Leserstimmen zu
Süden

Friedrich Ani

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Tabor Süden ist zurück. Er war die letzten Jahre in Köln und hat dort als Kellner gearbeitet. Bis er den Anruf aus München bekam, der ihn zurück in die Stadt brachte. Vor 35 Jahren verschwand sein Vater und ließ ihn tief gekränkt zurück. Jetzt ist er zurück in München um nach ihn zu suchen. Da er aber kaum Geld hat, geht er zu einer Detektei, die er noch aus seiner Zeit als Kommissar kennt und bittet um einen Job. Und er bekommt einen Fall. Er soll sich auf die Suche nach einem seit zwei Jahren verschwundenen Mann machen. Der Gastwirt Zacherl verschwand spurlos und so wand sich seine Frau an die Detektei, mit dem Auftrag, noch einmal nach ihrem Mann zu suchen. Süden merkt sofort, dass sie ihm nicht alles erzählt, was sie weiß. Und so begibt er sich, wie früher, auf die Suche. Er redet mit Menschen, liest zwischen den Zeilen, versetzt sich in die Lage des Verschwundenen, und versucht die Gedanken und Gefühle des Gastwirts nachzuempfinden. Nebenbei sucht er nach seinem verschwundenen Vater und er spürt erneut diesen Schmerz von damals, welcher eine tiefe Wunde in seinem Leben hinterlassen hat, dieses Leben, das sich auch mit diesem Fall wieder in große Gefahr begibt. Der Sprachstil ist außergewöhnlich aber sehr ansprechend. Der Protagonist kommt trotz seiner Probleme mit Alkohol usw. sympathisch rüber. Und auch die anderen Charaktere sind gut beschrieben, so das man sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen kann. Es ist teilweise eine sehr melancholische Erzählweise. Durch die Stimme und seine Art und Weise zu lesen, schafft es Christian Berkel, dass man sich Personen und Handlungen sehr gut vorstellen kann. Fazit: Ein spannender Krimiroman, für Leute, die Tiefgang mögen.

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