Leserstimmen zu
Schweig wie ein Grab

Tessa Korber

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( Werbung, da mir das Rezensionsexemplar vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt wurde ) Ein einsames Kloster im Wald, Nacht, Nebel über dem alten Kirchhof, auf dem sich seltsame Gestalten zu schaffen machen: Viktor und Tobias Anders, die Bestatter, haben einen Deal mit dem in der Fränkischen Schweiz lebenden Schweigeorden der Karthäuserinnen. Stirbt eine der wenigen Nonnen, die noch im Kloster leben, bahren die anderen sie auf und ziehen sich zurück, bevor sie jemand zu Gesicht bekommt. Dann kommen die Bestatter, um die Tote allein auf dem klostereigenen Gottesacker zu begraben. Doch als Viktor und Tobias das Grab ausheben, finden sie eine Leiche, die dort nicht hingehört ... Vita : Tessa Korber, 1966 in Grünstadt in der Pfalz geboren, studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Nürnberg. Es handelt sich hier um den 3.Teil der Viktor Anders Reihe. Hier würde ich empfehlen, erst die Vorgängerbände zu lesen, da man sonst einige Anspielungen nicht richtig versteht, bzw. das Lesevergnügen doch geschmälert wird. Viktor Anders ist ein junger Bestatter, der mit seinem Onkel ein Beerdigungsinstitut führt. Die beiden übernehmen ebenfalls die Bestattungen im nahe gelegenen Kartäuserinnenkloster. Nachdem Viktor eines Nachts eine Leiche entdeckt, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln. Als Leser wird man gleich mitten ins Geschehen gezogen und es macht grossen Spass, an der Seite von Viktor zu ermitteln. Ebenfalls weitergeführt wird auch die Lebensgeschichte der beiden Protagonisten, an der der Leser regen Anteil nimmt. Das Buch lässt sich locker und schnell lesen und der teilweise doch recht schwarze Humor hat mir grossen Spass gemacht. Ebenfalls überrascht hat mich der Schluss. Diese Auflösung hätte ich so nicht erwartet. Dies wird sicher nicht das letzte Buch von Tessa Korber sein, die Vorgängerbände habe ich schon auf meiner Wunschliste. Ich vergebe 4 von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Bei der unkonventionellen Bestattung einer Nonne auf dem klostereigenem Friedhof, entdecken der Bestatter Viktor und sein autistischer Cousin Tobias die Leiche eines jungen Mannes. Viktor macht sich mit Hilfe der Freundin des Opfers auf die Suche nach der Wahrheit. Der Plot ist sehr skurril und sarkastisch; mich persönlich erinnert der Humor ein bisschen an die erfolgreiche Fernsehserie "Mord mit Aussicht", die mir seinerzeit sehr gut gefallen hat. Die Protagonisten sind nicht weniger schräg, als die Handlung, was das ganze zu einem vergnüglichen Leseerlebnis macht. Die Auflösung des Falles ist dann auch sehr überraschend. Buchcover und -titel sind für die Thematik passend gewählt. Alles in allem eine Runde Sache.

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Nie hätte Viktor gedacht, dass Bestatter ein Beruf ist, in dem er sich wohl fühlt. Doch genau das ist der Fall. Eines Nachts werden er und sein autistischer Cousin Tobias zu einem einsam gelegenen Kloster gerufen wird, um eine verstorbene Nonne zu beerdigen. Und dann passiert es: Sein Cousin entdeckt die Leiche des 18jährigen Clemens. Und er wurde definitiv ermordet. Kurze Zeit später steht die Ex-Freundin des Opfers vor Viktors Tür. Anders, neben seiner Tätigkeit als Bestatter auch als Detektiv unterwegs, begibt sich auf die Spur des Mörders. Und tritt damit nicht nur der Polizei auf die Füße. Meinung Schweig wie ein Grab ist ein super Büchlein, das sich in zwei Lesetagen locker durchlesen lässt. Der Stil ist locker, leicht und stellenweise lustig, was ich für einen Krimi eher unüblich finde. Mir hat auch der Teils schwarze Humor sehr gut gefallen. Das hat mich an mehreren Stellen zum Lachen gebracht, beispielsweise als die Frau des Unfallopfers sagt: “An diesem Begräbnis werden Sie nicht viel verdienen. Ich seh gar nicht ein, dafür noch Geld auszugeben.” (S. 101) Der Protagonist Viktor ist mir sehr sympathisch. Mit 29 Jahren hat er genau mein Alter und ich kann seine Gedanken teilweise echt gut nachfühlen: Teilweise fühlt man sich wie mindestens 10 Jahre jünger, unreif, planlos – aber dann gibt es auch die Momente in denen man sich alt und erwachsen findet. Allein schon dadurch hat er bei mir Pluspunkte. Aber auch wie er sich um seinen Cousin kümmert hat ihn mir sehr sympathisch gemacht. Allerdings gibt es eine Sache die mich an ihm gestört hat: Ganz am Ende hat er mit der Katze geworfen. Alles was Tieren Schaden zufügt ist ein heikles Thema, von dem ich nichts lesen will. Auch wenn es nur kurz am Rande erwähnt wird. Die anderen Figuren sind auch relativ speziell: Die Kommissarin hat ein Drogenproblem, Viktors Vater hat seine Frau mehrere Jahre lang betrogen etc. Teilweise fand ich die Gedankensprünge ein bisschen chaotisch. Man kommt zwar mit, aber man muss nachdenken. Insgesamt ein unterhaltsamer Krimi mit einem etwas makabren Humor. Ich werde die anderen Teile definitiv lesen und empfehle das Buch allen Krimiliebhabern unter euch, denen schwarzer Humor auch gefällt. Übrigens: Ich kenen die vorherigen Teile bisher nicht, doch auch ohne dieses Vorwissen hat sich Schweig wie ein Grab super lesen lassen. Ich gebe “Schweig wie ein Grab” 4 von 5 möglichen Sternen.

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