Leserstimmen zu
Ein wunderbares Jahr

Laura Dave

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Die Geschichte ist wirklich gut erzählt und man kann sich schnell in die Handlung und die Protagonisten hinein fühlen. Die Autorin Lara Dave schafft es, durch ihren lockeren Schreibstil, der Handlung problemlos zu folgen. Um bestimmte Gefühle und Handlungen der einzelnen Personen zu verstehen, findet man viele Rückblenden, diese stören aber weder den Lesefluss noch das Verständnis für die Geschichte/ Handlung. Ein bisschen mehr Spannung hätte dem Buch aber gut getan, da ich jederzeit das Buch weglegen hätte können. Dazu kommt, dass man nebenbei noch viel über Weinanbau lernt, was zum einen sehr interessant aber auch manchmal etwas überflüssig war. Alles im Allem aber hat mir der Roman sehr gut gefallen und war perfekt um an warmen Sommerabenden gelesen zu werden.

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ZUM INHALT: Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ... MEINE MEINUNG: Bei diesem Buch geht es nicht in erste Linie um einen Liebesroman oder um ein Sommerbuch, wie man vielleicht bei diesem Cover denken mag, sondern diese Geschichte beinhaltet zwar eine kleine Liebesgeschichte, aber eben auch mehr. Zuerst mal muss ich etwas zum Cover loswerden, ans sich finde ich es wirklich hübsch gemacht, aber, diese Geschichte spielt zu 90% auf einem Weinberg, spricht es geht hier um Wein und Trauben, warum macht man dann auf einem Cover Pfirsiche drauf, dass passt so gar nicht dazu, auch wenn es schön anzuschauen ist. Ich muss sagen, ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden gelesen und am Anfang bis ca. 100 Seiten dachte ich so, ja, was für ein Buch, dass wird ein 5 Sterne Buch werden, ich war davon wirklich überzeugt, wenn man so ein Gefühl von Anfang an hat, dass dies genau das richtige für einen ist, dennoch sind es nun nur 4 geworden, weil ich finde, danach hat es ein wenig nachgelassen und ich hatte doch gehofft, hier eine schöne Liebesgeschichte zu bekommen. Es geht hier um eine Frau Georgia, die auf dem Weinberg ihrer Familie aufgewachsen ist, aber dann doch diesem den Rücken gekehrt hat, weil sie Jura studieren wollte, dies hat sie auch getan, nun steht ihre Hochzeit an, aber leider kommt da etwas an sich Licht, womit sie nicht gerechnet hat und sie stellt alles in Frage und sie kennt nur einen Ort wo sie hin kann und möchte, nach Hause.Doch dort angekommen, findet sie ihr Heim nicht mehr so wieder wie es einmal war, ihre Eltern haben eine Krise und auch bei ihren Brüdern sieht es auch nicht so dolle aus, zudem soll der Weinberg an den größten Gegner verkauft werden. Also nicht nur das sie nicht weiß, ob sie ihren Verlobten heiraten will, bricht gerade ihre ganze Familie irgendwie zusammen. Das ist der grobe Inhalt, man kann demnach schön sehen, es ist eher ein Familienroman, der sich mit den Krisen des Lebens auseinandersetzt und eben nicht wirklich locker leicht ist. An sich fand ich es wirklich gut gemacht, sonst hätte ich es nicht so verschlungen, dennoch muss ich sagen, weniger Dramatik wäre besser gewesen und mehr Liebe wäre schöner gewesen, wenn man daraus einen guten Mix gemacht hätte, wäre das Buch entspannter für den Leser gewesen.Zudem gingen mir manchmal die Eltern von ihr auf den Keks, weil die so wortkarg sind und wenn das meine Eltern gewesen wären, ich hätte Klartext gesprochen.Und es gibt noch ein anderes Problem, klar, es spielt auf einem Weinberg, aber muss in allen Details und immer wieder über Wein reden, für jemanden der wenig oder überhaupt nichts trinkt und sich damit auch nicht auskennt, für den kann es langatmig sein und so ging es mir, ich fand es einfach viel zuviel.Und das Ende war mir dann doch zu schnell und nicht richtig ausgearbeitet, da denke ich einfach, hätte man von manchen Beschreibungen einfach etwas weggelassen, wäre für das Ende mehr Zeit gewesen. Dennoch hat das Buch eine gute Botschaft, auch wenn sie die Richtung in deinem Leben ändern sollte, heißt das nicht, dass diese nicht richtig ist, dass auch ein Neuanfang gut sein kann, aber es sich lohnt zu kämpfen. Das habe ich aus diesem Buch mitgenommen. 4/5 Sterne

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Darum geht's: Georgia Ford ist eine erfolgreiche Anwältin in LA und steht kurz vor ihrer Hochzeit, als sie bei der Anprobe ihres Brautkleides kurz aus dem Schaufenster auf die Straße blickt. Dabei macht sie eine Entdeckung, die ihre heile Welt einstürzen lässt. Kurzerhand setzt sie sich noch im Brautkleid in ihr Auto und fährt die neun Stunden nach Hause zum Weingut ihrer Eltern ins Hinterland von Kalifornien. Doch dort erwarten sie weitere böse Überraschungen.... Meine Meinung: Die Leseprobe zu diesem Roman, der sich hier etwas fälschlich als Sommerroman verkauft, hat mir sehr gut gefallen. Man erlebt die überstürzte Fahrt der Protagonistin im Brautkleid in ihren neun Stunden entfernten Heimatort Sebastopol im nördlichen Kalifornien. Die ersten Seiten erwecken einfach den Wunsch nach mehr.... Doch als Georgia in den Schoß der Familie zurückkehrt, ist dort alles anders, als sie das letzte Mal Sebastopol verlassen hat. Ihre Eltern haben sich getrennt, ein fremder Mann kommt aus Mutters Schlafzimmer, beide Brüder stecken in der Krise und der Höhepunkt ist für sie, dass ihr Vater das Weingut verkauft hat und bereits die letzte Ernte eingeholt wird. Der Leser wird in ein einziges Durcheinander von Gefühlen geworfen, denn alle Personen in der Familie Ford sind problembehaftet. So steht Georgia nicht nur mit ihrer Frage "Hochzeit oder nicht?" da, sondern mit mehr Belastungen als zuvor. Für sie bedeutet das Weingut Heimat. So zieht es ihr einfach den Boden unter den Füßen weg, als sie hört, dass sie diesen Flecken Erde verlieren wird und noch dazu an die Konkurrenz. Denn ihr Vater widmete sich dem biodynamischen Weinanbau, während der potentielle Käufer Massenwein produziert. Charaktere und Schreibstil: Die Charaktere werden sehr bildhaft beschrieben, die auch teilweise in die Tiefe gehen. Allerdings stehen hier die Probleme des Einzelnen im Vordergrund. Schwierigkeiten hatte ich mit Georgias Mutter, die ich zwar betreffend ihrem Ausbruch aus ihrem jetzigen Leben verstehen konnte, jedoch nicht ihre eher egoistischen Züge. Auch ihre letztendliche Entscheidung am Ende des Romans war mit zu unglaubwürdig. Auch bei Georgia konnte ich ihre Gleichgültigkeit gegenüber den Hochzeitsvorbereitungen nicht verstehen. Alle zerbrechen sich den Kopf darüber, nur die Braut nicht. Aus Ben wurde selbst ich nicht schlau. Er ist, wie viele Männer, sehr entscheidungsarm und wartet einfach ab... Positiv ist mir hingegen Georgias Vater in Erinnerung geblieben, der als Einziger weiß, was er tut und auch dazu steht. Georgia's Brüder, Finn und Bobby, beneiden den jeweils anderen um sein Leben. Finn mochte ich gerne, auch wenn er hier als Schwerenöter beschrieben wird, der jedoch seiner einzigen großen Liebe nachtrauert. Mit all den verzwickten Problemen der einzelnen Familienmitglieder kommt hier nie Langeweile auf und der Roman lässt sich sehr schnell lesen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und temporeich. Die Autorin versteht zu schreiben. Auch erfährt der Leser einiges über den biodynamischen Weinbau und über die richtige Zeit zur Weinlese. Manche Ereignisse waren allerdings auch vorhersehbar und das "gewisse Etwas" fehlte mir. Trotz einiger Kritiken meinerseits hat mich der Roman unterhalten und ließ sich wunderbar lesen. Richtig "abgeholt" hat er mich allerdings nicht. Obwohl die Geschichte nicht im Sommer spielt, ist es eine perfekte Sommerlektüre! Cover: Das deutsche Cover um VIELES schöner, als das Originalcover und ist ein echter Hingucker. Allerdings bin ich hier auch schon bei meinem großen Kritkpunkt! Das deutsche Titelbild geht völlig am Inhalt vorbei! Pfirsiche? Warum? Hier geht es um Weinbau!!! Man hätte doch genauso ein wunderschönes Cover mit Weintrauben gestalten können. Außerdem spielt die Geschichte nicht im Sommer. Der deutsche Titel ist ebenso irreführend. Die Zeitspanne der Geschichte behandelt wenige Tage, jedoch nie die von einem Jahr. Der Originialtitel "800 Grapes" nimmt Bezug zum Thema. Diese 800 Trauben sind der Inhalt einer Weinflasche der Familie Ford. Fazit: Eine nette Sommerlektüre, die sich den Themen Familie, Heimat und dem Weinanbau widmet. Obwohl es an Spannung nicht fehlte und mich der temporeiche Schreibstil überzeugte, tut dies das Gesamtpaket nicht ganz. Ich schwanke zwischen 3 1/2 und 4 Sternen und entscheide mich für letztendlich für knappe 4 Sterne....

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Ich möchte mich erstmal dafür entsculdigen, dass die Rezension so spät kommt. Es tut mir sehr leid. Titel: Ein wunderbares Jahr Autorin: Laura Dave Meine Meinung: Mir hat das Buch gut gefallen, da es das Sommer Feeling was ich sowieso schon hatte noch weiter verstärkt hat.Die Atmosphäre ist leicht, obwohl es in dem Buch um wichtige Probleme geht. Die Hauptfigur hätte gerne etwas deutlicher sein können, aber insgesamt waren die Personen nachvollziehbar und gut gestaltet. Ich kam anfangs etwas schwer in das Buch ein, es hat ich allerdings schnell überzeugen können und hat mich schließlich mitgerissen. ein sehr geeignetes Buch für die Sommermonate. Eine genauere Rezension findet man auf meinem YouTube Kanal.

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“Ein wunderbares Jahr” ist der erste Roman der amerikanischen Autorin Laura Dave, welcher auf deutsch erschienen ist. Georgia Ford ist erfolgreiche Anwältin, lebt in Los Angeles und ist auf einem Weingut in Kalifornien aufgewachsen. Eigentlich ist sie zudem glücklich verlobt mit ihrem baldigen Ehemann Ben. Als sie gerade bei der Anprobe ihres Brautkleids ist, macht sie eine Entdeckung, welche sie dazu veranlasst, mit ihrem Brautkleid sofort in ihr Auto zu steigen und die folgenden neun Stunden lang nach Hause zu fahren. Dort folgt dann die nächste böse Überraschung: das Weingut ihrer Familie soll an einen großen Konzern verkauft werden. Damit würde Georgia nicht nur ihr Zuhause, den Rückzugsort für sich und ihre Geschwister, sondern auch die Existenzgrundlage ihrer Familie verlieren. Doch so leicht gibt Georgia nicht auf. Sowohl der Titel als auch das Buchcover klangen schon im Voraus sehr vielversprechend und gerade das farbenfrohe Cover macht sofort Lust auf Sommer. Im Nachhinein stellt sich aber recht schnell heraus, dass der deutsche Titel irgendwie so gar nicht passt. Nicht nur weil der Originaltitel “800 Grapes” lautet, welches auch von der Handlung her Sinn macht – 800 Trauben sind nämlich in einer Flasche Wein der Familie Ford vorhanden. Vielmehr spielt sich die Handlung gar nicht in einem Jahr ab, sondern lediglich in einigen Tagen. So wie der Titel aber trotzdem ganz nett klingt, sieht das Cover zwar auch hübsch aus, wieso jedoch Pfirsiche drauf abgebildet sind und nicht Trauben, ist mir immer noch ein Rätsel. Aber das waren lediglich die Äußerlichkeiten – der Inhalt ist glücklicherweise sehr viel ansprechender und auch deutlich logischer. Anfangs kommt mit all den unschönen Überraschungen, mit denen Georgia nach und nach konfrontiert wird, so einiges zusammen, so dass es auch im weiteren Handlungsverlauf nie langweilig wird. Georgia hat zudem noch zwei Brüder, welche noch ihre eigenen Problemchen mitbringen, genauso wie deren Eltern. Es geht also ziemlich drunter und drüber. Allerdings lockert dies auch die Handlung auf. So auch die wenigen Rückblenden, die uns Lesern ausgewählte Momente im Leben von Georgias Eltern zeigen. So wird beispielsweise beschrieben, wie der Vater die ersten Hektar des zukünftigen Weinguts kauft. Das ist generell ein interessanter Aspekt in der Handlung: man erfährt so einiges über das Führen eines Weinguts, insbesondere die Ernte und Reifen der Trauben, da die Handlung während der Erntezeit spielt. Auch den Prozess der Deklassifizierung fand ich persönlich sehr interessant und finde es klasse, dass die Autorin das Thema so gut recherchiert hat und in die Handlung hat einfließen lassen. Davon mal abgesehen prägen vor allem die Charaktere die Geschichte. Die meisten gehören zwar zur Familie Ford, aber Georgia, ihre Brüder sowie ihre Eltern sind doch jeder einzeln recht unterschiedlich. So hat jeder von ihnen seine eigenen “Macken” und eine völlig selbständige Persönlichkeit. Bei so vielen anstehenden Schwierigkeiten ist es dadurch umso spannender zu lesen, wie jeder von ihnen mit diesen umgeht, da sie eben fast immer alle anders reagieren. Zugleich gibt es aber auch tolle familiäre Momente, in denen sie sich alle einig sind und als ein Ganzes für einander da sind. Gerade die diversen Momente zwischen den Geschwistern haben mir unheimlich gut gefallen. “Ein wunderbares Jahr” beschreibt eine schöne Familiengeschichte, in der verschiedenste Schwierigkeiten mehr oder weniger gelöst werden müssen, da dadurch eine ganze Familie auseinander brechen könnte. Ein Roman, der mir zwar ein paar nette Stunden bescherte und den ich im Grunde gerne gelesen habe. Doch vollkommen überzeugen konnte mich die Geschichte dann doch nicht, da für mich das gewisse Etwas fehlte. Wer sich auf einen kurzweiligen gedanklichen Urlaub ins sonnige Kalifornien auf machen möchte, kann hier gerne zugreifen.

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Das Titelbild impliziert einen heiteren, sonnigen Roman. Der Inhalt liefert einen problembeladenen Inhalt, der aus vielen Erzählsträngen - jeder mit eigenen Herausforderungen behaftet - besteht. Das "wunderbare Jahre" stellt sich als gut zu lesen und gleichzeitig nicht einfach zu verkraften heraus, denn es kommt auf die Leser viel zu, manchmal zuviel. Die Anwältin Giorgia steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch auch dort ist nicht alles beim Alten: Ihre Mutter hat einen Liebhaber, ihr jüngerer Bruder betrügt den älteren mit dessen eigener Frau, ihre Eltern verkauften Haus und Weinberg... und irgendwann taucht ihr Verlobter mit seiner Tochter auf von der sie bisher nichts ahnte. Kurz gesagt: der lockerflockig geschriebene Roman zeigt eine Welt auf, die zerbricht. Und Giorgia muss schauen, wo sie jetzt steht und wohin sie will, erkennen, dass die anscheinend heile Welt der Kindheit auch nicht das ist was sie mal war und entdecken, was sie im privaten Leben erreichen möchte. Es ist sehr viel schon im ersten Viertel des Titels zu verkraften, dass ich beim Lesen dachte: "Dieser Roman ist nichts für mich." Das stimmt so allerdings nicht. Es ist nur etwas völlig anderes als durch das Titelbild Erwartete und definitiv kein Roman, den man in kurzen Häppchen verdauen kann - lesen, weglegen, weiterlesen, etc... Man sollte sich Zeit nehmen und mindestens bis zur Hälfte dranbleiben, um die Protagonisten intensiver kennenzulernen.

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Als erstes dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um eine leichte Sommerlektüre handelt. Weit gefehlt, stellte ich nach recht kurzer Zeit fest. Wir befinden uns im Bereich gehobener Literatur, es werden viele Worte verwendet, die man in einem normalen Roman nicht zu lesen bekommt. Was mich aber nicht weiter stört, ich finde es ganz angenehm, dass der Kopf auch mal ein bisschen zum Denken angeregt wird. Ich finde den Schreibstil der Autorin wunderbar. Flüssig und realitätsnah wir hier die Problematik einer ganzen Familie beschrieben. Man taucht direkt in die Geschichte ein. Giorgia ist nett, freundlich und sehr hilfsbereit, gerade im Bezug auf ihre Familie, als sie merkt das es zu Hause Probleme gibt, begibt sie sich auf direkten Wege dorthin um zu helfen, obwohl das Weingut ihrer Eltern nicht der Ort ist, an dem sie gerne zu Gast ist, da dort eigentlich ihre Hochzeit mit Ben stattfinden sollte. Als sie dort ankommt, wir ihr das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst. Ihre Eltern haben sich getrennt, in dem Elternhaus wohnt ein fremder Mann und ihre beiden Brüder wollen nichts mehr miteinander zu tun haben. Zudem soll das geliebte Weingut verkauft werden, ganz klar das Giorgia das nicht zulassen will und kämpft mit ihren eigenen Methoden dagegen an. Und als wenn das ALLES noch nicht genügend Probleme wären, findet sie auch noch heraus , das ihr verlobter ein Kind hat. 5 Monate hat er geschwiegen, ganz klar das Georgia da misstrauisch wird und alles infrage stellt. Ich kann also nur nochmals betonen, das hier ist keine leichte Kost, nichts für mal kurz zwischendurch. Die Problematiken der verschiedenen Protagonisten sorgen dafür, dass das Buch durchgehend spannend ist. Aber ich muss auch zugeben, dass es einem schnell alles zu viel werden kann. Deshalb habe ich zwischendrin Pausen eingelegt. Dennoch empfand ich das Buch als eine wundervolle Bereicherung.

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Angesprochen durch das Cover als auch dem Infotext des Verlags fühlte ich mich als Leserin gleich angesprochen - das war ein Buch für m ich! Leider habe ich die unkorrigierte Fassung als Leseexemplar erhalten. Schade, denn da waren noch einige Stellen, die sofort unangenehm auffielen. Doch das Buch musste schon gut sein, eine enorme Werbekampagne seitens des Verlags sprach dafür. "Ein wunderbares Jahr" handelt von Giorgia, ihrem Leben und ihrer Familie. Bei der Anprobe ihres Hochzeitskleids rauscht der Verlobte am Ladenfenster vorbei, an seiner Seite junge Frau mit Kind. Giorgia rennt hinaus und ist völlig konsterniert, als der Junge zu ihrem Verlobten Dad sagt. Davon hatte sie nichts gewusst. Hals über Kopf fährt sie in ihrer Bekleidung heim an den Ort, wo sie eigentlich in ein paar Tagen Ben heiraten wollte. Das Weingut der Eltern lag in Sebastopol, Kalifornien. Doch auch dort waren in ihrer Abwesenheit Veränderungen eingetreten. Die beiden Brüder hatten sich zerstritten, ihre Eltern lebten in getrennten Häusern auf dem Gut und überhaupt ... Die Nachricht, dass der Vater den Familienbetrieb verkaufen wollte bzw. die Papiere waren gezeichnet, trifft Giorgia mit aller Wucht. Doch kampflos wollte sie dem neuen Besitzer das Weingut nicht überlassen. Nicht IHR Heim, ihre Zuflucht. Los Angeles oder das Weingut? Viele Probleme kommen auf den Tisch, die auch mit den jeweiligen Protagonisten verbunden sind. Die Schreibart von Laura Dave ist sehr temporeich und so ergibt sich aufgrund der Komplexität oft ein "was zu viel ist ist zu viel". Vom Inhalt her ist die Geschichte nicht neu. Im Oktober 2014 gab es den Fernsehfilm "Geschenkte Jahre" von Katie Fjorde und dort findet sich die Idee dieses Buches z. T. wieder: Weingutverkauf, Frau verlässt Mann (in diesem Buch halt Verlobten), Frau will Weingut kaufen - verguckt sich in den Käufer usw ... Und genau daran erinnerte ich mich, als ich "Ein wunderbares Jahr" angefangen hatte zu lesen. Noch ein Wort zum Cover: Ich finde das deutsche ja wirklich wunderschön, allerdings das englische ebenso. Und es passt irgendwie besser - meiner Meinung nach. Pfirsiche hin - her ... Sicher ist die Sprache der Autorin bemerkenswert. Ihr Schreibstil hebt sich ab von anderen, und dennoch habe ich zwischendurch des öfteren den roten Faden aus den Augen verloren. Das ganz große Gefühl stellte sich nicht ein. Mir hat das gewisse "Etwas" gefehlt. Auch wenn es von mir Kritik gibt, hat mich das Buch für einige Stunden gut unterhalten.

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