Leserstimmen zu
Die Blütensammlerin

Petra Durst-Benning

Die Maierhofen-Reihe (3)

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„Die Blütensammlerin“ von Petra Durst-Benning ist der dritte Band ihrer Serie von Büchern, die in Maierhofen im Allgäu spielt, das sich inzwischen durch einige entsprechende Events zu einem über die Ortgrenzen hinweg bekannten Genießerdorf entwickelt hat. Maierhofen und seine Bewohner sind zwar nur fiktiv, aber sie nahmen mich als Leser doch schon nach wenigen Seiten wieder in ihrer Mitte auf. Die ersten Teile der Serie muss man für das Verständnis des Inhalts nicht gelesen haben, weil die Autorin an entsprechenden Stellen eine kurze Erklärung zu vergangenen Ereignissen gibt. Jedoch kann man in diesen ersten Büchern bereits die meisten Charaktere kennenlernen und ihre Entwicklung und die des Dorfes auf diese Weise besser verfolgen. Das Buchcover wirkt bereits durch seine Aufmachung frisch und aufheiternd, genauso wie sich die Natur im Frühling zeigt. Für Christine, die diesmal im Mittelpunkt der Geschichte steht, beginnt das neue Jahr mit schlechten Nachrichten. Ihr Mann, von dem sie getrennt lebt, möchte das gemeinsame Haus verkaufen, in dem sie immer noch wohnt. Um das Haus zu behalten und ihm seinen Anteil auszuzahlen, müsste sie eine lukrative Arbeitsstelle finden oder einen Darlehensgeber. Beides gestaltet sich als großes Problem. Eine bekannte Zeitschrift schreibt derweil seinen jährlichen Kochwettbewerb aus, diesmal in Maierhofen, zu dem viele Gäste erwartet. Christine kommt dadurch auf die Idee, ein Bed & Breakfast in ihrem Haus einzurichten. Ihre Überlegungen darüber, einen neuen Freund und Partner zu finden bringen sie außerdem zu dem Einfall, mit einem eigenen Team anzutreten. Vergleichbar mit einem Blumenstrauß aus bunten Blüten möchte sie ein Team aus ganz unterschiedlichen Charakteren zusammenstellen, die als einzige Voraussetzungen mitbringen sollen, dass sie Freude am Kochen haben und Single sind. Petra Durst-Benning hat es wieder geschafft trotz aller Sorgen ihrer Charaktere einen Wohlfühlroman zu schreiben. Auch wenn die Einrichtung von Christines eigenem Gewerbe recht schnell erfolgt, zeigt sie hier eine reale Verdienstmöglichkeit auf. Die Themen im Buch sind weit gefächert. Neben der Ausgestaltung der Zimmer und der Zusammenstellung eines Kochmenüs schildert die Autorin Wege, einen Partner zu finden. Ihre Figuren sind abwechslungsreich gestaltet. Konflikte im Umgang der Teammitglieder finden sich ausreichend, zu denen sie immer eine geschickte Lösung anbietet und einen respektvollen Umgang miteinander aufzeigt. Sie legt dar, dass man an den Chancen wachsen kann, die einem geboten werden wenn man sie nutzt. Das gestaltet das Lesen so angenehm. Obwohl die Autorin einige Klischees bedient, ist es ihr wieder gelungen ohne Kitsch einen Roman zu gestalten, dessen Geschichte sich so zutragen haben könnte und den ich gerne weiterempfehle. Wie in jedem der vorigen Bände auch sind im Buch „Die Blütensammlerin“ im hinteren Teil Rezepte enthalten. Diesmal sind es solche, die besonders im Frühjahr und Sommer schmecken. Gerne war ich wieder in Maierhofen zu Gast und freue mich schon auf die Fortsetzung der Reihe.

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Inhalt: Enthält Spoiler zu den ersten Teilen der Maierhofen-Reihe. Christine hängt sprichwörtlich durch. Seit Herbert sie für eine Jüngere verlassen hat, gibt es in ihrem großen Haus nur noch sie und die zwei Hunde. Als er ihr eröffnet, dass er das Haus verkaufen will und sie sich somit etwas andere suchen muss, bricht für sie eine Welt zusammen. Wo soll sie denn hin? In eine Wohnung zu ziehen kommt für sie nicht in Frage - was soll mit den beiden Hunden passieren? Ein Job muss her, damit sie die laufenden Kosten selbst tragen könnte. Aber wer stellt schon eine Hausfrau und Mutter ohne Ausbildung und praktische Erfahrung ein? Wenn sie doch nur ihren Traum verwirklichen könnte - ein eigenes kleines B&B. Den Platz dafür hätte sie ja, aber was würden die anderen sagen? Die Frauen sind begeistert. Therese, Greta, Magdalena und Rosi sind begeistert. Ihre Schwester Erika, die gerade zu Besuch ist, ist ganz aus dem Häuschen. Sie mochte Herbert noch nie und auch wenn Christine ihre zwei Töchter liebt, sind die beiden doch nur verzogene Gören. Erika ist schon eine ganze Weile Single und genießt ihr Leben. Einen Mann an ihrer Seite hätte sie trotzdem ganz gern. Sie greift ihrer Schwester liebend gern unter die Arme und als das Thema auf die Männerwelt kommt, merkt Christine, dass sie nicht ewig allein bleiben will. Aber wie soll sie einen Mann kennenlernen? Da kommt Greta mit einem Problem um die Ecke, bei dem Christine ihr helfen kann. In Maierhofen findet ein Kochwettbewerb statt und auch Maierhofen soll mit einem Team antreten. Der Veranstalter ist das renommierte Magazin 'Meine Landliebe' und die wollen nicht nur die üblichen Handwerker- und Betriebshobbyköche. Es soll Spannung rein. Da kommt ihnen die Idee: Eine Single-Kochgruppe. Der Aufruf ist schnell geschrieben und schon kurz darauf fliegen die Bewerbungen ein. 8 Menschen sollen sich zusammenfinden und ein Menü kochen. Bei einem gemeinsamen Abend suchen die Freundinnen die besten heraus bis ein bunter Strauß entsteht. Christine selbst wird nicht teilnehmen, dafür werden alle bei ihr in der 'Casa Christine' unterkommen. Sie ist schon ganz aufgeregt - ihre ersten Gäste! Einen Abend vor der Anreise, sagt ausgerechnet einer von den Herren ab. Was sollen sie jetzt machen? Es müssen 8 Teilnehmer sein. Da fällt Christine ihr Nachbar Reinhard ein. Seit dem Tod seiner Frau ist er ganz alleine, vielleicht könnte sie ihn ja überreden. Sie kann - und die Mannschaft steht. Nun muss aus diesen acht so unterschiedlichen Charakteren eine Einheit werden. Ob sie das schaffen? Christine hat so ihre Zweifel - vor allem in Bezug auf die etwas mürrische Viktoria. Aber nicht nur Viktoria hat eine Geschichte zu erzählen, auch Luise, Renzo, Willi, Apostoles, Noelle und selbst Reinhard haben ein Päckchen zu tragen. Christine lernt ihren Nachbarn von einer ganz neuen Seite kennen und auch bei so manch anderem Teilnehmer, wie die Fühler sich ausstrecken und neue Wege gehen. Meinung: Im inzwischen 3 Band der Maierhofen-Reihe dreht sich alles um Christine und ihre Probleme. Ihr Ehemann macht ihr das Leben schwer wo es nur geht und das nagt ganz schön an ihr. Er redet ihr ein, dass sie Schuld ist daran, dass er sich eine andere Frau gesucht hat und auch ihre Töchter schlagen in diese Kerbe. Das finde ich unmöglich und ich habe immer wieder gehofft, dass ihr endlich mal der Kragen platzen würde - vergeblich. Mit ihrem B&B ist sie ziemlich erfolgreich und ich stelle es mir auch sehr gemütlich bei ihr vor. Der Kochwettbewerb ist eine gute Gelegenheit um neue Menschen kennen zu lernen und die meisten sind auch sehr umgänglich. Am liebsten mochte ich Luise. Sie ist ruhig, fröhlich und erinnert mich total an eine meiner Freundinnen =o) Die Geschichte um Christine und ihr B&B beginnt gemütlich und geht auch so weiter. Erst gegen Ende wird es noch mal spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist alles in allem ein Wohlfühlroman. Man weiß, dass es am Ende irgendwie gut ausgehen muss und ist daher ganz entspannt. Für meine Begriffe hätte es ein wenig mehr Spannung zu Beginn sein können. Und Christines Selbstzweifel waren mir dann auch zu viel. Ihre Entwicklung in dieser Hinsicht war etwas schleichend. Ihr ausgeprägtes Helfersyndrom ist ihr häufig im Weg und macht es dem Leser nicht immer leicht zu verstehen, warum sie das jetzt so macht. Inzwischen ist der vierte Band erschienen, der zum Teil wieder in der 'Casa Christine' spielt. Man darf also gespannt sein, was für Sorgen und Nöte es dann wieder zu bewältigen gibt im beschaulichen Maierhofen.

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Finaleband die Blütensammlerin, als erstes möchte ich erwähnen wie schön das Cover ist, es ist sooo frühlingshaft. Ich habe mich in die Autorin Petra Durst-Benning verliebt. Sie hat ein soo schönen Schreibstil man kommt sehr gut in die Geschichte rein und lässt einen auch nicht mehr los. Ich liebe die Reihe weil die lustig und manchmal auch traurig ist. In der Reihe lernt man viel von Freundschaft, Zusammenhalt und Wahre Liebe kennen, was mir sehr gut gefällt. In der Geschichte geht es um eine Frau die von ihrem Mann verlassen worden ist und wieder zu sich finden muss. Sie eröffnet ein Bed & Breakfast und erlebt ein Abenteuer. Was genau sie erlebt, müsst ihr selber lesen. Aufjedenfall möchte ich sagen das es eine perfekte Reihe ist und nicht nur die Geschichten sind toll sondern auch die Rezepten die in der Geschichte vorgekommen sind, hat die Autorin aufgeschrieben. Ich werde aufjedenfall welche nachmachen. Mein Fazit zu diesem Buch ist, dass es eine schöne Geschichte ist zum Nachdenken. Ich gebe 5 von 5 Sternen.

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Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Ich lese die Bücher von Petra-Durst Benning unglaublich gerne und bin jedes Mal begeistert, wenn sie mich in eine neue Welt entführt. Maierhofen ist ein kleines beschauliches Dorf, das durch viel Mühe und Arbeit ein großes Genießerdorf geworden ist. Verschiedene Aktivitäten und Festen, wie das Kräuter-der-Provinz-Festival, haben es zu einem Ort der Entspannung und Genusses gemacht. Doch für Christine bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann sich von ihr scheiden lassen will. Dann soll sie auch noch das Haus verlieren. Schnell muss eine Lösung her. Aber allen Bewerbungen scheitern, da sie keine Ausbildung vorweisen kann mit Ende 40. Als Hausfrau und Mutter brauchte sie sich nicht nie ums Geld verdienen kümmern. Aber was nun? Mit der Hilfe ihrer Freundinnen Therese und Greta eröffnet sie ein Bed&Breakfast. Doch woher sollen die Gäste kommen? der Kochwettbewerb ist ihre Rettung. Zusammen mit ihren Freundinnen will sie eine reine Single-Gruppe bei sich aufnehmen, die dann am Wettbewerb teilnimmt. Nachdem sie die passenden Teilnehmer aus mehr Bewerbungen als erwartet ausgewählt haben, beginnt eine turbulente Woche. Christine gibt sich unglaubliche Mühe es ihren unterschiedlichen Gäste recht zu machen. Ob es liebevoll dekorierte Zimmer, gutes Essen oder der Duft der gesammelten Blüten oder Kräuter ist, sie kann es nicht jedem recht machen. Können sie den Wettbewerb gewinnen? Bleiben alle Single? Petra- Durst Benning hat mich wieder voll und ganz in ihren Bann gezogen. Ihr Schreibstill ist flüssig und leicht. Daher kam ich schnell in die Story und mich erwarteten nicht nur viele Genießer-Momente, sondern auch sehr gut ausgearbeitete Nebencharaktere. Jeder hat seine eigenen Geschichte erzählt und dabei wurde die Protagonistin Christine nie in den Hintergrund geschoben. So bekam ich einen Blick in das Leben verschiedener interessanter Menschen. Auch wenn sie nur erfunden sind, habe mich mit jedem Einzelnem mitgefühlt. Die Themen Trennung, Schmerz, Liebe, Streß und Genuss hat Benning so verarbeitet, das ich mich glatt in der ein oder anderen Person wiedergefunden habe. Ich finde es sehr bereichernd dieses Buch gelesen zu haben, da mir ganz deutlich vor Augen geführt wurde, dass das Leben nicht nicht nur aus hetzen und immer schneller besteht. Sich eine Auszeit nehmen ist genauso wichtig. Wir sollten uns mehr Zeit für die schönen Dinge nehmen. Einfach mal raus einen Spaziergang machen, die Seele baumeln lassen und genießen. Ich bin wirklich froh dieses Buch gelesen zu haben. Mein Lieblingszitat: „Das Leben kann sich so schnell wandeln, quasi von einem Moment auf den nächsten. Deshalb sollte man am besten alles tun, worauf man Lust hat! Und nicht immer alles auf später verschieben.“ (S. 420, Z. 2-4)

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Alle guten Dinge sind ja bekanntlich 3 – daher habe ich mit dem 3. Band der Maierhofener Reihe begonnen. Nein Spaß nicht deswegen :) Allerdings war mir diese Reihe, bevor ich das Buch begonnen habe zu lesen, nicht bekannt. Trotzdem kann dieser Roman auch super als Einzelwerk gelesen werden. Die Konsequenz: Man möchte sofort wissen, was genau im 1. und im 2. Teil passiert ist. Ich bin jetzt schon gespannt, wie Greta und Theresa ihr Leben in Maierhofen aufgebaut haben bzw. was genau sie erlebten. Die Blütensammlerin ist ein schöner Band um die Zukunft der frisch verlassenen Christine, welche noch immer von ihrem Exmann terrorisiert wird. Dieser möchte nun das gemeinsame Haus verkaufen. Aber auch von ihren egoistischen Töchtern erhält sie keine Hilfe sondern Vorwürfe und die Schuld für die Trennung. Die Umstände belasten Christine sehr, doch dafür kann sie sich auf ihre wunderbaren Freundinnen verlassen. Mit Hilfe ihrer Mädels entwickelt sie die glorreiche Idee der Casa Christine und trommelt zusätzlich noch eine Single Gruppe für den berühmten Meine Landliebe Kochwettbewerb zusammen. Mit dem kreierten Menü „Schmetterlinge im Bauch“ kommt ungeplant die Liebe und die Maierhofener Magie in die Casa Christine. „Der Startgong war kaum erklungen, als die ersten Flammen der Kochherde aufflackerten. Messer wurden gezückt, Kochlöffel geschwungen, Pfannen und Bräter kamen zum Einsatz. Es wurde geklopft und gerührt, gehackt und püriert. Bald war die Luft erfüllt von einem einzigartigen Gemisch. Da war der süße Duft von Erdbeerkompott. Die Schärfe von püriertem Bärlauch. Angstschweiß. Junger Knoblauch, gedünstet in Leinöl. Fisch, auf der Hautseite angebraten. Rotwein, der lodernd gesottenes Fleisch ablöschte. […] Jedenfalls kochte der Single-Kochtrupp wie entfesselt. Und was bei den Probedurchgängen noch holprig gewesen war, gelang nun: Die Forellen waren knusprig gebraten, das Kartoffel-Stierum innen saftig, außen perfekt gebräunt. Die Spargelcreme war so luftig, dass Noelle und Erika selbst über sich staunen. Und auch Luise und Magdalena arbeiteten Hand in Hand, als hätten sie noch nie etwas anderes getan. Viel geredet wurde in der Gruppe nicht, aber die Blicke, die man sich gegenseitig schenkte, waren voller Zuneigung, Aufmunterung und Zuversicht.“ Petra Durst-Benning hat mit dem Roman „Die Blütensammlerin“ einen packenden Roman geschrieben, bei welchem man nicht schon zu Beginn das genaue Happy-End kannte. Auf Teil 4 freue ich mich schon jetzt. Aber vorher kommt Teil 1 „Kräuter der Provinz“ und im Dezember lese ich Teil 2 „Das Weihnachtsdorf„. Die Rezepte zu Die Blütensammlerin findet ihr hier: www.rorezepte.com https://rorezepte.com/die-bluetensammlering-petra-durst-benning/

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Zitat: „Womöglich waren viele Dinge im Leben einfacher, als man dachte.“ [S.234, Z.8 f] Inhalt: Christine ist eine kluge Frau in den 40ern. Sie hat alles was sie sich wünscht – dachte sie zumindest. Doch ihr Mann hat sie verlassen, sich eine Jüngere gesucht und auch von Seiten ihrer Töchter gibt es nichts als Vorwürfe. Das macht Christine oft sprachlos, hat sie doch alles für ihre Familie getan. Mit Hilfe ihrer Freunde wandelt sie ihr Haus in ein Bed&Breakfast um. Die einzige Möglichkeit das Haus zu behalten, was Herbert ihr sonst wegnehmen wird. Meine Meinung: Der zweite Teil ihrer Reihe, was ich allerdings erst nach dem Lesen erfahren habe. So habe ich mich zwar etwas gespoilert, doch der Geschichte tat das keinen Abbruch. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen – und auch hier stehen – doch bei keinem bekam ich so viel Hunger wie hier. Die Geschichte an sich hat schon einen tollen Aufbau. Wieder mag ich die Details auf jeder Seite die alles zusammen führen. Und doch… auf fast jeder Seite ist von Essen die Rede, dass mir wirklich die ganze Zeit der Magen geknurrt hat. Mir war nicht klar, dass man eine Geschichte so stark mit Essen verbinden kann, das unklar ist was einem besser gefällt. Ich persönlich mochte beides. Christine war mir von Anfang an sympathisch. Und auch ihre Freundinnen aus dem Dorf wachsen mir recht schnell ans Herz. Margaret – die Bäckerin -, Theresa – die Bürgermeisterin – und Greta – Theresas Cousine und Marketing Expertin. Durch die Veranstaltung ‚Kräuter der Provinz‘ hatte sie genug zu tun um sich von der Sache mit Herbert abzulenken. Den ich übrigens weder hier noch im ersten Teil mochte – ich habe den Ersten kurz danach gelesen. In ihrem Haus wurden die Teilnehmer eines Kochwettbewerbs untergebracht was für viel Durcheinander sorgte. Gerade darin ging sie aber auf. Das Umsorgen anderer. Mir gefiel es wunderbar wie die Autorin die ganzen unterschiedlichen Charakter an einem Ort gebracht hat und diese das Haus nicht nur mit Leben, sondern auch verschiedenen Gedanken füllte. Alle Teilnehmer waren auf ihre eigene Art und Weise einmalig. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und genau das hat es so authentisch gemacht! Den das macht uns ja auch aus. Das Zusammenspiel, die Unterschiede – nicht nur im Aussehen – haben die Geschichte für mich zu etwas besonderem gemacht. Ich hoffe noch mehr aus diesem Ort in weiteren Geschichten zu lesen. Eine klare Leseempfehlung. 4,5 Sterne

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Inhalt: Christine hat mit der Trennung von ihrem Mann hart zu kämpfen, denn nun verlangt er auch noch, dass sie das Haus verlassen soll oder ihn auszahlen. Doch woher soll sie das Geld nehmen, wo sie bisher Hausfrau war? Doch dann entsteht die Idee eines Bed & Breakfast, in welches das Haus umgewandelt werden soll. Mit tatkräftiger Unterstützung der Maierhofener Frauen gelingt dies und die ersten Gäste strömen ein. Und bald schon entsteht auch eine weitere Idee, passend zum Kochwettbewerb im Juni soll Christine ein Team zusammenstellen, dass nur aus Singles besteht, um für jeden Topf seinen Deckel zu finden… Der Story-Stapel Erster Satz: „Es hatte die ganze Nacht hindurch geschneit.“ Die Geschichte beginnt emotional mit der Szene von Christine in ihrem Haus. Es wird sofort deutlich, dass sie ein guter Mensch ist, der es gewiss nicht leicht hat und die stark trauert – um eine gescheiterte Ehe und dem verlorenen Lebenssinn. Doch daran hängt sich die Autorin nicht lange auf, sondern sorgt mit der Eröffnung des Bed & Breakfast direkt für Dynamik. Die Zeit kann der Leser nutzen, sich in Maierhofen zurecht zu finden und sich vor allem auf das große Thema Genuss und Essen einzulassen. Denn wenig später sitzt schon die große Gruppe Singles an Christines Tisch und versuchen, in einer Woche einen Kochwettbewerb zu wuppen. Dabei nimmt sich die Autorin nicht nur ausreichend Zeit, um jeden Charakter vorzustellen, sondern füllt die Dynamik zwischen diesen ungleichen Charakteren gekonnt mit leichten Spannungs- und Eckpunkten. Das Buch endet rund und doch so offen, dass ausreichend Platz für eigene Gedanken ist. Der Charakter-Stapel Der Fokus der Geschichte liegt zwar klar auf Christine, dennoch kommen auch noch viele weitere, sehr unterschiedliche Charaktere zum Zug. Christine selber ist ein eher unsicherer Charakter, der vor allem für andere lebt, dafür aber gleichzeitig auch sehr einfühlsam und empathisch ist und dadurch immer merkt, was jemand braucht, ohne, dass es vieler Worte bedarf. Sie sammelt im Laufe der Geschichte etwas Sicherheit, diese aber in einem Maße, sodass ihr Wesen nicht komplett verändert wird. Sie behält ihr ruhige, schüchterne und unsicheren Art und bleibt damit auch irgendwie sich selbst treu. Ansonsten hat die Autorin bei den Charakteren der Single-Gruppe wirklich aus den Vollen geschöpft und spitze Charaktere entwickelt, die direkt aus der Klischeekiste sind, egal ob es der Manager ist, der kurz vorm Burnout steht oder die junge, hübsche Frau, die doch eigentlich alles hat und trotzdem unglücklich ist. An für sich hat trotz dieser Überspitzung jeder Charakter Platz in der Geschichte gehabt, um sich zu entwickeln. Leider ist ein Charakter dabei unter den Tisch gefallen und wurde in meinen Augen einfach weggedrückt, nachdem er sich als etwas schwierig herausgestellt hat. Gerade hier hätte ich mir ein gewisses „mehr“ gewünscht. Der Stil-Stapel Das Buch liest sich leicht und flüssig. Man rutscht durch die Seiten, ohne hängen zu bleiben, weder an langatmigen Stellen noch an besonders poetischen Sätzen. Der Zauber des Ortes und die besondere Atmosphäre wurden bei mir nur bedingt wachgerufen, da die Autorin sich stark auf das Ausgestalten der Charaktere konzentriert hat; was bei der Vielzahl dieser auch notwendig war. Der Kritik-Stapel Kritisch sehe ich die Charaktere der Single-Gruppe, die mir einfach zu krasse Gegensätze darstellen und zu sehr aus der Klischeekiste sind. Mir fehlten hier die ganz normalen Leute, mit denen man sich eher identifizieren kann als mit den krassen Eck-Charakteren. Auch sollte man hinterfragen, ob es wirklich notwendig ist, dass „jeder Topf seinen Deckel“ findet oder ob das nicht zu übertrieben und unrealistisch war. Keine Frage, das Buch ist rund, hat eine heimelige Atmosphäre und spannende Charakterentwicklungen und doch sprang für mich der Zauber von Maierhofen nicht komplett über. Auf den Lesen-Stapel? Das Buch ist ein schöner Roman, der gewiss einige schöne Lesestunden beschert. Wer besonders gerne Charakter-Bücher liest und kein Problem mit etwas viel Klischee und Happy End hat, kann hier getrost zugreifen. Außerdem kann das Buch auch locker unabhängig der Vorgänger-Bücher gelesen werden, da Vorwissen nicht notwendig ist oder erklärt wird. Für Freunde des Essens und Trinkens sind zudem einige schöne Rezepte und Ideen im Buch enthalten, die in der eigenen Küche ausprobiert werden können. Von mir gibt es für die Geschichte 3 ½ Sterne, da es doch einige Schwächen hatte, die ich nicht überlesen konnte.

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Hier rezensiere ich die Bücher, die bisher in der Maierhofen-Reihe erschienen sind. Kräuter der Provinz: Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist! Das Weihnachtsdorf: Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten? Therese freut sich auf Feiertage in trauter Zweisamkeit, doch jemand will ihre Pläne durchkreuzen. Und während es Christine vor ihrem ersten Fest alleine graut, werden Roswitha und Edy auf die Probe gestellt. Junges Liebesglück, neue Sehnsüchte und zerschlagene Hoffnungen brauen sich zusammen wie Winterstürme. Wie viele kleine Wunder braucht es für das große Glück? Die Blütensammlerin: Nach ihrer Trennung soll Christine entweder aus ihrem Haus ausziehen oder ihren Mann auszahlen. Wer aber gewährt einer Hausfrau Ende vierzig ein Darlehen oder stellt sie ein? Doch die Maierhofener Frauen halten zusammen und helfen Christine, ihr Haus in ein Bed & Breakfast umzuwandeln. Und sie wird Single-Wochenenden ausrichten, an denen man nicht nur das Landleben, sondern auch neue Menschen kennenlernt. Sogar Marketingexpertin Greta ist begeistert: Im Juni findet doch der große Kochwettbewerb statt – und wie wäre es, wenn Christine ein Team zusammenstellte, das daran teilnimmt? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden … Über die Autorin: Seit über zwanzig Jahren möchte ich Ihnen mit meinen Büchern einen Kurzurlaub vom Alltag schenken. Sobald Sie einen "Durst-Benning" lesen, heißt es: Einfach mal das ganze Drumherum ausblenden, abtauchen in eine tolle Story, eintauchen in fremde Schicksale. Sich selbst verlieren oder ganz neu entdecken ... Und ich wünsche mir noch etwas: Dass meine Bücher ein kleines bisschen länger in Ihnen nachklingen. Dass sie eine Resonanz erzeugen, Impulse geben fürs eigene Leben und längst verstummt geglaubte Saiten wieder zum Erklingen bringen. Bisher sind diese drei Teile erschienen, der dritte Teil "Die Blütensammlerin" wurde am 20. März 2017 im Blanvalet-Verlag veröffentlicht. Das Taschenbuch mit 512 Seiten kostet 9,99€, die Kindle-Edition 8,99€. Die drei Bände zusammen kosten 31,98€. "Kräuter der Provinz" war der erste Zeitgenössische Roman der Autorin und handelt von dem idyllischen Dorf Maierhofen im schönen Schwabenland. Im Vordergrund jedes Romanes steht die Repräsentation des Zusammenhalt des Dorfes. Viele Menschen und gerade die jüngeren Leute ziehen hinaus in die großen Städte, mit den Auswirkungen hat Maierhofen nun zu kämpfen. In jedem Roman findet sich so seine eigene Lösung, um damit umzugehen. Leider sind die Bücher gespickt mit Figuren, die vor Klischee nur so tropfen. Die Geschichten der drei Bücher haben viel mehr Potenzial gehabt, den man durch originelle Figuren hätte ausnutzen können, denn die vorhandenen Charaktere sind sehr flach und zu wenig ausgearbeitet. Sie sind zwar fast alle sehr sympathisch, doch niemand sticht so wirklich aus der Masse hinaus. Ich habe sie alle als einen Einheitsbrei empfunden. Wie man es sich von einem kleinen Dörfchen auf dem Land vorstellt, sind die Figuren sehr konservativ eingestellt, manchmal sogar verbohrt, trotzdem, dass sie etwas verändern wollen. Der Schreibstil der Autorin ist leicht, ehrlich und dem Genre angemessen, dadurch bin ich nur so über die Seiten geflogen. Auch der Humor ist nicht zu kurz gekommen, es gab so einige Momente in allen drei Romanen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Durch den leichten, detaillierten Stil war es mir zu jeder Zeit möglich, in das Setting einzutauchen, was mir besonders in der Weihnachtsatmosphäre des zweiten Romanes "Das Weihnachtsdorfes" sehr gut gefallen hat, zumal es auch meine Lieblingszeit ist. Außerdem sind einige weihnachtliche Rezepte als nette Zugabe dabei, mit denen man sich zuhause die passende Atmosphäre schaffen kann. Alle drei Bücher hatten leider gemeinsam, dass ich mich mit Figuren zugeschmissen gefühlt habe und anfangs Probleme hatte, sie alle zu sortieren. Ich hätte mir weniger, aber dafür dreidimensionalere Nebencharaktere gewünscht. Fazit: Für Fans des Genres und des Settings sicherlich ein Highlight, für mich leider nur durchschnittlich.

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