Leserstimmen zu
Islandsommer

Kiri Johansson

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»Islandsommer« wurde mir unangefragt vom Verlag zur Rezension zugeschickt. Das Cover ist zwar wunderschön (wenn auch ein bisschen kitschig) und soll wohl zeigen, worauf man sich kopfkinomäßig freuen kann, wenn man über Landschafts- und Naturbeschreibungen Islands liest. Aber der Klappentext klingt für mich leider sowas von nach Klischee und 0815-Liebesgeschichte, dass ich mir das Buch sehr wahrscheinlich eher nicht selbst zugelegt hätte. Merit Fournier ist unsere Protagonistin. Sie startet ihr neues Leben in Island, lernt dort (unwahrscheinlich schnell) viele liebe neue Menschen/Freunde kennen und der Mann ihres Herzens lässt sich sogar schon auf den ersten Seiten blicken. Einen richtigen Job hat sie nicht, da sie sich der Malerei verschrieben hat und man in dem Bereich nur unregelmäßige Einkünfte hat, wenn überhaupt. Erst mal hütet sie den Kater Köttur und lernt Island von allen Seiten kennen (und lieben). Schnell wird klar, dass Merit eine unaufgearbeitete Vergangenheit mit sich herumschleppt - genauso wie ihr Lover. Diese "schwere" Vergangenheit" ist etwas, das die beiden miteinander verbindet und wahrscheinlich deswegen so reizvoll füreinander macht. Beide haben sie ein Geheimnis, das aufgearbeitet gehört. Da könnte man sich doch prima gegenseitig helfen ... Wenn das nur so einfach ginge! Natürlich wird ewig lang ein Geheimnis um die schreckliche Vergangenheit der beiden gemacht. Erst gegen Ende wird die ganze Katastrophe dem Leser offenbart und dann ist der ganze Spuk auch schon wieder vorbei. Für meinen Geschmack ging's am Ende dann etwas zu schnell. Wobei ich die Augen verdrehen musste, war die Darstellung von Merit: einerseits sehr unkonventionell, dann aber auch total verständnis- und liebevoll, freundlich, ein absoluter Gutmensch und scheinbar besessen von Sex. Die perfekte Frau für jeden Mann. Und das Aussehen einer Elfe soll sie obendrein noch haben. Inwiefern das realistisch sein soll, weiß ich nicht. Der Schreibstil ist nicht schlecht, die Geschichte liest sich flüssig und man kann ihr gut folgen. Den Inhalt und auch die Darstellung der Protagonistin fand ich oft wenig realitätsnah und deswegen konnte ich all dem nur wenig abgewinnen. »Islandsommer« kann unterhaltsam sein, wenn man keine großen Erwartungen hegt. Für mehr als drei Sterne reicht das bei mir aber leider nicht.

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Die Protagonisten und ihre Geschichte Nachdem Merit und ihr Freund sich getrennt haben, bewirbt sie sich als House-Sitterin auf Island, schnappt sich sein Auto und reist nach Reykjavík. Auf Island angekommen, stellt sie fest, dass sie nicht die einzige Hausbewohnerin ist. Kristján ist Pilot und nur unregelmäßig zuhause. Dass seine Vermieterin eine House-Sitterin eingestellt hat, kommt für ihn überraschend. Doch so sehr in die Deutsche auch fasziniert, er muss sich von ihr fern halten, denn nicht nur Probleme mit seiner Ex rauben ihm den Schlaf, er kann auch seine Vergangenheit nicht abschütteln. Meine Gedanken zum Buch Mit Island verbinde ich unglaublichen Landschaftsbildern und Kiri Johansson ist es gelungen, mir diese Bilder vor mein inneres Auge zu zaubern. Da die Protagonistin nicht nur in der Hauptstadt festsitzt, sondern auch die Insel bereist, waren diese Eindrücke außerdem sehr vielfältig. Sowohl Merit, wie auch Kristján haben in ihrem Leben schon Leid erfahren und natürlich spielt das in ihrem Verhältnis zueinander eine Rolle. Ja, die Handlung mag dadurch vorhersehbar sein, aber das hat mich zu keiner Zeit gestört, schließlich handelt es sich bei diesem Roman nicht um einen Krimi oder Thriller, der von der Spannung lebt. Mir war an dieser Stelle wichtig, dass Merit nicht versucht, Kristján vor den Dämonen seiner Vergangenheit zu retten, diese Geschichten mit den Mädchen und den Bad Boys mit schlimmer Vergangenheit gibt es schon zuhauf und sie wirken immer wieder unglaubwürdig auf mich. Merit jedoch ist klar, dass sie Kristján nur dabei unterstützen kann, sich seinen Dämonen zu stellen und das finde ich wesentlich realistischer, weswegen mich auch der Ausgang dieses Handlungsstranges überzeugen konnte. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, die Handlung konnte mich begeistert und die Emotionen haben mich überzeugt. Für mich war „Islandsommer“ ein rundum gelungenes Leseerlebnis.

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Merits Freund Ferdinand hat sich verliebt, ohne sie und in eine andere Frau. Also muss Merit ausziehen und da Berlin ein teures Pflaster ist, sieht sie sich nach Alternativen um. Als Katzensitterin eine kleine Wohnung in Reykjavik zu beziehen, scheint ihr wie ein Wink des Schicksals. Auf der kühlen Insel mit dem rauen Charme will sie ihre Leidenschaft fürs Malen wiederentdecken, die sie einst für Ferdinand aufgab. Doch bald schon bringt ihr Mitbewohner Kristján ihr Leben gehörig ins Wirbeln und ihr Herz zum Klopfen. „Islandsommer“ ist ein wunderbar leichter, sommerlicher Roman, der kurzweiliges Lesevergnügen verspricht. Kiri Johansson (Pseudonym der Autorin Jeanine Krock), die sich als Kennerin der Insel erweist, erzählt locker und unterhaltsam von Merit und Kristján, die sich auf Island kennen- und lieben lernen. Viel Überraschendes gibt es dabei erwartungsgemäß nicht, auch wenn die beiden Protagonisten ein „Geheimnis“ mit sich herumschleppen, das der Leserin erst nach und nach enthüllt wird. Allerdings kann man sich einen großen Teil davon schon denken, weshalb dieser Aspekt sich ein wenig in die Länge zog. Für Aufregung sorgt hingegen die eifersüchtige Ex-Geliebte von Kristján und es hat mir auch Spaß gemacht, zu sehen, wie Merit sich in Island einen Platz sucht und wieder zu sich selbst findet. In erster Linie wird die romantische Geschichte aus Sicht von Merit erzählt, wobei Kristján gelegentlich ein Kapitel für sich bekommt, so dass auch sein innerer Konflikt einfühlsam beschrieben wird. Besonders gut hat mir gefallen, wie Merit sich in das Land verliebt und dabei sehr feinfühlig und rücksichtsvoll mit Land und Leuten agiert. Im Gegensatz zu vielen Touristen, deren Verhalten mich oft genug fassungslos den Kopf schütteln ließ. Dabei musste sich Kiri Johansson hier nicht einmal Beispiele ausdenken, wie sie in ihrem Nachwort beschreibt. Für mich war es auch interessant, Island mit den Augen einer deutschen Autorin zu entdecken, da ich bisher mit einheimischen Autorinnen (Yrsa Sigurðardóttir und Kristín Marja Baldursdóttir) in Island unterwegs war. Hier fand ich besonders spannend, Einzelheiten zu erfahren, die Einreise und Aufenthaltsbestimmungen wie zum Beispiel die „Kennitala“ betreffen. „Islandsommer“ hat mich trotz der Vorhersehbarkeit sehr gut unterhalten. Die Mischung aus Liebe, Leidenschaft, Selbstfindung und Traumabewältigung als tiefgründigerem Element war genau richtig – und das alles vor der atemberaubenden, sehr bildhaft beschriebenen Kulisse Islands. Da ich gelesen habe, dass Kiri Johansson bereits an ihrem zweiten Islandroman schreibt, dann wird es in die Westfjorde gehen, bin ich sicher, dass ich demnächst noch mehr von ihr lesen werde. © Tintenhain

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Merit braucht dringend einen Tapetenwechsel, nachdem ihre Beziehung mit Ferdinand in die Brüche gegangen ist. Kurz entschlossen bewirbt sie sich auf ein Catsitting-Inserat in Reykjavík. Dort muss sie sich nicht nur einen neuen Job suchen und Isländisch lernen, sondern sich auch mit ihrem merkwürdigen und doch so anziehendem Mitbewohner Kristján abfinden. Der Sommer wird zum Wendepunkt für sie und Merit verliebt sich nicht nur in die fantastische, mystische Landschaft Islands … Mit „Islandsommer“ schenkt Kiri Johansson (ein Pseudonym der Autorin Jeanine Krock) ihren Lesern eine herzerwärmende, farbenfrohe Somemrgeschichte mit Liebe, Eifersucht, Neubeginn und Hoffnung. Ein Buch, das der Seele gut tut und richtig Lust macht, nach Island zu reisen und die vielfältige Natur zu bestaunen.

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Islandsommer

Von: Ulla Leuwer

10.08.2019

Meine Meinung: Dieses wunderschöne Cover und der Titel machen einen neugierig auf das Buch. Wer kennt sich schon auf Island aus, mal ganz davon abgesehen, wer überhaupt schon einmal dort war. Ich war es noch nicht und denke auch, dass ich die Insel wohl nie kennen lernen werde. Aber dafür gibt es ja Bücher, die einen mit auf die Reise nehmen. Der Plot des Buches ist jetzt überhaupt nichts ungewöhnliches, zu oft gibt es die Frau, die überraschend vom Freund verlassen wird und eine neue Wohnung, wenn nicht sogar einen neuen Job suchen muss. Aber ich bin ja immer wieder der Meinung, man kann aus dieser Situation so vieles machen und hier fährt Merit kurz entschlossen von Berlin nach Reykjavik, um dort ein Haus und einen Kater zu hüten. Originell und für mich tatsächlich eine neue Variante, zumal ich dadurch vieles über Land und Leute erfahren konnte. Natürlich lernt Merit gleich zu Beginn einen Mann kennen. Kristján, der ein Geheimnis mit sich herum trägt. Bei vielen Büchern ist das Ende vorhersehbar und hier ist es nicht anders, aber bis es soweit ist, passiert einiges und ich als Leserin bin immer dabei. Natürlich werde ich hierzu nichts verraten. Auf jeden Fall ist es interessant, denn ich hatte die Möglichkeit beide gut kennen zu lernen, weil im Wechsel mal über Merit und mal über Kristján geschrieben wurde. Fazit: Ein schönes unterhaltsames Sommerbuch, das mich nach Island entführt hat. Die Autorin hat vieles miteinander vereint. Höhen und Tiefen eines Lebens, Mut und Romanze, Alltagsleben und besondere Gewohnheiten. Wer nach einer schönen Sommerlektüre Ausschau hält, könnte hier das richtige finden.

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Zum Inhalt: Als ihr Freund ihr mitteilt, dass er sich in jemand anderes verliebt habe, und sie gleichzeitig auffordert, aus der Wohnung auszuziehen, nimmt Merit kurzentschlossen eine Stelle als „Haus- und Katzensitter“ an. Allerdings ist das in Reykjavík, was nicht gerade um die Ecke von Berlin liegt ... Meine Meinung: Dieses Buch ist mehr als nur eine Liebesgeschichte. Es geht hier auch um das Erkennen eigener Stärken und Schwächen sowie den Umgang mit diesen. Weiterhin ist die Akzeptanz der eigenen Vergangenheit ein wichtiger Aspekt. Außerdem merkt man der Geschichte an, dass die Autorin ein Fan von Island ist. Ein Land, für das ich mich bisher überhaupt nicht interessiert habe. Durch die Lektüre ist es jedoch mehr in meinen Fokus gerückt; auch wenn mich jetzt ganz sicher nicht der nächste Urlaub dorthin führen wird. Mit manchen Orts- und Personennamen habe ich mich zwar ein wenig schwer getan, aber dennoch hat sich das Buch flüssig gelesen. Fazit: eine Geschichte, die Mut macht, Veränderungen anzugehen

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Als Merits Beziehung zerbricht und sie kurzerhand eine neue Wohnung braucht, die in Berlin gar nicht so leicht zu finden ist, nimmt sie spontan das Angebot an, den Sommer über ein Haus in Reykjavik samt Kater zu hüten. Nicht damit gerechnet hat sie, dass es einen weiteren Mitbewohner gibt. Kristján ist von seiner neuen Nachbarin, die sein ruhiges Leben ordentlich durcheinanderwirbelt, anfangs wenig begeistert, hat er doch genug eigene Probleme. Haben die beiden dennoch eine Chance auf eine neue Liebe? Meine Meinung: Ich habe mich sehr gefreut, dass unter dem offenen Pseudonym Kiri Johansson seit langer Zeit mal wieder etwas Neues von Jeanine Krock auf dem Buchmarkt erscheint, deren fantastische, magische Romane ich immer sehr gern gelesen habe. Ganz ohne Magie geht es auch diesmal nicht ab, dafür sorgt schon das sagenumwobene Setting, denn der Glaube an Elfen und Trolle spielt auf Island noch immer eine große Rolle. Überhaupt nimmt die Vulkaninsel mit ihrer wilden Natur einen besonderen Platz im Roman ein. Der Leser erfährt durch die bildhaften Beschreibungen der Autorin sehr viel über Land und Leute, was den Wunsch erweckt, das alles einmal mit eigenen Augen sehen zu wollen. Das Cover erweckt den Eindruck einer locker-leichten Liebesgeschichte, aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Beide Protagonisten haben schweres Gepäck zu tragen und stellen sich nur langsam ihrer Vergangenheit. Sensibel und einfühlsam nimmt Kiri Johansson sich die Zeit, ihre Traumata aufzudecken. Kristján bleibt bis zum Ende etwas undurchsichtig, dafür lernt man Merit, aus deren Sicht auch meist erzählt wird, mit allen Facetten kennen. Wie sie neue Freunde findet, sich wieder ihrem künstlerischen Talent öffnet und schlussendlich auch der Liebe eine neue Chance gibt, ist berührend beschrieben. Mir hat auch sehr gefallen, dass die Figuren nicht bis zum Ende umeinander herumschleichen, sondern sich, natürlich in gegenseitigem Einverständnis, nehmen, worauf sie Lust haben. Liebenswerte Nebenfiguren tragen ebenfalls zur rundum gelungenen Geschichte bei. Somit kann ich für diesen tiefgründigen, sehr informativen Roman über einen Neubeginn im Ausland nur meine wärmste Empfehlung aussprechen.

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Für meine Reise Ende Juni nach Hirtshals in Dänemark ist "Islandsommer" das perfekte Buch gewesen. Die Hauptfigur Merit fährt zu Beginn der Geschichte von Berlin nach Hirtshals und weiter mit der Fähre nach Island, um dort den Sommer zu verbringen. Ich mag es, wenn meine Lektüre zu meiner Umgebung passt: die skandinavische Lebensart, die ewig langen Sommernächte, die rauhe Natur. Selbstverständlich ist Dänemark nicht Island und Polartage hatten wir auch nicht. Aber wenn die Nacht nur von Mitternacht bis zwei Uhr dauert und es selbst dazwischen am Horizont noch hell bleibt, passt das schon sehr gut. Jedenfalls besser als am Mittelmeer oder in den Alpen. Die Geschichte liest sich gut weg, das Buch ist leicht geschrieben und kommt ohne großes Drama aus. Zwar gibt es hier und da Missverständnisse, Schatten der Vergangenheit und Konflikte, aber es ist nicht so nervenzerfetzend und genau das hat mit für den Urlaub gut gefallen. Das Cover passt leider nicht so gut zur Geschichte, aber die erhabene Schrift bei Titel und Autorin mag ich gern.

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