Leserstimmen zu
Heldentage

Sabine Raml

(16)
(31)
(15)
(6)
(0)

Dieser Jugendroman geht um eine ernste Sache. Um Kinderarmut. Aber auch, wie sich ein Kind damit fühlt, wenn es zu kleine Schuhe trägt, aufgetragene Kleidungsstücke und selten etwas zu Essen bekommt. Das mit dem Essen fand ich in dem Buch am erschreckendsten. Es las sich so, als ob Lea fast nie etwas isst. Das Geld, was ihre Mutter hat, investiert sie in Alkohol und Zigaretten. Diese Dinge besorgt sie sich aber nicht selber, sondern schickt ihre 15 jährige Tochter. Mitte des Monats werden schon neue Schulden gemacht um die Sucht der Mutter zu finanzieren. Lea ist das alles sehr peinlich, doch wenn sie ohne diese Dinge nach Hause kommt, wird ihre Mutter auch mal handgreiflich. Lea schämt sich und deshalb erzählt sie es keinem. Allerdings frag ich mich, ob das keinem auffällt. Auch wenn Lea alles dafür tut, dass niemand erfährt, wie es wirklich zuhause aussieht, müsste es nicht irgendjemand mitbekommen? Wieso muss eine 15 jährige den Haushalt schmeißen und ihre Mutter versorgen. Leider gibt es diese Probleme viel zu oft und die wenigsten holen sich Hilfe. Sie schämen sich, für ihre Sucht und für ihre Ratlosigkeit. Viele Mütter haben sicher auch die Angst das ihnen direkt ihr Kind entzogen wird. Aber ist es nicht ein gutes Zeichen, wenn man sagt „Ich bin überfordert, ich brauche Hilfe!“ ? Ich denke somit zeigt man einen Willen zur Veränderung. Das Buch zeigt auf, dass Lea es trotzdem irgendwie schafft weiter zu machen. Mit ihrer Hoffnung auf ihren 18. Geburtstag überlebt sie jede Situation. Sie glaubt an ein besseres Leben und ich denke die Hoffnung und der Glaube an bessere, schönere Zeiten kann viel bewirken. Manchmal weiß man nicht, was gerade ein Tagtraum oder die Realität ist, da sie von einem zum anderen Thema springt. Sie ist sehr verwirrt und das merkt man auch. Was mir gefehlt hat, waren ein paar Antworten. Wieso weiß der Vater nichts von den Zuständen zuhause. Kommt er seine Tochter nie besuchen, oder lädt sie zu sich nach Ibiza ein? Schließlich schickt er ihr doch auch Postkarten. Was wird mit der Mutter? Und was ist mit ihrem 18. Geburtstag? Dafür das sie ihn so herbeisehnt, hätte ich erwartet er kommt auch im Buch vor. Das Thema des Buches finde ich in den heutigen Zeiten sehr wichtig. Ich selber habe einige Zeit in einer Kleiderkammer gearbeitet, doch bei uns gab es keine Kleidungsstücke mit Namen drauf oder zerlumpte Sachen. Ich weiß nicht, wie das in anderen Kleiderkammern ist, aber bei uns braucht man dafür auch keine Karte vom Amt und so kaufen dort viele Menschen ein, die schöne, günstige Sachen suchen.

Lesen Sie weiter

Heldentage

Von: Daisy

07.05.2016

Klappentext Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen. Meine Meinung Es war mal interessant ein Buch zu lesen wo es nicht grade im Leben verläuft den Lea aka Spaghetti hat es nicht leicht im Leben sie hat Asthma und eine Alkohol kranke Mutter . Ich konnte mich gar nicht richtige in die Protagonisten hinein versetzten , sie hat Dinge getan wo ich mir dachte warum tust du das jetzt ? Ich selbst habe Asthma und dafür das sie Asthma hat kommt sie super damit klar fast so als hätte sie es nicht . Ich musste mich mit dem Buch durch ringen den ich hätte es fast abgebrochen , es gibt keinen Höhepunkt meiner Meinung nach und das Ende war ganz in Ordnung ich hätte es mir mehr mit Liebe vorgestellt die Autorin hat einfach ein Punkt gesetzt und sich gedacht ich mache es einfach so was für mich nicht sehr Rund wirkte , ich dachte es wäre Tiefgründiger was ich nicht empfand ,das hat auch gefehlt da ich dachte es tiefes Thema . Sabine Raml konnte gut die Angelegenheiten von Lea darstellen , die Verhältnisse zwischen den Charakteren besonders Pola und Joe finde ich super , beim Lesen ist mir aufgefallen das in den 300 Seiten so viele und schöne Zitate darin stecken das mit es Spaß gemacht hat weiter zu lesen. Fazit An sich ein Tolles Buch, leicht Oberflächlich aber es war mal was anders zum lesen , eine Mutige Protagonisten und es sind tolle Zitate dabei . Bewertung 2,5 Sonnenblummen

Lesen Sie weiter

Kurzbeschreibung Das aufsehenerregende Debüt einer ungewöhnlich talentierten Autorin Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen. (Quelle: Random House) Äußere Erscheinung Auf dem Cover befindet sich in großer schwarzer Schrift der Titel vor einem Hintergrund, der von einem türkisgrün (oben) in ein orange (unten) überläuft. Dir Farbkombination erinnert an einen Sonnenuntergang und gefällt mir persönlich sehr gut. Neben dem Titel ziert eine schwarze Sillhouette, die vermutlich die Protagonistin Lea darstellen soll, das Cover. Im Großen und Ganz mag ich das Cover, es hat einfach was, vor allem mit der Skyline von Berlin (?) am unteren Rand. Erster Eindruck Das Buch ist im Präsens geschrieben, was bei mir immer gleich den Eindruck vermittelt, dass es tiefgründiger wird (Ist in den meisten Fällen so) und wurde nicht enttäuscht. Lea erzählt uns so von ihrem Leben als minderbemittelte Jugendliche in Berlin (Ich habe es nicht explizit im Buch gelesen, dass es in Berlin spielt, aber ich habe das von anderen Bloggern so aufgeschnappt) und lässt uns an ihrem außergewöhnlichen Blick auf die Welt teilhaben. Meine Meinung Anfänglich hatte ich große Hoffnungen an das Buch, weil es vor allem in der Zeit, in der ich in einer Buchhandlung Praktikantin war, sehr beworben wurde und ich es einfach haben musste. Lea mochte ich von Anfang an und ich habe wirklich mit ihr mitgefühlt. Sie hat Asthma, was ja schon schlimm genug ist. Darüberhinaus lebt siemit ihrer alkoholkranken Mum, sie haben kein Geld und werden vom Staat finanziell unterschützt. Die arme Lea muss mit ihren 15,75 Jahren ihrer Mum den Alkohol und die Zigaretten besorgen (?!?!?!), die Termine auf den Ämtern wahrnehmen und bleibt deswegen sogar sitzen. Wie mies ist das denn von ihrer Mutter, mal ehrlich. Ich kann diese Frau nicht leiden. Ich glaube, dazu muss ich nichts weiter sagen. In dem Buch geht es quasi komplett um ein paar Tage in Leas Leben. Es gibt so einige Flashbacks von Lea, ihrem 15. Geburtstag und ihrer Beziehung mit Lenny, mit dem sie in einer Klasse war, bis sie sitzen blieb. Aus dem Typen wurde ich ehrlich gesagt nicht schlau. Er schien mir zu … ich weiß nicht … oberflächlich, würde ich sagen, und er lässt sich leicht von seiner Familie beeinflussen (wenn das denn stimmt, was er erzählt hat. Ich trau ihm nicht über den Weg). Ich weiß wirklich nicht, was Lea an ihm findet und anscheinend musste sie eine ganze Menge an ihm gefunden haben, denn gefühlte 50 Prozent des Buches denkt sie an ihn und hat Liebeskummer. An diesen Idioten hätte ich nicht einen müden Gedanken verschwendet. Dann gibt es da noch Pola, Leas beste Freundin. Ich stelle sie mir als lebensfrohes, tiefenentspanntes (dank Yoga) Mädchen vor, die barfuß durch die Gegend läuft und sich als Sportmodell etwas dazu verdient. Sie ist das krasse Gegenteil von Lea, wie ich finde und immer für sie da, obwohl sie von der Hälfte der Dinge, die in Leas Leben abgehen, keine Ahnung hat. Respekt dafür. Ich glaube, ich würde schon ein wenig neugierig sein, wenn meine beste Freundin alles tut, um mich von ihrem Home fernzuhalten. Die Clique besteht noch aus ein paar mehr Leuten, die allerdings nicht wirklich wichtig sind und nur so nebenbei mal erwähnt werden. Aber dann kommt Joe, er ist neu und sitzt in Leas alter Klasse auf ihrem alten Platz. Ja, okay, dachte ich mir, vermutlich wird er ihr helfen, über Lenny hinwegzukommen. Hört sich gut an. Leider kam Joe viel zu selten vor, um eine wirkliche Beziehung aufzubauen. Deshalb war es für mich stellenweise etwas unlogisch, wie sie so schnell Gefühle entwickeln konnte. Sie kennt ihn doch gar nicht. An dieser Stelle möchte ich zu den Beschreibungen und Begrifflichkeiten kommen, die ich so noch nicht so oft gelesen habe. Sabine Raml beschreibt wirklich schön und durch Leas zuvor schon erwähnte Weltanschauung kommen dann auch mal sehr witzige Dinge raus, so heißt zum Beispiel die Buddha-Statur der Nachbarin Speedy Gonzales und die alte Aldi-Tüte Bello (Um das zu verstehen, sollte man das Buch lesen). Handlung? Joa, wir begleiten Lea in ihrem Leben nach ihrer Beziehung und das war’s eigentlich schon. Es ist wirklich ein Buch, für dessen Thematik (nämlich das Leben eines armen Mädchens in einer Großstadt mit einer Alkoholikerin als Mutter) man sich wirklich interessieren muss, sonst wird es leicht langweilig. Es hat wirklich sehr lange gedauert, bis sich etwas tut und man die Entwicklung wirklich sieht. Im Klappentext steht, dass Joe, der neue Junge, dabei eine große Rolle spielt und dass ihre Entwicklung über den Sommer geschieht. Beides habe ich nicht so empfhunden. Joe hatte nur eine sehr kleine Rolle und das auch erst im späteren Teil des Buches. Der Sommer selbst war kaum ein Thema. Da wurde das Versprechen des Verlags leider nicht gehalten, aber ich will mal nicht so sein, denn eins ist mal klar, das Buch ist definitiv etwas Besonderes, wenn man sich dafür interessiert und glücklicherweise tue ich das. Dennoch bin ich der Meinung, man hätte mehr aus dem Buch herausholen können. Die Geschichte mit Joe war meiner Meinung nach viel zu wenig beleuchtet, wenn sie doch eine so wichtige Rolle einnimmt, dass man sie auf dem Klappentext erwähnt hat. Hier ist echt noch Verbesserungspotenzial, aber mehr kann ich nicht bemängeln. Fazit Eine tiefgründige Lektüre, die zeigen soll, dass egal, wie mies unser Leben vielleicht sein mag, jeder von uns ist ein Alltagsheld. Jeder auf seine ganz andere Art und Weise Meine Kindheit ist vielleicht noch so schlecht verlaufen wie Leas, aber ein Kinderspiel war sie für mich auch nicht immer. Wenn man die wenigen Schwächen des Buches dazu addiert, kann ich dem Buch trotzdem noch guten Gewissens drei Schmetterlinge geben (einen Abzug wegen der quasi nicht vorhandenen Romanze und einen weiteren, weil man sich wirklich für das Thema interessieren muss, wenn man nicht eingeschläfert werden will). Bewertung 3/5

Lesen Sie weiter

Die 15-jährige Lea, genannt "Spaghetti", wartet dringend auf ihre Volljährigkeit. Denn erst dann kann sie schließlich tun und lassen, was SIE möchte. Wir (Erwachsene) erinnern uns selbst noch an diese Zeit, in der wir "nicht Fisch, nicht Fleisch" waren und schmunzeln über die typischen Tücken der Pubertät. Doch Leas Probleme gehen sehr viel tiefer: Leas Familie besteht nur noch aus ihrer trunksüchtigen Mutter, für die sie ständig neuen Alkohol und Zigaretten besorgen muss. Der Vater hat sich leider nicht nur von ihrer Mutter, sondern offenbar auch von ihr getrennt. Er lebt ein wundervolles Leben auf einer sonnigen Insel und schreibt ab und an mal Postkarten, die sie vor ihrer Mutter versteckt. Wir malen uns aus, wie schlimm das Leben für Lea sein muss - sollte ein Kind diesen Alters nicht eher fröhlich und ausgelassen sein? In der Schule läuft es auch ganz schlecht, zudem leidet sie unter Asthma und sichtbaren Hautproblemen unter Stress. Aber ihre Clique, vor allem Freundin Pola hält zu ihr. Als der erste Freund Schluss macht, geht für Lea wieder ein großes Stück der Welt unter. Sie schämt sich für ihr Leben und trauert dem nach, was sein könnte. Letztlich rappelt Lea sich hoch, macht eine große Dummheit, die aber zur Lösung der Probleme führt. So macht Lea sich selbst zur Heldin und darf später eine ganz neue Unbeschwertheit erfahren. Das Buch ist sprachlich für Teenager geschrieben, doch das Thema Alkoholismus trägt recht schwer. Meiner Meinung nach ist diese Geschichte erst ab einem Lesealter von 16 Jahren geeignet. Ein Buch, das ich in der Form noch nicht gelesen habe.

Lesen Sie weiter

Heldenhaft das Leben meistern

Von: SummseBee aus Altenholz

03.09.2015

Lea zählt die Tage bis sie endlich volljährig ist. Sie kann es kaum abwarten bis die 790 Tage rum sind. Ihre Mutter versinkt so in ihren Problemen, dass sie das Haus nicht mehr verlässt und Lea sich neben der Schule auch noch um sie "kümmern" muss. Das Schuljahr muss sie auch noch wiederholen und sie hat Angst, dass sie ihre Freunde verliert und Lenny ihr erster Freund will plötzlich auch nichts mehr von ihr wissen... Wie es bei ihr zu Hause aussieht traut sich Lea noch nicht mal ihrer besten Freundin Pola zu erzählen. Sie schämt sich für ihre Mutter und dafür, dass sie von Sozialhilfe leben müssen. In ihren Träumen malt sie sich aus sie wäre eine Heldin. Doch das ist sie ja bereits... eine Alltagsheldin, die ihr Leben so gut wie es geht meistert. Die Kapitel und Sätze sind kurz und knapp geschrieben und die Autorin beweist damit einen ganz eigenen besonderen Schreibstil, der super zu diesem Roman passt. Da man direkt das Gefühl hat in Leas Kopf zu sein und ihr Leben hautnah zu erleben. Ich hatte das Buch ziemlich schnell beendet, da man beim lesen gar nicht merkt wie die Seiten dahinfliegen :) Lea ist ein toller Buchcharakter, deren Geschichte ich super gern gelesen habe. Für Leute die gern Jugendbücher, die wie mitten aus dem Leben gegriffen scheinen, liest kann ich dieses Buch sehr empfehlen!

Lesen Sie weiter

Lea ist fast 16 und wird von allen nur "Spaghetti" genannt. Wegen ihrer Haare.. Sie möchte gerne eine Heldin sein, ist aber in ihren eigenen Augen nur eine Versagerin. 5 Jahre zuvor hat ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen, um auf Ibiza eine neue Familie zu gründen. Sie selbst ist sitzengeblieben und geht nun mit "Babys" in eine Klasse, worunter sie sehr leidet. Sie hat Angst ihre Clique zu verlieren, da sie sich jetzt nicht mehr jede Minute des Tages sehen. Einen hat sie schon verloren. Lenny... Lenny mit den Monchhichi-Haaren. Er hat mir ihr Schluss gemacht, weil seine Eltern sie für keinen guten Umgang halten. Dabei wissen sie noch nicht mal von ihrer Mutter. Die ihre Wohnung nicht verlässt, die ihre Gefühle im Alkohol ertränkt, die Internet- und Fernsehsüchtig ist und die ihre Tochter schlägt und anspuckt. "Im Moment ist meine Wange ein brodelnder Vulkan, der heiße Lava spuckt. Kein Wunder, auf meiner rechten Wange ist Mutters Hand nicht gerade sanft gelandet (ein Ufo ist nichts dagegen)." Besonders berührt hat mich die Tatsache, dass Lea sehr wohl eine Heldin ist, es bloß einfach nicht merkt. Sie geht zur Schule, führt den Haushalt, trägt Klamotten aus der Kleiderkammer, hat Asthma, Hunger und schlimme Hautprobleme. Sie ritzt sich und versorgt ihre Mutter täglich mit Alkohol und Zigaretten - was schlimm ist, aber nicht so schlimm wie die Zornausbrüche ihrer Mutter, wenn sie es nicht tun würde. Außerdem trägt sie Schuhe die viel zu klein und viel zu häßlich sind. "Wenn jemand auf meine Schuhe guckt, ist das noch viel schlimmer für mich, als wenn er in mein Gesicht guckt, ich meine, alle meine Schuhe sind für die Tonne, aber die rosafarbenen Unterschriften-Nike-Turnschuhe sind echt die Spitze des Eisbergs." Wenn dieses Mädchen keine Heldin ist - wer dann? Mit Ironie und Witz meistert Lea ihren Alltag - mal mehr, mal weniger gut. Trotz aller Widrigkeiten gibt sie nicht auf und wenn ihr alles über den Kopf wächst, geht sie in den Keller und schaut sich ihre Postkartentür an. Denn dort liegt ihr die ganze Welt zu Füßen, in Form von Postkarten aus aller Herren Länder. Außerdem sind die Karten aus Ibiza der einzigste Kontakt, den sie zu ihrem Vater hat. Eine Reise hat sie selbst noch nie gemacht und ihr größter Traum ist es, mit ihrer Freundin und deren Mutter nach Palma de Mallorca zu fliegen. Aber kann sie ihre Mutter einfach alleine zu Hause lassen, und wer macht dann die täglichen Besorgungen beim "Kiosk-Erich"? Die Geschichte beginnt kurz vor den Sommerferien. Könnt ihr euch noch an den letzten Schultag vor den Sommerferien erinnern? Diese Heiterkeit, diese Aufbruchsstimmung. Kaum vorstellbar, dass es Jugendliche gibt die sich davor fürchten. Lea ist eine davon. Denn in diesen 6 Wochen ist sie ihrer Mutter komplett ausgeliefert. Ihre Clique ist in Urlaub und sie erwartet ein großes NICHTS. Davor hat sie panische Angst. Die Protagonistin Lea erzählt in Ich-Form ihre Geschichte, ohne je weinerlich zu klingen. Mit viel Ironie schildert sie ihren Alltag mit einer alkoholkranken Mutter und einem abwesenden Vater. Ich musste beim Lesen etwas aufpassen, denn Lea hat eine sehr lebhafte Phantasie. In einem Moment befindet man sich noch in der Realität, dann plötzlich in ihrer Gedankenwelt. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten diesen "Gedankensprüngen" zu folgen. "Was ist mit der Liebe?" fragt ihr euch sicherlich. Die kommt nicht zu kurz, denn da wäre der Liebeskummer wegen Lenny und außerdem gibt es noch Joe...Joe mit dem schönen Mund. Ob sie bei ihm wohl ihre "Kussscham" überwinden kann? Fazit: Das Cover finde ich toll, den Titel auch, den Schreibstil von Sabine Raml ebenso. Die Geschichte hat mich traurig gemacht und nachdenklich - doch bevor es zu schlimm wurde, wurde ich mit witzigen Anekdoten zum Lachen verführt. Eine tolle Erzählung für Jugendliche oder alle anderen Menschen, die gute Lektüre zu schätzen wissen.

Lesen Sie weiter

Ich mochte Heldentage wirklich, wirklich gerne und als Jugendliche hätte ich es wohl noch mehr gemocht. Mit der Protagonistin, Lea, muss man einfach mitleiden und mitlieben. Sie geht durch den ganz normalen Teenagerwahnsinn, sie ist sitzen geblieben und ihre erste große Liebe hat mit ihr Schluss gemacht. Doch das ist leider noch nicht alles. Denn als wäre das noch nicht genug, ist ihre Mutter Alkoholikerin, ist auf den Staat angewiesen und Lea leidet darüber hinaus unter schweren Hautproblemen und Asthma. Also ein ganzer Haufen Probleme. Doch mithilfe ihrer gewaltigen Fantasie schafft es Lea, nicht den Kopf zu verlieren. In Wahrheit war ich sehr beeindruckt davon, wie gut Lea mit ihren 15 Jahren sich und ihre Mutter managed. Im Gegensatz dazu hat sie ein sehr kleines Selbstbewusstsein, selbst für ihr Alter. Es ist wirklich traurig zu sehen, dass sie nicht bemerkt, wie toll sie eigentlich ist... Alles in allem ist das Buch ein kleiner Einblick in Leas wirklich hartes Leben und ihre Gedanken dazu. Am Ende wird zwar nicht alles aufgelöst, was ich als sehr realistisch empfunden habe, aber man merkt doch, dass es für Lea langsam bergauf geht. Die Figuren waren wirklich alle sehr authentisch. Vor allem ihre beste Freundin Pola fand ich super erfrischend und toll. So eine beste Freundin wünsche ich jedem Mädchen! Das Buch ist zwar einfach geschrieben, dafür aber sehr einzigartig. Ich kam mir wirklich vor, als würde ich in Leas Kopf gucken. Ingesamt ein toll geschriebenes Jugendbuch mit viel Herz! Ich habe es auch super gerne und auch schnell durchgelesen. Die Geschichte an sich ist eigentlich nichts Besonderes, aber einfach super einfühlsam und toll erzählt! Eine absolute Empfehlung für alle, die Jugendbücher lieben!

Lesen Sie weiter

"Schlechte" Seiten gab es für mich vor allem am Anfang des Buches viele. Es viel mir schwer mich reinzulesen, da die Geschichte für mich teilweise nicht nachzuvollziehen war bzw. nicht realistisch. Dasd hat sich allerdings zur Mitte des Buches gelegt, wo ich dann auch zu meinem lieblingscharacter gefunden habe. Das Ende fand ich wieder eher mittelmäßig, aber alles in allem war es ein gutes Buch mit toller Geschichte und guten Figuren.

Lesen Sie weiter