Leserstimmen zu
Der verschollene Prinz

C.S. Pacat

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Die Geschichte ist … … was komplett anderes was ich sonst immer lese. Es spielt im späten Mittelalter. Es gibt Sklaven und verfeindete Reiche, die sich nach einem Krieg materiell und finanziell einigen. In dem Reich Akielos ist es übglich, dass weibliche Adlige sich männliche Sklaven halten und umgekehrt und in Vere hält man sich als Mann männliche Sklaven, da Bastarde absolut nicht erwünscht sind und so geht man dem aus dem Weg. Ich dachte ja in homosexuellen Romanen geht es immer nur um das Eine – Sex. Aber in diesem Buch wurde ich positiv überrascht. Tatsächlich ging es viel um die Hintergrundgeschichte und die Beziehungen und Hierarchien unter den Personen. Man hat das ganze Buch über Zeit die Charaktere kennen zu lernen und das finde ich wirklich toll. Natürlich gibt es hier und da Andeutungen und auch gewisse sexuelle Anspielungen, aber das hält sich, meiner Meinung nach, absolut in den Grenzen. Es ist genau die richtige Dosis. Aus diesem Grund konnte ich auch kaum aufhören mit lesen. Es ist so gut geschrieben, dass die Seiten nur so dahinflogen und verdammt, wann erscheint Band 2 in der Printausgabe? Die Charaktere sind … … mir jetzt schon sehr sympathisch. Ich mag Damen. Und ich glaube, er wäre auch voll mein Typ und so. Er ist so stark und schuckt seinen Stolz herunter, nur um die Sklaven aus seinem Land zu schützen und dann wieder versucht er sich wenigstens etwas Würde zu bewahren. Und Laurent, okay er ist ein Arsch, aber ein liebenswürdiger Arsch. Wir lernen auch noch ein paar Adlige und Sklaven kennen, aber ich denke, das wird erst im nächsten Band so richtig vertieft. Wieso lese ich keine ebooks? Empfehlung? Ich denke, es ist sicherlich nicht für jeden etwas, aber Leute, die auf soetwas stehen, sollten da echt mal reinsehen! Und in der Kindle-Edition wäre auch schon Band 2 verfügbar. Mein Gesamtfazit… … ist bei 4/5 Sternen, weil ich denke, dass es noch eine Steigerung nach oben gibt. Trotzdem hatte ich bisher nichts zu meckern und freue mich einfach, dass ich mich getraut habe das Buch zu lesen und nun ewig auf Band 2 als Print warten darf…

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Meine Meinung: In "Der verschollene Prinz" von C. S. Pacat geht es, wie man dem Titel ja schon entnehmen kann um einen Prinzen. Dieser heißt Damen und wird, als sein tyrannischer Halbbruder an die Macht kommt, gefangengenommen und als Sklave als eine Art "Geschenk" in ein verfeindetes Königreich gebracht, mit dem der neue Regent ein Abkommen schließen möchte. Damen, der Protagonist des Romans, war mir von Anfang an unsympatisch. Er ist störrisch eingebildet und einfach viel zu stolz und ich denke, mit seinen 26 Jahren ist er einfach für viele Leser etwas zu alt, um sich mit ihm identifizieren zu können. Außerdem hat er ein viel zu loses Mundwerk, das er leider selbst in brenzlichen Situationen nur schwer unter Kontrolle bringen konnte. Von Laurent, der wahrscheinlich als zweiter Protagonist gedacht war, bekommt man bis auf seine mürrische, abwisende uns kalte Art nicht viel mit (bis auf dass auch er zu sehr von sich eingenommen ist) und leider konnte man nicht wie in der Inhaltsangabe versprochen, hinter seine "Fassade" blicken und auch seine angebliche "Berziehung" zu Damen war ein absoluter Reinfall. C. S. Pacats Schreibstil an sich war durchaus in Ordung, allerdings hat sie für meinen Geschmack viel zu viele vulgäre und umgangssprachlichen Begriffe in ihr Buch einfließen lassen, die fast andauernd vorkame und mich sehr gestört haben. "Der verschollene Prinz" spielt in einer völlig fremden Welt, aber bedauerlicherweise wurde der Deutschen Ausgabe keine Karte hinzugefügt, an der man sich hätte orientieren können, sodass ich mir noch nicht einmal einen kleinen Überblick über die Königreiche, Städte und ihre Lage verschaffen konnte, was sehr irritierend war. Über den Plot des Romans lässt sich streiten: Die einen werden das Geschehen lieben, mitfiebern undauch durchaus spannend finden und die Anderen, zu denen auch ich gehöre, werden der Handlung einfach nichts abgewinnen können. Ich habe es wirklich versucht, konnte mich aber wirklich nicht dafür begeistern. Ganz so mein Fall war "Der verschollene Prinz" also leider nicht, ich könnte mir aber vorstellen, dass es anderen Lesern gefällt, ja sie es sogar lieben könnten. Fazit: Insgesamt hat mich "Der verschollene Prinz" sehr enttäuscht. Die Charaktere waren viel zu eingebildet, die Sprache zu vulgär und auch der Handlung konnte ich einfach nichts abgewinnen. Versteht mich nicht falsch, C. S. Pacats Roman hat durchaus Potenzial und könnte anderen Lesern doch recht gut gefallen, ich habe mich von dem Buch allerdings nicht angesprochen gefühlt, weshalb ich hier nicht mehr als 1,5 von 5 Sternen vergeben kann.

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Darum geht’s: Damianos ist der Thronerbe von Akielos. Er ist ein hervorragender Soldat, mutiger Kämpfer und trägt sein Herz auf der Zunge, was ihm nicht immer gut bekommt. Mit seiner geradlinigen Art erkennt er die eigennützigen Motive und Intrigenspielchen anderer oft nicht, und ist deshalb auch völlig überrascht, als sein Halbbruder die Macht an sich reißt, kaum dass der gemeinsame Vater und König gestorben ist. Offiziell ist Damianos tot, doch mit einer falschen Identität wird er unter dem Namen Damen als Sklave an den Prinzen des verfeindeten Königreiches Vere verschenkt. Sein neuer Besitzer, der arrogante Prinz Laurent, denkt mehrfach um die Ecke, ist ein brillanter Taktiker, ein hervorragender Menschenkenner. Er ist immer auf der Hut, denn sein Onkel, der nur regieren darf, bis Laurent in einem knappen Jahr alt genug für den Thron ist, hat keine Lust, die Macht wieder abzugeben. Intrigen, Manipulationen, Machtspiele sind am Hof an der Tagesordnung. Laurent hasst alles, was aus Akielos kommt, denn in einer Schlacht gegen Akielos ist sein geliebter Bruder getötet worden. Gut, dass Damen seine Identität verschwiegen hat, denn auch er war bei dieser unheilvollen Schlacht. So fand ich’s: Die ganze Erzählung ist aus der Sicht von Damen geschrieben und man weiß nur das, was auch er weiß. Man verachtet und hasst die Sitten, Gebräuche und vor allen Dingen das Intrigenspiel als übliches Verhalten im Feindesland und ebenso hasst man den verwönten Prinzen Laurent. Erst als Damen seinen Blickwinkel ändert und im Laufe der Zeit die Beweggründe Laurents erfährt und die Umstände, unter denen er lebt, relativiert sich vieles. Es dauert ewig, bis die beiden – zuerst aus verschiedenen Notwendigkeiten heraus – eine Allianz eingehen und gegenseitige Achtung oder gar Vertrauen lassen noch länger auf sich warten. Wer einen homoerotischen Liebesroman erwartet, ist hier (zumindest bei Band 1) an der falschen Adresse, denn ihre Annäherung ist langsam und schmerzhaft. Dafür ist die Dynamik zwischen den beiden so unterschiedlichen Prinzen aus ganz verschiedenen Kulturen dann aber auch sehr realistisch, nachvollziehbar und unterhaltsam zu beobachten. Leider fand ich, dass die geradlinige sprachliche Präzision des Originals und die Atmosphäre, die C. S. Pacat mit Worten kreiert, nicht so ganz in der Übersetzung eingefangen werden konnte. Dafür ist das Cover der deutschen Ausgabe mit Abstand das schönste und gefällt mir viel besser als das der US- oder der australischen Variante. Am Ende gibt es als Bonus “Erasmus’ Geschichte”, die ca. 25 Seiten lang ist. Hier erfährt man etwas mehr über die Ausbildung der Sklaven, die für den königlichen Haushalt bestimmt waren und natürlich auch darüber, wie es Erasmus erging. Er erzählt uns aus seiner Sicht, es kommt ganz deutlich durch, was für ein süßer und lieber Kerl er ist, und man möchte ihn pausenlos knuddeln. Übrigens finde ich das Buch in der Kategorie “Fantasy”, wie das auf der Verlagsseite passiert ist, falsch eingeordnet. Reine Fantasyfans werden mit ganz anderen Erwartungen an dieses Buch herangehen als Leser, die sich auf Gay Romance einstellen, was es meiner Meinung nach besser trifft, auch wenn die Romanze noch unter gegenseitigem Misstrauen versteckt ist. Der Schwerpunkt der Erzählung liegt deutlich auf der Beziehung der beiden Prinzen zueinander, die Fantasywelt bleibt ein bisschen vage und auch die politischen Dimensionen des Buches bieten nur die Spielwiese für die beiden Männer. Eine Warnung: Mit diesem Buch nimmt die Geschichte von Damen und Laurent und das Schicksal ihrer beider Königreiche erst den Anfang. Es wird lediglich eine Episode erzählt, die zwar einen gewissen Abschluss hat, aber absolut nicht für sich alleine steht. Ich habe die ganze Trilogie auf englisch gelesen und war insgesamt begeistert. In der deutschen Übersetzung gibt es inzwischen diesen ersten Band als eBook und als Print. Band 2 ist dann nur noch als eBook erschienen, was ich ausgesprochen schade finde, denn auch das Cover des zweiten Bandes ist wunderbar und würde sich als Print sicher sehr gut im Regal machen. Dass man auf eine Printversion verzichtet hat, ließ mich befürchten, dass man den dritten und letzten Band möglicherweise gar nicht mehr übersetzen würde. Alle meine drei diesbezüglichen Anfragen an den Verlag blieben leider ohne Antwort, was ja auch gewisse Rückschlüsse zulässt. Da der fantastische Band 2, der immerhin als eBook in deutscher Übersetzung verfügbar ist, mit einem deutlichen Cliffhanger endet, kann ich hier nur den Rat aussprechen, sich erst mit dieser Reihe zu beschäftigen, wenn eine Übersetzung auch für Band 3 vorliegt oder man gut genug englisch spricht, um für den Abschlussband in die Originalsprache zu wechseln. Nur die ersten beiden Bände lesen zu können und dann diese Reihen fallenlassen zu müssen, wäre für meinen Geschmack so frustrierend, dass ich das niemandem empfehlen möchte. Mit einer Wertung in Sternen habe ich mir diesmal richtig schwer getan. Ich berücksichtige die gesamten Umstände, die ich oben erwähnt habe, und deshalb ergibt das leider nur drei Sterne, obwohl die gesamte Reihe für mich definitiv 5 Sterne wert wären.

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Story Kronprinz Damen, der rechtmäßige Erbe von Akielos, wird als Sklave nach Vere verkauft. Er soll ausgerechnet der Privatsklave von Laurent werden, den Erben des verfeindeten Königreichs. Der Mann mit den goldenen Haaren und strahlend, blauen Augen ist eitel, arrogant und grausam. Doch Damen merkt, wie er immer schwieriger von dem Prinzen los kommt und das, obwohl er schon seinen Fluchtplan geschmiedet hat. Er muss sich entscheiden: Den Thron zurück erobern, oder an Laurents Seite bleiben. Eine Romanze zwischen einem Prinzen und seinem Sklaven, ohne die romantischen Anteile. Geht so eine Story überhaupt? Natürlich und es geht sogar sehr gut. Es dauerte ein wenig, bis ich richtig in der Story drin war, wollte ich gar nicht mehr aus dieser raus. Allerdings habe ich das Gefühl gehabt, dass Klappentext und Inhalt des Buches nicht zu 100% übereinstimmten. Trotzdem heißt das natürlich nicht, dass nichts im Buch vorkam, was im Inhalt stand. Für mich kam einiges leider zu spät, oder gar nicht vor. Charaktere Damen ist ein Mann der Gerechtigkeit und des Kampfes, während Laurent der typische Prinz ist. Er weiß was er tun muss, um zu bekommen, was er will. Die beiden könnten verschiedener nicht sein und trotzdem scheinen sie nicht ohneeinander zu können. Wie Damen selbst, habe ich auch selbst versucht heraus zu finden, was in Laurents Kopf vor sich geht. Warum handelt er so und was ist Damen Intention doch bei ihm zu bleiben. Die beiden sind wie Hund und Katze, doch auch dort entstehen hin und wieder die besten Freundschaften. Schreibstil Zu Beginn kam mir der Schreibstil nicht sehr passend vor. Er wirkte zu Beginn wie aufs Papier geklatscht und Emotionen kamen auch keine rüber. Dies änderte sich aber von Seite zu Seite. Hier und Da gab es einige Sätze, die ich persönlich anders geschrieben hätte, aber das hat nichts mit der Bewertung zu tun. Der Text ließ sich einfach und flüssig lesen. Man kann Der verschollene Prinz sowohl morgens auf dem Weg zur Arbeit, als auch abends im Bett lesen. Es ist eine spannend, leichte Lektüre. Fazit Ich habe auf verschiednen Seiten von Der verschollene Prinz gelesen und die gute Kritik hat auch mich neugierig gemacht. Ohne länger zu warten stürzte auch ich mich in die Geschichte um Damen und Laurent. Zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten, die sich aber schnell in Luft auslösten. Der verschollene Prinz begann mir schlaflose Nächte zu bereiten und ich ging zu immer späterer Stunde ins Bett. Ich freue mich wirklich auf die Fortsetzung und kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen. Ein großes Dankeschön an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionexemplar.

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Ich habe auf verschiednen Seiten von Der verschollene Prinz gelesen und die gute Kritik hat auch mich neugierig gemacht. Ohne länger zu warten stürzte auch ich mich in die Geschichte um Damen und Laurent. Zu Beginn hatte ich einige Schwierigkeiten, die sich aber schnell in Luft auslösten. Der verschollene Prinz begann mir schlaflose Nächte zu bereiten und ich ging zu immer späterer Stunde ins Bett. Ich freue mich wirklich auf die Fortsetzung und kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen. Zu Beginn kam mir der Schreibstil nicht sehr passend vor. Er wirkte zu Beginn wie aufs Papier geklatscht und Emotionen kamen auch keine rüber. Dies änderte sich aber von Seite zu Seite. Hier und Da gab es einige Sätze, die ich persönlich anders geschrieben hätte, aber das hat nichts mit der Bewertung zu tun. Der Text ließ sich einfach und flüssig lesen. Man kann Der verschollene Prinz sowohl morgens auf dem Weg zur Arbeit, als auch abends im Bett lesen. Es ist eine spannend, leichte Lektüre.

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Durch die skrupellose Intrige seines Bruders ist der Krigerprinz Damen, der rechtmäßige Erbe von Akielos, in die Sklaverei verkauft worden und ausgerechten Laurent, der Kronprinz des verfeindeten Reichs bekommt Damen als Genschenk überreicht. Lauren ist eitel und vor allem sehr brutal, zudem ist Laurens und sein Palast extrem locker bezüglich körperlicher Nähe. Damen sucht ununterbrochen nach einer Fluchtmöglichkeit… Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, hoffte ich auf einen interessanten und mitreißenden Fantasyroman. Jedoch weißt die Geschichte kein einziges Fantasyelement auf. Schon nach wenigen Seiten war klar, was mich wirklich erwartet und zwar Sex und etwas Politik. Schon nach wenigen Seiten ging es in dem Roman zur Sache. Leider wurden die Szenen, die sich hauptsächlich unter Männern abspielten, sehr plump und ich muss leider sagen, wirklich ordinär, geschildert. Die Autorin fokussiert wirklich kaum andere Elemente und so habe ich einfach nichts über die Welt erfahren, außer dass es Sklavenhandel gibt und das viele Intrigen geschmiedet werden. Die Welt bleibt also absolut flach und eindimensional, jedoch ändert dies sich zum Schluss etwas, sodass ich etwas mehr über die Welt und die Menschen erfahren habe. Der Roman hätte einfach noch einige Seiten mehr benötigt, denn grade als ich gedacht habe: ohh, die Autorin bekommt die Kurve, endet der Roman. Der Schreibstil wirkt grade zu Anfang sehr plump. Die Dialoge sind sehr umgangssprachlich gehalten und es ist einfach kaum Spannung vorhanden. Zudem konnte ich aufgrund der plumpen Schreibweise einfach nicht mit dem Protagonisten Damen mitfiebern. Die Figuren waren für mich nicht greifbar und ich konnte absolut keine Beziehungen zu ihnen aufbauen. Erst zum Ende hin habe ich wenigstens minimale Informationen zu den Figuren erhalten, sodass sie nicht ganz so eindimensional wirken. Alles in allem hat mich der Roman wirklich enttäuscht, da ich einfach etwas vollkommen anders erwartet habe und ich mich nicht mit dem ordinären Schreibstil anfreunden konnte. Zum Glück ist es der Autorin zum Schluss jedoch noch gelungen eine leichte Kurve zu bekommen, sodass die Figuren und die Geschichte etwas mehr tiefe erhalten haben. Obwohl mich der erste Teil nicht überzeugen konnte werde ich der Autorin vielleicht noch einmal eine Chance geben.

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Ich habe mich unheimlich gefreut, als ich “Der verschollene Prinz” im Random House Bloggerportal als Rezensionsexemplar gefunden habe, weil so wahnsinnig viele englische Buchblogger mir das Buch schon empfohlen haben, bevor es überhaupt auf deutsch veröffentlicht wurde. Ich wollte es mir schon selbst auf englisch kaufen, hatte aber schlichtweg nicht genug Geld für das - relativ teure - Taschenbuch. Rückblickend gesehen bin ich wirklich froh, dass das so war, denn hätte ich für dieses Buch auch noch - für meine Verhältnisse - viel Geld ausgegeben hätte ich mich wahrscheinlich zu Tode geärgert. Sowas wie Worldbuilding, character development - oder überhaupt Charaktere mit wirklichen Persönlichkeiten - gibt es in “Der verschollene Prinz” einfach nicht. Alles was man über die Welt erfährt ist, dass es zwei Länder gibt, die sich nicht besonders mögen. Das ist - ohne Witz - absolut alles. Die Autorin hat sich nicht mal ansatzweise bemüht, die Welt, in der die Geschichte spielen soll, in irgendeiner Form greifbar oder auch nur annähernd interessant zu gestalten. Diese Flachheit zieht sich im Grunde durch alle Aspekte des Buches - die Charaktere sind alle mehr als nur blass, absolut eindimensional und dadurch einfach nur langweilig. Niemand hat mehr als eine einzige Charaktereigenschaft, und selbst Damen, der einzige Charakter, in dessen Gefühlswelt man minimalst Einblick erhält, war mir eigentlich durchgehend egal, weil er sich immer nur stereotyp und nervig verhält und, wie auch alle anderen Charaktere, absolut keinen Tiefgang hat. Eine Handlung ist auch fast nicht vorhanden. Das Buch ist 288 Seiten lang - die restlichen 50 Seiten umfassen eine Kurzgeschichte zur Vorgeschichte von einem der Charaktere - und auf den ersten 240 Seiten passiert ungelogen absolut gar nichts, außer dass Damen verschleppt und als Sklave an Laurent verkauft wird. Die letzten 50 Seiten sind dann fast interessant - sie sind der Grund, warum ich hier zwei statt nur einem Stern vergebe - schaffen es aber nicht, die dröhnende Langeweile, die das Buch bis zu diesem Punkt war, wett zu machen. Es passiert nie etwas, außer dass Damen im Palast herumläuft, im Palast herumsitzt, im Palast herumliegt, und darüber nachdenkt, wie doof Laurent ist, wie doof dieses Land ist, wie fies Laurent ist, wie doof die anderen Sklaven sind, wie unheimlich hübsch Laurent doch ist, wie hässlich der Palast eigentlich ist, und so weiter. Sogar wenn mal was passiert, was interessant sein könnte - ein Treffen mit dem Prinzen, oder ein Fest im Palast - passiert dann eigentlich doch nichts. Einen derart fehlgeschlagenen Spannungsbogen habe ich zuletzt bei Twilight gesehen. Den angeblichen “Beginn einer magischen Liebesgeschichte”, wie es auf der Rückseite des Buches angepriesen wird, habe ich außerdem absolut nicht bemerkt. Es wurde zwar ab und zu irgendeine angebliche romantische Spannung zwischen Damen und Laurent betont, die hat aber außerhalb dieser Bemerkungen einfach nicht existiert. Mal abgesehen davon, dass irgendeine Art von Beziehung zwischen den Beiden wohl mehr als ungesund wäre - ich will jetzt nicht zu sehr spoilern, aber eine Beziehung, die auf den Dingen, die Laurent Damen im Laufe des Buches antut, aufgebaut ist, kann einfach nicht gesund sein - hatten Damen und Laurent auch einfach keine Chemie. Die beiden waren sich durchgehend egal und alles, was auch nur annähernd in die Richtung einer zukünftigen Liebesbeziehung deuten würde, waren die sexuellen Gedanken, die Damen sich gelegentlich zu Laurent macht. Ich sage “annähernd”, weil er sich diese Gedanken im Grunde zu absolut jedem macht, den er trifft - genauso wie jeder andere Charakter in diesem Buch. Es ist wirklich kein Wunder, dass alle handelnden Personen in diesem Buch nur langweilig und anstrengend sind, wenn sich nie irgendjemand je mit etwas anderem beschäftigt, als mit wer mit wem Sex hat. Das war nicht nur unrealistisch sondern einfach nur noch anstrengend und nach der dritten Beschreibung der sexuellen Vorlieben irgendeines absolut unwichtigen Nebencharakters, der danach nie wieder erwähnt wurde, habe ich nur noch mit den Augen gerollt und die Stellen einfach überlesen. Im Grunde ist “Der verschollene Prinz” wohl sowas wie ein Erotik-Buch, inklusive aller für Erotik-Bücher typischen Schwächen (die lächerliche Obsession mit dem Thema Sex, die kaum vorhandene Handlung außerhalb von sexuellen Dingen, die extrem blassen Charaktere und die ebenfalls kaum vorhandene Welt), nur eben ohne Erotik. Sie kommt sogar fast komplett ohne tatsächlichen Sex aus. Ich weiß wirklich nicht, in welches Genre ich das Buch einordnen soll, weil es einfach wirklich… um nichts geht. “Der verschollene Prinz” ist mehr als nur vorhersehbar - alle Wendungen, die im Laufe der Geschichte eingetreten sind, hatte ich schon nach spätestens 30 Seiten vorhergesehen, und der Rest, den ich noch erwartet hatte, ist nicht passiert, einfach nur, weil in dem Buch eben absolut nichts passiert. Noch dazu kommt, dass es wahnsinnig schlecht geschrieben ist. Vielleicht liegt das auch an der deutschen Übersetzung - mir wurde zumindest gesagt, dass das Buch auf englisch viel klingen soll - aber in jedem Fall hat “Der verschollene Prinz” schreibstilmäßig etwa das Niveau einer Geschichte, die eine 14-Jährige zusammengebastelt hat und stolz als ihr Erstlingswerk im Internet präsentiert. Ich musste öfters einen Satz mehrmals lesen, weil die Konstruktion einfach so seltsam war, dass ich keine Ahnung hatte, was die Autorin mir damit überhaupt sagen wollte - meistens kam ich zu dem Schluss, dass sie mir einfach nichts sagen wollte, und der Satz schlichtweg überflüssig war. Noch dazu kommt, dass dauernd irgendwelche unpassenden Wörter verwendet wurden - so wird man hier von Peitschen “zerquetscht”, Damen macht sich zwischendurch einmal Sorgen, er könnte, auffallen, falls es in der Stadt einen “Zapfenstreich” - was wohl eine allgemeine Ausgangssperre heißen soll, aber ehe klingt, als würde ein Dreijähriger ins Bett geschickt werden - geben sollte und einen Prinzen, der von seinen Untergebenen respektvoll und voller Stolz als “eiskalte Zicke” bezeichnet wird, kann ich einfach nicht ernst nehmen. Ich weiß wirklich nicht, was ich zu “Der verschollene Prinz” noch sagen soll, außer dass es mir wirklich nicht gefallen hat. Die ersten 100 Seiten konnte ich höchstens in 10-Seiten-Schritten hinter mich bringen, weil ich das Buch so dämlich fand, dass ich es spätestens dann gegen die Wand werfen wollte. Dann folgten 150 Seiten, die zwar etwas erträglicher, dafür aber immer noch quälend langweilig und ereignislos waren, und am Schluss gab es noch 50 Seiten, die irgendwie okay waren - und die, wie gesagt, für den zweiten Stern, den ich hier vergebe, verantwortlich sind - weil endlich mal irgendetwas passiert ist, und die Charaktere fast - aber leider eben auch nur fast - sowas wie Persönlichkeit gezeigt haben, die sie vielleicht interessant gemacht hätte. Diese letzten 50 Seiten könnten einen vielleicht dazu verleiten, es mit Band 2 zu probieren, und zu hoffen, dass diese positive Entwicklung dort anhält - ich werde mal sehen, ob ich das dann wagen werde. Alles in allem war dieses Buch für mich aber einfach ein monumentaler Fehlschlag - ich glaube, dermaßen daneben gelegen habe ich mit einem Buch, das mir von anderen Buchbloggern empfohlen wurde, noch nie. Schade.

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Damen bzw. Kronprinz Damianos von Akielos ist Opfer einer gewaltigen Verschwörung durch seinen Bruder. Dieser lässt seinen Vater ermorden und seinen Bruder gefangen nehmen, um selbst an die Macht zu kommen. Aber er lässt Damen nicht einfach töten, nein, er verschenkt ihn als Lustsklaven an das verfeindete Königreich Vere. Es soll ein Friedensangebot an den zukünftigen König Veres, Prinz Laurent, dienen. Doch dieser hat genug eigene Probleme und ist mit dem vermeintlichen Geschenk nicht wirklich glücklich. Auch Damen wäre lieber an einem anderen Ort und nicht den Launen seines arroganten und eitlen Herrn ausgeliefert. So oft er kann sucht er nach einem Fluchweg und findet sogar einen. Nun muss er nur noch den richtigen Zeitpunkt abwarten. Wird Damen es schaffen zu fliehen? Das Cover ist mit seiner weißen Färbung, der Zeichnung im Hintergrund und der farbigen Schrift recht schick geworden. Vor allem die Schriftart des Wortes Prinz ist sehr edel und gefällt mir richtig gut. Die Zeichnung im Hintergrund sind zwei Hände, die einander festhalten. Die eine in Stoff gehüllt, die andere in Ketten gelegt. Es sind die Hände von Laurent und Damen. Die gesprengten Ketten an Damens Arm sprechen für sich und deuten den Verlauf der Geschichte ansatzweise an. Die Protagonisten sind Damen und Laurent und wie Feuer und Wasser. Damen ist athletisch, kampferprobt und hat das Herz am rechten Fleck. Obwohl er sich in Gefangenschaft befindet, denkt er meistens an sein Volk oder die Sklaven, die mit ihm aus seiner Heimat nach Vere verfrachtet wurden und ist sich auch nicht zu schade seinen Stolz für sie aufzugeben. Intrigen und Ränkespiele sind ihm zuwider, in diesen ist Laurent jedoch ein wahrer Meister. Das muss er auch sein, denn in Vere stehen diese Dinge an der Tagesordnung und der junge Prinz hat alle Hände voll damit zu tun, sich durch die politischen Verworrenheiten zu kämpfen und seinen Status zu behalten. Denn bis zu seinem 18. Geburtstag herrscht sein Onkel über das Königreich und allem Anschein nach hält dieser nicht wirklich viel von seinem Neffen. Man sieht also, dass sie nicht nur im gesellschaftlichen Status völlig unterschiedlich sind, sondern auch menschlich völlige Gegensätze darstellen. Zur Geschichte kann ich erstmal soviel sagen, dass das Genre Phantasy nicht passt bzw. nicht ganz. Die gesamte Handlung spielt sich zwar in einem fiktiven Königreich ab, aber der Anteil an Erotik ist so groß dass man es auch als Roman aus diesem Genre bezeichnen könnte. Besonders im ersten Drittel des Buches hatte ich das Gefühl im Sündenpfuhl des Phantasygenres gelandet zu sein, denn was sich da abgespielt hat ist um einiges derber, als das was ich in einigen so genannten Erotikromanen lesen durfte. Jugendfrei ist das ganze jedenfalls nicht. Außerdem darf man bei diesem Buch auf keinen Fall homophob sein oder etwas gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen von Männern haben, denn diese Beziehungsform dominiert das ganze Buch und ist in der Gesellschaft dieser fiktiven Welt gang und gäbe. Wenn man es dann endlich durch das erste Drittel geschafft hat, beginnt eine ganz interessante Geschichte mit Intrigen, Mordversuchen und politischem Geplänkel, die mit der Zeit auch zu unterhalten weiß. Der Stil ist angenehm und flüssig zu lesen, so dass man relativ schnell mit dem Buch durch ist. Gefallen hat es mir aber nicht wirklich. Das erste Drittel hat so gar nicht meinen Vorstellungen eines Phantasybuches entsprochen und der Rest war auch nicht so besonders, als dass es da noch irgendetwas retten konnte. Für Leser, die gerne mal ein Phantasy/Erotik Buch mit schwulen Pärchen lesen möchten und sich mit leichter Lektüre unterhalten wollen, kann ich das Buch empfehlen. Mir hat das Cover noch am besten von allem gefallen und daher kann auch nichts besseres als 2 von 5 Punkten dabei herausspringen.

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