Leserstimmen zu
Black Memory

Janet Clark

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Paperback
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„Black Memory“ ist ein faszinierender und super spannender Thriller. Ich habe noch nie so oft meine Liste der Verdächtigen geändert wie in diesem Buch! Alles beginnt damit, dass Clare Brent verletzt auf einem Boot im Meer erwacht und nicht weiß, wo sie ist und wer sie ist. Kurz nach ihrer Rettung landet sie in einem indonesischen Gefängnis wegen dem Verdacht der Kindesentführung. Eine Horrorvorstellung für sie! Warum hat sie auf einmal Helfer, die sie mit einem gefälschten Pass unversehens und heimlich aus dem Land zurück nach London schaffen? Hier beginnt ihre verzweifelte Suche nach ihrer Identität, dem verschwundenen Kind und der Frage, ob sie den Leuten trauen kann, die ihr helfen wollen! Was steckt für ein Geheimnis hinter allem? Janet Clark hat einen sehr spannenden, eindringlichen und fesselnden Schreibstil. Sie spielt perfekt mit den Fragen, Vermutungen und Empfindungen der Leser. Ein Verwirrspiel von vorne bis hinten und Herzklopfen pur! Durch den Erzählstil in der Ich-Form von Clare schafft die Autorin eine unerträglich spannende Atmosphäre. Automatisch schlüpft man in die Rolle von Clare und ist zusammen mit ihr verunsichert, ängstlich, wütend und misstrauisch gegenüber allem und jedem. Eine Horrorvorstellung, wenn du nur noch eine Hülle ohne Erinnerungen bist. Die ganze Zeit ist sie auf der Suche nach ihrer Identität und begegnet dabei skrupellosen Menschen, die nur ihre wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Vorteile suchen. Sie wird manipuliert und ausgenutzt. Wenn du denkst, das Schlimmste ist jetzt überstanden, wirst du eines Besseren belehrt. Ein Buch, dem du dich nicht entziehen kannst und willst! „Black Memory“ war für mich ein Lesehighlight dieses Jahr und erhält einen Platz in meiner Bestsellerliste. Ich war im Lesefieber und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Mit Janet Clark habe ich für mich eine neue Autorin entdeckt, von der ich unbedingt noch weitere Bücher lesen möchte. Verdient bekommt das Buch von mir 5 wundervolle Sterne.

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Die eigenen Kinder sind heilig, verschwinden sie, geht eine Welt unter. Man setzt alle Hebel in Bewegung, um sie wiederzufinden und würde am liebsten selbst Tag und Nacht nach ihnen suchen – wenn man Amnesie hat, wird das aber schwer, denn dann muss man erst sich selber wiederfinden. Janet Clark vereint diese und noch einige mehr Themen in ihrem aktuellen Spannungsroman „Black Memory“. Clare Brent ist 37 und Mutter eines Kindes. Eines Kindes, das sie entführt haben soll. Sie selber weiß davon nichts, als sie in der Hauptstadt Indonesiens ins Gefängnis gesperrt wird; auch weiß sie nicht, warum sie in Indonesien ist und warum ihr Körper schmerzt. Als sie wenige Tage später nach England überstellt wird, ist keine Rede mehr von dem, was man ihr vorwarf, denn das Kind ist weg. War in Indonesien schon weg. Das wirkt, so gelesen, verwirrend, das gebe ich zu, aber genau so ging es mir nach den ersten Seiten auch. Aber wir erleben das Ganze als Leser aus erster Hand, denn wir nehmen in dem Buch die Rolle der Clare Brent ein und erfahren stückchenweise, wer wir sind und was passiert ist. Wobei der Leser dann doch, im Gegensatz zu Clare, etwas weniger naiv denkt, denn wir wissen ja, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht; immerhin halten wir einen Thriller in der Hand. Was sich dadurch aber recht schnell einstellt – zumindest war es bei mir so –, ist eine gewisse Paranoia, denn irgendwann habe ich keiner Figur mehr etwas geglaubt. Nicht Paul, nicht Angela und nicht Raphael. Raphael ist der Portier der Brents und nimmt nach und nach eine immer größere Rolle in der Geschichte ein. Ja, die Brents haben einen eigenen Portier und ein unfassbar großes Haus, so groß, dass es nicht nur einen, sondern gleich zwei Lifte hat – und eine Dachterrasse mit Sandkasten. Paul ist, wie oben geschrieben, Schönheitschirurg. Einer für die reichen Leute, wie sich recht schnell herausstellt. Und Clare ist Osteopathin, sie behandelt unter anderem ihre eigene Tochter, die eine seltene Gabe hat; sie kann nämlich die Gedanken anderer Menschen lesen. Die Atmosphäre in „Black Memory“ ist unheimlich dicht, zwar nicht von Anfang an, denn man muss sich als Leser – ähnlich wie die Protagonistin – erst mal zurechtfinden in der Geschichte. Durch die Ich-Erzählung wird das Ambiente aber noch mal verstärkt. Zwischen dem Hauptstrang gibt es immer wieder kursiv gehaltene Kapitel, die jeweils nur ein paar Zeilen lang sind, deren Inhalt aber vor allem zu Beginn sehr kryptisch ist. An den Enden der Kapitel platziert Clark anfangs dezente Cliffhanger, die zum Lesen anregen, aber nicht unbedingt zum Weiterlesen zwingen – das passiert erst im letzten Drittel des Buches. Mit der Zeit erinnert „Black Memory“ immer mehr an einen Wissenschaftsthriller, ähnlich „HELIX“ von Marc Elsberg. Auch die Inhalte der zwei Bücher sind sich nicht ganz unähnlich, auch wird in „Black Memory“, wie in „HELIX“, mit Theorien und Fachbegriffen herumgeworfen – ob die Theorien der Realität entsprechen oder eher ins Reich der Mythen gehören, müsste man wohl googlen – andererseits gibt es so gut wie für alles eine Theorie. Und nur weil es eine Theorie ist, heißt es ja nicht, dass es wahr sein muss. Am Ende bekommt die Geschichte noch eine Prise Dan Brown verpasst und ist abgesehen davon in Teilen vorhersehbar. Der Showdown kommt in Wellen und geht zwar eher gemächlich vonstatten, aber dafür nicht gerade unblutig. Tl,dr: „Black Memory“ von Janet Clark ist ein ziemlich atmosphärischer Thriller über das Verschwinden eines besonderen Mädchens. Durch die Erzählung in der ersten Person bekommt man die Amnesie der Protagonistin als Leser hautnah mit und wird langsam selbst paranoid. Nach und nach entwickelt sich „Black Memory“ zu einem Wissenschaftsthriller und ist einem „HELIX“ von Marc Elsberg nicht unähnlich. Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com!

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Inhalt: Die 37-jährige Clare Brent wacht orientierungslos und sonnenverbrannt in einem kleinen Boot vor der indonesischen Küste auf. An Land wird sie sofort verhaftet, denn sie soll ein kleines Mädchen entführt haben und wird polizeilich gesucht. Clare ist entsetzt, denn sie kann sich an nichts erinnern. Dann erfährt sie, dass sie Ärztin ist, verheiratet und das verschwundene Kind ihre eigene Tochter Bonnie ist. Zurück in London versucht Clare alles, um ihr Gedächtnis wiederzuerlangen und so Bonnie zu finden. Meine Meinung: Ok. Alles schon mal dagewesen: Frau verliert ihr Gedächtnis und weiß nicht, wem sie trauen kann. Ihrem Mann? Ihrer Freundin? Ihrem Portier? Ihrer Ärztin? Ihrer Anwältin? Trotz meiner anfänglichen Zweifel und des Themas, das mir eigentlich nicht so zusagt - das verschwundene Kind hat eine außergewöhnliche, ja sogar einzigartige Begabung, und deshalb gibt es auch einige wissenschaftliche und medizinische Passagen - hat mich das Buch durch den flüssigen Schreibstil und die Spannung so gefesselt, dass ich es in kürzester Zeit durchgelesen habe. Fast bis zum Ende habe ich zusammen mit Clare gerätselt, wem sie trauen kann und wem nicht. Das war ein ständiges Hin und Her und eine turbulente und aufregende Spurensuche nach der Wahrheit, der Erinnerung und natürlich nach Bonnie, deren Verschwinden in diesem Thriller eine zentrale Rolle spielt. Alle Charaktere sind glaubhaft gezeichnet und durch den bildhaften Schreibstil konnte mir Personen und auch Orte gut vorstellen. Fazit: „Black Memory“ ist ein verwirrender und spannender Thriller, der mir gut gefallen hat.

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Wie schlimm muss es sein, wenn man nicht weiß, wer man ist? Sich an nichts erinnern kann und nicht weiß, wem man nun vertrauen kann? Ist das nicht schon schlimm genug? Wenn man aber nun erfährt, dass man ein 5-jähriges Kind entführt haben soll, von dem jede Spur fehlt, was sich dann auch noch als eigene Tochter herausstellt, der angebliche Ehemann sich rätselhaft verhält, ist das nicht dann purer Horror? Für mich ist so etwas unvorstellbar! Der Ärztin Clare ist genau dieses widerfahren. Die Geschichte beginnt damit, dass sie verwundet in einem kleinen Boot, in Indonesien, wach wird und gerettet wird. Man bringt sie dort zur Polizei, wo sie kurz darauf erfährt, dass sie auf der Fahndungsliste steht, weil sie ein Kind entführt haben soll. Die englische Botschaft setzt sich aber für sie ein und sie darf zurück nach England, wo der wirkliche Horror aber erst beginnt. Wer ist sie? Warum war sie in Indonesien? Wer ist der Mann an ihrer Seite? Warum hat sie angeblich ihre Tochter entführt und wo ist sie jetzt? Fragen über Fragen ziehen sich, gut inszeniert, durch diese spannende Geschichte. Janet Clark versteht ihr Handwerk sehr gut, den Leser in die Irre zu führen und an sich selbst zu zweifeln. Alles ist aber sehr gut durchdacht. Mir erging es, wie vielen Lesern dieses Buches. Man ist so misstrauisch allem gegenüber, dass man gar keine Ahnung hat, wer gut oder böse ist und wie die Geschichte ausgehen könnte. Deswegen bleibt es auch spannend, bis zum Schluss. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, wobei auch immer mal wieder Fachjargon, wenn es um medizinische Dinge geht, darin vorkommt. Man sollte das also mögen. Letztendlich hat dieser Thriller seine Wirkung nicht verfehlt. Er ist spannend, ist zum miträtseln und macht einen auch nachdenklich, was die Zukunft uns alles noch präsentieren wird. Und das wiederum ist nicht unvorstellbar, für mich – leider!

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Titel: "Black Memory" (Rezensionsexemplar) Autorin: Janet Clark Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2016 Seitenanzahl: 384 Seiten Genre: Thriller Preis: Broschiert 12,99€ Verlag: Heyne Klappentext: Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung. Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll. Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei. Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt. "Black Memory" ist meine erster Thriller von Janet Clark gewesen, dennoch versprach ich mir einiges von dem Buch, das bisher so positives betitelt wurde. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an randomhouse und den Heyne Verlag, die mir das Buch zur Verfügung gestellt haben. Äußerlich spricht mich das Buch sehr an und das Cover bietet einen engen Bezug zum Inhalt. Bekanntlicherweise beziehungsweise aus dem Klappentext erkennbar, haben wir es hier mit einer Protagonistin zu tun, die ihr Gedächtnis (auf kurz oder lang - man weiß es nicht) verloren hat. Dementsprechend rasant beginnt das Buch. Man selber als Leser taucht in ein großes, verschwommenes Nichts ein, ohne zu wissen, wer Freund und wer Feind ist. Bis zum Ende rätselt man mit und baut sich mühevoll seine eigenen Theorien auf, die ein paar Seiten später sowieso wieder über Board geworfen werden. Das Buch überzeugt mit einem absolut flüssig und sehr gut lesbaren Schreibstil, der allerdings mit vielen medizinischen oder biologischen Fachbegriffen bestückt ist. Ich selbst konnte mich gut hineinversetzen und hatte keine Probleme die Fachsprache zu verstehen, denn Clark ist stets darauf bedacht, zwischenzeitlich immer wieder kurze, zusammenfassende Absätze einzubauen, um dem Leser komprimiert deutlich zu machen, an welcher Stelle wir stehen. Ich sage ganz bewusst "Wir". Man leidet regelrecht mit Clare, der Protagonistin, mit. Von Seite zu Seite erfährt man neue, wichtige Hinweise oder muss die bisherigen überdenken. Ich konnte durchweg niemals hundertprozentig einschätzen, auf welche Lösung es nun hinauslaufen würde, was das Buch für mich zu einem echten Pageturner macht. Mehr noch, ich empfand den medizinischen Forschungsaspekt als sehr spannend und interessant, sodass sogar noch fachtheoretisches Wissen vermittelt wurde. Allerdings ist hier zu sagen, dass ich die Erklärungen stellenweise etwas weit gegriffen empfand, weshalb ich mich da nicht ganz einlassen konnte, könnte mir dennoch vorstellen, dass es so etwas gibt und dass es praktiziert wird. Nach Beenden des Buches erinnert mich dieses Buch von den Rahmenbedingungen her etwas an "Helix" von Marc Elsberg. Es geht ebenfalls um medizinische, biologische Aspekte, die Kinder oder auch nur ein Kind betreffen. "Black Memory" ist für meinen Geschmack allerdings sehr viel besser umgesetzt und konnte die Fachsprache besser an den Leser heranführen. Clare Brent als Protagonistin empfand ich zunächst als umrisslos, dennoch bekam sie immer mehr Eigenschaften von der Autorin zugetan und begann immer mehr selbstständig und intuitiv zu handeln, sodass sie für mich eine sympathische, authentische Hauptfigur wurde. Das Spiel mit der eigenen Verwirrung gelingt Brent hervorragend. Daher ist es für mich meistens ein tolles Leseerlebnis, ein Buch zu lesen, indem eine Person, meistens die Hauptfigur, alles um sich herum und die eigenen Charakterzüge vergessen hat. So ist es, bei guter Umsetzung, möglich, das Buch wie ein kleiner Detektiv mit zu erkunden und zu versuchen, eigenständig auf die Lösung zu kommen. In diesem Sinne musste ich einfach immer weiterlesen, um den Dingen auf die Schliche zu kommen und hatte es in knapp 2 1/2 Tagen durchgelesen. Von mir bekommt dieses Buch volle 5/5 Sternchen und eine klare Leseempfehlung für Leute, die nicht nur auf blutige Storys stehen, sondern auch gerne mal in die wissenschaftliche Welt der Thriller abtauchen.

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Meine Meinung Wer ist Freund-wer Feind? Ein Boot vor der indonesischen Küste. Eine Frau die erwacht und nicht weiß, wer sie ist. Warum klebt ihr die Zunge am Gaumen? Warum hat sie Verletzungen, die bei jeder Bewegung starke Schmerzen verursachen? Warum klebt ihr überall Meersalz auf der Haut? Wer ist der Mann im Boot, der sie anscheinend aus dem Meer gefischt hat? So beginnt dieser phänomenale Thriller, der mir eine schlaflose Nacht beschert hat. Knapp 400 Seiten habe ich auf einen Tag gelesen. Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Am besten mit Clare. Clare weiß nicht, wie sie nach Indonesien gekommen ist. Sie kann sich an nichts erinnern. Sie weiß noch nicht mal ihren Namen. Sie verfügt über eine sehr umfangreiche Bildung, an die sie sich komischerweise erinnern kann. Clare wird eines Verbrechens beschuldigt und landet in einem Gefängnis, welches den Vorschriften in keinster Weise entspricht. Sie soll ein Kind entführt haben. Dann wird sie von zwei Männern aus dem Gefängnis abgeholt. Einer davon ist angeblich ihr Mann. Bei dieser Geschichte wusste ich nie, wer Clare gut gesinnt ist. Wer ist Freund-wer Feind?! Ihr Mann Paul verheimlicht ihr viele Dinge. Sperrt sie in die Londoner Wohnung ein. Zu ihrer eigenen Sicherheit, meint er. Bei dem entführten Mädchen soll es sich um ihre Tochter Bonnie handeln. Clare ist verzweifelt. Eigentlich müsste sie sich doch an ihr Kind erinnern. Sie versteht nicht, warum sie sich an ihre Fähigkeiten als Ärztin erinnern kann, ihr eigenes Kind jedoch im Dunklen bleibt. Bonnie hat angeblich seltene Fähigkeiten. Ihr Suche nach Bonnie führt sie nach Italien. Clare weiß nicht, wem sie glauben darf. Clare weiß noch nicht einmal, von wem sie eigentlich davonlaufen muss. Clare will unbedingt ihre Tochter finden. Für Clare beginnt ein Kampf um ihr Leben. Auch um das Leben ihrer Tochter? Genau diese Frage hat mich durch die Seiten rasen lassen! Fazit Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet. Der Schreibstil ist flüssig. Die Geschichte wird aus der Sicht von Claire erzählt. Viele Menschen begegnen Claire auf der Suche nach Bonnie. Sie hat viele Freunde, die ihr helfen wollen. Doch sie muss erst feststellen, wem sie wirklich trauen kann. Mir ging es wie Clare. Ich wusste Paul nicht einzuordnen. Einerseits kam er mir sehr liebevoll Clare gegenüber vor, anderseits befürchtete ich Clares größtem Feind in ihm. Jedes Mal wenn ich dachte, nun hat Clare jemand gefunden, der ehrlich zu ihr ist, hat eine Ereignis diese Hoffnung zunichte gemacht. Claire muss schrittweise wieder Zugang zu ihrem Gedächtnis finden. Die Methoden, die man ihr anbietet, sind sehr gefährlich. Sie sucht in Florenz Hilfe. Teresa Terenzo ist Ärztin. Ich war sehr gespannt, ob sie Claire wirklich weiter helfen kann. So ging es mir fast 400 Seiten lang. Hoffen und Bangen! Meine Vermutungen stellten sich nie als richtig heraus. Die letzten Seiten des Buches waren für mich Nervenkitzel pur. >>Wenn wir uns nicht erinnern, können wir nicht verstehen.<< (E.M. Forster) Ob mir das Ende gefallen hat? Nicht nur das! Der Thriller beginnt mit einer Spannung, die sich kontinuierlich aufbaut. "Black Memory" ist mein Thriller-Highlight 2017! Ich bin gespannt, ob das noch zu toppen ist. Danke Janet Clark Mein Dank geht an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung des Buches.

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Ich muss zugeben, dass ich bisher dachte, Janet Clark würde nur Jugendbücher schreiben. Ich selber habe von ihr vor zwei Jahren “Singe, Fliege, Vöglein Stirb” gelesen und kannte bis vor Kurzem nur die Romane aus dem Loewe-Verlag. Aber dann habe ich erfahren, dass Mrs. Clark auch die Erwachsenen mit Thrillern bedient. Und ihren neusten – “Black Memory” – durfte ich im Rahmen einer autorenbegleiteten Leserunde lesen. Zu allererste möchte ich loswerden, dass Janet Clark ein sehr sympathischer Mensch ist. Sie hat sich während der Leserunde immer wieder in die Diskussionen der Leser/innen eingebracht, von ihren Recherchen zu diesem doch sehr speziellen Thema erzählt und jede Frage freundlich beantwortet. Irgendwie macht das das Lesen noch ein wenig intensiver, weil man sozusagen ganz nah an der Quelle sitzt. Aber nicht nur die tolle Begleitung ist für den Spaß an “Black Memory” verantwortlich, nein, das Buch selber ist einfach gut. Allen voran hat mir gefallen, dass der Leser immer nur genauso viel weiß, wie die Protagonistin Clare selbst. Und dank ihres Gedächtnisverlusts ist das nicht sonderlich viel. Genau genommen muss sie sich komplett auf die Aussagen anderer Menschen verlassen, denn ihr gesamtes Leben ist ein großes, schwarzes Loch. Nur auf ihr angeeignetes Wissen, vorrangig aus ihrem Medizin-Studium, hat sie noch Zugriff. >> Ich brauche unbedingt mehr Flecken aus meinem leeren Lebensblatt. Bunte, positive Flecken, die mir einen Grund geben, an mich selbst zu glauben und für mich kämpfen zu wollen. Aber dazu brauche ich Informationen. Nur woher? << - Janet Clark – Black Memory, Seite 21 Allerdings ist es gar nicht so einfach, sich selber zu finden, wenn man durchgehend das Gefühl hat, dass einem etwas verschwiegen wird und jede Person, mit der man in Kontakt kommt, eine andere Version der Geschichte erzählt. War ihre Ehe wirklich am Ende? Hat sie England aus Angst vor ihrem Ehemann verlassen? Fragen und über Fragen, auf die Clare keine klaren Antworten bekommt. Ich finde, dass Janet Clark die völlige Verwirrung der Protagonistin sehr gut dargestellt hat. Man kann ihre Verzweiflung spüren, den Wunsch nach Vertrauen und Geborgenheit. Es muss unheimlich schwer sein, wenn man sich an so gar nichts aus seinem Leben erinnern kann, keine Menschen, keine Erfahrungen, keine Gefühle. Und dann ist da auch noch Bonnie, ihre kleine Tochter, die spurlos verschwunden ist. Angeblich ist sie mit Clare zusammen nach Indonesien gereist, doch niemand weiß, warum. Am allerwenigsten die Ärztin selber, doch so sehr sie sich auch bemüht, sie kommt nicht an ihre Erinnerungen ran – dabei sind genau diese der Schlüssel zum Auffinden des Mädchens. Und damit beginnt eine monatelange Tortour. Clare weiß, dass sie sich erinnern muss, wenn sie wissen will, was mit ihrer Tochter passiert ist. Doch wie soll sie das tun, wenn sie nicht weiß, wem sie trauen soll? Und ganz ehrlich: mir ging es genauso. Mein erster Verdacht fiel direkt auf Clare Ehemann, Paul. Nachdem er sie aus Indonesien zurück nach England geholt hat, versucht er, jeglichen Kontakt nach außen abzuschirmen, nach eigenen Aussagen, um seiner Frau Zeit zu geben und keinem unnötigen Stress auszusetzen. Auf der einen Seite mag das ja auch logisch klingen, aber er ist für meinen Geschmack ein bisschen zu nervös, um als unbescholten gelten zu können. Gut, er hat ebenfalls seine Tochter verloren und will Clare vielleicht wirklich einfach Zeit geben, sich an ihn zu gewöhnen, aber irgendwie… *kopfschüttel* >> Und wenn alles ganz anders ist? Wenn ich die Fakten aufgrund meiner fehlenden Erfahrungswerte falsch interpretiere? << - Janet Clark – Black Memory, Seite 148 Aber auch die anderen Charaktere, die im Laufe der Geschichte dazu kommen, waren mir nicht ganz koscher. Wichtige Bezugspersonen für Clare werden zum einen der Portier Raphael, der einen Kontakt zur Trauma-Therapeutin Teresa Torenzo herstellt, und eben diese. Clare reist sogar nach Italien, um sich von ihr behandeln zu lassen. Aber ich habe der Frau von Anfang an nicht so ganz über den Weg getraut, es gibt einfach zu viele kleine Details, die mir merkwürdig vorkamen. Und genau hier für mich liegt die Stärke von “Black Memory”: der Leser kann nicht nur mitfiebern, sondern auch miträtseln. Man stellt beim Lesen automatisch Theorien und Verdächtigungen auf, die dann aber zwei Seiten später wieder durch neue Informationen zerworfen werden. Man weiß nie so genau, wer welche Hintergedanken hat und auf welche Weise in die Geschichte verwickelt ist. Kurzum: man kann das Buch kaum zur Seite legen, weil man einfach wissen will, wie es weiter geht! Das ist auch der Grund, warum ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Und es hat einfach Spaß gemacht. Ich liebe Bücher, die einen gefangen nehmen, den Detektiv in einem wecken und dem dann immer wieder überraschende Wendungen vor den Latz hauen. Und genau so eines ist “Black Memory”

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€ 12,99 [D] inkl. MwSt. € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis) Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41833-2 Erschienen: 12.12.2016 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Black-Memory/Janet-Clark/Heyne/e467024.rhd Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung. Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll. Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei. Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt. Meine Meinung: Ich bin durch den Klappentext, der sich sehr interessant angehört hat, auf das Buch aufmerksam geworden. Mich konnte die Geschichte auch direkt von Anfang an packen. Was mir richtig gut gefallen hat an dem Buch: Ich konnte die ganze Zeit mitfühlen mit Clare, wusste genauso wenig wie sie, wer gehört zu den Guten und wer zu den Bösen? Vor wem muss sie sich in Acht nehmen und wer kann ihr helfen? Oder ist Clare doch selbst die Entführerin des Kindes? Das fand ich sehr faszinierend an diesem Buch, das herauszufinden. Die Wissenschaft spielt hier in diesem Buch eine größere Rolle, was mich eigentlich sonst nicht wirklich interessiert, aber Janet Clark hat das Thema sehr gut verpackt. Die Spannung konnte meiner Meinung nach auch von Anfang bis Ende gehalten werden, so dass sich das Buch zu einem absoluten Pageturner entwickelt hat. Alles in allem kann ich hier auf jeden Fall eine Kauf- und Leseempfehlung für alle aussprechen, die gerne schwer durchschaubare Thriller lesen. Das bekommt man hier auf jeden Fall geboten. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4 Sterne.

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