liebe dieses Buch! Es ist emotional, herzerwärmend und einfach nur fantastisch. Barry Jonsberg hat sich von Zeile zu Zeile zu einem meiner Lieblingsautoren entwickelt, denn kaum einer versteht es so gut, mit der Einfachheit seiner Wortwahl den Leser so zu verzaubern. Ein Buch das man ganz sicher eine lange Zeit nicht vergisst. Absoluter 5Sterne Tipp!

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Schon seit ich gehört habe, dass CBT ein neues Buch von Barry Johnsberg verlegt, war ich Feuer und Flamme. Das Blubbern von Glück konnte mich, wie sich einige vielleicht noch erinnern, absolut begeistern. Der einzigartig berührende Schreibstil, gepaart mit diesem brisanten Thema reichte aus, mich für dieses Buch zu begeistern. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen und Protagonisten erzählt. Für mich war das allerdings verwirrend, da kein festes Schema zu erkennen war. Aus Cassies Sicht wurde immer in der Ich Perspektive erzählt, sodass man in ihre Gedankenwelt eintauchen konnte. All die restlichen Charaktere wurden aus der dritten Person begleitet und in der Vergangenheitsform. Bei Holly gibt es allerdings auch einige Textabschnitte aus der Ich Perspektive. Die unsinnigerweise auch die Zeitform zum Präsens wechselten. Leider wechselte die Erzählweise ab und an auch mitten im Text, ohne eine erkennbare Trennung. Bis ich mich an diesen experimentellen Schreibstil gewöhnt hatte, war das Buch auch schon zu Ende gelesen. Die beiden Hauptprotagonisten waren Cassie und Holly. Cassie hat Zerebralparese, kann ihren Körper nicht kontrollieren und ist Quadriplegikerin. Sie ist ein helles Köpfchen, denkt sehr poetisch und kämpft für das was sie will. Obwohl sie stark beeinträchtigt ist durch ihren Krankheit, scheint sie ständig eine positive Aura zu umgeben. Holly ist das typische graue Mäuschen. Sie ist unscheinbar, schmachtet den begehrtesten Typen der Schule an und wäre gerne ein Teil der beliebtesten Mädchenclique ihrer Schule. Die tapischen Probleme junger Heranwachsender eben. Da ist es kein Wunder, dass sie alles stehen und liegen lässt, sobald Demi, das beliebteste Mädchen der Schule sich ihrer annehmen will. Am sympathischsten fand ich es, wenn sich Holly über das Essen ihrer Mutter ausließ. Leider muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich nach dem Klappentext eine andere Geschichte erwartet hatte. Die angepriesene besondere Freundschaft der beiden Mädchen spielt erst gen Ende eine Rolle. Vorher wird eher eine Geschichte von einem zurückhaltenden Mädchen erzählt, das sich selbst aus den Augen verliert, in dem Bestreben möglichst viel Beachtung und Respekt in ihrem Umfeld zu bekommen. Schade, dass die Thematik, die mich so für das Buch begeistern konnte nicht das ganze Buch ausfüllt. Dennoch fand ich den Schreibstil von Barry Jonsberg gewohnt flüssig und mitreißend. Berührend und aus dem echten Leben gegriffen. So charmant und voller Witz, dass ich es nicht gemerkt habe, wie das Buch unversehens zu Ende gelesen war. Leider kam das Ende sehr unvermittelt. Nicht alle Fragen wurden beantwortet, und gerade als ich dachte, ich bin beim Kern der Geschichte angekommen? Da war sie auch schon zu Ende. Aber es blieben nicht nur einige Fragen ungeklärt, es wurden zum Ende hin auch noch neue aufgeworfen, die ich mir nicht beantworten kann. Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte um Holly und Cassie okay und amüsant, hatte aber mehr erwartet. Der Klappentext versprach viel, was er leider nicht halten konnte. In Anbetracht dessen, was ich dachte würde ich drei Kleckse vergeben, doch an und für sich war das Buch gut, ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, es war fesselnd und berührend, daher gibt es von mir gerade noch vier Kleckse.

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Klappentext „Als ob Holly nicht schon genug Probleme hätte … Jetzt zieht auch noch Tante Fern mit ihrer Tochter Cassie bei ihnen ein. Cassie leidet an Zerebralparese, sie kann nicht sprechen und sitzt im Rollstuhl. Holly ist genervt. Doch nach und nach entdeckt Holly, dass hinter Cassies Behinderung ein wunderbarer, kluger und einfühlsamer Mensch steckt, der sie als einziger richtig zu verstehen scheint. Der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft.“ Gestaltung Arme, die sich weit nach oben recken, als wollten sie den Himmel berühren und fliegen. Das passt perfekt zu dem Titel dieses Jugendbuches! In Kombination mit der himmelblauen Farbe wirkt es tatsächlich beinahe so, als versuchte der Mensch zu fliegen. Die Sterne und kleinen Glöckchen, die von diesem Himmel herabhängen, gefallen mir auch sehr gut. Vor allem die Farbgebung, dass sie in Weiß gehalten sind, passt sehr gut zu dem hellen Blauton des Hintergrundes. Die leicht krakelig wirkende Schriftart des Titels und die Verschnörkelungen am Autorennamen wirken dazu auch sehr verspielt und passen gut zur Geschichte. Meine Meinung Als ich zu lesen begann, wollte ich die Geschichte einfach auf mich wirken lassen, da ich die Thematik von „Flieg, so hoch du kannst“ sehr interessant fand. Gerade in vielen deutschen Schulen ist das Thema der Inklusion sehr aktuell und häufig diskutiert. Was also thematisiert ein Roman, dessen eine Protagonistin eine Behinderung hat? Ich war neugierig darauf, welche Themen angesprochen werden würden. Und ich wurde von Autor Barry Jonsberg absolut überrascht! Humorvoll erzählt Protagonistin Holly Holley ihre Geschichte. Ich musste sehr oft schmunzeln oder gar leise lachen, vor allem dann, wenn Holly die Kochkünste ihrer Mutter kommentiert. Gerade die erste Hälfte des Buches war daher sehr sehr lustig. Allerdings muss ich auch anmerken, dass es etwas schwer war den Erzählstil zu erkennen. Mal wird in der Ich-Form berichtet, mal in der dritten Person. Aber ein eindeutiges Schema war dabei nicht zu erkennen. Der rote Faden war allerdings, dass vorrangig aus Hollys Sicht berichtet wurde und dass über jedem Abschnitt ein Name stand, aus dessen Sicht erzählt wird. Die Ich-Form war hier allerdings nur für Holly reserviert. Die Sicht von Cassie, Hollys an Zerebralparese leidende Cousine, wurde allerdings gesondert hervorgehoben durch Kursivdruck. Gerade Cassies Sicht war allerdings eine ganz besondere. Einerseits weil sie nur in Cassies Gedanken stattfand und der Leser so ihre ganz besondere Sicht auf die Welt miterleben konnte. Andererseits weil Cassies Gedanken so anders waren. Cassies Sicht auf die Welt erscheint dem Leser zunächst eher undurchsichtig und nicht bezogen auf die aktuellen Ereignisse, doch schaut man genau hin, so erkennt man die Metaphern, die sie nutzt um das zu beschreiben, das sie aktuell beschäftigt. Diese Besonderheit an ihrer Perspektive und ihren sehr kurzen Abschnitten hat mir sehr gut gefallen. Bei Zerebralparese handelt es sich um eine Krankheit, die das Nervensystem und die Muskeln stört, sodass Cassie sich nicht kontrolliert bewegen kann. Sie kann nicht sprechen, ist an den Rollstuhl gefesselt und bekommt ab und an so etwas wie Krampfanfälle. Autor Barry Jonsberg verbindet diese und noch viele weitere Informationen über die Krankheit sehr geschickt mit der Geschichte um Holly. So können die Leser viel lernen und für sich aus der Geschichte mitnehmen. Besonders gefallen hat mir auch, dass der Autor nicht davor zurückschreckt, die Reaktionen und den Umgang anderer Menschen mit Cassies Behinderung zu schildern. Besonders eine Szene ist mir da sehr im Gedächtnis geblieben. Holly war mit Cassie im Kino. Cassie hatte viel Spaß und laut gekreischt. Die anderen Kinobesucher fühlten sich dadurch gestört und haben Holly dies gesagt, dabei gab es allerdings verschiedene Arten, wie sie dies taten (von nett bis hin zu aggressiv). Solche Szenen führen dem Leser sehr gut vor Augen, wie unterschiedlich der Umgang mit Behinderungen doch sein kann. Und gerade wenn Cassies Mutter mit dabei war, erkannte man als Leser, dass Cassie doch eigentlich ein ganz normales Mädchen ist. Sie hat dieselben Interessen wie andere Gleichaltrige: ins Kino gehen, mit Freunden zusammen sein und und und! Der einzige Unterschied ist, dass Cassies Körper nicht so möchte wie sie. Auch Holly erlangt diese Erkenntnis im Handlungsverlauf. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich nach Lesen des Klappentextes erwartet hatte, dass die Handlung etwas anders verlaufen würde. Erst am Ende kam das von mir erwartete, dass Cassie und Holly zueinander finden und dass Holly erkennt, dass ihr Leben gut ist. Für mich klang es im Klappentext so, als ginge es die ganze Zeit ausschließlich um Hollys Finden zu sich selbst mit Hilfe von Cassie. Aber dies kam erst am Ende. Zuvor erlebte der Leser nur Hollys normales Teenagerleben und ihre Handlungen mit, Cassie spielt erst am Ende eine größere, bedeutendere Rolle. Fazit Es ist lange her, dass ich ein Buch komplett an einem Tag gelesen habe, aber „Fieg, so hoch du kannst“ habe ich regelrecht verschlungen. Nicht nur die angenehme Schriftgröße und der tolle Schreibstil, sondern auch der Humor der Protagonistin Holly haben dafür gesorgt, dass ich sehr viel Freude beim Lesen hatte. Etwas verwirrend fand ich, dass man kein direktes Muster im Erzählstil erkennen konnte. Mal wurde aus der Ich-Form berichtet, dann wieder aus der dritten Person. Auch hätte ich gedacht, dass der Fokus etwas mehr auf der Beziehung zwischen Holly und Cassie liegt, allerdings kam dies erst gen Ende des Buches zum Tragen. Schön fand ich aber, dass der verschiedenartige Umgang der Mitmenschen mit Menschen mit Behinderung thematisiert wurde. 4 von 5 Sternen! Reihen-Infos Einzelband

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