Leserstimmen zu
Are you finished? - No, we are from Norway

Sophie Seidel

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Sophie Seidel schildert in diesem Buch an sehr vielen Beispielen das Leben eines Kellners, bzw. einer Kellnerin. Das Buch ist nicht fortlaufend als Roman geschrieben, sondern besteht aus sehr vielen Absätzen/Abschnitten, die jeweils Erlebnisse aus ihrem Leben als Kellnerin wiedergeben. Der Schreibstil ist sehr flüssig und durch die kurzen Absätze geht das Lesen schnell vonstatten. Man wird das ein oder andere Mal zum lachen gebracht, aber mein häufigster Gedanke während des Lesens war „Wie dreist sind eigentlich manche Leute?!“ Es scheint keine Seltenheit zu sein, dass Menschen denken, Servicepersonal seien keine Menschen, sondern Roboter, die einfach zu funktionieren und demütig zu sein haben. Andererseits gibt es aber natürlich auch einige Begebenheiten, die auch das Gegenteil aufzeigen und von ehrlicher Herzlichkeit handeln und zeigen, dass es auch viele Menschen gibt, die Knochenjobs noch zu schätzen wissen. Es ist definitiv ein interessantes Buch und ich werde mir beim nächsten Restaurant-/Cafebesuch bestimmt manches zu Herzen nehmen und an dieses Buch denken, wenn es zur Entscheidung kommt, wie viel Trinkgeld ich gebe.

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Klappentext: Die wahren menschlichen Abgründe tun sich dort auf, wo der Mensch isst, trinkt und am Stammtisch sitzt - erkennt die frischgebackene Kellnerin Sophie. Ihre Kollegen geben ihr keine zwei Wochen. Doch Sophie beißt sich durch, stemmt Bierkrüge und vollgeladene Teller und hört nachts zum Abreagieren Metallica. Nur sind weder die Kollegen noch der diktatorische Koch schuld am täglichen Irrsinn: Es sind ihre Gäste, die Sophie Seidel an den Rand des Wahnsinns treiben... Gestaltung: Das Taschenbuch ist in einem hellen Blauton gehalten und die Vorderseite schmückt eine Kellnerin, welche wohl die Autorin selbst darstellen soll - mit Föhn und Bierkrug in den Händen. Über und neben ihr sind die Sprechblasen, die den Buchtitel beinhalten, platziert. Auch der Buchrücken wurde mit Sprechblasen geschmückt, hier sind es drei Stück, welche Sätze von den Gästen enthalten, wie "Ich hätte gerne eine Portion Emmentaler. Aber bitte nicht so viele Löcher, ja?". Dieses in der Ich-Form geschriebene Sachbuch ist nach dem Prolog, in dem man erfährt, wie es zu diesem Buch kam, in 14 Kapitel eingeteilt und im Anschluss daran folgen Epilog, Glossar, indem einige bayerische Begriffe erklärt werden, und letztlich der Dank. Meine Meinung: Sophie tritt ihren ersten Arbeitstag im Münchner "Bräufassl", einem Top Lokal inmitten Münchens, an und macht nicht nur Bekanntschaft mit den Kollegen, sondern auch mit Gästen, die es schaffen, in Erinnerungen behalten zu werden. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne, zum Beispiel Zechenpreller oder ein Pärchen, welches gegenseitig nichts vom Alkoholkonsum erfahren darf. Erwähnenswert ist für die Autorin auch, dass es auch im Leben einer Kellnerin mal schlechte Tage gibt, Tage an denen ein künstliches Lächeln schwer fällt, Tage an denen man lieber trauern würde, statt lächelnd zu bedienen. Aber auch schlechte Restaurantbewertungen sowie die Trinkgeld Regelung werden debattiert, da manche Gäste lediglich aufrunden oder gar kein Trinkgeld geben. Beispielsweise verlangt ein Gast nach einer Schmerztablette und gibt nach seinem Essen nichtmal 1 Cent Trinkgeld, ein anderer gibt der Kollegin Bärbel 10 Cent und meint daraufhin, sie solle sich das mit ihren Kollegen bitte teilen. "Wer Menschenkenntnis entwickeln möchte, sollte entweder Psychologie studieren oder in die Gastronomie gehen." (S. 12) Ich liebe Erfahrungsberichte und habe im Vorfeld schon einige aus unterschiedlichen Berufsfeldern (Psychiater, Hebamme, Krankenschwester, Arzt, Rettungssanitäter und Gerichtsmedizinerin) gelesen und kann mich immer wieder aufs Neue von diesem Genre berieseln lassen. Jedenfalls hat auch dieses Buch mir wirklich gut gefallen, es war teilweise köstlich amüsant, andererseits bitter und ernst - eine gelungene Mischung und ein guter Einblick in die Gastronomie. Fazit: Wer sich ebenfalls für Erfahrungsberichte interessiert, wird mit "Are you finished? - No, we are from Norway" bestens versorgt sein.

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Meine Meinung: Weil ich zwischendurch gerne mal etwas Leichtes, Lustiges lese, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich habe mir vor allem heitere Passagen über bekloppte Leute erhofft – und schlussendlich viel mehr bekommen. Sophie Seidel beschreibt ihren Arbeitsalltag im Münchner Restaurant “Bräufassl” in kurzen Kolumnen, die unter verschiedenen Themengebieten zusammengefasst sind. Der Name des Restaurants wurde geändert, ebenso wie die Namen der Kollegen und Kolleginnen. Das Buch beginnt, als Sophie, die vorher in verschiedenen Tagescafés gearbeitet hat, die Stelle im Bräufassl annimmt. Schnell erkennt sie, dass die Arbeit in einem urbayrischen Wirtshaus eine völlig andere Welt ist, als der Alltag in einem Café. Knallharte Schichten, schwere Bierkrüge, Stress, Druck und ein rauer Umgangston sind an der Tagesordnung. Ihre Kolleginnen trauen ihr nicht viel zu, doch Sophie hält durch und wird schließlich eine von ihnen. Je länger sie im Bräufassl arbeitet, desto mehr beginnt sie, ihren Job zu mögen. Trotzdem bleibt da die Angst im Hinterkopf, dass einer der Gäste sie kennt. Schließlich ist “nur Kellnerin” zu sein kein Traumjob und erst Recht kein Aushängeschild. So müssen Sophie und ihre Kolleginnen sich mit so manch überheblichem Gast herumplagen, der sie für ungebildet hält und wie eine Leibegene behandelt. Noch schlimmer sind diejenigen, die weder “Bitte” noch “Danke” kennen und es auch nicht für nötig halten, Augenkontakt herzustellen oder gute Arbeit etwa mit Trinkgeld zu würdigen. Alles Dinge, die selbstverständlich sind – sollte man meinen. Stattdessen ist mir durch dieses Buch einmal mehr klar geworden, dass Menschen, die im Servicebereich arbeiten, oftmals wie der letzte Dreck behandelt werden. Jeder kennt die Sprichworte: “Behandle andere stets so, wie du selbst behandelt werden möchtest” oder “Wie jemand mit einem “Untergebenen” umgeht, verrät viel über den Charakter”. Und so wird auch hier deutlich, was sich eine Kellnerin tagtäglich bieten und gefallen lassen muss und dabei angehalten ist, stets freundlich zu lächeln. Aber trotz der Aufklärung des gemeinen Lesers über den Arbeitsalltag und die Schwierigkeiten dieses Berufes steht im Buch doch der Humor im Vordergrund. Die im Buch enthaltenen Kolumnen behandeln Themen wie erste Dates, witziges Englisch, Möchtegern-VIPs und ihre Allüren, typisches Verhalten ausländischer Touristen und männliches vs. weibliches Restaurantverhalten. Am Ende der Kapitel gibt es nochmal eine Top 5 Zusammenfassung der skurillsten oder schönsten Erlebnisse mit diesen Gästen. Das Buch liest sich weg wie nichts und ist genau das Richtige, um nach einem langen Arbeitstag einfach mal die Füße hochzulegen und mit einem Grinsen im Gesicht zu entspannen. Ich habe durch die vielen kleinen Geschichten ein tiefes Verständnis für die schwere Arbeit von Kellnern entwickelt. Der Blick hinter die Kulissen öffnete mir noch einmal zusätzlich die Augen über diesen Knochenjob. Unfassbar, was Kellner/innen tagtäglich für einen Hungerlohn leisten müssen, während sie sich gleichzeitig mit Vorurteilen herumschlagen, die es ihnen unmöglich machen, so etwas wie Stolz oder Ehrgefühl für ihren Beruf zu entwickeln. Und das ist doch wirklich schrecklich. Niemand, der einen Beruf aus Überzeugung ausübt und Spaß bei der Arbeit hat, sollte sich dafür schämen, einer bestimmten Berufsgruppe anzugehören. Jedem Job sollte mit Respekt begegnet werden. Zwar steht bei diesem Buch der Humor eindeutig im Fokus, trotzdem regt es auch zum Nachdenken an. Teilweise habe ich über die Blödheit mancher Gäste Tränen gelacht, auf der anderen Seite hingegen war ich fast selbst ein bisschen melancholisch, als die Autorin am Ende die Arbeitsstelle wechseln musste. Falls ihr jemanden in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis habt, der kellnert, wird er sich sicherlich über das Buch freuen und sich auch ein Stück weit selbst wieder erkennen. Aber auch allen Nicht-Kellnern möchte ich dieses “Sachbuch” gerne ans Herz legen. Von mir gibt es vier Sterne. Fazit: Kurzweilig, witzig und gleichzeitig nachdenklich stimmend ist dieses Büchlein das perfekte Lesefutter für zwischendurch. Als Geschenk für alle Kellner gerne empfohlen, aber auch die “Gäste” unter euch, die gerne etwas Heiteres lesen, sollten zugreifen.

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Dieses Buch vereint Anekdoten aus der Gastronomie mit Gedanken der Autorin zu Gesellschaft und Moral. Ich habe selbst früher gekellnert und kenne viele der beschriebenen Situationen und Gedanken, wenn ich auch nicht immer der Meinung von Sophie Seidel bin. Es ist locker geschrieben, lässt sich gut "häppchenweise" lesen und ist für alle zu empfehlen, die in der Gastronomie arbeiten oder selbst gelegentlich dort zu Gast sind. Obwohl die Autorin ausgiebig über das Thema "Trinkgeld" schreibt, möchte ich an dieser Stelle eine Sache dazu klarstellen: Man rundet nicht einfach auf den nächsten Euro oder den nächsten Zehner auf, sonst könnte es z.B. passieren, dass eine Bedienung nur 10 oder 20 Cent Trinkgeld bekommt, nachdem sie sich den ganzen Abend für einen Tisch mit 20 Personen die Hacken abgelaufen und Speisen und Getränke für einen dreistelligen Betrag geschleppt hat. Nein, sie hat dann nicht einfach Pech gehabt! Durch das simple Aufrunden zeigt sich der Gast ihr gegenüber respektlos. (Ich habe die 20 Pfennig damals auf den Tisch geknallt und gesagt, dass ich es unpassend finde und nicht annehmen werde). 5 bis 10 Prozent von der Rechnung sind als Trinkgeld üblich (je nachdem wie "reich" man selbst ist und wie zufrieden man mit der Bedienung war). Die Zeit, um das mal grob zu überschlagen, kann sich jeder Gast nehmen (bestimmt gibt es auch eine App dafür ;-) ). Und wenn der Gast zu viel getrunken hat, um das Trinkgeld zur Rechnung zu addieren, dann bezahlt er halt erst ohne Trinkgeld und drückt es der Bedienung hinterher extra in die Hand. Das schafft jeder!

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Inhalt: Sophie fängt im Bräufässl, einem Touristenlokal in München, an zu kellnern. Ihre Kollegen geben ihr keine zwei Wochen, doch Sophie kämpft sich durch und bleibt mehrere Jahre. Nun erzählt sie in ihrem Buch über ihre lustigsten und skurillsten Erlebnisse. Meine Meinung: Ich lese selten Bücher die ins Genre Humor fallen, aber dieses hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht über eine Geschichte. Ich hatte schon immer einen großen Respekt vor dem Kellnern, da ich in diesem Beruf höchst wahrscheinlich untergehen würde.. dieser hohe Zeitdruck, du bist die ganze Zeit auf den Beinen und das Geschick acht Teller auf einmal tragen zu können. Nicht zu vergessen, die Fähigkeit mit Menschen umzugehen und immer viel Geduld zu haben, ist sehr nervenaufreibend. Man merkt das Sophie Seidel diese Situationen so schon erlebt hat. Es wird alles detailliert beschrieben und ich kann mir alles bildlich und in Farbe vorstellen. Sophie Seidel erzählt direkt, ehrlich und authentisch. Ich habe keinen Zweifel daran, dass sie all diese absurden Erlebnisse erlebt hat. Die Geschichte lässt sie schnell und flüssig lesen, es ist nicht mit Informationen überladen und hat so auch keine Längen. Über viele Situationen und Verhaltensweisen der Menschen kann ich nur den Kopf schütteln. Über manches war ich empört, anderes war sehr lustig und manche Stellen haben mir auch gezeigt das es auch wirklich Menschen mit einem großen Herzen gibt. Ich fand es schön zu sehen, wie humorvoll und sarkastisch Sophie Seidel mit den Situationen umgeht, bei denen die meisten Menschen längst aus dem Lokal geflüchtet wären. Mit ihren Kollegen konnte ich mich auch sehr gut anfreunden, vor allem die russische Reinemachefrau und der Chefkoch habe ich durch die tolle Beschreibung noch sehr gut in Erinnerung. Sophie ist eine ziemlich starke Frau die sich auf jeden Fall nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Fazit: Ein lustiges und skurriles Buch bei dem man schmunzeln muss und sich manchmal fragt, was für Menschen hier auf der Erde herum laufen. Man lernt die Welt einer Kellnerin besser kennen und darf einen Blick hinter die Kulissen werfen.

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MEINE MEINUNG Es gibt Jobs, in denen sieht man immer wieder Dinge, die man nicht für möglich gehalten hat. Und ein solcher Job ist unstreitig die Arbeit in der Gastronomie. Ich kann das beurteilen, denn ich mache den Wahnsinn nun schon seit einige Jahren mit. Vor Jahren reingerutscht, kommt man immer wieder in die Gastro zurück. Und während Teller wegtragen und Tische wieder eindecken sich doch recht langweilig anhört, so erlebt man mit den Gästen immer wieder kleine Episoden, in denen selbst gestandenen Bedienungen die Spucke wegbleibt. Sophie Seidel erzählt genau diese Geschichte in ihrem Buch "Are you finished?" "No, we are from Norway". Die Autorin arbeitet selbst seit Jahren als Service-Kraft, im Buch schildert sie ihren Alltag im fiktiven bayerischen Gasthof "Bräufassl". Dabei geht sie vor allem mit einer gesunden Portion Humor und Sarkasmus an die Sache heran. Und wer schon irgendwann mal in diesem Bereich gearbeitet hat, der weiß: das ist auch dringend nötig. Die Kapitel sind immer unter ein ganz bestimmtes Thema gestellt, wobei dieses doch recht weit ausgelegt wird. Im Laufe des Buches findet sich eigentlich jede Art Gast mal wieder. Da ist das alte süße Ehepaar, das seit 50 Jahren verheiratet ist. Und jedes Mal wenn die Gattin zu Toilette geht, springt der Mann auf und trinkt heimlich einen Schnaps an der Bar. Und dann gibt es den arrogaten Mitt-Zwanziger, der meint, sich in der Gruppe profilieren zu müssen, indem er am Essen rummeckert, selbst bei den einfachsten Getränken Sonderwünsche hat, die Bedienung beleidigt und keinen Cent Trinkgeld zurücklässt. Aber auch japanische Touristen, Weihnachtsfeiern und Hochzeittagsessen sind auch für eine Kellnerin immer wieder was Besonderes. Sophie Seidel plaudert aus dem Nähkästchen und sie tut das mit einer wundervoll lockeren Schreibstil. Sie schreibst so, wie sie wahrscheinlich auch mündlich erzählen würde und hält dabei auch nicht hinter dem Berg, was sie mir sehr sympathisch gemacht hat. Gleichgesinnte und Leidensgenossen werden sich beim Lesen eher früher als später irgendwo wieder finden und wer noch nie das Vergnügen hatte, im Gastro-Bereich zu arbeiten, auch diejenigen sollten dieses Buch unbedingt lesen. Denn vielleicht entsteht so auf witzige Art und Weise eine Art Verständnis, was jeder Bedienung nur zugute kommen kann. Ein klein wenig gestört hat mich nur, dass die Kapitelüberschriften und die darunter auftauchenden Geschichten nur bedingt im Zusammenhang zueinander gestanden haben. Auch hatte ich bei der einen oder anderen Episode den Gedanken "was will sie uns, also den Lesern, damit jetzt eigentlich sagen?". Abgesehen davon hatte ich mit diesem Buch eine wirklich unterhaltsame, witzige Lesezeit. FAZIT Sophie Seidel erzählt auf unterhaltsame, komische Art kleine Episode aus ihrem Alltag als Kellnerin. Doch obwohl das Buch als Sachbuch angepriesen wird, ist es für mich eher in der humoristischen Sparte zu verorten. Viele Geschichte, die dort erzählt werden, könnten so oder ganz ähnlich tagtäglich in deutschen Wirtshäusern geschehen. Und für den Leser, der in Sachen Gastronomie zu den Laien gehört, der mag vielleicht an der einen oder anderen Stelle denken, dass die Episoden überspitzt und übertrieben dargestellt werden. Profis in diesem Fach wissen: in Wirklichkeit ist es viel schlimmer.

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Ein Buch aus der Sicht einer Kellnerin. Über den Alltag einer Servicekraft. Da ich selbst seit 5 Jahren als Aushilfe an der Kasse sitze und dementsprechend auch schon unvorstellbares seitens der Kunden und seitens der Kollegen erlebt habe, hat mich das Buch interessiert. Zu lesen wie es in anderen Gewerben zu geht. Ich bin der Überzeugung, dass jeder, der mit Menschen arbeitet ein Buch mit Geschichten dazu füllen kann. Also war ich gespannt auf die Geschichten, die mich hier erwarten würden und ich wurde nicht enttäuscht, kein bisschen. Es sind kurze Geschichten, die thematisch zusammengefasst sind. Einige davon waren unglaublich witzig, so dass ich in der Bahn saß und laut lachen musste und andere konnte ich nur mit einem Kopfschütteln lesen! Es war von allem etwas dabei und ich konnte den Restaurant Besuch auch von der anderen Seite aus erleben, was ich durch aus auch Interessant fand. Für mich waren die Top 5, die es am Ende jeden Kapitels gab immer wieder ein Highlight mit denen ich auch ein paar Freunde von mir begeistern konnte. Da haben mir vor allem die Top 5 des broken English gefallen. "Die Amerikaner gucken stirnrunzelnd, als der Deutsche fragt: "Do you want a soup in front of the meal?" And a dessert behind the meal?" - Seite 124 Fazit Es ist ein witziges Buch für zwischendurch. Das sich schnell lesen lässt und gut unterhält.

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Man sollte ja meinen, dass der Berufsalltag in der Regel recht unspektakulär, um nicht zu sagen langweilig verläuft. Man muss allerdings nur die richtigen Berufsgruppen fragen und zwar solche, die viel mit Menschen zu tun haben, da wird man schnell eines besseren belehrt. So ist es auch hier, denn der Untertitel „Eine Kellnerin am Rande des Wahnsinns“ trifft es in vielen Fällen schon recht gut. Hier bekommt man gute, kurzweilige Unterhaltung, auch wenn dieses Buch offiziell in die Kategorie „Sachbuch“ gehört. Sophie Seidel hat ihre Erlebnisse in diesem Buch so aneinandergereiht, dass man die einzelnen Abschnitte fast als Kurzgeschichten ansehen könnte. Da das Wirtshaus mitten in München liegt, geht es nicht nur um deutsche Gäste, sondern sie beschreibt auch den Umgang mit fremdländischen Besuchern bzw. anderen Kulturen. Hier treten Marotten jeglicher Art zu Tage, man kann über Höflichkeit bzw. Unhöflichkeit lesen, und auch die Kollegen (und ihr Umgang mit diesen Gästen) sind Thema im Buch. Jeder bekommt in gewisser Art und Weise sein Fett weg, wobei die Geschichten nicht böse, sondern einfach nur lustig rüber kommen. Zumindest dann, wenn man es lesen darf und nicht selbst in der Haut der Kellnerin steckt. Fremdschämen ist manchmal auch inklusive, außerdem menschelt es hin und wieder ganz gewaltig, und das macht das Buch zu einer runden Sache. Denn selbst wenn im Alltag scheinbar manchmal der Wahnsinn tobt, so gibt es auch die eine oder andere kleine, nette, feinfühlige oder rührselige Geschichte, die mir ein Lächeln entlockte. Ich fand es sehr gut, dass die Autorin auch diese Seite gezeigt hat, denn nur so entsteht ein gutes Gesamtbild. Ein Buch zum schmunzeln, lachen, nachdenken und fremdschämen. Das nächste mal betrete ich ein Wirtshaus sicher mit anderen Augen.

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