Leserstimmen zu
Das Wunder von Coldwater

Mitch Albom

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Wie verhält man sich, wenn plötzlich ein verstorbener Angehöriger anruft? Dieses Szenario klingt skurril, stellt aber die Haupthandlung des Buches "Das Wunder von Coldwater" von Mitch Albom, einem erfolgreichen amerikanischen Schriftsteller, dar. Doch nicht nur eine Person muss sich diese Frage stellen, sondern gleich mehrere Einwohner der kleinen Stadt Coldwater im kalten Norden der USA. Als sich immer mehr von den "Auserwählten" dazu bekennen, mit ihren Liebsten im Jenseits zu telefonieren - und das auch noch regelmäßig - versinkt die ruhige Kleinstadt im Chaos. Zwischen den Fronten derer, die an ein Wunder glauben (wollen) und den festgefahrenen Atheisten entbrennt ein Streit, der sich schnell auf eine internationale Ebene ausweitet. Nur den ehemaligen Pilot Sully Harding interessiert der Aufmarsch der Medien nicht. Er ist fest dazu entschlossen, das augenscheinliche Wunder als den Schwindel zu entlarven, für das er es hält. Doch die Suche nach einer Erklärung stellt sich als schwieriger heraus, als erwartet. Steckt doch eine höhere Macht hinter den Anrufen? Meine Bewertung: Die Idee hat mich sofort neugierig gemacht, da die Story wirklich originell ist. Leider war der Schreibstil nicht so einnehmend, wie die Geschichte. Der Autor wechselt in sehr kurzen Intervallen zwischen verschiedenen Charakteren. An und für sich ist ein Perspektivenwechsel eigentlich förderlich für die Identifikation mit den fiktiven Personen. Doch das Vorstellen neuer Charaktere wollte schlicht und einfach nicht mehr aufhören. Es wurden einfach zu häufig die Sichtweisen zwischen zu vielen Personen geändert. Ich bin nicht nur gelegentlich mit den Namen durcheinander gekommen, es viel mir auch durch die vielen Wechsel unglaublich schwer gefallen, Sympathien für die Figuren zu entwickeln. Obwohl der Pilot Sully Harding wohl die Hauptrolle darstellen soll, lagen meine Sympathien durchgehend beim Polizeichef Jack Sellers. So viel zu Schreibstil und Personen. Einen weiteren Kritikpunkt, der sich schrittweise angeschlichen hat, war die starke religiöse Auslegung der Handlung. Fünf Pastoren für eine Kleinstadt scheinen mir ohnehin etwas übertrieben, aber die Absicht, dem Leser seinen Gott näher zu bringen, kann Mitch Albom nicht abstreiten. Mich als agnostischen Atheist hat diese Note des Buches daher kalt gelassen und gelegentlich sogar etwas genervt. Trotz der durchaus religiösen Bedeutung der Story hätte man das Christentum nicht zur unausweichlichen Zentralaussage machen müssen. Weil mir aber die Grundidee des Plots gefallen hat, gebe ich dem "Wunder von Coldwater" trotzdem noch 3 gut gemeinte Sterne.

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Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sofort angetan von der Geschichte und musste dieses Buch unbedingt lesen. Telefonanrufe von Verstorbenen aus dem Himmel - wie schön wäre es, wenn das wirklich passieren würde? Ich denke jeder würde sich solche Telefonate mit mindestens einem Menschen wünschen. Das Buch ist innerhalb der Kapitel in viele kleine Passagen unterteilt und der Leser erlebt die Geschichte aus den Perspektiven der jeweiligen Personen. Dies ermöglicht ein schnelles Vorankommen. Eine Frau, die Anrufe ihrer Schwester erhält, ein Polizist dessen Sohn gefallen ist und sich nun bei ihm und seiner Exfrau meldet, eine Tochter dessen Mutter anruft, ein Toter, der das Handy seines Arbeitskollegen klingeln lässt und ein Zweifelnder, der seinem 6-jährigen Sohn erklären muss, weswegen die tote Mutter sich nicht bei ihm meldet. Coldwater wird zum Walfahrtsort vieler Gläubiger, aber auch von Gegendemonstranten und Kritikern. Abgerundet wird das ganze durch YouTube-Videos, Live-Übertragungen in sämtliche Nachrichten und riesige Werbungen für DAS Himmel-Handy. Es ist alles vorhanden, was auch im wirklichen Leben wahrscheinlich passieren würde - gut gemacht. Dass es bei so einer Geschichte viel um Gott, den Glauben und die Kirche gehen würde, war mir von Anfang an klar. Allerdings war es mir persönlich auf die Dauer einfach viel zu viel. In der Danksagung wird deutlich, dass der Autor selbst sehr gläubig zu sein scheint, was das Ganze erklärt. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich jeden Menschen aus Coldwater kenne. Es handelt sich um eine kleine Stadt mit wenigen Einwohnern, aber diese wurden scheinbar alle in irgendeiner Form angesprochen. Wirkliche Nähe und Bezug konnte ich weder zu ihnen, noch zu den Verstorbenen aufbauen. Die einzigen Personen, die ich wirklich mochte, waren der zweifelnde Sully, sein Sohn Jules und die Bibliothekarin Liz. Alle anderen sind halt irgendwie so dahin geplätschert. Zwischendurch kamen immer mal wieder kleine Abschnitte über die Erfindung des Telefons und Alexander Graham Bell. Diese fand ich wirklich interessant, allerdings fingen sie irgendwann an sich zu wiederholen und es kam mir vor, als wenn man versucht hatte, das Buch so um ein paar Seiten zu erweitern. Diese Abschnitte haben mit der eigentlichen Geschichte zwar nichts zu tun, aber immerhin ist das Telefon hier sowas wie der Protagonist und deswegen fand ich es nicht unpassend, sondern irgendwie ganz nett. Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht ganz so überzeugen, wie ich es zu Beginn gedacht habe. Ungefähr ab der Hälfte gab es einen Umschwung und die anfängliche Euphorie für diese Geschichte verflog. Vielleicht war es mir zu viel Himmel, Glaube und Gott, vielleicht hat mir der wirkliche Tiefgang gefehlt - ich weiß es nicht genau. Ob es sich um ein Wunder oder um einen Schwindel handelt, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten - lest es, wenn ihr es wissen wollt ;-)

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Meine Meinung Das Wunder von Coldwater ist ein erstaunlicher Roman. Als ich mit ihm anfing, war ich mir sicher, diese Rezension würde keine allzu gute werden. Ich fand die Geschichte äußerst vorhersehbar, der Schreibstil hat mir nicht sonderlich gefallen und es wurden einfach so viele Charaktere beschrieben, dass ich zu niemandem wirklich eine Bindung aufbauen konnte. Ab Seite 200 hat mich die Geschichte aber echt gepackt. Auf einmal konnte ich mit Sully mitfühlen, vorher war mir gar nicht so bewusst, das er eine Hauptfigur ist. Sein Schicksal hat mich wirklich bewegt. Jetzt war ich wirklich daran interessiert die Hintergründe zu den Anrufen des Himmels zu erfahren und die Auflösung hat mich dann wirklich überrascht, so emotional, so überhaupt nicht vorhersehbar und er hat mich mit dem holprigen Anfang versöhnt. Die Geschichte wird aus der Sicht vieler Personen geschrieben, weswegen ich mit den meisten einfach nicht wirklich warm werden konnte. Dann hatte ich auch noch das Problem, das ich die verschiedenen Menschen irgendwann gar nicht mehr so richtig auseinander halten konnte, bzw. die Namen vertauscht habe und daher erstmal verwirrt war. Die Story ansich ist ja durchaus interessant, an der Umsetzung haperte es, der Schreibstil war auch nicht ganz meiner. Fazit Ich war erst gar nicht begeistert, aber das Ende war wirklich gut und eben auch überraschend, weshalb ich das Buch trotzdem weiterempfehlen kann.

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Mitch Albom begeistert mit seinen gefühlvollen Romanen Leser auf der ganzen Welt. Seine Bücher wurden bisher in 36 Sprachen übersetzt und landeten auf den Bestseller-Listen. Im November 2014 erschien sein Roman “Das Wunder von Coldwater” in deutscher Sprache im Goldmann Verlag. Die Übersetzung aus dem Amerikanischen stammt von Sibylle Schmidt. Ist der Tod wirklich das Ende? Im kleinen Ort Coldwater am Lake Michigan geht Unglaubliches vor sich: an einem Herbstabend klingelt bei acht Einwohnern das Telefon. Am anderen Ende der Leitung hören die Angerufenen die Stimmen von schmerzlich vermissten Verstorbenen. Und das passiert danach an jedem Freitag-Abend. Doch wer wählt aus, wen die Toten anrufen? Als die Medien davon Wind bekommen, rücken Coldwater und seine Einwohner in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Immer mehr Menschen glauben an die Anrufe aus dem Jenseits und an ein Leben im Himmel. Nur der Pilot Sully Harding ist überzeugt davon, dass alles ein riesiger Schwindel ist. Er wurde erst vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen und verlor seine Frau auf tragische Weise. Auch sein Sohn Jules hofft jetzt jeden Tag auf einen Anruf seiner toten Mutter. Sully ist fest entschlossen den Anrufen auf den Grund zu gehen und den Betrug aufzudecken. Fazit Was für ein berührender Roman! Das Buchcover zeigt eine kleine Stadt, die inmitten grüner Wiesen unter einem strahlend blauen Himmel liegt. Das Cover vermittelt eine positive und fröhliche Stimmung. Erzählt wird der Roman aus den verschiedenen Perspektiven der einzelnen Protagonisten. So erhält man einen guten Einblick in das Leben der Menschen und in ihre Gefühle. Geschickt werden die verschiedenen Handlungsstränge zusammengeführt. Hauptthema des Romans ist das Leben nach dem Tod. Dabei wird jedoch nicht auf eine kirchliche Komponente eingegangen. Bestimmt jeder hat sich schon einmal gewünscht, mit einem Verstorbenen noch einmal sprechen zu können. Ihm noch einmal sagen zu können, wie sehr man ihn liebt oder auch um Verzeihung zu bitten. Bis zum überraschenden Ende weiß man nicht, ob die Anrufe echt sind oder nicht. Die Auflösung des Ganzen ist absolut genial und läßt Hoffnungsvolle und Zweifler auf ihre Kosten kommen. Mich hat der Roman bestens unterhalten. Alborns Schreibstil ist leicht lesbar und hat mich in seinen Bann gezogen. Leser, die gerade einen lieben Menschen verloren haben, sollten dieses Buch unbedingt lesen. Aber auch alle anderen, die auf gefühlvolle Romane mit einem Hauch Mystik stehen, werden dieses Buch bestimmt lieben! “Das Wunder von Coldwater” – Roman von Mitch Albom, erschienen 2014 im Goldmann Verlag, gebunden, 336 Seiten, 17,99 Euro, ISBN 978-3-442-31380-8 Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Klappentext Es ist ein Abend im Herbst, als bei Tess Rafferty in der kleinen Stadt Coldwater am Lake Michigan das Telefon klingelt. Am anderen Ende der Leitung hört Tess die Stimme ihrer Mutter – und lässt vor Schreck den Hörer fallen. Ihre Mutter ist seit vier Jahren tot ... Und Tess bleibt nicht die einzige; auch andere Bewohner erhalten Anrufe von Verstorbenen. Schnell ist die Rede von einem Wunder, und Coldwater rückt in den Fokus der Medien. Immer mehr Menschen glauben an die Anrufe aus dem Himmel. Nur einer nicht: der Pilot Sully Harding ist entschlossen zu beweisen, dass alles ein riesiger Schwindel ist. Aber ist es das? Oder existiert das Wunder von Coldwater wirklich? Über den Autor Mitch Albom begeisterte mit seinen Büchern »Dienstags bei Morrie« und »Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen« weltweit unzählige Leserinnen und Leser. Seine Bücher wurden in 36 Sprachen übersetzt und waren Nummer-1-Bestseller. Er lebt mit seiner Frau Janine in Detroit. Meine Meinung Story Ich habe dieses Buch sofort nach einem tollen Buch gelesen, nämlich "Die letzten Tage der Rabbit Hayes" somit hatte das Buch es echt schwer, mit dem Vorgänger mitzuhalten. Dennoch kann man beide Bücher nicht vergleichen und ich hab schnell umschalten können und mich bei diesem Buch wohl gefühlt. Die Handlung ist wunderschön, wer würde nicht gerne Anrufe von den lieben Menschen bekommen, die uns schon länger verlassen haben ? Ob es ein Wunder ist, oder Betrug, das ist hier die Frage. Die zuerst euphorische Stimmung in Coldwater schlägt sehr schnell ins Negative um, als kranke Menschen auf einmal sterben, nachdem sie erfahren haben, das es nach dem Tode weiter geht. Schnell werden Hetzkampagnen gegen die Leute begonnen, die diese Anrufe bekommen haben. Denn nun wirft man ihnen vor, dass sie Schuld am plötzlichen Tot der kranken und alten Menschen haben. So beginnt dann langsam das es auch große Zweifler unter den Stadtbewohnern gibt, die der Sache auf den Grund gehen wollen, weil sie einfach nicht an Wunder glauben können. Natürlich versucht die Presse alles aufzubauschen und will sogar so einen solchen Anruf in einer Livesendung übertragen. Ob Wunder oder nicht, verrate ich an dieser Stelle nicht, dass soll jeder der das Buch lesen möchte selber herausfinden. Das Buch ist wirklich Wert gelesen zu werden und zudem sehr schön zu lesen, spannend und einfühlsam geschildert und hat viele schöne Lesestunden gebracht. Schreibstil Der Schreibstil ist einfach gehalten und leicht zu lesen. Es wird aus verschiedenen Sichten der unterschiedlichen Protagonisten erzählt, so das man sich verschieden Blickwinkel zu Nutzen machen kann. Einmal begonnen, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Charaktere Dies ist der einzige Kritikpunkt den ich habe, nämlich das ich nicht so wirklich warm mit den Charakteren werden konnte. Wo immer das auch dran gelegen haben mag, ich weiß es wirklich nicht. Sie werden vielleicht nicht tiefgründig genug dargestellt, oder es lag wirklich am Buch, welches ich davor gelesen habe, bei dem die Charaktere so toll zur Geltung kamen. Auf jedenfall ziehe ich deswegen eine Bewertungsnote ab, was immer noch ein sehr gutes Buch bedeutet. Mein Fazit Ein wirklich schönes Buch, mit einer ergreifenden und sehr schönen Thematik. Ich vergebe vier von fünf Sternen und kann euch das Buch nur ans Herz legen.

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Wer Mitch Albom kennt, weiß längst, dass seine Bücher immer sehr gefühlvoll sind und zum Nachdenken anregen. Auch bei „Das Wunder von Coldwater“ ist dies definitiv der Fall, denn der Autor setzt sich hier mit sehr emotionalen und schwierigen Themen auseinander, vor allem mit der Trauer um geliebte Menschen und dem Glauben an ein Leben nach dem Tod. Die Szenen springen oft zwischen den vielen agierenden Personen hin und her. Es gibt die „Auserwählten“, die Anrufe von Verstorbenen erhalten. Es gibt die religiösen Oberhäupter von Coldwater, den Bürgermeister, Medienvertreter; dazu noch zahlreiche weitere Nebenfiguren. Zudem wird noch zwischendurch die Geschichte von Alexander Graham Bell und der Erfindung des Telefons erzählt. Zentrale Figur ist hierbei aber sicherlich Sully Harding, der an dem Wunder von Coldwater zweifelt und versucht, es als Humbug zu enttarnen. Die Wege der vielen Charaktere kreuzen sich, und man erfährt viel über ihre Vergangenheit und ihr Gefühlsleben. Nach und lernt man die Personen besser kennen, und es setzen sich viele Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen. Angesichts der Fülle an Figuren in diesem Buch ist es dem Autor doch sehr gut gelungen, jeden Einzelnen dem Leser näher zu bringen. Auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass ich manchmal den Überblick verlor und den ein oder anderen Namen erstmal verwechselt habe. Lesern mit schwachem Gedächtnis würde ich hier eventuell empfehlen, sich zu Beginn Notizen zu machen. Zum Ende möchte ich nicht viel verraten, denn natürlich soll jeder selbst herausfinden, ob das Wunder von Coldwater nun wirklich ein Wunder oder ein Fake war. Die Auflösung bleibt bis zum Schluss recht spannend, ich hätte jedenfalls nicht mit dieser Wendung gerechnet. Und der Autor hat es meiner Meinung nach geschafft, dass sich beide Parteien – die Zweifler und die Gläubigen – bestätigt sehen können. Das Buch beschäftigt sich natürlich auch viel mit Glauben, allerdings gibt es in der Geschichte sowohl gläubige als aus zweifelnde Menschen, so dass es dem Leser überlassen bleibt, woran er glauben möchte und woran nicht. Auch wenn man im Nachwort erfährt, dass der Autor selbst sehr gläubig ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass es ein christliches Buch ist – damit hätte ich auch nicht viel anfangen können. Es kann also wirklich jeder lesen, egal wie er zu Gott und der Kirche steht. Hier wird niemandem etwas aufgedrängt oder eingeredet. „Das Wunder von Coldwater“ ist ein unterhaltsames, schönes, emotionales Buch für keine bestimmte Zielgruppe, wobei ich denke, dass es vor allem für diejenigen tröstend sein könnte, die um einen geliebten Menschen trauern. Aber auch alle anderen Leser wird die Geschichte sicherlich zum Nachdenken bringen.

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Ein zauberhaftes Buch, dass zum Träumen einlädt sowie Hoffnung und Kraft gibt in den schweren Momenten der Trauer! Meine Gedanken zu dem Buch: Dieses Buch mit seiner zauberhaften Handlung lädt einfach zum Träumen ein. Es ist eine wunderbare Vorstellung man könnte per Telefon mit den verstorbenen Lieben sprechen. Besonders berührt hat mich diese Idee wohl auch, weil ich meine Oma nie kennen lernen durfte. Dennoch fühle ich mich immer wieder mit ihr tief verbunden. So war diese Geschichte für mich herrlich schön und ich träumte des Öfteren einfach vor mich hin und geriet regelrecht ins Schwärmen für diese Idee.. Wie oft hätte ich gern einfach meine Oma da oben im Himmel angerufen und ihr einfach von meinem Leben erzählt oder sie in so manchen Dingen um Rat gefragt. Der Autor schreibt in einer fast einzigartigen und einfühlsamen Art und Weise, dass diese Geschichte unweigerlich ans Herz geht und seinen Leser tief berührt. Er verwendet einfach die passenden Worte, sodass man sich ohne weiteres auf die Handlung einlassen kann und sich einfach von ihr treiben lässt. Besonders beeindruckt und bewegt hat mich der Satz „Das Ende ist nicht das Ende.“ Als ich diesen Satz las, dachte ich einfach nur: Wie recht er doch hat. In gewisser Weise leben die Verstorbenen ja in uns weiter. Dank unseres tiefen Glaubens sind sie stets bei uns – sowohl in unseren Gedanken als auch in unseren Herzen. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings, dass der Autor an manchen Stellen in seiner Erzählweise eine Art Turbo eingebaut hat. An diesen Stellen fühlte ich mich häufig von der Handlung überrumpelt und fühlte mich beim Lesen auch etwas unwohl, wäre ich doch allzu gern noch länger in der ein oder anderen Episode verweilt und hätte mich zu gern noch etwas meinen Träumereien hingegeben. Diese durch das Tempo erzeugte kurze Schrittfolge der Handlungen wirkte auf mich etwas abgeschnitten und harmonierte nicht mit dem übrigen Teil des Buches. Das Ende hatte ich irgendwie geahnt, fand es allerdings durchaus passend zu der gesamten Geschichte, die sonst eher ins Absurde abgedriftet wäre. Das hätte dann dem gesamten Buch geschadet – schön, dass es nicht so war. Kurz & Gut - Mein persönliches Fazit „Das Wunder von Coldwater“ ist ein wundervoller Roman, der zum Träumen einlädt sowie Mut und Hoffnung spendet, denn: „Das Ende ist nicht das Ende!“ © Rezension: 2015, Sandra „Sunny liest“

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Der Klappentext:9783442313808_Cover Es ist ein Abend im Herbst, als bei Tess Rafferty in der kleinen Stadt Coldwater am Lake Michigan das Telefon klingelt. Am anderen Ende der Leitung hört Tess die Stimme ihrer Mutter – und lässt vor Schreck den Hörer fallen. Ihre Mutter ist seit vier Jahren tot ... Und Tess bleibt nicht die einzige; auch andere Bewohner erhalten Anrufe von Verstorbenen. Schnell ist die Rede von einem Wunder, und Coldwater rückt in den Fokus der Medien. Immer mehr Menschen glauben an die Anrufe aus dem Himmel. Nur einer nicht: der Pilot Sully Harding ist entschlossen zu beweisen, dass alles ein riesiger Schwindel ist. Aber ist es das? Oder existiert das Wunder von Coldwater wirklich? Die Handlung: ஐ ஐ ஐ ஐ Eine Kleinstadt wird von einem Wunder heimgesucht. Mit Toten noch ein einziges Mal sprechen? Noch die Fragen stellen, die man nie stellen konnte? Ist das ein Abschluss und führt zum inneren Frieden oder will man dann nur immer mehr? Was würde man dafür tun? Um all das geht es in dem neuesten Buch von Mitch Albom. Da ich weiß, dass seine Bücher immer eine sehr tiefe Botschaft haben, war ich sehr gespannt, was hinter dieser Geschichte steckt. Die Charaktere: ஐ ஐ ஐ ஐ Es gibt verschiedene Erzähler bzw. Charaktere in diesem Buch. Manche fand ich sympathisch, andere waren eher blass oder langweilig, allerdings entspricht das wohl dem wahren Leben, wo man auch nicht alle mag. Auf jeden Fall kommt der typische Kleinstadtcharme durch, wo man dann doch fast alle Charaktere irgendwie auf ihre manchmal skurrile Art liebenswert findet. Schreibstil: ஐ ஐ ஐ ஐ Wie schon in seinen anderen Büchern, ist Mitch Albom seinem ruhigen, schönem Schreibstil treu geblieben. Man findet in seinen Büchern immer wieder Sätze, die als Sprüche auf Karten oder für die Wand dienen können. In diesem Buch sind davon zwar nicht ganz so viele zu finden, oder ich habe sie überlesen, weil ich so gespannt auf das Ende der Geschichte war - wird Albom sagen, dass es Anrufe aus dem Himmel geben kann? Ist das rational?? Ich wollte unbedingt wissen, wie es endete. Atmosphäre/Spannung/Humor: ஐ ஐ ஐ ஐ Die Atmosphäre in den Büchern von Mitch Albom war bisher in allen von mir gelesenen Büchern sehr schön. Obwohl die Bücher meist nicht sehr dick sind, liest man sie meist sehr langsam, um alle Worte in sich aufzunehmen. Wie schon beschrieben, hat er wirklich viele Zitate geliefert, die ich auch alle in mein Buch der besonderen Sätze abgeschrieben habe. Dieses Buch ist ein wenig anders, weil dabei sogar richtig Spannung entsteht, was vermutlich durch die Thematik hervorgerufen wird. Außerdem springt er zwischen den einzelnen Charakteren hin und her, so dass man teilweise seitenweise "warten" muss, bis eine bestimmte Szene weiter geht und Auflösung findet. Idee und Umsetzung: ஐ ஐ ஐ ஐ Die Idee ist wirklich interessant. Wie eingangs schon geschrieben, wünscht sich vermutlich jeder nochmal mit einem lieben verstorbenen noch ein letztes Gespräch zu führen: Sich vielleicht zu vertragen, oder noch einmal zu sagen, wie gern man ihn hat, wie stark man ihn vermisst. Zu der Umsetzung werde ich nicht mehr viel weiter sagen, denn ich möchte ja nicht das Ende spoilern. Lasst Euch einfach überraschen und von der Geschichte mitreißen. Stärken und Schwächen Mitch Alboms Stärke sind seine Worte. Auch wenn es "nur" Übersetzungen sind, lebt die Geschichte durch seine Wortwahl. Auch hier ließ es sich ganz einfach in die Story eintauchen und mitschwimmen. Wirkliche Schwächen konnte ich in diesem Buch nicht entdecken. Fazit Es war ein schönes, kleines Buch für zwischendurch. Die Geschichte erweckt Hoffnung und lässt einen auch manchmal ein wenig traurig und bedrückt sein. Es war für mich nicht sein bestes Buch, aber durchaus lesenswert.

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