Leserstimmen zu
Kleine große Schritte

Jodi Picoult

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Inhalt: Als ein Neugeborenes nach einem Routineeingriff im Krankenhaus stirbt, scheint schnell klar zu sein, wer daran schuld ist. Die dunkelhäutige Säuglingsschwester, der untersagt war, das Baby anzufassen. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den alltäglichen Rassismus, der in unserer modernen westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist... Meinung: Alle Bücher, die ich von Jodi Picoult kenne, haben ein eher zurückhaltendes Cover. So auch "Kleine große Schritte". Ich denke, in der Buchhandlung fällt es nicht allzu sehr auf und auch Coverkäufer, wie ich auch einer bin, fallen diesem nicht zum Opfer. Wie dem auch sei. Das Buch hat mich unglaublich von sich überzeugt. Die Geschichte ist eigentlich ganz gut im Klappentext beschrieben. Wir begleiten eine Hebamme, die ihren Job macht, bis die Eltern ihren Wunsch äußern, dass sie nicht mehr wollen, dass ihr Sohn von einer dunkelhäutigen Person angefasst wird. Dies wird in der Krankenakte vermerkt und Ruth darf, den vorher ihr zugeteilten Säugling nicht mehr behandeln. Bis die Station unterbesetzt ist und es zu Notkaiserschnitten kommt und Ruth die Einzige ist, die die Kontrollen bei dem frisch operierten Davis durchführen kann. Und dann kommt es zum moralischen Super GAU. Davis läuft blau an, sein Brustkorb hebt und senkt sich kaum noch. Was ist nun zu tun? Helfen und sich seiner Vorgesetzten widersetzen und alles riskieren, was da noch rechtliches nachkommen kann? Oder zuschauen, wie der kleine Junge stirbt, da es einem von Eltern und Vorgesetzten verboten wurde zu helfen? Letztlich stirbt Davis und sein Vater Turk macht Ruth dafür verantwortlich. Der Prozess beginnt... In dem Buch begleitet der Leser drei Figuren, die kaum verschiedener nicht sein könnten. Zum einen die Krankenschwester Ruth, ihre Pflichtverteidigerin Kennedy und der anklagende Vater Turk. Ich finde es tatsächlich sehr interessant, die Welt auch mal aus den Augen eines Rassisten zu sehen. Irgendwie mal zu erahnen, was sie denken, wenn sie jemanden wegen ihrer Hautfarbe ablehnen. Ich werde es mir sparen, die Figuren an dieser Stelle, wie gewohnt, nacheinander zu bewerten. Da mich weniger die Figuren von sich überzeugt haben, als vielmehr die Geschichte. Diese Problematik, die angesprochen wird. Allerdings muss ich noch anmerken, dass mich eine Kleinigkeit gestört hat, was aber am Unterschied vom deutschen zum amerikanischen Gesundheitssystem liegen kann. Mal spricht man von Ruth als Hebamme, mal als Krankenschwester. Bei uns sind das zwei verschiedene Berufe mit verschiedenen Ausbildungen. Dies hat mich immer mal wieder irritiert, aber ansonsten liest sich die Geschichte flüssig und wird auch spannend, mit unerwarteten Wendungen. Fazit: Für mich war die Geschichte eine positive Überraschung. Wahrscheinlich sogar mein Monatshighlight, Ich finde die Thematik einfach sehr wichtig. Denn auch, wenn wir es selber nicht betreiben und es in unserem Umfeld nicht sehen. Rassismus ist auch in unserem Jahrhundert noch da. Ich finde es sehr gut umgesetzt, wie uns Jodi Picoult dieses "Problem" wieder vor Augen führt. Definitiv lesenswert.

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In dem Roman, den ich leider viel zu spät gelesen habe, geht es um Rassismus und Abwertung von Schwarzen Menschen vor allem im Hinblick auf alltägliche Erlebnisse, also Alltgasrassismus und struktureller Rassismus. Wir erleben hier speziell die Geschichte der Hebamme/Säuglingsschwester Ruth Jefferson. Ihr wird die Behandlung eines neugeborenen Säuglings entzogen, bis sie in eine Situation kommt, wo das Baby in eine Notlage gerät und stirbt, Ruth wird dafür verantwortlich gemacht... Schon beim verfassen der Handlung bekomme ich wieder Gänsehaut und es macht mich so wütend. Ich konnte mit Ruth leiden, trauen und emotional sein. Natürlich steigt die Wut gegen solche Familien wie die Bauers, aber gleichzeitig frage ich mich nach den Ursachsen, warum sie so sind wie sie sind. Ruth ist ein sehr starker Chrakter und eine tolle Frau. Die Bücher der Autorin beschäftigen sich immer mit gesellschaftskritische Themen, die auch unangenehm werden können. Sie hat hier ein Thema ans Tageslicht gebracht, was viele Menschen in den USA aber auch in aktuell in Europa tagtäglich passiert. Ein gutes Buch, das gelesen werden sollte...

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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da ich ein sehr großer Jodi Picoult Fan bin und mir die Bücher und ihre Geschichte sehr am Herzen liegen und dieses Buch hat mal wieder all meine Erwartungen übertroffen. Zum Cover: Das Cover ist eher schlicht gehalten gefällt mir dennoch sehr gut. Es gibt noch keinen Einblick auf das Buch macht aber dennoch Lust dieses Buch zu lesen. Zum Inhalt Der Schreibstil in diesem Buch gefällt mir, wie bei Jodi Picoult üblich, sehr gut, dass schöne ist immer wieder das der Blick aus den verschiedene Protagonisten geschrieben ist und mein einen Einblick in die Gedankenwelt und Gefühle zu bekommen. Besonders gefallen mir das sensible Thema welches in diesem Buch behandelt wird. Während des Lesens schwankt man immer wieder hin und her. Besonders interessant und erschreckend waren die Momente in der Gerichtsverhandlung denn es hat gezeigt wie aktuell die Themen wie Rassismus auch heutzutage sind. Dieses hat mich nachweislich sehr aufgewühlt und noch lange beschäftigt jedoch war dieses Buch wieder ein Meisterwerk von Jodi Picoult und ich würde gerne öfters Bücher von ihr lesen.

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Was in einem blumigen, kitschigen Cover daher kommt, ist ein Beitrag zur US-amerikanischen Rassismusdebatte. Ruth ist eine erfahrene Hebamme. Doch eines Tages wird ihr die Pflege eines Säuglings verboten, weil die Nazieltern des Kindes nicht wollen, dass es von einer schwarzen Hebamme betreut wird. In einer Notsituation zögert Ruth aufgrund dieser Anweisung. Das Kind stirbt. Die Eltern verklagen Ruth – wegen Mordes. Ein aufreibender Prozess beginnt, den wir aus Sicht Ruths, ihrer weißen Anwältin Kennedy und des rechten Kindsvaters Turk verfolgen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl mich das Cover nach wie vor wirklich sehr irritiert. Die Autorin nimmt sich viel Zeit, den Punkt auf den es ihr ankommt deutlich zu machen: „Vorurteile sind keine Einbahnstraße, wissen Sie. Es gibt Menschen, die darunter leiden und es gibt Menschen, die davon profitieren.“ Sie hält dabei Kennedy, den Spiegel vor, die sich immer für eine von den Guten gehalten hat. Überspitzt gesagt, dachte diese, Rassismus sei ein Problem von Rassisten. Doch je besser sie Ruth kennenlernt, desto deutlicher wird ihr, dass es auch ohne Rassisten wie Turk, Rassismus gäbe. Denn es ist eine Frage des Zugangs zu Macht. Ruth, die sich immer dreimal korrekter verhalten hat, als alle andern, steht am Ende ihrer Hautfarbe wegen vor Gericht. Diese komplexe Problematik nimmt das Buch Stück für Stück auseinander. So entwickelt sich eine spannende und bedeutungsvolle Geschichte. Das Ende des Buches finde ich hingegen furchtbar, aber ich möchte hier niemanden spoilern, also lest selbst.

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Ich habe bereits zwei Bücher von Jodi Picoult gelesen und mag ihren Stil sowie die aktuellen Themen, die sie anspricht. So auch in dem Buch Kleine große Schritte. Das Buch handelt von der überzeugten Hebamme und Kinderkrankenschwester Ruth, die diesen Beruf seit mehr als 20 Jahre ausübt. Sie ist dunkelhäutig, was erst dann zum Problem wird, als ihr der Umgang mit dem Säugling David von seinen rassistischen Eltern untersagt wird. Eines Nachts ist Ruth alleine auf Station und David kommt in eine Notfallsituation an dessen Folgen er stirbt. Ruth wird verklagt und in Folge von der Anwältin Kennedy McQuarrie vertreten. Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt Kennedy, Ruth und Turk Bauer, der Vater von David. Dieser Erzählstil hat mir gut gefallen, da ich immer gerne Romane aus verschiedenen Perspektiven lese. Das Thema ist hochbrisant und toll verarbeitet, vor allem durch die verschiedenen Personen. Man wird stark zum Nachdenken angeregt, denn am Ende des Tages ist keiner immun gegen jeder rassistische Züge oder Gedanken. Das Buch ist für mich aber eindeutig zu lang und ausufernd, daher ist es mir schwer gefallen es in einem Rutsch durchzulesen und ich habe immer wieder Pausen gemacht.

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Als schwarze Frau in einer weißen Gesellschaft zu leben ist die große Herausforderung im Leben von Farbigen. Das kann ich so behaupten, da es auf mich selbst zutrifft. Viele der Szenen die beschrieben werden ,habe ich auch so schon erlebt und der latente Rassismus ist auch in Deutschland überall gegenwärtig. Unabhängig vom Inhalt des Romans finde ich die Darstellung unglaublich zutreffend und es gab viele Aha Erlebnisse für mich. Ich wünsche mir, dass jeder dieses Buch liest und viel mehr Menschen dadurch sensibilisiert werden für den Rassismus und die Ausgrenzungen im Alltag

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Klappentext: Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist … Meinung: Zu Anfang muss ich gestehen, dass ich das Buch abgebrochen habe. Nach dem ich von Jodi Picoult die Spuren von meiner Mutter gelesen habe, war ich hin und weg und habe lange überlegt ob ich ein weitere Buch von der Autorin lese oder nicht. Die Wahl fiel schließlich auf Kleine große Schritte, wie ihr seht. Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut, weil es was komplett anderes ist und ein Thema aufgegriffen wird, das leider immer noch sehr präsent in unserer Welt ist. Zu Anfang war ich auch mitten in der Geschichte, war sofort gefangen und konnte es nicht beiseite legen aber dann stockte ich. Der Schreibstil brachte mich immer ins stolpern, ich stockte immer wieder beim Lesen und fand bald gar nicht mehr in die Geschichte rein. Auch der Wechsel mit den Personen war nach ein paar Seiten für mich schwer immer umzudenken, was mich zusätzlich ins stolpern brachte. Für mich war die Geschichte auch nach der Hälfte nicht mehr greifbar und ich wusste nicht mehr was die Autorin mir sagen möchte, ich habe es dann schließlich abgebrochen, weil ich mich mit dem Buch Seite für Seite immer mehr quälte. Ich finde es sehr schade, dass mein zweites Buch von Jodi Picoult nicht den gewünschten Effekt hatte, den ich mir erhofft hatte. Ich hätte mir mehr bei diesem Buch gewünscht, noch mehr Tiefe, ja es ist ein heikles Thema aber leider kam es für mich nicht richtig rüber. Sehr schade, ich mochte die Spuren meiner Mutter sehr gerne und habe heute noch meine Eindrücke, die ich nie vergessen werde. Vielleicht habe ich mich auch zu sehr darauf versteift und hatte zu hohe Erwartungen, aber leider konnte mich dieses Werk von ihr nicht überzeugen. Mein Fazit: Ich werde erst mal keine weiteren Werke von der Autorin lesen, ich habe eine weitere Leseprobe zu einem anderen Buch gelesen und auch dieses konnte mich leider nicht überzeugen. Sehr schade.

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“Kleine große Schritte” ist mein erster Roman von Jodi Picoult. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie dachte ich immer, dass sie seichte Liebesromane schreibt. Wie weiß entfernt ich doch von der Realität war! Über einen meiner Lieblingspodcasts bin ich dann aufgeklärt worden. Nämlich war Jodi Picoult bei “Crtl Alt Delete” zu Gast hat mit der Moderation Emma Gannon über ihren neusten Roman “A Spark of Light” und dem Thema Abtreibung gesprochen. Diese Podcast Folge hat mich richtig neugierig auf Jodi Picoult gemacht. Ihre Art zu sprechen gefiel mir gut und vor allem auch wie sie berichtet hat, wie intensiv sie sich mit einem Thema auseinander setzt und recherchiert bevor sie einen Roman schreibt. Ich musste einfach etwas von ihr lesen – und ich habe mir “Kleine große Schritte” als ersten Roman ausgesucht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich bin extrem begeistert! Dieser Roman hat so viel Tiefe, Geschichte und Realität. Wir lernen zu Beginn Ruth kennen, wie sie aufgewachsen ist und aus welchen Verhältnissen sie stammt. All das gibt einem als Leser ein gutes Verständnis für ihren Charakter und ihre Art zu entscheiden. Denn sie ist vernünftig, hält sich an Regeln und ist zurückhaltend. Sie erzählt ihre Geschichte als Hebamme und alleinerziehende Mutter. Neben ihr lesen wir die Geschichte aus noch zwei Perspektiven: Die ihrer späteren Anwältin Kennedy und die des rassistischen Ehemanns Turk. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Denn so gern ich auch die rechtlichen Hintergründe und Unsicherheiten von Kennedy interessierte – so schockierten mich die widerlichen Gedanken von Turk. Aber eins muss man Jodi Picoult lassen: Sie hat alle drei Personen so realistisch und authentisch dargestellt. Im Nachwort erklärt sie, dass sie viele Menschen im Vorfeld getroffen hat. Und dass sie sich auch lange davor gesträubt hat aus der Sicht einer dunkelhäutigen Person zu schreiben, weil sie es einfach nicht wissen kann als weiße Frau. Doch sie wurde ermutigt diese aufrüttelnde Geschichte zu schreiben. Und ich bin sehr froh, dass sie es getan hat! Ich finde sie hat es gut geschafft, ein Bewusstsein für Rassismus zu schaffen. Allein die Darstellung, was Ruth im Alltag passiert. Wie anders ihre Chancen sind, oder die ihres Sohnes. Wie sie in Schubladen gesteckt wird, allein wegen ihrer Hautfarbe. Die Gedanken von dem Rassisten Turk sind abstoßend und total plemm plemm – aber das schlimmste daran ist: Es gibt mit Sicherheit SO viele Menschen, die tatsächlich so einen Mist denken und glauben. Zu viel will ich nicht verraten, doch auch aus seiner Sicht erfährt man noch so einiges und ihm geschehen Dinge, die ihn reflektierten lassen. Der gesamte Schreibstil gefiel mir sehr gut. Jodi Picoult schafft es, ihre Geschichte so authentisch wirken zu lassen, als basiere sie auf einer wahren Begebenheit. Der Perspektivwechsel ist so geschickt gewählt immer an den richtige Stellen. Die verschiedenen Sichtweisen gaben dem Roman zudem noch an Tiefe und dem Leser viel mit auf dem Weg. Zu Beginn passiert relativ viel, die Grundgeschichte und Ausgangssituation wird aufgebaut. Der Mittelteil ist ruhiger, wir verfolgen den Prozess und viele Gedankengänge. Wir lernen viel über Rassismus und den Alltag von Ruth. Zum Ende hin nimmt es wieder an Spannung auf, der große Showdown ist nichts für schwache Nerven. Ich bin echt begeistert, weil genau dieser Aufbau passt hervorragend zu der Geschichte. Man lernt viel über Rassismus, da dies das zentrale Thema ist. Aber auch lernt man über das amerikanische Rechtssystem, was teilweise ziemlich ungerecht ist. Zudem auch über Säuglinge und Hebammen – was ihre Leistung ist und wie erste Hilfe aussieht. Ich kann diesen Roman von Jodi Picoult nur empfehlen. Es ist grandios geschrieben und das Thema ist wirklich wichtig. Jeder sollte sich mit Rassismus beschäftigen, jeden geht es etwas an. Denn es nicht nur eine Geschichte, es ist Alltag. Dieser Roman kann als Augenöffner dienen. Fazit: Mit ihrem neuesten Roman “Kleine große Schritte” konnte mich Jodi Picoult voll und ganz überzeugen. Die Geschichte ist nicht ohne, doch lehrt sie viel über Rassismus, welcher noch lange nicht der Vergangenheit angehört. Mit interessanten und vielschichtigen Personen ausgeschmückt erzählt sie auf geschickte Art und Weise eine tragische Geschichten mit Höhen und Tiefen, aus der ich als Leser sehr viel für mich mitnehmen konnte. Das bleibt definitiv nicht mein letzter Roman von ihr und ich empfehle ihn definitiv weiter.

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