Leserstimmen zu
Die Nacht des Feuers

Daniel Arenson

Drachenlied-Trilogie (3)

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Ich habe wirklich daran geglaubt, dass diese Reihe noch die Kurve kriegt. Ich habe wirklich daran geglaubt, dass ich eine Geschichte über Drachen mögen muss. Aber Arenson hat mich eines Besseren belehrt. Nach 180 von 320 Seiten lege ich das Buch nun frustriert zur Seite. Wie schon in Teil 2 gibt es nur noch Gemetzel, Tod, Qualen und Ekel. Waren es in Teil 2 die säurespeienden Wyvern, die den Leser seitenweise gelangweilt haben, sind es in diesem Abschlussband die Nephilim – Ausgeburten aus der Verbindung von Dämonen und menschlichen Müttern - , die mich zur Verzweiflung getrieben haben. Bis zu diesem Punkt im Buch habe ich ausgiebig eingebläut bekommen, dass Drachen Feuer speien und ihre nichtswürdigen Gegner verbrennen, dass Nephilim meilenweit gegen den Wind einen Gestank nach Verwesung verbreiten und nichts lieber wollen, als „Drachenblut trinken, ihr Knochenmark saugen, ihre Innereien lutschen“. Ja, Herr Arenson, ich habe es verstanden! Aber es war einfach 20-30-mal zuviel in dieser Geschichte erwähnt. Selbst wenn die Story noch eine Wende erfahren sollte und wider jede Logik (zehntausende Nephilim gegen eine Handvoll Drachen….) ein Happy End finden, will ich es einfach nicht mehr wissen. Wobei die Frage ist, ob es wirklich ein Happy End wäre, wenn die Drachen am Ende doch noch triumphieren… schließlich wollen auch sie nichts anderes mehr als verbrennen, töten und vernichten… Damit ihr eine Ahnung davon bekommt, was ich meine, schreibe ich hier mal drei Zitate auf, die alle von der besagten Seite 180 stammen, an der ich das Buch abgebrochen habe. „Der Gestank drang mit ebensolcher Gewalt in seine Nase, wie die Dämonen in die Menschenfrauen eingedrungen waren.“ „… und der Gestank nach Blut und Verwesung waberte so heftig durch die Luft, dass Elethor würgen musste.“ „Ihre verfaulten Brüste hingen schlapp wie Beutel mit saurer Milch herunter.“ Und je länger ich hier schreibe, umso klarer wird mir, dass ich für diesen dritten Band nicht mehr als 1 Stern geben kann. Und selbst der ist umstritten, denn den gebe ich für das Cover, das wohl nie gedruckt werden wird. Ich glaube, der Verlag hat sehr wohl gewusst, warum dieser dritte Band nur als eBook aufgelegt wurde. Mein Jahresflop gleich zum Jahresanfang – dann kann es ja nur noch besser werden ;) Schade um die Story, denn Teil 1 hatte wirklich vielversprechend begonnen. Fazit: Wenn dem Autor nichts mehr bleibt als Variationen von Tod, Qual und Verwesung, können auch Drachen die Geschichte nicht mehr retten.

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