Leserstimmen zu
Heldentage

Sabine Raml

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Über "Heldentage" habe ich viel Gutes gelesen und gehört und da ich den Klappentext ansprechend fand, landete es eines Tages auf meinem SuB. Die 15-jährige Lea ist mit ihrem Leben mehr als unglücklich. Es dauert noch 790 Tage, bis sie endlich erwachsen ist, ihrer Meinung eindeutig zu lang. Denn Leas Mutter ist nach der Trennung von ihrem Mann starke Alkoholikerin geworden und kommt gar nicht mehr aus ihrem Zimmer raus. Deshalb muss Lea ihr immerzu neuen Alkohol und Zigaretten kaufen. Ihre Mutter ist ihr schrecklich peinlich, deshalb lädt sie nie Freunde zu sich nach Hause ein. Ausserdem wird Lea von Asthma geplagt und ihr Schwarm Lenny hat Schulss gemacht. Und als könnte alles nicht noch schlimmer kommen, erlaubt ihre Mutter ihr nicht, mit ihrerer besten Freundin Pola in den Sommerferien in den Urlaub zu fahren. Lea ist ein sympathisches, nettes und sehr schüchternes Mädchen. Man merkt stark, wie sehr Lea unter ihrer Mutter leidet und das ist auch ein grosser Aspekt im Buch. An manchen Stellen wirkt sie kindlich, an anderen sehr erwachsen und oft driftet sie in ihre Gedanken ab. Als Leser konnte ich mich aber gut mit ihr identifizieren. Mit der Zeit wird Lea dann klar, dass sie jeden Tag eine kleine Heldentat begeht und deshalb jeden Tag eine Heldin ist. Die Handlung zieht sich extrem lang hin. Immer mal wieder geschehen ein paar interessante Dinge, doch insgesamt ist das Buch viel zu langgezogen und hat mich gelangweilt. Noch dazu waren einige Stellen sehr unrealistisch. So war es für mich nicht immer einfach, der Geschichte zu folgen und aufmerksam zu bleiben. Wenn man sich jedoch bis zum Ende durchkämpft, so kann man ein nettes Ende lesen, dass das Buch schön abrundet. Insgesamt habe ich mir viel mehr von dem Buch erwartet, weshalb meine Erwartungen nicht erfüllt oder gar übertroffen werden konnten. Für zwischendurch ist es aber dennoch eine ganz nette Geschichte.

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Ein tolles Jugendbuch mit verständlichen Problemen aus Seiten der Protagonistin findest du hier ! Mehr zu meiner Meinung im Rezensionslink :)

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Zu Heldentage hatte ich bisher nur positive Rezensionen gelesen und auch der Klappentext hörte sich nicht schlecht an, also fing ich ohne allzu hohe Erwartungen an, das Buch zu lesen. Aber ich wurde schon auf den ersten zehn Seiten enttäuscht. Zuerst einmal kam ich mit dem Schreibstil überhaupt nicht zurecht. Er wirkt sehr abgehackt, unstrukturiert und sehr, sehr einfach. Da können teilweise 10-jährige angenehmer schreiben. Sehr erschwert hat mir dieses „Lenny, Lenny, Lenny“-Zeugs, was wirklich alle drei Seiten vorkam. Am Anfang wirkte es vielleicht noch wie ein Stilmittel, aber spätestens nach 5 Wiederholungen war es einfach nur noch nervig. Genauso wie die teils über eine Seite langen Aufzählungen, die immer den identischen Satzbau haben. Vermutlich auch als Stilmittel gedacht, dies leider meiner Meinung nach völlig verfehlt. Ein Buch zu lesen, dessen Schreibstil man schon nicht mag kann ja aber dennoch recht unterhaltsam sein (z.B. Das Labyrinth erwacht). Dazu muss dann aber alles andere stimmen und alles andere bezieht sich auf die Story und die Charaktere. Tja und was soll ich sagen, die haben mir leider auch nicht so wirklich zugesagt. Dabei hatte die fast 16-jährige Protagonistin Lea, die ihre Geschichte erzählt, gar keine schlechten Voraussetzungen. Ganz im Gegenteil. Rein theoretisch hätte ich mich super mit ihr identifizieren können müssen. Denn ihre Ängste, das ständige Rotwerden und sich fürs Rotwerden schämen, ihre ganze Art, das habe ich auch alles (besonders das mit dem Rotwerden..). Allerdings ist Lea damit so umgegangen, dass ich mich überhaupt nicht mehr mit ihr identifizieren konnte. Sie war irgendwie wirklich sehr speziell in jeder Hinsicht. Ich meine, dass ihr Mutter ein Alkoholproblem hat und sie sich um sie kümmern muss, ist wirklich nicht schön, aber ich habe es einfach überhaupt nicht nachvollziehen können, warum sie mit niemandem darüber spricht. Es gibt doch Freunde, mit denen man darüber reden kann oder wenn man sich das vielleicht nicht traut, tausende Hilfestellen, die auch anonym helfen. Ich habe es wirklich nicht nachvollziehen können. Ebenso konnte ich nicht nachvollziehen, warum Lea und Lenny zusammen waren. Es wirkte eher so, als wenn sie sehr gut befreundet waren, aber halt kein Paar. Generell fand ich irgendwie alle auftretenden Personen sehr merkwürdig. Leas Clique wirkte für mich eher wie ein zusammengewürfelter Haufen von Personen, die so tun als seien sie befreundet, denn außer der Freundschaft zwischen Pola und Lea hat man nicht so wirklich gesehen, dass es sich um ihre Freunde handelt. Bezüglich Pola fand ich es auch sehr nervig, dass Lea sie immer als Heldin bezeichnet. Denn ich finde, Pola ist keine Heldin. Also nicht so wirklich. Und dann meint Lea auch immer, sie würde ja nie auf die Idee kommen, sich mit Pola zu vergleichen und gleich im nächsten Satz vergleicht sie sich mit ihr und merkt dann natürlich, wie toll Pola ist und wie blöd ja sie selbst. Und obwohl sie eigentlich keinen wirklichen Grund zu Selbstzweifeln hat, zweifelt sie doch auf jeder Seite an sich. Dabei zieht sie immer sehr, sehr abwegige Vergleiche. Teilweise hat sie auch Fantasien, die mich eher zum Lachen gebracht haben, als zum tiefsinnigen Nachdenken oder was auch immer damit bezweckt werden sollte. Diese Fantasien (Stichworte: Freeman; Ufo, Superman, Sandwiches) hören sich an, als würden sie von einem 4-jährigen Kind kommen und nicht von einer 15-jährigen. Auch eher zu einer 4-jährigen passt Leas Spitzname Spaghetti. Der Sinn eines Spitznamens ist es doch, den eigentlichen Namen abzukürzen oder zwei Leute mit gleichem Namen auseinanderzuhalten. Spaghetti ist für mich einfach kein Spitzname und ich konnte mich nicht damit abfinden, dass Lea tatsächlich so von ihren Freunden genannt wird. Was ich auch so gar nicht verstanden habe war, wann Lea sitzengeblieben ist, denn meiner Meinung nach spielt das Buch kurz vor den Sommerferien. Aber sie ist gerade erst sitzengeblieben. Das ergibt einfach sowas von überhaupt keinen Sinn. Man kann doch nur zum nächsten Schuljahr sitzenbleiben. Es hat mich einfach sehr, sehr doll verwirrt! Zur Story: Laut Klappentext lautet die Handlung wie folgt: Lenny und Lea haben sich gerade getrnnt, es gibt einen Neuen auf der Schule und Lea entdeckt, dass in jedem ein Held steckt. Im Buch taucht besagter Neuer auf Seite 170 oder so auf, was irgendwie sehr spät ist. Das mit dem in jedem steckt ein Held habe ich auch nicht so ganz mitbekommen. Das Einzige, was irgendwie da war, war die Trennung von Lenny und das halt auf jeder Seite! Alles in allem hat mich dieses Buch leider gar nicht von sich überzeugen können. Weder von der Idee noch von der Ausführung, denn Lea war eine sehr komische Protagonistin und der Schreibstil war einfach überhaupt nicht meins. Das Ende war noch ganz okay, aber das war es dann leider auch schon.

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Klappentext Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen. Inhalt Eigentlich ist Lea eigentlich ein ganz normales Mädchen mit ganz normalen Problemen. Okay, leider hat sie ein paar mehr Probleme als andere Mädchen. Zum Beispiel Atemnot, wenn sie rennen möchte, und eine Mutter, die ihr Haus nicht mehr verlässt. Deshalb ist Lea auch auf sich selbst angewiesen, und das mit 15. Zum Glück hat sie Freunde, auf die sie sich immer verlassen kann, vor allem Pola steht ihr immer zur Seite. Bei Pola darf sie sein, wenn sie es bei ihrer Mutter nicht mehr aushält, und Pola hilft ihr aus allen Lagen. Auch Lenny gehörte einmal zu den Menschen, die immer für sie da waren. Doch der trennt sich von ihr und prompt ist er schon mit einer anderen zusammen. Lea ist am Boden zerstört, will einfach nur noch glücklich sein. Aber ob sie das schafft, wenn Lenny nicht mehr aus ihrem Kopf verschwinden will, ist eine andere Frage. Die Idee Rein theoretisch handelt "Heldentage" von einer Alltagsgeschichte. Es ist eine Geschichte, die jedem von uns so ähnlich widerfahren könnte, da keine Fantasyelemente darin vorkommen. Aber obwohl die Geschichte schon fast alltäglich ist, ist sie keine Sekunde lang langweilig. Man fühlt mit Lea mit, ganz egal, was sie tut. Deshalb gefällt mir die Idee auch sehr gut. Das Cover Ich muss sagen, dass mich die Geschichte vor allem wegen des Covers verzaubert hat. Normalerweise bin ich ja eher ein Fan von Fantasy oder Action, aber da das Cover mir echt gut gefallen hat, habe ich mir auch die Geschichte einmal näher angeschaut. Es hat sich auch wirklich gelohnt. Erster Satz Ich sollte unbedingt mehr schreiben. Meine Meinung Beginnen möchte ich damit, dass "Heldentage" auf jeden Fall ein Buch für jung und alt ist. Die Geschichte von Lea berührt jeden irgendwie, egal, ob männlich oder weiblich, einfach egal wer. Da das Buch aus der Sicht von der fünfzehnjährigen Lea erzählt wird, hat man einen sehr engen Draht zu den Geschehnissen. Man leidet mit, man denkt darüber nach und vor allem überrascht einen die Geschichte auch immer wieder. Natürlich gehört "Heldentage" nicht zu den Actionthrillern, wo hinter jedem Wort gleich etwas ganz Schlimmes steckt, aber es bringt einen trotzdem zum Mitfiebern und Nachdenken. Vor allem zum Nachdenken. Während dem Lesen hatte ich gemischte Gefühle, allerdings nicht, was die Qualität des Buches betrifft, sondern einfach, was den Inhalt betrifft. Einerseits haben mich Leas Geschichte, ihre Probleme und ihre Ängste nachdenklich gestimmt, andererseits war ich aber auch automatisch glücklich, wenn es ihr endlich wieder gut ging und wenn sie es schaffte, das Leben wieder zu genießen. Es ist nicht so oft, dass mich ein Buch dermaßen berührt, das muss ich zugeben. Eine Szene hat mich sogar zu Tränen gerührt, obwohl sie gar nicht dermaßen traurig war. Der Grund war eher, dass die Autorin das Talent besitzt, die Geschichte gefühlvoll und doch nicht übertrieben zu schildern. Man fühlt einfach mit. Mein Fazit Wenn man gerne Geschichten liest, bei denen man mitfühlt und die einen mitreißen, kommt um "Heldentage" nicht drum herum. Man ist von Anfang an in Leas Geschichte drin und kann gar nicht mehr aufhören, zu lesen. 5 von 5 Schmetterlingen und ich freue mich definitiv auf das nächste Buch der Autorin.

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Meine Meinung: „Heldentage“ ist ein Buch, unter dem ich mir komplett was anders vorgestellt hatte. Es geht um Lea, die sich nichts sehnlichster Wünscht als endlich Volljährig zu werden, damit sie aus ihrem Leben ausbrechen kann. Sie träumt davon eines Tages eine Heldin zu werden, anderen Menschen zu helfen und Bücher zu schreiben. Schreiben liebt sie, doch nie würde sie auf die Idee kommen jemanden etwas von ihr Lesen zu lassen. Doch bis dahin hat Lea mit einem harten Leben zu kämpfen. Ihre Mutter ist Alkoholikerin, ihr Vater hat sich nach Ibiza abgesetzt und sie selbst hat mit einem ziemlich starken Asthma zu Kämpfen. Dann ist da noch Lenny ihr Ex Freund von dem sie nicht los kommt und Pola ihre beste Freundin, wo sie sich wünscht genauso sein zu können wie sie. Das Buch ist anders als andere Bücher, genauso wie Lea keine Typische Protagonistin ist. Man lernt, dass jeder auf seine weiße ein Held sein kann und jeder mit Problemen zu kämpfen hat. Das Buch ist sozusagen in den Gedanken von Lea geschrieben, was so viel heißt wie: Wir Lesen was sie denkt. Und dass ist ziemlich viel, sie macht sich über alles Gedanken. Unter anderem denkt sie viel über das Leben nach, über das verliebt sein, das Küssen, über so viele Sachen über die jeder von uns auch denkt, aber niemand ausspricht. Und das hat Sabine Raml wundervoll gemacht, etwas niedergeschrieben was jeder kennt. Auch wenn ich das Buch an sich ganz gut fand, hat für mich etwas gefehlt. Ob es die Spannung war oder der fehlende Höhepunkt, weiß ich nicht, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem. Fazit: „Heldentage“ ist ein gutes Buch für zwischendurch oder den Sommer Urlaub. Es ist leicht und flüssig zu Lesen und bringt ein dabei zum Nachdenken. Trotzdem fehlt es an Spannung und als ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, habe ich mir was komplett anderes vorgestellt. Das Cover allerdings ist wunderschön und ich bin froh, dass ich es mir ins Regal stellen kann.

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Ein Tagebuch ist etwas sehr persönliches und man vertraut ihm viele Gedanken und Erlebnisse an, von denen sonst niemand erfährt. Auch Lea schreibt sich in „Heldentage“ ihre Probleme von der Seele. Sie berichtet von ihren Träumen und ihren scheinbar unerfüllbaren Wünschen, ihrem ersten Liebeskummer und einem Leben, das von einer alkoholabhängigen Mutter und einem egoistischen Vater geprägt wurde. Liest man in einem fremden Tagebuch, dann erfährt man einiges über dessen Besitzer. Man ergründet seine Persönlichkeit und erfährt gut gehütete Geheimnisse. Um etwas über Leas Persönlichkeit zu erfahren, muss man als Leser jedoch etwas geduldiger sein, denn man wird ohne eine kurze Einleitung mitten ins Geschehen geworfen. Lea erzählt sehr desorganisiert, so als würde sie voraussetzen, dass der Leser ihrer Passagen genau weiß, worüber sie schreibt. Sie springt von einem Thema zum nächsten, nur um diese kurz anzureißen und dem Leser tausend Fragen zu bescheren. Nach einigen gelesenen Seiten kann man die vielen Puzzleteilchen zusammensetzen und erfährt vieles über Leas Probleme. Zugegeben, viele davon sind recht oberflächlich: Sie findet sich nicht schön. Aber einige sind schwerwiegend: Eine Erkrankung, die ihr die Luft raubt, ein Freund, der sie abserviert hat, eine alkoholkranke Mutter, die nie das Haus verlässt, und ein Vater, der lieber seinen eigenen Lebenstraum verwirklicht ohne an seine Tochter zu denken. Lea lässt nur selten den Kopf hängen und versucht sich mit ihrem Schicksal zu arrangieren. Wenn man ein Buch mit dem Titel „Heldentage“ zur Hand nimmt, erwartet man Heldentaten. Bei dieser Lektüre finde ich den Titel jedoch etwas irreführend. Hier sucht man vergebens eine starke Persönlichkeit, die ihrem Schicksal trotzt und sich ihren Problemen stellt, um sie zu beseitigen. Lea ist meiner Meinung nach keine Heldin. Sie ist ein pubertierendes Mädchen, das viele Wünsche und Träume hat, die für sie unerreichbar scheinen. Obwohl sie ihre Probleme genauestens beschreibt, hat man das Gefühl, dass sie oft vor ihnen resigniert und vor ihnen wegläuft. Das finde ich wiederum sehr authentisch, denn man sollte sich beim Lesen immer wieder bewusst machen, dass Lea fünfzehn Jahre jung ist und keinen Halt bei ihrer Familie findet. Wie sollte sie es auch bei einer Mutter, die ihre Probleme mit Alkohol bekämpft, erlernen? Umso erstaunlicher fand ich es, dass Lea im Laufe der Geschichte eine große Entwicklung durchmacht und etwas mutiger im Umgang mit den Schwierigkeiten des Lebens wird. Womit ich in diesem Buch nur schwer zurechtkam, war der Schreibstil von Sabine Raml. Lea darf ihre Geschichte erzählen und schreibt, wie es ihr gerade in den Sinn kommt. Manchmal etwas unorganisiert, widersprüchlich und kopflos. Die Autorin lässt Lea in ihrem Handlungsgerüst der Geschichte viele Freiheiten. In einem einfach gehaltenen Schreibstil beginnt die literarische Hauptfigur ein Thema, ohne dieses zu beenden, bevor sie sich mit einem neuen beschäftigt. Lea liebt es, ihre eigenen Sätze sarkastisch zu kommentieren und ich habe mich oft während ihres inneren Monologes gefragt, warum sie das ständig tut. Vielleicht möchte sie sich mit Selbstironie etwas unangreifbarer machen, denn es tut ja nicht so weh, als würden andere über sie scherzen. In den ersten Kapiteln möchte Raml die Intensität einiger Sätze und ihrer Bedeutung verstärken, indem sie Lea bestimmte Wörter des Öfteren wiederholen lässt – wenn sie Liebeskummer hat, schreibt sie immer dreimal den Namen des Jungen hintereinander. Aber Lea reiht nicht nur dieselben Worte aneinander – bei ihren Aufzählungen benutzt sie auch immer denselben Satzanfang. Nach der zehnten Aufzählung hatte ich dann wirklich keine Lust mehr weiterzulesen, weil sie die Ursachen ihrer Probleme sehr ausschweifend schildert. Im Laufe der Geschichte legt sie diesen Stil jedoch ab und ich wurde für mein Durchhaltevermögen belohnt, und konnte mich intensiver auf die Handlung konzentrieren. Sabine Raml hat in ihrem Debüt „Heldentage“ den Schwerpunkt deutlich auf Leas Persönlichkeit, den Umgang mit ihren alltäglichen Problemen und wie sie an ihnen wächst, gelegt. Alle anderen Protagonisten werden zwar sehr oft von Lea erwähnt, sie bleiben jedoch alle sehr blass und nehmen kaum an der Handlung teil. Hier blieb viel Potenzial ungenutzt. „Heldentage“ von Sabine Raml ist eine Geschichte, die durch den brisanten Schwerpunkt und einem ausgefallenen und lockeren Schreibstil besonders jüngeren Lesern zu empfehlen ist.

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Ich habe dieses Buch vor ca. einer Woche beendet, allerdings finde ich es gar nicht so einfach meine Gedanken zu dem Buch in Wörte zu fassen. Insgesamt kann ich sagen, dass die Handlung ziemlich simple ist. Man begleitet ein junges Mädchen in ihrem Alltag. Allerdings ist sie in einem nicht so stabilen Familienverhältnis aufgewachsen. Sie lebt bei ihrer Mutter, die den ganzen Tag nichts tut, außer alkohol trinken. Sie hat eine Clique in der Schule mit Freunden die für sie da sind. Allerdings ist es für sie nicht so einfach da mitzuhalten, da das Geld kaum für Essen reicht, geschweige denn für neue Klamotten. Mir hat dir Handlung sehr gut gefallen, da Lea die Hürden des Alltags meistern muss. Die Handlung wirkt sehr reel und man fühlt sich, als wäre man in Leas Situation. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Es war ein sehr simpler Schreibstil, da es fast so ist, als würde es jemand sprechen. Das passt sehr gut zu der Handlung. Würde der schreibstil etwas schwieriger, würde es glaube ich eine ganz andere Wirkung auf den Leser haben. Gefühlsmäßig hat mich das Buch sehr berührt. Ich konnte mich sehr gut in Lea reinversetzen und habe mit ihr gelitten. Auch wenn Lea nicht direkt gelitten hat und ihre Gefühle unterdrückt hat, habe ich genau gespürt, wie sie sich gefühlt hat. Insgesamt muss ich echt sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Ich finde es auch unglaublich schwer über dieses Buch zu schreiben, da ich gar nicht wirklich sagen kann, was mir an dem Buch so gut gefallen hat. Man muss es einfach gelesen haben. Nur 4 Sterne, da es eher ein Buch ist was man mal toll findet, aber es ist kein Buch, was mich noch die nächsten Monate begleiten wird und zu meinen Lieblingsbüchern gehört.

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Das Leben ist kein Wunschkonzert

Von: Jarmila Kesseler/ esposa1969 aus MANNHEIM

03.06.2015

Buchbeschreibung: Lea ist fünfzehn und hat viele Träume: Sie will schreiben. Sie will rennen, ohne je außer Puste zu sein. Sie will so wunderschön sein wie ihre beste Freundin Pola. In ihren Träumen ist Lea eine Heldin. Im richtigen Leben klappt es manchmal nicht: Gerade hat sich Lenny, Leas erster Freund, von ihr getrennt. Sie vermisst ihn schrecklich. Leas Mutter versinkt in ihren eigenen Problemen und kann Lea nicht helfen. Aber es gibt ja noch Pola und die Clique – und einen tollen neuen Jungen an der Schule, der sich unbegreiflicherweise für Lea interessiert ... Im Laufe eines langen Sommers findet Lea heraus, dass sie eigentlich doch auch eine Heldin ist, jeden Tag ein bisschen. Leseeindruck: In dem Jugendroman "Heldentage" von Sabine Raml lernen wir die 15-jährige Lea kennen, die es kaum noch erwarten kann endlich volljährig zu sein. Doch leider ist das Leben kein Wunschkonzert. Lea möchte gerne eine Heldin sein, die alles mit links meistert. Aber irgendwie stürzt alles gerade auf sie ein: Ihr erster Freund Lenny hat sich gerade von ihr getrennt, sie selbst leidet an Asthma und ist schnell außer Puste, ihre Mama hat mich sich und ihrer Alkoholkrankheit zu tun und ihrer Vater hat sich nach der Trennung von der Mutter auf Ibiza ein neues Leben eingerichtet… Dennoch bleibt Lea nichts anderes übrig, als dieses Leben zum meistern und wird somit zur Heldin…. Der Debütroman der Autorin las sich sehr emotional und hat mich sehr bewegt. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich gebannt gelesen. Die Handlung wird aus der Sicht Leas in der Ego-Perspektive berichtet, so kann man sich noch mehr mit ihr identifizieren, noch tiefer in sie hineinversetzen. her Träume und wünsche scheinen so unerreichbar und gerade das lässt sie wachsen und reifen und stark sein. 34 angenehm kurze und kurzweilige Kapitel verteilen sich auf insgesamt 301 Seiten, die u.a. Dank der angenehm großen Schrift gut zu lesen waren. Ich habe diesen Roman sehr genossen und vergebe gerne 5 von 5 Sternen! © esposa1969

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