Leserstimmen zu
Das Wunder von Coldwater

Mitch Albom

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Ich war sofort von dem Cover angetan: Die tollen Farben und die bunten Häuschen haben auf mich einfach eine magische Wirkung. Das war der eigentliche Grund warum ich dieses Buch unbedingt haben wollte, denn von Mitch Albom hatte ich bis dato noch nie etwas gehört oder in der Buchhandlung auch nur wahrgenommen (was ich zu meiner Schande gestehen muss). Aber es wird sicherlich nicht das letzte Buch sein, dass ich von dem Autor lesen werde! Die Sprache ist super und das Verhältnis zwischen Handlung/Dialogen und Beschreibungen finde ich mehr als gut gelungen. Ich war auch unmittelbar mit Beginn der Story gefangen in der Kleinstadtidylle von Coldwater, Michigan. Schon auf der ersten Seite, als vom Autor das Klingeln des Telefons beschrieben wurde, der Anrufbeantworter den eingehenden Anruf annahm und eine Verstorbene am anderen Ende der Leitung war, wollte ich unbedingt wissen, was es mit diesen ominösen Anrufen auf sich hat. Die ganze Zeit hat mich die Frage beschäftigt, ob es sich hier um eine perfide Marketingmethode handelte, um die Kleinstadt bekannter zu machen oder ob hier wirklich übernatürliche Kräfte am Werk sind? Diese zentrale Frage hat für mich die Spannung des Buches ausgemacht, obwohl mich das ein oder andere Schicksal der Protagonisten auch sehr bewegt hat. Als Naturwissenschaftler kann ich eigentlich überhaupt nicht nachvollziehen, wie man an das Jenseits und ein Leben nach dem Tod glauben kann, deswegen fand ich auch Sully herangehensweise an diese seltsamen Anrufe sehr pragmatisch und konnte nachvollziehen, warum er misstrauisch ist und der Sache mit logischem Verstand erklären möchte. Und das obwohl er und sein kleiner Sohn auch einen tragischen Verlust erlitter hatten. Auch die Kürze der Kapitel empfand ich als sehr angenehm, obwohl es für mich den Einstieg ins Buch doch etwas erschwert hatte, da so einige Protagonisten mitspielen und man alle erst nach und nach kennenlernt. Dies führte bei mir zu Beginn doch mal zu der ein oder anderen Verwechslung der Protagonisten und ich musste hier und da nochmals in den vorhergehenden Kapiteln nachschlagen. Allerdings sind die kleinen Zwischenepisoden über die Entwicklung des Telefons und dessen Erfinder Alexander Graham Bell sehr gut gelungen, denn diese informativen und überraschenden historischen Episoden finde ich sehr gut geschrieben. So konnte ich doch noch etwas über den Menschen und Erfinder hinter dem Telefon erfahren. Das Ende fand ich dann doch sehr überraschend. Niemals hätte ich auf solch ein Ende getippt, obwohl ich schon meine eigenen Theorien zu den himmlichen Anrufen hatte. Die Spannung war für mich also bis zum Ende gegeben und mit dem Ende bin ich auch sehr zufrieden gewesen.

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Im kleinen Örtchen "Coldwater" in Michigan erhalten eines Tages einige Bewohner Anrufe aus dem Himmel. Und zwar handelt es sich dabei um Anrufe von Verstorbenen. Beispielsweise von einem Sohn, der im Krieg gefallen ist oder von einer Schwester, die an einer schweren Krankheit gelitten hat. Die ausgewählten Bewohner erhalten meist an einem Freitag solche Anrufe und schnell ist in den Medien nur noch vom Wunder von Coldwater die Rede. Doch ein Mann, namens Sully Harding, glaubt nicht an dieses Wunder, deshalb versucht er mit allen Mitteln diesen "Schwindel" aufzulösen, so fern es sich um einen handelt. Existieren diese Anrufe wirklich oder sind die Bewohner einem Betrüger in die Hände gefallen? Ich bin immer sehr vorsichtig mit "außergewöhnlichen" Geschichten, da ich schon oft enttäuscht wurde, aber ich bin so froh, dass ich mich an "Das Wunder von Coldwater" getraut habe. Der Einstieg in die Geschichte ging recht flott voran, der Leser wurde gleich Zeuge von einem so genannten Anruf aus dem Himmel, den eine Frau aus Coldwater, von ihrer verstorbenen Mutter erhält. Somit nimmt die Geschichte immer weiter an Fahrt auf und sämtliche Bewohner im kleinen Ort Coldwater erhalten Anrufe von geliebten Verstorbenen. Das Buch ist in längere Kapitel und Abschnitte eingeteilt. Manche Kapitel beginnen mit einem Fernsehinterview, was das Ganze etwas auflockert. Eine direkte Hauptperson gibt es meiner Meinung nach in der Geschichte nicht, wobei man den Pilot Sully Harding als Protagonist einstufen kann. Es spielen sehr viele Charaktere eine Rolle, da auch die Kapitel und Abschnitte immer wieder zwischen den einzelnen Bewohnern, die Anrufe aus dem Himmel erhalten, hin und her wechseln. Teilweise musste ich mich schon konzentrieren um verschiedene Personen nicht zu verwechseln, aber mit der Zeit ging es dann schon. Der Schreibstil ist einfach gehalten und die Geschichte lässt sich flüssig lesen. Ich finde die Mischung aus den Dialogen und der Erzählstimme genau richtig. Somit hat der Leser eine gute Abwechslung. Der Verlauf der Geschichte ist schlüssig und man hat immer einen roten Faden. Als Leser stellt man sich andauernd die eine Frage "Wie kann es sein? Was ist des Rätsels Lösung?". Bis zum Schluss bleibt die Geschichte spannend. Das Rätsel wird dann zum Ende hin langsam aufgelöst. Der Autor hat mich mit diesem Buch wirklich sehr berührt. Er möchte den Menschen Hoffnung schenken und dies ist ihm auf alle Fälle gelungen! Ich kann euch dieses Buch nur weiterempfehlen, ich habe mir auch die anderen Werke von Mitch Albom angesehen und ich denke, dass ich mir als nächstes "Dienstags bei Morrie: Die Lehre eines Lebens" vornehmen werde.

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