Leserstimmen zu
Little Dog und ich

Ann Garvin

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Little Dog

Von: Themistokeles

21.11.2016

Ein bisschen schade, denn dort haben mich Klappentext und Titel dieses Buches einfach fehl geleitet, Little Dog spielt keine so große Rolle in diesem Buch, wie ich es mir erhofft hatte. Little Dog ist zwar vielleicht der Charakter, der den Anstoß gibt, dass die Dinge langsam in Bewegung kommen, aber doch hätte ich mir sehr gern noch ein bisschen mehr Rolle von diesem kleinen Hund gewünscht. Letztendlich muss man aber trotzdem zugeben, Hunde spiele eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Buch, von daher hat man wenigstens nicht kaum etwas von den Hunden und mit den Hunden. Ansonsten muss ich sagen, ist es eher eine Mischung aus Liebesgeschichte und viel, was einem aufzeigt, was im Leben wirklich wichtig ist, wie man lernen kann mit seinen Problemen umzugehen, wie auch immer diese gelagert sind. Lucy als Protagonistin war mir nicht immer sympathisch, konnte meine Sympathie aber im Verlauf der Geschichte langsam gewinnen, denn je weiter das Buch voran schreitet, desto merh verändert sie sich. In meinen Augen auch zum positiven hin. Am Anfang ist sie zu sehr in ihrer eigenen Welt, suhlt sich regelrecht darin, wie schlecht das Leben zu ihr ist, in der Situation, in die sie garaten ist. Letztendlich tauchen in diesem Buch noch so einige weitere Charaktere auf bei denen es bei manchen so war, dass ich zwischendrin ehrlich dachte, huch, was ist das denn nun für einer, aber bei dem Thema auch kein Wunder. Das Kernthema dieses Romans ist eindeutig die Trauerbewältigung, zu der Lucy geht, die Therapie, die sie miterlebt und die anderen Menschen, mit ihren Problemen, denen sie dort begegnet. Schön finde ich, dass man sofort erkennt, dass Tiere sehr wichtig für den Menschen sein können, ihm auch vor allen Dingen psychisch sehr stark helfen, wenn er es denn zulässt. Allgemein ein sehr angenehmes Buch, das ein wenig Tiefgang hat, sogar mehr, als ich zunächst erwartet hätte und dann auch noch das Herz erwärmen kann. Ich hätte mir zwar ehrlich eine doch durchaus andere Geschichte vorgestellt, als ich das Buch zur Hand genommen habe, aber ich habe sie trotzdem sehr gern gelesen.

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Die Aufmachung des Buchs ist ziemlich schlicht. Das Cover passt sehr gut, allerdings hätte ich mir das Buch anhand des Covers nicht gekauft. Die Geschichte ist okay. Sie hat mich nicht umgehauen...irgendwie fehlte mir die Spannung und ich fühlte mich nicht so sehr unterhalten. Es war eine nette Story mehr aber auch nicht. Für die Figuren hätte ich mir wirklich mehr Tiefe gewünscht. Außerdem war ich manchmal etwas verwirrt wegen der Figuren. Manchmal haben mich die ganzen Namen verwirrt und die Figuren hatten für mich nicht genug Tiefe...man hätte noch mehr zu den Figuren erfahren können. Die Orte im Buch fand ich ganz gut gewählt. Sie wurden auch gut beschrieben. Die Geschichte ist definitiv ausbaubarer gewesen, genauso die Figuren.

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Dieses Buch hat es mir sehr schwer gemacht, mich auf die Geschichte einzulassen und mich auf diese zu konzentrieren. Hier habe ich mich von dem Klappentext und dem Titelbild leider einmal mehr aufs Glatteis führen lassen. Ich dachte, ich bekomme eine Geschichte, in der die Liebe eines Hundes zu seinem neuen Menschen und die Kraft, die der Mensch daraus schöpfen kann, eine große Rolle spielt. Eine Geschichte, die tierisch wird, berührend aber auch tragisch-traurig. Doch leider spielt die Hündin „Little Dog“ nicht nur eine untergeordnete Rolle. Nein, sie wird auch so spät und dann so lieblos in die Geschichte eingeführt, dass es irgendwie plump wirkt. Die Hauptrolle in diesem Buch spielt Judy, die einen sehr schweren Verlust erleiden muss und – logischerweise – damit erst überhaupt nicht klar kommt. Ich möchte auch den Menschen sehen, der damit ohne weiteres fertig wird – den gibt es glaube ich nicht und/oder der muss aus Stein sein. Zum einen war ihr zurückziehen von der Welt, vom Umfeld und die Trauer total nachvollziehbar und behutsam geschrieben. Aber ihre Art, dass sie ihre Fehler die sie macht einfach leugnet und nicht zugegeben will – auch nicht als sie in Therapie geht, hat mich extrem gestört. Ihr Verhalten hat mich an einen anderen Menschen erinnert – einer der seine Fehler (wenn es auch ganz andere sind) nicht zugeben kann und will. So ganz nach dem Motto: „Ich würde meine Fehler ja zugeben, wenn ich welche hätte.“ Ihr Unrechtsbewusstsein ist bei 0 – jeder ist schuld nur sie selber nicht und das ging mir gehörig gegen den Strich. Das war – unter anderem – ein Grund weshalb ich absolut keine Beziehung zu Lucy aufbauen konnte. Weshalb mich ihr Schicksal – was absolut tragisch ist und von dem ich hoffe, das alle meine Freunde und meine Familie davon verschont bleiben – überhaupt nicht berührt hat. Ich hab die Hälfte des Buches gelesen und dann angefangen, nur noch quer zu lesen. Das Buch kommt von mir 3 von 5 möglichen Sternen

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Autorin: Ann Garvin arbeitete als Krankenpflegerin, während sie ihre Doktorarbeit in Psychologie schrieb. Heute ist sie Professorin für Gesundheit und Ernährung an der Universität von Wisconsin und gibt Kurse für kreatives Schreiben. »Little Dog und ich« ist ihr erster Roman im Diana Verlag. Inhalt: Zugelaufen und nie mehr losgelassen. Dr. Lucy Peterman ist eine geachtete Chirurgin, die ihre Patienten mit Mitgefühl und Leidenschaft durch schwerste Krankheiten begleitet. Doch das war vor dem Unfall. Bevor ihr Ehemann und ihr ungeborenes Kind von ihr gerissen wurden. In einem Teufelskreis aus Trauer und Wut gefangen, zieht Lucy sich immer weiter zurück. Bis ihr eine fremde Hündin im Park zuläuft. An Little Dogs Seite beginnt Lucy, sich ihren Ängsten zu stellen, öffnet zaghaft ihr Herz für neue Beziehungen – und vielleicht sogar für die Liebe … (© Autoreninfo und Inhalt Diana Verlag ) Persönliche Meinung: Ein süßer Hund, der dafür sorgt, dass es Frauchen wieder besser geht? DAS musste ich lesen! Dann noch dieses tolle Cover dazu und es war erst recht um mich geschehen. Und so war ich voller Erwartung auf eine niedliche, tierische aber auch irgendwo tragische Geschichte. Und eben diese Erwartungen wurden hier leider nur teilweise erfüllt. Die Hündin Little Dog hatte hier für mich einen viel viel viel zu kleinen Part und wurde kaum mit in die Geschichte einbezogen. Schade! Die erste Zeit geht es nur um Lucy. Lucy hat, wie im Inhalt ja schon erwähnt wird, ihren geliebten Mann und ihr ungeborenes Kind bei einem tragischen Autounfall verloren. Und seitdem ist für sie natürlich nichts mehr wie es war. Sie hat keine Freude mehr am leben und lenkt sich mit der Arbeit ab. Doch nicht nur mit der Arbeit. Sie hat noch ein ganze anderes Problem und muss sich deswegen (und natürlich zur Trauerbewältigung, aber das hängt alles zusammen) in eine Therapie begeben. Soweit so gut. Doch dann geht es wirklich in erster Linie nur um diese Therapie. Untermalt wird die Geschichte hier mit Lucys Bruder und dessen Mann und ein paar anderen Männern, die plötzlich in Lucys Leben auftauchen oder auch wieder auftauchen. Ich habe sehnlichst auf Little Dog gewartet. Wann kommt endlich der Hund ins Spiel? Und als es dann soweit ist, ist das ganze so lieblos und unspektakulär, dass ich mich nicht freuen konnte. Und wer jetzt meint, der Hund bekommt seinen großen Auftritt in der Geschichte...nein. Leider nicht. Und das finde ich wirklich schade. Der Schreibstil der Autorin ist klasse. Sie schreibt tiefsinnig aber locker und man kann es trotz diesen Emotionalen Seiten wirklich gut lesen. Und an sich ist das auch wirklich eine schöne und bewegende Geschichte. Ich bin aber der Meinung, dass hier durch Titel, Cover und Inhaltsangabe irgendwie falsche Erwartungen entstehen können. Ich kann mir vorstellen, dass wenn man weniger Hund erwartet, die Geschichte noch schöner rüber kommt. Mal abgesehen von diesem Aspekt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Lucy mochte ich einfach nur gern. Sie tat mir so unendlich leid und ich habe teilweise Tränen in den Augen gehabt, wenn sie ihre Gefühle offenbart hat. Sowas geht mir wirklich immer sehr nahe und man will sich gar nicht ausmalen, was ein Mensch durch macht, dem sowas schlimmes passiert. Was ich auch gut finde ist die Tatsache, dass die Autorin hier aufzeigt, dass es immer irgendwann wieder Berg auf geht. Natürlich leidet man. Unter Umständen auch sehr lange oder auch bis ans Ende des Lebens. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man sich wieder öffnen kann. Wieder einlassen kann. Und wo man etwas von seiner Lebensfreude zurück gewinnt. Und man muss sich auch nicht schlecht fühlen deswegen. Und ich habe hier wirklich so sehr mit Lucy auf diesen Moment mit hingefiebert. Ob sie die Kurve letztendlich bekommt und ob sie ihre Probleme überwinden kann, müsst ihr natürlich selbst heraus finden :-) Fazit und Bewertung: "Little Dog und ich" ist eine wirklich tiefgründige und emotionale Geschichte. Und auch sehr real. Denn sowas kann, leider Gottes, jedem von uns passieren. Vor schweren Schicksalsschlägen ist leider niemand von uns geschützt. Der Schreibstil der Autorin ist klasse und mitreißend. Sie schreibt so, dass man den Schmerz und die Trauer unsere Protagonistin förmlich spüren kann. Für mich allerdings ein kleiner Dämpfer, dass das Thema Hund nur so am Rande passierte. Ich hätte mir mehr Little Dog gewünscht. Natürlich trägt sich zum Verlauf und zum Ende von Lucys Geschichte irgendwie bei. Aber mir persönlich, als liebende Hundemama, einfach zu wenig.

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Dr. Lucy Peterman ist eine geachtete Chirurgin, die ihre Patienten mit Mitgefühl und Leidenschaft durch schwerste Krankheiten begleitet. Doch das war vor dem Unfall. Bevor ihr Ehemann und ihr ungeborenes Kind von ihr gerissen wurden. In einem Teufelskreis aus Trauer und Wut gefangen, zieht Lucy sich immer weiter zurück. Bis ihr eine fremde Hündin im Park zuläuft. An Little Dogs Seite beginnt Lucy, sich ihren Ängsten zu stellen, öffnet zaghaft ihr Herz für neue Beziehungen – und vielleicht sogar für die Liebe … Meine Meinung Also als erstes muss ich direkt mal sagen, das Cover passt irgendwie so gar nicht zu dem Buch. Der Hund in diesem Buch „Littel Dog“ ist zwar vorhanden und wird auch hier und da mal erwähnt, aber ich habe mir doch mehr vorgestellt. Die angesehen Ärztin Dr Lucy Peterman hat nach dem Unfalltod ihres Mannes und ihres ungeborenen Kindes viel zu bewältigen, sie zieht sich immer weiter in ihr Schneckenhaus zurück und klaut verschiedene Dinge aus dem Krankenhaus. Dabei wird sie dann irgendwann erwischt und muss eine Therapie machen. Doch sie sieht gar nicht ein das sie ein Problem hat und macht erstmal so weiter wie bisher, nur das sie nicht mehr arbeiten geht, denn sie ist beurlaubt worden. Es gibt noch weitere Charakter in dem Buch die neben Lucy eine wichtige Rolle spielen, die wurden auch alle sehr liebenswert und authentisch beschrieben, nur hat es mit Lucy nicht so ganz geklappt. Lucy findet zwar den streunenden kleinen Hund und nimmt ihn auch bei sich auf, sie baut eine Bindung zu ihm auf, durch den Hund trifft sie weitere Personen die schlimme Süchte oder Dinge zu verarbeiten haben, ebenfalls mit Hund und so treffen sie sich regelmäßig im Park. Aber das war es eigentlich auch schon was es mit dem Hund auf sich hat. Für mich war das Buch, wie schon gesagt jetzt nicht so überzeugend, auch wenn die Geschichten rund um die verschiedenen Charaktere bewegend sind. Aus dem Buch hätte man bestimmt mehr machen können, aber es ist jetzt wie es ist und man kann es nicht ändern. Dem ein oder anderen gefällt dieses Buch vielleicht super. Nur für mich persönlich ist es eben nichts. Deswegen kann ich auch nur 2 von 5 Sternen geben.

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Ein Moment, ein Wimpernschlag und schon hat sich das Leben komplett gewandelt. Kann man sein Leben Gott anvertrauen, wenn er, in dem Moment, als er das Steuer übernehmen sollte, versagt hat? Und wenn man sich nicht auf Gott verlassen kann, auf wessen Hilfe kann man dann überhaupt bauen? Diese und andere Fragen muss Lucy sich stellen, nachdem sie ihrem Mann und ihr ungeborenes Kind bei einem Autounfall verloren hat. Doch eine Phase der Trauer scheint sie sich selbst nicht gönnen zu wollen, denn sie versteckt sich in ihrer Arbeit, um jedem Gedanken zu ihrem Verlust verdrängen zu können. Doch dieser hat ein Verhalten bei ihr hervorgerufen, durch das sie Gefahr läuft ihren letzten Halt im Leben zu verlieren – ihren Job. Sie wird vor die Wahl gestellt: Therapie oder Kündigung. Die Wahl fällt ihr einfach, doch die Umsetzung ist umso schwieriger für sie, da sie glaubt ihre Probleme allein bewältigen zu können. Als sie auf dem Parkplatz von Walmart in ihrem Auto sitzt, sieht sie einen kleinen Hund über den Parkplatz flitzen. Einer Eingebung folgend, läuft sie dem Hund nach und befreit ihn, nachdem er in einem Zaun stecken geblieben ist. Lucy beschließt ihn mit nach Hause zu nehmen und später Plakate aufzuhängen, um den Besitzer des Tieres zu finden. Wird Little Dog es schaffen, dass Lucy wieder an die Liebe glaubt und sich von anderen helfen lässt? Ehrlich gesagt hat mich das Cover und der Titel des Buches schon angesprochen, bevor ich überhaupt wusste worum es geht. Und obwohl ich eher selten solche Bücher lese, hat mich die Leseprobe doch überzeugen können. Daher musste ich diesem Buch einfach eine Chance geben und wurde nicht enttäuscht. Lucy ist eine sehr eigensinnige Protagonistin. Zwar kann ich mir ihren Schmerz über den Verlust nicht vorstellen, aber ihr strikte Weigerung Hilfe anzunehmen, war gewöhnungsbedürftig. Für sie war ihr Mann die Liebe ihres Lebens, wodurch sie sich nicht vorstellen kann jemals einen anderen zu lieben. Diesen Gedanken finde ich zum einen sehr schön, aber er bereitet einem auch die Sorge, dass sie sich nie wieder jemandem nähern wird. Lucy sagt, dass sie ihr Leben gut ohne Freunde meistern konnte, da sie bis zu dem Unfall alles hatte was sie brauchte – einen liebenden Ehemann und einen Bruder mit dem sie über alles reden konnte. Doch was nützt einem jemand mit dem man reden kann, wenn man eigentlich nur noch schweigen möchte? Nun steht sie nahezu alleine da und ist sich nicht sicher, ob sie das ändern kann oder will. Die anderen Charaktere im Buch sind, im Gegensatz zu Lucy, sehr aufgeschlossen und jeder spielt seine eigene wichtige Rolle in ihrem zukünftigen Leben. Von zurückhaltend bis extrovertiert ist alles dabei. Und obwohl sie es nie zugeben würde, sind gerade diese Menschen, die sie zuvor so verurteilt hatte, ihre Rettung. Neben dem Kampf um ein normales Leben, zeigt dieses Buch auch, wie normal Menschen sein können, denen wir es nie zugetraut hätten. Es versucht mit Vorurteilen aufzuräumen und gibt uns eine wichtige Nachricht mit auf den Weg. Ihr wollt wissen welche Nachricht es ist? Dann lest rein und lasst euch von Little Dog durch eine Geschichte führen, die ihr so vielleicht gar nicht erwartet habt. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight gewesen und ich kann es euch nur ans Herz legen. Aber legt euch Taschentücher bereit, denn es wird sehr emotional!

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Am Anfang war ich etwas enttäuscht von dem Buch. Da ich fand Titel und Cover passen so gar nicht zusammen. Aber ich hatte Geduld und habe fleißig weiter gelesen. Auch wenn die Hunde vielleicht nicht so eine große Rolle spielen wie der Titel und das Cover vermuten lassen könnten, sind sie eben doch enorm wichtig für die Geschichte und für die Entwicklung der Charaktere. Das Buch hat einen enormen Tiefgang ist dabei aber nicht besonders emotional. Bzw. ich konnte nicht so richtig mitfühlen mit den Figuren. Man lernt die Personen zwar sehr gut kennen und deren Geschichten sind alle alles andere als einfach oder schön, aber so richtig berühren konnten sie mich eben nicht. Die Geschichte an sich fand ich aber toll. Die ganze Story Idee hat mir gut gefallen. Das Buch hat sich auch super flüssig weg gelesen. Aber es ging mir nicht so richtig ans Herz, leider. Das Ende hat mir auch super gut gefallen, besonders weil ich schon ein bißchen was anderen erwartet hatte. Das Buch konnte mich also auch echt gut überraschen. Es ist ein schöne Story mit Tiefgang und deswegen 4 von 5 Sternen.

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Bevor ich meine Meinung näher begründe, muss ich es einfach loswerden: oh, was für ein wunderschönes, wunderschönes Buch! Herzergreifend, weise, realistisch und doch positiv, traurig und doch voller Hoffnung. Ich bin ganz hingerissen, und "Little Dog und Ich" ist defitiv eines meiner Jahreshighlights. Ja, es gibt viele Bücher über Trauerbewältigung, viele niedliche Hunderomane und viele Bücher mit lebensweisem Humor. Aber dieses Buch hat alles auf einmal, und das in einer originellen Geschichte, die sich kein bisschen abgedroschen liest. Besonders hoch rechne ich der Autorin an, dass sich Glück und Schmerz in vollendeter Harmonie die Waage halten - dass sie der Versuchung widerstanden hat, das Leben bonbonrosa zu malen und jedem Charakter ein kitschiges Happy End zu schenken, und dabei doch die Kehrseite von Trauer und Verlust nicht vergisst: Carpe Diem. Nichts ist ewig, aber solange es dauert, kann es wunderbar sein. Die Charaktere sind in meinen Augen perfekt, weil sie eben nicht perfekt sind. Lucy, die Hauptfigur, ist dafür das beste Beispiel. Sie ist hochintelligent, erfolgreich und mitfühlend, aber die Trauer um ihren Mann und ihr ungeborenes Kind wirft sie vollkommen aus der Bahn. Bevor sie sich versieht, ist sie eine einsame, verbitterte Frau mit einer ernsthaften Verhaltensstörung, und als sie damit auffliegt, geht ihr Leben scheinbar komplett den Bach runter. In ihrer Verzweiflung sieht sie in grenzenloser Ichbezogenheit nur noch sich selbst, wirft Menschen fort wie Abfall und hat keinen Blick dafür, dass ihr Bruder Charlie vielleicht auch mal ihre Hilfe brauchen könnte und nicht immer nur umgekehrt. Manchmal hätte ich sie schütteln können, aber im Grunde ist sie ein liebenswerter Mensch, den der Schmerz nur zeitweise unausstehlich gemacht hat. Dann tänzelt Little Dog wenig elegant in Lucys Leben (indem sie mit ihrem kleinen dicken Hintern in einem Zaun steckenbleibt), und auf einmal gibt es da wieder jemanden, um den sich Lucy kümmern muss. Und das löst eine wahre Kettenreaktion aus. Auf ihrer (widerwilligen) Reise zurück ins Leben lernt Lucy viele Menschen kennen, die schnell abgestempelt werden und doch alle auf ihre Art großartig sind: Obdachlose, Alkoholiker, Magersüchtige - Menschen, die früher niemals in Lucys Bilderbuchleben gepasst hätten, werden jetzt zu Freunden. Allerdings erst, nachdem sie sich mit Händen und Füßen dagegen gesträubt hat. Gibt es eine Liebesgeschichte? Ich zögere ein wenig, es so zu nennen, wenn zwei Menschen, die sich gerade eigentlich mit ganz anderen, für sie weltbewegenden Dingen herumschlagen müssen, sich voneinander angezogen fühlen. Wirklich, ich war skeptisch, denn Lucy war noch so in ihrer Trauer um ihren Mann gefangen, dass mir der Gedanke, sie können eine neue Beziehung anfangen, geradezu ungesund erschien! Aber die Autorin umschifft den Kitsch und schreibt eine schnörkellose Annäherung, die mehr auf misstrauischer Hoffnung beruht als auf rosaroter Verliebtheit. Die Liebe heilt nicht magischerweise alle Wunden. Lucy ist immer noch ein schwieriger Mensch. Gut, ich gebe zu, gegen Ende gibt es doch eine Dosis Kitsch. Aber auch eine Dosis Trauer, ein schmerzvolles "Oh!" beim Lesen. Doch auch in dieser Trauer liegt eine gewisse positive Erfüllung - nicht alles wird gut, aber vieles. Und dieses viele ist einfach wunderbar. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin beherrscht das volle Register der Emotionen, ohne jemals, meiner Meinung nach, ins Melodrama abzurutschen. Besonders der Humor hat mich sehr angesprochen, und die tierischen Charaktere sind schlichtweg zum Niederknutschen. Die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen, da ich mit allen wichtigen Charakteren mitgefiebert und mit Spannung verfolgt habe, wie sich die Dinge für sie entwickeln. Fazit: "Little Dog und ich" war für mich ein unwiderstehliches, süchtig machendes Buch über Trauer, Hoffnung, Liebe, Schmerz und die volle Bandbreite des Lebens. Die Charaktere fand ich unglaublich lebendig und glaubhaft, den Schreibstil aufwühlend, bewegend und dennoch humorvoll, und ganz nebenher hat das Buch noch eine ganz entzückende Hundedame zu bieten, die mein Herz im Sturm erobert hat.

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