Leserstimmen zu
Are you finished? - No, we are from Norway

Sophie Seidel

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Sophie Seidel ist Schriftstellerin. Und die Autorin von "Are you finished? No, we are from Norway". Aber nur die wenigsten können von dieser Berufung wirklich leben. Also muss ein Nebenverdienst her. Bei Frau Seidel ist es das Kellnern. Jahrelang arbeitet sie in Cafes und Restaurants bis sie ins Bräufassl (Anm. der Name wurde geändert) kommt. Die Arbeit dort war anders als jeder Job, den sie bis dahin gemacht hatte. Das Kellnern im Bräufassl bringt sie bis an ihre Grenzen. Nicht die Kollegen sind dafür der Grund, sondern die Gäste. Vom bayrischen Urgestein bis zum Japaner, sie alle tragen zum täglichen Irrsinn bei. Sophie Seidel teilt eine der stressigsten, aber auch schönsten Phasen ihres Lebens mit uns. An manchen Stellen weiß man gar nicht, ob man mit der Autorin leiden oder lachen soll. Und ja, es kam vor, dass ich aufgrund einer witzigen Situation lautstark auflachen musste, und meine Kinder mich wohl in diesem Moment doch für etwas seltsam hielten. Das Kapitel über VIP's oder Personen, die sich dafür halten, war wirklich urkomisch. Besonders erfreulich war es, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durch hatte, ohne mir die Nächte um die Ohren zu schlagen. Denn das Buch besteht aus vielen kleinen Anekdoten, manche hängen zusammen, die meisten nicht. Es ist also kein Problem, dass Buch kurz beiseite zu legen oder schnell mal zwischendurch einen Absatz zu lesen. Ein wunderbares Buch über die Artenvielfalt des menschlichen Charakters und perfekt für den stressigen Alltag oder für den Sommerurlaub, wenn einem der Roman doch zu umfangreich ist.

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Während meiner Schulzeit und dem Studium habe ich viele Jahre gekellnert und dabei einiges erlebt. Sophie Seidel hat im fiktiven "Braufässl" auch so einiges erlebt - das ist oft witzig, aber teilweise auch etwas traurig, weil sich viele Gäste einfach nur daneben benehmen... Die Story: Das Braufässl ist ein typisches Touristenlokal in der Münchener Innenstadt mit deftiger bayrischer Küche und viel Bier. Nach einigen Jobs in Cafés heuert Sophie in diesem Brauhaus an. Ihre Kollegen geben ihr nur drei Monate, bis sie das Handtuch wirft, doch Sophie bleibt Jahre und plaudert in diesem Buch aus dem Nähkästchen. Meine Meinung: Das Buch berichtet eher zusammenhanglos aus dem Alltag des Braufässl. Dazu kommen Beschreibungen der typischen Gäste des Touristenlokals, der Mentalitäten von Ausländern oder Deutschen aus anderen deutschen Bundesländern. Die Erlebnisse und skurrilen Geschichten sind sehr lustig zu lesen - wenn sie denn nicht so traurig wären. Wie sich viele Gäste in Restaurants aufspielen ist einfach nur unmöglich und unverschämt. Sophie Seidel beschreibt diese Situationen aus ihrer Sicht, der ich in vielen Fällen zustimmen kann, da ich vieles davon selbst erlebt habe. Auch ich hatte damals immer die "schwierigen" Gäste abbekommen und musste trotz deren unverschämten Art höflich und zuvorkommend sein. Manchmal kam man sich wirklich vor, wie im Irrenhaus! Traurig ist, dass man dann noch gegen negative Restaurantkritiken kämpfen muss, wenn der Gast seinen Willen nicht durchsetzen kann. Kritiken deshalb immer auch hinterfragen! In diesem Buch wird auch deutlich, dass das Kellnern ein richtiger Knochenjob ist, was vielen offensichtlich nicht bewusst ist. Fazit: Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen eines bayrischen Touristenlokals. Frech und lustig geschrieben, aber im Kern eher ein Armutszeugnis für die Menschen. Ich vergebe 4 Sterne.

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Meine Mei­nung Der Buch­ti­tel war aus­rei­chend um mich davon zu über­zeu­gen, dass ich die­ses Buch auf jeden Fall lesen muss. Ich finde es äußerst span­nend einen Blick hin­ter die Kulis­sen ver­schie­de­ner Berufe etc. wer­fen zu kön­nen und wenn diese Form der Sach­bü­cher mit einer gro­ßen Por­tion Humor geschrie­ben ist, kann es nur unter­halt­sam und lus­tig werden. Nor­ma­ler­weise fol­gen Sach­bü­cher einem über­ge­ord­ne­ten Kri­te­rium: sie sind sach­lich. Sophie Sei­del hat das Kon­zept ein wenig unkon­ven­tio­nel­ler gestal­tet und lässt den Leser wäh­rend ihrer täg­li­chen Arbeit gera­des­wegs über ihre Schul­ter bli­cken. Ehr­lich und direkt beschreibt sie den har­ten Beruf einer Kell­ne­rin, ver­liert dabei jedoch zu kei­nem Zeit­punkt ihren Humor. Als Leser bekommt man das Gefühl Sophie Sei­del hat die­ses Buch mit einem ver­schmitz­ten Lächeln und einem Augen­zwin­kern geschrie­ben. Ohne die Auto­rin per­sön­lich zu ken­nen ent­steht sogleich eine Sym­pa­thie und Ver­traut­heit, die das Gefühl ver­mit­telt einer guten Freun­din bei einer Tasse Kaf­fee und einem Stück Kuchen den Erzäh­lun­gen ihres Arbeits­ta­ges zu lauschen. Die ganze Beleg­schaft rund um die Gast­wirt­schaft “Bräu­fassl” wächst wäh­rend dem Lesen ans Herz. Man meis­tert gemein­sam Höhen und Tie­fen, schüt­telt ungläu­big den Kopf über diverse Gäste und kann schluss­end­lich zusam­men dar­über lachen. Ein grund­ehr­li­ches, scho­nungs­lo­ses Buch das die Arbeit einer Kell­ne­rin in einem urbay­ri­schen Gast­hof auf humor­volle Weise beleuch­tet. Das ungläu­bige Stau­nen wird abge­wech­selt von Hei­ter­keit und sorgt für gute Unter­hal­tung. Eines ist jedoch sicher: nach dem Lesen die­ses Buches wird man die Arbeit in der Gas­tro­no­mie mit ande­ren Augen sehen. Fazit Baye­ri­sches Flair garan­tiert! Humor­voll, ehr­lich und mit­ten aus dem Leben gegriffen.

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