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Leserstimmen (125)

Melanie Raabe: Die Falle

Die Falle Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-75491-5

Erschienen:  09.03.2015
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Kundenrezensionen

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Guter Debütroman von Melanie Raabe

Von: Diana Datum : 10.04.2017

Die Falle von Melanie Raabe ist am 9. März 2015 im btb Verlag erschienen. Die gebundene Ausgabe hat 352 Seiten und kostet 19,99 €.

In dem Roman geht es um die erfolgreiche Schriftstellerin Linda Conrads, die seit über 10 Jahren in einer Villa am Starnberger See lebt und keinen Fuß vor die Tür gesetzte hat, damit ist sie ihren Fans und der Presse ein großes Rätsel. Niemand weiß, dass sie vor vielen Jahren ihre jüngere Schwester Anna tot vorgefunden hatte und den Mörder flüchten sehen. Der Mörder wurde nie gefasst und sein Gesicht verfolgt sie in ihren Träumen, deshalb ist sie über alle Maßen geschockt, als sie SEIN Gesicht nach all der Zeit im Fernsehen sieht - einen bekannten Journalisten. Linda schmiedet einen Plan um dem Mörder eine Falle zu stellen. Sie schreibt ihren ersten Krimi und beschreibt darin die Bluttat an ihrer Schwester und versucht nun den Mörder in ihr Haus zu locken um ihm ein Interview - das erste seit vielen Jahren - zu ihrem neuem Buch zu geben um ihn in eine Falle zu locken.

Melanie Raabe hat einen flüssigen Schreibstil und ich war mit den 352 Seiten schnell durch mit dem Lesen. Außer der eigentlichen Handlung wird auch teilweise die aus dem neuen Buch der Protagonistin erzählt, die die Mordnacht ihrer Schwester wiedergibt. Somit erfährt man mehr Einzelheiten und bekommt einen guten Einblick in das Gefühls- und Seelenleben von Linda Conrads. Verwirrend und nicht so ganz nachvollziehbar war für mich, dass Linda plötzlich von jetzt auf gleich ihr Haus verlässt, nach all den Jahren, in denen sie sich verschanzt hatte, ich persönlich hätte mir das schwieriger vorgestellt...

Am Ende hätte ich mir etwas mehr Spannung erhofft...
Trotzdem kann ich den Thriller von Melanie Raabe weiterempfehlen.

Die Falle

Von: Melanie aus Hiddenhausen Datum : 03.10.2016

lesezauber.net

Ich habe mich immer gefragt,was dieser ganze Hype um Frau Raabe's Debüt eigentlich sollte. Die Falle wurde überall hochgelobt und bei allzu verherrlichten Büchern gehe ich immer erst etwas auf Abstand und werde umso kritischer. Letzten Endes kam ich aber wohl doch nicht um die Falle herum.

Und ich muss mich leider, oder sollte ich sagen zum Glück, den ganzen positiven Stimmen anschließen.

Die Autorin hat es geschafft, mit wenigen Personen eine fesselnde Geschichte zu konstruieren.Die Autorin Linda Conrads versucht dem Mörder ihrer Schwester eine Falle zu stellen, doch im Laufe des Lesens merkt man, wie Linda immer unsicherer zu werden scheint und man merkt, dass es um die geistige Gesundheit von Frau Conrads nicht so gut bestellt ist. Hat sie sich am Ende das Ganze etwas nur ausgedacht?
Fesselnd geschrieben vom Anfang bis zum Ende, auch wenn mir das Ende etwas zu schnell, etwas zu strukturiert begegnet ist.

Mein Fazit

Die Falle ist wirklich ein guter Thriller. Ein Thriller, den ich wärmstens empfehlen kann.

Tolles packendes und spannedes Buch!

Von: Susanne RUPP aus Essen Datum : 22.09.2016

Dieses Buch war von der ersten Seite an toll zu lesen. Ich wusste nie genau, wem glauben zu schenken war und wer hier wem eine Falle stellt. Wirklich super Buch!

Überbewertet

Von: Sandra P. Datum : 11.09.2016

Ich kann die Meinung der meister Leser leider nicht teilen.
Es gelang der Autorin bis zum Schluss nicht, einen breiten Spannungsbogen aufzubauen. Zu Vieles Vorhersehbar, zu Vieles immer und immer wieder durchgekaut.
Ein Gemisch aus Liebes- und Lebensgeschichte mit einem Schuss "möchte-gern-Krimi".

Leider für echte Krimi-Leser nicht geeignet.

Das beste Buch seit langem!

Von: Bianca aus Frankfurt Datum : 07.08.2016

Als Bücherwurm muss ich, nachdem ich das Buch soeben zu Ende gelesen habe, meine absolute Begeisterung aussprechen. Danke, danke, danke für diese vom ersten Moment an, packende und spannende Geschichte. Ich freue mich auf weitere Bücher von Melanie Raabe. Sie haben einen neuen Fan!

Wirklich gut

Von: Lenas Welt der Bücher Datum : 09.06.2016

www.lenasweltderbuecher.de

Meine Meinung:
Ich habe von dem Buch nicht viele Meinungen gehört, aber die Meinungen, die ich gehört habe, haben mich so neugierig gemacht, dass ich es unbedingt lesen wollte.
Das Cover ist sehr schlicht und dunkel gehalten. Dennoch gefällt es mir sehr gut, da es gut zum Buch passend.
Was mir ab dem ersten Satz aufgefallen ist, ist der Schreibstil der Autorin. Sie schreibt sehr besonders und verwendet sehr kurze Sätze. Durch den Stil wirkt das Buch noch ein bisschen gruseliger und spannender. Geschrieben ist das Buch in zwei Perspektiven. Zum einen aus der Ich-Perspektive von Linda und zum anderen geht es um ihr Buch, ein Buch im Buch sozusagen.
Für mich ist das Buch kein Roman, sondern eher ein Thriller. Denn für ein Roman ist, meiner Meinung nach, viel zu spannend und hat zu viele Thrillerelemente. Das Buch ist gerade zum Anfang und am Ende unheimlich spannend. Beim lesen entwickelt man einen Sog, sodass man es nur schwer weglegen kann. Zwischendrin gab es leider eine Durststrecke. Es passierte nicht wirklich etwas und zog sich daher. Ansonsten ist das Buch aber ein Pagetuner und macht super viel Spaß zu lesen.
Mit der Protagonistin Linda hatte ich zu Beginn so meine Probleme. Ich wurde nicht warm mit ihr. Kam mit der Zeit aber immer besser zu recht mt ihr.

Fazit:
Insgesamt ist "Die Falle" ein wirklich spannendes Buch, das ich im Genre der Thriller einordnen würde. Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen und auch die Idee hinter dem Buch konnte mich packen.

Extrem spannendes Verwirrspiel!

Von: SBS aus RLP Datum : 13.05.2016

Linda ist 38, eine erfolgreiche Autorin, verlässt seit elf Jahren, kurz nach der Ermordung ihrer Schwester, ihr Haus nicht mehr. Sie hat alle früheren Kontakte abgebrochen und nur noch wenige Kontakte zur Außenwelt. Ihr Leben mit ihrem Hund in diesem Haus ist nicht einfach, doch sie schreibt weiterhin ihre Bestseller und lebt recht friedlich, bis sie eines Tages den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen sieht. Nun startet sie einen Plan, um den Mann in ihr Haus zu locken und zu überführen. Sie muss erfahren warum er ihre Schwester tötete und mit diesem Kapitel abschließen. Monatelange Vorbereitungen und Anstrengungen folgen, doch wird sie ihn in ihr Haus locken und tatsächlich zu einem Geständnis bewegen können? Oder stellt sie sich unwissentlich selbst eine Falle?!

Ein rundum gelungenes Verwirrspiel, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugte. Doch nicht nur die Protagonisten sind ständig verwirrt, auch der Leser weiß irgendwann nicht mehr was er noch glauben darf und was reine Phantasie ist.

Besonders hervorzuheben ist der außergewöhnliche Schreibstil, sowie die gelungene Buch-im-Buch-Idee, welche hier besonders überzeugend war, die Geschichte vorantrieb und absolut ins Gesamtkonzept des Buches passte. Schön war, dass der Schreibstil des Buches im Buch anders war, viel direkter und weniger subtil, aber mindestens genauso spannend.

Hervorragend wurden die Selbstzweifel und Zerrissenheit der Protagonistin dargestellt. Ihre psychische Labilität wurde auch mit dem Schreibstil, seiner vorübergehenden stakkatoartigen Form, extrem authentisch dargestellt und auch Kleinigkeiten wie Landschaftbeschreibungen oder ihre Vorbereitungen auf das Treffen mit dem vermeidlichen Mörder sind gut nachvollziehbar und bildlich dargestellt. An einigen Stellen schaffte die Autorin es auch mich nachhaltig zu beeindrucken. Zu nennen sind hier Ansichten zu den Themenkomplexen „Angst“ und „Schuld“ sowie „Zweifel“. Manches ließ den Leser jedoch auch nachdenklich zurück. Hier bewegte mich besonders die Frage, ob bzw. wie oft man die Hand eines Mörders geschüttelt hat…

Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Melanie Raabe, denn so ein raffiniertes und intelligentes Debüt lässt hoffen…

Gerne spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus!

Mehr als nur eine Falle

Von: Iris Gasper Datum : 22.02.2016

www.buchrezicenter.de

Linda Conrads lebt zurückgezogen in ihrem großen Haus am Starnberger See. Sie ist Autorin, Bestsellerautorin um genau zu sein, und finanziell geht es ihr blendend. Dennoch liegt ein Schatten auf ihrem Leben, denn seit Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie sitzt sozusagen in einer Falle. Grund für dieses menschenscheue Verhalten ist ein Ereignis in der Vergangenheit, welches die 38-Jährige bis heute nicht verarbeitet hat. Linda hat vor vielen Jahren ihre jüngere Schwester tot und in einem Blutbad in deren Wohnung aufgefunden. Den vermeintlichen Täter sah sie fliehen, doch dieser konnte nicht gefasst werden. So pflegt Linda heute nur die allernötigsten Kontakte und diese kommen regelmäßig zu ihr. Sie selbst setzt keinen Schritt über die Schwelle, auch nicht für ihren geliebten Hund Bukowski.

Ihr Alltag erfährt eine Veränderung, als sie unerwartet im Fernsehen einen Mann sieht, in dem sie den Mörder ihrer Schwester zu erkennen glaubt. Es ist der Journalist Victor Lenzen. Für ihn ist es nun an der Zeit auch in eine Falle zu geraten und Linda ist bereit sie ihm zu stellen. Hierfür schreibt sie an einer neuen Geschichte und wechselt das Genre. Ein Krimi muss her, in dem sie ihre Erlebnisse von damals verpackt. Und dann ist es soweit und Victor Lenzen darf als erster Journalist überhaupt ein Interview mit der Bestsellerautorin Linda Conrads führen. Wird er in ihre Falle tappen oder schnappt diese nicht zu? Oder geht Lindas Plan nicht auf oder nimmt gar eine völlig unerwartete Wendung?

Melanie Raabe gelingt es mit ihrem Roman „Die Falle“ ihre Leser so zu fesseln, dass Seite um Seite verfliegen. Die Ereignisse der Vergangenheit, Lindas Lebensumstände und die Begegnung mit Victor Lenzen sind so faszinierend und spannend geschildert, dass sie einen einfach nicht loslassen können. Auch das in die Handlung eingeflochtene Buch von Linda, welches einen anderen Blick auf Linda, hier: Sophie, freigibt, trägt zu dieser unaufhörlichen Spannung bei. Nie weiß man genau woran man ist und ob es nicht noch eine andere Falle gibt als die von Linda.

Dieses Buch ist mehr als nur „Die Falle“. Es ist die Lebensfalle, in der Linda lebt. Es ist die Falle Lindas für Victor Lenzen. Es ist die Falle, die hier nicht verraten wird und es ist vor allen Dingen eine Falle für den Leser, in die er hineintappen wird und so schnell nicht wieder herauskommt, denn diese Falle erzeugt eine Sogwirkung, aus der man erst dann entlassen wird, wenn der Buchdeckel sich wieder schließt.

Eine grandiose Geschichte, die Emotionen auf höchstem Niveau zu erzeugen versteht.

Copyright © 2016 by Iris Gasper

Brillantes Debüt!

Von: Claudia Bett Datum : 16.02.2016

www.claudiabett.com

Inhalt:

Die erfolgreiche Schriftstellerin Linda Conrads hat sich vollkommen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt in fast kompletter Isolation in ihrer Villa am Starnberger See, die sie seit 11 Jahren nicht mehr verlassen hat. Nur ihre Assistentin, ihr Verleger und ihr Gärtner haben Zutritt zu ihrem Haus, das zu ihrem Refugium und ihrer eigenen und einzigen Welt geworden ist.
Jedes Jahr veröffentlicht Linda ein neues Buch; jeder ihrer Romane wurde zum Bestseller. In den Medien gilt sie als exzentrische Schriftstellerin, die sich aufgrund einer Krankheit von der Außenwelt abgeschottet hat, denn niemand kennt den wahren Grund, warum sie das Haus nicht mehr verlassen kann.
12 Jahre zuvor wurde ihre Schwester Anna mit sieben Messerstichen ermordet. Linda hat sie in einer Blutlache liegend gefunden und dem Mörder in die Augen gesehen, bevor dieser durch die offene Terrassentür fliehen konnte. Dennoch konnte der Täter nicht gefasst und der Mord nie aufgeklärt werden. Seitdem ist Linda traumatisiert, hat Panikattacken, flüchtet sich in ihre eigene Welt und schreibt Bücher, die nichts mit ihrer Realität zu tun haben.
Doch das Gesicht des Mörders verfolgt sie immer noch und auch die Frage, warum ihre Schwester sterben musste, lässt ihr nach wie vor keine Ruhe. Umso schockierter ist sie, als sie plötzlich auf dem Bildschirm ihres Fernsehers den Mann zu erkennen glaubt, den sie in der besagten Nacht in der Wohnung ihrer Schwester gesehen hatte. Sie ist sicher, dass es sich bei dem bekannten Journalisten Victor Lenzen um Annas Mörder handelt. Um ihn des Mordes zu überführen und endlich zu erfahren, was in jener Mordnacht geschehen ist, muss sie Lenzen in ihr Haus locken, ihm eine Falle stellen und ihn zu einem Geständnis zwingen. Dabei bedient sie sich dem einzigen Mittel, das ihr zur Verfügung steht – das der Literatur.

Meine persönliche Meinung:

Ich war sehr gespannt auf Melanie Raabes Romandebüt 'Die Falle', denn ich hatte einige Rezensionen gelesen, die recht vielversprechend tönten.
Schon auf den ersten Seiten merkte ich, dass es sich hierbei in jeder Hinsicht um einen ganz besonderen Spannungsroman handelt, denn der Erzählstil und die metapherreiche, bildhafte und poetische Sprache der Autorin sind sehr außergewöhnlich für dieses Genre.
Durch die gewählte Ich-Perspektive erhält der Leser tiefe Einblicke in die Gedanken, Träume und Ängste der Erzählerin, die so eindrücklich geschildert werden, dass sie für mich sofort spür- und fühlbar waren. Ich konnte mich in Linda einfühlen und ihre Ängste nachempfinden. Alle Charaktere sind sehr fein gezeichnet und psychologisch durchdacht. Nicht nur Linda, die Hauptprotagonistin, sondern auch Victor Lenzen, der vermeintliche Mörder ihrer Schwester, werden sehr vielschichtig und facettenreich dargestellt. Dies führt nicht zuletzt dazu, dass der Leser aber auch immer wieder Zweifel an Lindas Glaubwürdigkeit hegt. Ist Victor wirklich Annas Mörder oder entspringt Lindas Verdacht nicht vielmehr der Phantasie einer traumatisierten, psychisch kranken Frau, die den Verstand verloren hat? Außerdem wird auch die Frage aufgeworfen, was die ermordete Anna überhaupt für ein Mensch war. War sie wirklich der Engel, zu dem Linda ihre Schwester nach ihrer Ermordung stilisiert? Diese Verwirrspiele führten mich immer wieder auf die falsche Fährte, und als ich mich schon sicher wähnte, nun die Wahrheit zu kennen, kam es wieder zu einer überraschenden Wendung.
Die Haupthandlung wird immer wieder durch Fragmente aus Lindas neustem Buch Blutsschwestern unterbrochen, das als Köder für den vermeintlichen Mörder fungiert und in dem sie einen Blick in die Vergangenheit wirft und nach und nach Details über den Mord an ihrer Schwester offenbart. Diese fiktiven Romanfragmente werden sehr geschickt mit der realen Rahmenhandlung verflochten. Obwohl sie den Handlungsverlauf unterbrechen, reißt die subtile Spannung niemals ab, sondern wird stattdessen immer mehr gesteigert, denn einerseits ergänzt dieser Roman im Roman die eigentliche Handlung, andererseits führt er den Leser aber auch immer wieder auf die falsche Fährte.
'Die Falle' ist ein sehr raffiniert komponierter und stilistisch ausgefeilter Roman, der nicht nur von einem außergewöhnlichen Erzähltalent der Autorin, sondern auch von ihrem ausgezeichneten Gespür für Zwischenmenschliches, Emotionen und Stimmungen zeugt. Raabes Erstlingswerk ist ein unglaublich fesselnder und temporeicher psychologischer Spannungsroman, ein verstörendes Kammerspiel, das vollkommen ohne blutige Details auskommt. Ein wirklich überzeugendes Debüt einer Autorin, von der man hoffentlich noch mehr lesen wird.

Genialer Thriller, der Lust auf mehr macht!

Von: Jasmine von immermitbuch.de Datum : 13.02.2016

www.immermitbuch.de

Wirkung

Ich muss gestehen, dass mich dieses Buch normalerweise vom Cover her nicht angesprochen hätte und ich es nicht einmal näher angeschaut hätte. Ich finde es einfach nicht auffällig genug, um neben anderen Büchern herauszustechen. Aus diesem Grund hätte ich es in einer Buchhandlung nicht in die Hand genommen und durchgelesen. Auch der Titel die Falle sagt nichts Bestimmtes aus und hätte mich definitiv nicht gelockt. Allerdings wurde es sehr gut beworben und man hat es überall gesehen. Es war schlichtweg unmöglich, dieses Buch nicht zu bemerken. Aber ist das Buch wirklich so gut, wie es präsentiert wurde, obwohl es mich auf den ersten Blick überhaupt nicht angesprochen hat? Der Klappentext sowie die Inhaltsangabe hat mich beim ersten Durchlesen zwar neugierig gemacht, spannend fand ich beide allerdings auch nicht. Und trotzdem, habe ich dieser Geschichte eine Chance gegeben...

Meine Meinung

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr schwer gefallen. Da das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist, erfährt man alle Gedanken und Gefühle von Linda. Linda hat seit über 11 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen, auch wenn sie noch soziale Kontakte pflegt, kam sie mir sehr komisch vor. Deswegen konnte ich mich einfach nicht in sie hineinversetzen, was mich allerdings nicht gestört hat, da ihr schreckliche Dinge passiert sind, in die ich mich gar nicht hineinfühlen wollen würde. Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch und hätte deswegen am liebsten das Buch abgebrochen, jedoch habe ich es nicht über mich gebracht, das Buch schon nach einigen Seiten wieder wegzulegen. Und diese Entscheidung habe ich nicht bereut, denn schon ab Kapitel 3 hat mir das Buch sehr viel besser gefallen. Man erfährt etwas mehr über die Protagonistin, jedoch merkt man, dass noch einiges fehlt, weshalb das Buch langsam angefangen hat meine Neugierde zu wecken. Außerdem geht hier das Buch so richtig los und es wurde von Seite zu Seite spannender.

Linda beschließt ein Buch zu schreiben, in dem sie die wahre Geschichte erzählt, als sie ihre Schwester in einem Blutbad vorgefunden und den Mörder fliehen gesehen hat. Als das erste Kapitel von diesem Buch angefangen hat, war ich mir sicher, dass jetzt das komplette Buch folgen wird und man so erfährt, was in der Nacht passiert ist. Doch man bekommt nur einzelne Kapitel, immer abwechselnd aus dem Buch und aus der jetzigen Zeit, die immer an der spannendsten Stelle abgebrochen werden. Glaubt mir, ich bin jedes Mal fast an die Decke gegangen und konnte so natürlich nicht aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, was sie als nächstes macht. Da jedoch das Kapitel davor spannend aufgehört hat, wusste man, dass das nächste Kapitel ebenfalls spannend weitergehen wird, weshalb ich ständig weiterlesen wollte und musste... Ein ewiger Kreislauf, der noch darin verstärkt wurde, dass die Kapitel sehr kurz sind und man so noch öfter "nur noch ein Kapitel" lesen konnte. Am Anfang fand ich das Buch im Buch viel interessanter, da Linda selbst nicht an den Mord denkt und man nur im Buch etwas darüber erfahren hat, doch irgendwann hat mich auch die "aktuelle" Geschichte neugierig gemacht und ich konnte mich nicht entscheiden, was ich zuerst erfahren wollte. Es ist mir sehr schwer gefallen, dass Buch aus der Hand zu legen, weshalb ich es auch innerhalb von 3 Tagen beendet hatte.

Während meiner Lesepausen habe ich sehr viel spekuliert, wie Linda es anstellen will den Mörder zu stellen und wie die Geschichte ausgehen wird, doch alles was ich mir überlegt hatte, kam mir ein wenig später nicht mehr richtig vor. Linda hat sehr viel Zeit damit verbracht, den perfekten Plan aufzustellen um den Mörder zu stellen und ich war mir sicher, dass ihr das gelingen würde. Allerdings wurde auf einmal ein Plan B erwähnt, was mich dann wieder zum Zweifeln gebracht hat.

Zitat

»Es ist wie ein Wunder. Ich mache mir klar, dass ich mich auf einem winzigen Planeten befinde, der sich mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit durch ein unendliches Universum bewegt, nimmermüde auf seinem halsbrecherischen Flug um die Sonne, und ich denke: Das ist verrückt, Dass es uns überhaupt gibt, die Erde, die Sonne, die Sterne, und dass ich hier sitzen und das alles sehen und fühlen kann, das ist unglaublich - ein Wunder. Wenn das möglich ist, dann ist alles möglich.«

Fazit
Ich bin mit relativ großen Erwartungen an das Buch herangegangen, da ich nur positive Rezensionen zu diesem Buch gesehen hatte. Allerdings konnte mich das Buch am Anfang nicht überzeugen. Falls es euch genauso geht, empfehle ich euch, dass ihr das Buch trotzdem unbedingt weiterlest! Es war einfach nur genial und durch das Buch, habe ich endlich wieder totale Lust auf Thriller. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass das das erste Buch von Melanie Raabe gewesen ist! Ich freue mich schon, weiter Bücher von ihr zu lesen, denn sie hat es geschafft, mich mit der Protagonisten mit fiebern und mich in die Geschichte versinken zu lassen. Aus diesem Grund gebe ich dem Buch...

4 von 5 Punkten

unbedingt lesen!

Von: Burkhardt Seidel Datum : 09.02.2016

Um den Mörder ihrer Schwester zu entlarven, den sie einen Augenblick nach der Tat gesehen hat, und Jahre danach als Fernsehkorrespondent wieder erkennt, bedient sich die Autorin eines raffinierten Plans. Das psychologische Duell der beiden während des von der Schriftstellerin organisierten Interviews lässt den Leser die Zeit vergessen. Ich musste immer weiterlesen, obwohl es schon mitten in der Nacht war...
Welch herausragendes Erstlingswerk! Selten habe ich einen Kriminalroman gelesen, der mich so fasziniert hat. "Die Falle" sollte man unbedingt lesen!

Spannend!

Von: misshappyreading Datum : 07.01.2016

misshappyreading.blogspot.de/

Meine Meinung:

Zu Beginn war ich mir gar nicht sicher was in dieser Geschichte passieren würde. Von Anfang an schwingt eine sehr bedrückende Stimmung in den Sätzen mit. Bis Spannung aufkam dauerte es ein bisschen, alles schien so einfach. Doch die grandiose Schreibweise von Mel Raabe hat mich über diese anfängliche "Flaute" hinweggetröstet.

Ab der Mitte der Geschichte nimmt das Ganze Fahrt auf. Und das auf einen ziemlich verrückte Art und Weise. Mit jeder Seite wuchs mein Unwohlsein. Die Psyche ist ein kleines Biest! Ich wusste wie Linda nicht was wahr ist und was nicht.

Im letzten Teil der Geschichte explodiert die Erzählung förmlich. Die Geschichte nimmt eine Wendung nach der anderen und ich konnte das Buch ehrlich nicht mehr aus der Hand legen. Faszinierend! Packend!

Zu den Charakteren gibt es nicht viel zu sagen, denn es gibt eigentlich nur einen den man wirklich kennenlernt. Linda. Linda ist ein sehr spezieller Mensch. Um so interessanter ist es dieser Figur zu folgen.

Wie schon erwähnt hat Melanie Raabe eine wirklich tolle Schreibweise. Sie reißt einen in ihrer Geschichte regelrecht mit.

Mein Fazit:

Spannende Unterhaltung. Ein bisschen Action, ein bisschen Psycho. Entertainment pur.

Eine Geschichte, wie ich sie noch nie gesehen habe

Von: Frau Kugelfisch Bücherblog Datum : 30.12.2015

fraukugelfisch.wordpress.com

Buchbeschreibung
Linda Conrads hat seit über 10 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen. Damals wurde ihre Schwester ermordet und Linda hat den Mörder damals auf frischer Tat ertappt. Trotzdem wurde er nie gefasst. Seither lebt sie in ihrer eigenen einsamen Welt und schreibt Bücher, von Angst und Panik zerfressen. Doch vergessen hat sie diesen Mann nie.

Als sie eines Tages den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen zu erkennen glaubt, schmiedet sie einen Plan: Eine Falle muss her – und zwar in ihrem eigenen Haus.

Meine Meinung
Dieses Buch ist absolut grandios, das soll nur schon am Anfang gesagt sein.

Ich habe von ein paar Leuten gehört, die mit dem Schreibstil nicht klar gekommen sind. Da kann ich persönlich gar nichts negatives dazu sagen. Mir hat er gefallen. Die teilweise kurzen und abgehackten Sätze und einige Wiederholungen haben meiner Meinung nach gut zur Geschichte und auch zur Denkweise von Linda Conrads, der Hauptperson gepasst. Sie ist eine psychisch labile Persönlichkeit, die einiges wegzustecken hat und die auch mit sich selbst hadert. Daher passen die kurzen abgehackten Sätze gut, da ich mir auch ihre Gedankengänge so vorstelle.

Die Geschichte war äusserst spannend und wendungsreich. Meiner Meinung nach wurde auch die Situation in der Linda steckte äusserst detailgetreu und glaubwürdig dargestellt. Ich konnte mich nach einiger Zeit gut in sie hineinversetzen und ihre Handlungen auch nachvollziehen.

Die immer wieder kurz eingeschobenen Kapitel, des von Linda geschriebenen Buches, sozusagen ein “Buch-im-Buch”, haben meiner Meinung nach sehr gut hineingepasst und haben die Geschichte aufgelockert.

Ich bin bei Thrillern relativ wählerisch und lese sie auch nicht so häufig. Dieser Thriller (so würde ich ihn nämlich einreihen), hat es mir aber richtig angetan und mich am Schluss ein bisschen atemlos zurückgelassen. Wenn man einen klitzekleinen Punkt bemängeln könnte, dann dass das Buch wahnsinnig schnell zu Ende war. Wahrscheinlich ein bisschen zu schnell, da sich am Schluss dann doch alles ein bisschen überstürzt.

Trotzdem natürlich fünf Sterne von mir und eine ganz klare Empfehlung! Ich würde sagen, durchaus auch für Krimileser die vor Thrillern sonst immer ein bisschen zurückschrecken (so wie mich ;-)).

Tolles Debüt

Von: Drakonia Datum : 29.11.2015

https://m.facebook.com/profile.php?id=418456858324487

[REZENSION]
Melanie Raabe - Die Falle
Verlag: btb Verlag
Format: Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum: 9.März 2015
Seiten: 352
Preis: 19,99 €
Klappentext:
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.
Meine Meinung zum Buch:
Das Buch ist ein "Buch im Buch". Die Protagonistin, Linda Conrads, erfolgreiche Buchautorin, schreibt ein neues Buch und man kann einige Kapitel des Buches lesen. Also sozusagen zwei in einem. Linda lebt nicht nur sehr zurückgezogen, sie lebt isoliert. Sie hat seit 11 Jahren ihr eigenes Haus nicht mehr verlassen. Ihre Einkäufe lässt sie sich liefern, ihren Verleger lässt sie zusich kommen. Vor 11 Jahren wurde ihre Schwester ermordet. Linda hat den Mörder damlas gesehen, und glaubt nun, im im Fernsehen wiedererkannt zuhaben. Sie stellt ihm eine Falle, um ein Geständis zu bekommen. Doch dies, gestaltet sich als schwieriger als gedacht.
Das Buch ist teilweise etwas wirr geschrieben. Dies sind aber die Gedanken von Linda, die etwas wirr sind. Denoch hat mich das Buch sehr gepackt. Man glaubt, das Linda den Mörder ihrer Schwester recht schnell gefunden hat, aber bis zum Schluss bleibt es spannend da man sich manchmal doch nicht mehr sicher ist und denkt, dass es auch jemand anders seien könnte.
Einfach WOW ! Ein wahnsinniges tolles Debüt der Autorin. Ich hoffe noch mehr von Melanie Raabe zu lesen.

Ein Tauziehen bis zur letzten Minute - sehr spannend!

Von: SecretOfTheBooks Datum : 03.10.2015

https://m.youtube.com/channel/UCxTtL6RcK294lQEiV4pAU5A

https://www.youtube.com/watch?v=l8rg_Y4OgDY

Rezension: Die Falle - Melanie Raabe

Von: Mia Mykt Datum : 16.09.2015

www.miasbuecherchaos.blogspot.de

Die Falle - Melanie Raabe

Titel: Die Falle

Autor/-in: Melanie Raabe

Verlag: btb Verlag

Erschienen: März 2015

Genre: Roman

Seitenzahl: 352 Seiten

Ausgabe: Gebundene Ausgabe

ISBN: 978-3-442-75491-5

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Quelle

Inhaltsangabe:

Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder? Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?

Cover:

Ich finde das Cover ganz okay, es ist ziemlich schlicht und meiner Meinung nach nichts besonderes.

Vermutlich hätte ich mir das Buch auch nicht mitgenommen hätte ich es im Buchladen gesehen aber, dadurch das viele von dem Buch geschwärmt haben wurde ich dann auch auf das Buch aufmerksam.

Die Autorin:

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman "Die Falle" wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.

Meine Meinung:

Ich bin bei Thrillern immer etwas skeptisch da ich meistens ziemlich hohe Erwartungen habe und dann Angst habe das sie nicht erfüllt werden. Daher greife ich auch nicht so oft zu Thrillern aber, dieser Thriller hat mich von der Inhaltsangabe sehr angesprochen und ich dachte mir, komm bildest du dir mal eine eigene Meinung zu diesem Buch. Und was soll ich sagen meine Erwartungen wurden erfüllt und ich bereue es kein Stück diesen Thriller gelesen zu haben.

Fangen wir bei Melanie Rabbe's Schreibstil an, ihr Schreibstil ist total spannungsgeladen geschrieben, ihre Fähigkeit Emotionen, Gefühle und Spannung zu vermitteln hat dieses Buch zu etwas ganz besonderem gemacht. Melanie Raabe hat eine Spannung erschaffen die mich an das Buch gefesselt hat.

Der Protagonistin sind wir von Anfang ganz nah und verfolgen alle ihre Gedanken Gänge. Man wird mit diesen privaten und gefühlsvollen Gedanken als Leser an die Geschichte gefesselt. Ich konnte ihren Schmerz und ihr Leid förmlich spüren.

Die Handlung

Ich fand die Idee genial und aufregend sodass, ich unbedingt mehr von diesem Buch wissen wollte. Die Handlung beginnt ziemlich normal steigert sich dann aber von Seite zu Seite immer weiter. Neben der eigentlichen Handlung bekommt man auch noch einen Einblick in die Vergangenheit der Protagonistin, anderseits weiß man dann doch nie, inwiefern etwas der Wahrheit entspricht. Grundsätzlich bleibt und ist es aber immer noch ein Roman. So eine Geschichte habe ich noch nie gelesen und war für mich etwas besonderes.

Fazit:

"Die Falle" ist ein Buch genau nach meinem Geschmack. Wer auf gute Spannung und Nervenkitzel aus ist, sollte hier unbedingt mal reinschauen. Ich hoffe das wir bald mehr von Melanie Raabe zu lesen bekommen.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen !!





[Rezension] Melanie Raabe: Die Falle

Von: Katja Datum : 08.09.2015

https://zwischendenseiten.wordpress.com/

Melanie Raabe ist eine in Jena geborene Autorin und Bloggerin (biographilia.com), die nebenbei auch als Journalistin, Drehbuchautorin und Schauspielerin unterwegs ist. Für ihr Schreiben erhielt sie mehrere Preise und die Rechte an ihrem Roman “Die Falle” wurden bereits vor Erscheinen international verkauft.

Thriller genieße ich normalerweise immer mit Vorsicht. Allerdings hat mich die Geschichte der im selbstauferlegten Exil lebenden Autorin Linda so sehr fasziniert, dass ich Melanie Raabes Buch unbedingt lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht.

“Die Falle” beginnt langsam, doch anhand der geschickt gewählten Erzählperspektive fällt es dem Leser leicht in Lindas Gedankenwelt einzutauchen und eine Verbindung zu ihr aufzubauen. Das Verständnis, warum sie diese ganz spezielle Art der Einsamkeit für sich erwählt hat, wächst, und zusammen mit dem Verständnis kommt die Neugier. Und die Fragen.

Mag es Wahnsinn mit Methode sein der Linda antreibt die Aufmerksamkeit des Mörders ihrer Schwester auf sich zu ziehen, es ist auf jeden Fall der große Spannungsbogen im Roman, der rote Faden der sich durch die gesamte Handlung zieht. Ist der Mann den Linda in Verdacht hat tatsächlich der Mörder? Wie genau kann man sich nach Jahren der Einsamkeit noch an ein Gesicht erinnern, bevor Tatsachen von Wunschdenken überschattet werden?

Geschickt gelingt es Melanie Raabe, Fiktion und Realität ineinander fließen zu lassen sodass sich ein wahres Verwirrspiel entwickelt, welches den Leser an Lindas und am eigenen Verstand zweifeln lässt. Dabei bewirkt Raabes sehr flüssiger und flotter Schreibstil, der ohne großspurige Töne auskommt, und der geschickte Aufbau, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

“Die Falle” ist ein etwas anderer Thriller, und im Vergleich zu einigen Vertretern des Genre quasi schon fast blutleer. Aber dieser Fakt tut der Spannung keinen Abbruch. Hier steht ganz klar die Psyche im Vordergrund, Wahnsinn und Realität, Fiktion und Tatsachen. Aufregung für die Actionliebhaber wird natürlich auch geboten.

“Die Falle” ist ein Buch auf das man sich einlassen muss. Tritt man aber bereitwillig in die Welt ein die Melanie Raabe hier anhand ihrer Figur Linda schafft, bekommt man eine wirklich spannende und interessante Geschichte geboten, die es wert ist gelesen zu werden. Wer Thriller mag die sich mit der Psyche des Menschen beschäftigen, sollte definitiv einen Blick auf “Die Falle” werfen.

*+* BIn voll in die Falle getappt *+*

Von: Irve liest Datum : 24.07.2015

irveliest.wordpress.com

Liebe Lesefreunde,

immer wenn ein Buch entweder vom Verlag, oder von den Lesern – oder von beiden – in den Himmel gelobt wird, bin ich sehr skeptisch. Ich musste leider die Erfahrung machen, dass ich dem Hype oft nicht zustimmen konnte…oft, aber nicht immer.

„Die Falle“ von Melanie Raabe bildet eine rühmliche Ausnahme. Ich begann mit dem Lesen und wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich diesen Thriller gerne in einem Rutsch durchgelesen.

Unterbrechungen akzeptierte ich nur äußerst unwillig – und nutzte sie, um mein Gedanken-Karussell ordentlich zu befeuern.

Linda, die weibliche Hauptperson, ist vor vielen Jahren wenige Minuten zu spät gekommen, um ihre Schwester möglicherweise vor dem Tod zu bewahren. Aber als Linda in Annas Wohnung stand, konnte sie nur noch die Blutlache sehen, in der ihre Schwester lag und – was mich ganz besonders geschockt hat – das Gesicht des Täters. Für einen kurzen Moment, bevor dieser fliehen konnte.

Wie sehr Linda dieses Erlebnis traumatisiert hat, zeigte sich in der nächsten Zeit. Sie, die erfolgreiche Roman-Autorin zog sich solange Schritt für Schritt zurück, bis sie schließlich in selbst gewählter Isolationshaft in ihrer Villa am Starnberger See lebte. Alle sozialen Kontakte finden seitdem virtuell oder in ihrem Anwesen statt. Linda selbst verlässt nicht für einen Schritt das Haus.

Wem das zu krass vorkommt, kann ja mal versuchen, sich möglichst tief in Linda hineinzuversetzen. In ihr Erlebnis in der Wohnung der sterbenden Schwester. Ich kann mehr als gut nachvollziehen, dass da viele Sicherungen durchgebrannt sind und möglicherweise einiges in ihrem Gehirn umprogrammiert wurde. So etwas steckt man nicht einfach weg, überwindet es wahrscheinlich nie und ich habe mich gewundert, wie gut Linda sich in ihrer extremen Lebensform im Griff hat.
Sie hat dem Mörder ins Gesicht geschaut – mir blieb schon beim Lesen das Herz stehen – und hat dann den Mumm, nachts allein in ihrer Villa zu sein? Hut ab!

Linda hatte sich schon nach wenigen Seiten sehr tief in mein Leseherz gegraben und ich empfand sehr mit ihr. Dieses Gefühl steigerte sich noch weiter, als die Autorin durch Zufall im Fernsehen den damaligen Täter erkannte. Wer dies anzweifelt, weil Linda ihn ja nur ganz kurz gesehen hat und das vor so langer Zeit, der sollte bedenken, dass sich manche Anblicke so tief in die Erinnerung einbrennen, dass ein Irrtum ausgeschlossen ist. Ich fand die Sicherheit, die Linda empfand, als sie den Mörder im Fernsehen sah, als sehr plausibel und bekam ein ganz komisches Gefühl.

Im Vergleich zu dem, was ab dem Zeitpunkt passiert, als sie plant, den Täter in die Falle zu locken, war das bisher Geschehene trotz allem nur ein harmloses Vorgeplänkel. Linda bereitet sich akribisch vor, begibt sich in Gefahr, setzt alles auf eine Karte und kommt zu einem Ergebnis, welches sich aber nicht als belegbar erweist. Nun wird eine neue Falle geplant, ebenso akribisch und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet…..In mir kribbelte es vor Anspannung und Aufregung, ich vergaß das Atmen und konnte nicht glauben, was ich da las.

Die Autorin hat es perfekt geschafft, mich zu verwirren und ließ mich zu guter Letzt nach der fantastischen und lückenlosen Auflösung beim Zuschlagen des Buches mit größter thrilleriger Begeisterung zurück.

Ich bin absolut geflasht, wie man mit so wenigen Protagonisten und so wenigen Schauplätzen einen solch grandiosen Thriller erschaffen kann. „Die Falle“ lässt sich in keiner Schublade ablegen. Ich lese sehr viel, aber dieser Stil ist mir neu, bzw. dieser Stilmix. Neben der bereits erwähnten spartanischen Ausstattung an Orten und Personen hat mich die eindringliche, schnörkellose Schreibweise sehr gefesselt. Der Blick aufs Detail, aufs Wesentliche. Vor allem der Einblick in Lindas Seelenleben und Gefühlswelt ist grandios gelungen. Teilweise erfährt der Leser zwar von ihren Gedanken, aber zu einem weit größeren Teil nimmt man Anteil an Lindas Schicksal und auch an den Geschehnissen von damals durch einen zweiten Erzählstrang. Denn Melanie Raabe streut regelmäßig Kapitel ein, die aus Lindas geschriebenem Thriller entstammen. Dieser ist einerseits Bestandteil der sorgsam errichteten Falle, andererseits spiegelt er den damaligen Mord an Anna und allem, was danach folgte, exakt wider. Durch dieses zweiperspektivische Erlebnislesen erhält der Thriller zusätzliche Abwechslung und Spannung.

Bitte lest „Die Falle“ langsam, denn sie kann ihre volle Wirkung nur entwickeln, wenn ihr die Worte in euch hineintropfen lasst. Leseflug ist hier effektmindernd.

Viel Spaß bei diesem etwas anderen und dennoch genialen Thriller, der vom Verlag allerdings als Roman eingestuft wurde.

Inhalt:
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.

Zum Buch:
„Die Falle“ von Melanie Raabe ist im März 2015 unter der ISBN-Nr 978-3-442-75491-5 im btb Verlag erschienen. Der Roman umfasst 352 Seiten und ist auch als Ebook und Hörbuch erhältlich.

Zur Autorin:
Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman “Die Falle” wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.
Quelle: Random House

Die Falle

Von: Seehase1977 Datum : 13.07.2015

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Klappentext:
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.
Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?

Zum Inhalt:
Linda Conrads ist 38 und erfolgreiche Bestsellerautorin. Vor 11 Jahren hat sie ihre Schwester Anna tot in deren Wohnung gefunden. Mit sieben Messerstichen niedergestochen von einem Unbekannten, dem Linda noch kurz ins Gesicht blicken konnte, ehe dieser die Flucht ergriff. Der Mord wurde nie aufgeklärt und Linda hat seither ihr Haus am Starnberger See nicht mehr verlassen. Die Schriftstellerin lebt völlig zurückgezogen nur mit ihrem Hund, den dramatischen Erinnerungen an jenen Abend vor elf Jahren und von Angstzuständen und Panikattacken geplagt. Doch dann blickt ihr eines Tages der Mörder ihrer Schwester über das Fernsehen direkt ins Gesicht und eine heiße Welle von Hass und Vergeltungsgefühlen spült über Linda hinweg. Sie beschließt, den mutmaßlichen Mörder und Journalisten Victor Lenzen in ihr Haus zu locken und ihm eine Falle zu stellen…

„Die Falle“ ist Melanie Raabes Debütroman der ihr meines Erachtens bestens gelungen ist! Der Einstieg ins Buch gelingt relativ schnell, was u.a. dem spannenden, wenn auch gewöhnungsbedürftigen Erzählstil geschuldet ist.. Das Buch ist in zwei Handlungsstränge gegliedert. Zum einen erfährt man mehr von der Hauptprotagonistin Linda und ihrer selbstauferlegten Isolation, von ihren Angstzuständen und wirren Gedanken. Man kann förmlich ihre Gefühle spüren. Als Leser ist man zudem ständig dem Zweifel ausgesetzt, wer nun wirklich der Täter und wer das Opfer ist. Die Charaktere sind der Autorin wirklich sehr gut gelungen. Auch der mutmaßliche Mörder Victor Lenzen wurde von ihr wunderbar dargestellt.

Der zweite Handlungsstrang erzählt von dem Buch das Linda schreibt und in dem es um den Mord an ihrer Schwester geht. Diese Idee der „Geschichte in der Geschichte“ hat mir gut gefallen, ebenso dass die Autorin nicht auf die Faktoren wie Brutalität und Gemetzel setzt sondern alleine durch gut gewählte Psychospielchen die Spannung bis ins Unermessliche treibt. Genial. Der Schluss ist dann relativ unerwartet aber wirklich gut gelungen.

„Die Falle“ hat zwar einen ganz eigenen Erzählstil, ist aber ein spannender, emotionaler und temporeicher Thriller für den ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen kann. Ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

Etwas Besonderes

Von: Gospelsinger Datum : 11.07.2015

buchblinzler.blogspot.de/

Eine Frau, die ihr Haus nicht verlässt. Die nicht an den See geht, sich nicht einmal auf ihre Terrasse setzt, die keinen Regen, keinen Schnee, keine Sonne auf ihrer Haut spürt.

„Diese Villa ist meine Welt. Das Kaminzimmer ist mein Asien, die Bibliothek mein Europa, die Küche mein Afrika. Nordamerika liegt in meinem Arbeitszimmer. Mein Schlafzimmer ist Südamerika, und Australien und Ozeanien liegen auf meiner Terrasse. Nur ein paar Schritte entfernt, aber vollkommen unerreichbar.
Ich habe das Haus seit elf Jahren nicht mehr verlassen.“

Die einzige Verbindung der erfolgreichen Romanautorin Linda Conrads zur Außenwelt sind ihr Hund, ihre Assistentin, und ihr Verleger. Ihr gesamtes Leben spielt sich in ihrer Villa am Starnberger See ab.

Vor elf Jahren wurde Lindas Schwester ermordet. Seitdem hat Linda sich in die Sicherheit ihrer Villa zurückgezogen. Zumindest glaubt sie, dass sie hier sicher ist. Bis sie im Fernsehen das Gesicht des Mörders ihrer Schwester sieht. Nun schmiedet Linda einen Plan, um den Mann in eine Falle zu locken, in ihre Villa. Aber war er es wirklich? Was genau ist damals passiert?

Dieser Krimi ist etwas ganz Besonderes. Nicht nur wegen des klaustrophobischen Settings, sondern auch, weil man sich die ganze Zeit über nicht sicher sein kann, ob Lindas Erinnerung zu trauen ist. Schließlich kann eine Frau, die seit elf Jahren völlig abgeschieden in ihrer Villa wohnt und diese nie verlässt, nicht ganz normal sein. Das macht sie zu einer unzuverlässigen Zeugin.Oder?

Ich konnte dieses Buch mit seiner ungewöhnlichen Protagonistin und seiner so ausgefeilten Geschichte, dass die Lösung für mich völlig überraschend kam, nicht aus der Hand legen.(Ich lese ja öfter bis zum Morgengrauen, aber erst um 05:30 ins Bett zu gehen, weil ich das Buch unbedingt beenden möchte, ist sogar für mich ungewöhnlich.)

Dieses Buch eignet sich ganz hervorragend für den Urlaub, denn dort besteht die Chance, dass man es so lesen kann, wie man unbedingt möchte: In einem Rutsch, ohne aufhören zu müssen.

Ein sehr guter Debütroman, der sich allerdings schwer in ein festes Genre einordnen lässt!

Von: Manja Datum : 29.06.2015

manjasbuchregal.blogspot.de

Meine Meinung
Linda hat damals vor 12 Jahren mit angesehen wie ihre Schwester umgebracht wurde. Sie hat den Täter gesehen und verlässt seitdem ihr Haus nicht mehr. Nur eine Handvoll Leute hat persönlichen Kontakt zu ihr. Durch Fernsehen und Internet hält sie den Kontakt zu Außenwelt. Bis zu dem Tag an den sie den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen sieht. Er ist mittlerweile ein großer Journalist und Linda fasst einen Plan. Sie will ihn in eine Falle locken und ihn für ein Interview in ihr Haus einladen.
Der Termin ist recht schnell gefunden, doch kann das wirklich gut gehen?

Der Roman „Die Falle“ stammt aus der Feder der Autorin Melanie Raabe. Es ist das Debüt der Autorin, das sich jedoch nur schwer in ein Genre einordnen lässt. Aufgrund des ansprechend klingenden Klappentextes war ich sehr gespannt auf den Inhalt der Geschichte.

Linda ist eine 38-jährige junge Frau. Sie ist Bestsellerautorin und hat seit nunmehr 11 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen. Linda ist zielstrebig und wirkt stark. Im Inneren aber ist sie schwach und psychisch labil, den Tod ihrer Schwester Anna hat sie nicht verkraftet. Zumal sie mit ansehen musste wie diese umgebracht wurde. Als Leser denkt man recht schnell Linda scheint verrückt zu sein. Doch sie verfolgt einen Plan.
Victor ist ebenso sehr gut gezeichnet. Als Leser allerdings entwickelt man sehr schnell eine Abneigung gegen ihn. Das hat die Autorin hier wirklich gut eingefädelt.

Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend und lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Sie hat eine recht einfache und klare Sprache, alles ist verständlich geschildert.
Erzählt wird das Geschehen zu einem aus der Sichtweise von Linda. Hierfür hat Melanie Raabe die Ich-Perspektive gewählt. So kann man sich in Linda sehr gut hineinversetzen, ihre Handlungen nachvollziehen. Abwechselnd hierzu gibt es immer wieder Passagen aus Lindas Roman. So erfährt man als Leser was damals mit ihrer Schwester geschehen ist.
Die Handlung an sich ist interessant gestaltet. Es war für mich sehr schwierig das Buch in ein festes Genre einzuordnen. Mal ist es eher ein Roman, man doch schon ein Psychothriller. Die Mischung ist auf jeden Fall sehr gelungen.
Das Tempo im Buch steigert sich erst langsam, es geht eher ruhig los. Dann aber hat Melanie Raabe immer wieder Wendungen eingebaut um den Leser im Dunkeln tappen zu lassen. Es gibt Intrigen und Täuschungen, es passt alles sehr gut zusammen. So steigert sich auch die Spannung immer mehr.

Das Ende hat mir nicht zu 100 Prozent gefallen. Es passt zwar sehr gut zur Gesamtgeschichte, ich empfand aber, dass es doch zu viele Zufälle gibt und so wurde ich nicht komplett zufriedengestellt.

Fazit:
Abschließend gesagt ist „Die Falle“ von Melanie Raabe ein sehr guter Debütroman der Autorin.
Die gut gestalteten Charaktere, der angenehm lesbare flüssige Stil mit einer leichten und klaren Sprache und eine Handlung, die schon auch spannend ist, mich aber am Ende nicht komplett zufriedengestellt hat, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Ein absoluter Pageturner, bei dem man bis zum Schluss am Rätseln ist

Von: Riiinchens Bücherwelt Datum : 24.06.2015

www.meine-buecherwelt.blogspot.de

Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?

* Meine Meinung

So langsam aber sicher nähern sich Thriller und meine Wenigkeit einander an. Dass ich das sagen kann, habe ich unter anderem Melanie Raabe zu verdanken, denn nach dem ich die ersten Sätze, die vom Inhalt her eigentlich noch nicht wirklich spannend waren, gelesen hatte, hatte ich einfach das Gefühl, dass mir „Die Falle“ gefallen wird. Melanie Raabes bildgewaltiger und intensiver Schreibstil erschafft eine unglaublich dichte Atmosphäre, die mich richtig in ihren Bann gezogen hat.

Auch die darauffolgenden Kapitel, in denen wir unsere Protagonistin Linda Conrads kennenlernen, verlaufen eher ruhig, wobei sich unterschwellig schon eine gewisse Spannung aufbaut. Es dauert nämlich nicht lange da werden wir auch schon mit dem traumatischen Erlebnis ihrer Vergangenheit konfrontiert, das der Auslöser dafür war, warum sich Linda nach und nach von ihrem Umfeld zurückgezogen hat, bis sie irgendwann gar nicht mehr die Kraft aufgebracht hat ihr Haus zu verlassen. Sie lebt nun in ihrer eigenen kleinen Welt, ist damit zufrieden ihren Tag nach ihrem festgelegten Rhythmus zu absolvieren und ab und zu Besuch von ihrer Assistentin, ihrem Verleger etc. zu bekommen.

Linda ist eine ausgezeichnete und vor allem sehr interessante Protagonistin, da sie unglaublich viele Facetten aufweist. Obwohl ich durch die Ich-Perspektive permanent Zugang zu ihren Gedanken und Gefühlen hatte, war sie für mich schwer greifbar bzw. durchschaubar. Hinzukommt, dass die Jahre der Isolation und die Ungewissheit, wer hinter dem Mord an ihrer Schwester steckt, sichtbare Spuren bei ihr hinterlassen haben. Stellenweise hatte ich den Eindruck, dass sie selbst nicht genau weiß, ob sie den Erinnerungen an die Tatnacht, vor allem dem Augenblick, in dem sie dem Mörder in die Augen gesehen hat, glauben kann. Durch das eine oder andere Detail haben sich die kleine Momente des Zweifels mit der Zeit bei mir gehäuft, sodass sich bei mir folgenden Frage aufgedrängt hat: Was wenn Linda dermaßen traumatisiert ist und sich das alles nur in ihrem Kopf zurecht gesponnen hat? Die Autorin hat sich meine Zweifel geschickt zunutze gemacht. Es gab mehr als eine Wendung, bei der ich mich gefragt habe, ob das gerade gelesene tatsächlich so passiert ist oder nur eine Wahnvorstellung von Linda war. Das hat die die Spannung ungemein angekurbelt, sodass es mir schwer fiel das Buch wieder aus der Hand zu legen.

Was sich tatsächlich in der Mordnacht abgespielt hat und was Linda danach alles durchmachen musste, bekommen wir Stück für Stück durch die kurzen Kapitelauszüge aus ihrem neuen Buch „Blutsschwestern“ mitgeteilt. Diese waren für mich fast genauso mitreißend wie der Haupthandlungsstrang, in dem Linda versucht den potentiellen „Mörder“ (schreibe potentiell, da man durch Lindas „wahnhaftes“ Denken, nicht genau weiß, ob es der Journalist wirklich war), auf eigene Faust zu überführen und ihm ein Geständnis zu entlocken. Letzteres erweist sich als absolut schwieriges Vorhaben, der von Linda alles an Mut abverlangt, was sie besitzt. Doch sie hat ihr Ziel fest vor Augen und ist nicht gewillt aufzugeben - selbst wenn sie dafür über ihre Grenze hinaus gehen muss.

Im weiteren Handlungsverlauf ist es der Autorin eigentlich durchweg gelungen mich zu überraschen. Ich dachte wirklich der Wahrheit näher gekommen zu sein, aber leider hat sich das als Trugschluss herausgestellt. Ich bin Frau Raabe direkt in die Falle getappt. Bis zum Schluss wusste ich nicht worauf es letztendlich hinauslaufen wird.

* Mein Fazit

„Die Falle“ von Melanie Raabe ist ein absoluter Pageturner, bei dem man bis zum Schluss miträtselt, was nun tatsächlich der Wahrheit entspricht. Darüber hinaus überzeugt der Thriller mit dem bildgewaltigen und intensiven Schreibstil der Autorin sowie der facettenreichen Protagonistin, die für mich lange Zeit undurchschaubar war. Von daher kann ich euch „Die Falle“ wirklich nur wärmstens weiterempfehlen :)

Vorsicht! Falle!

Von: Timelog Datum : 21.06.2015

www.facebook.com/rundumsbuch

Melanie Raabe - Die Falle (Rezension)

Inhalt:

Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?
(www.randomhouse.de)

Ich muss zu Beginn sagen, dass mir der Plot von "Die Falle" gleich ins Auge gesprungen ist. Habe mir dementsprechend eine frische, ansprechende Geschichte erwartet, die auch die eine oder andere Wendung aufzuweisen hat. Die Erwartungen an den Roman wurden für mich so weit ganz gut erfüllt. Die Story war einfallsreich, die Charaktere waren mir gleich sympathisch und das Wichtigste bei einem Spannungsroman: Die Spannung war vorhanden :) Sie war genau da, wo ich sie als Leser haben wollte. Immer an den richtigen Stellen, sodass durchwegs keine Langeweile aufkam.

Melanie Raabe hat in diesem Buch eindeutig ihren eingenständigen Schreibstil präsentiert. Nicht nur die Worte sind sehr gut gewählt und positioniert, auch das Stilmittel, zwei Handlungsstränge parallel laufen zu lassen, fand ich gut. Da hätten wir zum einen die Hauptgeschichte in der Gegenwart: Wie Linda den Mörder der Schwester eine gemeine Falle stellt. Zum anderen die Nebengeschichte, die Vergangenheit: Wo Linda die Geschehnisse des Mordes an ihre Schwester, in Form eines neuen Thrillers/Krimis, den sie im Buch schreibt, aufarbeitet (in anderer Schriftart dargestellt). Während die Hauptstory vorangetrieben wird, werden ab und zu Auszüge aus Lindas Thriller eingestreut; die Art und Weise das Buch so aufzubauen, hat mir ganz gut gefallen, da man das Gefühl hatte, noch tiefer in Lindas Gedanken eindringen zu können.

Ich würde das Buch von Melanie Raabe aber eher als Thriller und nicht als Roman bezeichnen, da die Schriftstellerin nicht auf einen herkömmlichen Erzählstil, sondern eher kurz und knackig auf Spannung und Geschwindigkeit setzt.

Mein Fazit: Die Falle war für mich ein interessantes Trugspiel, wo ich zu keinem Zeitpunkt wusste, wem ich überhaupt noch trauen soll. Irgendwie waren da einige potenzielle Mörder dabei. Die Hintergrundgeschichte rund um Victor Lenzen war mir dann aber doch ein bisschen zu blass, da hätte ich mir einfach eine unberechenbarere, scheinheiligere Figur mit einer seltsamen Vergangenheit gewünscht. Der restliche Personenteil war aber ganz glaubhaft dargestellt und hat daher gut zu diesem Verwirrnetz beigetragen. Ob diese Thriller-Auszüge aus Lindas Buch so wirklich Salz in die Wunde der Geschichte gestreut haben, bzw. sie vielleicht den Lesefluss der Hauptgeschichte dann nicht doch ein wenig gebremst haben, lass ich jetzt mal so fragend im Raum stehen. Hätte man eventuell anders gestalten, bzw. auch ganz weglassen können.
Unter dem Strich bekommt man aber auf alle Fälle ein spannendes Verwirrspiel, in dem die Dinge nie so sind, wie man zunächst glaubt. "Die Falle" lebt eindeutig vom tollen Stil Melanie Raabes und unterliegt in keiner Weise irgendwelcher Langeweile. Genau so soll ein Thriller? Roman? doch aussehen, oder? Kann daher reinen Herzens eine Kaufempfehlung aussprechen!

Große Leseempfehlung!

Von: Chrissis Federecke Datum : 17.06.2015

www.chrissi-ff.blogspot.de

Seit nun mehr als elf Jahren hat die Schriftstellerin Linda ihr Haus nicht mehr verlassen. Ihr eigenes Gefängnis redet sie sich selbst immer aufs Neue schön. Viele interpretieren ihren Rückzug als Schuldeingeständnis. Der Mord an ihrer Schwester ist längst in Vergessenheit geraten, als sie den Mörder eines Morgens im Fernsehen wiedersieht.
Mit einem Buch im Buch schafft es Melanie Raabe die Ebenen verschwimmen zu lassen, so dass auch der Leser am Ende nicht mehr genau weiß wem er Glauben schenken soll.

Das Buch im Buch
Die Falle ist ein Buch das sich auf zwei Ebenen abspielt, welche im unmittelbaren Zusammenhang zueinander stehen. Hauptszenerie des Buches ist natürlich die Geschichte um die Schriftstellerin Linda Conrads, die sich nach dem Mord an ihrer Schwester immer weiter zurückgezogen hat. Soweit dass sie nicht einmal mehr ihr Haus verlässt. Ihre Assistentin kümmert sich um ihre Einkäufe und führt auch ihren Hund aus. Diese Schiene des Buches funktioniert auch völlig frei, ohne die zweite.
Nachdem Linda den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen gesehen hat, plant die eigentliche Romanautorin einen Krimi, und lädt besagten Journalisten zu einem Interview zu sich ein. Dort will sie ihn ganz konkret stellen und natürlich auch des Mordes an ihrer Schwester überführen.

Die zweite Ebene des Buches ist dieser Krimi, den Linda Conrads verfasst hat. Hier versucht Linda ihre Erinnerungen an den Mord an ihrer Schwester zu verarbeiten und verfasst diesen als Kriminalroman. Diesen bekommt der Leser ebenfalls in Auszügen zu lesen. So erfahren wir auch einiges um die Ereignisse von vor elf Jahren. Dabei verwischen aber natürlich Realität und Fiktion.


Meine Meinung
Melanie Raabes Schreibstil hat ein bisschen was poetisches. Das Buch hat kunstvoll ausgeschmückte Szenen, in denen man sich verlieren kann, so wie die Protagonistin sich in ihrem Haus, ihrer eigenen Welt gewissermaßen verliert. An manchen Stellen besitzt das Buch, durch Nutzung des Staccato-Stils, auch den Ausdruck einer gewissen Nüchternheit, mit der sich Linda Conrads durch ihren Alltag quält.

Und obwohl man zu Beginn des Buches von unserer Protagonistin schon eine Lösung serviert bekommt, schafft es Frau Raabe, dass man sich immer wieder fragt: War das wirklich so? Plötzlich zweifelt man an sich. Wie gut hat man aufgepasst? Habe ich wirklich nichts überlesen? Vielleicht lügt sie ja doch? Das macht es unheimlich spannend die Geschichte wirklich bis zum Ende zu verfolgen.

Fazit
Mit sehr großer Vorfreude habe ich das Buch begonnen. Genauso gerne habe ich es gelesen. Mit ganz persönlicher Note und einem außergewöhnlichen Schreibstil wird das Buch noch lange in Erinnerung bleiben. Große Leseempfehlung!

Psychokrimi vom Feinsten !!!

Von: die-rezensentin Datum : 11.06.2015

www.die-rezensentin.de

Die Schriftstellerin Linda Conrads hat sich nach dem Tode ihrer Schwester vollkommen zurückgezogen und ihr Haus seit zwölf Jahren nicht mehr verlassen.
Sie war es, die die junge Frau blutüberströmt, mit sieben Messerstichen ermordet, in ihrer Wohnung fand und noch einen Blick auf den flüchtenden Täter erhaschen konnte. Jedoch wurde dieser in all den Jahren nicht gefasst.
Das Gesicht des Mannes ging ihr nie aus dem Kopf und dann passiert es plötzlich: Mitten in einer Fernseh-Reportage sieht sie ihn! Obwohl es sich um einen bekannten Journalisten handelt, ist sich Linda ganz sicher, dass er der Mörder ihrer Schwester ist.
Nachdem sie jahrelang in eine Art Lethargie verfallen war, entwickelt sie auf einmal extreme Energien und schmiedet einen teuflischen Plan, um den Mann in eine Falle zu locken und des Mordes zu überführen.
Panikattacken und Angst haben ihr Leben seit dem Mord an ihrer Schwester bestimmt und es kostet sie einiges an Überwindung, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Melanie Raabe lässt den Leser Lindas verworrene Gefühlswelt miterleben; man ist nie sicher, ist sie gerade gefangen in ihren Fantasiegeschichten oder hat sie die Dinge wirklich so erlebt?
Dabei erfährt man nebenbei, was damals ungefähr vorgefallen sein könnte; die Betonung liegt auf `könnte`, denn klar ist hier gar nichts.

Das Buch ist kein Krimi, aber auch kein Roman; ich würde es als Psychothriller bezeichnen, weil es hier darum geht, den Mörder zu überführen und mit nicht legalen Mitteln zu einem Geständnis zu zwingen.
Die Autorin versteht es, den Spannungsbogen von Beginn bis zum Ende oben zu halten.
Sie führt den Leser durch immer neue Wendungen gekonnt in die Irre über das, was da wirklich in der Gegenwart abgeht, oder was genau an dem Abend vor 12 Jahren passierte.
Ist der Journalist schuldig oder hat Linda sich damals getäuscht?
Ihr Plan ist perfekt bis ins letzte winzige Detail ausgetüftelt, es darf nichts schiefgehen. Alles muss klappen, denn jetzt steht auch ihr eigenes Leben auf dem Spiel.

Die Charaktere sind absolut stimmig, die düstere Atmosphäre des Hauses kommt perfekt rüber und verursachte mir die eine oder andere Gänsehaut beim Lesen.
`Die Falle` ist mal etwas völlig anderes als die üblichen Krimis und ich kann sagen, das Buch hat mich extrem gefesselt und in seinen Bann gezogen.
5 Sterne für ein absolut gelungenes Debüt!!!!

Spannend, verwirrend und nichts ist so wie es scheint, oder doch?! Ein echter Pageturner!

Von: Julia - Bücherwurm2punkt0 Datum : 11.06.2015

buecherwurm2punkt0.blogspot.de

Auf der Leipziger Buchmesse 2015 bin ich erstmals auf die Autorin Melanie Raabe aufmerksam geworden. Bei verschiedenen Gelegenheiten stellt sie ihr Debüt vor und einige seltene Leserstimmen ließen großartiges verlauten. Der Klappentext, die Begeisterung anderer Leser und vor allem Melanie Raabes unglaublich sympathische Art haben mich dann überzeugt das nichts sagende Cover zu ignorieren und mich in das Abenteuer "Romandebüt" zu stürzen.
Schlussendlich habe ich dies nicht eine Minute bereut. Melanie Raabe hat es geschafft mich mit ihrem Roman immer wieder aufs neue zu verblüffen. Bis zu letzt habe ich hinter jeder Kleinigkeit und jedem Ereigniss eine Finte erwartet, sodass ich jeden Satz und jedes Wort aufgesaugt habe. "Die Falle" ist einer der Romane in dem man der Protagonistin, der Erzählerin der Geschichte, glaubt und tiefes Mitgefühl zuspricht. Aber um so weiter man liest, um so mehr wird man verunsichert und stellt jede Aussage in Frage. Ein wirklich perfides Spiel bei dem man weder der Protagonistin, noch der Autorin und am wenigsten sich selbst und der eigenen Intuition vertraut!
Eine besondere Perspektive auf die Geschichte hat mir der Roman durch die Aufteilung in die Erlebnisse der Protagonistin und deren Buch gebracht. Denn die Protagonistin ist selber erfolgreiche Romanautorin und schreibt über ihre Erlebnisse in der Vergangenheit, aufgrund derer sie ihr zu Hause nicht mehr verlassen möchte. Dadurch wurden immer einzelne Szenen aus der Vergangenheit als Krimi mir als Leser untergeschoben, sodass ich immer mehr über Linda und die damaligen Geschehnisse erfuhr. Dies in Kombination mit den aktuellen Szenen rund um Linda und ihr Leben lassen den Leser Stück für Stück hinter das Geheimnis des Buches kommen. Allerdings sollte man dabei nie vergessen, dass die Krimi-Szenen teilweise Fiktion der Protagonistin sind. Schlussendlich entsteht dadurch eine spannende, verwirrende Mischung die mir unglaublich gut gefallen hat!

Die Falle - ein guter Auftakt von Melanie Raabe

Von: Diana Sandkuhl aus Moritzburg Datum : 10.06.2015

Die Falle von Melanie Raabe ist am 9. März 2015 im btb Verlag erschienen. Die gebundene Ausgabe hat 352 Seiten und kostet 19,99 €.

In dem Roman geht es um die erfolgreiche Schriftstellerin Linda Conrads, die seit über 10 Jahren in einer Villa am Starnberger See lebt und keinen Fuß vor die Tür gesetzte hat, damit ist sie ihren Fans und der Presse ein großes Rätsel. Niemand weiß, dass sie vor vielen Jahren ihre jüngere Schwester Anna tot vorgefunden hatte und den Mörder flüchten sehen. Der Mörder wurde nie gefasst und sein Gesicht verfolgt sie in ihren Träumen, deshalb ist sie über alle Maßen geschockt, als sie SEIN Gesicht nach all der Zeit im Fernsehen sieht - einen bekannten Journalisten. Linda schmiedet einen Plan um dem Mörder eine Falle zu stellen. Sie schreibt ihren ersten Krimi und beschreibt darin die Bluttat an ihrer Schwester und versucht nun den Mörder in ihr Haus zu locken um ihm ein Interview - das erste seit vielen Jahren - zu ihrem neuem Buch zu geben um ihn in eine Falle zu locken.

Melanie Raabe hat einen flüssigen Schreibstil und ich war mit den 352 Seiten schnell durch mit dem Lesen. Außer der eigentlichen Handlung wird auch teilweise die aus dem neuen Buch der Protagonistin erzählt, die die Mordnacht ihrer Schwester wiedergibt. Somit erfährt man mehr Einzelheiten und bekommt einen guten Einblick in das Gefühls- und Seelenleben von Linda Conrads. Verwirrend und nicht so ganz nachvollziehbar war für mich, dass Linda plötzlich von jetzt auf gleich ihr Haus verlässt, nach all den Jahren, in denen sie sich verschanzt hatte, ich persönlich hätte mir das schwieriger vorgestellt...

Am Ende hätte ich mir etwas mehr Spannung erhofft...
Trotzdem kann ich den Thriller von Melanie Raabe weiterempfehlen.

Spannend und voll überraschender Drehungen

Von: Caro Datum : 09.06.2015

www.krimikiste.com

Das Buch ist durchweg spannend und durch die Mischung aus Ich-Perspektive und dem Roman der Hauptperson voller Fallstricke und falscher Wege, die einen das Buch nicht mehr weglegen lassen.

Spannung pur !!!

Von: Tanjas Welt der Bücher Datum : 08.06.2015

https://www.facebook.com/pages/Tanjas-B%C3%BCcher/388814961305114

Rezension:
Die Falle von Melanie Raabe

Zunächst einmal möchte ich mich bei dem
btb Verlag (Random House) dafür
Bedanken, dass sie mir dieses Buch zur
Verfügung gestellt haben! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Dieses Buch zu lesen !

Kurz vorab ein paar Infos zu diesem Buch

Autorin: Melanie Raabe
Titel: Die Falle
Verlag: btb Verlag
Genre: Roman
Seitenzahl: 352 S
Erscheinungsdatum: 09.03.2015
Preis: 19,99 Euro

Autorin

Melanie Raabe wurde 1981 in Jena geboren, wuchs in einem 400-Seelen-Dorf in Thüringen und einer Kleinstadt in NRW auf, studierte Medienwissenschaft und Literatur in Bochum und lebt inzwischen in Köln – als Journalistin, Drehbuchautorin, Bloggerin, Performerin und Theaterschauspielerin. Sie betreibt ihren eigenen Interview-Blog (www.biographilia.com) und erhielt bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Die Rechte an ihrem Roman "Die Falle" wurden bereits vor Erscheinen international verkauft, u.a. nach Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien und das englischsprachige Ausland.

Inhalt

Die bekannte Romanautorin Linda Conrads, 38, ist ihren Fans und der Presse ein Rätsel. Seit gut elf Jahren hat sie keinen Fuß mehr über die Schwelle ihrer Villa am Starnberger See gesetzt. Trotz ihrer Probleme ist Linda höchst erfolgreich. Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?

Cover

Das Cover vom Buch finde ich passend.
Dunkel und mit kleinen Dornen drauf.
Verletzlich wie die Seele !

Schreibstil

Melanie Raabe schreibt die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Linda.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und macht das Buch
leicht lesbar !
In dem Buch gibt es einige Auszüge aus dem Buch, das Linda Conrads gerade schreibt.
Melanie Raabe hat da den Schreibstil etwas geändert.

Fazit

Die Gedankengänge von der traumatisierten Linda wurden gut beschrieben. Sehr gelungen fand ich auch, das Buch im Buch. Der Mord an Linda's
Schwester Anna wird in einem Thriller beschrieben, den Linda schreibt.
"Blutschwestern" heißt er und man erfährt viel, was damals passiert ist.
Am Anfang stockt das Buch ein wenig, dann nahm es an Spannung immer mehr zu.
Ein spannender Thriller , der mit viel psychologischem Geschick für nervenaufreibende Spannung gesorgt hat !
Ein psychologisches Katz und Maus Spiel beginnt.
Ein absolutes Highlight, klare Leseempfehlung !!!

Wer sich nun selber ein Bild, von dem Buch und der Autorin machen möchte, darf dies unter folgenden Link gerne tun !

http://www.randomhouse.de/

Hier könnt ihr ein paar Seiten lesen !
www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?isbn=9783442754915&

Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sternen !

Die Falle

Von: Chrissa Datum : 02.06.2015

https://www.facebook.com/chrissa.pat.4

Das Buch hat mir alles in allem wirklich sehr gut gefallen! Sicherlich ist es Meinungssache, habe so viele abweichende Meinungen darüber gehört, aber ich fand das Buch echt gut, es ist mal was anderes...

Worum es geht:
Es geht im Buch " Die Falle" um eine erfolgreiche Bestsellerautorin. Seit 11 Jahren hat sie ihre Villa nicht mehr verlassen! Es ist etwas was sie quält, nämlich der Tod ihrer über alles geliebten Schwester. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester tot aufgefunden und hat ihren Mörder flüchten gesehen... Das ist etwas was sie nie verarbeiten konnte. Umso schockierter ist sie, als sie das Gesicht des Mörders im Flimmern sieht. Sie beginnt, ihre perfekte Rache zu planen.


Meine Meinung:
Ein wirklich tolles Buch, wenn man sich darauf einlässt. Der Schreibstil ist anderes, irgendwie einzigartig. Aber ich fand ihn super! Und man muss auch mit der Ich- Erzählform klarkommen, das ist nicht jedermanns Sache, aber ich finde das passt hier sehr gut. Vor allem wird dann hier sehr gut ersichtlich, wie kaputt Linda ist. Spannend hab ich das Buch ebenfalls gefunden. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und es hat mir wirklich gut gefallen! Alles in allem möchte ich sagen, dass ich noch mehr von der Autorin lesen möchte. Von mir gibt es 5 Sterne.

Für mehr Infos, besucht einfach die Seite des Verlags:
http://www.randomhouse.de/…/Die-F…/Melanie-Raabe/e467802.rhd

Volle Punktzahl

Von: Jessi's Bücherregal Datum : 29.05.2015

jessis-buecherregal.dennistusche.de/

Die erfolgreiche Autorin Linda Conrad lebt seit dem grausamen Mord an ihrer Schwester Anna, zurückgezogen und isoliert von der Außenwelt, in ihrem Haus am Stanberger See. Durch Angstzustände und Panikattacken lebt sie seit nun mehr 11 Jahren so und versucht die gesehenen Dinge des besagten Abends und die Ungerechtigkeit, den Täter nicht zur Verantwortung ziehen zu können, zu verarbeiten.

Doch plötzlich gerät ihre Einsiedlerwelt ins Wanken, als sie den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen sieht. Alter Hass und die beiseitegeschobenen Gefühle treten wieder an die Oberfläche. Linda fasst einen folgenschweren Entschluss. Sie will den Mörder auf eigene Faust stellen und ihm das lang ersehnte Geständnis, wenn nötig auch mit Gewalt, entlocken.

Meistens bin ich gegenüber hochgelobten Büchern sehr skeptisch, aber Melanie Raabe konnte mich mit ihrem Debütroman vollends überzeugen. Ein direkter und bildlicher Schreibstil füllen die Charaktere mit Leben und ziehen den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann.

Schon auf den ersten Seiten umschließt einen die beklemmende Grundstimmung die Linda in ihrer Isolation umgibt. Trotz ihrer Fantasiewelt in die sich immer wieder zu flüchten versucht, merkt man durch den sehr gefühlvollen Schreibstil der Autorin, die Einsamkeit und Verzweiflung der Hauptprotagonistin.

Wirklich begeistern konnte mich die Idee vom „Buch im Buch“. Linda ringt sich zu einem Genrewechsel durch und versucht einerseits mit ihrem geschriebenem Thriller das Erlebte zu verarbeiten und anderseits und das steht für sie eindeutig im Vordergrund, den Mörder ihrer Schwester aus der Reserve zu locken.
Durch die Auszüge ihres Romans bekommt der Leser Einblicke in die Geschehnisse die nun 12 Jahre zurückliegen.

Ebenfalls wird viel Verwirrung beim Leser erzeugt. Das Netz aus Lügen, Misstrauen und Lindas Selbstzweifeln verdichten sich immer mehr und irgendwann zweifelt selbst der Leser am Wahrheitsgehalt der Erzählungen. Und genau dieses, macht das Buch zu etwas Besonderem. Ich konnte mich selbst abends kaum von der Geschichte lösen und musste in jeder freien Minute wissen, wie es weiter geht.

Fazit:
„Die Falle“ zeichnet sich durch ihre starken Charaktere, der tollen Umsetzung der Geschichte und einem stetig steigendem Spannungsbogen aus. Ein Buch, was ich in jeder freien Minute zur Hand nehmen musste. Für mich ein gelungener Debütroman und der Vorfreude auf weitere Werke von Melanie Raabe. Volle 5 Blutsterne.

Grandios!

Von: *LIVE. LOVE. READ. Datum : 29.05.2015

www.live-love-read.com/

Linda ist 38 und eine erfolgreiche Autorin. Vor 11 Jahren hat sie ihre Schwester tot aufgefunden und konnte den Mörder flüchten sehen. Seitdem hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Sie lebt völlig zurückgezogen und von Erinnerungen an jene Nacht gequält. Doch ihre vermeintlich sichere Blase bekommt einen Riss, als sie das Gesicht des Mörders, welcher nie geschnappt wurde, zufällig im Fernsehen sieht. Linda möchte den Mörder endlich überführen und beschließt, ihn in die Falle zu locken.

Melanie Raabes Schreibstil hat mich sofort in den Bann der Geschichte gezogen. Die Geschichte beginnt mit leisen Worten, die dennoch von starker Intensität sind. Die Autorin jongliert und spielt mit Worten auf eine Art und Weise, wie ich sie bislang bei keinem anderen Autor erlebt habe. Sie schreibt mal schnell, mal langsam und schafft dadurch eine sehr lebendige Atmosphäre.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend. Die Autorin spielt gekonnt mit der Unwissenheit der Leser und erzeugt dadurch nur noch mehr Spannung. Das Buch war zu keiner Stelle vorhersehbar und immer wenn ich dachte, auf der richtigen Spur zu sein, zeigt Melanie Raabe wieder einen neuen Weg auf.

Das Buch lebt aber auch von seinen Figuren, welche unheimlich charismatisch sind. Ich mochte Linda gerne. Linda durchläuft eine interessante Entwicklung, welche glaubwürdig dargestellt wird. Auch die Figur des vermeintlichen Mörders ist hervorragend gezeichnet.

Mit "Die Falle" hat Melanie Raabe einen hervorragenden Thriller geschrieben, welcher atmosphärisch sehr dicht ist, grandios ausgearbeitete Figuren hat und eine spannende Geschichte erzählt. Das Buch ist absolut lesenswert und ich werde es sicherlich ein zweites Mal lesen, weil ich glaube, dass man im zweiten Durchlauf noch weitere Zwischentöne wahrnimmt.

Spannend, aber nicht das erwartete Highlight

Von: Daniela U. Datum : 27.05.2015

www.literaturschock.de

Linda Conrads ist Romanautorin. Seit dem Mord an ihrer Schwester vor 12 Jahren lebt sie zurückgezogen in ihrer Villa am Starnberger See und verlässt das Haus nicht mehr. Sie ist mit ihren Büchern höchst erfolgreich, trotz ihrer Phobie vor der Außenwelt, und kommt eigentlich gut zurecht.

Doch dann sieht sie eines Tages im Fernsehen das Gesicht des Mannes, den sie damals vor 12 Jahren gesehen hat, als sie in die Wohnung ihrer Schwester Anna kam und diese tot aufgefunden hat. Der Mörder wurde nie gefasst und nun ist Linda überzeugt, dass sie ihn nach all den Jahren gefunden hat. Linda ist fest entschlossen, ihn in eine Falle zu locken und zu überführen. Ihr Ziel ist die Wahrheit – doch was ist die Wahrheit, was ist wirklich damals in dieser Nacht geschehen?

Linda wechselt das Genre, schreibt ihren ersten Thriller – auf der Basis der realen Ereignisse damals. Sie lockt den Mann, den sie für den Mörder hält, in ihr Haus und will ihn dazu bringen, ein Geständnis abzulegen. Alles ist genauestens geplant, doch wird die Falle wirklich zuschnappen? Und hat Linda überhaupt recht mit ihrem Verdacht?

Dieses Debut von Melanie Raabe bietet wirklich spannende Unterhaltung. Neben der eigentlichen Handlung sind immer wieder Kapitel aus dem fiktiven Thriller, den Linda geschrieben hat, eingestreut. So erfährt der Leser nach und nach aus verschiedenen Perspektiven, was sich in der Tatnacht vor 12 Jahren abgespielt hat. Ich persönlich hätte die Roman-im-Roman-Abschnitte nicht unbedingt gebraucht, ich fand die eigentliche Handlung rund um Linda viel spannender, habe die Abschnitte aber als interessante Ergänzung gesehen.

Die Geschichte lässt sich Zeit, beschreibt ausführlich Lindas Gemütszustand, ihre Lebensumstände, ihre Gedanken und Gefühle. Man ist als Leser hautnah an der Protagonistin dran und erlebt das Geschehen unmittelbar mit ihr mit.

Die Frage nach dem Täter und nach Schuld oder Unschuld zieht sich durch das ganze Buch. Erst scheint alles eindeutig, dann kommen Zweifel auf, nicht nur am Täter, auch an der Figur des Opfers. Linda muss sich die Frage stellen, ob sie selbst die Ereignisse von damals wirklich richtig im Gedächtnis hat oder sich eventuell alles ganz anders abgespielt hat.

Das Buch wurde in Kritiken viel gelobt und im Internet massiv beworben. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen und wurden nicht ganz erfüllt. Es war ein spannendes und gut geschriebenes Buch, für mich aber nicht das erwartete Highlight. Dennoch bin ich auf jeden Fall neugierig auf weitere Bücher der Autorin!

Lesehighlight: Ein zum Zerreißen spannendes, raffiniertes Psychodrama

Von: Sandra @Buechernische Datum : 18.05.2015

352 Seiten. Nachwort. Letztes Wort. Ende. Wow. Melanie Raabe ließ mich gerade völlig verblüfft und absolut beeindruckt in meinem Lesesessel zurück, nach 352 gelesenen Seiten, zahlreichen Minuten des Herzklopfens und dem Wunsch, in den Buchrücken zu beißen. Vor einer halben Stunde habe ich ihr Debüt »Die Falle«, das Anfang März beim Randomhouse-Imprint btb Verlag erschienen ist, beendet und bin völlig geflashed.

Donnerlüttchen, dieses Buch hat gesessen. Was für ein überraschendes! atemberaubendes! fieses! Stück! Literatur! Das ist der erste Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, nachdem ich den Thriller eben beendet habe. Der Plot hat mich regelrecht hin- und hergezerrt, an einer Stelle Knoten gelöst, um an einer anderen wieder für völlige Verwirrung zu sorgen. Doch fangen wir mit dem äußeren Eindruck an. Das Cover greift die Gedankenwelt Lindas auf, so jedenfalls verstehe ich dieses schwarze-türkise Titelbild. Müsste ich jetzt interpretieren, was das darstellen soll, würde ich am ehesten darauf tippen, dass es die Schwärze widerspiegelt, die sich in elf Jahren Einsamkeit durch jede Faser von Linda Conrads Körper gefressen hat.

So subtil das Titelbild wirkt, so famos ist Melanie Raabes Debüt zwischen den schmückenden Buchdeckeln. Die junge Journalistin hat mit ihrem Psychokrimi für ordentlich Furore auf dem Buchmarkt gesorgt. Bereits vor Erscheinen wurde der Titel in mehrere Länder verkauft, im englischsprachigen Ausland für einen sechsstelligen Betrag, wie Randomhouse verlauten ließ. Ein Hype ist für mich im ersten Moment erst einmal ein Grund, Abstand zu nehmen. Ich bin schon öfter auf gehypte Bücher angesprungen, die sich hinterher als laues Lüftchen entpuppt haben.

Mittlerweile habe ich eine gewisse Zahl von Bloggerkollegen und -freunden, deren Meinung ich beinahe blind vertraue. Als sich die positiven, gerade zu überschwänglichen Rezensionen ins Netz ergossen, wurde ich neugierig, zögerte aber noch, da es sich um einen Thriller handelte. Thriller und ich, das ist so eine Geschichte. Vor ein paar Jahren hatte ich kein Problem mit blutiger Spannungsliteratur à la Fitzek & Co. Das hat sich erheblich geändert, ich bin sehr empfindlich geworden, kann Blutiges und Brutales überhaupt nicht mehr ertragen. Aus diesem Grund habe ich mich dann auch mehrmals erkundigt, ob ich mich an den Titel wagen könnte. Nachdem grünes Licht kam, gab es kein Halten mehr – das also als kleinen Hinweis an die Leser unter euch, die ebenso zarte Lesepflänzchen wie ich sind.

Ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Melanie Raabe hat mich mit ihrer absolut einzigartigen, wunderbaren Sprache wortwörtlich in die literarische Falle gelockt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Sie hat mich um den Finger gewickelt, scheinbar an der Hand genommen, um mich mit sich zu ziehen, mich im nächsten Augenblick jedoch mit verschwörerischem Blick zu fixieren, als ob sie mir sagen wollte: “Na? Bist du dir ganz sicher, dass alles so geschehen ist?“

Mehr als einmal saß ich im Lesesessel und gab wohl eine höchst interessante, bibliophile Geräuschkulisse und Mimik zum Besten, die offensichtlich für reichlich Schmunzeln im Hause Büchernische sorgte. Mal knurrte ich leise vor mich hin, um im nächsten Augenblick die Augen aufzureißen, die Hand auf den Mund zu schlagen und – ich schwöre, ich war kurz davor – um ein Haar in den Buchrücken zu beißen. Frau Raabe weiß, wie man dem Leser erst ein paar kleine Häppchen hinwirft, um ihn auf eine falsche Fährte zu locken und dann doch im letzten Moment einen Haken schlägt.

Dabei bedient sie sich einem unglaublich bildhaften Sprachduktus. Mittels zahlreich wiederholter Wortfolgen, lediglich durch Kommata abgetrennt, spiegelt sie in einer stakkato-artigen Schreibe die verzweifelte Hektik und Panik der Protagonistin wieder. Melanie Raabe weiß zu formulieren, mit Wortkonstruktionen zu spielen und dabei den Leser mit subtilen Andeutungen unweigerlich zwischen die Seiten zu ziehen. Immer tiefer und tiefer tauchte ich in die Psyche Linda Conrads ein, ließ ihre blitzartig aufleuchtenden Gedankenfetzen auf mich wirken und ertappte mich oft genug dabei, am Verstand der Protagonistin zu zweifeln. Melanie Raabe erschuf mit der Bestsellerautorin einen tiefgründigen, traumatisierten Charakter mit Ecken und Kanten, welche ein exzentrisch wirkendes Leben inmitten ihrer eigenen vier Wände führte und sich im Laufe der Handlung zunehmend als starke, mutige Persönlichkeit entpuppte.

Als zusätzliches Highlight bettet Melanie Raabe in ihr insgesamt 35 Kapitel umfassendes Debüt ein Buch-im-Buch-Konzept ein. Dabei wechselt sie zwischen der in Ich-Perspektive geschilderten Geschichte Linda Conrads und dem aktuellem Thriller der Protagonistin – welche ja wie oben beschrieben Bestsellerautorin ist -, mit dem Titel ‘Blutsschwestern‘ hin und her. Um diese beiden Erzählstränge auch optisch besser voneinander unterscheiden zu können, wird für die eingebetteten Romanpassagen eine serifenlose Schriftart verwendet.
Es mangelte fürwahr nicht an geschickter Raffinesse und verblüffenden Überraschungsmomenten, die mich bis zu letzt an meiner Spürnase zweifeln und dieses ausgeklügelte Verwirrspiel in einem genussvollen, psychologischen Spannungsfeuerwerk explodieren ließen.

Mein Fazit: Melanie Raabe legt mit ihrem Erstlingswerk ein zum Zerreißen spannendes Psychodrama mit allerlei ausgeklügelten, erzählerischen Tricks vor, das mich erbarmungslos mit sich riss, mehrmals an den Rand des Wahnsinns trieb und mich das Buch letzten Endes hervorragend unterhalten zuklappen ließ. Dieser Thriller ist nicht einer unter vielen, sondern eine wahre Perle, ein Spannungsfeuerwerk voller überraschender Erzählfunken und knisternder Atmosphäre, das mir noch lange im Gedächtnis haften bleiben wird. Ich bin sehr gespannt, was wir von dieser vielversprechenden Autorin noch zu lesen bekommen werden, denn sie schreibt bereits an einem neuen Projekt. Bis es soweit ist, kann ich euch diesen Psychothriller nur ans Herz legen, selbst denjenigen unter euch, die diesem Genre eher weniger abgewinnen können.

Die Falle in der Falle neben der Falle

Von: Jack Datum : 18.05.2015

inflagrantibooks.blogspot.de/

*Achtung: Assoziation zum Titel sind vorprogrammiert ^^*

Der btb Verlag ist mir schon mit seiner Totenfrau positiv in Erinnerung geblieben, einfach, weil er mir bewies, dass sich Verlag auch mal trauen kann, neue Grenzen zu testen und Andersartigkeit anstatt Mainstream zu servieren. Und genau dieses Menü, diese Falle, erwartete mich nun auch hier mit Melanie Raabes Debüt, dass alleine vom Erzählstil die perfekte Veranschaulichung eines psychisch gestörten Verstandes darstellt, ohne zu viel auf die dramatische Ebene zu setzen. Denn was dieses Buch alles ausmacht ist einfach das Feingefühl, welches die Autorin hier einsetzt, und ihrer Protagonistin, Linda Conrads, zumutet. Ich persönlich fühlte mich mit ihr sofort verbunden, weil sie einfach so menschlich kaputt war und ich selbst das Gefühl kenne, wenn Ängste einen blockieren und einsperren wollen.

Und sehen wir der Tatsache gleich mal ins Auge: Ich hab viele Krimis gelesen aber sie wiederholen sich doch in ihrer ganzen Art jedes Mal aufs Neue, sodass ich mehr Gähne als „Lust“ zum Weiterlesen verspüre. Und dann kam diese „Falle“, und ich sah sie kommen und stürzte mich ja schon beinahe selbstmörderisch darauf.
Kommen wir mal zum Konzept, ehe ich hier weiter aushole:

Die simple Idee – so komplex – nicht komplex - umgesetzt:
Junge Frau findet ihre Schwester tot in ihrer Wohnung und erblickt den Mörder, dieser aber flieht und sie ist fortan die einzige Zeugin. Nach etlichen Untersuchungen kann weder ein vernünftiges Täterbild erfasst, noch Gründe für diesen Mord gefunden werden. Die junge Frau muss mit der Tatsache leben, dass der Mörder ihrer Schwester draußen frei herumläuft und sie selbst irgendwann erwischen und mundtot machen wird. Durch diese Ängste kann sie das Haus nicht mehr verlassen, verschanzt sich mit ihren psychische Angststörungen, die sich seit dem Tod ihrer Schwester entwickelt haben. Diese junge Frau wurde nach Jahren zur Bestsellerautorin und lebt mehr mit ihrer Fantasie als außerhalb im richtigen Leben.
Eines Tages sieht sie durch Zufall in den Nachrichten dieses Gesicht, dass sie seit Jahren in ihren Albträumen verfolgt und sie entwickelt ihren ganz eigenen Plan, den Mörder in eine Falle zu locken und aus ihm ein Geständnis herauszukitzeln. Nur wie kann eine so zerstörte Frau dies alles bewerkstelligen, ohne von ihren Ängsten, ihrer eigenen Falle, verschluckt zu werden?

Ein Buch im Buch – kann das funktionieren?
Der Plan, Lindas Falle in Form ihres neusten Krimis einzufädeln, der war gewöhnungsbedürftig. Ich wechselte nach einer gewissen Zeit ständig von Lindas Sichtweise zu der ihrer Protagonisten aus ihrem neusten Buch, welche sie ja selbst war. Ich erlebte, was nach dem Mord ihrer Schwester passierte, wie es EVENTUELL zustande kam, dass Linda sich dann von ihren Ängsten überfallen ließ. So vermittelte mir die Autorin ihr womogliches Leben vor all dem und die Fiktion vermischt sich mit der Realität, sodass Linda selbst nicht mehr so ganz wusste, was nun erfunden war und was der Realität entsprach.

Und doch schien einiges nicht so ganz zu stimmen. Denn wo die Fiktion sich mit der Realität vermischte, war auch für mich nie so ganz klar. ^^ Und ich LIEBTE ES! Liebte dieses Verwirrspiel mit dem möglichen Täter, liebte es, dass die Autorin ihr Katz und Maus spiel auch mit mir als Leser spielte und ich nicht mehr aufhören konnte, meinen Blick von der Falle abzuwenden. Ich WOLLTE, das sie zuschnappte, bemerkte aber nicht, wie gefährlich nahe ich selbst an ihr war und sie mich als Beute einfing.
Mindfuck, wie ich ihn so auch noch nie erlebt hatte. Und das ganze steigerte sich, als sie den möglichen Täter auch noch in ihrem Haus empfing. Der Showdown in der Mitte ließ mein Puls in die Höhe steigen und ich hatte wortwörtlich Muskelkater von meiner Lesestellung, da ich einfach nicht bemerkte, wie lange ich schon in meiner Sitzposition verharrte und aufs Buch starrte. ^^ GRANDIOS LIEBE MELANIE RAABE, GRANDIOS!!!

Das alles wurde durch diesen Stil, den die Autorin hegt, so intensiv eingebaut, sodass man wortwörtlich im Kopf der Protagonistin steckt und mit ihr in ihrem psychischen Wahn verfällt. Wem kann man noch trauen? Sich selbst? Seinem eigenen Umfeld? Wer ist Freund, wer Feind? War alles eine Lüge? Lügen alle anderen und sie hat recht mit ihrer Vermutung? Fragen über Fragen, bis der richtige Showdown gegen Ende daher kommt und ich ehrlich gesagt gegen eine Wand lief.

Und ja, hier kommt meine Kritik: Wenn man es schafft, seine Handlung SO enorm zu steigern, dass ich als Leser wirklich tief drinnen bin, steigen die Erwartungen zum Ende hin einfach ins Unermessliche. Und es störte mich, wie das aufgelöst wurde, da es meiner Meinung nach davor doch auch nicht so leicht ging…aus Spoilergründen kann ich es nicht ausführlich beschreiben, aber ich hatte das Gefühl, dass die Autorin da mächtig Mist gebaut hatte und von ihrem EIGENEN Plot und Talent letzten Endes überfordert war.
So kam es mir vor und es regt mich immer noch auf, weshalb ich lange brauchte, um diese Rezension überhaupt verfassen zu können. Ich bete, dass Melanie Raabe nicht wieder in ihre eigene Falle tappt und uns bei ihrem nächsten Buch ein Ende serviert, welches mich genauso umhaut, wie die Handlung zuvor.


Fazit:
Wer auch immer beim btb Verlag schlau genug war, diese Autorin und ihr Buch dort zu verlegen, sollte meiner bescheidenen Meinung nach auch bei den anderen Verlagen mitmischen. Denn was ich hier geboten bekam, war im Vergleich zu anderen, lahmen Verlagstiteln, endlich etwas, worauf ich wieder in der deutschen Verlagsbranche hoffen kann. Hoffen kann, dass sich da mal ein frischer Wind auftut und ich mich nicht ständig zu den Indies flüchten muss, um vernünftige „Luft“ zu atmen.
Melanie Raabes Debütkrimi mag am Ende schwächeln, aber es ist unüberlesebar, dass die Autorin es drauf hat und sich hoffentlich in ihren zukünftigen Werken noch intensiver auf die psychische Ebene fokussiert, um mich dann komplett um den Verstand zu bringen. Aber bitte nicht noch mal in die eigene Falle tappen, Frau Raabe. Danke.

Bewertung:
ARGH! Es ist mit diesem Ende…aber alles davor…es ist nicht leicht, da eine vernünftige Bewertung abzuliefern. Rein theoretisch würde ich dem Buch eine 4 geben, aber ich werde so selten von Büchern beeindruckt, dass ich hier eine ganz kappe 5 vergeben MUSS!

Meine Empfehlung!

Von: unclethom Datum : 17.05.2015

mundolibris.blogspot.de

Die eine oder andere Stelle des Buches ließ mich innehalten und überlegen ob dies so wirklich nur eine Fiktion ist. Zu echt erschien mir die Beschreibung dieses Falles. Es kam mir wirklich so vor als beschriebe die Autorin wirklich erlebtes, als wäre es ihr selbst genau so passiert.
Mit dem Schreibstil der Autorin konnte ich mich schnell anfreunden, auch wenn es die eine oder andere, durchaus zu verzeihende, Länge gab.
Sehr plastisch beschreibt Melanie Raabe ihre Figuren die so sehr lebendig erscheinen. Insbesondere die beiden Hauptfiguren bestechen durch ihre Glaubhaftigkeit, von beiden hatte ich während der gesamten Lektüre ein Bild vor Augen, das nicht groß von der Vision der Autorin beim Schreiben abweichen dürfte.
Den Schauplatz konnte ich mir ebenfalls gut vorstellen und ich fand dieses Anwesen recht gut gewählt.
Fragwürdig allerdings, ob es der Polizei nicht aufgefallen sein dürfte, auch nach so vielen Jahren, um wen es sich bei der mysteriösen Anruferin gehandelt hat. Denn ich denke, dass es nicht sehr viele für diesen Fall interessiert haben dürften. Ich habe lange überlegt ob ich dies kritisch anmerken soll oder nicht. Letztendich finde ich aber doch, dass ich es ansprechen sollte, denn ich denke diese, wenn auch kleinen Hinweise, helfen der Autorin sich ähnliche Szenen noch einmal anzusehen.
Die Atmosphäre die die Autorin geschaffen hat war für mich genau das was ich bei einem solchen Buch fühlen möchte. Ein leichtes erschaudern, Gänsehaut und letztendlich dann ein tolles Finale.
Ich finde das Melanie Raabe hier ein sehr gut gelungenes Debüt geglückt ist zu dem ich herzlich gratuliere.
Ich bin sehr gespannt was man von Melanie Raabe in Zukunft noch erwarten darf.
Von mir sind das in der Summe 4 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung.