Leserstimmen zu
Im Namen meines Vaters

Barry Lyga

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Das Ende von Teil 2 rund um Jasper und seine Freunde ist wirklich gemein, denn es gibt einen riesigen Cliffhanger, an den dieser dritte Teil direkt anschließt. Man sollte deswegen den Vorgänger unbedingt gelesen haben. Gut gefallen hat mir, dass es gleich rasant weiterging. Am Anfang sind die drei Freunde getrennt, weshalb auch im Buch immer die Perspektiven springen. Das hat für meinen Geschmack noch etwas mehr Spannung hineingebracht. Im Mittelpunkt steht natürlich auch hier Jasper, obwohl er eine ganz neue Seite von sich zeigt. Er ist viel nachdenklicher, aber auch entschlossen, seinen Vater zur Strecke zu bringen. Dass das nicht leicht wird, kann man sich denken. Durch geschicktes Kombinieren schafft er es trotzdem, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dabei wurden auch immer wieder Hinweise aus den beiden Vorgänger-Bänden eingebaut. Ich mag es, wenn solche Bezüge hergestellt werden. Im dritten Teil hat man das Gefühl, dass Jazz, Connie und Howie durch die Erlebnisse erwachsener geworden sind. Es fehlt ihnen ein bisschen die Leichtigkeit, ist aber auch den vorangegangenen Ereignissen geschuldet. Trotzdem hat mir Howies Witz etwas gefehlt. Enttäuscht war ich dann aber doch etwas von der Entwicklung der Handlung. Auch wenn alles in sich schlüssig ist, fand ich einiges doch sehr übertrieben. Es hat für mich einfach nicht ins Bild gepasst und hat mich eher stirnrunzelnd zurückgelassen. Gut war wieder die Sprache: Locker, leicht, jugendlich und schnell zu lesen. Insgesamt war der Abschluss der Trilogie doch etwas schwach, deswegen gibt es von mir nur 3 Sterne und damit die niedrigste Wertung der einzelnen Teile.

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Achtung: Da es sich um den dritten Band handelt, bitte meine Rezension mit Vorsicht geniessen, damit ihr euch nicht spoilert! Der junge Jazz Dent wird angeschossen und totgeglaubt in einer Lagerhalle gefunden. Seine Freundin Connie ist von Billy, Jazz brutalem Vater und Serienkiller, in seine Gewalt gebracht worden. Howie, Jazz bester Freund, ist schwer verletzt. Trotz all den Problemen, müssen sie sich zusammenreissen und einen Weg finden, um Billy aufzuhalten. Und alle fragen sich: Ist Jazz wirklich wie sein Vater? Ich wusste nicht, dass es sich hierbei um den dritten Band handelt, als ich das Buch vom Verlag zugeschickt bekommen habe. Irgendwie habe ich das überlesen. Die ersten beiden Bände habe ich nicht gelesen und bin das Wagnis dann eingegangen, gleich mit dem Abschluss der Trilogie zu beginnen. Es funktioniert sehr gut, das Buch auch ohne Vorwissen zu lesen. Es gibt nur wenige Stellen, wo es von Vorteil wäre, aber mich persönlich hat es nicht gestört. Die Geschichte, wie Jazz und seine Freunde, versuchen, Billy das Handwerk zu legen, ist ganz interessant. Es gibt viele Verstrickungen und die einzelnen Stränge der drei Freunde werden langsam zusammengeführt und einige Dinge somit klarer. Jedoch muss ich zugeben, die wenigen Szenen, die man aus Billys Sicht hat, sind für mich die Besten gewesen. Er ist ein Serienmörder, wie man ihn sich vorstellt und in einem Buch wie 'Im Namen meines Vaters' wünscht. Die Abschnitte von Connie und Howie haben mir eher weniger gefallen und ich denke, man hätte hier eine bessere Lösung gefunden. Es war mir zum teil zu kindlich, obwohl die Drei schon 17 Jahre alt sind. Auch bei Jazz habe ich manchmal den Eindruck gehabt, dass es noch nicht so erwachsen ist, wie er es von sich selbst denkt; trotz seiner Vergangenheit. Oder vielleicht gerade deswegen? Was ich gut fand, war die Wendung gegen Ende des Buches. Damit hätte ich nicht gerechnet, wenn ich ehrlich sein soll und ein solcher Plottwist gefällt mir. Auch der Showdown war ganz in Ordnung und aufgrund des Plottwist natürlich auch unerwartet. Die Spannung selbst ist aber, bis auf ein paar Ereignisse, eher nicht so gegeben gewesen. Wenn der Schreibstil nicht so gut gewesen wäre, hätte es mich schnell gelangweilt. Mich hat es nicht immer gepackt, leider. Der Schreibstil an sich find ich gut. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, auch wenn ich mich leider eher weniger in die Personen hineinversetzen konnte. Die Charaktere fand ich zum Teil etwas flach. Besonders Jazz und seine Freunde haben zum Teil noch etwas Kindliches an sich, wie ich bereits angetönt habe. Und das hat dem Ganzen ein wenig den Lesespass genommen. An Jazz fand ich jedoch der innere Kampf super - ist er nun so wie sein Vater, oder doch nicht? Die Abschnitte haben viel von seinem Charakter gezeigt. Billy fand ich unheimlich interessant und ich hätte mir noch den ein oder anderen Abschnitt mit ihm gewünscht. Das Cover gefällt mir sehr gut und es passt wirklich super zur Geschichte. Fazit Da das Buch ein paar Schwächen in seinen Protagonisten hat, es mich manchmal nicht und Billy etwas zu kurz kommt, gebe ich dem Buch 4 Sterne (obwohl ich eher zu 3 1/2 tendiere); ich habe mich für diese Bewertung entschieden, weil ich Billy als Serienmörder sehr interessant finde und es ein paar interessante Aspekte in dem Buch hat.

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Meine Gedanken zum Buch (Spoiler-Warnung: Ich versuche, möglichst spoilerfrei zu bleiben. Da diesem Buch schon zwei Bände voraus gegangen sind, kann es trotzdem passieren, dass kleine Dinge durchrutschen.) Es ist nicht leicht, der Sohn des schlimmsten Serienkillers aller Zeiten zu sein. Noch dazu, wenn man von düsteren Gedanken, schrecklichen Albträumen und grausamen Erinnerungsfetzen gequält wird, die in Jasper Dent immer wieder die Frage aufwerfen: Bin ich genauso wie mein Vater? Wie mein Vater, der mich geformt, geprägt, zum Killer ausgebildet hat? Steckt sein Wahnsinn auch in meinem Blut? Wie die Vorgängerbände auch ist Blut von meinem Blut die Geschichte eines Teenagers, der krampfhaft gegen sein dunkles Erbe ankämpft und sich nicht immer sicher ist, ob er diesen Kampf überhaupt gewinnen kann oder gar will. Das ist natürlich nicht alles, was das Buch mit sich bringt, schließlich haben wir hier kein Psychodrama, sondern einen ausgewachsenen Thriller, der seinem Genre alle Ehre macht. Die Story setzt da ein, wo der Vorgänger aufgehört hat – mit einem Dreifachcliffhänger – und so steckt man vom ersten Moment an knietief in Trubel, Action und Spannung. Die drei Hauptfiguren (oder auch Möchtegerndetektive) Jasper, Connie und Howie befinden sich getrennt voneinander in prekären, um nicht zu sagen todbringenden Situationen, aus denen sie sich irgendwie befreien müssen, um das kranke Spiel zu beenden, das ein gnadenloser Serienkiller, genannt Krähenkönig, gemeinsam mit seinen Serienkiller-Untertanen spielt, und um Billy Dent, Jaspers Vater (der der Krähenkönig sein könnte oder auch nicht), ein für alle Mal zu vernichten. Das ist ganz besonders Jaspers oberstes Ziel – seinen Vater ein für alle Mal zur Stecke zu bringen für das, was er ihm, seiner Freundin, seinen Opfern und offensichtlich auch seiner Mutter angetan hat. Und dafür ist Jazz bereit, sich seiner dunklen Seite hinzugeben, zu lügen, zu betrügen und all das Wissen einzusetzen, das ihm sein Vater eingetrichtert hat, und dabei alles aufs Spiel zu setzen, das ihn erdet und davon abhält, tatsächlich wie Billy Dent zu werden. Bosheit, Tod, Verrat, bittere Wahrheiten und fiese Lügen reichen sich in diesem Buch die Hände und lassen sie nicht mehr los. Es wird ein durchgehend hohes Spannungslevel gehalten, das sich zum Ende hin sogar noch aufschaukelt, dabei ist es rasant und packend und unglaublich düster (für ein Jugendbuch jedenfalls). Aufgebrochen wird das Ganze zum Glück immer wieder durch ordentliche Portionen Sarkasmus und Humor, letzteres ist hautsächlich Jaspers Freund Howie zu verdanken. Die Story ist clever gestrickt und wird immer wieder auf geschickte Art mit Informationen zu real existierenden Serienkillern aus Geschichte und Gegenwart ergänzt, sodass man vielleicht mehr über kranke Geister erfährt, als man eigentlich will, aber auch ein rundes und schlüssiges Bild vermittelt bekommt, das mögliche Zweifel daran, dass es Menschen wie Billy Dent und seine Fans wirklich geben könnte, verblassen lassen und tief verborgene Ängste schüren, was dem Thriller-Gedanken noch mal ordentlich Feuer unter dem Hintern macht (als ob er das nötig hätte ^^). Die Charaktere haben mir unglaublich gut gefallen, waren facettenreich und authentisch dargestellt. Das ganze Ensemble war toll, ich werde sie alle vermissen. Allen voran natürlich die Wichtigsten. Obwohl Jaspers Freundin Connie, bodenständig, ehrlich, direkt, und sein bester Freund Howie, durchgeknallt und furchtbar witzig und schlichtweg genial, aus gewissen Gründen diesmal nicht ganz so große Rollen spielen, tragen sie einen wichtigen Teil zur Geschichte bei und versuchen Jasper zu helfen, wo sie nur können, und ihm klarzumachen, dass er kein Psychopath, kein Monster ist. Jasper selbst war großartig. Die Entwicklung, die er durchmacht, seine Selbstzweifel, der schmale Grat, auf dem er wandelt. In ihm tobt er wahre Kampf zwischen Gut und Böse. das hat alles so intensiv und echt gewirkt, hat den Charakter greifbar und extrem menschlich gemacht. Am faszinierendsten war allerdings Billy Dent. Was für ein genialer Fiesling. So liebe ich mir meine Bösewichte – charismatisch, intelligent, wortgewandt, auf clevere Art manipulativ, Furcht einflößend, verdorben und durch und durch böse. Barry Lyga hat ein überzeugendes, vielseitiges Monster erschaffen. Am Schreibstil habe ich nur wenig auszusetzen. Ein paar Satzkonstrukte haben sich sehr oft wiederholt, was allerdings auch als Stilmittel durchgehen könnte. Der Einsatz von „das Cola“ statt „die Cola“ war etwas gewöhnungsbedürftig. Ist zwar nicht falsch, klingt aber sehr fremdartig. Das war‘s auch schon. Als Kritik könnte ich anbringen, dass sich gestandene FBI Leute und Polizisten vielleicht nicht unbedingt Hilfe von einer Horde Teenagern holen, aber irgendwie leuchtet dies dann doch ein und kann notfalls auch unter künstlerischer Freiheit verbucht werden. Als nächstes wären da noch die Serienkiller-Jünger, die ihrem Idol nacheifern und für ihn töten. Klingt weit hergeholt, leuchtet aber ebenfalls ein, wenn man bedenkt, was zum Beispiel Charles Manson für Leute um sich geschart hat und was die für ihn getan haben. Zuletzt wäre da noch der Punkt der Vorhersehbarkeit, denn obwohl die Geschichte mit nicht wenigen Twists glänzen konnte, war der größte davon schon meilenweit gegen den Wind zu riechen. Das ist letztendlich aber nicht weiter schlimm, weil die sich daraus ergebenden Psychospielchen immer noch nervenaufreibend genug sind. Cover Das Cover ist genial und so viel schöner als das Originale. Die Krähe, die Farbgestaltung, die dürren Zweige und die wie in die Oberfläche gekratzten Buchstaben passen bestens zum Buch und fangen die Stimmung darin prima ein. All in all Das Finale der Jasper Dent Trilogie ist von vorn bis hinten gelungen. Ich hatte hohe Erwartungen, welche mehr als nur erfüllt wurden. Es gab zwar kleine Schwächen und Plotbestandteile, die ein bisschen überzogen waren, aber insgesamt war nichts dabei, das das unbändige Lesevergnügen trüben, die Spannung mindern oder den Spaß verpuffen lassen konnte. Blut von meinem Blut – der großartige Abschluss einer großartigen Jugendthriller-Reihe, dem ich auch nach einigen Tagen sacken lassen trotz der kleinen Mängel einfach nur die volle Punktzahl geben kann.

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New York hat dem 17-jährigen Jasper "Jazz" Francis Dent kein Glück gebracht. Zwar konnte er dem NYPD helfen, die Serienkiller "Hut&Hund" zu identifizieren, doch als man ihm keinen Glauben schenkte, machte er sich selbst auf die Suche nach ihnen, denn er wusste: Sie können ihn zu Billy Dent führen, dem größten Serienmörder aller Zeiten und seinem Vater. Tatsächlich konnte Jazz einen Killer des Duos stellen und doch es ist alles schief gegangen, was nur schief gehen konnte. Als er mit Hilfe der FBI-Beamtin Jennifer Morales den Killer stellen wollte, wurden sowohl besagte FBI-Beamtin, wie auch der Killer tödlich getroffen. Jazz wurde ebenfalls lebensgefährlich verletzt und ist in einem abgeschlossenen Lagerraum, zusammen mit den beiden Leichen, dem Tod näher als dem Leben. Er weiß, dass er sterben wird und er weiß, dass er alles falsch gemacht hat. Was Jazz jedoch noch nicht weiß: Seine Freundin Conscience "Connie" Hall wurde durch Billy nach New York gelockt und wird von ihm gefangen gehalten. Was ihr blüht, ist ihr bewusst, denn sie weiß, zu welchen Gräueltaten Billy fähig ist, sie weiß, sie wird sein erstes farbiges Opfer sein. Sie hat jedoch Glück im Unglück: Obwohl sie schon mit dem Leben abgeschlossen hat, bekommt sie durch einen Telefonanruf eine Gnadenfrist, denn Billy wird vom überlebenden Killer des Duos darüber informiert, wo Jazz ist und in welcher misslichen Lage er sich befindet. Billy sperrt Connie in eine schallisolierte Kammer seiner Wohnung und eilt zu Jazz, um ihm das Leben zu retten, denn der Machtkampf zwischen Vater und Sohn sollte nicht auf diese Weise enden. Tatsächlich gelingt es Billy, Jazz am Leben zu halten, bis er später einen Notarzt informiert, der seinem Filius endgültig über den Berg bringt, wenn auch nicht ohne bleibende Schäden. Derweil trifft Connie in besagter Kammer auf eine weitere Gefangene Billys: Es handelt sich um Janice, Jaspers totgeglaubte Mutter, die vor Jahren von ihrem Mann floh. Diese ist mit Handschellen an ein Bett gefesselt. Wider erwartend gelingt es den beiden Frauen, zumindest Connie von ihren Fesseln zu befreien und schlussendlich gelingt ihr tatsächlich das Unglaubliche: Die Flucht vor Billy Dent. Doch auch in Lobo´s Nod lief nicht alles nach Plan. Howie Gersten, Jaspers bester Freund, sollte ein Auge auf die Sicherheit seiner Tante Samantha sowie seiner Großmutter haben. Als Howie wieder zu sich kommt, liegt er im Krankenhaus, ebenso Jaspers Großmutter und Samantha ist verschwunden. Ihm ist klar, dass Jazz in großen Schwierigkeiten steckt und er tut das einzige, was ihm einfällt: er informiert Sheriff G. William Tanner, der seinerzeit Billy Dent stellen konnte. Jazz hingegen hat nur ein Ziel vor Augen: Er will Billy vernichten für das, was er ihm, seiner Mutter, seiner Freundin, seinen Opfern angetan hat. Doch Jazz ist noch immer verletzt und steht unter polizeilicher Beobachtung, noch dazu in New York, einer Stadt, in der er sich nicht auskennt. Doch er weiß: Es kann nur einen geben, ihn oder Billy und so macht er sich daran, seine eigene Flucht zu planen, um das in Angriff zu nehmen, was schon immer sein Schicksal war: Den schlimmsten Serienmörder aller Zeiten zur Strecke zu bringen oder bei den Versuch zu sterben ... Der 3. Band der Jasper-Dent-Reihe schließt unmittelbar an den 2. Band "Blut von meinem Blut" an. Der Plot besticht durch eine spannungsgeladene und actionreiche Geschichte, in der Geheimnisse ans Licht kommen, mit denen wohl niemand so gerechnet hat. Im Besonderen hat mir gefallen, dass auch die totgeglaubte Janice in diesem Buch eine größere Nebenrolle spielen durfte, denn bisher war über die Mutter von Jazz wenig bekannt, abgesehen von der Tatsache, dass sie bisher für tot gehalten wurde. Die Figuren wurden wieder facettenreich und authentisch verarbeitet. Geradezu fasziniert war ich in diesem Band vom Protagonisten, denn gerade jetzt merkt man, wie sehr er gereift ist und sich gewandelt hat, im Vergleich zu den vorherigen Büchern. Auch die Figur des Billy Dent hat es mir mit seiner Bosheit angetan, wobei ich an dieser Stelle betonen möchte, dass ich so einem Menschen nie und nimmer im realen Leben begegnen möchte. Ebenso empfand ich es wundervoll, in diesem Band mehr von der Figur der Janice zu erfahren, sodass hier mehr oder weniger Einblick auf eine komplette Familie möglich ist. Den Schreibstil kann ich nur als ausgesprochen fesselnd beschreiben, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und es am Stück lesen musste. Von solchen Büchern hätte ich gerne mehr.

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