Leserstimmen zu
Ein Feuer im Garten

Franz Hohler

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Manchmal muss man gar nicht weit gehen, um Geschichten zu finden. Sie sind überall, in der Nachbarschaft, auf dem Friedhof, im Bahnhof, in der Schule oder im Theater. Man findet sie am Morgen, am Abend und dazwischen. Man muss nur die Augen und die Ohren offenhalten. Das hat Franz Hohler getan und präsentiert in diesem kleinen Band alltägliche Geschichten von sich und seinen Mitmenschen. Es sind Geschichten, die das Leben schreibt, Geschichten, in denen man sich als Leser auch mal wieder findet. Franz Hohler gelingt es, mit einem feinen Humor menschliche Schwächen fast liebevoll ans Tageslicht zu bringen. Dadurch, dass die einzelnen Geschichten sehr kurz sind, eignet sich das Buch gut auch als Lektüre zwischendurch bei einer Fahrt im Zug, vor dem Einschlafen oder nach dem Aufstehen. Man muss nur aufpassen, dass man ob der Lektüre nicht die eigenen kleinen Geschichten verpasst. Aber vielleicht nimmt man sie durch die Lektüre nachher besser und bewusster wahr. Fazit: Ein wunderbares Buch voller Sprachbilder und Witz, das die Geschichten im Alltäglichen Geschichten ans Tageslicht bringt.. Absolute Leseempfehlung!

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Rezension INHALT /KLAPPENTEXT: Franz Hohler geht gerne in die Welt hinaus – bis an den Arabischen Golf und nach Teheran führten ihn seine Reisen. Aber manchmal genügt auch der kurze Weg in die Nachbarschaft, um auf erstaunliche Geschichten zu stoßen. Etwa bei der Dichterin, die Kindern eine Geschichte über ein Feuer im Garten erzählt - ohne zu ahnen, welche Reaktionen sie damit auslöst. Oder dem Schriftsteller, der ausgerechnet auf dem Weg zur Lesung sein Buch vergisst. Oder dem Erzähler, der merkwürdig einsilbig bleibt, als ihm sein Nachbar erklärt, bald würden sie hier die Fremden sein und die Einheimischen die Fremden von heute. „Ein Feuer im Garten“ versammelt Franz Hohlers neueste Kurzerzählungen, die mit feiner Ironie die Brüchigkeit unserer Welt aufspüren – gleich hinter dem eigenen Gartenzaun. MEINE MEINUNG: Viele, sehr unterschiedliche Geschichten hat uns Franz Hohler im handlichen Bändchen von 126 Seiten geschenkt. Kurze Geschichten, kleine Gedankenfragmente, hintersinnige Texte mit einer klugen Wortwahl, deren Bedeutung dem Leser erst nach einigem Nachdenken aufgeht. Revolutionäre Gedankengänge sind vorhanden, die eigentlich junge Menschen lesen müssen und die sie aufrütteln könnten! Liebevoll geschriebene Erinnerungen an die Kindheit mit ihren Menschen und wunderschöne Begebenheiten darüber fehlen bei diesem Autor natürlich auch nicht. Mit feinem Humor, leichter Ironie und wohlwollendem Verzeihen für menschliche Fehler und Schwächen präsentiert er dem Leser seine Sicht des Weltgeschehens und den Ablauf unseres menschlichen Daseins. Ein wunderbares Büchlein , welches man nicht weit hinten im Regal verschwinden lässt, sondern es immer wieder hervorziehen wird zum Nachlesen. Das Geschenk eines grossartigen Erzählers an seine Leser. Ein sehr schöner und bildhafter Vergleich mit unserem Leben auf dieser Welt ist die letzte Geschichte des Buches *Im Wasser* . Zitat aus * Im Wasser* Seite 126 : „ Ich fühle mich wohl im Wasser. Ich schwimme ununterbrochen, ich kann gar nicht genug kriegen davon. Durch meine Kiemen atme ich Wasser ein und aus.“ Danke Franz Hohler! Herzlichen Dank auch an den Autor und den btb Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplar ! Meine Bewertung für dieses grossartige Buch : FÜNF ***** Sterne!

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Wahrscheinlich ein Armutszeugnis, dass ich einen der bedeutendsten Geschichtenerzähler unserer Tage vor der Anthologie Fremdsein nicht kannte. Doch seit diesem Büchlein verschiedener toller Autoren und Autorinnen habe ich Geschmack an Geschichtensammlungen gefunden. So freute es mich sehr, als „Ein Feuer im Garten“ bei mir einzog. Passend zum Titel machte ich es mir mit Tee am Kamin gemütlich und tauchte ab in Hohlers Geschichten. Jedes Wort wurde sorgsam gewählt und so manch eine Bedeutung wird erst nach einer Weile sichtbar. „Mir macht das Verlieren gar nichts aus“, sagte der Gewinner. (S.98) Mal längere, mal kürzere Geschichten, meist aus Hohlers eigenem Alltag, die zeigen, wie er die Welt sieht und das vieles gar nicht so selbstverständlich scheint, wie wir zuvor gedacht haben. Meine Lieblingsgeschichte war „Identitätsverlust“ da ich selbst diese Woche in einer ganz ähnlichen Situtation war. Danke Herr Hohler, dass ich nun darüber schmunzeln kann! „Der Preis für eine neue Identität beträgt 70 Franken“ (S.84) „Ein Feuer im Garten“ ist wieder mal so ein Büchlein, das lange an meinem Lieblingsleseplatz verweilen darf. Immer wieder nehme ich es zur Hand und freue mich an diesen Worten,, die mich dazu anregen über mich und meine Welt zu reflektieren. „Eigentlich wachse ich immer noch auf“ (S.54) Gerne vergebe ich 5 von 5 Lieblingslesesessel für dieses wunderbare Werk!

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