Leserstimmen zu
Die Monogramm-Morde

Sophie Hannah, Agatha Christie

Agatha-Christie-Krimis (1)

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Obwohl sich der bekannte und gefürchtete Ermittler Hercule Poirot ein bisschen Ruhe und Zurückgezogenheit gönnen möchte, passieren während seiner Auszeit in London drei Morde, in deren Ermittlung er sich letztendlich doch noch einmischt. Er kann es eben nicht lassen... Es viel mir nicht ganz leicht, in diese Geschichte hineinzufinden. Denn, wo Hercule Poirot drauf steht, sollte auch Hercule Poirot drin sein. Als großer Agatha Christie - Fan war ich hier leider etwas enttäuscht. Eine neue Geschichte, eine neue Autorin, ein neuer Poirot, der nicht ganz den Charme und die Schrulligkeit des alten aufweist. Der Fall entfaltet sich und wird interessant, auch wenn Poirot mir nicht so leicht und locker vorkommt, wie ich ihn in Erinnerung habe. Er ist mir etwas zu forsch und zu pro-aktiv. Dagegen erscheint der Polizist Edward Catchpool wieder zu naiv und anfängerhaft. Auf die Dauer fing er an, mich mit seiner Unfähigkeit etwas zu nerven. Der Plot ist recht gut konstruiert. Es gibt jedoch einige Begebenheiten, die unnötige Längen aufweisen, die, wenn sie kürzer gefasst worden wären, der Story nicht geschadet hätten. Im Gegenteil! Die Auflösung des Kriminalfalls fand ich ein bisschen zu konstruiert. Sie kommt lange nicht an die von "Krimiqueen" Agatha Christie ran. Während man bei ihr am Ende einen echten "AHA"-Effekt erlebte, hatte ich hier einen Verdacht, der sich zum Schluss hin bestätigte. So ging mir das "Sahnehäubchen", auf das man sich am Ende freut, etwas zu früh verloren. Zum Hörbuch: Wanja Mues wertet die Geschichte eindeutig auf! Mit seiner Stimme schafft er eine angenehme Atmosphäre und verleiht den jeweiligen Figuren ihren ganz eigenen Charakter. Dieses Buch ist auf jeden Fall als Hörbuch zu bevorzugen! Fazit: Eine nette Kriminalstory, die mit einem anderen Ermittler vielleicht sogar viel besser gewirkt hätte, da man als Leser vorab keine (vielleicht überzogene) Erwartungshaltung an sie gestellt hätte.

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Meisterdetektiv Hercule Poirot, mittlerweile im wohlverdienten Ruhestand, kann doch nicht ganz ohne das Kriminalisieren leben, denn anscheinend folgt ihm das Verbrechen auf dem Fuß. Eigentlich wollte er, ganz inkognito, eine Weile in London leben und abends, ohne gleich erkannt zu werden, schön essen gehen doch dann erstürmt eines Tages eine junge Frau das Lokal, in dem Poirot es sich gerade gemütlich gemacht hat. Die Frau ist so aufgewühlt, dass sich der Meisterdetektiv Gedanken macht und natürlich kommt es letztendlich so, wie es kommen soll- die Frau vertraut sich ihm an und schon kurz darauf befindet sich Poirot wieder einmal inmitten eines undurchsichtigen Falles. Die Frau verschwindet spurlos, so dass der Belgier bereits das Schlimmste annehmen muss, denn sie hatte ihm anvertraut, dass sie bereits im Visier eines Mörders sei und bald ermordet werden würde, ihr wäre also nicht mehr zu helfen. Kurz darauf werden drei Menschen, getötet in einem Hotel aufgefunden und die verschwundene Frau scheint auf irgendeine Art und Weise in diese Morde verstrickt gewesen zu sein. Allerdings liegt die Vermutung nahe, dass sie mittlerweile das vierte Opfer des unbekannten Mörders geworden sein könnte. Edward Catchpool, der Ermittler dieses Falles steht vor einem Rätsel- wie gut jedoch, dass der polizeiliche Frischling in Hercule Poirot einen Meister seines Faches an seiner Seite hat, der ihn immer wieder auf die richtige Fährte bringt… Bereits von Kindesbeinen an liebe ich Agatha Christies Spürnasen wie Hercule Poirot oder Miss Marple und so war es für mich natürlich eine spannende Entdeckung, als ich erfuhr, dass die Erben Christies Sophie Hannah autorisiert haben, weitere Hercule Poirot Romane zu schreiben. In „Die Monogramm- Morde“, stellt die Autorin dem belgischen Detektiv nun einen neuen Partner zur Seite, der jedoch noch recht grün hinter den Ohren ist. Der Polizist Edward Catchpool, der die Geschichte aus seiner Sicht schildert, ist mir jedoch leider eine Spur zu mimosenhaft geraten. Zudem fehlte mir mehr detektivisches Gespür bei ihm. Im Gegensatz zu Poirot wirkt er leider nur, wie ein Grobmotoriker, der sich von Verdächtigen nur allzu leicht auf eine falsche Fährte locken lässt, was ich als sehr schade empfand. Natürlich ist Sophie Hannahs Hercule Poirot nicht mit Agatha Christies Poirot zu vergleichen, was ich jedoch nicht so schlimm fand, denn ich fühlte mich beim Hören des Hörbuches wunderbar von dem sehr undurchsichtigen Kriminalfall unterhalten. Besonders die Sprecherleistung Wanja Mues möchte ich an dieser Stelle hervorheben. denn in dialogreichen Momenten versteht es Wanja Mues richtig gut, den Akteuren seine Stimme zu leihen, indem er sie mal rauchig, mal dunkel oder auch eine Oktave höher klingen lässt, wenn er gar Dialoge von Frauen vorträgt. Hannahs Schreibstil ist gelungen; Mues‘ Art zu Lesen dazu so bildhaft und atmosphärisch, dass sich beim Hören schnell mein inneres Kopfkino einstellte. Die Autorin legt dazu gewisse Finten und Fährten, so dass man bei diesem “Who Done it- Krimi” auch sehr gut mit raten kann. Ab der Mitte des Hörbuchs entwickelte ich bereits eine Vermutung, wie alles womöglich ausgehen könnte, was mein Hörvergnügen jedoch nicht geschmälert hat. Zugegeben, der Kriminalfall zieht sich ab der Mitte ein wenig in die Länge und hätte vielleicht etwas gestraffter erzählt werden können, doch trotz dieses kleinen Kritikpunktes möchte ich für dieses unterhaltsame Hörbuch mit Nostalgiefaktor nicht weniger als 4 von 5 Punkten vergeben. Kurz gefasst: Hercule Poirot ist wieder da- Zu weiten Teilen unterhaltsamer Krimi, der besonders durch die, wie ich finde, herausragende Lesung von Wanja Mues, funktioniert.

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Hercule Poirot braucht ein wenig Abwechslung und mietet sich ein Zimmer in London um, wie er sagt, sein Gehirn ein wenig auslüften zu lassen. Doch dann geschehen im vornehmen Bloxham Hotel gleichzeitig 3 Morde und Poirot kann es sich nicht nehmen lassen, seinen jungen Freund, den Polizisten Edward Catchpool,bei den Ermittlungen zu unterstützen. Gemeinsam kommen sie einer irren Geschichte auf die Spur..... Ach war das herrlich. Ich liebe die Bücher von Agatha Christie und muss hier neidlos zugestehen, dass auch Sophie Hannah ihre Sache mehr als nur gut gemacht hat. Ihr ist es perfekt gelungen, den Charakter Poirots genau darzustellen und ihn wieder zum Leben zu erwecken. Genau wie Agatha Christie ist es Sophie Hannah geglückt, einen zuerst absolut undurchschaubaren Plot zu entwickeln und ihn nach und nach aufzulösen. Und ganz ehrlich? Ich hätte das Rätsel nicht lösen können und war voll und ganz auf Poirots Spürnase angewiesen. Das Hörbuch war keine Sekunde lang langweilig, was auch an dem genialen Sprecher, Wanja Mués, liegt, den ich vorher noch nicht kannte, der aber Poirots affektierte Art hervorragend darstellen konnte. Auch Sprach er alle Personen mit einer eigenen Stimme, so dass man immer sofort wusste, wer gerade etwas zu sagen hatte. Ich bin immer noch total begeistert und werde das Hörbuch mit Sicherheit noch ein paar mal anhören. Alleine Poirots Stimme zu lauschen ist ein Genuss. Ich hoffe wirklich sehr, dass Sophie Hannah noch weitere Fälle mit dem beliebten Belgier schreiben wird, denn sie macht das absolut großartig. Ich kann das Hörbuch nur jedem ans Herz legen und vergebe dafür 5 von 5 Punkte, eine Leseempfehlung und den Favoritenstatus. Das hat wirklich Spaß gemacht. © Beate Senft

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