Leserstimmen zu
Die Toten vom Djatlow-Pass

Alexej Rakitin

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„Ende der 50er verschwindet eine Gruppe junger Wanderer auf einer Tour durch die verschneite Landschaft rund um den Berg Kholat Syakhl spurlos. Erst Wochen späten werden ihre Leichen gefunden. Trotz umfangreicher Ermittlungen ist das Geheimnis um den heute sogenannten Djatlow-Pass noch immer nicht vollständig gelöst.“ Zum ersten hatte ich von der Djatlov Tragödie in einem Podcast erfahren. Zugegeben, da konnten natürlich nicht alle Fakten bearbeitet und erwähnt werden, und es wurde natürlich eher in eine Geschichte verpackt, als nur die Fakten an sich darzustellen. Vielleicht hat mich die Geschichte auch deswegen fasziniert. So was es also kein Wunder, dass ich mir „Die Toten Vom Djatlow-Pass“ unbedingt holen musste. Ich muss gestehen, dass es mir schwerviel in das Buch hineinzukommen. Was allerdings nicht am Buch selber lag, denn der Autor hat mit seinen Recherchen ganze Arbeit geleistet, aber ich bin Jemand, der eher selten Sachbücher liest und so musste ich mich erst an die unzähligen Fakten, die auf einen einprasseln, gewöhnen. Das Buch enthält sämtliche Details aller Autopsie Berichte und Ermittlungen und oft musste ich diese Fakten zweimal lesen um sie zu verstehen. Gebessert hat es sich allerdings, als es schließlich um die verschiedenen Theorien zum Unglückshergang drehte, die vom Autor alle samt wiederlegt wurden, bevor er schließlich seine eigene, nicht uninteressante, Theorie zu dem Mysterium um Igor Djatlow und seine Gruppe an Wanderern aufstellte. ( Wenn ich allerdings noch einmal den Satz „Darauf kommen wir noch zurück“ in jeglicher Form lese werfe ich irgendwas aus dem Fenster! ) Alles in allem kann ich Fans von True Crime dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen, da es sich in aller Sorgfalt mit einer Tragödie befasst, über die zwar viele Theorien aufgestellt wurden, von denen aber, selbst mit der Gründlichkeit des Autors, wirklich bewiesen wurde.

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Als ich kürzlich einen Bericht über die Toten vom Djatlow-Pass las, war meine Neugier geweckt. Ich wollte einem der letzten Geheimnisse des Kalten Krieges auf den Grund gehen und nach kurzer Internetrecherche habe ich das Sachbuch von Alexej Rakitin entdeckt, welches im Oktober 2018 beim btb Verlag erschienen ist. „Am 23. Januar 1959 brach aus Swerdlowsk eine Gruppe von zehn Wanderern auf. Sie wollten eine Skitour des dritten Schwierigkeitsgrads (damals der höchste) durch die Wälder und Berge des nördlichen Urals unternehmen. (Auszug aus „Die Töten vom Djatlow-Pass) Leider kamen die Wanderer nicht am Ziel an. Im Februar 1959 wurden schließlich die Leichen von neun jungen Wanderern an einem Gebirgspass gefunden. Sie wiesen zahlreiche kuriose Verletzungen auf. Merkwürdigerweise trugen die Wanderer keine Stiefel und waren radioaktiv verseucht. Bis heute sorgt der Tod der Wandergruppe für Spekulationen. In vielen wilden Theorien versuchte man die rätselhaften Ereignisse zu rekapitulieren. Alexej Rakitin trägt in seinem Buch alle Fakten akribisch zusammen, analysiert sie bis ins kleinste Detail und schlussfolgert daraus, was damals seiner Meinung nach wirklich passiert ist. Selbstverständlich begründet er seine Thesen umfangreich. Rakitin untersucht z.B. jede einzelne Verletzung der Wanderer genauestens, durchleuchtet alle Lebensläufe, zeigt Defizite bei den Ermittlungen auf, bezieht mögliche Geheimdienstaktivitäten ein, erzählt vom Abbau der Uranvorkommen und liefert Einblicke in die Herstellung von Atomwaffen. Im Buch befinden sich zahlreiche Fotografien und Dokumente, die zum besseren Verständnis beitragen. Aufgrund der Brisanz seiner Recherchen schreibt der Buchautor unter einem Pseudonym. Verlagsseitig wird damit geworben, dass sich dieses Buch wie ein „Politthriller aus den Wirren des Kalten Krieges“ liest. Diesem kann ich nur bedingt folgen. Für mich liest es sich wie ein 670 Seiten umfassender Forschungsbericht mit teilweise hoch wissenschaftlichen Erläuterungen. Manche Stellen musste ich zweimal lesen, um sie zu verstehen. Doch ich fand die Thematik so interessant, dass ich mich Seite für Seite durchgearbeitet habe. Ich musste mich sehr konzentrieren, um die Flut an Informationen aufzunehmen. Vermutlich gibt es keine aussagekräftigere Dokumentation über diese Thematik. Alexej Rakitin ist es gelungen, eine beeindruckende Enzyklopädie über „Die Toten vom Djatlow-Pass“ zu erstellen. Wer lesetechnisch eine Herausforderung sucht, wird hier sicher fündig.

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Es ist eines der letzten Geheimnisse des Kalten Krieges: 1959 werden die Leichen von neun Wanderern im Ural gefunden. Die fehlerhaften Ermittlungen führen zu einer Lösung: Tod durch Erfrieren. Doch Vieles spricht dagegen. In „Die Toten vom Djatlow-Pass“ (btb) beschreibt Aleksej Rakitin (Pseudonym) minutiös die Brisanz des Falles, der selbst 70 Jahre später noch viele Fragen aufwirft, und präsentiert eine neue Theorie, die erstmals alle Fundstücke und Fakten logisch zusammenführt. Es ist ein wahrer Krimi, den Rakitin in seinem fast 700 Seiten starken Buch präsentiert. Mit großer Sorgfalt rekonstruiert er die Ereignisse rund um den Februar 1959 und beleuchtet dabei die vielen unklaren Fakten, die bis heute vorliegen. Wieso wurden der Fundort und die Fundstücke so schlampig eingeordnet und festgehalten? Wieso wurde ein radiologischer Bericht eingefordert? Warum wiesen alle in der Gruppe so viele Verletzungen auf, die nicht nur durch das Erfrieren des Körpers hervorgerufen werden? Warum wurden die Toten auf zwei verschiedenen Friedhöfen bestattet? Rakitin wagt einen weiten Blick in die Machenschaften der Sowjetunion und widerlegt erst Stück für Stück andere Thesen, um dann zu seinem Ergebnis zu kommen, das hier der Spannung wegen nicht weiter erläutert werden soll. Es sei nur so viel gesagt: „Die Toten vom Djatlow-Pass“ lässt einen nicht enttäuscht zurück. Hin und wieder hätte sich der Autor zwar die Spitzen auf die „Laienforscher“ sparen können, doch das gleicht er durch die vielen detaillierten Kapitel zu den Umständen rund um den tragischen Tod der Gruppe aus. Wie ein Meisterdetektiv findet Rakitin zwischen den einzelnen Spuren die Zusammenhänge und fügt diese auf sinnvolle Weise zusammen. Er rekonstruiert in seinem Bericht so nicht nur den letzten Abend, sondern lenkt den Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Strukturen der damaligen Zeit. „Die Toten vom Djatlow-Pass“ ist ein spannendes erzählendes Sachbuch, das einen so schnell nicht mehr loslässt.

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Ausführliche Rezension unter: https://youtu.be/u5MEGuW8suo Ein höchst spannendes und lesenswertes Buch über ein Ereignis, dass durch seine Umstände bis heute für Spekulationen sorgt. Dem Autor gelingt es anschaulich, die Ereignisse nachvollziehbar zu rekonstruieren und seine Thesen darzulegen.

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Die Toten vom Djatlow-Pass ist in diverse Kapitel aufgeteilt, was die Übersicht auf jeden Fall erleichtert. Es beginnt mit einer sehr ausführlichen Vorstellung der Teilnehmer der Bergtour. Ihre Namen, ihre Stärken und Schwächen, ihr Verhältnis untereinander und ihre Zielsetzungen werden sehr akribisch untersucht und vorgestellt. Das kann manchmal ein bisschen schwierig sein, denn ich konnte mir z.B. die vielen russischen, und daher recht fremd klingenden, Namen nicht so gut merken. Den russischen Lesern dürfte das allerdings viel leichter gefallen sein :-) Unklare Auffindesituation Anschließend geht es weiter mit der Auffindesituation der Leichen, den gerichtsmedizinischen Unterlagen und den, nach heutigen, westlichen Standard, sehr lückenhaften Untersuchungen des gesamten Vorfalls. Man vergisst beim Lesen schnell, dass das alles schon mehr als fünfzig Jahre her ist und viel Untersuchungsmethoden einfach noch nicht entdeckt oder erforscht waren. Andererseits wollte man auch auf dieser Seite des eisernen Vorhangs manche Dinge gar nicht so genau wissen - diese Art der Ignoranz war leider nicht auf die russische Seite beschränkt. Verschwörungstheorien en masse Danach widmet sich Aleksey Rakitin sehr ausführlich den unzähligen Verschwörungstheorien die es um diesen Fall gibt. Dieser Teil war mir entschieden zu langatmig. Man muss nicht jede irre Theorie bis ins Kleinste darlegen und diskutieren, nicht jede Missetat des KGB aus der Mottenkiste hervorkramen und Spione gab und gibt es auf beiden Seiten. Damals genau wie heute. Aber ich schätze, er wollte sich dann auch nicht vorwerfen lassen, er habe auch irgendwas unterschlagen - aber trotz aller Längen, die dieser Teil hatte, war vieles auch hier wirklich spannend zu erfahren. Bilder einer fremden Welt Kapitelübergreifend mochte ich vor allem die vielen Bilder in diesem Buch. Es machte es mir einfacher, mir diese jungen Menschen noch lebend vorzustellen und Mitgefühl zu entwickeln. Auch die Bilder der Landschaft und Orte fand ich spannend. Ich war noch nie in Russland und konnte mir so viel besser vorstellen, so wie es damals dort ausgesehen hat. Sie vermitteln oft einen, wenn auch kleinen, Einblick in das Leben der Menschen dort zu dieser Zeit. Aleksey Rakitins Schlussfolgerungen zu den Geschehnissen klingen logisch und nachvollziehbar und ich neige dazu, ihm zu glauben. Aber natürlich kann ich das alles gar nicht überprüfen und muss mich da auf den Autor verlassen. Mein Fazit: Die Toten vom Djatlow-Pass ist eine spannende Spurensuche in der Vergangenheit. Trotz diverser, kleinerer Längen fand ich das Buch sehr spannend und aufschlussreich, man muss sich allerdings schon ein bisschen für Politik und jüngere Geschichte interessieren.

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Im Januar 1959 macht sich eine Gruppe von neun jungen Wanderern auf den Weg durch den eisigen Gebirgspass im Ural. Einen Monat später werden alle tot gefunden. Doch sie sind nicht nur einfach gestorben. Irgendetwas ist passiert, aber was? „Die Toten vom Djatlow Pass“ ist kein Roman, sondern eine Zusammenfassung und Überlegung über die Ereignisse dieser Wanderung. Zusammengefasst wurde das Ganze von dem Autor Aleksej Rakitin. Ich selbst muss gestehen, ich habe von dem Ereignis noch nie gehört. Ich bin also absolut voreingenommen in dieses Buch eingestiegen. Das Buch ist natürlich sehr umfassend, weil auch erst einmal alle Personen vorgestellt werden. Ich muss auch sagen, ich konnte nicht so schnell lesen und musste immer wieder zurück blättern. Ich konnte mir am Anfang schlecht die Namen merken. Das Werk ist sehr fesselnd geschrieben. Zwischendurch sind auch einige Originalbilder eingefügt, was ich sehr gut fand. Das Buch selbst umfasst 670 Seiten und ist sehr voll geschrieben. Da ich auch nicht jeden Tag daran lesen konnte, dauerte es seine Zeit, bis ich damit durch war. Ich fand das sehr positiv, denn durch solche Berichte sollte man nicht rennen, wie durch manchen Roman. Manche Punkte wurden vielleicht etwas zu ausführlich oder zu oft erwähnt. Da hätte man evtl. ein paar Seiten kürzen können, aber so schlimm empfand ich das jetzt nicht. Ich fand das Buch sehr gut geschrieben und recherchiert. Auf jeden Fall war es gut zu lesen, auch wenn man von dem Ereignis noch nie gehört hat. Ob alles so stimmt, weiß ich nicht, ich hab im Nachhinein keine Forschungen angestellt und hab alles als so geschehen hingenommen.

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