Leserstimmen zu
Heldentage

Sabine Raml

(16)
(31)
(15)
(6)
(0)
€ 14,99 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Lea ist fast 16 und wird von allen nur "Spaghetti" genannt. Wegen ihrer Haare.. Sie möchte gerne eine Heldin sein, ist aber in ihren eigenen Augen nur eine Versagerin. 5 Jahre zuvor hat ihr Vater sie und ihre Mutter verlassen, um auf Ibiza eine neue Familie zu gründen. Sie selbst ist sitzengeblieben und geht nun mit "Babys" in eine Klasse, worunter sie sehr leidet. Sie hat Angst ihre Clique zu verlieren, da sie sich jetzt nicht mehr jede Minute des Tages sehen. Einen hat sie schon verloren. Lenny... Lenny mit den Monchhichi-Haaren. Er hat mir ihr Schluss gemacht, weil seine Eltern sie für keinen guten Umgang halten. Dabei wissen sie noch nicht mal von ihrer Mutter. Die ihre Wohnung nicht verlässt, die ihre Gefühle im Alkohol ertränkt, die Internet- und Fernsehsüchtig ist und die ihre Tochter schlägt und anspuckt. "Im Moment ist meine Wange ein brodelnder Vulkan, der heiße Lava spuckt. Kein Wunder, auf meiner rechten Wange ist Mutters Hand nicht gerade sanft gelandet (ein Ufo ist nichts dagegen)." Besonders berührt hat mich die Tatsache, dass Lea sehr wohl eine Heldin ist, es bloß einfach nicht merkt. Sie geht zur Schule, führt den Haushalt, trägt Klamotten aus der Kleiderkammer, hat Asthma, Hunger und schlimme Hautprobleme. Sie ritzt sich und versorgt ihre Mutter täglich mit Alkohol und Zigaretten - was schlimm ist, aber nicht so schlimm wie die Zornausbrüche ihrer Mutter, wenn sie es nicht tun würde. Außerdem trägt sie Schuhe die viel zu klein und viel zu häßlich sind. "Wenn jemand auf meine Schuhe guckt, ist das noch viel schlimmer für mich, als wenn er in mein Gesicht guckt, ich meine, alle meine Schuhe sind für die Tonne, aber die rosafarbenen Unterschriften-Nike-Turnschuhe sind echt die Spitze des Eisbergs." Wenn dieses Mädchen keine Heldin ist - wer dann? Mit Ironie und Witz meistert Lea ihren Alltag - mal mehr, mal weniger gut. Trotz aller Widrigkeiten gibt sie nicht auf und wenn ihr alles über den Kopf wächst, geht sie in den Keller und schaut sich ihre Postkartentür an. Denn dort liegt ihr die ganze Welt zu Füßen, in Form von Postkarten aus aller Herren Länder. Außerdem sind die Karten aus Ibiza der einzigste Kontakt, den sie zu ihrem Vater hat. Eine Reise hat sie selbst noch nie gemacht und ihr größter Traum ist es, mit ihrer Freundin und deren Mutter nach Palma de Mallorca zu fliegen. Aber kann sie ihre Mutter einfach alleine zu Hause lassen, und wer macht dann die täglichen Besorgungen beim "Kiosk-Erich"? Die Geschichte beginnt kurz vor den Sommerferien. Könnt ihr euch noch an den letzten Schultag vor den Sommerferien erinnern? Diese Heiterkeit, diese Aufbruchsstimmung. Kaum vorstellbar, dass es Jugendliche gibt die sich davor fürchten. Lea ist eine davon. Denn in diesen 6 Wochen ist sie ihrer Mutter komplett ausgeliefert. Ihre Clique ist in Urlaub und sie erwartet ein großes NICHTS. Davor hat sie panische Angst. Die Protagonistin Lea erzählt in Ich-Form ihre Geschichte, ohne je weinerlich zu klingen. Mit viel Ironie schildert sie ihren Alltag mit einer alkoholkranken Mutter und einem abwesenden Vater. Ich musste beim Lesen etwas aufpassen, denn Lea hat eine sehr lebhafte Phantasie. In einem Moment befindet man sich noch in der Realität, dann plötzlich in ihrer Gedankenwelt. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten diesen "Gedankensprüngen" zu folgen. "Was ist mit der Liebe?" fragt ihr euch sicherlich. Die kommt nicht zu kurz, denn da wäre der Liebeskummer wegen Lenny und außerdem gibt es noch Joe...Joe mit dem schönen Mund. Ob sie bei ihm wohl ihre "Kussscham" überwinden kann? Fazit: Das Cover finde ich toll, den Titel auch, den Schreibstil von Sabine Raml ebenso. Die Geschichte hat mich traurig gemacht und nachdenklich - doch bevor es zu schlimm wurde, wurde ich mit witzigen Anekdoten zum Lachen verführt. Eine tolle Erzählung für Jugendliche oder alle anderen Menschen, die gute Lektüre zu schätzen wissen.

Lesen Sie weiter

Eine Geschichte, die mir den Atem geraubt hat. Ein unfassbar schöner und poetischer Schreibstile mit viel Tiefe! Ein der besten Bücher, das ich gelesen habe und wahrscheinlich so schnell nicht mehr vergessen werde!

Lesen Sie weiter

Klappentext Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen. Inhalt Eigentlich ist Lea eigentlich ein ganz normales Mädchen mit ganz normalen Problemen. Okay, leider hat sie ein paar mehr Probleme als andere Mädchen. Zum Beispiel Atemnot, wenn sie rennen möchte, und eine Mutter, die ihr Haus nicht mehr verlässt. Deshalb ist Lea auch auf sich selbst angewiesen, und das mit 15. Zum Glück hat sie Freunde, auf die sie sich immer verlassen kann, vor allem Pola steht ihr immer zur Seite. Bei Pola darf sie sein, wenn sie es bei ihrer Mutter nicht mehr aushält, und Pola hilft ihr aus allen Lagen. Auch Lenny gehörte einmal zu den Menschen, die immer für sie da waren. Doch der trennt sich von ihr und prompt ist er schon mit einer anderen zusammen. Lea ist am Boden zerstört, will einfach nur noch glücklich sein. Aber ob sie das schafft, wenn Lenny nicht mehr aus ihrem Kopf verschwinden will, ist eine andere Frage. Die Idee Rein theoretisch handelt "Heldentage" von einer Alltagsgeschichte. Es ist eine Geschichte, die jedem von uns so ähnlich widerfahren könnte, da keine Fantasyelemente darin vorkommen. Aber obwohl die Geschichte schon fast alltäglich ist, ist sie keine Sekunde lang langweilig. Man fühlt mit Lea mit, ganz egal, was sie tut. Deshalb gefällt mir die Idee auch sehr gut. Das Cover Ich muss sagen, dass mich die Geschichte vor allem wegen des Covers verzaubert hat. Normalerweise bin ich ja eher ein Fan von Fantasy oder Action, aber da das Cover mir echt gut gefallen hat, habe ich mir auch die Geschichte einmal näher angeschaut. Es hat sich auch wirklich gelohnt. Erster Satz Ich sollte unbedingt mehr schreiben. Meine Meinung Beginnen möchte ich damit, dass "Heldentage" auf jeden Fall ein Buch für jung und alt ist. Die Geschichte von Lea berührt jeden irgendwie, egal, ob männlich oder weiblich, einfach egal wer. Da das Buch aus der Sicht von der fünfzehnjährigen Lea erzählt wird, hat man einen sehr engen Draht zu den Geschehnissen. Man leidet mit, man denkt darüber nach und vor allem überrascht einen die Geschichte auch immer wieder. Natürlich gehört "Heldentage" nicht zu den Actionthrillern, wo hinter jedem Wort gleich etwas ganz Schlimmes steckt, aber es bringt einen trotzdem zum Mitfiebern und Nachdenken. Vor allem zum Nachdenken. Während dem Lesen hatte ich gemischte Gefühle, allerdings nicht, was die Qualität des Buches betrifft, sondern einfach, was den Inhalt betrifft. Einerseits haben mich Leas Geschichte, ihre Probleme und ihre Ängste nachdenklich gestimmt, andererseits war ich aber auch automatisch glücklich, wenn es ihr endlich wieder gut ging und wenn sie es schaffte, das Leben wieder zu genießen. Es ist nicht so oft, dass mich ein Buch dermaßen berührt, das muss ich zugeben. Eine Szene hat mich sogar zu Tränen gerührt, obwohl sie gar nicht dermaßen traurig war. Der Grund war eher, dass die Autorin das Talent besitzt, die Geschichte gefühlvoll und doch nicht übertrieben zu schildern. Man fühlt einfach mit. Mein Fazit Wenn man gerne Geschichten liest, bei denen man mitfühlt und die einen mitreißen, kommt um "Heldentage" nicht drum herum. Man ist von Anfang an in Leas Geschichte drin und kann gar nicht mehr aufhören, zu lesen. 5 von 5 Schmetterlingen und ich freue mich definitiv auf das nächste Buch der Autorin.

Lesen Sie weiter

Das Leben ist kein Wunschkonzert

Von: Jarmila Kesseler/ esposa1969 aus MANNHEIM

03.06.2015

Buchbeschreibung: Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen. Leseeindruck: In dem Jugendroman "Heldentage" von Sabine Raml lernen wir die 15-jährige Lea kennen, die es kaum noch erwarten kann endlich volljährig zu sein. Doch leider ist das Leben kein Wunschkonzert. Lea möchte gerne eine Heldin sein, die alles mit links meistert. Aber irgendwie stürzt alles gerade auf sie ein: Ihr erster Freund Lenny hat sich gerade von ihr getrennt, sie selbst leidet an Asthma und ist schnell außer Puste, ihre Mama hat mich sich und ihrer Alkoholkrankheit zu tun und ihrer Vater hat sich nach der Trennung von der Mutter auf Ibiza ein neues Leben eingerichtet… Dennoch bleibt Lea nichts anderes übrig, als dieses Leben zum meistern und wird somit zur Heldin…. Der Debütroman der Autorin las sich sehr emotional und hat mich sehr bewegt. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich gebannt gelesen. Die Handlung wird aus der Sicht Leas in der Ego-Perspektive berichtet, so kann man sich noch mehr mit ihr identifizieren, noch tiefer in sie hineinversetzen. her Träume und wünsche scheinen so unerreichbar und gerade das lässt sie wachsen und reifen und stark sein. 34 angenehm kurze und kurzweilige Kapitel verteilen sich auf insgesamt 301 Seiten, die u.a. Dank der angenehm großen Schrift gut zu lesen waren. Ich habe diesen Roman sehr genossen und vergebe gerne 5 von 5 Sternen! © esposa1969

Lesen Sie weiter

Heldentage

Von: Misty

03.05.2015

Inhalt: Die 15-jährige Lea übersteht ihren stressigen Alltag, in dem sie all ihre Sorgen, Wünsche und Gedanken niederschreibt. Dadurch gelingt es ihr das schwierige Leben mit ihrer alkoholsüchtigen Mutter zu meistern, ihren Liebeskummer wegen Lenny zu Wort zu bringen und ihre schulischen Probleme zu erörtern. Dabei kommt sie nicht umhin sich ein Leben auszumalen, in welchem sie sich als wahre Heldin sieht, die all jene Sachen bewältigt, die ihr momentan noch nicht gelingen. Mistys Meinung: Rein sprachlich faszinierte mich dieses Buch bereits nach den ersten Sätzen, allerdings brauchte ich doch auch ein wenig um mich auf diesen Schreibstil einzustellen. Das soll in keinster Weise eine Kritik sein, nur funktioniert die Erzählweise der Protagonistin Lea ein wenig anders als die meisten Jugendbücher. Viele ihrer Gedanken und Hinweise kann man zu Beginn noch nicht zuordnen, was das Leseninteresse jedoch verstärkt, da man natürlich mehr über ihren Hintergrund erfahren möchte. Von der Wortwahl her ist die Geschichte einerseits irgendwie fast poetisch, da viele Formulierungen und Passagen wirklich schön zu lesen sind, andererseits mit vielen Worten der Jugendsprache wie etwa Anglizismen durchzogen. Letzerem bedienen sich natürlich viele Autoren, die für jüngere Leser schreiben, allerdings wirkt es bei vielen irgendwie wie eine Anbiederung an eine Sprache, mit der sie selbst nicht ausreichend vertraut sind. In diesem Fall funktioniert die Kombination jedoch einwandfrei und man hat wirklich das Gefühl an der Gedankenwelt einer jungen Frau teilhaben zu können. Das macht die Erzählung für mich sehr authentisch und ich lernte die Figur dadurch auch recht schätzen. Einzig die vielen Wiederholungen zu Beginn der Geschichte nervten mich etwas, es wird wirklich sehr oft beschrieben wie sehr sich Lea neue statt ihrer abgetragenen Schuhe wünschen würde, das war in meinen Augen ein wenig zu viel des Guten. Doch nach einiger Zeit entschärft sich dieser Kritikpunkt Gott sei Dank wieder und kam mir an keiner Stelle mehr störend vor. Das Buch nimmt sich inhaltlich jedenfalls einer sehr ernsten Thematik an und schafft meines Erachtens nach auch sehr gut die Balance zwischen der realistischen Verzweiflung der Figur und einer positiven, hoffnungsvollen Tendenz ihrer Lebenssituation. Eine solche Mischung finde ich in diesem Genre immer recht gelungen, da ich finde, dass sich realistischerweise nicht alle Probleme in Wohlgefallen auflösen sollten, andererseits muss man in diesem Alter auch nicht unbedingt mit "werthermäßigem" Lesestoff konfrontiert werden. Fazit: Eine fesselndes Jugendbuch, das sprachlich sehr interessant vorgeht und dadurch eine sensible Protagonistin zu Wort kommen lässt, deren schwieriges Leben man gerne verfolgt.

Lesen Sie weiter

Anfangs musste ich mich echt an den Schreibstil von Sabine Raml gewöhnen. Er ist neu, außergewöhnlich und gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte wird aus Sicht von Lea erzählt, sie ist 15 und man hat versucht, den Stil eben an eine 15 Jährigen anzupassen. Wild, durcheinander, Kindlich. Ihre Gedanken machen Sprünge, sie kommt von Hölzlein auf Stöcklein. Mal sind die einzelnen Kapitel lang, mal nur wenige Seiten. Doch nach einigen Seiten gewöhnt man sich daran und fühlt sich Lea nur viel näher. Etwas andere Gedanken, Gefühle, und Worte hätten einfach nicht authentisch zur Protagonistin gepasst. Es ist einfach ein Typischer Sommer. Es passiert nicht immer was großes, auch wenn für Lea gerade sehr viel großes passiert. Ihre erste Liebe trennt sich, sie hat mit ihrer Gesundheit zu kämpfen, ihre Mutter hat Probleme und sie hat Schulprobleme. Teenager eben. Ihr Vorbild ist ihre beste Freundin Pola, ihre Heldin, doch nach und nach erfährt Lea, dass auch SIE eine Heldin ist. Ich habe mit Lea geweint, mit ihr gehofft und mit ihr Angst gehabt. War entsetzt über die Mutter, aber auch happy über Pola´s Mutter und wie sie sich kümmert. Es war eine tolle Geschichte. Sie hat Spaß gemacht zu lesen, doch ich wüsste gerne wie es weiter geht. Was aus all den Charakteren wird. Wie Lenny reagiert, nach den Sommerferien. Den Lea ist gewachsen, sie ist von einen ängstlichen, vernachlässigten Mädchen zu einer Heldin gereift. Eine Altagsheldin.

Lesen Sie weiter

Inhalt: Die 15jährige Lea ist etwas anders als andere Teenager in ihrem Alter. Ihr fehlt Luft. Luft zum atmen, Luft zum frei sein. 790 Tage noch und sie kann endlich frei sein denn dann ist sie endlich achtzehn. Mit jedem neuen Tag zeigt sie der Welt dass auch sie eine Heldin sein kann, eine Heldin des Alltags. Meine Meinung: Ein einzigartiges Debüt das mich gleich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Sabine Raml schreibt so anders, so authentisch, so frisch. Auch die Kapitelauswahl unterscheidet sich von anderen Büchern, wer schreibt schon in halben Kapiteln ;) Ich hatte so keinerlei Erwartungen an das Buch aber es hat alles übertroffen was ich gedacht habe. Wenn man sich richtig drauf einlässt, hat es richtig Tiefgang und ich will mir gar nicht vorstellen wie viele Teenager es gibt, denen es genauso geht wie Lea in dem Buch. Ihre Familienverhältnisse haben mich schon erschrocken, aber leider kommen genau diese immer häufiger vor. Sabine Raml erzählt ausdrucksstark aus der Perspektive einer fünfzehnjährigen. Einer fünfzehnjährigen die kein leichtes Leben hat mit Asthma, einer alkoholkranken Mutter, einem Vater der auf Mallorca lebt und dann auch noch die ganzen Teenagerprobleme die dazu kommen. Jeder kennt es, der erste feste Freund und die erste Trennung. Die Welt scheint einzubreche. Gerade für Lea, für die Lenny ein Halt war. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Pola, die auch etwas anders ist mit ihrer alternativen Lebensweise. ‚Heldentage‘ bringt einen zum schmunzeln und vor allem auch zum nachdenken. Es ist gewiss kein Buch für zwischendurch, man sollte sich Zeit nehmen und jedes einzelne Wort aufsaugen anstatt sie zu überfliegen. 5 von 5 Herzchen für diesen tiefgründigen Roman aus der Sicht eines 15jährigen Teenagers. Do what you love and do it often!

Lesen Sie weiter

Charaktere Lea ist an und für sich ein stinknormales Mädchen inmitten der Pubertät, die sich mit vielen Problemen rumschlagen muss. Zum einen ist da ihr Freund, der aus heiterem Himmel mir ihr Schluss machen und dann ist da noch die Sache mit ihrer Mutter, die ihren Kummer in Alkohol ertränkt - natürlich erfolglos. Lea fängt an zu schreiben, um dem ganzen Druck ein Ventil zu geben. Sie nennt sich selbst "Schreibbuddha und möchte später Schriftstellerin werden. Die Liebe zu den Worten ist ihr sehr gut anzumerken und genau deshalb mochte ich Lea von Anfang an. Sie ist nicht besonders selbstbewusst, hat ihren Weg noch nicht gefunden, doch trotzdem ist sie eine Heldin - die Heldin ihrer eigenen Geschichte! Meine Meinung Sabine Raml entführt uns auf eine Reise zurück in die Pubertät. Bei Lea spielt jedoch nicht nur der Liebeskummer eine große Rolle, sondern auch ihr Asthma und ihre alkoholkranke Mutter, die das Haus nicht verlässt. Diese emotionale Seite hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn man merkt sehr schnell, wie Lea diese "gebrochene" familiäre Situation mitnimmt. Außer ihrer besten Freundin hat sie keine Bezugsperson und muss mit all den Schmerz allein fertig werden. Als Leser erleben wir mit, wie Lea von Lenny, ihrer ersten großen Liebe, verlassen wird. Sie wirkt verzweifelt und hat angst. Schlimm wird es, als sie Lenny ein anderes Mädchen küssen sieht. Natürlich gibt sich Lea selbst die Schuld und fällt noch tiefer. Manchmal muss man erst fallen, um wieder eigenständig gehen zu können. Die Autorin hat einen fesselnden Jugendroman geschaffen, der von einem Mädchen handelt, das ihren eigenen Weg sucht. Es geht um Entscheidungen, aber auch um die Kraft, endlich das Schweigen zu brechen und sich jemanden anzuvertrauen. Das Buch "Heldentage" liest sich sehr schnell. Ich hatte es innerhalb von zwei Tagen fertig gelesen, doch trotzdem muss ich sagen, dass mich Leas Geschichte berührt hat. Sie ist ein bemerkenswertes Mädchen, das überhaupt nicht weiß, wie sie nach außen hin wirkt. Diese Unsicherheit und Verzweiflung ist auf jeder einzelnen Seite spürbar und trifft perfekt, wie sich Mädchen in diesem Alter fühlen. "Heldentage" gibt zudem Hoffnung, denn wir sind alle Helden, wir müssen es nur akzeptieren. Fazit Ein gelungenes Jugendbuch voller Emotionen und mit einer tollen Protagonistin.

Lesen Sie weiter