Leserstimmen zu
Muchachas

Katherine Pancol

Muchachas (1)

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Paperback
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„Muchachas – Tanz in den Tag“ in drei Worten? Emotional, ehrlich, schmerzlich. Cover & Gestaltung von „Muchachas – Tanz in den Tag“? Ich muss ehrlich sagen, die Covergestaltung von „Muchachas – Tanz in den Tag“ ist sehr farbenfroh und sprüht nur so vor Lebensfreude und Energie. Auf Blumenstängeln sitzen vier Frauen, die gut für die Frauen im Roman stehen könnten. Allerdings passen Tätigkeit der Frauen auf dem Cover und Charakter der Frauen im Roman nicht vollkommen zusammen. Das Buch an sich bietet auch auf haptischer Ebene einiges. Der Umschlag ist marmoriert, das Zentrum des Covers mit Titel und Autorennamen ist glatt. Es fühlt sich sehr angenehm an. Die Gestaltung im Inneren ist recht schlicht, sieht man von dem wunderschönen Schmutzpapier mal ab. Es gibt keine hervorgehobenen Kapitelanfänge durch Kapitale oder Ähnliches. Worum geht es in „Muchachas – Tanz in den Tag“? Katherina Pancol kann nicht nur mit einer starken und faszinierenden Protagonistin aufwarten, sondern gleich mit mehreren. Das Buch beginnt mit Hortense, einer jungen Frau, die Mode kreieren will, leitet dann über zu Stella, die auf einem Schrottplatz arbeitet und fährt dann mit Joséphine fort, die zwischen zwei Leben steht. Alle Frauen haben ihre Ängste und Sorgen, keine ist perfekt und doch sind sie alle unglaublich stark. Stella, deren Geschichte am genausten betrachtet wird, imponierte mir beim Lesen dabei am meisten. Sie ist die bisher für mich stärkste Figur, weil sie Schlimmes erleiden musste. Allerdings wurden die Geschichten von Joséphine und Hortense bisher nur angeschnitten, wer weiß also, was in Band 2 und 3 noch geschehen wird? Kurz gesagt geht es in diesem Roman um verschiedene Frauen und ihre Lebensgeschichte, die alles andere als perfekt und rosig ist. Sie haben mit Problemen zu kämpfen, die sehr real sind und einigen Kraft schenken können. Der Schreibstil von Katherine Pancol? Ich habe mich direkt in Katherine Pancols Schreibstil verliebt. Es klingt, als würde mir jemand seine Lebensgeschichte erzählen. Vielleicht nicht unbedingt die Person selbst, da der Leser es größtenteils mit einem heterodiegetischen Erzähler zu tun hat, der nur in bestimmten Situationen aus der Ich-Perspektive der jeweiligen Figur heraus erzählt. Dennoch weist der Schreibstil einen hohen Grad von Mündlichkeit auf, der die Geschichten noch lebendiger macht. Dabei wahrt die Erzählinstanz einen einigermaßen nüchternen Ton. Die emotionalen Einschübe stammen immer von der eingeschobenen Erzählperspektive aus Figurensicht. Die Wortwahl hat mir ebenfalls gut gefallen, da Katherine Pancol einen sehr angenehmen und leichten Schreibstil hat, trotz all der Schwere ihres Plots. Das Figurenpersonal in „Muchachas – Tanz in den Tag“? Ich könnte mir kaum bessere weibliche Hauptfiguren vorstellen, die das Selbstverständnis einer Leserin stärken. Die Geschichten, die die Frauen in „Muchachas – Tanz in den Tag“ durchleben müssen, wünscht man wahrlich keinem Menschen. Stella beispielsweise muss sich mit häuslicher Gewalt auseinandersetzen, während Joséphine zwischen ihrer Tochter und ihrer Liebe wählen musste. Das sind wirklich keine leichten Entscheidungen oder Themen. Zusätzlich sind die Frauen, ihre Umgebung, Situationen und Reaktionen so unheimlich lebensnah und real, dass mich ihre Geschichten tief berührt haben. Für mich waren die drei Frauen und ihre Freundinnen keine Romanfiguren, sondern echte Frauen mit einem echten Schicksal. Und ich finde ihren Mut und ihre Kraft bewundernswert. Jede ist auf ihre Weise stark und selbstbewusst. Stella, deren Geschichte gegen Ende des Buchs im Vordergrund stand, ist meine Heldin des Romans. Sie ist selbstbewusst und stark, ist mutig und zeigt Größe. Die anderen beiden Frauen wurden bisher weniger in den Fokus genommen, weshalb ich mich an dieser Stelle über sie ausschweige. Positives über „Muchachas – Tanz in den Tag“? Mich hat „Muchachas – Tanz in den Tag“ sehr berührt. Katherine Pancol schreibt in ihrem Nachwort, dass die Geschichte auf Recherchen zu den im Buch behandelten Themen häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen fußt und das spürt man. Katherine Pancol hat nicht einfach eine Geschichte geschrieben, nein, sie schafft es, das Schicksal unzähliger Frauen darzustellen, die Dinge erleiden mussten und müssen, die ich mir nicht vorstellen kann. Sie schafft es, das alles real und echt darzustellen. Nicht übertrieben melodramatisch oder künstlich, sondern einfach echt. Negatives über „Muchachas – Tanz in den Tag“? Es ist nichts wirklich Negatives, sondern einfach ein kleiner Hinweis. Ich war am Anfang ein wenig über den abrupten Perspektiv- und Szenenwechsel verwirrt, vor allem, da es stellenweise kleinere Bezüge der drei Handlungsstränge untereinander gibt, die ich am Ende des ersten Buchs noch nicht zusammenbringen kann. Daher eine kleine Warnung: An den bewegendsten Stellen kann es euch durchaus passieren, dass ihr einen Wechsel findet. Empfehlung zu „Muchachas – Tanz in den Tag“? Ich empfinde „Muchachas – Tanz in den Tag“ als Bereicherung meines Horizonts. Als Leserin kam ich in Kontakt mit Frauen, die ein schweres Schicksal erleiden und dennoch positive Dinge im Leben erkennen und schätzen. Sie sind mutig und kraftvoll, sie lassen sich nicht unterkriegen. Deswegen spreche ich „Muchachas – Tanz in den Tag“ eine absolute Leseempfehlung aus und danke dem Carls‘ Books Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

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~Nachts sagt sich Joséphine, dass das Glück kein Ware ist, die man auf den Ladentisch legt, die man abwiegt und kauft, um sie zu besitzen, nein, Glück ist ein Geisteszustand, eine Entscheidung der Seele, Glück bedeutet, die Augen weit offen zu halten, und überall danach zu suchen. Und sie hat beschlossen, glücklich zu sein.~ Hortense, Stella und Josephine könnten nicht unterschiedlicher sein. Die wunderschöne Hortense lebt gemeinsam mit ihrem Freund Gary in New York, er ist Musiker und immer auf der Suche nach den richtigen Noten, sie jedoch versucht in der Modewelt Fuß zu fassen. So unterschiedlich wie sie sind, ist es kein Wunder, dass diese Beziehung nicht immer problemlos verläuft. Anders ergeht es Joséphine. Für ihre große Liebe zieht die Erfolgsautorin mit ihrer jugendlichen Tochter nach London. Doch bald steht sie vor einer lebensverändernden Entscheidung: soll sie sich für die Liebe entscheiden, in London bleiben und dadurch vielleicht ihre Tochter verlieren oder für ihre Tochter zurück nach Paris ziehen und ihre Beziehung aufs Spiel setzen? Stella lebt mit ihrem Sohn Tom auf einem Bauernhof, kämpft immer wieder für sich und ihren Sohn, für ihre Sicherheit und ihr unbeschwertes Leben. Doch wieder und wieder wird sie von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt, immer wieder versucht ihr Vater Ray sich zu holen was seiner Meinung nach ihm gehört, immer wieder versucht Ray ihr Leben zu zerstören und ihren Willen zu brechen. Und immer wieder ist Stella sich einer Sache sicher: Er wird sie nie bekommen! Katherine Pancols Trilogie-Auftakt ist ein wundervoller Roman, der nach einem schweren Einstieg eine großartige Geschichte offenbart. Eine Geschichte über das Leben und wie unvorhersehbar dieses sein kann. Die Charaktere sind unterschiedlicher als man es sich vorstellen kann. Hortense ist eine junge, oberflächliche Frau. Ihre Gedanken drehen sich zum Großteil um sie, ihr Aussehen und das Aussehen der Anderen. Joséphine ist voller Selbstzweifel, immer wieder fühlt sie sich fehl am Platz, zweifelt daran die Richtige für ihren Freund zu sein, versucht es allen Recht zu machen und ihre eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen. Stella dagegen ist eine selbstbewusste Kämpferin. Ihr Lebensziel: die Menschen die sie liebt zu beschützen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Diese drei Frauen zeigen uns das wichtigste im Leben: Egal wie übel das Leben ihnen mitspielt, nie lassen sie sich unterkriegen und kämpfen jeden Tag für ihr Glück! Das Cover ist wundervoll, es wirkt sehr verspielt, leicht und locker – und damit und dem Buchtitel wird der Leser auf eine falsche Fährte gelockt. Den hinter diesem fröhlichen Cover, verbirgt sich eine tiefsinnige und berührende Geschichte. Ein emotionaler Roman der uns an die Seite von wundervollen Frauen stellt, welche nicht unterschiedlicher sein könnten und doch alle, ohne es zu wissen miteinander verbunden sind und auch Tabuthemen nicht verschweigt. 3 von 5 Tintenklecksen

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Toller Auftakt

Von: Mitch25

09.11.2016

Muchachas - Tanz in den Tag von Katherine Pancol Muchachas erzählt die Lebensgeschichte verschiedener Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jedoch alle irgendwie miteinander in Verbindung stehen. Der Anfang in die Geschichte war für mich nicht so einfach, ich habe mich mit dem Schreibstil in der ersten Hälfte des Buches wirklich zu kämpfen, danach kam ich aber besser in die Geschichte und der Schreibstil hat mich keineswegs gestört. Das Cover gefällt mir unglaublich gut ich finde es schön und hoffnungsvoll. Am Anfang habe ich gedacht das Cover gibt dem Leser etwas fröhliches wieder aber nachdem ich den Band beendet habe gefiel mir das Cover um einiges besser. Es gibt Hoffnung und macht den Leser neugierig auf die anderen Bänder. Besonders gut finde ich dabei, dass die anderen Bände aufeinander aufbauen und die Cover somit sehr gut zu einander passen. Im Laufe der Geschichte lernt der Leser verschiedene Frauen kennen. Einige intensiver andere nur sehr kurz. Diese Art eine Trilogie zu schreiben finde ich unglaublich toll, es macht den Leser neugierig und gibt im die Möglichkeit sich eine Meinung zu den einzelnen Protagonisten zu bilden. Im ersten Teil der Muchachas Trilogie geht es um Stella und ihren Sohn. Stella ist mir eine sehr sympathische Protagonisten. Ihr Leben ist durch eine sehr schwere und gewalttätige Vergangenheit geprägt. Um so erstaunlicher finde ich es das Stella eine sehr mutige und starke Persönlichkeit ist die den Leser ermutigt und immer wieder erstaunt. Die Ängste die Stella empfindet finde ich sehr real und authentisch dargestellt und bringen den Leser dazu Stella als Kämpferin zu betrachten. Der erste Teil der Muchachas gefällt mir sehr gut, es ist eine neue Idee die sehr gut Umgesetz wurde und den Leser neugierig auf die weiteren Bänder macht.

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#Rezension Ihr Lieben, ich wünsche euch einen wunderschönen Samstag :-). Hoffe mit weniger regen als in Bonn 🙈. Gerade habe ich "Muchachas - Tanz in den Tag" beendet und wie ich dem ein oder anderen erzählt habe war ich erst hin und her gerissen. Aber - wenn man über die ersten 20-30 Seiten kommt - wird es berührend. Kurz zum Inhalt: es geht hier um eine Menge an Menschen und handelnden Personen die im Laufe des Buches mehr oder minder erwähnt werden. Katherine Pancol benutzt auch sehr viele Zeitsprünge und ich habe bisher nicht verstanden, in welchem Zeitalter das Buch spielt. Das meiste in den 70er Jahren, einiges in der jetzigen Zeit. Doch das meiste spielt tatsächlich in den 70er Jahren. Erfährt man erst relativ am Ende. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo ich die Rezension beginnen soll. Wenn wir am Titel beginnen, für meine Verhältnisse eine klare Themenverfehlung. Stopp! Nicht denken, dass ich eine 5 als Schulnote verteilen möchte. Im Gegenteil das Buch hat eine 1 mit Auszeichnung verdient. Warum? Der Titel klingt mehr als unbeschwert aber es ist das schwierigste Buch dass ich in letzter Zeit gelesen habe. So viele Schicksale und so viele starke Frauen. Die Angst kann man greifen und findet man in jeder Seite wieder. Daher meine Hochachtung! Ich glaube ich habe noch nie so sehr über ein Buch nachdenken müssen. Dafür dass ich schon überlegt habe, wem ich das Buch schenken kann, werde ich es höchstens verleihen können. Falls ihr das Buch lesen wollt, haltet durch😉. Ab Seite 50 werdet ihr belohnt.

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Die neue Bestseller-Trilogie von Frankreichs beliebtester Autorin In ihrer neuen Trilogie schreibt Katherine Pancol auf ihre unverwechselbare Weise über ein Kaleidoskop von Frauen, die kaum unterschiedlicher sein können, eines aber vereint: Was auch immer geschieht, sie lassen sich nicht unterkriegen. Da ist zum Beispiel Stella. Sie lebt mit ihrem kleinen Sohn auf einem Bauernhof im Burgund und arbeitet auf dem Schrottplatz; oder Hortense, die ihr Glück in der Modewelt von New York sucht. Oder die von quälenden Selbstzweifeln heimgesuchte Erfolgsautorin Joséphine und schließlich Calypso, eine begnadete kubanische Geigerin, die auf dem Konservatorium Hortenses Freund Gary gefährlich nah kommt. Jede dieser »Muchachas«, wie »junge Frau« auf Spanisch heißt, hat ihre ganz eigene Geschichte und dennoch kreuzen sich ihre Wege immer wieder, und es entsteht ein dichtes Romangeflecht, dessen Sogwirkung sich keine Leserin entziehen kann. (Quelle: carl`s books) Meine Meinung „Tanz in den Tag“ stammt von der Autorin Katherine Pancol. Es ist der erste Teil der „Muchachas“ – Trilogie und ich war wirklich gespannt was mich hier wohl erwarten würde. Der Klappentext und auch das Cover haben mich jedenfalls sehr angesprochen. In diesem ersten Teil dreht sich alles um Stella, eine junge Frau, die mit ihrem Sohn auf einem Schrottplatz arbeitet. Stella musste bereits viel mitmachen, ihre Vergangenheit hat sie geprägt. Dennoch aber empfand ich Stella auch als mutige und starke Persönlichkeit. Sie kämpft für sich und ihren Sohn und lässt sich, auch wenns mal schwer wird oder sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, nicht unterkriegen. Die Nebencharaktere sind der Autorin ebenso gut gelungen. Von den beiden anderen Frauen erfährt man nicht so viel sie werden dann in den beiden Folgebänden eine wichtige Rolle spielen. Der Schreibstil der Autorin ist recht flüssig lesbar. Zu Anfang musste ich mich erst daran gewöhnen, dann aber bin ich leicht durch die Seiten der Geschichte gekommen, es ist alles vielseitig und facettenreich gehalten. Die Handlung dreht wie, wie bereits erwähnt, rund um Stella und ihr Leben. Man erfährt als Leser was alles in ihrer Vergangenheit passiert ist, das sie beispielsweise viel Gewalt erlebt hat. Es hat mich ehrlich schockiert was Stella alles durchmachen musste. Katherine Pancol hat hier Feinfühligkeit bewiesen, man kann sich als Leser sehr gut in Stella hineinversetzen und mit ihr mitfiebern und mitleiden. Es ist wirklich ein schwieriges Thema das hier zur Sprache kommt. Das Ende ist, so wie es ist, passend gehalten. Es macht diesen ersten Roma rund und schließt ihn gut ab. Besonders gut fand ich, dass die Autorin im Nachwort ein wenig darüber schreibt wie ihr die Idee zu dieser Geschichte gekommen ist. Fazit Alles in Allem ist „Tanz in den Tag“ von Katherine Pancol ein sehr guter Auftakt der „Muchachas“ – Trilogie. Eine starke interessant gestaltete Protagonistin, der recht flüssig lesbare Stil der Autorin sowie eine Handlung, die eine sehr ernstes Thema anspricht, wobei die Autorin aber Feinfühligkeit beweist, haben mir, abgesehen vom recht schwierigen Beginn, unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

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Meine Erwartungen: Mein Wunsch war, ganz viele tolle und vor allem spannende Frauen kennenzulernen, die alle unterschiedliche Richtungen gehen wollen oder müssen und aus all ihren Lebenslagen das beste zaubern. Natürlich hoffe ich, dass mir alle Frauen ans Herz wachsen und sie mir sympathisch sind. Genial fände ich auch unterschiedliche Schreibweisen bzw. Wortwahlen, sodass man merkt, dass es sich um ganz andere Charaktere handelt. Gedanken während dem Lesen: Leider ging es gleich bei Hortense nicht so weit, dass sie mir ans Herz gewachsen ist. Sie und ihr Freund Gary sind mir total unsympathisch und auch die Erzählweise, die Pancol dort verwendet hat, empfand ich als störend. Liegt vielleicht daran, dass der Abschnitt sehr kurz war und man unverhofft in die nächste Geschichte gezogen wurde. Zwar hat mir das Ende der kurzen Sektion gut gefallen, da es einen riesig großen Cliffhanger hatte und ich eigentlich unbedingt wissen wollte, wie es mit Hortense und ihrer Modelinie weitergeht. Die Violinistin Calypso ist ebenfalls eine Randfigur im ersten Band und man hofft, mehr von ihr im Laufe der Reihe zu erfahren. Stella ist die erste große Protagonistin, die ich sympathischer finde und auch die Geschichte hat etwas mehr Tiefgang. Sehr viel Tiefgang und man gleitet immer mehr in die grausame Geschichte zwischen ihr, ihrem "Vater" und ihrer Mutter hinein, die von Gewalt geprägt ist. Stella hat dies nur stark und taff gemacht, wobei sie natürlich auch oft Angstzustände bekommt. Sie hat einen kleinen Jungen von einem Mann, der nicht immer bei ihr ist - und genau das erfährt man auch peu á peu, aus welchem Grund dies so ist. Léonie ist die Mutter von Stella und einfach schon immer total schüchtern, was durch die Beziehung bzw. Ehe mit ihrem Mann Ray ziemlich verstärkt wurde. Ray ist gewalttätig und unterdrückt seine Familie vehement. Genial, aber eben auch grausam zu erfahren, warum er so geworden ist, wie er ist. Dies wird ebenfalls beschrieben und so merkt man auch die ganzen Verflechtungen, die dieses Buch besonders machen. Suzon ist schon seit immer Dienstmädchen bei Léonies Vater und unzertrennlich von ihrem Bruder George. Sie kennt kein Leben außerhalb und hat leider keine eigene Familie gegründet. Als Léonies Vater stirbt bleibt sie trotzdem noch in ihrer Nähe, jedoch war sie und ihr Bruder nie so stark Léonie zu helfen, unterstützen jedoch Stella wo sie nur können. Jules ist die Tochter des ehemaligen Freundes von Ray, der sich schon länger von Ray abgewendet hat, obwohl er so viel Macht und Druck in dem Dorf ausübt. Sie hilft Stella in jeder Lebenslage und auch Edmond, der Vater, versucht sie vor Ray und seiner Aggressivität zu beschützen. Diese Handlungsstränge ziehen sich so die ganze Mitte des Buches durch, wobei ich hier oftmals nicht gleich mitkomme, wer wann spricht, wer wann welche Geschichte von früher mit einflechten möchte. Ab und an ist es wirklich schwierig den Charakteren zu folgen und wird einfach so mit reingezogen in die nächste, manchmal schreckliche, manchmal verstörende und manchmal auch schöne Erinnerung aus der Vergangenheit. Jósephine ist Autorin und sehr unsicher. Sie kann sich selbst irgendwie nicht lieben, eben auch, weil sie in ihrer Kindheit nicht schöne Erfahrungen in der Familie gemacht hat. Sie hat es total unsicher gemacht, Stella hingegen einfach nur stärker. Was die zwei Frauen verbindet wird am Ende noch klar, jedoch nicht wirklich vertieft. Ihre Tochter Zoé ist mitten in der Pubertät und heckt so manche Dinge aus, die ihre Mutter zum Handeln zwingt. Auch diese beiden Charaktere werden nur angeschnitten und werden im zweiten Band, zusammen mit Hortense weitergeführt. Mein Fazit: Der Schreibstil gefällt mir leider zu Anfang nicht so wirklich - irgendwie so ein Durcheinander an Sätzen und Informationen... Man muss sich regelrecht in den Schreibstil und die Handlungsstränge hinein arbeiten. Ich hätte mir mehr Struktur gewünscht, obwohl Katherine Pancol fließende Übergänge zaubern wollte. Leider hat das für mich nicht immer so gut funktioniert und die Sprünge waren mir zu extrem. Trotz alledem haben mich die Geschichten, bzw. die erste große Geschichte rund um Stella und ihre Mutter Léonie, gepackt. Zumal sich immer mehr ein Druck in meinem Bauch angehäuft hat, denn die Lebensgeschichte der beiden war einfach bedrückend und grausam. Es steckt sehr viel Ehrlichkeit und auch Liebe in den Worten Pancols. Letztendlich hat mir das Buch zu Anfang nicht besonders zugesagt, hat mich aber regelrecht mitgezogen und die Autorin hat es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen und mich mit einem Hunger auf Mehr, also auf den zweiten Teil, zurückzulassen.

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Blumencover, vier Frauen und der Titel "Muchachas-Tanz in den Tag" suggerieren dem Leser eine schöne leichte Sommerlektüre mit Witz, Charme und guter Unterhaltung. Wer sich für dieses Buch aufgrund dieser Merkmale entscheidet, wird überrascht und am Ende vielleicht etwas enttäuscht sein. Denn die Geschichte zwischen den buntem Coverdeckeln ist weder locker-leicht noch beschwingt oder einfach. Man muss sich mit häuslicher Gewalt, Kindesmissbrauch, Erpressung, Demütigung und Unterdrückung auseinandersetzen. Katherine Pancol hat eine sehr verzweigte Geschichte geschrieben. Anfangs fand ich mich nur schwer zurecht, da die einzelnen Figuren nur kurz und sehr oberflächlich vorgestellt wurden und dadurch wirkte die Geschichte etwas durcheinander und wenig übersichtlich. Doch später rückten Stella und ihre Mutter Leonie in den Vordergrund. Eine traurige und schwierige Kindheit (Stella) wurde aufgedeckt, eine schockierende "Liebes"geschichte (Leonie und Ray) erzählt. Man sitzt als Leser vor diesem Buch und ist fassungslos, schockiert und wird mit jeder Zeile wütender auf die männliche Hauptfigur. Und ständig tauchen auch die Fragen auf "Warum?", "Warum lässt sie sich das alles gefallen?", "Warum geht sie nicht?". Die Fragen werden von der Autorin beantwortet und die ganze Situation wirkt dadurch noch trauriger und aussichtsloser. Sie erzählt die Geschichte so realistisch, dass man manchmal Gänsehaut beim Lesen bekommen hat. Der Schreibstil ist nicht ganz so leicht zu lesen, aber er ist gut. Die Geschichte wurde immer interessanter und zum Schluss klappt man das Buch zu und fragt sich wie es wohl weitergehen wird. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte mittendrin aufhört. Es gibt kein richtiges Ende und auch die Geschichten der anderen Frauen wurden nicht weitererzählt. Gehören sie zusammen? Was verbindet sie? Ich werde auf jeden Fall den Band zwei und drei noch lesen, damit ich auch die letzten Zusammenhänge noch erfahre und bin gespannt auf die Geschichten von den anderen Frauen und ich möchte zudem gern noch wissen, ob es Leonie und Stella schaffen werden. Es bleibt spannend....

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In diesem Buch geht es um drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch haben sie alle eines gemeinsam: sie geben niemals auf und kämpfen für das, was ihnen wirklich wichtig ist. Da ist zum einen die junge Hortense kennen, die in New York mit ihrem Lebensgefährten Gary lebt. Hortense ist jung und ehrgeizig und würde alles dafür tun, ihren Traum eine berühmte Modedesignerin zu werden, zu erfüllen. Gary ist Musiker und lebt hauptsächlich für seine Musik. Dann gibt es da Joséphine, die mit ihren Kindern Zoe und Alexandre zuerst der Liebe wegen in London lebt, doch wegen ihrer Tochter kehrt sie zurück nach Paris und führt seitdem eine Fernbeziehung zu Philippe. Zu guter Letzt gibt es auch noch Stella, eine Frau, die sich viel unscheinbarer macht, als sie eigentlich ist. Sie lebt mit ihrem Sohn Tom zusammen und arbeitet bei ihrer Freundin auf dem Schrottplatz. Doch sie wird geprägt von Geschehnissen aus ihrer Vergangenheit und dem Leben, dem sie einst ausgesetzt war. Denn, auch wenn ihre Familie nach aussen hin angesehen und ehrenhaft erscheint, gibt es Geheimnisse, die kaum schrecklicher sein könnten. Genau hierauf wird in diesem ersten Band dann auch das Hauptaugenmerk gelegt und die Geschichte rund um Stella und deren Leben wird vertieft. Meine Meinung Ich muss sagen, dass ich nach der reinen Optik des Buches einen kurzweiligen Frauenroman erwartet und dann doch tatsächlich ein vielseitiges und vielschichtiges Buch erhalten habe, dass durch seine Charaktere zum Leben erwacht. Katherine Pancols Schreibstil war zunächst recht gewöhnungsbedürftig für mich, denn sie beschreibt vieles mit beinahe poetischen Worten, möchte sie jedoch etwas eindringlich schildern, so werden auch ihre Sätze kurz und prägnant. Sie hat eine unglaubliche Art, ihr Erzähltes dem Leser zu präsentieren, die das Buch zwar etwas schwerer lesen läßt, aber auch eine Portion Eindruck bei mir hinterlassen hat. Während es einen sehr langen Einstieg in die Geschichte gibt und man erst einmal alle drei Hauptcharaktere vorgestellt bekommt, wirkt das Buch trotz des ausgefallenen Schreibstils oder gerade deswegen, recht langatmig. Doch dann bekommt man die Protagonistin Stella und deren Erlebtes geschildert und man ahnt schon zu Beginn, dass hinter der jungen Frau, eine erschreckende Vergangenheit steckt. Stella bekommt dann auch den Hauptaugenmerk der Geschichte und je mehr ich über sie erfuhr, desto mehr zog mich die Geschichte in ihren Bann. Katherine Pancol beginnt nun mit den Gefühlen des Lesers zu spielen und es wird emotionsgeladener, denn ich machte ein Gefühlskarussel mit, das es in sich hatte. Ich habe mit der Protagonistin gelitten, gehofft, geweint, gebangt und war schockiert von ihrem Erlebten. Es geht hier um eine gewaltgeprägte Kindheit und auch Kindesmissbrauch und diese Themen lassen meine Gefühle immer völlig durcheinander geraten. Aber die Autorin besitzt die richtige Portion an Sentimentalität und Einfühlungsvermögen, um dieses schwere Thema glaubwürdig zu erzählen und dem Leser nahe zu bringen. Trotz des schockierenden Themas spürt man die Hoffnung, die hier als Grundton erhalten bleibt. Stella ist eine beeindruckende Protagonistin und auch die Geschichte ihrer Mutter hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Stella ist unglaublich mutig und trotz des Missbrauchs und des Leidens ihrer Mutter, eine wirklich beeindruckende Persönlichkeit, die Herz und Mut hat, aber auch ihre Schwächen zeigen und annehmen kann. Ihre Mutter Leonie hat mir so furchtbar leid getan und ich hätte vor Wut und Hass auf den Vater, den ach so tollen und angesehenen Ray, schreien können. Welch Demütigungen diese Frau ertragen hat, kann man kaum in Worte fassen. Alle weiteren Figuren bleiben erstmal noch im Hintergrund und trotzdem merkt man, dass hier die Fäden langsam aufeinander zu laufen. Ich denke, dass diese einzelnen Geschichten noch zusammengeführt werden und auch die Charaktere eine Verbindung zueinander finden. Denn noch findet man drei völlig unterschiedliche Frauen vor, die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten haben. Mein Fazit: Ein eindringliches Buch, dessen Erzählung mit den Emotionen der Leserin spielt. Es greift ein Thema an, dass mittlerweile schon fast alltäglich ist und dementsprechend realistisch wirkt. Es ist beängstigend und macht wütend und gleichzeitig gibt es eine große Portion Hoffnung, ich habe gelitten, gelächelt und geweint, habe gehasst und Mitleid verspürt. Katherine Pancol hat es ausgezeichnet verstanden, mit meinen Gefühlen zu spielen und mich ihren Charakteren nahe kommen zu lassen. Es ist eine eher anspruchsvolle Lektüre und nicht der leichte Roman für zwischendurch und ich denke auch, dass hier Jugendliche nicht viel mit dem Buch anfangen können, denn dafür ist der Schreibstil einfach zu speziell. Mir hat es mit Beginn der Geschichte rund um Stella richtig gut gefallen, nur der Einstieg fiel mir schwer. Deshalb bekommt das Buch von mir vier Sterne und ich bin gespannt, wie es mit den Muchachas weitergeht.

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