Leserstimmen zu
Blumenkinder

Meike Dannenberg

BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner (1)

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Blumenkinder

Von: Jessica

24.12.2019

Ich habe mich mit den ersten ca. 100-150 Seiten ziemlich schwer getan. Der Funke wollte zunächst nicht richtig überspringen. Vielleicht habe ich mich anfangs aber auch nur nicht richtig auf das Buch eingelassen. Auf jeden Fall wurde es dann aber immer besser. Die Geschichte nahm langsam Fahrt auf und wurde spannender und spannender. Insbesondere die letzten 100 Seiten sind im Nu verflogen. Die Autorin hat einen wirklich packenden Schreibstil und versteht etwas davon, Spannung aufzubauen. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und besonders zu Nora habe ich schnell Sympathie aufgebaut. Die Geschichte an sich ist sehr bewegend und das Ende geht dann nochmal in eine ganz andere Richtung, als man eigentlich erwartet. Eben so, wie es sein sollte. Einen Punkt fand ich allerdings etwas schade. Im Verlauf des Buches wird immer wieder kurz darauf eingegangen, dass Nora selbst ein Kind hat/hatte und es wird immer wieder angedeutet, dass mit ihrem Kind oder mit Nora selbst, etwas tragisches passiert ist. Allerdings wird nicht aufgelöst ist, was genau vorgefallen ist. Ansonsten ist “Blumenkinder” aber ein toller Krimi!

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Nach dem Tod zweier Mädchen, die sich verblüffend ähnlich sehen wird BK-Sonderermittlerin Nora Klerner zum Fall hinzugezogen. Sie sol zwischen den Behörden in Deutschland und Tschechien vermitteln. Neben Nora wird auch Johan als Fallanalytiker ergänznd zum Team hinzugezogen. Erst scheinen die Ermittlungen nicht vorwärts zu kommen, da sich das Team im Kreis dreht. Doch dann verschwindet ein weiteres Kind und der Kreis der Verdächtigen wird kleiner. "Blumenkinder" ist ein sehr spannend gehaltener Krimi, nicht nur durch die Doppeldeutigkeit des Titels. Ich habe sehr mit den Protgonisten mitgefiebert und konnte die letzten Seiten gar nicht schnell genig lesen. Meike Dannenbergs Schreibstil hat da das übrige getan. Falls ihr also noch etwas für die kuschelige Herbstzeit sucht, werdet ihr mit "Blumenkinder" sicher zufrieden sein.

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In Lüneburg wird die Leiche eines 12-jährigen Mädchens gefunden: wie aufgebahrt liegt sie da, scheinbar friedlich, mit Blumen umkränzt. BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und Profiler Johan Helms unterstützen die Kripo vor Ort bei den Ermittlungen, denn es gibt Parallelen zu einem Mordfall in Tschechien. Auch die Aktivitäten einer obskuren Hippie-Gruppe haben Nora und Johan im Visier. Nora ist sich sicher, dass der Täter aus dem Umfeld des dubiosen Kollektivs stammt. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, wird Nora wegen eigenmächtiger Aktionen vom Fall abgezogen. Doch sie ermittelt auf eigene Faust weiter. Denn sie weiß, wenn sie nicht schnell handelt, wird wieder ein »Blumenkind« sterben ... Dass ich dieses Rezensionsexemplar bekommen habe, fand ich wirklich toll, weil mir der Klappentext sehr gefallen hat. Als ich dann noch herausgefunden habe, dass es zur Abwechslung mal wirklich der erste Band einer Serie ist, den ich als erstes lesen werde, war ich natürlich noch gespannter. Und gleich vorneweg: die absolut große Stärke dieses Buchs liegt darin, dass die Figuren sich nicht wie in einem Erstling verhalten. Ich habe ein paarmal nachgeschaut, ob das wirklich Band 1 ist, weil sie sich so eingespielt verhalten und man nicht jedes sie bewegende Detail auf dem Silbertablett serviert bekommt. Stattdessen gibt es Gedanken und Andeutungen zur Vergangenheit, die neugierig machen, eine frühere Zusmmenarbeit wird erwähnt, aber nicht weiter aufgegriffen - der Leser wird also reingeschmssen in einen neuen Kosmo, statt vorsichtig an der Hand genommen zu werden. Das gefällt mir total, endlich mal eine Neuerung zu den üblichen Schritten. Überhaupt ist die Figurenzeichnung sehr gelungen. Auch wenn sie in gewisser Weise wieder die üblichen Klischees - der einsame Wolf, der nerdige Psychoheini - bedienen, wirken Nora und Johan glaubwürdig. Das sind Charaktere, vor allem Johan mag ich wirklich sehr und habe mit seiner Entschiedungsunfreudigkeit mitgelitten. Noras dunkles Geheimnis möchte ich unbedingt weiter erforschen, Band 2 hat also mit Sicherheit einen Leser allein dafür gewonnen. Auch die Dynamik zwischen den Hauptfiguren und den Polizisten vor Ort fand ich gut, das waren - mit einer Ausnahme, nmlich dem Chef der örtlichen Polizei - wirklich gut aufgebaute Spannungen und Enwicklungen, die sehr realitätsnah waren. Überhaupt war das Buch mehrheitlich sehr dicht am Polizeialltag dran und kein überkandidelter Thriller. Im Fokus steht viel, viel Ermittlngsarbeit mit Besuchen bei Leuten, denen man zuhören muss, und der Leser liest natürlich besonders aufmerksam, in der Hoffnung, einen Hinweis zusehen, der ihn bereits auf die Spur des Täters führt, sodass er am Ende sagen kann "Hab ich es doch gewusst!" Ja, das Ende. Das ist es dann, was meine Begeisterung eher abbremst. Da wird urplötzlich ein Täter und ein Motiv aus dem Hut gezaubert und ähnlich wie bei Agatha Christie hatte ich als Leser keine einzige Chance, auf diese Idee zu kommen, weil mir die Informationen dazu schlicht vorenthalten werden. Dass dann natürlich noch der obligatorische Alleingang im obligatorischen Show-down enden muss, war mir leider zu durchschnittlich für das, was die Autorin in ihrem Erstling versprochen hat. Es war ein bisschen, als hätte ihr der Mut gefehlt, weiter in der Schiene zu bleiben, mal über den üblichen Krimitellerrand hinaus zu schauen, stattdessen muss dann etwas Spektakuläres kommen. Diese Auflösung hat mich wirklich ein wenig geärgert, aber nicht so sehr, dass ich nicht sagen könnte, dass hier ein wirklich guter Erstling vorliegt, der Lust auf mehr macht.

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"Blumenkinder" von Meike Dannenberg ist sowohl das Debüt der Autorin, als auch ein spannender Auftakt zu einer neuen Krimi-Reihe. Die Handlung Als die Leiche eines 12-jährigen Mädchens gefunden wurde - aufgebahrt und mit Blumen geschmückt - werden die BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und der Profiler Johan Helms nach Lüneburg gerufen um die ansässige Kripo zu unterstützen. Der Leichenfund hat große Ähnlichkeit zu einem Mordfall in Tschechien, weshalb von einem Serientäter ausgegangen wird. Beide externen Ermittler versuchen, mithilfe der Lüneburger Polizei und mit Unterstützung aus Tschechien, den Täter zu finden. Als eine weitere Leiche, ein junger Mann, im nahe gelegenen Wald gefunden wird und ein drittes Mädchen, welches perfekt ins Opferprofil passt, auf dem Heimweg verschwindet, geraten alle in Zeitdruck und die Situation spitzt sich zu. Können sie das Mädchen lebend finden? Hängen alle Mordfälle und die Entführung zusammen? Beide Ermittler gehen über ihre Grenzen hinaus und geben alles um das entführte Mädchen zu retten und den Täter rechtzeitig zu schnappen. Meine Meinung Ich liebe Krimis. Vor allem mag ich deutsche Krimis und Krimireihen. Daher hat das Buch noch vor der ersten Seite mein Interesse geweckt. Als ich dann einmal damit angefangen hatte, konnte ich es gar nicht mehr weglegen. Meike Dannenberg schafft es, bis zum Schluss, die Spannung zu halten. Die ganze Zeit habe ich mit gerätselt und mitgefiebert - überlebt das Mädchen? Gehören die Morde zusammen? Manche Stellen sind vielleicht etwas zu ausführlich geschrieben, was der Handlung und der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Den Täter hätte ich definitiv nie erraten. Einerseits ist dies ja ein gutes Zeichen für einen Krimi, aber diesmal fand ich den Täter zu "spontan" herangezogen. Dennoch ist "Blumenkinder" ein sehr gelungenes Debüt und ein toller Auftakt zu einer neuen Krimireihe. Neben den Ermittlungen bekommt man zusätzlich einen kleinen Einblick in das Leben von Nora, was definitiv die Spannung auf den 2. Band steigen lässt. Fazit "Blumenkinder" von Meike Dannenberg bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung. Der Umstand, dass ich ein Buch, trotz 3 Kindern, innerhalb von 2 Tagen komplett schaffe zu lesen, spricht schon sehr für sich. Spannend ab der ersten Seite. Fesselnd bis zum letzten Wort. Alle, die die Nele Neuhaus Krimis genauso lieben wie ich, denen wird "Blumenkinder" definitiv auch gefallen. Kaufen! Lesen! Und ungeduldig auf den neuen Band warten!

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Wie schon oft erwähnt, spielt das Cover für mich immer eine große Rolle, was ich bei diesem Buch total gelungen finde. Meiner Meinung nach lässt sich der Kriminalroman sehr gut lesen. Es ist eine spannende, nachvollziehbare und durchgehend spannende Geschichte. Zum ende des Buches entsteht jedoch eine Wendung, mit der ich als Leserin absolut garnicht gerechnet hätte. Es wurde nur ein ganz kurzer Zusammenhang erwähnt und keine richtige Zusammenfassung, wie es zu dieser Person gekommen ist. Alles wirkt nur kurz und knapp beigefügt und ich war zeitweise echt verwirrt. Das Buch wirkt realistisch und ansonsten gut nachvollziehbar. Man kann gespannt auf den Nachfolger sein. der Stil des Schreibens ist gut getroffen wurden, jedoch hatte ich zeitweise das Gefühl, das Buch wird in die länge gezogen, was es zeitweise sehr langatmig machte. Man konnte somit manches mal eigentlich Seiten überfliegen ohne etwas zu verpassen. Mein Fazit:: Das Buch hat sich super toll lesen lassen, jedoch passte das ende überhaupt nicht zu vorhergegangenen Geschichte.Es bekommt von mir daher 4 von 5 Sternen.

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Blumenkinder

Von: mamenu

07.03.2017

Zum Inhalt Im beschaulichen Lüneburg wird die Leiche eines Mädchens gefunden:wie aufgebahrt liegt sie da,scheinbar friedlich,mit Blumen umkränzt. BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und Fallanalytiker Johan Helms unterstützen die Kripo vor Ort bei den Ermittlungen,denn es gibt Parallelen zu einem Mordfall in Tschechien. Auch die Aktivitäten einer obskuren Hippie Sekte haben Nora und Johan im Visier. Nora ist sicher,dass der Täter aus dem Umfeld der dubiosen Aktivisten Gruppe stammt.Als ein weiteres Mädchen verschwindet,wird Nora wegen eigenmächtiger Aktionen von Fall abgezogen. Doch sie ermittelt auf eigener Faust weiter. Denn sie weiß,wenn sie nicht schnell handelt,wird wieder ein Blumenkind sterben. Meine Meinung Das dies ein Debüt-Roman sein soll, konnte ich nach dem lesen kaum glauben.Den Schreibstil fand ich persönlich gut. Alles super beschrieben, sodass man sich gut in die Geschichte einfinden konnte. Die Spannung war von der ersten Seite an bis zur letzten Seite vorhanden. Nora hat mir sehr gut gefallen. Sie ist schon sehr eigensinnig, was andere schonmal ganz schön auf die Palme bringen kann. Weil sie auch gerne mal alleingänge startet, hat sie meine Aufmerksamkeit schnell errungen, was ich dann auch sehr gut gefunden habe. Dadurch war sie doch gleich sympatisch, denn ich mag Leute, die ihren eigenen Weg gehen. Ich wurde immer wieder auf eine andere Fährte gelockt was ich sehr spannenend fand. Auch Nora hat ein Geheimniss, was ich aber bis jetzt nicht rausbekommen habe. Daher hoffe ich, das das nächste Buch bald erscheint und ich noch mehr von Nora erfahren kann. Auf jedenfall hat mir dieses Buch sehr gut gefallen und ich kann nur eine Lese-Empfehlung weitergeben.

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Die Geschichte: Nora Klerner ist Sonderermittlerin des BKA und wird von Fallanalytiker Johan Helms zur Unterstützung der Kripo in Lüneburg angefordert. Ein kleines Mädchen wurde brutal ermordet und vom Täter in besonderer Weise geschmückt: ein Blumenkind. Johan hat eine Verbindung nach Tschechien entdeckt, denn dort wurde eine ähnlich drapierte Tote gefunden. Die Ermittlungen fördern zunächst wenig Brauchbares zutage und dann passiert das Schlimmste: ein weiteres Mädchen wird vermisst. Befindet auch sie sich in den Fängen des skrupellosen Mörders? Nora und die Kripo suchen fieberhaft nach Hinweisen und bald haben sie gleich mehrere Verdächtige. Doch können sie die Kleine noch rechtzeitig retten? Meine Meinung: Für dieses Buch habe ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, weil ich anfangs irgendwie keinen richtigen Zugang dazu fand. Im Nachhinein kann ich mir das aber gar nicht mehr so wirklich erklären, denn es ist echt gut. Vielleicht hätte ich auch einfach mal dranbleiben sollen und es nicht immer nach nur wenigen Seiten wieder weglegen. Einziger Kritikpunkt, der mir dazu einfällt, ist der manchmal etwas zu detaillierte Schreibstil, der dazu führt, dass es nicht so schnell vorwärts geht, wie ich mir das oft wünschen würde. Andererseits sorgt der atmosphärische Schreibstil aber eben auch dafür, dass sich das komplette Geschehen ständig wie ein lebendiger Film im Kopf abspielt. Nachdem ich meine Ungeduld überwunden hatte, konnte ich das auch genießen. Die Charaktere werden auch ganz gut beschrieben, allerdings wirken die beiden Hauptpersonen Nora und Johan ein bisschen geheimnisvoll. Nora hat wohl schon einiges erlebt, das sie zu einem nicht einfachen Menschen gemacht hat. Sie gibt sich immer etwas distanziert, ist extrem ehrgeizig und leidet auch unter verschiedenen Ängsten. Johan ist sehr intelligent und weiß nicht so recht, wohin er im Leben will. Sollte er sich mehr auf sein Privatleben konzentrieren oder ist ihm seine Arbeit doch das Wichtigste? Auch die übrigen Figuren erscheinen recht glaubwürdig und manche durchaus sympathisch. Nora und Johan mochte ich auch ganz gern und ich könnte mir vorstellen, noch weitere Bücher mit ihnen zu lesen. Der Fall an sich ist sehr komplex und es wird in verschiedenste Richtungen ermittelt. Die Lösung ist dann trotzdem noch eher überraschend, aber wenigstens taucht der Täter nicht ganz aus dem Nichts auf. Besonders am Ende wirkt das Buch viel mehr wie ein Thriller. Natürlich steht die Arbeit der Polizei schon im Vordergrund, aber Nora ist einfach eine Einzelgängerin, die sich auch gern in brisante Situationen bringt. So bleibt es nicht aus, dass sie in große Gefahr gerät, was auch noch einiges an Action in die Story bringt. Spannung ist durchgehend vorhanden, meistens auf einem eher moderaten Niveau. Das Buch liest sich fesselnd, aber erst zum Schluss gibt es ein paar echte Gänsehautmomente. Die blutigen Szenen halten sich übrigens im sehr erträglichen Rahmen, so dass ich das Buch auch zarteren Gemütern weiterempfehlen kann. Fazit: Ein sehr komplexer Kriminalfall hält Sonderermittlerin Nora und Fallanalytiker Johan in Atem. Fesselnd, atmosphärisch, geheimnisvoll … empfehle ich gern weiter! Bewertung: 4,5 Sterne

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Ich lese gern Krimis und vor allem Krimireihen. Dieses Buch ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe und da der erste Fall in Lüneburg, das zwar nicht nah dran ist an meinem Wohnort, aber auch nicht allzu weit entfernt, spielt, bin ich neugierig geworden. Dieses Buch unterscheidet sich von dem „Standard-Krimi“, denn es gibt hier keinen klassischen Ermittler, der in seinem eigenen Territorium ermittelt. Die beiden Hauptcharaktere sind die BKA-Sonderermittlerin Nora Klerner und der Profiler des LKA Niedersachsens Johan Helms. Beide werden zu einem Fall hinzugezogen, bei dem ein Mädchen zunächst vermisst und anschließend tot aufgefunden wurde. Das Besondere daran ist die Art, wie die Tote drapiert war. Als nach vier Wochen keine Ermittlungserfolge vorzuweisen waren, wurden die beiden Hauptcharaktere dazu gebeten. Nora ist vor allem für die Zusammenarbeit mit der tschechischen Polizei zuständig, denn auch dort wurde ein Mädchen tot aufgefunden, das auf dieselbe Art gebettet wurde. Doch als noch ein Mädchen vermisst wird und eine weitere Leiche auftaucht, belassen es Nora und Johan nicht bei einfacher Büroarbeit, sondern unterstützen die Ermittlungsarbeiten aktiv. Da die beiden Protagonisten keine Mitglider des Kommissariats in Lüneburg sind, sondern nur zu Gast, ergeben sich interessante Entwicklungen für die Geschichte: Zum einen beginnt die Geschichte sofort, da die Ermittlungen ja schon lange laufen, als die beiden dazu stoßen, zum anderen sind die meisten alles andere als erfreut Kollegen „von außen“ miteinbeziehen zu müssen und so haben sie eine Sonderrolle. Das hat jedoch den Vorteil, dass sie andere Ermittlungswege gehen können, was jedoch nicht gern gesehen wird bei den alteingesessenen, vor allem deswegen, weil Noras Entdeckungen alle voranbringen. Diese Konstruktionsweise bietet viel Potential für weitere Teile einer Serie, da die Protagonisten so ja noch in vielen Städten Niedersachsens zum Einsatz kommen könnten und es so nicht langweilig wird. Ich erhoffe mir im Verlauf der Serie Fälle in der Umgebung meines Wohnortes, aber auch an der Küste oder auf einer der Inseln. Niedersachsen hat so viele schöne Ecken, die Schauplatz eines Romans sein könnten! Der Fall hat mir gut gefallen. Zwar war die Auflösung letztlich nicht ersichtlich und somit für den Leser nicht selbst zu erschließen, dennoch war das Hin und Her und das Verfolgen der vielen Spuren interessant zu lesen, vor allem weil doch immer wieder Querverbindungen und neue Verdachtsmomente auftauchten. Dass die Ermittlungen auch in die Richtung einer Art Hippie-Sekte verliefen fand ich besonders spannend. Die Charaktere haben mich (noch) nicht überzeugt. Der Großteil der Geschichte wird aus Noras Sicht beschrieben und trotzdem bleibt sie recht undurchsichtig. Es wird recht schnell klar, warum sie diese Position bei der Kriminalposition einnimmt und nicht sesshaft in einem Kommissariat arbeitet: Sie hat ein großes Problem, das in ihrer Vergangenheit wurzelt. Daran denkt sie sehr oft, so dass der Leser mitbekommt, dass da was verborgen ist, jedoch wird in diesem Buch noch nicht aufgeklärt, worum es sich tatsächlich handelt. Wobei ich bereits eine Vermutung habe. Wegen dieser Begebenheit ist Nora psychisch nicht ganz auf der Höhe und stürzt sich in die Arbeit und bleibt lieber für sich. Zu Johan hat sie zwar Vertrauen und arbeitet produktiv mit ihm zusammen, dennoch bleibt sie eine Einzelgängerin. Daraus hätte die Autorin eine unheimlich interessante Figur spinnen können, doch trotz der Ecken und Kanten die Nora hat, bleibt sie dennoch seltsam blass, da sie kein Privatleben hat. Der Leser weiß schlicht nichts von ihr und das empfinde ich als schade, denn das gibt einem Krimi mehr Atmosphäre. Gegen Johan kann man eigentlich nichts sagen, doch auch er bleibt als Charakter sehr blass, da seiner Perspektive nicht so viel Raum gelassen wird wie Noras. Auch von ihm und seinem Privatleben hätte ich gern mehr erfahren, obwohl der Leser mehr von diesem mitbekommen hat. Der Schreibstil der Autorin passt gut zu dem Fall und ließ sich angenehm lesen, was diesen Krimi, der trotz charakterlichen Schwächen zu einem guten Unterhaltungsroman macht. Ich bin gespannt, wohin Nora und Johan als nächstes beordert werden und ob der Leser endlich Noras Geheimnis erfährt. Fazit: Im Krimi Blumenkinder gibt es statt eines Ermittlerduos aus einem Kommissariat eine für mich ganz neue Zusammenstellung: Nora, eine Sonderermittlerin vom BKA und Johan, ein Profiler vom LKA Niedersachsen werden zu einem Fall in Lüneburg dazu gebeten, da die ansässigen Ressourcen nicht ausreichen. Diese beiden sind die Hauptcharaktere in dieser neuen Krimi-Reihe. Die Konstruktion des Falles und der gesamte Aufbau der Geschichte haben mir gut gefallen. Das Finale war spannend. Allerdings hätte man aus dem Potential der Figuren noch mehr herausholen können. Ihr Privatleben spielte kaum eine Rolle und so blieben sie recht blass. Zudem scheint Nora ein psychisches Problem zu haben, welches in einem Ereignis in ihrer Vergangenheit wurzelt, aber noch nicht in diesem Auftaktband aufgeklärt wird. Doch nicht nur deswegen bin ich schon auf die Fortsetzung gespannt. Ich würde mich sehr freuen, wenn noch andere Schauplätze Niedersachsens in dieser Reihe in den Mittelpunkt rücken würden.

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