Leserstimmen zu
Kleine große Schritte

Jodi Picoult

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Klappentext: Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist … Meinung: Zu Anfang muss ich gestehen, dass ich das Buch abgebrochen habe. Nach dem ich von Jodi Picoult die Spuren von meiner Mutter gelesen habe, war ich hin und weg und habe lange überlegt ob ich ein weitere Buch von der Autorin lese oder nicht. Die Wahl fiel schließlich auf Kleine große Schritte, wie ihr seht. Ich habe mich riesig auf dieses Buch gefreut, weil es was komplett anderes ist und ein Thema aufgegriffen wird, das leider immer noch sehr präsent in unserer Welt ist. Zu Anfang war ich auch mitten in der Geschichte, war sofort gefangen und konnte es nicht beiseite legen aber dann stockte ich. Der Schreibstil brachte mich immer ins stolpern, ich stockte immer wieder beim Lesen und fand bald gar nicht mehr in die Geschichte rein. Auch der Wechsel mit den Personen war nach ein paar Seiten für mich schwer immer umzudenken, was mich zusätzlich ins stolpern brachte. Für mich war die Geschichte auch nach der Hälfte nicht mehr greifbar und ich wusste nicht mehr was die Autorin mir sagen möchte, ich habe es dann schließlich abgebrochen, weil ich mich mit dem Buch Seite für Seite immer mehr quälte. Ich finde es sehr schade, dass mein zweites Buch von Jodi Picoult nicht den gewünschten Effekt hatte, den ich mir erhofft hatte. Ich hätte mir mehr bei diesem Buch gewünscht, noch mehr Tiefe, ja es ist ein heikles Thema aber leider kam es für mich nicht richtig rüber. Sehr schade, ich mochte die Spuren meiner Mutter sehr gerne und habe heute noch meine Eindrücke, die ich nie vergessen werde. Vielleicht habe ich mich auch zu sehr darauf versteift und hatte zu hohe Erwartungen, aber leider konnte mich dieses Werk von ihr nicht überzeugen. Mein Fazit: Ich werde erst mal keine weiteren Werke von der Autorin lesen, ich habe eine weitere Leseprobe zu einem anderen Buch gelesen und auch dieses konnte mich leider nicht überzeugen. Sehr schade.

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Mit "Kleine große Schritte" ist Jodi Picoult einmal mehr ein Meisterwerk der zum Nachdenken anregenden Literatur gelungen. In diesem Roman widmet die Autorin sich dem alltäglichen Rassismus, den wir bewusst oder unbewusst ausleben. Versinnbildlicht wird dies durch die Afroamerikanerin Ruth Jefferson. Die Handlung könnte aber im Grunde in jedem x-beliebigen Land spielen und die das "Opfer" könnten Einwanderer oder Flüchtlinge sein. Ruth Jefferson arbeitet bereits seit Jahren auf einer Säuglingsstation, als ein Elternpaar plötzlich verlangt, dass sie nicht ihre neugeborenen Sohn berühren darf weil sie farbig ist. Die Klinikleitung gibt der Aufforderung der Eltern nach. Und dann kommt es zu einer Notsituation: Ruth ist alleine auf der Station, als das Baby aufhört zu atmen. Ruth widersetzt sich daraufhin der Anweisung und versucht das Baby vergeblich zu retten. Die Eltern des Jungen klagen sie daraufhin an den Tod des Babys verschuldet zu haben. Der Roman begleitet die Geschehnisse rund um die Notfallsituation und des anschließenden Prozesses, der sowohl für die Haupt-, als auch für die Nebenfiguren mit vielen Emotionen verbunden ist. Dabei wird die Handlung immer wieder wechselt aus unterschiedlichen Perspektiven, u.a. von Ruth, ihrem Sohn, ihrer Verteidigerin und den Eltern des Jungen. Dadurch erhält man einen sehr guten Einblick in die Gedankenwelten der Figuren und die Geschehnisse werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Jodi Picoult gelingt es die unterschiedlichen Perspektiven nahezu wertfrei wiederzuspiegeln und ihnen dabei auf bemerkenswerte Weise dennoch ihre jeweilige Berechtigung zu geben. Die Handlung beleuchtet die Auswirkungen der persönlichen Einstellungen der Figuren und zeigt, dass das Leben nicht nur schwarz und weiß ist. Sie hält einem beim Lesen einen Spiegel vor Augen und regt zum Nachdenken über die persönliche Einstellung an. Auch wenn man sich, wie ich, nicht für rassistisch hält, merkt man beim Lesen dennoch, dass man selbst auch wieder Alltagssituationen erlebt, bei denen man vollkommen unbewusst anderen Personen nicht vollkommen wertneutral gegenüber tritt, sondern ihnen ungewollt mit Vorbehalten gegenüber tritt und sie so automatisch anders behandelt. Der Schreibstil des Romans ist mehr als emotional. Er geht einem sehr zu Herzen, so dass man an der ein oder anderen Stelle verweilt und ins Grübeln gerät. Die Ereignisse und die Gedanken der Figuren sind sehr lebensnah geschildert, so dass man beim Lesen das Gefühl hat real vor Ort zu sein. Durch eine sehr bildhafte Sprache fällt es einem leicht sich in die Figuren hineinzuversetzen. Und auch wenn man nicht alle Handlungen der Figuren gut heißen kann, kann man diese dennoch nachvollziehen. Fazit: "Kleine große Schritte" von Jodi Picoult ist eins meiner Lesehighlights der Autorin! Jodi Picoult zeigt den Lesern ihren unbewussten Alltagsrassismus auf und regt einen zum Nachdenken an! Für mich ist dieser Roman ein unbedingter Lesemuss! Note: 1 (💗💗💗💗💗)

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Es geht um Ruth Jefferson, eine der besten Hebammen im Mercy-West-Haven, Turk und Brittany Bauer, die im Mercy-West Eltern werden und ihr Kind verlieren und Kennedy, die Anwältin von Ruth. Turk und Brittany sind der Meinung, dass nur die weiße Rasse zählt und verbieten Ruth dem Umgang mit ihrem Neugeborenen, Davis. Durch diese Entscheidung wird Ruth von ihrem Dienst an Davis entbunden, findet sich wenig später jedoch wieder mit ihm allein in einem Raum vor. Und dann passiert, was passieren musste - der Zustand von Davis verschlechtert sich drastisch und jede Hilfe kommt zu spät. Turk und seine Frau sind, verständlicherweise, am Boden zerstört aber ebenso wollen Sie Rache. Und zwar nicht am Krankenhaus, sondern an einer Person - Ruth. In der Erzählweise wechselt Jodi Picoult immer zwischen den 3 Hauptcharakteren, was schön ist, da wir so das Thema aus verschiedenen Perspektiven erleben. Worum es geht ist klar: Rassismus. Und Jodi Picoult ist nicht zaghaft, sondern ist ziemlich direkt.

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Seit 20 Jahren arbeitet Ruth Jefferson als Hebamme und Säuglingskrankenschwester im Mercy-West Haven Hospital. Als der Vater des Neugeborenen David sich beschwert, wird Ruth der Umgang mit dem Kind untersagt, da die rassistischen Eltern nicht wollen, dass eine Afroamerikanerin ihr Baby anfasst. Als Ruth Jefferson, aufgrund einer Krisensituation, mit David alleine ist und dieser, genau in diesem Moment, um sein Leben kämpft, gerät sie in einen Gewissenskonflikt. Soll sie ihren Job oder vielleicht, durch unterlassene Hilfeleistung, den Tod des Babys riskieren? David stirbt, obwohl Ruth eingreift, woraufhin diese als Mörderin angeklagt wird. In dem Buch "Kleine große Schritte" von Jodi Picoult, schildert nicht nur Ruth die Geschichte aus ihrer Sicht, sondern auch ihre Anwältin Kennedy und der Vater des Babys, Turk Bauer, kommen zu Wort. Dadurch beschreibt die Autorin sowohl die Gefühlslage aller 3 Protagonisten, als auch den Prozess, mit ihrem einzigartigem Schreibstil, sodass man die ganze Zeit mitfiebert und mitfühlt. Das Thema Rassismus ist, noch immer, aktuell und es ist erschreckend, wie realistisch die Geschichte des Buches ist. Vor allem der Alltagsrassismus, der innerhalb der Gerichtsverhandlung, unter den Teppich gekehrt werden soll, ist brisant und lässt einem beim Lesen immer wieder grübeln. "Kleine große Schritte" ist ein spannendes, hoch aktuelles Buch, welches einen, durch den Schreibstil von Jodi Picoult, von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Daher gibt es von mir eine definitive Leseempfehlung!

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Ruth Jefferson ist die einzige schwarze Hebamme in dem Krankenhaus, in dem sie arbeitet und eigentlich war das nie ein Problem für sie und ihre Kollegen. Als sie dann jedoch das Baby eines rassistischen Ehepaars untersucht und dieses ihr untersagt, in die Nähe ihres Kindes zu kommen, ändert sich die Situation. Durch einen unglücklichen Zufall ist Ruth alleine auf der Station, als das Neugeborene plötzlich keine Luft mehr bekommt – entgegen der Anweisungen entscheidet Ruth sich, dem Baby zu helfen, doch ihre Hilfe kommt zu spät und Ruth wird für den Tod des Neugeborenen verantwortlich gemacht… Was ist Rassismus – und wo fängt er an? Die Antwort auf diese Frage scheint auf den ersten Blick einfacher zu sein, als sie es tatsächlich ist; die vielen Facetten von Rassismus sind jedoch oft viel näher an der eigenen Wahrnehmung, als man glaubt oder es sich wünschen würde. Wenn Jodi Picoult mit „Kleine große Schritte“ etwas beweist, dann ist es das: wir sehen und erkennen Rassismus, wenn er extrem ist – unseren eigenen Alltagsrassismus nehmen wir jedoch kaum als solchen wahr. An dieser Einstellung möchte Picoult mit ihrem Roman etwas verändern und weiße Menschen für die Thematik sensibilisieren und darauf aufmerksam machen; so ist das Buch auch merklich an eine weiße Zielgruppe gerichtet. Doch besonders in dieser Hinsicht hat der Roman einige kleine Probleme – viele liegen in der Übersetzung begründet, manche in der Verwendung von Stereotypen und Handlungskonstrukten. Zunächst muss an dieser Stelle die Übersetzungsproblematik genannt werden, die zwar schon oft behandelt wurde, jedoch nicht ungenannt bleiben darf. Als Anti-Rassismusroman werden in der deutschen Übersetzung meiner Ausgabe (ich weiß nicht, inwiefern neuere Ausgabe dementsprechend angepasst wurden) rassistisch geprägte Begriffe aus der Kolonialzeit verwendet, die dem Inhalt des Buches definitiv widersprechen: neben der Bezeichnung „Farbige/r“, kommt auch das Wort „Rasse“ immer wieder vor. Insbesondere in der schnelllebigen Zeit des Internets, hätten solche Fehler durch einfaches recherchieren von vorne herein verhindert werden können, um Leser des Buches auch sprachlich zu sensibilisieren. Plakativ, aber wirksam Natürlich bedient Picoult in „Kleine große Schritte“ Klischees und Stereotypen, sodass viele Szenen plakativ und konstruiert wirken, allerdings ist es wohl auch genau das, was letztlich aufrüttelt. Die vielen Kommentare, Sätze und Aussagen, die den Alltagsrassismus darstellen, sollen den Leser über eigene Aussagen grübeln lassen, sollen dafür sorgen, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und sich deutlich zu machen, dass Rassismus klein anfängt. In diesem Sinne empfinde ich Picoults Umsetzung durchaus als gelungen, auch wenn sie nicht unbedingt die dreidimensionalsten Figuren erschafft. Weit problematischer wird es da schon eher mit konstruiert wirkenden Szenen, insbesondere die am Ende des Buches, die überzogen und unrealistisch wirken. Selbst ein so umfangreiches Buch wie dieses, kann solch komplexe Themen nicht so verarbeiten, wie es nötig wäre. Trotz der vielen kritischen Anmerkungen hat mir „Kleine große Schritte“ gefallen – es liest sich schnell und mitreißend, ist spannend und fesselnd erzählt. Auch die Szenen vor Gericht, die wohl eine Art Markenzeichen für Jodi Picoults Bücher sind, haben mich gut unterhalten können. Die Figuren, wenn auch meist sehr stereotypisch, wachsen dem Leser ans Herz und lassen ihn mitfiebern, hoffen und wütend werden, ob der Ungerechtigkeit. „Kleine große Schritte“ ist kein perfektes, aber ein wichtiges Buch. Eines, das einen ersten, kleinen großen Schritt in die richtige Richtung gehen möchte und Probleme verdeutlicht und thematisiert. Eines, das eine spannende Geschichte mit einer relevanten Botschaft erzählt und insbesondere eine weiße Zielgruppe anspricht und für das Thema Rassismus sensibilisieren möchte. Liest man das Buch kritisch und differenziert, wird man definitiv etwas für sich mitnehmen können.

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Klappentext Ruth Jefferson gehört zu den besten und erfahrensten Säuglingsschwestern des Mercy-West Haven Hospitals in Connecticut. Als sie eines Tages ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern des Babys gehören einer rechtsradikalen Vereinigung an und wollen nicht, dass eine Schwarze ihr Kind anfasst. Doch als Ruth einmal allein in der Säuglingsstation Dienst hat und der Junge eine Atemnot erleidet, gerät sie in ein moralisches Dilemma. Darf sie sich der Weisung widersetzen und dem Kind helfen? Nach kurzem Zögern folgt sie ihrem Gewissen - aber für den Jungen kommt jede Hilfe zu spät. Und es wird noch schlimmer: Der Vater verklagt Ruth, schuld am Tod des Babys zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eins offenbart: den Selbstbetrug, dem die moderne westliche Welt unterliegt, indem sie den unterschwelligen täglichen Rassismus verleugnet ... Einstieg ins Buch Das Wunder ereignete sich an der West 74th Street, in dem Haus, in dem Mutter arbeitete. ... Meine Meinung Ruth ist eine der besten Hebammen am Mercy-West Haven Hospital in Connecticut und seit über zwanzig Jahren im Dienst. Eines Tages wird ein Baby geboren, dessen Eltern überzeugte Rassisten sind. Sie wünschen nicht, dass ihr Baby noch einmal von Ruth oder einer Hebamme mit ihrer Hautfarbe, angefasst und behandelt wird. Ruth ist die einzige afroamerikanische Hebamme im Hospital und fühlt sich diskriminiert, als die Klinikleitung dem Wunsch der Eltern nachkommt. Als es bei dem kleinen Jungen nach einem einfachen Eingriff zum plötzlichen Atemstillstand kommt, ist nur Ruth in seiner Nähe. Sie versucht ihr Bestes, doch es reicht nicht um den jungen Davis zu retten. Kaum ein paar Tage alt, stirbt der Junge unter den Händen der erfahrenen Hebamme. Doch die Eltern des Jungen glauben nicht an einen plötzlichen Tod. Sie geben Ruth die Schuld und beschimpfen sie als Mörderin. Ruth wird festgenommen und ein zermürbender, nervenaufreibender Prozess beginnt. Nicht gegen das Hospital und auch nicht gegen die Ärzte, die das junge Leben nicht retten konnten. Nur gegen die einzige schwarze Hebamme, die zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort war. Dieses Buch reflektiert und kritisiert die amerikanische Bevölkerung. Und dennoch kann man die Verhaltensweisen, sowie die Denkmuster auf jedes Land und auf alle Menschen projizieren.  Es geht um die altbekannte Rassenfrage - weiß gegen schwarz. Jodi Picoult hat dieses Thema nicht mit Samthandschuhen angefasst, sondern geht ganz direkt auf das Thema ein. Sie behält sich trotz des schweren Themas einen Schreibstil bei, der flüssig zu lesen ist. Indem sie den Alltag von Ruth erzählt, die immer hart gekämpft hat und erfolgreich war, die gut in dem ist, was sie tut, die trotzdem demütig und dankbar ist und nur das Beste für ihren Sohn möchte, öffnete sie mir die Augen für die Selbstverständlichkeiten, mit denen Weiße durch die Welt gehen. Denn trotz ihrer harten Arbeit musste Ruth sich gegen Hass und Vorurteile durchsetzen, die seit über 400 Jahren in den Köpfen der Menschen verankert sind. Und das jeden Tag! Turk und Brittany Bauer, die Eltern des kleinen Davis dagegen, sinnen nur auf Rache und brauchen einen Schuldigen, um ihre Wut und Trauer an ihm auslassen zu können. Sie standen schon immer für die weiße Rasse und sehen sich jetzt bestätigt, als eine schwarze Hebamme ihr Kind tötet. Ich konnte ihren Hass auf die ganze Welt förmlich spüren. Kennedy ist die Pflichtverteidigerin von Ruth und versucht alles, um einen Freispruch für ihre Klientin zu erwirken. Doch am Ende kommt alles ganz anders, als sie es erwartet hat. Ich bin begeistert von diesem Charakter, weil sie die Chance ergreift, sich selbst zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Besonders spannend fand ich hier, dass die Autorin immer wieder zwischen den einzelnen Perspektiven gewechselt hat und ich als Leser immer direkt in die Gedankenwelt der einzelnen Figuren eintauchen konnte. Dass es im 21. Jahrhundert immer noch Rassismus gibt überrascht nicht. Doch, dass viel zu wenig dagegen getan wird und viel zu wenig hinterfragt wird in unserer zivilisierten Welt, überrascht doch ein bisschen. Dieses Buch öffnete mir die Augen auch passiven Rassismus zu erkennen, z. B. dass ein Bettler mit weißer Hautfarbe öfter ein bisschen Geld zugeschoben bekommt, während um den schwarzen Bettler vorsichtshalber ein weiter Bogen gemacht wird. Wenn wir alle in unserem Alltag auf kleine Anzeichen achten und uns selbst mal vor Augen führen, warum wir nicht hinterfragen und viele Dinge als selbstverständlich hinnehmen weil wir, die Weißen, immer noch privilegiert sind, können wir unsere Verhalten ändern und die Welt in kleinen Schritten, die für andere aber ganz groß sind, etwas besser machen. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gemacht und an manchen Stellen war ich wütend, manchmal sehr traurig, oft demütig bei Stellen, die mich meiner selbst reflektieren ließen und ab und zu bekam ich eine Gänsehaut. Emotional hat mich dieses Buch und dieses Thema sehr gepackt und es hat mir wieder einmal eins verdeutlicht: Rassismus geht uns alle etwas an! Vielen Dank an das Team vom bloggerportal für dieses  Rezensionsexemplar! Zitat Als Christina meine Hand hielt und Ms. Mina die Hand meiner Mutter hielt, gab es einen Moment - einen Herzschlag, einen Atemzug lang -, in dem alle Unterschiede in Ausbildung, Vermögen, und Hautfarbe verpufften wie Luftspiegelungen in der Wüste. Wo wir alle gleich waren und es nur eine Frau gab, die einer anderen half. (Seite 13) Fazit Ein mutiger Roman, der den Leser zur Selbstreflektion anregt und einen passiven Rassismus offen legt, der jeden Tag selbstverständlich zur Kenntnis genommen wird. Von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Erster Satz: "Das Wunder ereignete sich an der West 74th Street, in dem Haus, in dem Mutter arbeitete." Meine Meinung: Jodi Picoult war mir durch die Buchverfilmung "Beim Leben meiner Schwester" und durch ihre Medienpräsenz bekannt. Gelesen habe ich von ihr bis dato noch kein Buch und war daher neugierig auf ihren Schreibstil und wollte nachvollziehen, warum viele meiner Freunde von der Autorin so begeistert sind. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich die Schwärmerei verstehen und teile die neu gefundene Begeisterung. Ruth Jefferson ist Hebamme seit über 20 Jahren im Mercy-West Haven Bezirkskrankenhaus und kümmert sich liebevoll um die Paare und ihren Babys. Als sie bei der Schichtübergabe die Familie Bauer übernimmt und den kleinen Davis versorgen will, wird ihr von den Eltern verboten, sich dem Kind zu nähern. Der einzige Grund dafür ist - Ruth ist eine Afroamerikanerin und die Eltern sind Rechtsextremisten. Ruth gerät während einer Doppelschicht in einen Gewissenskonflikt, als sie bemerkt, dass der kleine Davis Probleme mit der Atmung hat. Darf sie ihm helfen, obwohl sie die Anweisung hat, das Kind nicht anzufassen? Letztendlich verstirbt der Junge und Ruth findet sich auf der Anklagebank wegen Mordes. Der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit beginnt ... Diese Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und die ersten Szenen waren schockierend und Fassungslosigkeit machte sich in mir breit. Mir fehlten die Worte, um auszudrücken, was ich in dem Moment fühlte, als Ruth Jefferson verboten wurde, das Kind weiterhin zu betreuen. Und als Davis anschließend verstarb, seine Eltern die Hebamme dafür verantwortlich machen. Alles was danach passierte, stimmte mich nachdenklich und es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen - besonders nachdem der Prozess begonnen hatte. Von da an, saß ich nägelkauend in meinem Sessel und schlotterte vor Angst vor dem bevorstehenden Urteil. Jodi Picoult entführte mich in eine hervorragend recherchierte Story, die nicht lebendiger hätte geschrieben werden können. Aus verschiedenen Blickwinkeln wurden die Charaktere Ruth, Kennedy und Turk in der Ich-Perspektive geschrieben, und ich erhielt dadurch einen tief schürfenden Einblick der Protagonisten. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und mitfühlen. Ruth verzauberte mich mit ihrer liebevollen Art und ihrer Leidenschaft zu ihrem Beruf als Hebamme. Mit vollem Körpereinsatz und Liebe erzählt sie aus ihrem Alltag und der Vergangenheit, oder beschrieb ihr Leben als Schwarze - was wahrlich nicht ganz einfach war und mir nahegegangen ist. Turk und Brittany sind Rechtsextremisten und berichteten über ihre brutalen Aktionen gegen die Schwarzen, Asiaten und Schwulen, die mich schockierten. Beide sind aufgrund ihrer Vergangenheit auf die rassistische Schiene gerutscht, aus der es schwer zu entkommen war, was keine Entschuldigung für ihr Tun sein soll. Eine erschütternde Tat jagte die Nächste und einige Male hielt ich während des Lesens inne, weil ich es nicht begreifen konnte, wie viel Hass in einem Menschen heranreifen kann, der zu solchen Übeltaten fähig ist. Im Mittelteil des Buches zog es sich kurzzeitig etwas, was aber nicht uninteressant war. Zum Prozessbeginn stieg die Spannung atemberaubend an und erreichte seinen Höhepunkt. Ich dachte, schlimmer kann es nicht mehr werden, doch die Ereignisse überschlugen sich und Jodi Picoult schaffte einen grandiosen Abschluss, denn ich so nicht erwartet hätte. Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich danke Jodi Picoult für diese Story, die mir den Atem geraubt hat, mich zu Tränen berührte und mir zahlreiche Denkanstöße bescherte. "Kleine große Schritte" wird übrigens verfilmt mit den Schauspielern Julia Roberts und Viola Davis. Ich möchte noch betonen, dass der Ausdruck "Schwarze" Teil des Buches ist und ich deshalb diesen Wortlaut verwendet habe. Für mich gibt es keine Unterschiede, ob ein Mensch nun hell, dunkel, gelb oder mischfarbig ist. Für mich ist jeder Mensch besonders und einzigartig, egal welche Hautfarbe oder Herkunft er hat. Fazit: "Kleine große Schritte" von Jodi Picoult erzählt über Rassendiskriminierung, Gerechtigkeit und über Veränderungen. Eine bewegende und spannende Geschichte über ein aktuelles Thema, was mich fassungslos aber auch nachdenklich stimmte. ~ berührend ~ fesselnde und authentische Story ~ hervorragend recherchiert ~ Eine absolute Leseempfehlung!

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Jodi Picoult war mir durch die Buchverfilmung "Beim Leben meiner Schwester" und durch ihre Medienpräsenz bekannt. Gelesen habe ich von ihr bis dato noch kein Buch und war daher neugierig auf ihren Schreibstil und wollte nachvollziehen, warum viele meiner Freunde von der Autorin so begeistert sind. Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich die Schwärmerei verstehen und teile die neu gefundene Begeisterung. Ruth Jefferson ist Hebamme seit über 20 Jahren im Mercy-West Haven Bezirkskrankenhaus und kümmert sich liebevoll um die Paare und ihren Babys. Als sie bei der Schichtübergabe die Familie Bauer übernimmt und den kleinen Davis versorgen will, wird ihr von den Eltern verboten, sich dem Kind zu nähern. Der einzige Grund dafür ist - Ruth ist eine Afroamerikanerin und die Eltern sind Rechtsextremisten. Ruth gerät während einer Doppelschicht in einen Gewissenskonflikt, als sie bemerkt, dass der kleine Davis Probleme mit der Atmung hat. Darf sie ihm helfen, obwohl sie die Anweisung hat, das Kind nicht anzufassen? Letztendlich verstirbt der Junge und Ruth findet sich auf der Anklagebank wegen Mordes. Der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit beginnt ... Diese Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und die ersten Szenen waren schockierend und Fassungslosigkeit machte sich in mir breit. Mir fehlten die Worte, um auszudrücken, was ich in dem Moment fühlte, als Ruth Jefferson verboten wurde, das Kind weiterhin zu betreuen. Und als Davis anschließend verstarb, seine Eltern die Hebamme dafür verantwortlich machen. Alles was danach passierte, stimmte mich nachdenklich und es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen - besonders nachdem der Prozess begonnen hatte. Von da an, saß ich nägelkauend in meinem Sessel und schlotterte vor Angst vor dem bevorstehenden Urteil. Jodi Picoult entführte mich in eine hervorragend recherchierte Story, die nicht lebendiger hätte geschrieben werden können. Aus verschiedenen Blickwinkeln wurden die Charaktere Ruth, Kennedy und Turk in der Ich-Perspektive geschrieben, und ich erhielt dadurch einen tief schürfenden Einblick der Protagonisten. Ich konnte mich in sie hineinversetzen und mitfühlen. Ruth verzauberte mich mit ihrer liebevollen Art und ihrer Leidenschaft zu ihrem Beruf als Hebamme. Mit vollem Körpereinsatz und Liebe erzählt sie aus ihrem Alltag und der Vergangenheit, oder beschrieb ihr Leben als Schwarze - was wahrlich nicht ganz einfach war und mir nahegegangen ist. Turk und Brittany sind Rechtsextremisten und berichteten über ihre brutalen Aktionen gegen die Schwarzen, Asiaten und Schwulen, die mich schockierten. Beide sind aufgrund ihrer Vergangenheit auf die rassistische Schiene gerutscht, aus der es schwer zu entkommen war, was keine Entschuldigung für ihr Tun sein soll. Eine erschütternde Tat jagte die Nächste und einige Male hielt ich während des Lesens inne, weil ich es nicht begreifen konnte, wie viel Hass in einem Menschen heranreifen kann, der zu solchen Übeltaten fähig ist. Im Mittelteil des Buches zog es sich kurzzeitig etwas, was aber nicht uninteressant war. Zum Prozessbeginn stieg die Spannung atemberaubend an und erreichte seinen Höhepunkt. Ich dachte, schlimmer kann es nicht mehr werden, doch die Ereignisse überschlugen sich und Jodi Picoult schaffte einen grandiosen Abschluss, denn ich so nicht erwartet hätte. Dieses Buch wird mir noch lange in Erinnerung bleiben und ich danke Jodi Picoult für diese Story, die mir den Atem geraubt hat, mich zu Tränen berührte und mir zahlreiche Denkanstöße bescherte. "Kleine große Schritte" wird übrigens verfilmt mit den Schauspielern Julia Roberts und Viola Davis. Fazit: "Kleine große Schritte" von Jodi Picoult erzählt über Rassendiskriminierung, Gerechtigkeit und über Veränderungen. Eine bewegende und spannende Geschichte über ein aktuelles Thema, was mich fassungslos aber auch nachdenklich stimmte. ~ berührend ~ fesselnde und authentische Story ~ hervorragend recherchiert ~ Eine absolute Leseempfehlung!

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