Leserstimmen zu
Das Geheimnis von Leben und Tod

Rebecca Alexander

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Inhalt: Eines Tages wird Professor Felix Guichard zu einem Mordschauplatz gerufen. Dies ist für ihn nichts Neues, doch was er entdeckt ist auch für ihn nicht sofort zu verstehen. Als Professor für Sozialanthropologie soll er die Zeichnungen auf der Leiche einer jungen Frau entschlüsseln. Das ihn dieser Fall auf eine lange Reise in die Tiefen der Geschichte, zur Gräfin Elisabeth Bàthory und zu einer jungen Frau namens Jackdaw Hammond leiten wird, ahnt er nicht. Plötzlich steht er vor den Rätseln der Geschichte und einem mysteriösen Unsterblichkeitskult. Rezension: Das Cover hat mich sofort gefesselt! Ich mag die Kombination von schwarz und rot. Es lockt sofort den Blick des Käufers auf sich und verleitet zum Kauf. Zudem passt es sehr gut zum Inhalt des Buches. Wie immer hat das Cover aber keine Auswirkung auf meine Bewertung. Ich muss gestehen, ich weiß an dieser Stelle nicht genau wie ich euch über das Buch berichten soll. Ich habe lange an dem Buch gelesen, bis ich es schließlich abgebrochen habe. Dabei hat das Buch durchaus Potenzial und gute Aspekte, konnte aber am Ende nicht überzeugen. Was ich dem Buch auf jeden Fall zu Gute halten möchte ich der Schreibstil. Ich fand ihn sehr angenehm zu lesen und sehr verständlich. Da es insgesamt drei Handlungsstränge gibt, waren hier die Übergänge sehr wichtig und diese sind der Autorin wirklich gut gelungen. Ich hatte nie das Gefühl von einer Szene in die nächste geworfen zu werden, sondern es ging fließend (wenn auch nicht immer ohne Cliffhanger) ineinander über. Bei den drei Handlungssträngen konnte man als Leser merken, wie sie miteinander verknüpft waren und dass sie tatsächlich alle eine Rolle für die Handlung spielen. Was mich etwas irritiert hat war, dass ich ab der ersten Seite dachte, dass es ein Krimi gemischt mit Fantasy sei, doch im Laufe der Zeit stellte ich fest das es eher ein Mysterie-Buch gemischt mit Fantasy, Okkultismus und Historie ist. In gewisser Weise gibt es kriminologische Aspekte, aber es ist doch eher ein Roman. Grundsätzlich eine gute Idee, war mir in der Umsetzung aber ein Ticken zu viel, obwohl die Verknüpfung wie gesagt gut gelungen ist. Leider gibt es zwei Gründe, weshalb ich das Buch abgebrochen habe. Das Buch konnte mich nämlich von Beginn an nicht richtig fesseln und ich habe ewig gelesen. Und mit ewig meine ich wirklich ewig. Letztendlich habe ich das Buch dann abgebrochen. Mir fehlte einfach die gewisse Spannung im Buch. Zwar gab es actionreiche Momente mit Kämpfen oder Auseinandersetzungen, dennoch konnte mich das Buch nie richtig in die Geschichte ziehen. Ich hab es mehr von außen betrachtet, als Teil der Geschichte zu sein. Der Spannungsbogen baute sich stets auf, aber so richtig zum Höhepunkt kam er nie. Hier hat mir ganz klar die Tiefe gefehlt. Denn nicht nur die Geschichte, welche so viele super Aspekte und Ideen aufweist, mangelt an Tiefe sondern auch die Charaktere. Ich wurde nicht richtig warm mit ihnen. Besonders da historische Personen vorkommen mit realem Background, hätte man hier so viel mehr raus machen können. Sie wirkten auf mich oberflächlich und distanziert. Durch die Handlungsstränge gibt es genügen Protagonisten und nein, man muss nicht zu jedem eine Bindung aufbauen können, aber dennoch hat mich keiner vollends überzeugen können. Vermutlich hätte man sich mehr auf die Charaktere und die Spannung konzentrieren sollen, als so viele Handlungsstränge zu haben. Fazit: Insgesamt bietet das Buch viele interessante Aspekte und eine sehr fantasiereiche Handlung. Die Übergänge zwischen den zahlreichen Sichtweisen sind toll und auch der Schreibstil sehr flüssig. Historisch gesehen gibt es viele reale Personen über die man sich im Nachhinein noch informieren kann und zur weiteren Recherche verleiten. Leider mangelte es an Spannung und die Charaktere blieben eher oberflächlich als dass sie in die Tiefe gingen. Ich konnte mich nicht gut in die Geschichte einfühlen und musste das Buch am Ende abbrechen. Für mich daher leider ein Fehlgriff. Wer aber Interesse an Büchern die aus einer Mischung von Okkultismus, Mysterien, Krimi und Historie hat, sollte in das Buch mal hineinschauen. Womöglich ist es eher was für denjenigen als für mich.

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Eigentlich dachte ich von dem Buch, es sei eine Art Mystery Krimi, doch es entpuppte sich als reiner Mystery Roman. Ich weiß bis zum Schluss nicht, was ich von dem Buch halten soll und ich habe echt lange gebraucht, es zu lesen. Es war nicht wirklich ein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte, sondern immer nur ab und an in der Wanne gelesen wurde... Der große Pluspunkt ist das wunderschöne Cover! Aber kommen wir mal zur Story, von der es gleich zwei gibt. Beide Stories wechseln sich Kapitelweise ab und die eine spielt in der Vergangenheit und rankt sich um die Gräfin Elisabeth Báthory (von der wir ja wissen, sich geschichtlich einiges an Vampirismus zugetragen haben soll. Sie soll in Mädchenblut gebadet haben und ihre Story wurde sogar mehrmals verfilmt...) die 1560 geboren wurde. Sie ist von einer Krankheit befallen, die sie sehr schwach werden lässt und sie kann ihrem Gatten keine Nachkommen gebären. Das Problem zu beheben sind Doktor Dee und Meister Kelley ins Land gebracht worden. Sie sind Engländer und kennen sich mit Heilkunst und Magie aus. Der andere Handlungsstrang findet in unserer Zeit statt. Ein Mädchen, welches mit okkulten Zeichen beschmiert wurde, wurde tot aufgefunden und Professor Felix Guichard wird zur Rate gezogen. Weiters wird Stacy wird von Jack (auch weiblich) entführt und in ein sogenanntes Priesterloch (kennt ihr nicht? Schaut euch BBCs Father Brown an!) gesteckt. Doch nicht um die arme Stacey zu quälen, sondern um sie zu retten. Die Arme kann sich nämlich nicht außerhalb eines okkulten Kreises aufhalten, da sie sonst stirbt... Natürlich beginnt die Polizei nach dem verschwundenen Mädchen zu suchen und auch der Professor Felix Guichard wird aufmerksam auf Jack und ihrem Wissen um John Dee und seine Schriften. Natürlich sind beide Handlungsstränge miteinander verknüpft... Die Charaktere stellen sich nicht wirklich vor, sodass man auch nicht wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Ich finde das ganze etwas lieblos hingeklatscht, mit der historischen Blutgräfin wird das ganze etwas aufgepeppt, wozu man auch nicht wirklich recherchieren musste (nur den Fernseher aufdrehen), noch eine halbherzige angedeutete Lovestory dazu und zum Schluss wird auch noch ordentlich "gezaubert". Dabei find es richtig spannend an, wurde dann aber zusehens langweiliger. Man hätte auf jeden Fall mehr rausholen können! ,Eigentlich dachte ich von dem Buch, es sei eine Art Mystery Krimi, doch es entpuppte sich als reiner Mystery Roman. Ich weiß bis zum Schluss nicht, was ich von dem Buch halten soll und ich habe echt lange gebraucht, es zu lesen. Es war nicht wirklich ein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen konnte, sondern immer nur ab und an in der Wanne gelesen wurde... Der große Pluspunkt ist das wunderschöne Cover! Aber kommen wir mal zur Story, von der es gleich zwei gibt. Beide Stories wechseln sich Kapitelweise ab und die eine spielt in der Vergangenheit und rankt sich um die Gräfin Elisabeth Báthory (von der wir ja wissen, sich geschichtlich einiges an Vampirismus zugetragen haben soll. Sie soll in Mädchenblut gebadet haben und ihre Story wurde sogar mehrmals verfilmt...) die 1560 geboren wurde. Sie ist von einer Krankheit befallen, die sie sehr schwach werden lässt und sie kann ihrem Gatten keine Nachkommen gebären. Das Problem zu beheben sind Doktor Dee und Meister Kelley ins Land gebracht worden. Sie sind Engländer und kennen sich mit Heilkunst und Magie aus. Der andere Handlungsstrang findet in unserer Zeit statt. Ein Mädchen, welches mit okkulten Zeichen beschmiert wurde, wurde tot aufgefunden und Professor Felix Guichard wird zur Rate gezogen. Weiters wird Stacy wird von Jack (auch weiblich) entführt und in ein sogenanntes Priesterloch (kennt ihr nicht? Schaut euch BBCs Father Brown an!) gesteckt. Doch nicht um die arme Stacey zu quälen, sondern um sie zu retten. Die Arme kann sich nämlich nicht außerhalb eines okkulten Kreises aufhalten, da sie sonst stirbt... Natürlich beginnt die Polizei nach dem verschwundenen Mädchen zu suchen und auch der Professor Felix Guichard wird aufmerksam auf Jack und ihrem Wissen um John Dee und seine Schriften. Natürlich sind beide Handlungsstränge miteinander verknüpft... Die Charaktere stellen sich nicht wirklich vor, sodass man auch nicht wirklich eine Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Ich finde das ganze etwas lieblos hingeklatscht, mit der historischen Blutgräfin wird das ganze etwas aufgepeppt, wozu man auch nicht wirklich recherchieren musste (nur den Fernseher aufdrehen), noch eine halbherzige angedeutete Lovestory dazu und zum Schluss wird auch noch ordentlich "gezaubert". Dabei find es richtig spannend an, wurde dann aber zusehens langweiliger. Man hätte auf jeden Fall mehr rausholen können!

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Das Cover ist unglaublich schön und sorgte bei mir für einen Schwächeanfall - denn eigentlich hatte ich vorher schon nichts besonders gutes über das Buch gelesen. Leider war der Inhalt eher enttäuschend. Grob und Oberflächlich. Dennoch spannend in der Grundstory.

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Cover Ich finde das Cover ja wirklich ziemlich cool. Das rot und schwarz bildet zusammen mit der Schrift eine tolle Stimmung, die so zwischen dunkel und Düster und verlockend gefährlich liegt. Und dann das Pentagram, welches das O bildet. Ein absoluter hingucker- und gleichzeitig ein toller Bezug zur Story. Was beweist, das man eben auch mal ohne Menschen auf dem Cover was erreichen kann. Handlung Ein Mädchen ist verschwunden. Ein anderes Tod. Und Felix steht genau dazwischen, als die Polizei ihn um mithilfe bittet. Denn seltsame Zeichen scheinen eine entscheidende Rolle zu spielen. Auf seiner Suche nach der Wahrheit begegnet er der jungen Jack und er hat gleich das Gefühl, das diese Frau mehr weiß, als sie zugeben mag. Und dieses "mehr" führt in auf die Spuren eines mysteriösen Unsterblichkeit Kults. Kann das alles wahr sein? Oder nichts als Wahn? Und was ist mit dem Mädchen wirklich passiert? Als sich dann auch die Inquisition in die Sache einmischt, schwebt plötzlich nicht nur das verschwundene Mädchen sonder auch Jack in höchster Gefahr. Viele Hundert Jahre zuvor reisen Dee und sein Gefährte Edward durch Transsylvanien und fallen in die Gewalt eines Grafen, der weithin nur als schwarzer Bär bekannt ist. Dieser übergibt ihnen die Aufgabe, seine dem Tode nahe Gattin zu retten. Egal wie. Auf der Suche nach einer Lösung - denn nur so würden sie selber mit heiler Haut davonkommen - kommen sie auch der Hexe auf der Spur, welche mit Tränken und Mitteln versucht ihre Herrin am Leben zu erhalten. Als Edward und Dee jedoch die Lösung des ganzen von den Engeln höchst selbst erfahren wissen sie, dass sie damit etwas erschaffen, dass jedes Leben unter sich ersticken wird. Schreibstil Das Buch ist in zwei erzähl ebenen geschrieben. Zum einen spielt es in unserer heutigen Zeit, zum anderen ca 500 Jahre zuvor. So ergibt es sich, das man mit dem Ende des Buches sowohl den Beginn des ganzen als auch das Ende vor sich ausgebreitet hat. Die Schnitte zwischen den Wechseln sind glatt und mehr als einmal von einem wirklich gemeinem Cliffhanger geprägt. Auch das verschlingen von tatsächlicher Historie wie das Auftauchen der Blutgräfin Elisabeth Báthory in Kombination mit fantastischen Elementen hat eine Stimmung ergeben, der man sich schwer wieder entziehen konnte. Die Spannung zog sich dabei fast pausenlos durch das Buch und durch das Einwerfen von Fakten, die man vielleicht sogar hier und da mal aufgeschnappt hatte, bekommt das Buch eine tolle Tiefe. Am Ende musste ich selber sogar aus lauter Neugierde die Blutgräfin mal nachschlagen. ^-^ Charaktere Es passiert im Grunde so viel, das die Charaktere kaum zeit haben sich dem Leser richtig vorzustellen. So lernt man sie direkt in den Ereignissen kennen und ja auch lieben. Jack mochte ich sehr gerne und auch Sadie fand ich einfach nur toll gelungen. Felix gesellte sich später auch mit dazu. Alles in allem waren die Charas also zum lieb gewinnen, wenn auch ein wenig mehr Tiefe toll gewesen wäre. Besah man sich aber die Story, die im Grunde kaum ein paar Tage einnimmt, kann man da nun auch nicht sooo viel erwarten. Die böse Seite fand ich übrigens genauso cool. Endlich mal böse, die ihr Handwerk auch verstehen und nicht durch bloße Dummheit sterben. ^^ Für Dee und Edward gilt übrigens das selbe. Auch sie sind interessant aber mehr Tiefe wäre toll gewesen. Meinung Rebecca Alexander hat mit "Das Geheimnis von Leben und Tod" ein Buch geschaffen das es versteht Tatsache und Historie zu etwas zu vereinen, das fesselt und richtig Lust auf mehr macht. Es ist sozusagen ein historischer Krimi mit Fantasy-Elementen, die mal nicht die typischen Vampire aufgreift, sondern eine ganz andere "Spezies". Zu viel will ich natürlich nicht verraten, aber hier trifft der Unterblichkeitskult und der Vampirglaube noch auf etwas anderes. Etwas ganz anderes. Und dieses andere zieht den Leser voller Spannung durch die Geschichte. Dabei hat das Buch kein völliges Happy End. Fragen bleiben offen, welche man zu gerne beantwortet habe, möchte und doch ist es gut so, wie es ist. Und so kann ich am Ende sagen, das ich mir vielleicht mehr bei den Charas gewünscht hätte, es aber absolut nicht dramatisch ist. Immerhin hat das Buch ein gehöriges Tempo drauf, dass man sich eher über etwas anderes den Kopf zerbricht.

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Historische Fakten und Fantasy

Von: Katrin Roisz aus Wien

09.02.2016

Das Geheimnis von Leben und Tod von Rebecca Alexander ist ein unglaublich gutes Buch. Historische Fakten werden mit Fantasy Elementen vermischt und das gelingt der Autorin extrem gut. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge unterteilt. Einer spielt in der Vergangenheit, der andere in der Gegenwart. In der Gegenwart begleitet der Leser Felix Guichard, Professor für Sozialanthropologie an der Universität von Exeter, bei den Ermittlungen zu einem Mordfall. Ein junges Mädchen wurde in einem Zug gefunden, bedeckt mit sonderbaren okkulten Zeichen, die sich keiner erklären kann. Im Laufe der Ermittlungen begegnet er Jack Hammond, einer sehr sonderbaren jungen Frau, die offenbar in den Mord sowie in das Verschwinden eines weiteren Mädchens verstrickt zu sein scheint. Die Ermittlungen von Felix führen ihn dabei direkt in die Vergangenheit des 16. Jahrhunderts wo Edward Kelley mit seinem Meister John Dee der sagenumwobenen Gräfin Elisabeth Báthory begegnete. Und da sind wir auch schon beim zweiten Handlungsstrang. Dieser ist in der Ich-Form geschrieben, aus der Sicht von Edward Kelley, der Tagebuch schreibt. Kelley und seinen Meister, den Mathematiker und Astronom John Dee, gab es wirklich. Kelley stand laut seiner eigenen Aussage mit Engeln in Kontakt und die beiden entwickelten zudem die henochische "Engelssprache". Im Buch wurden sie gerufen um der kränklichen ungarischen Gräfin zu helfen. Auch diese gab es wirklich. Sie wurde 1611 verurteilt. Angeblich brachte sie hunderte junger Frauen um und trank deren Blut. Daher bekam sie auch den Beinamen „Blutgräfin“. Kelley und Dee merken sehr schnell, dass sie wo hineingezogen werden, aus dem es kein Entkommen mehr gibt, außer mit dämonischen Mitteln. Im Laufe der Geschichte kommen sich die beiden Handlungsstränge immer näher, um zum Schluss wirklich sehr gekonnt zusammen geführt zu werden. Die Figuren, die Rebecca Alexander zeichnet, sind sehr glaubwürdig dargestellt und es hat mir eine Menge Spaß gemacht das Buch zu lesen. Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen, die alle in einem grandiosen Showdown enden. Alles in allem ein Buchtipp.

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Heute stelle ich euch mal ein Buch der etwas anderen Art vor. Es ist ein Roman, der sehr viele Genres beinhaltet, weshalb es wahrscheinlich mehrere Leute ansprechen wird. Es gibt ein paar Thriller, Horror, historische und religiöse Elemente. Alles zusammen ist es die perfekte Kombination, zumindest in dieser Geschichte. Wir begleiten in dem Buch drei verschiedene Sichtweisen, immer mit dem Kapitelwechsel kommt eine anderer Charakter. Unsere eigentliche Protagonistin Jackdaw, war mir am Anfang etwas unsympathisch, da man keine Nähe zu ihr aufbauen konnte. Doch mit dem Lauf der Geschichte sind gleichzeitig meine Emotionen zu ihr mitgewachsen. Ich habe sie von der einen auf die andere Sekunde lieben gelernt. Ihre Kapitel waren für mich die spannendste Sicht von den Dreien. Der Professor Felix ist mir von Anfang an sehr sympathisch gewesen, da er mich sehr an den Charakter Robert Landgon aus den Büchern von Dan Brown erinnert. Er ist locker, klug, weise und hat Humor. Seine Sichtweise kam sehr selten dran, aber wenn sie mal zu lesen war, war es zwar nicht die größte Spannung, aber dennoch interessant, da man viele Fakten erfährt. Und die dritte und somit letzte Sicht ist aus dem 16. Jahrhundert von Edweard Kelley erzählt. Vor jedem Kapitel gibt es einen kleinen Auszug aus seinem Tagebuch. Das besondere daran ist, dass es Edward Kelley sowie seinen Meister John Dee wirklich gab. Die Autorin hat wirklich gut recherchiert. Am Ende vom Buch gibt es noch eine kleine Beschreibung von ihr, in der sie noch etwas dazu sagt. Die richtig tiefgehenden Fakten hat sie beibehalten, doch um ihre Geschichte auszuschmücken hat sie natürlich noch ein wenig hinzugefügt. Da man wusste, dass es die beiden Männer, sowie Elisabeth Báthory, wirklich gab, hatte man das Gefühl man reist tief in die Vergangenheit und erforscht wie es dort zugegangen war. Es gab auch viele Informationen, welche die Geschichte zusätzlich noch spannender gemacht haben. Obwohl es in diesem Buch schon so viel Spannung gab, kam immer und immer mehr dazu. Ich liebe Bücher die spannend, aber auch gleichzeitig sehr informativ sind. Dieses Buch war eines der besten welches ich seit langer Zeit gelesen habe. Das Buch hat wirklich Spaß gemacht und deswegen kann ich es wirklich nur jedem empfehlen es mal auszuprobieren. Wer es lieber weniger blutig mag, zwar kommt es nicht oft vor, aber dennoch, sollte es vielleicht nicht unbedingt lesen. Auch Leute die sich schnell gruseln sollten davon lieber die Finger lassen. Ich liebe Horror, weswegen ich es toll fand mich abends mit diesem Buch ins Bett zu kuscheln und es zu lesen. Es war die beste Gruselatmosphäre - ich kann es nur jedem empfehlen.

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Ich finde es immer sehr spannend, wenn ein Roman historische Fakten mit uralten Mythen und moderner Fantasy verknüpft. Wenn das gut gelingt, macht es dem Leser das Unglaubliche glaubhaft und schlägt sozusagen die Brücke zwischen Realität und Fantasie. Und was soll ich sagen - meines Erachtens ist es Rebecca Alexander in "Das Geheimnis von Leben und Tod" wunderbar gelungen! Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und unterhalten, ich konnte es wirklich kaum mal weglegen (und hoffe jetzt auf eine Fortsetzung). Was soll ich sagen: Schlaf wird überbewertet, manchmal ist ein gutes Buch einfach wichtiger... Die Fakten, die die Grundpfeiler der Geschichte bilden: Elisabeth Báthory gab es wirklich: sie war eine ungarische Gräfin, die im Jahr 1611 als Serienmörderin unschuldiger Kinder verurteilt wurde, woraus der Mythos der "Blutgräfin" entstand. Was damals wirklich geschah, darüber streiten sich die Gelehrten, aber die Autorin macht aus ihr in diesem Buch eine unheilvolle und dennoch merkwürdig tragische Präsenz, die im Zentrum einer originellen, frischen neuen Geschichte steht. Auch über den zu gleicher Zeit lebenden Mathematiker und Astronom John Dee sowie seinen Gehilfen Edward Kelley gibt es historische Belege. Es wird überliefert, dass Eward Kelley laut eigener Aussage als Medium mit Engeln in Verbindung stand, und dass Dee und Kelley zusammen die henochische "Engelssprache" entwickelten. Zweifelsfrei ist auch, dass Dee einmal der schwarzen Magie angeklagt wurde. Auf einer Zeitebene (spätes 16. Jahrhundert) folgt die Geschichte den Tagebüchern von Edward Kelley, der mit seinem Meister (mithilfe der Engel) die kränkliche Gräfin Báthory retten soll, aber zunehmend das Gefühl hat, in etwas Dämonisches verstrickt zu werden.... Die zweite Zeitebene (Gegenwart) folgt fiktiven Charakteren: zum Beispiel Professor Felix Guichard, der als Experte für archaische Glaubenssysteme von der Polizei zu einem Mordfall hinzugezogen wird, oder die junge Jackdaw Hammond, die am Tatort gesehen wurde und angewiesen ist auf Dinge, die die meisten Menschen entweder als abergläubigen Blödsinn oder bösartigen Okkultismus bezeichnen würden. Obwohl sie völlig unterschiedliche Dinge glauben, versuchen sie gemeinsam, ein junges Mädchen zu retten. Ich fand alle Charaktere wunderbar geschrieben, die erfundenen genauso wie die historischen! Besonders Jack hat mich mühelos überzeugt. In vielen Dingen ist sie sehr unerfahren und unschuldig, da sie notgedrungen ein sehr abgeschiedenes Leben geführt hat, und andererseits kennt sie sich aus mit archaischen Ritualen und verhandelt knallhart auf dem magischen Schwarzmarkt... Sie ist eine widersprüchliche, schwierige aber auch interessante und liebenswerte Persönlichkeit! Mich hat sehr beeindruckt, mit welch endloser Kreativität die Autorin immer wieder neue Ideen aus dem Hut zaubert, und ich fand die Geschichte sehr komplex, gut durchdacht und spannend. Wie sich die Puzzleteilchen nach und nach zusammensetzen, ist einfach genial! Auch der Schreibstil hat mich überzeugt. Atmosphäre, Sprachrhythmus und Fluss - da stimmte für mich einfach alles. Fazit: In meinen Augen ist "Das Geheimnis von Leben und Tod" eine intelligente, gut geschriebene Mischung aus Fakt und Fiktion: Serienmord im 16./17. Jahrhundert, Alchemie, angebliche Engelsvisionen, die Leiche einer jungen Frau, die mit archaischen Symbolen übersät ist, Leihzeiter und Wiedergänger... Das fand ich überraschend und zutiefst originell - und vor allem machte es mir einfach jede Menge Spaß. So muss Fantasy für mich sein!

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