Leserstimmen zu
Federgrab

Samuel Bjørk

Ein Fall für Kommissar Munch (2)

(5)
(8)
(1)
(1)
(0)
€ 12,99 [D] inkl. MwSt. | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)

Als Mia Krüger, Profiler, wieder ihren Dienst antritt, hat sie es gleich mit einem der schlimmsten Sorte zu tun. Ein Ritualmord. Eine junge Frau wird aus dem Jugendheim in Oslo vermisst und als man sie auf einem Federbett im Wald findet, wirft alles nur noch mehr Rätsel auf. Zusammen mit Kommissar Munch setzt das Team alles darauf an, um den Fall zu lösen. Ein schreckliches Video wird an den Tag gebracht und Mia ermittelt unermüdlich, auch wenn das heißt, dass sie sich von ihren Albträumen plagen lässt. Federgrab fängt richtig gut an und setzt die Spannungskurve sehr hoch, doch leider zieht es sich etwas in die Länge und vieles wird von Kapitel zu Kapitel wiederholt. Munch und Mia sind definitiv ein sehr interessantes Ermittlerpaar und ich freue mich den dritten Fall bald lesen zu dürfen. Trotz der kleinen Macken auf jeden Fall lesenswer

Lesen Sie weiter

In einem Waldstück wird die bizarr aufgebahrte Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Nicht nur, dass ihre Körperhaltung auf einen dunklen Ritus hinweist, das abgemagerte Opfer wurde von ihrem Peiniger auch auf Eulenfedern gebettet … Obwohl Mia Krüger mit den Nerven am Ende und krankgeschrieben ist, holt sie Holger Munch zurück in sein Team. Gerade bei einem so verstrickten Fall, kann der Chef der Sonderkommission nicht auf den Spürsinn seiner Kollegin verzichten. Als ein Hacker den Ermittlern auch noch ein Video zuspielt, das im DarkNet kursiert, gerät selbst der erfahrenste Polizist an seine Grenzen … Nachdem ich den ersten Fall direkt vor dem Zweiten gelesen habe, hatte ich doch sehr hohe Erwartungen an das Buch. Und in meinen Augen schneidet Samuel Bjørk wirklich sehr gut ab! „Engelskalt“ mag vielleicht ein bisschen eingängiger gewesen sein, der Autor nähert sich in diesem Buch aber gezielt dem düsteren Genre des „Nordic-Noir“ an, was mir sehr gut gefallen hat. Auch hier bekommen wir wieder einen sehr ruhigen und atmosphärischen Thriller, der mit einem spannenden und mitreißen Erzählstil aufwartet. In meinen Augen, hat der Autor die zwei Jahre zwischen „Engelskalt“ und „Federgrab“ sehr gut genutzt, kann man doch eine starke Steigerung in seinem Stil erkennen. Natürlich ist dieser immer noch eigen und für manche Leser auch sicher gewöhnungsbedürftig, die Geschichte ging mir aber viel leichter und intensiver ein. Samuel Bjørk konstruiert Fälle, die so durchaus das Leben schreiben könnte. Atmosphärisch dicht und düster zieht er den Leser immer tiefer in die Wirren des Verbrechens … Das Team rund um Holger Munch ist absolut einzigartig, mit hohem Wiedererkennungswert. Sie handeln menschlich und nachvollziehbar und trotz ihrer Ecken und Kanten werden sie mir von Buch zu Buch sympathischer. In „Federgrab“ bekommen ihre Persönlichkeiten deutlich mehr Platz. Liebenswert in ihren Schwächen und beängstigend echt in ihren dunklen Stunden! Klassisch nordisch, werden diese Themen aber nicht verweichlicht, sondern sehr sachlich und klar an den Leser weitergegeben. Vor allem Holger Munch ist ein weitaus komplexerer Charakter als es im ersten Fall vermuten lässt. Mehr als einmal mangelt es ihm an der richtigen Urteilsfähigkeit um wichtige Situationen und Menschen einschätzen zu können. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Trotzdem tritt das Team auf der Stelle. Einige Spuren erweisen sich als Nieten, bis sich der Hacker, der das Video entdeckt hat, nochmal bei Mia meldet …

Lesen Sie weiter

Meine Empfehlung Nach "Engelskalt" geht es mit "Federgrab" spannend in der Kommissar-Munch-Reihe weiter. Holger Munch und Mia Krüger sind mir bereits bekannte Charaktere und sie ermitteln wieder in einem grausamen Mordfall. Die mysteriösen Vorfälle rund um den Mord und neuen Erkenntnisse dazu, lassen das Ermittlerteam staunen. Wer hätte gedacht, dass die bizarren Zusammenhänge, dann zu so einem Finale in diesem Fall führen würden. Schon wieder gibt es eine familiäre Verstrickung von Holger Munch, seine Tochter Miriam wurde zwar interessant in den Plot integriert, doch warum es ausgerechnet wieder seine Tochter sein musste, ist mir nicht ganz klar. Das immer wieder zur ihrer Perspektive gewechselt wird und es einem nicht bewusst ist, was Mirjams Geschichte mit dem Fall zu tun hat, wirkt sich negativ auf den Spannungsbogen aus. Mir hat es auch gar nicht gepasst, dass sie sich, nur weil es in ihrer Beziehung mit ihrem Mann nicht gerade gut läuft und es nicht mehr so funktioniert, wie sie es gerne hätte, sie dann einfach nach anderen Typen Ausschau hält. Solch eine Charakterschwäche respektiere ich grundsätzlich nicht. Aber das ist nur meine persönliche Meinung zu Miriam. Mia Krüger kommt immer noch nicht über die Geschehnisse mit ihrer toten Schwester hinweg. Sie ist neben der Spur, trinkt für meinen Geschmack zu viel Alkohol, schluckt zu viele Muntermacher und will ihre Vergangenheit einfach nicht loslassen. Wie kann ein so intelligenter Mensch wie sie, sich so an dem Erlebten festbeißen. Das ist doch kein Leben, was sie da führt! Der gewöhnungsbedürftige Schreibstil ist ja für mich nun nicht mehr neu, der Drama-King und Autor Samuel Bjork setzt seine Thriller Reihe gewohnt dramatisch fort. Teilweise trivial ausführliche, abgehackte Sätze und zu viele Handlungsstränge, mit vielen wichtigen darunter, die relativ abgeflacht abgehandelt werden. Ständige Wiederholung der Namen (Vor- und Nachname) sind mir wirklich ein Dorn im Auge, immer wieder und kurz hintereinander in ein und demselben Kapitel nerven und unterbrechen den Lesefluss. Aber das ist wie gesagt "nichts Neues", einen Schreibstil ändert schließlich keiner über Nacht. Eine gute Fortsetzung, aber ohne einen ersichtlichen Steigerungseffekt zum Vergleich. Beim ersten Teil wurde der Leser von einer Horrer-Schocker-Szene nach der anderen mit Spannung bei Laune gehalten. In "Federgrab" stellt man uns einen Mordfall vor und dann wird ermittelt und geredet, die Spannung plätschert derweil am Leser vorbei. Zu den Vorfällen möchte euch an dieser Stelle keine Details nennen, dafür finde ich die Kurzbeschreibung schon ausführlich genug. Nicht das ich euch noch den Drahtzieher verrate! Aber Eins sei gesagt; die Darstellung der irrationalen Persönlichkeiten, ist gut geglückt, dieser Teil hat mich beim Autor schon positiv überrascht. Und hier noch ein Spannungspluspunkt: Bis zum Schluss, erst als der Täter genannt wurde, bin ich nicht dahintergekommen. Nicht mal ein bisschen. Fazit - Bewertung: 4 Sterne Zusammenfassend hat mir der 2 Band „Federgrab“ wirklich gut gefallen. Der Fall war gut ausgearbeitet, hatte viele glaubwürdige Wendungen und nachvollziehbare Ermittlungen. Immer wieder wird die Geschichte von einem potenziellen Verdächtigen gezeigt oder auch die Vergangenheit des Mörders, ohne dabei zu voreilig zu verraten, wer der wahre Mörder ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich zum Vorleser nichts weitersagen muss, denn jeder der meine Rezensionen bisher gelesen hat, weiß dass ich ein Fan von Dietmar Wunder bin.

Lesen Sie weiter

Federgrab

Von: Iris Gasper

27.12.2016

Ein junges Mädchen wird tot im Wald aufgefunden. Sie ist auf Vogelfedern gebettet, Kerzen umgeben sie und sie trägt eine weiße Blume im Mund. Es stellt sich heraus, dass sie zuletzt in einem Heim für Jugendliche in der Nähe von Oslo gelebt hat, dort schon als vermisst galt, die Vermisstenanzeige jedoch zurückgezogen wurde. Das Mädchen ist sehr abgemagert und in ihrem Magen findet man Reste von Nahrung, die normalerweise nicht dazu geeignet ist von Menschen verzehrt zu werden. An die Ermittlungen begeben sich, wie schon im ersten Roman des Autors, Holger Munch und sein Team. Mit dabei auch Mia Krüger und der junge Softwarespezialist Gabriel Mørk, den Munch für den letzten Fall erst ins Team geholt hat. Mia gelingt es wieder einmal Dinge zu erahnen an die die Anderen noch gar nicht denken. Doch diesmal liefert auch Gabriel einige Ermittlungsansätze, denn er wird von einem ehemaligen Hackerkollegen kontaktiert, der im Darknet über seltsames Videomaterial gestoßen ist. Die Ermittlungen verlaufen etwas schleppend, was auch damit zu tun hat, dass in dieser Geschichte die Ermittler selbst noch weiter in den Mittelpunkt rücken als schon im ersten Teil der Reihe. So werden Munchs private Probleme aufgezeigt und ein Blick in sein innerstes Seelenleben geworfen. Auch Mia wird näher beleuchtet. Sie ist nach wie vor mit vielen Problemen behaftet und kommt ohne Tabletten und Alkohol nicht über die Runden. Man muss sich fragen, ob sie je wieder ins Leben zurückfinden wird. Doch dann nimmt die Handlung mehr und mehr Fahrt auf und die Spannung wird größer. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber auch hier spielt Munchs Familie wieder eine Rolle. Mit „Federgrab“ legt der Autor Samuel Bjørk eine spannende Geschichte vor, die nicht so spannungsgeladen ist, wie der erste Band der Reihe, aber dennoch zu überzeugen versteht. Und das Ende der Geschichte dürfte dazu beitragen, dass die Ermittler sich noch einmal mehr mit ihrem Leben und sich selbst auseinandersetzen müssen und werden. Wie sie das verändern wird, hoffe ich in einem dritten Band des Autors lesen zu dürfen. Das dürfte dann gerne aber weitaus weniger Raum in der Geschichte einnehmen, damit der eigentliche Fall wieder etwas mehr Raum bekommt. Copyright © 2016 by Iris Gasper

Lesen Sie weiter

Das Buch ist der zweite Teil über Kommissar Holger Munch und dreht sich um einen besonderst mysteriösen Mordfall. Eine junge Frau wird nackt in einem Bett aus Federn gefunden. Schnell fällt den Ermittlern eine Einrichtung für Kinder- und Jugendliche ins Auge, in der das Opfer untergebracht war bis plötzlich ein Video auftaucht. Es zeigt das Opfer in einem Laufrad und einen Schatten: Eine menschliche Gestalt umhüllt von Federn. Zum Fall: Der Mordfall ist wirklich gut inszeniert. Nach und nach werden immer mehr Details offenbart, darüber warum und wie das Opfer getötet wurde. Auch ist relativ schnell klar, dass es ein weiteres Opfer, eine weitere „Auserwählte“ geben wird, was die Spannung noch voran treibt. Der Mörder bleibt relativ lange versteckt bzw. habe ich es nicht geschafft schon früh die richtigen Schlüsse zu ziehen, was mir gut gefallen hat. Auch hat der Fall generell einige Wendungen auf Lager Die Charaktere: Holger Munch ist ein typischer skandinavischer Kommissar: Eher griesgrämig, etwas älter und gezeichnet aber auch extrem gut in dem, was er macht. Seine Familie wird immer mal wieder miteinbezogen, was ich anfangs ganz gut fand, später aber dann etwas zu viel des Guten. Ich kann nicht glauben, dass bei Ermittlungen jedes Mal der Ermittler selbst zur Zielscheibe des Mörders wird, ist aber leider sehr oft in Kriminalromanen und Thriller. Mia Krüger gehört zu Munchs Team. Anfangs habe ich nicht ganz durchgeblickt, warum das Team sie braucht obwohl Mia für unbestimmte Zeit vom Dienst befreit wurde. In einem früheren Fall hat sie schreckliches durchleben müssen und auch der Tod ihrer Zwillingsschwester belastet sie so sehr, dass sie zu starken Medikamenten greifen muss. Doch im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass Mia ein brillantes Gespür für den Täter und das Motiv hat. Ihr Charakter selbst war mir ein bisschen zu sprunghaft und depressiv, aber trotzdem glaubhaft. Neben den vielen anderen Charakteren, die zum Teil zum Ermittlungsteam gehören oder Bewohner des Kinder- und Jugendheimes sind, hat doch besonder Holger Munchs Tochter Mirjam großen Raum bekommen. Und das ist für mich einer der Kritikpunkte bei „Federgrab“. Dadurch, dass immer wieder zur ihrer Perspektive gewechselt wird und dem Leser nicht bewusst ist, was Mirjams Geschichte mit dem Fall zu tun hat, schwächt es ein wenig den Spannungsbogen ab. Fazit: Insgesamt hat mir „Federgrab“ wirklich sehr gut gefallen. Der Fall war sehr gut ausgearbeitet, hatte viele glaubwürdige Wendungen und auch die Ermittlungen waren nachvollziehbar. Man hatte das Gefühl, dass genauso ein Ermittlungsteam arbeiten würde und viele verschiedene Indizien wurden beleuchtet. Auch hatte jedes Teammitglied verschiedene Charaktereigenschaften, die auf einfachen und unauffällige Weise aufgezeigt wurde. Immer wieder wird die Geschichte von einem potenziellen Verdächtigen gezeigt oder auch die Vergangenheit des Mörders, ohne dabei zu voreilig zu zeigen, wer der Mörder ist. Das ermöglicht dem Leser das Motiv zu erkennen ohne die Person dahinter. Tolles Buch, und besonderes Augenmerk auch auf den Hörbuchsprecher Dietmar Wunder, der mich bereits bei „Die Ernte des Bösen“ von Robert Galbraith mit seiner Stimmenvielfalt überzeugt hat.

Lesen Sie weiter

Als Kommissar Munch die Leiche einer 17-jährigen als Fall übertragen bekommt, holt er sich wieder Mia Krüger zur Verstärkung. Obwohl diese noch nicht wieder ganz hergestellt ist, erklärt sie sich bereit, am Fall mitzuarbeiten. Das tote Mädchen wurde tot im Wald gefunden, liegend auf Federn, die sich später als Eulenfedern herausstellten. Um sie herum wurde aus Kerzen ein Pentagramm aufgestellt und im Mund befand sich eine weiße Blume. Die Ermittler sind zunächst ratlos und bleiben bald mit den Ermittlungen stecken, denn es finden sich keine Anhaltspunkte zur Aufklärung. Da nimmt ein Hacker Kontakt zur Polizei auf und legt ihnen ein Video vor, das er im Netz gefunden hat. Von da an überschlagen sich die Ereignisse... Endlich ist er da, der zweite Teil um den Kommissar Munch und sein Ermittlerteam. Ihm wird ein mysteriöser Tod einer 17-jährigen als Fall übertragen. Was die Ermittler stutzig macht ist die Tatsache, dass sich das Mädchen seit seinem Verschwinden stark verändert hatte. Sie sieht ausgemergelt aus und in ihrem Magen fanden sich nur Pellets, Tierfutter. Was mag diesem Mädchen geschehen sein und welches Schicksal musste sie erleiden? Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, das Team arbeitet kontinuierlich alle zusammengetragenen Daten ab, während Mia sich wie gehabt ihren Intuitionen überlässt und damit ebenfalls Erfolge erzielen kann. Schon bald wird ihnen klar, dass es weitere Tote geben wird, denn das sieht nicht nach einem Einzelfall aus. Das müssen sie auf alle Fälle versuchen zu verhindern. Der Autor Samuel Bjørk schafft es ein weiteres Mal, einen spannenden Thriller zu erzählen. Die Ermittlungen gehen voran, so dass auch die Spannung gesteigert wird. Der Leser wird bei der Stange gehalten und mitgerissen. Und doch konnte mich dieser Teil nicht so packen wie der Vorgänger. Es wurde sehr viel privates von den Ermittlern erzählt, was ein wenig von der eigentlichen Story, dem Mordfall, ablenkte. Nervig hingegen waren die vielen Wiederholungen. Da ich dieses Buch als Hörbuch erlebt habe, stellte ich mir mehr als einmal die Frage, ob ich mich mit den CDs vertan habe, denn die Wiederholungen waren wortwörtlich. Das Hörbuch wurde vom Schauspieler und Synchronsprecher Dietmar Wunder eingelesen. Ein Mann, der es kann und drauf hat. Er heißt nicht nur Wunder, er kann auch ganz wunderbar lesen. Die einzelnen Stimmen werden differenziert gesprochen und das mit einer Perfektion, die überzeugt. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mit seiner Stimme dem Geschehen zu lauschen und die Protagonisten bei ihrer Arbeit zu begleiten. Das Ende wurde meiner Meinung nach ein wenig zu schnell abgehandelt, das fand ich schade. Aber der Autor hat einen kleinen Cliffhanger zum Schluss eingebaut, so dass man schon mal auf Band 3 neugierig werden kann. Ein guter Thriller, der aber leider nicht ganz an Teil 1 herankommt, deshalb hier einen Punkteabzug.

Lesen Sie weiter

€ 12,99 [D] inkl. MwSt. € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis) Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-20525-7 NEU Erschienen: 17.10.2016 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Federgrab/Samuel-Bjork/Goldmann/e509320.rhd Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes … Zum Autoren: Hinter dem Pseudonym Samuel Bjørk steht der norwegische Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er wurde 1969 geboren, schrieb im Alter von 21 Jahren sein erstes Bühnenstück und veröffentlichte seitdem zwei hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben. Sein erster Thriller, „Engelskalt“, wurde ein Bestseller. Derzeit lebt und arbeitet er in Oslo. Meine Meinung: Nachdem ich ja im letzten Jahr den ersten Teil der Holger Munch Reihe gelesen habe, war ich jetzt sehr auf den zweiten Teil gespannt. Die Covergestaltung gefällt mir, passt sehr gut zum ersten Teil im Bücherregal. Auch in diesem Fall ist eine interessante Thematik vorhanden. Spannung war von Anfang an da und konnte meiner Meinung nach auch bis zum Ende gehalten werden. Mich konnte dieser zweite Teil wesentlich mehr begeistern als der erste Teil. Das Ermittlerduo Holger Munch und Mia Krüger gefallen mir sehr auch, man erfährt auch sehr viel aus dem Privatbereich der Ermittler, allerdings muss ich sagen, dass dies etwas zu ausgeschmückt wurde, da wäre weniger mehr gewesen. Auch dass ausgerechnet die Tochter des Ermittlers in das Visier des Täters gerät, fand ich etwas weit her geholt, zumal der Täter wusste, dass sie die Tochter eines Polizisten ist. Die Handlung fand ich aber sehr interessant und auch die Auflösung konnte mich begeistern. Ich bin schon gespannt auf den 3. Teil der Reihe, hoffe aber, dass es nicht wieder so viele Wiederholungen gibt. Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben für alle, die gerne skandinavische Krimis/Thriller lesen. Mir hat dieser Teil auf jeden Fall besser gefallen als der erste Teil Engelskalt. Ich würde das Buch mit 4,5 Sternen bewerten.

Lesen Sie weiter

Nach „Engelskalt“ gibt es jetzt Nachschub aus Norwegen. Dietmar Wunder hat erneut die Lesung übernommen und der Zuhörer kann sich in den neun Stunden, die die Hörbuchfassung dauert, davon überzeugen, was für ein Stimmenspektrum er besitzt. In "Federgrab" switcht er gekonnt z.B. von einer Kinderstimme zu der des immer etwas "brummeligen" Kommissar Munch, der die Ermittlungen leidet. Außerdem setzt sich die Gesamthandlung aus mehreren Perspektiven zusammen und da hilft einem die Stimme des Vorleser ganz besonders um alles richtig einzuordnen. Zum Inhalt: "Vorsicht Spoiler!" Der Hobbybotaniker Tom Pedderson durchstreift ein Waldgebiet auf der Suche nach einer besonderen Pflanze. Doch die Suche nach diesem Gewächs wird jäh unterbrochen, als er einen grausigen Fund macht: Er findet ein totes unbekleidetes Mädchen, dass von Federn umkränzt ist und eine weiße Lilie im Mund hat… Bis die Ermittler die Identität der Toten herausgefunden haben, dauert es etwas und die Spur führt dann zu einem Heim für junge Mädchen, wo man aber nicht unbedingt zur Aufklärung des Mordfalls beitragen kann, denn die vormals aufgegebene Vermisstenanzeige bezüglich Camilla Green wurde kurze Zeit später wieder zurückgenommen, denn sie hatte eine SMS als Lebenszeichen geschickt... So richtig voran kommen die Ermittlungen erst als ein Hacker sich bei der Polizei meldet und auf ein bizarres Video aufmerksam macht, dass er beim „Surfen im Netz“ entdeckt hat…. Mehr möchte ich hier eigentlich gar nicht erzählen, denn wie auch der erste Fall mit dem Team um Kommissar Munch wird man hier spannend unterhalten. Zwar gibt es von Seiten des Team sehr viel "Handlungsbeiwerk" und es wird deren psychische Verfassung (Mia) einige Male in den Vordergrund gerückt, so dass der eigentliche Fall darunter verschwindet und auch das Familienleben des Kommissars ist ein Thema, was vielleicht ein wenig zu viel des Guten ist, denn der mysteriöse Fall an sich hätte mir schon als Spannungs-Act gereicht, zumal die auch noch aus verschiedenen Perspektiven und Personen erzählt wird. Doch Dietmar Wunder hat es geschafft, dass man genau am Ball leibt und man nicht abdriftet, denn wenn er liest, ist es immer ein Hörvergnügen und dass dämpft dann die " kleinen Schwächen“ in der Vorlage wieder ab. Fazit: Ein bisschen mehr Konzentration auf den spannenden Mordfall wäre hilfreich gewesen, aber durch die gekonnte Lesung von Dietmar Wunder werden diese kleinen Beanstandungen gekonnt ausgeglichen, so dass man hier spannend unterhalten wird.

Lesen Sie weiter