Leserstimmen zu
Revival

Stephen King

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Ich hatte um ehrlich zu sein damit gerechnet, gut eine Woche für "Revival" zu brauchen – zumindest optisch wirkt es ja doch erstmal sehr dick – und war sehr überrascht festzustellen, dass ich es tatsächlich innerhalb von zwei Tagen durch hatte. Das liegt vor allem daran, dass das Buch nicht nur sehr spannend und unterhaltsam ist sondern sich auch sehr angenehm liest. „Revival“ wurde wirklich nie langweilig und von ausufernden Beschreibungen oder Ausschweifungen – die ich an King ja eigentlich sehr liebe, die aber beim Lesen tatsächlich manchmal etwas anstrengend sind – fehlt hier jede Spur. Der Roman umfasst gut 50 Jahre, und vielleicht ist das sein großer Vorteil – denn wenn man eine so lange Zeit in ein Buch packen will, dann muss man sich einfach auf das Wesentliche konzentrieren. Kurz: Ich konnte „Revival“ nicht mehr aus der Hand legen, sobald ich es einmal aufgeschlagen hatte. Es war interessant erzählt, packend und actionreich. Wie immer bei King ist keine der Figuren perfekt, und bei weitem sind nicht alle liebenswert, aber ich konnte mich mit genügend handelnden Personen identifizieren, um sie gern zu haben. Das ist aber natürlich nicht alles, denn sonst hätte ich dem Buch wohl volle 5 Sterne gegeben. Trotz seiner Kurzweiligkeit, der Spannung und der Unterhaltsamkeit hat mir bei „Revival“ einfach irgendwas gefehlt. Der Grusel-Faktor wollte nicht so recht aufkommen – überhaupt fand ich es etwas unglücklich, dass der übernatürliche Aspekt im Buch eigentlich erst auf den letzten 50 Seiten behandelt wird, was dem ganzen Ende einen etwas lieblos hingeklatschten Anstrich verlieh. Die Figur des Charles Jacobs kam mir etwas hölzern und unrealistisch vor, und einen Tick zu vorhersehbar war das Buch mir leider auch. Ich habe lange herum überlegt, ob ich das Buch mit 3 oder 4 Sternen bewerten soll - korrekt wären wohl 3,5 - aber insgesamt reicht es dann, zumindest für mich, einfach nicht für eine 4-Sterne-Bewertung. Alles in allem kann ich also sagen, dass „Revival“ mir zwar ganz gut gefallen, mich aber nicht unbedingt vom Hocker gerissen hat. Es hat zwar sehr viel Spaß gemacht, aber das gewisse Etwas, das das Buch zu etwas Besonderem gemacht hätte, war für mich einfach nicht vorhanden. Wenn ihr vorhabt, es zu lesen, will ich euch aber auf keinen Fall davon abraten, weil es – wie bereits gesagt – trotzdem viel Spaß gemacht hat und sich sehr angenehm gelesen hat. Ich habe „Revival“ als kostenloses Rezensionsexemplar über das Bloggerportal der Randomhouse-Verlagsgruppe erhalten. Vielen Dank dafür, speziell natürlich an den Verlag Heyne!

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Revival - Stephen King Titel: Revival Autor/-in: Stephen King Verlag: Heyne Verlag Erscheinungstermin: 02. März 2015 Genre: Roman Seitenzahl: 512 Ausgabe: Gebundene Ausgabe ISBN: 978-3-453-26963-7 Preis: € 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 30,90 Quelle Inhaltsangabe: Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors. Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alles endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden. Und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor. Cover: Das Cover fand ich so lala. Es hat mich nicht umgehauen war aber, auch nicht langweilig. Das Kreuz wieder spiegelt den Religiösen Teil des Buches und die Blitze deuten auf die Elektrizität hin. Es wirkt nicht nur mysteriös sondern auch irgendwie böse. Der Autor: Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk. Meine Meinung: Ich war total gespannt auf das Buch da ich bisher noch kein einziges Stephen King buch gelesen habe und er ja toll schreiben soll deshalb, hatte ich auch sehr große Erwartungen an das Buch und ich muss sagen, dass mich das Buch sehr überrascht hat. Der Schreibstil ist ein sprachliches Meisterwerk. Er ist sehr flüssig und gut lesbar geschrieben. Eins kann man Stephen King nicht lassen, das schreiben kann er phantastisch. Die Geschichte wird von Jamie dem Protagonistin erzählt. Ich fand es sehr spannend aus seiner Sicht zu lesen denn, so erlebt der Leser, wie er heranwächst, eine Karriere als Musiker startet und später im Drogensumpf zu ertrinken droht. An dieser Stelle kommt Charles Jacobs ins Spiel der ihm aus der Drogensucht helfen möchte. Auch er hat mir toll gefallen und war mir am Anfang sehr sympathisch. Doch so länger ich weiter las um so komischer und mysteriöser wurde er für mich. Zum Ende hin machte er mir teilweise mit seinen Experimenten sogar richtig Angst. Man bemerkte sehr wie er sich im Buch veränderte und von Gott abließ und schließlich seinen Experimenten verfiel. Dieser Charakter machte wirklich eine enorm große Entwicklung durch. Auch die neben Charaktere, welche ebenso genau beschrieben und ausgearbeitet wurden gefielen mir auch gut. Daher habe ich nichts auszusetzen. Die Handlung hat mich sehr interessiert und ich war gespannt ob meine Erwartungen erfüllt werden. Anfangs hat sich die Geschichte über Jamie und sein ganzes Leben etwas gezogen, aber trotz der langatmigen Stellen wurde Spannung aufgebaut und blieb erhalten. Ab der Hälfte des Buches fängt es dann richtig an: Der fantastische Charles Jacobs verfällt seinen Experimenten. Menschen sterben und Jamie muss ihm helfen eine geheimnisvolle, mysteriöse Macht zu wecken. Stephen King beschrieb alles genau detailliert. So konnte man sich von den Charakteren sowie den Situationen und all dem, was passiert ein genaueres Bild vor Augen schaffen. Auch die Experimente, von Charles Jacobs wurden genau beschrieben. Das Ende des Buches brachte dann ein großes Finale mit sich, bei dem der Autor dem Leser Angst machen wollte. Ich fand es super gelungen und hoffe dass ich ganz bald wieder so ein tolles Meisterwerk lesen darf. Fazit "Revival" ist eine absolute Buchempfehlung wert. Stephen King hat es geschafft ein Meisterwerk der Einblicke in die Köpfe der Menschen zu schreiben. Dieses Buch garantiert gruselige Lesefreude! "Revival" bekommt von mir 5 von 5 Sternen!

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wiederbelebt

Von: der Michi

04.09.2015

Einem Stephen King scheinen die Ideen einfach nicht auszugehen. Sein neues Werk geht dabei gleichermaßen vertraute und neue Wege. Trotzdem oder gerade deswegen ein echter King. Im Mittelpunkt steht der als Ich-Erzähler berichtende Jamie Morton. In seiner Kindheit lebt er ein einfaches aber trotzdem meist glückliches Leben mit seiner Familie. Im Alter von neun Jahren lernt er Charles Jacobs, den neuen Prediger der örtlichen Methodistengemeinde, kennen und ist vom ersten Augenblick an fasziniert von der Ausstrahlung des Mannes, sowie den elektrischen Spielereien, mit denen er unter anderem Bibelgeschichten inszeniert. Auch die übrige Gemeinde weiß den charismatischen Pastor zu schätzen, bis eines Tages ein grausamer Unfall sein Leben verändert. Enttäuscht schwört er dem christlichen Glauben ab, hält jedoch eine letzte Predigt, in der er sich öffentlich von Gott abwendet und ihn für alles Üble in der Welt verantwortlich macht. Nach seiner darauffolgenden Entlassung hört Jamie viele Jahre lang nichts von ihm. Sehr viel später trifft er ihn wieder. Jacobs führt mittlerweile elektrische Kunststücke auf Jahrmärkten vor, während Jamie als Musiker immer tiefer in die Drogenabhängigkeit gerutscht ist. Jacobs nimmt sich seiner an, doch Jamie muss erkennen, dass weder die angebotene Hilfe noch die scheinbar harmlosen Eperimente mit der Elektrizität ohne Konsequenzen bleiben. Denn Jacobs besitzt eine ungewöhnliche Gabe, mit der er seine ganz eigenen Ziele verfolgt. Wie eingefleischten Fans längst bekannt sein dürfte, liegt Kings Stärke bei weitem nicht nur im größtmöglichen Horror. Der Altmeister des Genres baut außerdem Sätze, in denen auch die scheinbar banalste Berschreibung des Alltagsgeschehens einzigartig erfasst wird. Auch wenn das große Finale erst am Schluss enthüllt, worum es Reverend Jacobs eigentlich geht, wird der Weg dorthin kunstvoll aufgebaut. In jedem Kapitel finden sich kleine Puzzlestücke, die über Jamies Leben verteilt langsam ein rundes Bild ergeben. Die naturgemäß beschränkte Perspektive des Ich-Erzählers macht dabei immer wieder rasante Zeitsprünge zwischen Kindheit, Jugend, Erwachsenen- und Seniorenalter, anhand derer dem unvorbereiteten Leser im ersten Moment vielleicht ein wenig schwindlig wird. Bleibt man aber am Ball wird man feststellen, dass der Autor immer wieder die Kurve kriegt und sich jeder Satz sinnvoll in das Ganze einfügt. Auch wenn der wahre Grusel wie gesagt erst gegen Ende des mit fünfhundert Seiten ganz ordentlich dicken Wälzers zutage tritt, kommt praktisch nie Langeweile auf. Schon durch die verstreuten Andeutungen ahnt man, dass das, was da vor sich geht, auf Dauer nicht gut ausgehen kann. Entsprechend bittersüß ist das Ende. Es gibt Opfer, fiese Schicksalsschläge und deinen ambivalenten Gegenspieler, den man gefährlicherweise an manchen Stellen sogar verstehen will. Kings Einfallsreichtum ist einmal mehr der eigentliche Trumpf dieses Werks. Da gibt es keine Baukastensätze aus einem Workshop für literarisches Schreiben, sondern organisch gewachsene Konstruktionen, aus denen außerdem reichlich Lebenserfahrungen zu sprechen scheint. Auch wenn vielen Autoren vor der Frage graut, wieviel von ihnen denn nun eigentlich im Hauptcharakter ihres Buches steckt, gibt es hier einige Parallelen, die kein Zufall sein müssen. Am Ende ist Jamie Morton etwa im selben Alter wie King heute und teilt mit dem Autor eine Vorliebe für Gitarrenmusik. Somit ist "Revival" bei weitem nicht nur ein Tipp für Mysteryfreunde, sondern auch für Liebhaber spannender dramatischer Literatur mit Eigenständigkeitseffekt. Daumen hoch! Seitenzahl: 512 Format: 13,5 x 22,4 cm, gebunden Verlag: Heyne

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Das Cover hat mir gut gefallen obwohl es mir meistens schon reicht wenn "Stephen King" drauf steht, dann achte ich auch selten auf den Klappentext aber auch der hat mich neugierig gemacht. Ich habe vorher schon einiges über das Buch gelesen, viele waren gelangweilt und andere haben das Buch geliebt, genau deswegen bin ich froh mir eine eigene Meinung gebildet zu haben. King's Schreibstil hüllt mich immer wieder ein, er schreibt flüssig, sehr bildlich, angenehm und trotzdem mit einer gewissen Spannung. Die Charakter sind ausführlich beschrieben und vor allem der Protagonist Jamie war sehr detailreich ausgeschmückt. Faszinierend jedoch war, das man von Anfang an wusste das etwas schlimmes passieren wird und so war die Spannung elektrisierend. Auch wenn ich definitiv ein großer Fan der "alten" King Bücher bin so kann ich den neuen trotzdem etwas abgewinnen und ich finde es schaden wenn manche Leute die Bücher so schlecht machen. Man sollte offen für eine ander Art von King Horror sein ;) Die Story an sich war sehr interessant, hauptsächlich geht es um den Jungen Jamie, der an einem schicksalhaften Tag dem Prediger Charles Jacobs in seinem Garten begegnet und sich dadurch sein ganzes Leben verändert. In all den Jahren begegnen sich die beiden wieder und wieder, meistens hängen Schicksale damit zusammen. Der Titel "Revival" spiegelt sich auch in der Geschichte wieder denn genau das veranstaltet der Prediger Jacobs, unter einem anderen Namen, nachdem er sich von Gott abgewendet hat aufgrund eines schlimmen Verlustes. Jacobs veranstaltet "Revival's" bei denen zu Massen Menschen geheilt werden auch Jamie selbst erfährt es am eigenen Leib. Leider gehen die fanatischen Heilungen nicht ohne Nachwirkungen aus weshalb sich Jacobs wieder zurück zieht. Jamie und er treffen sich noch weitere Male und das letzte Treffen verändert Jamie komplett, ein sehr spannendes Ereignis, bei dem ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und wie gebannt die Seiten verschlungen habe. Fazit: Das Buch entspricht nicht dem "typischen" King-Horror, ist jedoch spannend und unterhaltsam. AUf den 500 Seiten kommen auch immer wieder Kapitel, die eher weniger spannend sind aber die Geschichte abrunden. Wer Horror erwartet ist bei diesem Buch falsch, wer aber King erleben will und einfach ein spannendes Buch haben möchte, der ist hier bestens aufgehoben!

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Wenn der Meister des Horrors ein Buch schreibt welches so für Diskussionen sorgt, dann muss ich es einfach lesen. Das Buch erzählt die "Lebensgeschichte" des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs. Deren Wege sich immer wieder kreuzen bis es zum letzten Treffen kommt, welches in einer Katastrophe endet. Ich bin eigentlich mehr ein Fan der älteren Bücher des Autors und erwarte bei einem King Buch Horror pur. Nun "Revival" konnte das nicht ganz so erfüllen. Die Gruselelemenete waren bis zum Schluss rar gesät, dafür blieb der Gänsehauteffekt aber konstant erhalten. Ich hatte bis zum Ende keine Ahnung wo das Buch mit mir hin möchte und auf was die ganze Geschichte hinausläuft, deshalb habe ich mich von den Erzählungen des ICH-Autors einfach mal tragen lassen und mir Jamies tragische, traurige und stellenweiße schockierende Geschichte angehört, oder besser gelesen und sie hat mir gefallen. Ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt oder bin ins Stocken geraten, sondern habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt. Das lag zum Großteil an den wirklich sehr lebendigen Figuren. Das Ende war typisch King und hat für meinen Geschmack nicht so ganz zu der teilweiße sehr realistischen Story gepasst, aber alles in allem kann ich das Buch jedem Thrillerfan weiter empfehlen und in nächster Zeit werde ich auch öfters mal den "neuen King" lesen.

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~ Stephen King ~ „Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein.“ ~ Schreibstil und Cover ~ Typischer King-Schreibstil. Sehr ausführlich aber keineswegs langweilig. Manchmal etwas Langatmig, dafür mit schön formulierten Sätzen geschmückt. Einige Zitate regen zum Nachdenken an und lassen uns schon während dem Lesen über unser eigenes Leben/Denken/Handeln grübeln. Das Cover ist schön in schwarz gehalten und mit leuchtend gelben Blitzen gestaltet. Ich persönlich mag solche Schwarz/gelb Mischungen sehr und finde sie passend für einen Horror. Das Kreuz symbolisiert die kirchliche Ebene im Buch und die Blitze das wichtige Element Strom bzw. Elektrizität, welches eine große Rolle spielt, wenn nicht sogar der Kernpunkt ist. Revival ist in der "Ich-Perspektive" erzählt und ein Einzelband. ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ~ Zitat ~ Die drei wahren Lebensalter des Menschen sind Jugend, mittleres alter und wie zum Teufel bin ich bloß so schnell alt geworden? ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ~ Die Geschichte ~ Jamie Morton, unser Hauptprotagonist, erzählt uns seine eigene Geschichte im hohen alter von 59 Jahren. Beginnend im zarten alter von 6 Jahren und wie es dazu kam, dass er seinen Fünften im Spiel begegnet ist. Eine Begegnung die weit mehr als nur flüchtig ist. Dann sein abgefucktes "mittleres Alter", in dem er eine sehr schwere Zeit durchmacht, an der er selbst nicht ganz unschuldig ist. Und zu guter Letzt, sein altes und jetziges Ich von Mitte 50, das uns seine Lebensgeschichte erzählt. Jamies Fünfter im Spiel, sein Katalysator, sein Nemesis ist Charles Jacobs. Ein Pastor in einer Kleinstadt von Neuengland in Amerika. In Jamies Heimatstadt. Reverend Jacobs wird von allen Gemeindemitglieder gemocht und akzeptiert. Und obwohl er noch so jung ist, geachtet. Er führ das Wort Gottes mit Leidenschaft und Hingabe, so das seine Messen niemals leer sind, sondern stätig anwachsen. Bis zu einem schrecklichen Unfall. Rev Jakobs verliert seinen Glauben an Gott. Seinen Glauben, an das Wort Gottes verliert er jedoch nie, denn genau dies macht er sich zum eigenen Nutzen. Sein Leben ändert sich von einem Tag auf dem Anderen. Andere Dinge haben nun Priorität. Sein Ziel im Leben hat sich verändert. Seine Priesterrobe wird dafür nicht mehr gebraucht, aber das Predigen legt er nicht wirklich ab. Er erscheint lediglich in viele verschiedene Personen in seiner Umgebung, um ein ganz bestimmtes Werk zu vollbringen. Charles Jacobs ist fasziniert von der Elektrizität, wenn nicht sogar besessen. Im Namen Gottes und dank der Elektrizität, heilt er schwerkranke Menschen. Gelähmte können wieder gehen, Krebskranke ohne Aussichten auf Heilung bekommen eine Schonfrist bis ins hohe Alter, Drogenabhängige verspüren nie wieder die Sucht. All das nur mit Hilfe von Strom und seiner Fähigkeit durch unsere Körper zufließen. Jabocs Auftritte beginnen klein und wachsen stätig an. Wie die Besucherzahl in seinen Messen damals, steigt das Interesse und die Menschenmassen mehr und mehr. Aus einer Einzelsitzung wird ein Zelt auf einem Jahrmarkt. Vom Zelt wird es eine Bühne. Von der Bühne wird es eine Fernsehshow. Doch wozu das alles? Um zu helfen? Um Fremde glücklich zu machen, wohingegen er doch alles verloren hat und in tiefer Trauer steckt, aus die er niemals wieder herauskommt? Dies soll uns bald erklärt werden. Denn je mehr Besucher, desto mehr Spendeneinnahmen bzw. Dankesgaben. Mehr Geld, desto immer näher an seinem Ziel. Welches das ist, wird uns schocken! In der ganzen Zeit erzählt uns Jamie seine Story und wie er immer und immer wieder mit Charles Jacobs zusammen trifft. Ungewollt und gewollt. Seine ganze Heilerei hat nämlich auch was böses an sich. Nebenwirkungen treten auf. Nebenwirkungen, die auch zum Tode führen. Und obwohl auch ihm selbst dadurch geholfen werden konnte, teilt er keine der Ansichten von Jacobs. Im Gegenteil, Jamie möchte ihn aufhalten. ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ~ Meine Meinung ~ Obwohl "Rivavel" als Horror gelistet ist und der Buchrücken etwas schauriges verspricht, ist dieser Roman einfach nur ein Roman. Ein Roman, der schon finster und düster erzählt wird, aber kein gewöhnlicher Kinghorror ist. Wer einen gruseligen Horror erwartet, wird enttäuscht. Doch wer sich auf eine faszinierende Zufalls- bzw. Schicksalsgeschichte einlässt, wird mit wortgewandter und spannender Literatur belohnt. Schon die Einleitung der Story ist anspruchsvoll und zum Nachdenken anregend. Kings Vorstellung von Zufälle und Schicksal haben etwas animalisches an sich. Irgendwie beängstigend, das Leben als Film zu sehen und wir die Schauspieler darin. Doch wenn man genauer darüber nachdenkt, könnte es nicht besser erklärt und getroffen sein. Wie gewohnt, ist auch hier der Hauptprotagonist ein schwerer Charakter. - Eine Person die Probleme hat. - Sich in Schwierigkeiten bringt. - Vielleicht daraus lernt oder eben nicht. Ein typischer King-Charakter eben, der alles andere als normal ist :D - Ich mochte den kleinen Jamie sehr. Ein zuckersüßer und gottesfürchtige Junge, der naiv und intelligent, schüchtern und mutig zugleich ist. Seine Fantasy kennt keine Grenzen und sein Herz ist offen für alles. - Auch sein Jugendalter war schön erzählt. Wie er zur Musik fand. Eine Erzählung über Musik generell, die ich sehr genossen habe, obwohl ich nicht so der Musikfeeling-Typ bin. Wie er sein abgefucktes Leben als Musiker beginnt und abstürzt. Wie er seine erste große Liebe kennen lernt und später in der Story noch eine sehr große Rolle spielt. - Und dann der Erwachsene und reife Jamie Anfang 50 bis hin zur Gegenwart. Schon zur Hälfte der Story, erfahren wir kleine Situationen in seinem jetzigen Erzählalter. Ab da war ich dann total von Jamie angetan und von seiner Geschichte einfach nur gefesselt. Alle Charakter in Revival sind authentisch und berühren einen sehr mit ihrer eigenen noch so kleinen Geschichte. Die Familie Morton ist bezaubernd. Jedes einzelne Familienmitglied hat seine ganz persönlichen Eigenschaften, die interessant erzählt werden. Nicht nur das Schicksal der Hauptprotagonisten sondern gerade auch das der Nebenpersonen, geht einem sehr nahe. So fiebern und trauern wir an verschiedenen Orten und Situationen mit. Das Ende war für mich schon fast eine mystische Fantasy-Erzählung. Als die andere Seite zum Einsatz kam, war ich etwas verwirrt und auch ein klein bissl enttäuscht. Ich hoffte auf eine plausible Erklärung von Jacobs ganzem Handeln. Doch wir lesen ja einen King. Und es wäre kein King, würde er uns nicht überraschen können. Ob positiv oder negativ ;-) ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ۩ ✟ ~ Fazit ~ Kein Horror! Es sei denn man ist ein sehr gottesfürchtiger Mensch. Dann könnte das Lesen tatsächlich etwas horrorartiges an sich haben. Für mich, empfand ich das Buch als eine Art Schicksalserzählung von Jamie Morton, unser Hauptprotagonist. Wir lesen eine turbulente und meist finstere Lebensgeschichte, in der Schicksal und Zufall sehr nah beieinander liegen und oft über Leben und Tod entscheiden. Die Figuren in Revival sind toll ausgearbeitet und keineswegs Langweilig. Jeder Protagonist, findet so seinen eigenen festen Platz in der Geschichte von Jamie. Revival = Wiederbelebung, hat eine große Bedeutung. Doch nicht so, wie wir es uns bis zum Ende hin ausmalen. Sehr überraschend und sehr fantasiereich aufgeklärt. Mich konnte Stephen King mit seinem neusten Werk mitreisen und hat mir seine Geschichte glaubwürdig und mit viel Ideenreichtum erzählt.

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Inhalt "Revival" beschreibt die Geschichte von Jamie und dem Prediger Charles Daniel Jacobs, die sich von Jamies früher Kindheit an immer wieder begegnen. Reverant Jacobs zeigt früh ein besonderes Interesse an Elektrizität und bald schon merkt Jamie, dass sein erster erwachsener Freund mehr mit der Elektrizität machen kann, als nur Geräte zu betreiben. Immer wieder treffen und trennen sich ihre Wege und mit jedem Treffen scheint es mehr und mehr, dass Jacobs Jamie für seine verrückt klingenden Pläne gewinnen möchte. Seine wahren Absichten bleiben dabei aber auch für Jamie vorerst im Dunkeln verborgen. Meine Meinung Stephen King hat mit "Revival" eine interessante Erzählung mit Themen wie Glauben, Leid und Tod erschaffen. Die Geschichte ist als Ganzes schon sehr stimmig. Meiner Meinung nach passt diese Geschichte jedoch nicht in das Genre "Horror". Es gibt vereinzelte Stellen, die vielleicht in Richtung Horror einzuordnen wären (ich muss mich jetzt wieder zusammen nehmen um nicht zu spoilern), jedoch hat King bezüglich seines sonst legendären Grusel-Faktors hier eher nachgelassen. Die Geschichte behandelt Jamies halbes Leben und ist eher eine Erzählung nach der Art von "Forrest Gump" mit einem etwas mysteriösem Ende, für mich jedoch nicht gruselig genug um das Genre "Horror" zu rechtfertigen. Zudem wird die gesamte Geschichte aus der Ich-Perspektive als eine Art Bericht von Jamie erzählt, der den Leser mit dem Bericht warnen soll. Das als solches nimmt schon sehr viel Spannung, da man ja so schon mit einem zumindest teilweisem Happy End rechnen kann. Die Spannungskurve verläuft meiner Meinung nach anfangs eher mäßig und macht erst kurz vorm Ende einen steilen Bogen. Der Spannungshöhepunkt kommt dabei leider dann viel zu kurz. Nun wieder zum Sprecher: David Nathan zählt nun offiziell zu meinen Lieblingssprechern. Er schafft es permanent die richtige Stimmung aufzubauen. Betonungen und Pausen werden super gesetzt, sodass man fast schon von einem Ein-Mann-Hörspiel sprechen könnte. Viele Sprecher klingen einfach danach, dass sie vorlesen (was nicht sofort unbedingt schlecht sein muss) - Nathan aber schafft es das Hörbuch sehr viel lebendiger wirken zu lassen. Besonders seine Art den gesundheitlichen Zustand verschiedener Personen (ich will nicht spoilern!) in seine Sprechweise miteinzubeziehen muss an dieser Stelle sehr gelobt werden. Vielleicht liegt es an seiner Erfahrung als Synchronsprecher, jedenfalls macht er auch als Leser bei diesem Hörbuch einen wirklich guten Job! Allein für ihn muss ich "Revival" schon einen Bonuspunkt in meiner Endwertung geben - alles andere könnte ich nicht ruhigen Gewissens verantworten. Fazit "Revival" ist sicher eine gute Geschichte, der man - nicht zuletzt auch durch David Nathans Weise vorzulesen - gut auch über einen längeren Zeitraum zuhören kann. Horror-Fans würde ich "Revival" nicht ans Herz legen, da wie oben beschrieben der Gruselfaktor einfach nicht reicht. Leider muss ich sagen, dass ich andere King-Bücher eher empfehlen würde. Ich entscheide mich in meiner Endbewertung für 3 1/2 von 5 Punkten.

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Klappentext: Finster, mysteriös, elektrisierend Revival erzählt die Geschichte des Jungen Jamie und des Predigers Charles Jacobs, deren Wege sich von den Sechzigern bis heute auf unglückselige Weise immer wieder kreuzen. Sie steuert auf ein beängstigendes, auswegloses Ende zu, wie es selbst Stephen King bislang nicht zu Papier gebracht hat, und ist gleichzeitig Abrechnung mit dem Religionsfanatismus in unserem hoch technisierten Zeitalter und Verbeugung vor den Größen des klassischen Horrors. Der kleine Jamie spielt vor dem Haus mit seinen Plastiksoldaten, da schiebt sich ein dunkler Schatten über ihn, ein Schatten, den er sein Leben lang nicht loswerden wird. Er blickt auf und sieht Charles Jacobs über sich, den jungen Methodistenprediger, der in der neuenglischen Gemeinde gerade sein Amt antritt. Im Nu gewinnt der charismatische Jacobs die Herzen der gottesfürchtigen Einwohner. Den Kindern haben es vor allem die elektrischen Spielereien angetan, mit denen er Bibelgeschichten veranschaulicht. Das alle endet, als ihn ein entsetzlicher Unfall vom Glauben abfallen lässt und er eine letzte Predigt hält, die in einer rasenden Gottverfluchung gipfelt. Von der Gemeinde verstoßen, tingelt er fortan über die Jahrmärkte, wo er elektrische Experimente vorführt, die zunehmend spektakulärer werden und immer schrecklichere Folgen nach sich ziehen. Über die Jahre trifft Jamie, inzwischen drogenabhängiger Musiker, wiederholt auf Jacobs, der ihn jedes Mal tiefer in seine dämonische Welt zieht. Als Jamie sich dessen klar wird, gibt es kein Zurück mehr. Das finale Experiment steht bevor. Mein Umriss: 1962, Jamie Morton lebt mit seinen Eltern und Geschwistern wohlbehütet in der Kleinstadt Harlow auf. Die Mutter kümmert sich um die Familie und der Vater versucht gerade als Ölhändler Fuß zu fassen. Als die Gemeinde einen neuen Priester sucht, stellt sich Charles Jacobs zur Verfügung. Dieser trifft auf der Straße auf Jamie, der dort mit seinen Soldaten spielt. Diese Begegnung soll beide von nun an ein Leben lang aneinander binden. Jacobs ist fasziniert von der Elektrizität und ersinnt immer mehr Spielereien, von denen die Kinder der Gemeinde begeistert sind und er sich über regen Zulauf zu seinen Jugendtreffen freuen kann. Immer ausgefeilter wird seine Technik, an der er Jamie fast uneingeschränkt teilhaben lässt. Als ein schrecklicher Unfall seine Familie von einer Sekunde auf die andere Sekunde zerstört, bricht er mit Gott und hält seine letzte Predigt vor der Gemeinde in deren Verlauf er Gott und den Glauben nicht nur in Frage stellt, sondern auch verflucht. Er verlässt Harlow und erst viele Jahre später kreuzt sich sein Weg wieder mit dem zwischenzeitlich Erwachsenen Jamie… Mein Eindruck: Mit seinen letzten Büchern hat mich Stephen King immer wieder mit seiner Wandlungsfähigkeit überrascht. War er früher eher im Bereich Horror und Gruselschocker festgefahren, so fächerte er sein Spektrum immer breiter in fast alle Richtungen. Vieles an Revival erinnert an Frankenstein, wobei King jedoch die Ergebnisse nicht so offensichtlich zur Schau trägt, sondern sie dem Leser eher Häppchenweise unblutig und weniger brutal serviert, so dass er intensiv mit dessen Fantasie spielt. King wäre jedoch nicht King, wenn er gänzlich auf Schockeffekte verzichten würde, so enttäuscht er auch in diesem Punkt nicht. Besonders intensiv bedient der Autor mit Revival das Kopfkino seiner Leser. Sehr detailverliebt beschreibt er die Menschen, die Umgebung und nicht zuletzt auch die unterschiedlichen Stimmungen der Menschen, ohne jedoch damit die eigentliche Geschichte aus den Augen zu verlieren. Ungewohnt ruhig und gemächlich steigt der Leser in die Lebensgeschichte von Jamie Morton, dessen Familie und Prediger Charles Jacobs ein. Erzählt aus der Sicht des Jungen erscheint einem diese Geschichte eher als einfache Lebensgeschichte, stünde nicht Stephen King dahinter, der bereits vor Beginn des Buches eine kurze Danksagung an die großen des Horror verfasst hatte. Lässt King in seinen früheren Büchern den Spannungslevel immer an- und absteigen, nicht ohne auf eingestreute Spannungsspitzen zu verzichten, so zieht sich hier der Anstieg des Spannungslevels stetig nach oben, sodass man sich in Erwartung eines großen Showdowns regelrecht festbeißt, der dann mit Hilfe eines Gewitters auch wirklich einsetzt und keineswegs enttäuschend, sondern eher King-typisch hart, brutal und schonungslos erfolgt. Dass King Horrorklischees bedient liegt auf der Hand. Er reiht sie aber nicht aneinander, sodass man darin gefangen ist, sondern bringt auch andere Ideen mit ein, die man so von ihm noch nicht kannte und die aus Revival wieder mal ein Buch werden ließen, das man gerne und mit viel Spannung liest. Mein Fazit: Stephen King schnürte mit Revival wieder mal ein perfektes Paket und bekommt von mir das Prädikat 100% empfehlenswert

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