Leserstimmen zu
Der Glanz von Südseemuscheln

Regina Gärtner

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Taschenbuch
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Kurz vor dem Ersten Weltkrieg findet die deutsche Auswanderin Alma ihr Liebesglück und heiratet ihre große Liebe Joshua Fitzgerald und zieht mit ihm und ihrem Sohn Max nach Sydney in Australien. Parallel bauen Mathilde und Fritz auf Deutsch-Samoa eine Konservenfabrik für Ananas auf. Doch dann kommt der Krieg und die Welt steht Kopf. Alma muss sich auch im fernen Australien Anfeindungen gefallen lassen und kann dies auch nicht mehr vor Max verheimlichen, doch sie kommen irgendwie über die Runden. Auf Deutsch-Samoa sind nun die Neuseeländer die neue führende Kraft und das lassen die Soldaten auch die deutsche Bevölkerung spüren. Das Leben von Mathilde und Fritz wird immer schwieriger. Regina Gärtner hat einen lockeren und leichten Schreibstil, der einen in ferne Länder entführt. Geschickt schafft sie es, tatsächliche Ereignisse wie einen Tsunami auf Samoa oder auch die Spanische Grippe in die Geschichte einzuweben, so dass man ganz in der Geschichte versinkt und mit den Charakteren leidet und lacht. In diesem Roman lernt man ganz nebenbei und manchmal auch etwas unbewusst einiges über die Geschichte der Welt zu Zeiten des Ersten Weltkrieges und doch liegt das Geschichtliche nicht im Vordergrund, sondern eine richtig tolle Familiengeschichte, die den Leser mitreißt und nicht mehr loslässt. Ein toller Roman der mit tragischen Ereignissen nicht geizt, aber auch reichlich positivem gefühlvolle Momente für den Leser bereit hält. Zentrale Personen sind hier Alma in Australien sowie Mathilde auf Samoa. Beide Frauen gehören zu den starken Vertreterinnen ihrer Gattung, die sich durch Leid und Freude arbeiten, als gäbe es nichts selbstverständlicheres. Beide Frauen müssen mit den Idiotien des Ersten Weltkrieges umgehen, ohne sich unterkriegen zu lassen und vor allem - ohne das Wohl der Familie außer Acht zu lassen! Ich würde mich sehr auf ein Wiedersehen mit Alma und Co. freuen! "Der Glanz von Südseemuscheln" ins der Nachfolgeroman von "Unter dem Südseemond", kann aber auch problemlos einzeln gelesen werden. ❤❤❤❤❤ von mir!

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Dieser Roman erschien im HEYNE Verlag und ist eine Fortsetzung zu „Unter dem Südseemond“. Jedes Buch ist separat für sich lesbar, doch es empfiehlt sich bei Fortsetzungen stets die Reihenfolge zu beachten, um verschiedene Zusammenhänge noch besser verstehen zu können. Zur Autorin: Regina Gärtner ist am Niederrhein aufgewachsen, hat an der RWTH Aachen Germanistik und Politikwissenschaften studiert, und danach als Deutschlehrerin, Pressereferentin, Werbefachfrau und Public-Relation-Manager für internationale Kinofilme gearbeitet. Zuletzt war sie lange Jahre als Anzeigenleiterin in einem Fachverlag tätig, bevor sie sich als Projektmanagerin selbstständig gemacht hat. Seit 2012 widmet sie sich ganz dem Schreiben. Die Autorin lebt in Köln, ist aber häufig in der Welt-Geschichte unterwegs: Sie hat bereits alle fünf Kontinente mehrfach bereist, aber die die pazifische Region, vor allem Australien und Samoa, haben es ihr besonders angetan. Zum Inhalt: Sydney/Samoa 1914: Kaum haben Alma und der australische Seemann Joshua zueinandergefunden, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Die Hysterie des Ersten Weltkrieges bricht über sie herein, und plötzlich befinden sie sich auf verfeindeten Seiten. Als das Schicksal sie auseinanderreißt, muss Alma als Deutsche in Australien nicht nur um ihre Existenz bangen. Sie muss auch darum ringen, ihre hart erkämpfte Liebe zurückzugewinnen. Ausgerechnet ein hilfloser Straßenjunge erweist sich als Lichtblick in dunklen Zeiten. Doch er hütet ein seltsames Geheimnis…. Der erste Satz: „Alma beobachtete, wie der Postmann auf der gegenüberliegenden Straßenseite von Haus zu Haus ging.“ Mein Eindruck: Man wird zurückversetzt ins Jahr 1914. Auch in der fernen Südsee ist der 1. Weltkrieg allgegenwärtig. Samoa wird von Neuseeland besetzt und dies bekommen viele deutsche Auswanderer, die mit dem deutschen Kaiserreich nichts mehr am Hut haben, zu spüren. Die beiden Hauptakteure aus dem ersten Buch, Alma und Joshua, sind mittlerweile verheiratet und leben in Australien. Alma leidet sehr unter dem aufkeimenden Hass gegen deutsche Auswanderer. Sie verkauft kaum noch etwas. Im weiteren Verlauf der Geschichte bestimmen Krieg, Leid, Verrat und Überlebenskampf das Leben der verschiedenen Romanfiguren. Doch zwischen vielen düsteren Momenten zeigt sich auch viel Gutes. Die Liebe überwindet viele Grenzen, echte Freunde sind unbezahlbar. Das toll gestaltete Cover vermittelt einen idyllischen Eindruck über einen Ort, wo man gerne sein würde, um die Seele baumeln zu lassen. Doch auch solch ein Paradies kann gefährlich werden….. Mein Urteil: Ein wunderbarer Roman zum Schmökern. Er entführt an traumhaft schöne Schauplätze ans andere Ende der Welt. Doch auch vor dieser Idylle macht der Krieg nicht halt…. Die Autorin Regina Gärtner erschuf eine erlebnisreiche, wenn auch fiktive Geschichte um Alma und ihre Familie. Ihr zauberhafter Schreibstil zog mich in seinen Bann und ließ mich bis zur letzten Seite nicht mehr los.

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Sydney/Samoa, 1914. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs kommt überraschend für die Siedler am anderen Ende der Welt. Während anfangs noch alle glauben, dass der Konflikt schnell beendet sein wird und vor allem kaum Auswirkungen auf das Leben in den Kolonien und Australien haben wird, zeigt die politische und militärische Entwicklung doch bald das Gegenteil. Auch wenn der Krieg weit entfernt stattfindet, die Auswirkungen werden auch hier spürbar. Auf Samoa wird eine riesige neuseeländische Truppe stationiert, die deutschen Einwohner und Plantagenbesitzer werden immer mehr eingeschränkt und schikaniert. Man kann das Buch sicher auch gut lesen, ohne den ersten Teil "Unter dem Südseemond" zu kennen, aber da mir dieser auch sehr gut gefallen hat, empfehle ich die richtige Reihenfolge. Der zweite Band erzählt parallel die Entwicklung auf Samoa und in Sydney, anhand der Schicksale von Mathilde und Alma. Die Lektüre des ersten Bandes ist schon eine Weile her, dennoch standen mir einige Figuren schon nach den ersten Seiten wieder klar vor Augen. Mathilde, die so glücklich war, dass ihre Konservenfabrik bald mit der Produktion beginnen könnte, sieht sich bald vor den Trümmern ihrer Existenz. Doch sie muss die Familie zusammenhalten, für ihr Mündel Grete da sein und ihren Bruder Fritz vor Dummheiten bewahren. Die Heirat mit einem Engländer könnte die Lösung sein, doch Mathilde sträubt sich gegen eine Ehe, die nicht aus Liebe geschlossen wird, sondern nur aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Vorteile. Mathildes Cousine Alma hingegen, die im ersten Band die Hauptrolle gespielt hat, lebt nun mit ihrem Mann Joshua und ihrem gemeinsamen Sohn Max in Sydney. Joshua ist als Kapitän viel unterwegs und so muss sich Alma allein gegen die immer stärker werdenden Anfeindungen gegen sie als Deutsche zur Wehr setzen. Ihre Schwägerin Mary ist ihr keine große Hilfe, sondern versucht stattdessen immer weiter, einen Keil zwischen Alma und Joshua zu treiben. Das Buch ist immer noch eine unterhaltsame Familiengeschichte, aber es wirkt auf mich auch deutlich politischer als der erste Band. Das ist kein Kritikpunkt, im Gegenteil, ich fand es äußerst spannend. Über den Ersten Weltkrieg habe ich bereits viele Bücher gelesen, diese spielten aber hauptsächlich in Europa, selten einmal in den USA. Mit der Geschichte Australiens oder der deutschen Südseekolonie Samoa in dieser Zeit habe ich mich hingegen noch nie befasst, umso interessanter fand ich die Beschreibungen hier!

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Klappentext: Stürmische Zeiten im Inselparadies. 1914: Endlich erfüllt sich ihr Lebenstraum, glaubt die junge Alma, als sie ihrer großen Liebe Joshua nach Sydney folgt. Doch in den dunklen Zeiten des Ersten Weltkrieges wird ihre Liebe zu dem australischen Seemann auf eine harte Probe gestellt. Alma wird als Deutsche in Feindesland bedrängt, und als Joshua von einer Seereise nicht mehr zurückkehrt, scheint ihr Unglück besiegelt. Almas Familie ist auf Samoa geblieben, doch die deutsche Kolonie wird von den Neuseeländern besetzt. Und Almas jüngere Schwester sieht sich unerwartet mit einem qualvollen Dilemma konfrontiert: Darf sie sich in den Feind verlieben? Meine Meinung: siehe oben im Video Cover: Auch das Cover von dem 2. Teil ist sehr romantisch gehalten. Man sieht wieder den wunderschönen Strand, diesmal mit Fischerbooten und das Cover ist in wunderbaren Farben gehalten. Fazit: Auch der zweite Teil dieser Reihe hat mir unheimlich gut gefallen. Man konnte wunderbar übergangslos weiterlesen und ich war sehr gespannt, wie es mit Alma und ihrer großen Liebe Joshua weitergegangen ist. Almas Leben ist wirklich oft sehr schwierig und ich habe sie sehr bewundert, wie sie das alles meisterte. Man erfährt dieses Mal auch viel von der kleinen Schwester, die in der Zwischenzeit natürlich erwachsen geworden ist und Alma nach Samoa gefolgt ist. Regina Gärtner konnte mich wieder dermaßen überzeugen und genau wie im ersten Band, hat mir ihr Schreibstil, ihre bildlichen Darstellungen und viele der Charakteren sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass ich noch viele Roman von Regina Gärtner lesen darf. Schmetterlinge: 5 von 5

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Sydney/Samoa 1914: Die junge Deutsche Alma ist mit ihrem Mann Joshua und Sohn Max nach Sydney gezogen. Das Paar hat sich gemütlich eingerichtet, und während Joshua als Kapitän zur See fährt, schaltet und waltet Alma in ihrem Haushalt, bewirtschaftet einen Garten und bessert den Familienunterhalt mit ihrem schönen Schneiderarbeiten auf. Ihre Geschwister leben nach wie vor auf Samoa. Fritz und Mathilde planen, der hauseigenen Ananasplantage eine Konservenfabrik anzugliedern, um die frischen Früchte gleich vor Ort verarbeiten und konservieren zu können. All die schönen Pläne werden zunichte gemacht, als in Europa der Erste Weltkrieg ausbricht, denn auch die Kolonien sind betroffen. Als Samoa von den Neuseeländern besetzt wird, müssen alle Deutschen besondere Vorschriften erfüllen und immer mehr Einschränkungen hinnehmen. Almas Schwester Mathilde gerät in einen starken Gewissenskonflikt, denn sie verliebt sich, und der Mann ihrer Träume ist ausgerechnet auch ihr Feind. Alma ergeht es in Sydney nicht besser, denn ihr Mann ist zwar Australier, aber besonders in den Zeiten, wenn er unterwegs ist, erfährt die junge Deutsche immer mehr Anfeindungen, und auch der gemeinsame Sohn gerät durch die Herkunft seiner Mutter immer wieder in Schwierigkeiten. Immer wenn Joshua zur See fährt, bangt Alma um ihn und befürchtet, er könne womöglich eines Tages nicht zurückkommen, denn der Krieg wütet heftig, überall auf den Weltmeeren. Dieser Roman ist die Fortsetzung von Regina Gärtners Roman „Unter dem Südseemond“. Das Buch kann jedoch auch gelesen werden, wenn man den ersten Teil nicht kennt, da es immer wieder Hinweise auf die Vergangenheit und die damaligen Zusammenhänge gibt, die für den Handlungsverlauf wichtig sind. Für alle, die den ersten Band gelesen haben, gibt es ein Wiedersehen mit vielen „alten Bekannten“. Der Zeitraum der Handlung umfasst 4 ½ Jahre und beinhaltet damit den kompletten Verlauf des 1. Weltkriegs. Der Autorin ist es auch diesmal wieder hervorragend gelungen, die Leichtigkeit des Südseeparadieses in schillernden Farben zu schildern, dabei aber auch die großen Probleme und Einschränkungen darzustellen, unter denen die deutschen Einwanderer sowohl in Australien als auch auf Samoa leiden. Der Kontrast zwischen landschaftlicher Schönheit und politischen Problemen, die das Leben ungemein erschweren, ist krass, erscheint aber gerade deshalb sehr realistisch. Jeder Deutsche, mochte er auch noch so unpolitisch und friedliebend sein, wurde als Staatsfeind Nummer Eins behandelt und persönlich für die Gräueltaten des Krieges verantwortlich gemacht. Besonders für Mathilde ist dies eine schwere Zeit, denn als sie beginnt, bei einem Neuseeländer als Haushälterin zu arbeiten, werden die Anfeindungen ihr gegenüber noch stärker als zuvor, und sie wird bösartig beschimpft. Ihr Bruder Fritz fällt der Willkür der Neuseeländischen Besatzungsmacht zum Opfer und wird unschuldig inhaftiert. Das Südseeparadies wird für die Deutschen immer mehr zur Hölle. Man hofft und bangt mit den Protagonisten, dass sich bald alles zum Guten wenden möge, dabei weiß man ja in diesem Fall bereits mehr als die Menschen im Roman, nämlich dass der Krieg viel länger dauert als alle vermuten. Trotz des Kummers und der Probleme, die der Krieg mit sich bringt, gibt es auch schöne Momente für die Menschen, und manch einer findet gerade in dieser schweren Zeit sein Glück. Wer nun glaubt, dass der Titel und das Cover für die beschriebene Handlung zu romantisch gewählt seien, dem kann ich versichern, dass dem nicht so ist, denn im Verlauf der Geschichte erfährt man den direkten Zusammenhang, der sich zum Buchtitel ergibt, und der hat mir sehr gefallen. Regina Gärtner hat hier eine große Brücke geschlagen, welche die traumhaften Landschaftsbeschreibungen mit der sehr realistischen Handlung verbindet. „Der Glanz von Südseemuscheln“ ist bestens gelungen und absolut lesenswert, ein fesselnder Roman, dramatisch, aufwühlend und authentisch.

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Sydney/Samoa 1914: Kaum haben Alma und der australische Seemann Joshua zueinandergefunden, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt. Die Hysterie des Ersten Weltkrieges bricht über sie herein, und plötzlich befinden sie sich auf verfeindeten Seiten. Als das Schicksal sie auseinanderreißt, muss Alma als Deutsche in Australien nicht nur um ihre Existenz bangen. Sie muss auch darum ringen, ihre hart erkämpfte Liebe zurückzugewinnen. Ausgerechnet ein hilfloser Straßenjunge erweist sich als Lichtblick in dunklen Zeiten. Doch er hütet ein seltsames Geheimnis. Meine Meinung: Dies war das erste Buch, dass ich von Regina Gärtner gelesen habe und wird definitiv nicht das Letzte Buch gewesen sein! "Der Glanz der Südseemuscheln" ist ein wunderbares Buch, das mehrere Handlungsstränge aufweist, die allesamt spannend und interessant sind und somit die Spannung auch durchgehend weit oben gehalten wird. Sehr interessant empfand ich es, dass die fiktiven Personen mit ihren eigenen Geschichten in die Fakten des 1. Weltkrieges eingebettet wurden, so habe ich einige für mich neue Informationen darüber erhalten. Das Kartenmaterial ist sehr anschaulich. Ebenfalls finde ich die Kapitelüberschriften super. Zu jeder Zeit wusste man, ob man sich auf Samoa oder in Australien befand. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, locker und bildhaft. Die Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar und man hat das Gefühl, alles direkt vor Augen zu haben. Zu jedem Zeitpunkt des Buches entsteht genau die richtige Atmosphäre. Die Charaktere sind wunderbar gestaltet und wirken absolut real. Ich habe sie alle sehr ins Herz geschlossen. Vorallem Mathilde und Alma haben mir mit ihrer Stärke, in den Zeiten des Krieges, sehr gut gefallen. Beide hatten so ihre eigenen Schwierigkeiten und Probleme zu überwinden und sind daran gewachsen. Fazit: Eine wunderbare Geschichte, das alles vereint was ein gutes Buch ausmacht - Eine wunderschöne Kulisse, tolle Charaktere, Spannung, Geheimnisse, historische Fakten und eine wunderbare Liebesgeschichte. Ein wirklich sehr gut gelungenes Buch! Absolut lesenswert!

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Der Krieg reicht weit

Von: leseratte1310

24.05.2015

Als 1914 der Krieg ausbricht, sind auch die Bewohner Samoas davon betroffen. Ihre Hoffnung, dass alles schnell vorbei ist und an ihnen vorrübergeht, wird bald zerschlagen. Neuseeländische Truppen machen sich auf der Insel breit und drangsalieren die Bewohner. Mathilde kann ihre Konservenfabrik nicht mehr fertigstellen und steht vor dem Aus. Um ihre große Familie durchzubringen, muss sie den Haushalt von Offizier Scott Turner führen. Auch Alma in Sydney hat es nicht einfach. Glaubte sie zunächst noch, ein glückliches Leben mit Joshua und Max führen zu können, steht sie bald alleine da und wird als Deutschstämmige angefeindet. Auch ihre Schwägerin macht ihr das Leben zusätzlich schwer. Dieses Buch ist der zweite Band einer Reihe und kann unabhängig gelesen werden. Ich habe den Vorgängerroman "Unter dem Südseemond" nicht gelesen und bin der Meinung, dass es schöner gewesen wäre, wenn ich auch die Vorgeschichte besser gekannt hätte. Der Schreibstil ist zügig und schön flüssig zu lesen. Es handelt sich eindeutig um eine Familiengeschichte, aber die Politik der damaligen Zeit wird sehr deutlich darstellt. Das gefällt mir sehr. Bildhaft und sehr schön sind die Handlungsorte beschrieben, so dass das Kopfkino voll auf seine Kosten kommt. Die Charaktere sind äußerst authentisch und lebendig beschrieben. Man kann mit ihnen leiden und sich freuen. Das Leben ist für die Menschen nicht einfach, sie wissen oft nicht, wie sie das Notwendige zum Leben bekommen können. Aber sie nehmen ihr Schicksal in die Hand. Das gilt für Mathilda, die mit Anfeindungen rechnen muss, wenn sie bei den Besatzern arbeitet, das gilt aber auch für Alma, die selbst in größter Not noch ein Herz für andere hat. Man möchte die undankbare Mary, die gegen Alma integriert, am liebsten erwürgen. Oft dachte ich, mehr kann ja nun nicht mehr passieren, aber es kam immer schlimmer. Das Buch zeigt, dass auch das Paradies seine Schönheit verliert, wenn Menschen zu Feinden werden und versuchen andere zu unterdrücken. Die Geschichte war spannend und sehr emotional. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Absolute Leseempfehlung!

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Im Jahr 1914 haben Alma und der australische Seeman Joshua Samoa gemeinsam verlassen, um zusammen ihr neues Leben in Sydney zu beginnen. In diesem Jahr ist das Leben einer deutschen Person auf dem 5. Kontinent nicht gerade leicht, denn die Australier machen alle Deutschen für den Ausbruch des Weltkrieges verantwortlich. Sehr schnell merkt Alma, dass dieses Situation ihre kleine Familie zerrütten kann und sie ums Überleben kämpfen müssen. Zur gleichen Zeit wird auch auf Samoa das Leben für Almas Verwandten nicht gerade leichter. Die Neuseeländer übernehmen hier das Regiment und mit Tag für Tag gibt es neue Einschränkungen und Anfeindungen auf der Insel. Wie wird der erste Weltkrieg für Alma und ihre Familie enden? Dieser neue historische Roman von Regina Gärtner ist die Fortsetzung von dem Buch "Unter dem Südseemond". Natürlich war mir sofort klar, dass ich die Geschichte von Alma und Joshua weiter verfolgen mußte, also habe ich in dieses Buch große Erwartungen gesteckt. Jetzt nach der Lektüre bin ich sehr froh, dass meine Erwartungen vollends erfüllt werden konnten. Mir hat dieses Buch sogar noch besser gefallen als der Vorgänger-Roman. Die Autorin hat es auch diesmal geschafft mich in die Welt von Australien und Samoa zu entführen. Klar war die hier beschriebenen Zeit nicht wirklich romantisch sondern eher sehr kriegerisch und auch sehr entbehrungsreich. Bisher hatte ich mich mit dem Thema des Ersten Weltkrieges immer nur aus der Sicht von Europa aus beschäftigt. Ich gebe es ganz ehrlich zu mir ist die Not auf den anderen Kontinenten nie wirklich ins Bewußtsein geraten. Umso mehr bin ich sehr erfreut, dass Regina Gärtner sich diesem schwierigen Thema angenommen hat und mir durch dieses Buch gezeigt hat, wie in anderen Gebieten dieser Welt mit diesem Krieg umgegangen wurde. Klar war ich nicht immer mit den Machenschaften der Bevölkerung bzw. der Besatzer einverstanden, aber wenn das so gewesen wäre, dann hätte mich das auch stark gewundert. Meiner Ansicht nach hat die Autorin den Zeitgeist dieser Epoche gut getroffen und mir die Augen für einen Teil unserer Geschichte geöffnet. Vielen Dank dafür. Aber auch wenn dieses Buch zu Zeiten des Ersten Weltkrieges spielt gibt es auch immer mal wieder liebevolle Momente zwischen den Protagonisten. Nicht alle Menschen sind nur von Zorn, Gier, Hass oder auch Missgunst zerfressen. Einige helfen einander, zeigen liebenswerte Züge und das macht dann wohl auch die Seele und das Herz dieses Buches aus. Die Mischung dieses Buches hat mich wirklich total begeistert und ich vergebe hier die volle Punktzahl für einen wunderbar erzählten historischen Roman. © claude

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