Leserstimmen zu
Der Hochstapler

David Slattery

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Heute habe ich "Der Hochstapler" aus dem @btb_verlag beendet🤗 🔸️ Hier mal der Klappentext, damit ihr wisst um was es geht: "Der Held dieses verwegenen Romans ist ein Hochstapler, der während einer Party in einem Hotelzimmer einen betrunkenen Gast auf dessen Drängen ins Gesicht schlägt und ihn damit vom Balkon in den Tod prügelt. Um ungeschoren davonzukommen, und weil sein eigenes Leben bis dahin vollkommen ereignis- und freudlos verlief, entschließt er sich kurzerhand, die Identität des Toten zu klauen und dessen Stelle als Professor der Moralphilosophie an dem örtlichen College anzutreten. Auf dem Weg durch die großen und kleinen Fallen des Universitätslebens hinterlässt er eine (ethisch wohlbegründete) Spur der Verwüstung und zahlreiche Leichen…" 🔸️ Die Geschichte beginnt schon ziemlich schnell mit der Handlung, was mir gut gefallen hat. Denn bereits der Klappentext hat sich extrem spannend angehört und das hat das Buch auch für mich eingehalten. Bald schon gibt er sich als Rik Wallace aus und die Handlung kommt ins Laufen. Ich habe gespannt mit dem Protagonisten mitgefiebert und mich gefragt, ob er bei der Universität auffliegt. Dabei entwickelte sich did Handlung noch etwas weiter, was ich so gar nicht erwartet hatte. Die Charaktere waren auch ziemlich interessant, da sie so ihre Macken und Kanten hatten und nicht perfekt waren. Der Schreibstil war auch gut, nur manchmal bin ich beim Lesen nicht so gut voran gekommen. Eins meiner neuen Lieblingsbücher aus @btb_verlag 🤗 Daher gibt es ingesamt 4,5 von 5 Sternen💗 Denn die Story sowie Charaktere konnten mich ziemlich überzeugen💜

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„Wenn Sie jemanden töten, sagen wir durch einen Unglücksfall, auch wenn es nicht wie einer aussieht, ist das nicht unbedingt verwerflich, denn es kommt darauf an, was danach passiert. Wenn dieser Tod zu einem Anwachsen der guten Ereignisse führt, dann ist er eine gute Tat.“ Dieses philosophische Problem bildet den Ausgangspunkt für David Slatterys neusten Roman Der Hochstapler. Der Campusroman erzählt auf humorvolle und hochironische Weise vom täglichen Universitätsbetrieb und beweist, dass philosophische Probleme zwar durch Logik und Verstand elegant gelöst werden können, dass die Übertragbarkeit dieser Lösung in die Realität aber höchstproblematisch sein kann. Alles beginnt mit einem Unfall: Der namenlose Held dieses Romans stößt während einer Party Rik Wallace vom Balkon eines Hotels und nimmt prompt dessen Identität als Professor für Moralphilosophie an. Er tritt dann eine neue Stelle am örtlichen College an und stellt in seiner Antrittsvorlesung die von ihm vertretene Lehre des Konsequentialismus vor, welche die Konsequenzen einer Handlung als Grundlage für die Bewertung von richtig und falsch verwendet. Nicht ahnend, was er anrichtet, behauptet er, dass selbst ein Mord eine gute Tat sein könne, wenn die Folgen für die Umwelt nur positiv seien. Wie ein Virus scheint sich sein Denken unter den Mitarbeitern des Colleges zu verbreiten und schon bald häufen sich die ersten Todesfälle. Schließlich bekommt Wallace die Konsequenzen seines Handelns überdeutlich zu spüren… „Glauben Sie nicht, dass Glück das Wichtigste ist, das wir anstreben können, Rik? Wichtiger sogar als die Wahrheit? Wichtiger als Moralphilosophie?“ Dieser Roman ist nicht nur ein humorvoller Beweis, dass die Lösung philosophischer Probleme an der Realität manchmal scheitern muss, sondern ebenso ist dieser Roman die berührende Geschichte eines Neuanfangs. Der namenlose Held, dessen früheres Leben farblos und langweilig war, ist nun begehrt und hat einen faszinierenden Job. Damit der Tod des alten Wallace einen Sinn hat, schwört sich der neue Wallace, die Dinge besser zu machen als der Alte. Es ist rührend, wie er von der Bibliothekarin schief belächelt wird, als er seine eigenen Bücher liest. Man gönnt ihm sein unverdientes Glück schon fast, doch dann taucht die Mutter des alten Wallace auf und der Neue geht einen Schritt zu weit, um sein Glück nicht in Gefahr zu bringen. Auch die anderen Fakultätsmitglieder folgen Wallace´ Lehre blind und wollen ihr berufliches Glück maximieren. Dabei gehen sie im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen und so stellt der Roman auch die Frage, wie weit wir für die Erreichung unseres Glücks gehen dürfen. Der Hochstapler – Ein hochironischer und lehrreicher Campusroman, der nicht nur für Philosophieinteressierte zu empfehlen ist.

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Zufällig bringt der Protagonist einen unbekannten Störenfried um und nimmt seine Identität als Professor an. Richtig skurril wird es dann an der Universität, ein sehr lustiges, klauendes Hausmeisterpaar und viele weitere charmante Mörder begleiten bis zum Ende. Absolut lesenswert!

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