Leserstimmen zu
Everland

Rebecca Hunt

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Die Besatzung des britischen Forschungsschiffs „Kismet“ entdeckt 1913 eine Insel in der Antarktis und gibt ihr den Namen „Everland“. Ein drei Mann starkes Expeditionsteam macht sich auf den Weg, diese Insel zu erforschen. 100 Jahre später macht sich erneut ein Team auf den Weg, um die Geheimnisse von Everland zu entdecken. Heute wie damals machen die extremen Wetterbedingungen und die Macht der Natur den Menschen das Leben schwer und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt… Ah, endlich mal wieder ein Abenteuer, dachte ich, als ich mir dieses Buch vom Bloggerportal gewünscht habe. Allerdings muss ich gleich vorwarnen, dass den Leser hier nicht ein Thriller im klassischem Sinn erwartet, sondern etwas völlig anderes. Rebecca Hunt hat ein Händchen für extrem gute atmosphärische Beschreibungen, vor allem die Expedition 1913 konnte ich förmlich vor Augen sehen und miterleben. In sehr schönen, mitreißenden Bildern nimmt sie einen mit in eine Landschaft, in der Menschen an ihre Grenzen gehen müssen, um zu überleben. Und mit genau derselben Detailverliebtheit und einem seismographischen Sinn widmet sie sich dann dem eigentlich spannenden an dieser Situation: die Frage danach, was das mit uns macht. Wie reagiert menschliche Psyche in Extremsituationen? Mich hat das Buch nach dem Lesen wirklich noch einige Zeit beschäftigt. Das liegt vor allem daran, dass ich einerseits die Protagonisten an sich sehr unsympathisch fand und mich nicht wikrlich auf sie einlassen konnte, dass ich aber mit Fortschreiten des Buches trotzdem immer mehr ihre Sichtweisen nachvollziehen wollte und mit ihnen mitgelitten habe. So eine zwiegespaltene Leserhaltung hatt eich beim letzten Mal bei "Evangeline", in der ebenfalls Menschen in einer Extremsituation vor Entscheidungen stehen, die man nicht selbst fällen müssen will. "Everland" schlägt in genau dieselbe Kerbe und deshalb fand ichd as Buch wirklich empfehlenswert, auch wenn man sich wirklich darauf einlassen können muss.

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Im Jahr 1913 unternimmt das unter britischer Flagge stehende Schiff „Kismet“ eine Antarktisexpedition. Die Mannschaft unter Kapitän Lawrence entdeckt eine bis dahin unbekannte Insel, die „Everland“ getauft wird, uns schickt drei Männer aus, um sie zu erforschen. Doch ein Sturm verhindert die Rückkehr der drei Männer, die daraufhin auf der kleinen Insel um ihr Überleben kämpfen müssen. Hundert Jahre später wird eine ähnliche Expedition nach „Everland“ geschickt, um die dortige Tierwelt zu erforschen. Dieses Mal handelt es sich um einen Mann und zwei Frauen, die in etwa gegen dieselben Gefahren kämpfen müssen, wie die Mannschaftsmitglieder der „Kismet“. . Nachdem ich ein riesengroßer Fan des Romans „Terror“ aus der Feder von Dan Simmons bin, hat mich der Klappentext von „Everland“ natürlich total neugierig gemacht. Gerade der einsame Handlungsort im Eis, fernab jeglicher Zivilisation, hat es mir angetan und so ging ich natürlich auch mit einer gewissen Erwartungshaltung an dieses Werk heran. Um es gleich vorweg zu sagen: Rebecca Hunt hat mich absolut nicht enttäuscht, wenngleich sie an die Sache bei Weitem nicht so episch und detailliert herangeht. Aber das macht gar nichts. Von den ersten Seiten an baut sie eine unglaublich intensive Atmosphäre auf, die einen mitreißt. Man denkt wirklich, man wäre bei der Expedition hautnah mit dabei und müsse selbst um sein Überleben kämpfen. Ein geschickter Schachzug ist außerdem, dass Hunt Vergangenheit und Gegenwart gegenüberstellt und dabei Parallelen schafft. Und obwohl die Voraussetzungen beider Unternehmungen im Grunde genommen vollkommen anders sind, was zum Beispiel auch die Ausrüstungsgegenstände und die Verpflegung betrifft, haben die Menschen dennoch gegen die gleichen Gefahren anzukämpfen. Es ist außerdem sehr interessant, wie sich Hunt der Entwicklung der Charaktere annimmt und beschreibt, wie sie sich in Extremsituationen verändern (sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart). Dieses („Psycho“-)Spiel macht wirklich Spaß und verleiht den Protagonisten eine Authentizität. Erstaunlicherweise wachsen einem die Protagonisten durchwegs ans Herz, obwohl die Ausarbeitung ihrer Charakterzüge gar nicht einmal so tiefgehend ist. Wahrscheinlich sind es die knappen und präzisen Beschreibungen, die Rebecca Hunt einsetzt, die die Personen einfach „greifbar“ machen, zumindest erging es mir so während des gesamten Romans. „Everland“ ist ein Abenteuerroman, der dem Leser wie ein Bericht nach Tatsachen erscheint. Hunt schafft es hervorragend, ihrer Geschichte eine hohe Glaubwürdigkeit zu verleihen, als erzähle sie in Romanform ein Ereignis nach, das wirklich stattgefunden hat. ich muss zugeben, dass ich sogar nach der fraglichen Expedition im Internet gesucht habe, weil ich neugierig war, wie es sich tatsächlich zugetragen hatte. „Everland“ ist ein Drama. Ein Drama ums Menschsein, ums Überleben und um den Kampf des Menschen gegen die Naturgewalten. Rebecca Hunt schafft es in vielen Szenen sehr gut zu beschreiben, wie klein der Mensch und seine Existenz eigentlich im Gegensatz zur Natur ist. Da kommt man zwischendurch auch schon mal ins Nachdenken. Vor allem in den ruhigeren Szenen in den ersten beiden Dritteln des Buches widmet sich die Autorin eher dem Menschen und der Natur, als einem spannenden Plot. Erst gegen Ende hin baut sie dann einen wirklich gelungenen Spannungsbogen auf, der stakkatoartig zum Finale führt und den Leser aufgrund der sehr kurz gehaltenen Kapitel förmlich zum Durchlesen zwingt. Das hat schon etwas Pageturner-haftes an sich. Was mit wirklich sehr gut gefallen hat, war die durchgehende, düstere Stimmung, die Rebecca Hunt mir ihrem Roman eingefangen hat. Man kehrt gerne in die kalte und trostlose Kulisse der Antarktis zurück und begleitet die Expeditionsteilnehmer (egal ob die aus der Vergangenheit oder die aus der Gegenwart) gerne. Der flüssige, leicht zu lesende, aber auch an manchen Stellen sehr hochwertige Schreibstil tut das seinige dazu, um „Everland“ zu einem wirklichen Genuss für Freunde von Antarktis-Abenteuer-Romanen zu machen. Mir persönlich hat das Buch auf jeden Fall so gut gefallen, dass ich die Autorin weiterhin im Auge behalten werde und mir auch ihren Debütroman „Mr. Chartwell“ bei Gelegenheit besorgen werde. Und das sagt doch schon genügend über die Qualität und den Unterhaltungswert eines Werkes aus, oder? 😉 . Fazit: Ruhiges und atmosphärisch dichtes, gegen Ende hin spannendes, Abenteuer in eisiger Umgebung. Sehr zu empfehlen. © 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Klappentext Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem: Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und in beiden Forscherteams zeigt sich: Die Antarktis enthüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen. Meinung Rebecca Hunt weiß, wie sie von zwei unterschiedliche Abenteuern erzählen kann, die viele Ähnlichkeiten aufweisen und dennoch unterschiedlich sind. Die Autorin hat einen tollen deskriptiven Erzählstil. Sie konnte die fiktive Insel Everland so gut beschreiben, dass alles in meinem inneren Auge real wurde: Der Schnee, das tückische Wetter, die weiße Landschaft, die Bucht. Dabei hat Rebecca Hunt immer einen flüssigen Schreibstil. ⟫ Und jetzt war Brix hier, an einem weiteren verhangenen Morgen, an dem die Wolken über dem Vulkan hingen wie ein modriger Wollteppich. Der Himmel hatte die Farbe von Matsch und wirkte unheilverkündend, wie üblich. Bislang hatten sie die Sonne nicht zu sehen bekommen, nicht einmal für eine Sekunde. ⟪ Zitat S. 74 Leider war mein Einstieg in die Geschichte etwas schwerfällig. Ich musste zuallererst damit klarkommen, dass die beiden erzählten Abenteuer im raschen Kapitelwechsel erzählt werden. Erschwerend kam auch noch dazu, dass es sehr viele Figuren gibt. Noch mehr als der wunderbare Erzähl- und Schreibstil faszinierte mich, wie Menschen in Extremsituationen reagieren oder die Verhaltensweisen komplett ändern - ob im Jahr 1913 oder eben hundert Jahre später spielt dabei keine Rolle. Sehr erschreckend zu lesen war, welche Kehrtwendungen einige Protagonisten gemacht haben oder sich Charaktereigenschaften um 180 Grad gedreht haben. Zwischenmenschliches Verhalten schreibt die Autorin sehr groß! Allerdings sollte sich der Leser darüber im Klaren sein, dass keine großartigen Dialoge geführt werden. Manch einer wird sicherlich auch die Charaktertiefe vermissen. Im allwissenden Erzählstil geschrieben habe ich einen Bezug zu den Protagonisten bekommen, aber keinen allzu großen. Rebecca Hunt möchte das Augenmerk in „Everland“ auf die Extremsituationen und das Verhalten der Menschen lenken. Und das hat sie definitiv geschafft! Fazit Ein spannender Roman über eisige, menschliche Verhaltensweisen. Leider hatte ich anfängliche Schwierigkeiten, die aber schnell überwunden waren. „Everland“ verdient viereinhalb von fünf Sternen!

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Inhalt Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enhüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen. Die Autorin war mir bis dato vollkommen unbekannt. Da ich aber vor kurzem Ice Station gelesen habe, war ich ein bissel angefixtwas kühle Gegenden angeht. Und da sprach mich der Klappentext total an. Eigentlich sind es ja sogar zwei Geschichten, die zu verschiedenen Zeiten spielen. Es beginnt auf einer fiktiven Insel namens Everland mitten in der Antarktis. Die eine startet mit der ersten Expedition 1913 und hat durch widrige Umstände nur einen Überlebenden. Eine erneute Expedition erfolgt mit ähnlichen Voraussetzungen im Jahr 2012. Der Clou bei der Story, ist die Erzählperspektive denn beide Reisen werden nach und nach parallel geschildert. Die Natur wird wunderbar beschrieben, die Mitglieder der Forschungsreise werden detailliert dargestellt. Und ihre unterschiedlichen Beziehungen. Ich liiiiiiiiiebe Pinguine, denn diese Tiere kann man sich nicht böse vorstellen und Eisbären sind soooo majestätisch. Wahnsinnig ergreifend und realistisch. Ich hatte zwischendurch wirklich Gänsehaut. Nach und nach wird klar, was dazu geführt hat das nur eine Person überlebt hat. Und es ist wirklich bis zum Schluss spannend. Mal eben die Nacht durchgelesen. Der Schreibstil ist klar, flüssig und regelrecht plastisch nachvollziehbar. Ich wurde abgeholt, ind nirgendwo zurückgelassen. Ich flog durch die Seiten. Einzig ein Aha -Effekt fehlte mir zum Lesehimmel. Klare Leseempfehlung! Und nicht mein Letztes Buch der Autorin! Fakten 371 Seiten HC 22,00 € Ebook 17,99 € TB 14,99 € Erschienen im @Luchterhand LiteraturVerlag Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und hier : https://www.amazon.de/gp/aw/d/3630874630/ref=mp_s_a_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&qid=1509554124&sr=8-1&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=everland Ich möchte mich bei @Randomhouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog: http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

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Mein erster Eindruck? "Everland" war nicht nur mein erstes Buch von der Autorin, sondern auch mein erstes Buch in eine solche Richtung, die ich mal als "Ökothriller" betitle. Beginnen wir mit meinem ersten Eindruck, der sehr positiv ausgefallen ist. Die Geschichte beginnt im April 1913 und Rebecca Hunt baut mit kurzen Sätzen direkt eine hohe Spannung auf. Ich hatte direkt das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein und das Abenteuer miterleben zu dürfen bzw. zu müssen, denn es wurde im Laufe des Buches immer dramatischer und schlimmer, dass ich bei manchen Szenen meine Luft angehalten habe, weil ich mich so gut in die Figuren hineinversetzen konnte. Lieblingspersonen? Am liebsten mochte ich Decker, der die Expedition 2012 leitete. Er hat einen sehr guten Humor und vor allem unterstützt er seine Begleiter, wo er kann. Besonders Brix, die viel auf seine Hilfe angewiesen war, hat er immer mit Geduld und Verständnis geholfen. Generell mochte ich das Trio um Decker, Brix und Jess sehr gerne, da sie mit ihren Dialogen einen immer zum Lachen gebracht haben. Jess beschreibt die Konstellation in einem Gedankengang wie folgt: "Denn unser Team besteht aus einer nutzlosen Touristin, einem Biologen und einer Sklavin." Empfehlung für ... ? Bevor allerdings nach diesem Buch gegriffen wird, sollte sich jeder Leser bewusst machen, dass es sich zwar um eine Abenteuergeschichte handelt mit vielen Thriller-Elementen, aber eben viele Kapitel lang und auch langatmig sind. Es wird viel die Atmosphäre der Antarktis und die Naturgewalt der Insel beschrieben, während Dialoge zwischen den Figuren selten vorkommen. Ich persönlich hat mich das Buch demnach sehr an den Film "Dunkirk" erinnert. Hier wird auch sehr wenig geredet, während die Bilder das Wesentliche aussagen. So ist es auch mit dem Buch. Mir hat gerade diese "Stille" der Menschen gut gefallen, da so die Stimme der Natur sehr viel lauter und grauenvoller sein konnte. Fazit Mich hat das Buch definitiv von sich überzeugt. Bisher habe ich noch kein Buch gelesen, dass ein Naturphänomen so authentisch rüber bringen konnte, wie dieses hier. Das Lesen hat mir einige Male den Atem geraubt und ich kann es kaum abwarten, mehr von Rebecca Hunt zu lesen. Bis bald! Miss Unicorn

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★★★★☆(4 von 5 Sterne) Inhalt: Antarktis 1913 Die Besatzung des britischen Forschungsschiff Kismet, entdeckte eine Insel, die diese auf den Namen Everland tauften. 3 Besatzungsmitglieder haben die große Ehre, als erstes die unbekannte Insel zu erforschen. Dinners, Milet-Bass und Napps haben schon Anfangs Schwierigkeiten mit dem Beiboot die Insel zu erreichen. Die Vorräte sind nicht mehr vollständig, Dinners Zustand verschlechtert sich und doch kämpfen alle 3 ums Überleben. Antarktis 2012 100 Jahre danach, macht sich erneut ein Team auf, um Everland zu erkunden. Decker, Jess und Brix folgen den Spuren ihrer Vorgänger. Doch trotz der technischen Ausrüstung, müssen auch sie gegen Wetterveränderungen ankämpfen. Anfangs leichter als gedacht, geraten auch sie in einigen schwierigen Situation. Ob sie die Situation meistern werden ? Zusammenhalt ist hier gefragt. Meinung: Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs wirklich Schwierigkeiten hatte in das Buch reinzukommen. Oft driftete ich anfangs gedanklich komplett beim lesen ab, oder las monoton, ohne das sich Bilder in meinem Kopf erstellen konnten. Kurzzeitig überlegte ich sogar, das Buch vorzeitig abzubrechen, da es sehr schwierig war, für mich, zu verstehen. Aber ich muss gestehen, dass ich froh bin, es bis zum Schluss gelesen zu haben. Aber der Mitte kam ich dann immer mehr rein in die Geschichte und der Schluss konnte mich dann wirklich überzeugen. Das Cover: Das Cover finde ich wirklich schön und ist passend zur Geschichte. Das Eis lässt schon erahnen, dass diese Geschichte in der Antarktis spielt. Die Geschichte: Die Idee zu der Geschichte finde ich wirklich super. Leider durch meine anfänglichen Leseschwierigkeiten, konnte ich die Geschichte nicht von Anfang bis zum Ende hin genießen, trotzdem merkte ich schnell das diese Geschichte Filmpotential hat – würde diese Verfilmt, würde ich mir den Film auf jeden Fall ansehen. Die Charaktere: Die Charaktere Dinners, Milet-Bass, Napps, Bricks, Decker, und Jess fand ich super. Von der Kismet hatte ich zu den Protagonisten nur wenig Bezug, abgesehen von dem Arzt und den Kapitän – die anderen waren mir einfach zu viel und ich brachte diese auch komplett durcheinander. Der Schreibstil: Den Schreibstil finde ich nicht wirklich einfach, viele Worte die ich einfach nicht kannte, wurden verwendet. Manche konnte ich auch durch weiteres lesen, nicht zuordnen. Teilweise springen die Ereignisse hin und her, da muss man wirklich aufpassen, dass man noch mitkommt. Oft musste ich Passagen auch mehrfach lesen, um diese zu verstehen. Ich finde das Buch ist keine einfache Lektüre. Fazit: Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten in das Buch einzutauchen, finde ich die Geschichte wirklich gut und würde das Buch weiterempfehlen. Man sollte sich nur bewusst sein, dass es keine leichte Lektüre ist.

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„Everland“ heißt der – nach dem für mich sehr konträren „Mr. Chartwell“ - zweite Roman der britischen Schriftstellerin und Malerin Rebecca Hunt. Diese wurde 1979 in Coventry geboren und hat am Central Saint Martin's College, einer Londoner Hochschule für Kunst und Design, studiert. Auf Deutsch erschien „Everland“ in der (sehr guten!!!) Übersetzung von pociao im Juni 2017 im Luchterhand Literaturverlag. Erhältlich sind momentan das 416 Seiten-starke Hardcover sowie die E-Book-Version. Optisch betrachtet ist „Everland“ ein wunderschönes Buch. Das Cover-Design hat noch vor dem Klappentext mein Interesse geweckt. Die für mich zurückhaltende, aber trotzdem ausdrucksstarke (Farb-)Gestaltung ist meiner Meinung nach überaus gelungen und passt perfekt zum Thema. Hier zeigt sich wieder einmal das feine Händchen des Luchterhand-Verlages nicht nur für tolle Inhalte, sondern auch für besonders schöne Einbände. Verlagstext: Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enthüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen. Meine Meinung: Wie schon oben beschrieben, erzählt „Everland“ in zwei Handlungssträngen die Geschichte zweier Antarktisexpeditionen 1913 und 2013. Ich bin von jeher ein großer Fan von Extremerfahrungen in Wort und Bild, seien es Besteigungen des Mount Everest, Expeditionen in den Regenwald oder in die Arktis/Antarktis. Daher war klar, dass ich „Everland“ lesen möchte. Mich hat fasziniert, wie die Besatzung der „Kismet“ die bisher unbekannte Insel entdeckte und sie durch drei Crewmitglieder in Besitz genommen hat. Die Schilderungen lesen sich tatsächlich wie ein Abenteuerroman aus der guten alten Zeit. Komischerweise hatte ich beim Lesen immer Bilder aus „Meuterei auf der Bounty“ vor Augen und musste mich immer wieder in die eisige, unwirtliche Welt der Antarktis zurückversetzen. Genau 100 Jahre später findet eine Gedenkexpedition statt, die ebenfalls mit drei Personen besetzt ist und die Fauna der Gegend katalogisieren soll. Im Gegensatz zu ihren früheren Pendants verfügen diese über modernste Technik und Ausrüstung sowie eine umfangreiche Ausbildung. Doch schnell wird klar, dass auch dies in den rauen Gefilden keine Gewähr ist für einen reibungslosen Ablauf. So unterschiedlich sie auch sind, gibt es durchaus Parallelen in den beiden Unternehmungen. So werden beispielsweise Teilnehmer nicht aufgrund ihrer Qualifikation ins Team berufen, sondern aufgrund ihrer Beziehungen. Wie entwickeln sich Menschen in Extremsituationen? Was macht das wochenlange Zusammenleben auf engstem Raum mit der eigenen Psyche und der der Mitstreiter? Wie entwickelt man sich, wenn es ans Teuerste geht, an die eigene Existenz? Welche Grenzen ist man bereit für sich und andere zu überschreiten? Das sind Kernfragen, um die sich in „Everland“ alles dreht. Mir hat „Everland“ grundsätzlich gut gefallen. Den „spannenden Thriller“ habe ich etwas vermisst, Spannung ist zwar durchgängig da, aber nicht auf hohem Niveau. Ich fand es gleichzeitig interessant, aber auch anstrengend immer wieder in den Zeiten hin du her zu springen. Da hätte ein bisschen mehr „Ruhe“ dem Buch meiner Meinung nach gut getan. Die Charaktere waren für mich allesamt etwas farblos und oberflächlich. Es wäre allerdings wohl auch schwer geworden, sie im Kontext zur Handlung stärker herauszuarbeiten. Trotzdem blieb mir der Zugang zu den Protagonisten größtenteils verwehrt. Enttäuscht hat mich der Schluss. Ohne etwas zu verraten, war er mir zu abrupt und wenig aussagekräftig. Da hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Ich bewerte „Everland“ mit 4 von 5 Sternen.

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„Everland“ heißt der – nach dem für mich sehr konträren „Mr. Chartwell“ - zweite Roman der britischen Schriftstellerin und Malerin Rebecca Hunt. Diese wurde 1979 in Coventry geboren und hat am Central Saint Martin's College, einer Londoner Hochschule für Kunst und Design, studiert. Auf Deutsch erschien „Everland“ in der (sehr guten!!!) Übersetzung von pociao im Juni 2017 im Luchterhand Literaturverlag. Erhältlich sind momentan das 416 Seiten-starke Hardcover sowie die E-Book-Version. Optisch betrachtet ist „Everland“ ein wunderschönes Buch. Das Cover-Design hat noch vor dem Klappentext mein Interesse geweckt. Die für mich zurückhaltende, aber trotzdem ausdrucksstarke (Farb-)Gestaltung ist meiner Meinung nach überaus gelungen und passt perfekt zum Thema. Hier zeigt sich wieder einmal das feine Händchen des Luchterhand-Verlages nicht nur für tolle Inhalte, sondern auch für besonders schöne Einbände. Verlagstext: Rebecca Hunts zweiter Roman ist Abenteuergeschichte, spannender Thriller und psychologisches Drama in einem. Die Insel Everland wird von zwei Antarktisexpeditionen erforscht, zwischen denen hundert Jahre liegen. Doch die Einsamkeit, die harten Wetterbedingungen und die feindseligen Kräfte der Natur sind heute wie damals bestimmend, und bei beiden Expeditionen zeigt sich: Die Antarktis enthüllt den wahren Charakter der Menschen, die sich ihr aussetzen. Meine Meinung: Wie schon oben beschrieben, erzählt „Everland“ in zwei Handlungssträngen die Geschichte zweier Antarktisexpeditionen 1913 und 2013. Ich bin von jeher ein großer Fan von Extremerfahrungen in Wort und Bild, seien es Besteigungen des Mount Everest, Expeditionen in den Regenwald oder in die Arktis/Antarktis. Daher war klar, dass ich „Everland“ lesen möchte. Mich hat fasziniert, wie die Besatzung der „Kismet“ die bisher unbekannte Insel entdeckte und sie durch drei Crewmitglieder in Besitz genommen hat. Die Schilderungen lesen sich tatsächlich wie ein Abenteuerroman aus der guten alten Zeit. Komischerweise hatte ich beim Lesen immer Bilder aus „Meuterei auf der Bounty“ vor Augen und musste mich immer wieder in die eisige, unwirtliche Welt der Antarktis zurückversetzen. Genau 100 Jahre später findet eine Gedenkexpedition statt, die ebenfalls mit drei Personen besetzt ist und die Fauna der Gegend katalogisieren soll. Im Gegensatz zu ihren früheren Pendants verfügen diese über modernste Technik und Ausrüstung sowie eine umfangreiche Ausbildung. Doch schnell wird klar, dass auch dies in den rauen Gefilden keine Gewähr ist für einen reibungslosen Ablauf. So unterschiedlich sie auch sind, gibt es durchaus Parallelen in den beiden Unternehmungen. So werden beispielsweise Teilnehmer nicht aufgrund ihrer Qualifikation ins Team berufen, sondern aufgrund ihrer Beziehungen. Wie entwickeln sich Menschen in Extremsituationen? Was macht das wochenlange Zusammenleben auf engstem Raum mit der eigenen Psyche und der der Mitstreiter? Wie entwickelt man sich, wenn es ans Teuerste geht, an die eigene Existenz? Welche Grenzen ist man bereit für sich und andere zu überschreiten? Das sind Kernfragen, um die sich in „Everland“ alles dreht. Mir hat „Everland“ grundsätzlich gut gefallen. Den „spannenden Thriller“ habe ich etwas vermisst, Spannung ist zwar durchgängig da, aber nicht auf hohem Niveau. Ich fand es gleichzeitig interessant, aber auch anstrengend immer wieder in den Zeiten hin du her zu springen. Da hätte ein bisschen mehr „Ruhe“ dem Buch meiner Meinung nach gut getan. Die Charaktere waren für mich allesamt etwas farblos und oberflächlich. Es wäre allerdings wohl auch schwer geworden, sie im Kontext zur Handlung stärker herauszuarbeiten. Trotzdem blieb mir der Zugang zu den Protagonisten größtenteils verwehrt. Enttäuscht hat mich der Schluss. Ohne etwas zu verraten, war er mir zu abrupt und wenig aussagekräftig. Da hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Ich bewerte „Everland“ mit 4 von 5 Sternen.

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